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 Beitrag Verfasst: Dienstag 4. November 2008, 12:42 
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Xamax Neuchâtel - BSC Young Boys

Bild vs. Bild



Stade Maladière, Neuchâtel
9. November 2008
Zeit: 16:00 Uhr

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 4. November 2008, 12:53 
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Extrazug nach Neuenburg

Die Ostkurve und gäubschwarzsüchtig organisieren in Zusammenarbeit mit der BLS einen Extrazug an das Auswärtsspiel vom 9. November 2008 in Neuenburg. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Ostkurve und GSS ist es wiederum möglich, die Reise im Extrazug zu folgenden attraktiven Preisen anzubieten:

Reisende ohne Halbtax CHF 20.00
Reisende mit Halbtax CHF 10.00
GAs sind gültig!

Die Tickets für den Extrazug sind ab sofort an jedem BLS- respektive SBB-Schalter erhältlich (Artikel-Nr. 7917 - falls die Schalter-Mitarbeiter das Ganze wieder nicht finden oder den falschen Preis verlangen)!

FAHRPLAN

Bern ab 13:53 Uhr
Neuenburg an 14:47 Uhr

Neuenburg ab 18:25 Uhr
Bern an 19:09 Uhr

Leider ist es auch diesmal nicht möglich unterwegs einen Halt zu machen, da die Perrons zwischen Bern und Neuenburg für den Extrazug zu kurz sind.

ACHTUNG: Der vorderste Wagen ist reserviert für Familien!

Matchtickets können unter http://www.ticketportal.ch sowie an allen Ticketportal-Vorverkaufsstellen gekauft werden.

TOUT BERNE À NEUCHÂTEL!


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 4. November 2008, 14:19 
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ä sieg z'neueburg wär scho lang mau nache. hoffe si packes am sunntig ändlech mau.


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 5. November 2008, 18:09 
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Ein Sieg in Neuch ist am Sonntag Pflicht, sonst bleibt YB im biederen Mittelfeld sitzen.

Tout Berne à Neuchâtel!

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 Beitrag Verfasst: Samstag 8. November 2008, 12:52 
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Die Woche - Interview mit Erminio Piserchia

Am Sonntag reisen die Young Boys nach Neuenburg. YB gastiert zum vierten Mal im neuen Stadion von Xamax. Die bisherigen drei Gastspiele in der Maladière waren für die Berner nicht von Erfolg gekrönt. Sowohl im Cup, wie auch in der Meisterschaft, verliess Xamax den Platz stets als Sieger.

YB-Assistenztrainer Erminio Piserchia erzählt im Interview mit Stefan Eggli, wie die Young Boys am Sonntag die ersten Punkte in der Maladière holen wollen. Zudem gibt es weitere Neuigkeiten zu zwei jungen Spielern aus der Elfenbeinküste und zum Comeback von Thierry Doubaï.

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In dieser Woche wurde ein neues Mannschaftsbild fotografiert. Das Bild kann in einer grossen Version heruntergeladen werden:

Teamfoto (3000 x 2000 Pix, 300 dpi, 1.4 MB)


Vorschau auf Xamax - YB

Neuchâtel Xamax - BSC Young Boys, Sonntag, 9. November 2008, 16:00 Uhr, Maladière, Neuchâtel.

Verletzte oder angeschlagene Spieler:
Thierry Doubaï (erster Teileinsatz nach Kreuzbandriss beim U21-Match gegen Le Mont geplant; Sonntag, 16:00 Uhr, Neufeld); Saif Ghezal (fraglich; Adduktorenzerrung); Sven Lüscher (fraglich, Oberschenkelverhärtung).

Gesperrte Spieler:
keine.

Resultat erste Runde:
10. August 2008, YB - Xamax 2:1 (16'577 Zuschauer am Kids Day, YB-Tore: Bastians und Schneuwly. YB betreut durch Interimstrainer Erminio Piserchia).

Resultate letzte Saison:
2. Mai 2008: YB - Xamax 1:3 (30'233 Zuschauer; YB-Tor: Yakin).
17. Februar 2008: Xamax - YB 3:1 (Häberli).
16. Dezember 2007, Cup-Viertelfinal: Xamax - YB 3:2 nach Verlängerung (Regazzoni, Schneuwly).
1. November 2007: YB - Xamax 3:2 (Yakin, Raimondi, Häberli).
11. August 07: Xamax - YB 3:1 (Mangane).

