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 Beitrag Verfasst: Dienstag 3. März 2009, 08:55 
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BSC Young Boys - AC Bellinzona

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Stadion Wankdorf
Sonntag, 8. März 2009
Zeit: 16.00 Uhr

Offizielle Website:
http://www.acbellinzona.ch/


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 5. März 2009, 17:58 
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Kids Day bei YB - Bellinzona

Der Kids Day in der Rückrunde 2009 findet am 8. März 2009 anlässlich der Partie YB - Bellinzona statt.

Der Kids Day ist die ideale Gelegenheit, um mit Kindern, Enkeln oder Patenkindern gemeinsam ein YB-Heimspiel zu besuchen. Auf die Kids wartet ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm.

Der Eintritt für Kids von 6 bis 16 Jahre beträgt nur CHF 5.00 pro Ticket.

YB - Bellinzona
Sonntag, 8. März 2009
Spielbeginn 16:00 Uhr
STADE DE SUISSE Wankdorf Bern

Kids Day-Aktion im Fanshop

Am Kids Day gibt es die bestickten Kinder Kapuzensweater aus der aktuellen Street Collection zum Aktionspreis von nur CHF 50.00 (statt 70.00). Die coolen Kinderpullover sind in den Farben gelb oder grau und in den Grössen 104, 116, 128 sowie 140 erhältlich. Das Muss für jeden kleinen YB-Fan! (Aktion nur gültig am Kids Day und nicht mit Mitgliederrabatt kumulierbar).

Die Kinderpullover sind im YB Fanshop an der Papiermühlestrasse 77 und in den Stadion-Fanshops (Sektor B und D) erhältlich.


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 Beitrag Verfasst: Freitag 6. März 2009, 11:13 
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Berner Zeitung, 06.03.2009

Schällibaums Gruss nach Bern

Bellinzona ist nicht nur die ehemalige Mannschaft von YB-Trainer Vladimir Petkovic, sondern auch das Team, das 2009 bereits dreimal gewonnen hat. Trotzdem will ACB-Trainer Marco Schällibaum nichts von Euphorie wissen.

Die Serie erreicht zwar nicht ganz die Werte von YB, aber erstaunlich ist es alleweil, wie die AC Bellinzona ins neue Jahr gestartet ist. Zehn Punkte holten die Tessiner in fünf Begegnungen, und vor allem: Sie haben in 450 Minuten lediglich ein Tor kassiert. Das ist ein untrügliches Indiz dafür, dass der Aufsteiger merklich an defensiver Stabilität gewonnen hat. Dafür stehen auch Namen: Carlo Zotti zum Beispiel, Goalie mit unterhaltendem Stil und vom italienischen Serie-B-Klub Cittadella übernommen, strahlt Sicherheit aus. Emiliano Dudar, der Argentinier, ist neuer Chef der Abwehr. Über ihn urteilt Trainer Marco Schällibaum: «Wenn er so weitermacht, werden wir ihn kaum halten können.» Oder auch Jérôme Thiesson, Verteidiger aus Wil, «hat massgeblichen Anteil, dass wir hinten besser stehen», wie es sein Teamkollege Gürkan Sermeter formuliert.

Bellinzona hat 2009 drei von fünf Spielen gewonnen. Aber Schällibaum, der YB-Aufstiegstrainer von 2001, sieht nicht ansatzweise Grund zur Euphorie: «Wir stehen bei 24 Punkten. Aber wir brauchen 36, um uns in der Super League zu halten.»

«Die Hörner abgestossen»

Dass die eingeschlagene Richtung indes stimmt, das stellt auch Schällibaum nicht in Abrede. Basis für die neue Zuversicht sind die Neuverpflichteten, die der Trainer allesamt als «charakterstarke Typen» bezeichnet. Er hebt aber auch besonders hervor, dass aus Fehlern in den vergangenen Monaten die richtigen Lehren gezogen wurden: «Es ist wie in jedem Bereich des Lebens: Man darf einen Fehler nicht mehrere Male machen. Wir haben nach dem Aufstieg in die Super League unsere Erfahrungen gesammelt und uns zu einer konkurrenzfähigen Gruppe gefunden.» Sermeter zeichnet das Bild der Entwicklung so: «Wir haben die Hörner abgestossen und uns an die neue Umgebung gewöhnt.»

