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 Beitrag Verfasst: Montag 6. Dezember 2010, 07:16 
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20min.ch, 06.12.2010

Hasler als Technischer Direktor zu YB

Hansruedi Hasler beendet per Ende Dezember nach einem Jahr sein Berater-Mandat bei den Grasshoppers und wechselt zu den Young Boys.

Bei den Bernern wird Hasler das neu geschaffene Amt des Technischen Direktors übernehmen.

Hasler, der zwischen 1995 und 2009 als Technischer Direktor des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) wertvolle Arbeit geleistet hatte, wird die technische Führung aller Sportabteilungen bei YB übernehmen. Dazu fungiert er als Bindeglied zwischen dem Profi- und Nachwuchsbereich sowie zwischen der sportlichen Leitung und der Geschäftsleitung.

Der 63-jährige Berner hatte Anfang 2010 ein 50-Prozent-Mandat bei den Grasshoppers übernommen, um CEO Urs Linsi und Sportchef Georges Perego als Berater zu unterstützen. Mit seinen Analysen und Empfehlungen und der engeren Zusammenarbeit zwischen der ersten Mannschaft und des U21-Teams leistete Hasler wichtige Grundlagen- Arbeit im sportlichen Bereich der Grasshoppers.

http://www.20min.ch/sport/sporttelegramm/story/17315144

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 Beitrag Verfasst: Montag 6. Dezember 2010, 07:19 
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sf.tv, 05.12.2010

Hasler als Technischer Direktor zu YB

Hansruedi Hasler beendet per Ende Dezember nach einem Jahr sein Berater-Mandat bei den Grasshoppers und wechselt zu den Young Boys. Bei den Bernern wird Hasler das neu geschaffene Amt des Technischen Direktors übernehmen

Hasler, der zwischen 1995 und 2009 als Technischer Direktor des Schweizerischen Fussballverbands wertvolle Arbeit geleistet hatte, wird die technische Führung aller Sportabteilungen bei YB übernehmen.

Dazu fungiert er als Bindeglied zwischen dem Profi- und Nachwuchsbereich sowie zwischen der sportlichen Leitung und der Geschäftsleitung.

Engagement schon bei GC

Der 63-jährige Berner hatte Anfang 2010 ein 50-Prozent-Mandat bei den Grasshoppers übernommen, um CEO Urs Linsi und Sportchef Georges Perego als Berater zu unterstützen. Mit seinen Analysen und Empfehlungen sowie der engeren Zusammenarbeit zwischen der ersten Mannschaft und des U21-Teams leistete Hasler wichtige Grundlagen-Arbeit im sportlichen Bereich der Grasshoppers.

http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/12/05/Fussball/Hasler-als-Technischer-Direktor-zu-YB

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 Beitrag Verfasst: Montag 6. Dezember 2010, 07:20 
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NZZ, 06.12.2010

Der dekorierte Baumeister baut bei YB weiter

Hansruedi Hasler verlässt die GC-Fussballer und wird in Bern Technischer Direktor

bsn. Ilja Kaenzig, der CEO von YB, möchte das Berner Fussballteam bis im Sommer spürbar verstärken. Schon am Sonntag präsentierte YB den ersten namhaften Zuzug, jedoch auf strategischer Ebene: Hansruedi Hasler, der langjährige Technische Direktor des Schweizerischen Fussballverbandes, versieht ab dem 1. Januar 2011 dieselbe Funktion bei YB.

Der bald 63-Jährige legt damit sein Beratermandat bei GC nieder, was für das gebeutelte Super-League-Schlusslicht einem weiteren Rückschlag gleichkommt. Die Zürcher stellten Hasler vor rund einem Jahr mit einem 50-Prozent-Mandat an und priesen ihn als Aushängeschild für die Bemühungen, den angeschlagenen Ruf als Vorzeige-Nachwuchsschmiede aufzupolieren. Es ist aber ein offenes Geheimnis, dass Haslers Ideen beim klammen Rekordmeister kaum fruchtbaren Boden fanden. Die Rede ist von 35 Optimierungsvorschlägen, die Hasler dem Verwaltungsrat vorgelegt haben soll; zur Umsetzung fehlte in vielen Fällen das Geld. Im Abschiedscommuniqué schreibt GC, Haslers Schlussbericht an den Verwaltungsrat enthalte «weitere Massnahmen, die nach Möglichkeit in das Nachwuchskonzept integriert werden sollen». Urs Linsi, der GC-Präsident, verhehlt nicht, dass er «gerne noch länger» mit Hasler zusammengearbeitet hätte.