Extrazug:
Ostkurve und gäubschwarzsüchtig organisieren in Zusammenarbeit mit der BLS einen Extrazug. Reisende ohne Halbtax bezahlen 20, Reisende mit Halbtax 10 Franken. Bern ab: 13:53 Uhr. Neuenburg ab: 18:25 Uhr.
Weitere Infos zum Extrazug

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 Beitrag Verfasst: Samstag 8. November 2008, 17:04 
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ebund.ch, 08.11.2008

Harter Kampf im Mittelfeld

Fussball: Morgen Xamax - YBMorgen tritt YB bei Angstgegner Xamax an. Im zentralen Mittelfeld der Berner herrscht ein grosser Konkurrenzkampf, der durch die Rückkehr Thierry Doubais verschärft wird – und durch Verkäufe vielleicht bald wieder entschärft.

Man mag es kaum glauben, aber ausgerechnet jener Verein, der seine Heimspiele als einziger neben YB ebenfalls auf Kunstrasen austrägt, hat sich zum Angstgegner entwickelt: In der letzten Saison verloren die Berner vier von fünf Duellen mit Xamax, darunter alle drei Partien (inklusive Cup-Viertelfinal) in Neuenburg. Besonders schmerzhaft aber war die Niederlage am 2.Mai in Bern, als das Stade de Suisse zum bisher einzigen Mal in einem YB-Heimspiel ausverkauft war, die Young Boys dem Meisterdruck aber nicht standhielten und 1:3 verloren. Morgen tritt YB im Maladière an, die Partie ist ein Wegweiser– bei einer Niederlage erhalten die Ambitionen des Vizemeisters einen weiteren herben Dämpfer.

Yapi und Varela bald weg?

Die Qualität im Team stimmt offensichtlich: In regelmässigen Abständen verkauft YB Fussballer für Millionenbeträge ins Ausland. Gestern flog Stadion-CEO Stefan Niedermaier nach England, heute trifft er die Verantwortlichen von Hull City, und darf man englischen Medienberichten glauben, wird der von Hull ausgeliehene Verteidiger Kamil Zayatte für rund fünf Millionen Franken übernommen. YB wird nicht die gesamte Summe erhalten, ungefähr 3,5 Millionen Franken Gewinn aber bringt ihnen Zayattes Gastspiel in Bern ein. Und im Kader hat es weitere wertvolle Mitglieder, die bald einen Transfer ins Ausland anstreben dürften. Nicht unbedingt dazu gehört Carlos Varela, der bei YB nicht mehr unumstritten ist. Zieht es die Super-League-Reizfigur tatsächlich zu seinem Herzensklub Servette, Challenge-League-Schlusslicht, stehen David Degen und Seydou Doumbia als starke Alternativen bereit.

Insbesondere im zentralen Mittelfeld aber, dem Herzstück eines Teams, sind bei YB Akteure vorhanden, die im Ausland einen hohen Stellenwert geniessen. Ihre Leistungen in dieser Saison waren zwar durchzogen, überdurchschnittliches Potenzial aber wird den Fussballern von zahlreichen Experten bescheinigt. Gilles Yapi zum Beispiel wird in Frankreich und zuletzt vor allem in England immer wieder gehandelt, offenbar sind seit kurzem auch Everton und Celtic Glasgow an den Diensten des Technikers interessiert. «Wir haben keine Angebote erhalten», sagt YB-Sportchef Alain Baumann. «Aber wir wissen, dass Yapi im Ausland sehr begehrt ist.»

Doubais hoher Marktwert

Yapis Abgang steht bevor, auch er dürfte eine siebenstellige Summe einbringen. YB-Trainer Vladimir Petkovic ist mit seinen zentralen Mittelfeldspielern nicht unzufrieden, sagt aber: «Sie sind wichtig für das Team, sie müssen für die Balance sorgen. Ich erwarte von ihnen, dass sie noch mehr den Pass in die Spitze suchen, für Überraschungen und schnelle Seitenwechsel sorgen.» Am Wochenende gibt die Hochbegabung Thierry Doubai (nach Kreuzbandriss Ende April) sein Comeback für das YB-U21-Team in der 1.Liga. Damit wird der Konkurrenzkampf im zentralen Mittelfeld weiter verschärft, Doubai dürfte sich einen Platz erkämpfen. Bald schon heisst es für Trainer Petkovic bei der Besetzung der Schaltzentrale im Aufbau: zwei aus vier.