Schällibaum hat die AC Bellinzona, die mit einem bescheidenen Budget von vier Millionen Franken haushalten muss, fürs Erste aus der Gefahrenzone geführt und zu einer Einheit geformt, die fähig scheint, entgegen allen Prognosen den Platz in der Super League zu verteidigen. Gewachsen ist in den letzten Wochen auch das Selbstvertrauen, selbst gegen vermeintliche unerreichbare Favoriten zu punkten. Das 0:0 in Zürich bestärkte Schällibaum beispielsweise in der Überzeugung, dass seine Mannschaft enorme Fortschritte erzielt hat. «Der FCZ hat in dieser Saison erst in einem Spiel kein Tor erzielt – das war gegen uns», sagt er und fügt darum an: «Jetzt wollen wir auch andere fordern.»

Schällibaum glaubt an YB

«Andere», das ist zum Beispiel als Nächstes YB, der Klub seines Herzens eigentlich, dem er eine erfreuliche Zukunft prognostiziert und vorab einen schönen Gruss schickt: «Ich glaube, YB wird Meister. Wer 14 Mal in Folge nicht verliert, wer Tor um Tor erzielt, wer so einen unglaublichen Lauf hat, der kann in diesem Meisterrennen der lachende Dritte werden.» Das bestätigt Gürkan Sermeter, ein anderer Ex-YBler: «Der Weg zum Titel führt über YB, das steht für mich ausser Frage.»

Am Sonntag (16 Uhr) haben die beiden aber nur das Interesse, die herausragende Bilanz der Berner zu trüben. «Im Stade de Suisse kann man verlieren», erklärt Schällibaum zwar zuerst, betont aber: «Was gegen den FCZ noch fehlte, wollen wir gegen YB nachholen: mutiger sein, frecher nach vorne.» Und Sermeter hat auch Lücken bei den Young Boys entdeckt: «Sie sind zwar ungemein offensivstark, aber sie kassieren auch einige Treffer. Und wir sind immer für ein Tor gut.» Hätte er einen Wunsch für diese Saison offen, würde der so aussehen: die Punkte am Sonntag und den Ligaerhalt für Bellinzona, den Titel für YB: «Ich würde mich für meine alten Kollegen freuen.»

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 Beitrag Verfasst: Freitag 6. März 2009, 11:15 
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Berner Zeitung, 06.03.2009

Bellinzona-Trainer: «YB wird Meister»

Bellinzonas Trainer Schällibaum lobt YB-Coach Petkovic vor dem Spiel am Sonntag.

Wenn der Zürcher Marco Schällibaum, 47, im Berner Stade de Suisse erscheint, wird er von den YB-Fans immer noch wie ein kleiner Messias gefeiert. Dass Schällibaum den Traditionsklub einst vor dem Abstieg in die Anonymität der 1.Liga bewahrt und ihn zurück an die Spitze geführt hat, werden ihm die Fans nie vergessen.

Am Sonntag gastiert Schällibaum mit Bellinzona in Bern. Wenn er von YB spricht, lobt er explizit die Arbeit von YB-Coach Vladimir Petkovic, 45, der in der letzten Saison mit Bellinzona den Aufstieg geschafft hat. «Seine Handschrift ist klar erkennbar», sagt Schällibaum zu NEWS. Petkovic habe schon in Bellinzona einen super Job gemacht.

Petkovic ist Psychologe

YB habe die Qualität eines Meisters und die beste Ersatzbank der Schweiz. Ein solcher Luxus berge aber auch Konfl iktpotenzial in sich. «Da zeigt Petkovic sein psychologisches Flair», sagt Schällibaum. Die Joker würden praktisch in jedem Spiel voll einschlagen. «Petkovic schafft es, dass sich auch die Ersatzleute im Kollektiv voll anerkannt fühlen», sagt Schällibaum. «YB wird Meister», prophezeit er trocken.