Anzeige:Der YB-CEO Kaenzig sagt, es sei nicht darum gegangen, GC zu schwächen. YB ergreift schlicht die Chance, Know-how zu angeln. Hasler seinerseits dürfte in Bern nicht nur grösseren finanziellen Spielraum, sondern auch mehr Kompetenzen besitzen. YB scheint finanziell gut gebettet, weil die Fussballer unter dem Stadiondach beherbergt sind. Hasler wird die Technische Führung im Bereich Sport übernehmen, vom Fanionteam über den Nachwuchs bis zu den Frauen. Die Idee der Liaison zwischen dem Berner Funktionär und dem Berner Klub konkretisierte sich in den letzten Wochen. Kaenzig fädelte den Transfer nicht im Alleingang ein, «aber ich übernehme die Verantwortung». Kaenzig arbeitet erst seit August bei YB. Es spricht für den 37-Jährigen, dass er eine starke Persönlichkeit neben sich duldet. Die Installierung Haslers bedeutet einen weiteren Schritt Kaenzigs in der Emanzipierung vom entlassenen Vorgänger Stefan Niedermaier, nachdem schon die Kooperation mit dem Spieleragenten Jean-Bernard Beytrison gelockert werden soll und die Unterstützung einer Fussballschule in Côte d'Ivoire überprüft wird. Im gleichen Kontext stellt sich die Frage, ob neben Hasler und dem Bundesliga-erfahrenen Kaenzig (Führungspositionen in Leverkusen und Hannover) langfristig Platz ist für Techniker aus der Ära Niedermaier wie Alain Baumann (Sportchef) oder Stéphane Chapuisat (Chef-Scout).

Allen Mitstreitern aus dem Schweizer Fussball hat Hasler seit Samstag zudem eine besondere Ehre voraus: Von der Universität Bern wurde der promovierte Erziehungswissenschafter wegen der Verdienste im hiesigen Fussballverband zum Ehrendoktor ernannt. Als Technischer Direktor von 1995 bis 2009 gilt er als Baumeister des gelobten Nachwuchskonzepts, das in vier Endrunden-Teilnahmen des A-Nationalteams in Serie und in Europa- und Weltmeistertiteln der U-17-Junioren mündete. Nach der Ehrung entschwand Hasler in die Skiferien nach Österreich – Erholung muss sein vor dem Wechsel von GC zu YB.

http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/aktuell/der_dekorierte_baumeister_baut_bei_yb_weiter_1.8572252.html

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 7. Dezember 2010, 11:19 
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Ich weiss nicht ob nun mit ihm auf strategischer Ebene alles besser wird, aber wenigstens ist er ein Berner!


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 7. Dezember 2010, 12:32 
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Berner Zeitung, 07.12.2010

Hansruedi Hasler: «Bei YB ist vieles möglich und umsetzbar»

Ab Januar arbeitet Hansruedi Hasler als Technischer Direktor bei YB. Im Interview spricht der bald 63-jährige Fussballfachmann über die Unterschiede zwischen YB und GC und seine Philosophie, über seine neue Rolle und über seinen Ehrendoktortitel an der Universität Bern.

Hansruedi Hasler, träumen Sie vom YB-Meistertitel?
Hansruedi Hasler (lacht): Welcher Berner Fussballinteressierte tut das nicht.

Aber die Möglichkeit, mitzuhelfen, dass YB endlich den ersten Titel seit dem Cupsieg 1987 holt, war sicher ein Anreiz für Sie, Technischer Direktor bei den Young Boys zu werden?
Ich möchte meine Aufgabe bei YB nicht über Titel definieren. Mir ist wichtig, dass wir gut und seriös arbeiten und damit die Basis für Erfolge schaffen können.

War es für Sie sofort klar, dass Sie als Berater bei GC aufhören und zu YB wechseln?
Ich hatte natürlich eine Verpflichtung gegenüber GC, und ich bin keiner, der sofort davonläuft. Doch es ist ja klar, dass YB in jeder Beziehung bessere Möglichkeiten als GC hat. Damit meine ich nicht nur die Finanzen.

Sondern?
YB ist derzeit in jeder Beziehung weiter als GC. Die Spielerqualität ist besser, das Stadion auch, es hat mehr Nationalspieler auf allen Stufen, die Juniorenteams sind stärker, die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen aus der Region ist ausgeprägter und vielversprechender. Aber man kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, denn YB ist einfach breiter und besser aufgestellt. Auch bei GC arbeitet man gewissenhaft, die Möglichkeiten sind einfach anders als in Bern.

Hinter den Young Boys liegen wieder mal turbulente Monate, die Aussendarstellung war bei der stillosen Entmachtung des früheren CEO Stefan Niedermaier unglücklich. Wie haben Sie diese Unruhen miterlebt?
Ich habe den Wechsel auf der Chefposition bei YB damals nur aus der Ferne mitbekommen. Und ich möchte jetzt in die Zukunft schauen. Die Gespräche mit allen Verantwortlichen waren intensiv und gut, und deshalb bin ich überzeugt: Bei YB ist vieles möglich und umsetzbar.

Und wie beurteilen Sie die bisherigen Leistungen der Young Boys in dieser Saison?
Ich habe YB nur einmal live gesehen, das war gegen GC, deshalb wäre es vermessen, würde ich mir ein Urteil erlauben. YB ist ein Spitzenteam mit Ambitionen und sehr guten Möglichkeiten.

Sie sollen als «Leuchtturm», wie CEO Ilja Kaenzig sagt, die YB-Philosophie vorgeben. Was schwebt Ihnen da genau vor?
Konzepte, Ideen und Pläne sind schön und gut, aber viel wichtiger ist, dass man die Philosophie dann gemeinsam umsetzt. Es ist zu früh, um bereits ins Detail zu gehen. Es gibt viele Ideen, und ich werde ja bald spüren und merken, was realistisch und was eher nicht möglich ist.