Gilles Yapi, 26 Jahre alt, Vertrag bis 2010, und Xavier Hochstrasser, 20 Jahre alt, Vertrag bis 2012, sind derzeit gesetzt – Baykal, 25 Jahre, dessen Kontrakt Ende Saison ausläuft, bleibt meistens die Rolle des unzufriedenen Ersatzspielers. «Alle drei bewegen sich auf ähnlichem Niveau», sagt Petkovic, «und alle können sich deutlich steigern.» Über Baykals Zukunft sprechen die YB-Verantwortlichen nächste Woche erstmals mit dem Akteur. Klar ist: YB sucht im Zentrum einen erfahrenen Leader wie Basels Benjamin Huggel, der aber nicht so einfach zu finden ist. Winterthurs Talent Luca Zuffi, 18 Jahre, soll verpflichtet werden, er wäre ein Perspektivspieler und würde mindestens nächste Saison noch bei Winterthur agieren. Und mit Thierry Doubai, 20 Jahre alt, Vertrag bis 2012, sollten die Berner nicht zu lange planen. Französische Spitzenvereine wie Marseille und Lyon verfolgen den Weg des Ivorers genau. Erreicht Doubai sein altes Leistungsvermögen, ist er bald ein Kandidat für einen Transfer in der Grössenordnung von über zehn Millionen Franken.

http://194.209.226.170/pdfdata/bund/2008/11/08/SPBU-025-0811-3.pdf

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 Beitrag Verfasst: Samstag 8. November 2008, 17:14 
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ebund.ch. 08.11.2008

YB:
Ghezal fraglich Varela ist zurück.
Nach seiner Sperre am letzten Sonntag gegen Zürich (2:2) kehrt Varela ins Team zurück. Trainer Petkovic hat damit fünf Stürmer für die zwei Flügelpositionen zur Verfügung: Varela und Regazzoni werden von Degen, Doumbia und Eudis bedrängt. In der Sturmmitte erhält Schneuwly vermutlich erneut den Vorzug vor Häberli. In der Abwehr ist Patron Ghezal noch fraglich, Petkovic aber rechnet gegen das stark ersatzgeschwächte Xamax mit einem Einsatz des Tunesiers.

YB-Spieler als Verkäufer. Am nächsten Donnerstag verkauft das YB-Team im Westside Stoffbärli für die Aktion «Ronald-McDonald-Haus, Bern, das Elternhaus bei der Kinderklinik des Inselspitals». Der Beginn des Verkaufs ist 14.30 Uhr, anschliessend steht eine Autogrammstunde an.

Die möglichen Aufstellungen

Xamax: Faivre; Gomes, Besle, Furios, Sulaimani; Szlykowicz, Rak, Bah, Nuzzolo; Coly, Brown.

YB: Wölfli; Portillo, Ghezal (Schneider), Affolter; Schwegler, Hochstrasser (Baykal), Yapi, Raimondi; Varela (Degen), Schneuwly, Regazzoni (Doumbia).

Absenzen: Xamax ohne Rossi (gesperrt), Chihab, Ferro, Quennoz und Walthert (alle verletzt) sowie João Paulo, Niçoise und Taljevic (alle mit U21). – YB ohne Doubai (spielt mit der U21). Fraglich sind Ghezal (Adduktoren) und Lüscher (Oberschenkel).

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 Beitrag Verfasst: Samstag 8. November 2008, 22:05 
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Tagesanzeiger, 08.11.2008

Bernasconis düstere Prognose für Xamax

Xamax empfängt am Sonntag YB – und hat wieder einmal grosse Sorgen. Präsident Sylvio Bernasconi hat seinen Rückzug per 17.November angekündigt, das Team kommt nicht richtig vom Fleck.