«Das freut mich, dass uns Marco so viel Kredit gibt, ich hoffe, er hat recht», sagt Petkovic. Der Kroate gibt die Komplimente an seine Stars weiter. «Ich habe zurzeit 18 Stammspieler», sagt er. «In unserer Gruppe herrscht positive Energie.» Petkovic hebt die Professionalität jedes Einzelnen hervor. «Ich kann verstehen, wenn ein Ersatzmann nicht zufrieden ist», sagt Petkovic. «Aber meine Spieler können damit sehr gut umgehen.»

Wenn Konflikte entstünden, wie kürzlich zwischen Degen und Varela, würden diese sofort gelöst. «Unter vier Augen», so Petkovic.

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 Beitrag Verfasst: Freitag 6. März 2009, 14:50 
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sf.tv, 06.03.2009

Heimlicher Spitzenkampf in Bern

Die Young Boys gewinnen und gewinnen und haben sich längst zum Anwärter auf den Meistertitel gemausert. Am Sonntag treffen Berner auf das zweitbeste Team der Rückrunde.

Die AC Bellinzona hat in diesem Jahr in fünf Spielen zehn Punkte gewonnen und damit sich damit deutlich dem Mittelfeld der Super League angenähert. Die Tessiner sind damit hinter Seriensieger YB (vier Spiele, vier Siege - ungeschlagen seit 14 Partien) das beste Team in diesem Jahr.

Bellinzona punktet aber vor allem Zuhause. Der letzte Auswärtssieg datiert vom 15. November, als die Schällibaum-Equipe Aarau auf dem Brügglifeld 1:0 bezwang. So ist die Favoritenrolle vor dem Sonntagsspiel YB - Bellinzona klar verteilt.

Schlechte Bilanz gegen YB

Gegen YB haben die Tessiner zweimal verloren in dieser Saison. Dem 1:2 zuhause folgte eine 0:3-Abfuhr im Stade de Suisse.

In beiden Spielen traf Seydou Doumbia, der Edeljoker der Young Boys. Alle neun Tore schoss der Ivorer jeweils nach seiner Einwechslung. Im einzigen Spiel, das er von Anfang an machen durfte (5:0 gegen Sion), ging er leer aus. So dürfte Trainer Petkovic den Publikumsliebling auch am Sonntag nicht von Anfang an bringen.

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 Beitrag Verfasst: Freitag 6. März 2009, 17:45 
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Vorschau auf den Kids Day YB - Bellinzona

BSC Young Boys - AC Bellinzona, Sonntag, 8. März 2009, 16:00 Uhr, STADE DE SUISSE Wankdorf Bern.

Die Situation bei YB vor dem sonntäglichen Meisterschaftsspiel gegen Bellinzona sieht wie folgt aus:

Gesperrte Spieler:
keine

Verletzte Spieler:
Thierry Doubaï, François Affolter (Einsatz fraglich).

Resultate in dieser Saison:
14. Dezember 2008: YB - Bellinzona 3:0 (38. Varela, 53. Raimondi, 89. Doumbia).
14. September 2008: Bellinzona - YB 1:2 (33. Raimondi 0:1, 75. Neri 1:1, 86. Doumbia 1:2).

Vorverkauf:
Bis Freitag Nachmittag sind rund 13'000 Tickets (inklusive Jahresabos) abgesetzt worden.

Kids Day:
Der Kids Day ist die ideale Gelegenheit, um mit Kindern, Enkeln oder Patenkindern gemeinsam ein YB-Heimspiel zu besuchen. Auf die Kids wartet ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Der Eintritt für Kinder von 6 bis 16 Jahre beträgt nur CHF 5.00 pro Ticket.