Sie werden über weit reichende Kompetenzen verfügen. Kann man damit rechnen, dass Sie beispielsweise im Nachwuchsbereich personelle Änderungen vornehmen werden? Sie kennen ja viele Trainer in der Schweiz.
Ich glaube, dass bei YB fähige Leute arbeiten, die sich auskennen und gute Arbeit leisten. Aber ich denke, dass man die Abläufe und Strukturen optimieren kann, am liebsten natürlich mit den bisherigen Leuten.

Haben Sie schon konkrete Ideen, was Sie verändern möchten?
Im technisch-taktischen Bereich werde ich Leitlinien vorgeben und Trainer wie junge Spieler coachen und führen. Wir werden Trainingspläne für verschiedene Altersstufen ausarbeiten und die grössten Talente speziell fördern. Dabei geht es weniger um Systeme, denn ich finde, diese Diskussion wird überbewertet. Es geht mir ums richtige Verhalten und um Prinzipien, die jeder verinnerlichen soll. Vielleicht aber existiert bei YB ja bereits vieles so, wie ich es mir vorstelle.

Aus Ihrer langjährigen Arbeit beim Verband kennen Sie bestimmt alle Talente in der Schweiz. Ist also damit zu rechnen, dass YB in Zukunft mehr Nachwuchsspieler in die Super League führen kann?
Im Rekrutierungsbereich werde ich auch aktiv sein, aber nicht unbedingt als Scout. Natürlich gehe ich ebenfalls gerne Fussballspiele schauen. Doch auch hier sind übergeordnete Fragen wichtig: Wie suchen wir Spieler und wo? Wie alt sollen sie sein? Wie gehen wir bei der Kontaktaufnahme vor? Welche technischen und taktischen Voraussetzungen muss ein YB-Spieler mitbringen?

Befürchten Sie kein Kompetenzgerangel mit CEO Ilja Kaenzig und anderen Entscheidungsträgern bei den Young Boys?
Nein, wir werden unsere Stellenprofile so definieren, dass es nicht dazu kommen wird. Ich möchte betonen, dass ich nicht als Sportchef bei YB angestellt sein werde, sondern eben als Technischer Direktor. Das ist eine Stelle, die es schweizweit im Fussball bisher nicht gegeben hat. Es ist toll, ist man bei YB bereit, eine solche Funktion zu schaffen. Es ist aber nicht meine Stärke, zum Beispiel mit Spielern oder ihren Beratern über Verträge zu verhandeln. Dafür und auch im administrativen Bereich hat es bei YB gute Leute, die das besser als ich machen.

Aber Sie sind der einzige Ehrendoktor im Verein. Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung der Universität Bern, die Ihnen für Ihre besonderen Verdienste in der Schweizer Juniorenförderung verliehen wurde?
Das ist eine grosse und seltene Ehre, die mich stolz macht. Es ist etwas vom Schönsten, was einem im Berufsleben passieren kann. Ich sehe diese Auszeichnung als Anerkennung für die ausgezeichnete Arbeit, die im Nachwuchsbereich in den letzten Jahren von vielen Leuten geleistet wurde.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Hansruedi-Hasler-Bei-YB-ist-vieles-moeglich-und-umsetzbar/story/24013530

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 Beitrag Verfasst: Freitag 24. Dezember 2010, 10:21 
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Der Bund, 24.12.2010

Haslers Ideen mit YB

Hansruedi Hasler, ab dem 1. Januar 2011 Technischer Direktor bei YB, will bei den Bernern eine einheitliche Spielphilosophie umsetzen. Ihm schwebt eine Mischung aus technischem und kampfbetontem Fussball vor.

Hansruedi Hasler, haben Sie das Engagement bei YB gesucht?

Nicht unbedingt. Ich habe mir zwar Gedanken gemacht über meine Zukunft, da sich schon eine Weile abzeichnete, dass mein Ende Jahr auslaufendes Beratermandat bei GC aus finanziellen Gründen nicht verlängert wird. Doch mit einem konkreten Angebot von YB habe ich nicht gerechnet.

Was soll ein Technischer Direktor im Fussball?

Er entwickelt in erster Linie die Spielphilosophie für den ganzen Verein, die er mit dem Trainerstab erarbeitet, bespricht und weiterentwickelt. Weiter besetzt er die Nahtstelle zwischen der Nachwuchsabteilung und der ersten Mannschaft und kümmert sich um das Scouting.

Übernehmen Sie auch das Amt des Sportchefs?

Nein. Wir haben eine eigenständige Lösung gefunden, bei der ich die Funktion des Sportchefs nicht tangiere. Ich mache keine Vertragsverhandlungen.

YB hat einen Technischen Direktor, einen Sportchef, einen Nachwuchschef und zwei Scouts. Besteht nicht die Gefahr eines grossen Kompetenzgerangels?