Im September bekam Sylvio Bernasconi Post vom Kanton Neuenburg, die nachhaltig Wirkung haben sollte. Es handelte sich um eine Rechnung über 4000 Franken, die Neuchâtel Xamax begleichen sollte, die Bernasconi als Präsident des Klubs aber in Rage versetzte. Den Betrag forderte der Kanton für Sicherheitsaufwendungen ausserhalb des Stadions anlässlich des Spiels Xamax - Vaduz ein. Wofür die 4000 Franken sind, bleibt ein Fragezeichen: Die Liechtensteiner hatten keine Fans mitgebracht.

Leidenschaft mit Grenzen

Bernasconi wertete die Post als weiteren Angriff und zog die Konsequenzen. Er stellt sein Amt per Generalversammlung am 17. November zur Verfügung, seine vier Kollegen aus dem Verwaltungsrat ziehen mit. Der Bauunternehmer hat «keine Lust, für Dinge aufzukommen, die Sache der Stadt und des Kantons sind». Im Klartext: Er ist nicht bereit, weiterhin 5 Prozent des Gesamtbudgets von gut 15 Millionen Franken an Steuern und in die Sicherheitsvorkehrungen rund um die Maladière zu berappen. Der angekündigte Rückzug wirft Fragen auf und schürt auch Existenzängste. Bernasconi, der den Neubau des Stadions forcierte, griff zuweilen selber in sein Portemonnaie, wenn es einen finanziellen Engpass zu überwinden gab. «Xamax», sagt er, «Xamax ist meine Leidenschaft.

Aber irgendwo hat auch diese Liebe ihre Grenzen.» Für ihn ist das, was Stadt und Kanton an Abgaben verlangen, reine Schikane, die er sich künftig nicht mehr antun will. Allerdings hat er das Problem, einen adäquaten Ersatz zu finden. Er drückt es drastisch aus: «Wenn niemand meinen Platz übernimmt, bedeutet es das Ende von Xamax.» Was klingt wie eine Drohgebärde, ist für Sylvio Bernasconi bitterer Ernst. «Jedes Heimspiel ist für uns ein Verlustgeschäft», sagt er, «wir können uns das schlicht nicht mehr leisten. Es lohnt sich nicht, in Neuenburg solche Anlässe zu organisieren.» Und weil er nicht glaubt, dass die Regierung zu einer Kompromisslösung bereit ist, rechnet er damit, dass er bei seinem Rücktritt bleibt. Es stellt sich angesichts der Zuschauerzahlen ohnehin die Frage nach der Verankerung. Der Besucherschnitt in der Maladière beträgt 4778. Das ist der drittschlechteste Wert in der Liga vor den Aufsteigern Bellinzona und Vaduz.

Verständnis von Clausen

Daneben gibt es die sportliche Situation, die belastet. Xamax kommt nicht vom Fleck, wenngleich nach der jüngsten Niederlage in Aarau durchaus zu Recht gehadert wurde, weil Rogerio für die Aargauer ein Tor mit der Hand erzielt hatte, was das Schiedsrichtertrio aber übersah. «Ich erwarte mehr, das ist klar. Mit Platz sechs kann ich nicht glücklich sein», betont Bernasconi, «wir verlieren in Aarau gegen einen Verein, der zwei bis drei Mal weniger Budget hat.»

Bernasconi ist bekannt dafür, fordernd zu sein, speziell auch seinen leitenden Angestellten gegenüber. Dass sein Unmut demnächst Trainer Nestor Clausen treffen könnte, stellt er in Abrede: «Clausen muss keinen Stress haben, ich bin mit seiner Arbeit sehr zufrieden.» Der Argentinier selber bringt Verständnis für Bernasconis Haltung auf: «Er ist der Präsident, investiert viel Geld, und zurück bekommt er sehr wenig. Das gibt schon zu denken.» Was den bisherigen Verlauf der Saison angeht, glaubt Clausen aber auch, dass sich einiges gegen Xamax verschworen hat, sprich: «Zu viele Schiedsrichterentscheide fielen gegen uns aus. Wir sind zu oft bestraft worden. Was zuletzt in Aarau passiert ist, hat sich auf unser Spiel ausgewirkt.»