Matchprogramm:
Das Matchprogramm steht zum herunterladen bereit. Themen u.a.: Interview François Affolter, YB - Bellinzona im Jahr 2001.
http://www.mysds.ch/mp/mp.zip


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 Beitrag Verfasst: Samstag 7. März 2009, 08:52 
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 Beitrag Verfasst: Montag 9. März 2009, 18:10 
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NZZ, 09.03.2009

Verwalten und klar gewinnen

Young Boys besiegen Bellinzona dank Konterstärke und Schützenhilfe 3:0

Die Young Boys geizen nicht mit Toren, denn aller guten Dinge sind drei. Mindestens. 2009 trafen die Berner bisher in jedem Wettbewerb-Spiel mindestens dreimal. Warum hätte es der AC Bellinzona am Sonntag besser gehen sollen als zuvor Basel, Luzern, Aarau, Sitten und GC (Cup)? Vielleicht, weil die Tessiner nach drei Heimsiegen seit Anfang Februar mit erstaunlich breiter Aufsteiger-Brust nach Bern gereist waren – doch ist die breiteste Brust wertlos, wenn einem das Pech in den Rücken fällt.

Worte und Taten

«Von der Moral her war das nicht einfach für uns», sagte Marco Schällibaum, der Bellinzona-Trainer, als er sich an zwei Szenen innert weniger Augenblicke erinnerte. In der 66. Minute foulte der YB-Verteidiger Ghezal im Strafraum den gegnerischen Stürmer Lustrinelli, was der Schiedsrichter Wermelinger aber nicht mit einem Penaltypfiff sanktionierte. Wenig später zeichneten die Berner einen Konter aus dem Bilderbuch nach: Häberli–Varela–Doumbia, 2:0. «Vorentscheidung», dachten in diesem Moment viele und sinnierten darüber, was gewesen wäre, wenn . . . wenn Bellinzona kurz zuvor den Penalty zugesprochen erhalten hätte. Einer spann die Konjunktiv-Gedanken, voller Gelassenheit, noch etwas weiter: «Wir hätten sicher reagieren können, wenn Bellinzona der Ausgleich gelungen wäre», sagte der YB-Trainer Vladimir Petkovic. Auch die Berner Brust ist derzeit ziemlich breit.


Die Selbstsicherheit sprach schon aus der Aufstellung. Den oft repetierten Worten, er betrachte Ersatzspieler nicht als Joker, sondern eher als Stammkräfte auf Abruf, liess Petkovic Taten folgen: Er verzichtete auf das zuletzt eingesetzte Sturmtrio Varela/Schneuwly/Regazzoni und schickte Degen, Häberli und Doumbia aufs Feld. Diese Personalpolitik konnte auch als Signal an die Konkurrenz im Titelkampf verstanden werden – denn hatte nicht etwa der Zürcher Meistermacher Lucien Favre zu sagen gepflegt, das Team mit der stärksten Ersatzbank werde Meister?

Recht erhielt Petkovic schon nach elf Minuten, als Doumbia gewohnt rasant um die gegnerische Viererkette kurvte und zur Mitte flankte, wo der Ball via Häberli und Pfosten ins Tor fand. Das frühe 1:0 sollte bis zur Pause der letzte Glanzpunkt der nachgerückten YB-Stürmer bleiben, was zu einer Halbzeit voller Langeweile führte. Die AC Bellinzona, mit fünf erst seit Januar engagierten Spielern angetreten, liess Homogenität vermissen; YB blieb blass und uninspiriert, was Petkovic nach drei Spielen innert einer Woche auf mentale und körperliche Müdigkeit zurückführte. Vor allem die meist ungestümen Angriffsversuche Doumbias dürften einige Berner Fans etwas frustriert haben, nachdem der Ivoirien zuvor als Einwechselspieler aufgeblüht war und in nur 507 Liga-Minuten neun Tore erzielt hatte.

Zum Kontern geboren

Angesichts dieses Arbeitszeugnisses wünschten ihn viele in die Startformation, doch scheint Doumbia in der Tat zum Konterstürmer geboren. Er ist schnell und treffsicher, wirkt aber – wie Figura in der ersten Hälfte zeigte – etwas verloren, wenn er den Ball nicht in Strafraumnähe erhält, sondern mit geschickten Pässen zum Aufbau beitragen sollte. Doch dem Schwäche- folgte nach der Pause der Stärkebeweis: Doumbia erzielte nicht nur das 2:0 (69.), sondern 8 Minuten später auch das 3:0, wobei er viel Durchsetzungsvermögen im Fünfmeterraum verriet.