Die Gefahr besteht. Sie besteht immer, wenn Leute zusammenarbeiten müssen. Die vorgenannten Funktionäre sind wohl alle mir unterstellt, doch sie bleiben im ihnen zugewiesenen Bereich die Verantwortlichen. Ich nehme keinem von ihnen Arbeit weg, sondern ich will sie in ihrer Tätigkeit unterstützen. Wenn es uns gelingt, als Team gut zu funktionieren, so ist einiges möglich.

Hat YB heute schon eine eigene Spielphilosophie?

Wenn ich die paar Spiele der Nachwuchsteams als Massstab nehme, die ich bisher gesehen habe, dann würde ich sagen: eher nicht.

Gibt es in der Schweiz andere Klubs, die in dieser Beziehung weiter sind?

Bei GC spielen die erste Mannschaft, die U-21 und mit Abstrichen die U-18-Auswahl das gleiche System.

Welche Fussballphilosophie möchten sie bei YB umsetzen?

Ich bin ein Freund eines schnellen, konstruktiven Aufbaus, wenn man im Ballbesitz ist. Geht es darum, den Ball zu erobern, bevorzuge ich ein aggressives Pressing. Mir schwebt ein technischer, aber gleichwohl kampfbetonter Fussball vor. Ich habe den Eindruck, dass der Berner Zuschauer nicht nur schönen Fussball sehen will, sondern es mag, wenn in den Zweikämpfen hie und da auch die Fetzen fliegen.

Kunstrasen ist aber kaum die richtige Unterlage für einen solchen Fussball.

Nein. Ich habe nichts dagegen, wenn im Stade de Suisse wieder ein Naturrasen verlegt wird.

Was machen Sie mit den Kunstrasenplätzen im Campus Neufeld?

Auf dem Trainingsgelände brauchen wir solche künstlichen Spielfelder, damit wir Gewähr haben, jeden Tag mehrere Stunden trainieren zu können. In Phasen, wo nur auf Kunstrasen geübt werden kann, setzen wir den Schwerpunkt auf die Technik.

Der Campus Neufeld platzt schon jetzt aus allen Nähten.

Ich setze grosse Hoffnungen auf das Neufeld. Es gibt verschiedene Ideen, die Anlage auszubauen. Zur Förderung des YB-Nachwuchses ist kürzlich auch eine Stiftung gegründet worden. Dank dem Stiftungskapital besteht eine gewisse Finanzierungsgarantie.

Wie viel Geld kostet ein Nachwuchsspieler im Jahr?

Beim Verband kamen wir auf jährlich 25 000 Franken. Bei den Klubs beläuft sich der Betrag auf rund 40 000 Franken. Bei YB ergibt das total rund 3 Millionen Franken pro Jahr.

Betrachtet man das Investitionsvolumen, so müsste YB jährlich mindestens einen Spieler für die erste Mannschaft hervorbringen?

Eigentlich schon.

Zurück zu Ihrer Philosophie: Mit welchen Leuten wollen Sie diese umsetzen?

Mit jenen, die bereits bei YB angestellt sind. Sie sind vom Klub geholt worden und verdienen es, dass ich sie anhöre und mir zuerst ein Bild von ihrer Kompetenz mache.

Eine Philosophie umzusetzen, braucht Zeit. Bekommen Sie diese Zeit?

Was die erste Mannschaft angeht, sicher nicht. Dort zählen nur die Resultate. Anders sieht es bei den 13- bis 14-Jährigen aus: Dort müssen wir säen, damit wir in fünf, sechs Jahren ernten können. Bei den 18-Jährigen müssen wir schauen, was zu tun ist, damit sie in zwei bis drei Jahren für den Sprung ins Fanionteam bereit sind. Wichtig ist, dass wir etwas bauen, das einen guten Boden hat und von dem alle überzeugt sind.

Hat Ihnen die Vereinsleitung Ziele vorgegeben?

Nein. Wir sind übereingekommen, bis Ende Februar gemeinsam die Ziele zu definieren. Das macht auch Sinn. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn in einem Unternehmen Ziele gesteckt werden, ohne die Personen einzubeziehen, die die Vorgaben umsetzen müssen.

An welchen Vorgaben orientieren Sie sich?

Für mich stellen sich folgende Fragen: Haben wir gute Spieler? Haben wir die richtigen Trainer, um unsere Spieler weiterzubringen? Haben wir ein gutes Trainingsprogramm? Wie gut ist unser Scouting? Haben wir eine Infrastruktur, die unseren Ansprüchen genügt? Und schliesslich: Haben wir genug Geld, um das alles zu bezahlen?

Haben Sie noch andere Pläne?

Ich strebe eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Sportwissenschaften der Universität Bern an. Dort werden pro Jahr rund 100 Masterarbeiten geschrieben. Wenn wir dort jährlich ein halbes Dutzend Arbeiten in Auftrag geben können, bekommen wir jede Menge theoretisches Wissen geliefert, welches von grossem Wert für unsere Entwicklung sein kann.

Was erwarten Sie für Erkenntnisse?

Beispielsweise, welche Auswirkungen bestimmte Trainingsprogramme bei der Entwicklung junger Fussballer haben. Oder die Wirksamkeit von Marketinginstrumenten im Zusammenhang mit YB.