Chancen: 20 zu 80 Prozent

Nun kommt YB, der Tabellennachbar, und Clausen fordert seine Spieler dazu auf, die negativen Momente auszublenden. «Wenn wir das schaffen, sind wir zu einem guten Resultat fähig», sagt er. Was die Existenz des Vereins angeht, kann Clausen nur hoffen, dass eine Wende eintritt: «Vieles hängt von der Stadt ab. Ich glaube leider nicht, dass es Leute gibt, die Geschenke machen werden.» Bernasconi wiederum malt schwarz, wenn er die Xamax-Zukunft skizziert: «Nach heutigem Stand der Dinge stehen die Chancen bei 20 zu 80 Prozent, dass es weitergeht.»

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. November 2008, 09:21 
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ebund.ch, 10.11.2008

Fünf Tore und Turbulenzen

Fussball: Xamax - YB 2:3 (0:2)

Die Young Boys haben bei Xamax nach einem Regazzoni-Platzverweis über eine Stunde lang in Unterzahl gespielt und dennoch 3:2 gewonnen. Am Tag der Berner Effizienz reichten drei stehende Bälle zu drei Toren und Punkten.

YB hat in dieser Saison bereits zu viele Punkte verschenkt, als dass die Berner die Partie in Neuenburg aus einer komfortablen Lage heraus hätten in Angriff nehmen können. Der Bedeutung der Partie entsprechend liessen sich die Verantwortlichen etwas Spezielles einfallen – übernachtet wurde vor dem Spiel in La Neuveville am Bielersee.

Tags darauf erreichten die Young Boys am Neuenburgersee ihr Ziel. Sie holten drei Punkte, hatten aber manchen Schweisstropfen zu vergiessen. Es gab Phasen, in denen sich die Zuschauer getrost anderen Sachen zuwenden konnten, ohne etwas zu verpassen. Es gab aber auch Abschnitte, in denen es höchst turbulent zu- und herging. Beispielsweise in der 30.Minute, als sich Mario Raimondi anschickte, einen Freistoss zu treten. Doch noch vor der Ausführung ging der ansonsten unzimperliche Xamax-Verteidiger Ivan Furios im Strafraum zu Boden – Alberto Regazzoni hatte dem Gegner ins Gesicht gegriffen. «Furios hat mich an einem Ohr gezupft, ich habe dann überreagiert. Ich weiss, dass ich das nicht hätte tun sollen. Aber er hat mich provoziert. Furios ist ein kleiner Spieler», sagte Regazzoni (169 cm gross) und meinte nicht die Körpergrösse des Gegners. Der Tessiner sah Rot – und wurde später vom Trainer kritisiert. «Ich kann nicht akzeptieren, dass ein Spieler sein Team während 65 Minuten im Stich lässt», sagte Vladimir Petkovic. «Kehrt Regazzoni nach der Sperre zurück, muss er sich den Platz neu erkämpfen.» Mit Carlos Varela steht ein Ersatz bereit, der auf der Maladière nicht zum Einsatz kam – «aus taktischen Überlegungen und weil David Degen in guter Form ist», sagte Petkovic.

Als Raimondi endlich den Freistoss treten durfte, bestrafte er Furios für dessen Provokation mit einem famosen Schuss. YB führte – und baute den Vorsprung keine zwei Minuten später aus. Furios foulte Baykal und musste froh sein, nicht zum zweiten Mal Gelb zu sehen – Raimondi, der Mann der stehenden Bälle an diesem Sonntag, verwandelte den Penalty. Als in der 71.Minute auch der eingewechselte Wirbelwind Seydou Doumbia vom Penaltypunkt aus traf, schien die Partie entschieden. Als hätte es in den letzten Wochen keine Vorgeschichten gegeben, zündeten nun einige unverbesserliche YB-«Fans» allerlei Feuerwerk – für den Klub dürfte die nächste Busse fällig werden.