«Der Rest war administrative Sache», sagte Petkovic über die Endphase, in der weder hüben ein Kantersieg noch drüben das Ehrentor angestrebt wurde. In den Augen neutraler Beobachter trug das Berner Spiel schon vor der Pause administrative Züge – was in die Beamtenstadt Bern passen mag, aber nicht immer zu einem 3:0 reicht. Am nächsten Wochenende treffen die Young Boys auf den FC Vaduz, gegen den sie im bisherigen Saisonverlauf zweimal 0:0 spielten – als sie es noch nicht verstanden, beamtenhaft zu spielen, aber klar zu siegen.

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 Beitrag Verfasst: Montag 9. März 2009, 18:12 
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Berner Zeitung, 09.03.2009

Doumbias Tore und Tessiner Ärger

Die Young Boys haben ihre Ungeschlagenheit in diesem Jahr gewahrt und Bellinzona 3:0 besiegt. Thomas Häberli und zwei Mal Seydou Doumbia trafen für YB, das auch von einem Fehlentscheid des Schiedsrichters profitierte.

Eine Viertelstunde nach der 0:3-Niederlage gegen YB hatte sich Marco Schällibaum zumindest äusserlich beruhigt. Gefasst erschien der Bellinzona-Trainer zur Pressekonferenz. Nur die Gesichtsfarbe, die noch immer an die weinroten Dresses seiner Mannschaft erinnerte, wies darauf hin, wie sehr sich der Mann zuvor geärgert hatte. 66 Minuten waren im Stade des Suisse zwischen den Young Boys und dem Aufsteiger aus dem Tessin gespielt, 1:0 stand es zu Gunsten der Gastgeber, als YB-Verteidiger Saïf Ghezal im Strafraum Bellinzona-Stürmer Mauro Lustrinelli zu Fall brachte. Die Tessiner sprangen von der Ersatzbank auf, zu ihrem Entsetzen unterbrach Schiedsrichter Daniel Wermelinger die Partie aber nicht. «Dabei hätte er auf Penalty entscheiden müssen», sagte Schällibaum in seiner Spielanalyse. Getobt hatte er, nachdem Wermelingers Pfiff ausgeblieben war, ins Feld gerufen, mit dem vierten Unparteiischen diskutiert und mit der Hand an die Spielerbank geschlagen. Die Fernsehbilder sollten Schällibaum Recht geben – Ghezal hatte Lustrinelli gefoult und ihm die Chance zum Torschuss genommen. «Ich treffe Lustrinellis Schienbein, berühre aber auch den Ball», sagte Ghezal. «Es ist einzig der Schiedsrichter, der die Szene beurteilen muss», fügte er an und lächelte. Schällibaum erwiderte: «Dass uns der Elfmeter verwehrt blieb, war entscheidend für den Spielausgang.»

«Zwei Angriffe, zwei Tore»

Mit seiner grossen Erfahrung als Coach hatte Schällibaum gespürt, wie negativ sich die entgangene Gelegenheit zum Ausgleich auf die Moral seines Teams auswirken würde. Er sollte Recht behalten. Den nächsten Angriff nutzte YB ungerührt zum Ausbau der Führung. Häberli lancierte mit einem Steilpass Carlos Varela. Der Angreifer enteilte auf der rechten Seite seinem Gegenspieler Jerôme Thiesson. Seydou Doumbia nutzte Varelas Hereingabe zum vorentscheidenden 2:0.

Nachdem Doumbia in der 77. Minute nachgedoppelt hatte, durften die Young Boys einen 3:0-Sieg feiern. Mit dem gleichen Resultat hatten sie Bellinzona zu Hause auch in der Vorrunde bezwungen. «Uns wäre auch die Reaktion auf einen allfälligen Ausgleich gelungen», sagte Vladimir Petkovic. Seine These stützte der YB-Trainer mit dem Verweis auf den kurzen Zeitraum (acht Minuten) zwischen Doumbias Treffern. «Zwei schnelle Angriffe, zwei Tore. Danach verwalteten wir das Resultat», lautete sein trockenes Fazit.