Ist die Rede von YB, taucht früher oder später das Stichwort fehlende Winner-Mentalität auf. Lässt sich eine solche Mentalität heranbilden?

Das ist ein wichtiger Teil der Ausbildungskultur. Wir müssen bei der Selektion von jungen Spielern schauen, dass sie den unbedingten Siegeswillen mitbringen und bereit sind, ständig an ihre Grenzen zu gehen.

YB hat bei der Präsentation von Ilja Kaenzig im August sehr hohe Ziele kommuniziert. Der Verein strebt in der Schweiz eine Dominanz an wie Bayern in Deutschland. Sie solche Zielsetzungen nicht unrealistisch?

Die Geldgeber haben in Bern ein Konstrukt geschaffen, welches zumindest in der Schweiz einzigartig ist. Sie stellen dem Klub ein Stadion zur Verfügung, mit dem sich viel Geld generieren lässt. Dass sie mit ihrer Vorgabe hohe Ziele in Verbindung setzen, ist ihr gutes Recht. Jetzt gilt es zu schauen, ob sich diese Ziele in die Tat umsetzen lassen mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen.

Welches sind die wichtigsten Erkenntnisse, die Sie während Ihrer langjährigen Tätigkeit beim Fussballverband gewonnen haben?

Ein zentraler Punkt ist die intensive Zusammenarbeit mit den Trainern. Auch wenn sie einen Staff um sich haben, sind Trainer doch immer relativ einsame Menschen. Wenn sie sich mit jemandem Aussenstehenden austauschen können, kann ihnen das unter Umständen helfen bei einer schwierigen Entscheidung. Ein anderes, ganz wichtiges Element ist das Scouting. Die Talentsichtung ist heute viel komplexer und anspruchsvoller als vor zehn Jahren.

Inwiefern?

Der Vater eines Spielers ist zum Beispiel ein Talentkriterium. Wenn er zu sehr pusht, ist das nicht unbedingt förderlich für die Karriere seines Sohnes. Das Gleiche gilt, wenn er sich überhaupt nicht für Fussball interessiert. Deshalb ist es wichtig, Informationen über das Elternhaus zu sammeln, bevor ein Talent abschliessend beurteilt wird. Die Persönlichkeitsbeurteilung ist ein anderes, sehr wichtiges Feld. Die entscheidende Frage lautet: Hat ein Talent Willen und Ehrgeiz, an sich zu arbeiten? Das kann ein Scout nur erkennen, wenn er einen Spieler mehrmals beobachtet, mit seinem jetzigen Trainer und Ex-Coaches spricht. Die Arbeit des Scouts ist für mich so etwas wie die Nahrung für einen Klub. Die besten Trainer und die beste Infrastruktur nützen nichts, wenn die Spieler das nötige Talent nicht mitbringen.

Wie bilden Sie sich selber weiter?

Die Diskussionen mit dem Trainerstab sind für mich eine ständige Fortbildung. Aber auch meine Arbeit an der Uni, wo ich an zwei Projekten beteiligt bin. Einerseits untersuchen wir den Karriereverlauf von Nationalspielern. Andererseits verfolgen wir die Entwicklung im Lebensabschnitt von 13 bis 17 Jahren.

Welches sind aus Ihrer Sicht die Trends im internationalen Fussball?

Das schnelle Kurzpassspiel ist im Aufwind. In der Defensive sind die Organisation und die Geschwindigkeit der Spieler beeindruckend. Wenn man die erste Phase, in der beim Gegner noch nicht ganz alles perfekt abgestimmt ist, nicht ausnützen kann, wird es schwierig. Das Umschalten wird immer wichtiger. Ballgewinn heisst, den Ball sofort vorwärts spielen. Erst der zweite Spieler entscheidet, ob es weiter vorwärts geht.

Das Tempo im Spitzenfussball ist zum Teil horrend hoch. Wird es noch weiter zunehmen?

Die Sprintdistanz steigt ständig. Sprint vorwärts bei Ballgewinn, Sprint rückwärts bei Ballverlust: So lässt sich vereinfacht beschreiben, was derzeit abläuft auf höchstem Niveau. Fussball ist unbestritten zu einer Seriensprintsportart geworden.


Zur Person

Hansruedi Hasler ist noch bis Ende Jahr als Teilzeit-Berater beim Grasshopper Club tätig. Zuvor hatte er beim Schweizerischen Fussballverband den Posten des Technischen Direktors inne (1995–2009). Er gilt als der Baumeister des nationalen, professionellen Nachwuchskonzeptes, welches in den WM-Titel der U-17-Auswahl im Spätherbst 2009 mündete. Kürzlich wurde dem 62-Jährigen eine besondere Ehrung zuteil. Die Uni Bern ernannte den promovierten Erziehungswissenschafter wegen seiner Verdienste rund um den Fussball zum Ehrendoktor. Hasler, der früher selber Trainer war (Grenchen, Biel), lebt in Leubringen.



http://www.derbund.ch/bern/Haslers-Ideen-mit-YB/story/20700754

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 27. Januar 2011, 09:51 
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YB-Flash: Interview mit Hansruedi Hasler




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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 3. Februar 2011, 17:01 
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20min.ch, 03.02.2011

«YB braucht mehr Nati-Kicker»

«Mister Nachwuchs» Hansruedi Hasler, der neue Technische Direktor bei YB, will in der Region offensiver und aggressiver Scouting betreiben.