Vom 3:0 zur Panik

Erst in der Schlussphase bekam man richtig vor Augen geführt, dass die Neuenburger eine Anspielstation mehr auf dem Kunstrasen hatten. YB führte zu zehnt 3:0, verlor aber in der Schlussphase völlig den Faden: Aus Überheblichkeit und Müdigkeit entstand Panik. Petkovic bezeichnete die späte Unordnung als «15-minütiges Blackout». Coly und Brown schafften mit ihren Toren den Anschluss für Xamax, YB in seinen gewöhnungsbedürftigen grünen Leibchen blieb nur noch die Hoffnung auf den Schlusspfiff. Nuzzolo hätte beim letzten Angriff fast noch ausgeglichen – die Young Boys hätten viel Spott über sich ergehen lassen müssen, wenn sie gegen den angeschlagenen Gegner eine Dreitoreführung preisgegeben hätten. Doch weil Nuzzolo knapp daneben schoss, gingen die Punkte an die Berner. Und Petkovic durfte festhalten: «Wir haben in Unterzahl guten Teamgeist bewiesen.»

http://194.209.226.170/pdfdata/bund/2008/11/10/SPBU-013-1011-2.pdf

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 Beitrag Verfasst: Montag 10. November 2008, 09:22 
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ebund.ch, 10.11.2008

Raimondis Tore, Baykals Zeichen

Der eine Berner, Mario Raimondi, hat als YB-Captain zwei Tore erzielt, der andere, Baykal, seine Chance genutzt und gut gespielt.

Das Treffen zwischen Xamax und YB bot hohen Unterhaltungswert, und in diesen Rahmen passte auch jene Szene, als Seydou Doumbia, schnell und trickreich, zwanzig Minuten vor Spielende den zweiten Elfmeter für die Gäste herausgeholt hatte. Doumbia, angefeuert durch die YB-Fans, schnappte sich den Ball und wollte zur Tat schreiten, als er von Gilles Yapi gestellt und zur längeren Unterhaltung genötigt wurde. Auch Mario Raimondi, der den ersten Penalty verwandelt hatte, schlenderte Richtung Xamax-Strafraum, doch Doumbia liess sich von seinem Ansinnen nicht mehr abbringen – und schoss das 3:0. «Eigentlich haben wir drei Spieler als Penaltyschützen festgelegt, und ich war der einzige, der noch auf dem Feld war», sagte Mario Raimondi. Man könne aber auf dem Feld schlecht miteinander streiten, also habe er Doumbia schiessen lassen. «Und er hat das gut gemacht.»

Das YB-Team wirkt in diesen Wochen unfertig, personell wird sich in naher Zukunft einiges ändern, doch er, Mario Raimondi, ist ein Muster an Konstanz – und am Sonntag in Neuenburg ein Muster an Effizienz. Mit zwei Schüssen, einem herrlichen Freistoss und einem Penalty, hatte der 28-Jährige vor der Pause innerhalb von 120 Sekunden die Tore zum 2:0 erzielt.

Raimondi fast wie Yakin

Raimondi war nach dem hektischen Treiben auf Kunstrasen erleichtert, «weil wir einen wertvollen Sieg errungen und endlich im neuen Maladière-Stadion gewonnen haben». Mit nun zehn Punkten (vier Tore; sechs Assists) ist Raimondi interner Leader in der Skorerliste. Einen Linksfuss als YB-Spielführer, der fantastische Freistösse schlägt, Elfmeter verwandelt und fleissig Punkte sammelt, das gab es letzte Saison bereits, und Raimondi träumt davon, mit Hakan Yakin bald im Nationalteam wieder zusammenzuspielen. Wie Christian Schwegler, sein Pendant auf rechts im 3-4-3-System, dürfte Raimondi nicht restlos begeistert von der taktischen Ausrichtung sein, weil es für beide schwieriger ist, sich aufzudrängen.

Eher nicht mit Gedanken an Auswahleinsätze beschäftigt sich Baykal. Der 25-Jährige ist froh, wenn er bei YB eingesetzt wird. «Ich sehe mich als Mittelfeldspieler, aber ich habe mich in der Abwehr wohl gefühlt», sagte Baykal, der für den verletzten Saif Ghezal als Chef der Dreierkette in der Abwehr aufgestellt worden war. Baykal, der seinen Vertrag bei YB gerne verlängern würde, agierte souverän und zweikampfstark – doch gegen Ende der Partie, als er in den Aufbau gerückt war, stand er auch als Sinnbild für die leichte Überheblichkeit der Berner. Baykal wirkte jetzt wie die meisten Teamkollegen nonchalant, und das ermöglichte den Xamaxiens die Aufholjagd. Der Leichtsinn und die Disziplinlosigkeiten bei YB waren mit Doumbias eigensinniger Aktion vor dem dritten Tor eingeleitet worden.fdr

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