Dass der Sieg so komfortabel ausfallen würde, war zunächst nicht abzusehen. Zwar traf Thomas Häberli nach elf Minuten zum 1:0, danach aber verlief die Partie zäh für die zwei Teams und die 18465 Zuschauer. Gegen die gut organisierten Tessiner gelang es den Young Boys lange kaum, ihr Offensivpotenzial zur Entfaltung zu bringen.

Müdigkeit als Grund

«Wir kamen lange nicht in Gänge», sagte Mittelfeldspieler Mario Raimondi. Saïf Ghezal nannte den Grund für den Stotterstart: «Im dritten Spiel der Woche spürten wir eine gewisse Müdigkeit.» Dazu sei der Druck gekommen, mit Zürich und Basel Schritt zu halten. Der Leader und der Zweite hatten ihre Partien bereits gewonnen, als YB gestern Nachmittag antrat. Für Frische sorgte Trainer Petkovic in der 65.Minute mit der Einwechslung Varelas, für Druckabfall Doumbia mit seinen Toren.

Das 3:0 gegen Bellinzona war der siebte YB-Sieg in Folge. Am Sonntag stellt sich den Young Boys in Vaduz der nächste Aufsteiger entgegen. Und dann kommt es in Bern zum Schlüsselspiel gegen Tabellenführer FCZ.


Mit der zweiten Sturmlinie

YB-Trainer Vladimir Petkovic nominierte drei neue Stürmer. Der Höhenflug von Seydou Doumbia geht ungebremst weiter.

Am Tag, an dem er in beinahe allen Sonntagszeitungen als Erfolgstrainer porträtiert worden war, liess Vladimir Petkovic seinen eigenwilligen Worten bemerkenswerte Taten folgen. «Wir haben 18 Stammspieler», sagt der YB-Trainer gerne, und um einen Beweis für diese interessante Rechnung zu liefern, nominierte Petkovic für das Heimspiel gegen Bellinzona die zweite Sturmlinie der Berner: Carlos Varela, Marco Schneuwly und Alberto Regazzoni raus – David Degen, Thomas Häberli und, vor allem, Seydou Doumbia rein. Auf der anderen Seite der Papiermühlestrasse wäre man vermutlich ebenfalls froh über eine solche Auswahl an Angreifern, die ihrem Tagwerk effizient und erfolgreich nachgehen.

Es ist nicht bekannt, ob Seydou Doumbia bereits einmal auf Schlittschuhen stand, aber es ist nicht auszuschliessen, dass der Ivorer in diesen für ihn märchenhaften Wochen sogar dem SCB – zumindest als Glücksbringer – helfen könnte. Selbst wenn dem dribbelnden Wirbelwind die Bälle wie gestern oft meterweit verspringen und er die Mitspieler fast immer übersieht, darf er sich am Ende der Veranstaltung drei Skorerpunkte notieren lassen. Das 1:0 Häberlis bereitete Doumbia mit einem typischen Sturmlauf und genauer Flanke vor, die zwei weiteren Tore erzielte er selber. «Das war eine Demonstration dafür, dass wir mehr als 11 Stammspieler haben», sagte Petkovic nach seiner ungewöhnlichen Stürmerrochade zufrieden. Doumbia und Häberli nutzten ihre Chance, Degen dagegen bleibt im YB-Dress glücklos. Seine Auswechslung wurde von Pfiffen begleitet.