«Mister Nachwuchs» Hansruedi Hasler, der neue Technische Direktor bei YB, will in der Region offensiver und aggressiver Scouting betreiben.

Eines der grössten Probleme sei die schlechte Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Regionalverband, der wiederum in fünf Kreisverbände unterteilt ist. «Wir müssen gemeinsam am selben Strick ziehen und aktiv Spitzensportler von morgen fördern», so Hasler.

Seine Idee: Jeder Kreisverband soll zwei Scouts einsetzen, die in der Region Spieler beobachten. «Einen Spieler sollte man sich drei- bis viermal ansehen, bevor man zu einem Urteil kommt», so Hasler.

Ihm selbst hat die Uni Bern für seine Verdienste in der Juniorenförderung – Hasler war jahrelang beim Fussballverband tätig – den Ehrendoktor verliehen.

http://www.20min.ch/news/bern/story/-YB-braucht-mehr-Nati-Kicker--11723572

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 Beitrag Verfasst: Samstag 21. Mai 2011, 09:09 
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Berner Zeitung, 21.05.2011

Zitat:
«Wir brauchen mehr Junioren-Nationalspieler»

Hansruedi Hasler, der Technische Direktor bei YB, spricht über seine turbulente Anfangszeit in Bern und den neuen Trainer Christian Gross, über seine Philosophie und die in den letzten Jahren ungenügende YB-Nachwuchsarbeit, die er verbessern will.

Hätten Sie gedacht, dass es bei YB derart stressig wird?
Hansruedi Hasler: In erster Linie ist es eine sehr interessante Aufgabe. Ich bin von allen im Betrieb respektvoll aufgenommen worden. Aber natürlich waren die letzten Wochen aufregend.

Fühlten Sie sich beim Verband in einem ruhigen Klima wohler?
Es ist ja bei YB zum Glück nicht immer so hektisch. Ich bin hier, um konzeptionell vorzugehen. Nur gibt es halt im Unterschied zum Verband ein unberechenbares Tagesgeschäft, das gepflegt werden muss. Gleichzeitig möchte ich meine Stärken einbringen und Strukturen aufbauen. Bloss kam ich durch die Ereignisse in der ersten Mannschaft noch nicht dazu, mich so umfassend um den Nachwuchs zu kümmern, wie ich mir das wünsche.

Wann merkten Sie, dass es mit Vladimir Petkovic als YB-Trainer nicht mehr weitergehen kann?
Ich mag es überhaupt nicht, wenn man einen Trainer zu früh wechselt. Wir waren lange von Vladimir Petkovic überzeugt. Aber in den zwei Partien in Zürich und Basel, die wir innerhalb weniger Tage 1:2 verloren, ging im April einiges kaputt. Bald darauf war für mich klar, dass es einen Trainerwechsel braucht.

Waren diese Partien auch ein Sinnbild für diese YB-Saison – hübsch mitgespielt, aber ohne Leidenschaft und Effizienz?
Vielleicht ist das so, aber Fussball ist manchmal ein kompliziertes Geschäft, ein Pfostenschuss oder eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters kann vieles verändern. Es gab ja auch gute Partien, aber wir kamen zur Erkenntnis, dass uns die letzten 10 Prozent fehlen, um mit Basel und Zürich mitzuhalten.

Die soll nun Christian Gross aus dem Team herauskitzeln...
...das ist unsere Idee, genau. Christian Gross ist ein charismatischer Mensch, der fast Tag und Nacht an Fussball denkt...

...im Unterschied zu Petkovic?
Nein, ich will jetzt hier nicht schlecht über Petkovic reden. Ich glaube, dass Gross der richtige Trainer zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ist. YB hat in den letzten Jahren einen Titel immer wieder knapp verpasst. Gross hat oft bewiesen, aus einem starken Team eine Meistermannschaft formen zu können.

Ist YB ein starkes Team?
Wir haben derzeit ein sehr gutes Super-League-Team, das man einfach punktuell verstärken muss. Es ist eine hervorragende Kunstrasenmannschaft, technisch und spielerisch ausgezeichnet. Was uns fehlt, sind noch mehr Kämpfer und Führungsspieler. Wir brauchen mehr Fussballer wie Alain Nef.

Passt der pragmatische Christian Gross zu einer hervorragenden Kunstrasenmannschaft, wie sie es lange Zeit unter Vladimir Petkovic gewesen war?
Davon bin ich überzeugt. Ein guter Trainer passt sich immer den Begebenheiten an. Ich bin keiner, der sich gerne in den Mittelpunkt stellt oder sich rühmt. Aber ich darf sagen, dass es eine meiner Stärken ist, gute Trainer zu erkennen und zu sehen, welcher Trainer einem Team gut tut.

Wie meinen Sie das?
Wir hatten beim Verband den Mut, Köbi Kuhn als Nationaltrainer zu installieren. Das war eine gute Entscheidung. Wir förderten Dany Ryser, der U-17-Weltmeister wurde, und Markus Frei, der mit der U-17 Europameister wurde. Wir setzten auf Hans-Peter Zaugg und Bernard Challandes, die später als Trainer Meister wurden. Es ist wohl meine wichtigste Aufgabe bei YB, die richtigen Leute und Trainer zu finden. Ich habe unseren Nachwuchstrainern in einem Workshop gesagt, sie seien Diamantenschleifer. Sie müssen in der Lage sein, unsere Talente wie Rohdiamanten zu formen.

Und Christian Gross...
ist mit seinem Wissen, Können und Ehrgeiz ideal, um YB auf die nächste Ebene zu führen. Er sagt, dass wir in jedem Wettbewerb so lange wie möglich dabei sein müssen. Das ist auch mein Anspruch.

Sie entwickelten die Konzepte, mit denen der Verband seit Jahren ausgezeichnete Nachwuchsförderung betreibt. Hatten Sie nicht Bauchweh, weil YB unter Petkovic oft mit einer Dreierkette in der Abwehr spielte?
Nein. Wir haben bei YB die Spieler, um ein 3-4-3-System zu spielen, wir haben drei gute zentrale Innenverteidiger, wir haben starke Flügelspieler. Warum hätte ich Bauchweh bekommen sollen?

Weil der Verband im Nachwuchs stark auf eine Viererkette setzt.
Wichtig ist, dass in der Zone verteidigt wird. Und die Spieler müssen wissen, was sie zu tun haben. Ich bin sicher, dass Gross unseren Spielern diesen Aspekt in aller Deutlichkeit klarmachen wird. Wir werden nächste Saison ein selbstbewusstes YB erleben, das weiss, was es warum macht.

Mit Gross, dem CEO Ilja Kaenzig, der Scoutingabteilung um Stéphane Chapuisat sowie Ihnen sprechen viele prominente Fachleute bei der Planung der nächsten Saison mit. Ist das manchmal nervenaufreibend?
Überhaupt nicht, es ist spannend und befruchtend. Wir verfolgen alle das gleiche Ziel, zudem sind wir alle vom Fussball fasziniert.

Und wie läuft die Zusammenarbeit mit Ihrem Chef Kaenzig?
Natürlich ist Ilja Kaenzig sehr eng am Fussball. Ich kann nicht beurteilen, ob er in den anderen Bereichen auch so nahe ist. Er besitzt ein riesiges Netzwerk, eine rasche Auffassungsgabe und entscheidet schnell, das habe ich selten erlebt. Ich bin eher der ruhige Typ, vielleicht ergänzen wir uns deshalb ganz gut. Meine Frau sagt immer, sie sei bei uns zu Hause für die Energie zuständig und ich für die Struktur. Ungefähr so ist es zwischen Ilja Kaenzig und mir.

Sie wurden auch angestellt, um die schwache YB-Nachwuchsabteilung zu modernisieren...
und diesen Teil meiner Arbeit habe ich zuletzt ein bisschen vernachlässigen müssen. Es ist unerlässlich für einen Verein wie YB, dass mehr Nachwuchsspieler nachrücken. Meine Philosophie ist es, nach dem «18 plus 5»-Verfahren vorzugehen. Fünf eigene Junioren ergänzen das Kader, in dem 18 gestandene Fussballer stehen. Davon sind wir noch weit entfernt. Derzeit müssen wir sogar die Ergänzungsspieler irgendwo einkaufen. Sie erwähnten, es sei Ihre wichtigste Aufgabe, fähige Leute und Trainer einzustellen.

Also kommt es zu personellen Wechseln?


Ja, es wird Veränderungen im Nachwuchsbereich geben. Aber es ist nicht meine Art, in der Öffentlichkeit Dinge bekannt zu geben, die wir zuerst intern diskutieren und lösen. Wir geben im Jahr rund 2,5 Millionen Franken für den Nachwuchs aus. Also müssen die besten Leute helfen, mehr herauszuholen.

Mit 2,5 Millionen Franken im Jahr könnte man mehrere gute Fussballer verpflichten. Überspitzt formuliert darf man behaupten, dass ein Verein wie YB gar keine Nachwuchsbewegung mehr braucht, wenn sowieso nie ein guter Junior nachstösst.
Ach, darüber wird doch seit 50 Jahren überall auf der Welt diskutiert. Ein Klub wie YB leistet für die ganze Region sinnvolle Arbeit. Zudem dürfen die grössten Talente hier trainieren und im YB-Leibchen spielen. Das ist der soziale Aspekt. Aber es geht um viel mehr. Man muss eben so gute Nachwuchsarbeit leisten, dass es sich lohnt, so viel Geld zu investieren. Barcelona und Ajax Amsterdam sind für mich die zwei besten Beispiele, was man mit einer intelligenten, strukturierten Förderung herausholen kann.