23 Punkte in 23 Spielen

Der Höhenflug Doumbias geht derweil ungebremst weiter. In 23 Einsätzen, die als Edeljoker meistens von kurzer Dauer waren, hat er in Liga und Cup mittlerweile 16 Tore erzielt und sieben Treffer vorbereitet – auch für einen Eishockeyspieler wären das gute Werte. Die überragenden Vorstellungen des 21-Jährigen sind im Ausland nicht unentdeckt geblieben, an jeder Partie sitzen zahlreiche Scouts auf der Tribüne. Laut YB-Sportchef Alain Baumann ist aber noch kein Angebot abgegeben worden. In der Sommerpause soll der bis 2012 dauernde Vertrag des Wirbelwindes sowieso um zwei Jahre verlängert werden. So dürfte die Transfersumme stimmen, wenn Doumbia in vielleicht eineinhalb Jahren in eine grössere Liga wechselt. fdr

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 10. März 2009, 10:03 
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Berner Zeitung, 10.03.2009

«Ich hätte mich auch gefragt: Wo schaut der nur hin?»

Schiedsrichter Wermelinger übersah bei YB - Bellinzona einen klaren Penalty für die Tessiner. Sein Ärger darüber war gross.

Das Resultat lässt keine Fragen offen, eigentlich. Bellinzona verlor bei YB 0:3. Für Diskussionen sorgte Schiedsrichter Daniel Wermelinger, 38, der den Tessinern beim Stand von 0:1 einen klaren Elfmeter verweigerte. Die Szene war auch am Montag ein Thema, als sich die Super-League-Unparteiischen zum Fortbildungskurs trafen.

Daniel Wermelinger, wie oft haben Sie sich die Szene angeschaut, in der Sie für Bellinzona gegen YB nach Foul von Ghezal an Lustrinelli einen Penalty hätten pfeifen müssen?
Mehrmals. Aber nach dem ersten Mal wusste ich, dass ich einen Fehler gemacht hatte. Ich sah die Szene mehr als einmal, weil ich herausfinden wollte, warum dieser Fehler passiert war. Ich stand nicht weit entfernt, allerdings so unglücklich zur Aktion, dass es aus meiner Optik ein falsches Foto ergab. Aber es gibt nichts zu beschönigen: Das war ein unverständlicher Fehler.

Bellinzonas Trainer Marco Schällibaum war danach ausser sich.
Ich habe auf dem Feld wenig mitbekommen und hörte nur, dass Schällibaum relativ emotional reagierte. Nach dem Spiel kam er zu mir, bedankte sich und wünschte eine gute Heimreise. Das habe ich auch getan.

Rauben derart offensichtliche Fehler einem Schiedsrichter den Schlaf?
Ich habe das ganze Spiel am Sonntagabend noch einmal gesehen. Um 1 Uhr in der Nacht war alles verarbeitet. Ich bin aber nach wie vor enttäuscht und verärgert, dass ich die Situation falsch eingeschätzt habe. Auch wir Schiedsrichter sind darauf angewiesen, Big Points zu landen. Gelingt uns das nicht, schmälert das die Leistung erheblich.

Die moderne Technik mit unzähligen Kameras im Stadion ermöglicht es, jede strittige Szene zu sezieren. Denkt man als Schiedsrichter während eines Spiels daran, dass jeder Pfiff seziert werden kann?
Früher gab es vielleicht eine Fernsehkamera, die technischen Möglichkeiten waren begrenzt. Heute ist das Gegenteil der Fall. Das macht die Aufgabe extrem schwierig. Nur, wer damit nicht leben kann, muss den Job aufgeben.

Tröstet es Sie, dass Sie nicht der Erste sind, der in diesem Jahr in einer klaren Situation nicht richtig entschieden hat? In Luzern zum Beispiel fiel Stéphane Studer auf eine Schwalbe von YB-Spieler Xavier Hochstrasser herein.
Nein. Ich muss auf meine Leistung schauen. Und ein Fehler beschäftigt mich unabhängig davon, ob er nun beim Spielstand von 1:0 oder 3:0 begangen wird. Aber so etwas kann immer wieder passieren.

Trotzdem: Haben Sie Verständnis für heftige Proteste, wenn ein eindeutiger Penalty nicht gepfiffen wurde?
Natürlich. Es ist im Fall vom Sonntag völlig klar, dass die Tessiner wütend waren. Als Zuschauer im Stadion oder vor dem Fernseher hätte ich mich sicher auch gefragt: Wo schaut dieser Schiedsrichter nur hin?

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