Diese Vereine gehören wie Chelsea oder Arsenal zur höchsten Liga im Nachwuchs. Dorthin wechselt doch ein Supertalent, zum Beispiel aus Bümpliz, mit 15 Jahren. Und ist es ein gutes Talent, geht es zu Basel, Zürich oder GC. Erst danach kommt YB als Variante dritter Kategorie.
Das ist derzeit so. Wir können einem Talent leider noch nicht beweisen, dass bei YB konsequent auf den Nachwuchs gesetzt wird. Das muss und wird sich ändern. Es ist ein langer Weg, um auf ein Niveau wie Basel, Zürich und GC zu kommen. Aber beim Verband dauerte es auch zehn Jahre, bis die Konzepte griffen. Ich hoffe, man erhält im Klubfussball ebenfalls Zeit, Ideen umzusetzen.

Wo liegen Ihre Prioritäten?
Wir müssen im Scoutingbereich bei den Junioren besser werden. Und wir müssen die Region Bern und angrenzende Kantone im Griff haben. Dazu braucht es wie bei den Trainern gute Leute.

Wenn aber Chapuisat oder Sie im Wohnzimmer von Eltern sitzen und sich für YB einsetzen, dürfte das doch Eindruck hinterlassen.
Natürlich ist es ein Vorteil, wenn man geschätzt wird und bewiesen hat, den Nachwuchs zu fördern. Aber das ist ein sehr komplexes Thema. Es geht oft, aber nicht immer, auch um Geld. Man muss Eltern, Spieler und Berater überzeugen, das Gesamtpaket muss stimmen. Wenn keine Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt werden können, ist es egal, wer im Wohnzimmer sitzt.

Die Young Boys haben kaum Nationalspieler auf Juniorenstufe.
Wir brauchen mehr Junioren-Nationalspieler. Das muss unser Ziel sein. Wir kennen alle 16- bis 20-jährigen Talente in der Schweiz. Aber die spielen meistens schon bei Super-League-Vereinen. Also müssen wir bei den noch Jüngeren parat sein.

Warum braucht es überhaupt ein U-21-Team ohne Ambitionen in der 1. Liga?
Darüber haben wir zuletzt lange diskutiert. Bis zur U-18 ist in der Regel die entscheidende Zeit für die Jungen, danach weiss man meistens, ob es einer schaffen kann oder nicht. Aber wir haben uns entschieden, ein U-21-Team zu behalten. Es bietet Akteuren aus der ersten Mannschaft, die verletzt waren, Gelegenheit, Spielpraxis zu sammeln. Zudem gibt es immer Spieler, die nach der U-18 noch nicht reif für die Super League sind, aber grosses Potenzial besitzen.

Die kann man auch an Challenge-League-Vereine ausleihen.
Das ist richtig. Und das werden wir weiter tun, zurzeit sind ja viele YB-Spieler beim FC Biel. Aber es ist auch ein Ziel von uns, nicht mehr jedes Jahr 10, 15 Akteure ausleihen zu müssen. Wir wollen die Personalkosten für mittelmässige Spieler senken. Damit junge, talentierte Fussballer aus unserem eigenen Nachwuchs die Chance erhalten, im ersten Team zu trainieren und zu lernen.


Der Ehrendoktor

Hansruedi Hasler arbeitet seit Anfang Jahr als Technischer Direktor bei YB. Der Seeländer war von 1995 bis 2009 in gleicher Funktion beim Verband verantwortlich für die tolle Nachwuchsförderung. Vor seinem Engagement bei YB arbeitete er im letzten Jahr als GC-Berater. Hasler wurde im Dezember 2010 wegen seiner Verdienste um den Schweizer Fussball von der Uni Bern zum Ehrendoktor ernannt.

Der 63-jährige Hasler lebt in Evilard. Er spielte in seiner aktiven Karriere für Burgdorf (1. Liga), Nordstern Basel (NLB) und Biel (NLA). In der Hierarchie bei YB und im Stade de Suisse steht er gleich unter CEO Ilja Kaenzig und verantwortet den Sport. Wie Kaenzig, Thomas Gurtner (Stadionchef) und Daniel Seiler (Finanzchef) arbeitet Hasler erst seit einigen Monaten in Bern.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/12772411

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 Beitrag Verfasst: Freitag 15. Juli 2011, 07:49 
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Wie der Technische Leiter die YB-Spieler einschätzt

«Sympathieträger», «Ruhender Pol», «Pechvogel» oder «Sturmrakete». Erfahren Sie hier, wie Hansruedi Hasler, Technischer Leiter von YB, die Spieler der ersten Mannschaft einschätzt.

Am Samstag startet YB gegen Meister Basel in die neue Saison. Bernerzeitung.ch hat vorgängig bei Hansruedi Hasler, dem technischer Leiter von YB, nachgefragt, wie er die Spieler der ersten Mannschaft einschätzt.

Die Beurteilungen des 63-jährigen Experten zeigen deutlich, dass er den mehrheitlich jungen Spielern grosse Qualitäten zuschreibt. Klar wird auch, dass YB nicht mehr mit dem tunesischen Verteidiger Ammar Jemal plant – er wurde von Hasler gar nicht erst beurteilt.

Klicken Sie sich durch die Bildstrecke um zu erfahren, wie Hansruedi Hasler die Spieler der ersten Mannschaft von YB beurteilt. Bernerzeitung.ch/Newsnetz wird am Samstag ab 20.15 Uhr im Live-Ticker vom Spiel YB-Basel berichten.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30045967

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