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 Beitrag Verfasst: Montag 27. Oktober 2008, 19:42 
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BSC Young Boys - FC Zürich

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Stadion Wankdorf
Sonntag, 2. November 2008
Zeit: 16.00 Uhr

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 28. Oktober 2008, 18:00 
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Blick, 28.10.2008

YB: In Schwarz gegen Gewalt und Rassismus

BERN - In einem pechschwarzen Tenue werden die Young Boys am Sonntag gegen den FCZ auflaufen.

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Mario Raimondi und Miguel Portillo präsentieren das Trikot. Dieses kann im Anschluss an das FCZ-Spiel ersteigert werden. (zvg)

Nein, gestorben ist glücklicherweise niemand in der Hauptstadt. Vielmehr will YB am Sonntag mit schwarzen Trikots, die eigens für das Heimspiel gegen den Leader aus Zürich entworfen werden, ein Zeichen gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit in den Schweizer Stadien setzen.

«Wir lassen nichts unversucht, der Gewaltspirale endlich ein Ende zu setzen. Wir sind entschieden gegen Rassismus, Gewalt und Sexismus. Und wenn sich unsere Spieler gleich selber an der Aktion beteiligen, hat das die grösste Wirkung», sagt Stadion-CEO Stefan Niedermaier gegenüber Blick.ch.

Anstatt Hauptsponsor «OBI» tragen die Berner gegen den FC Zürich die Aufschrift «Gegen Gewalt und Rassismus» auf der Brust. Niedermaier: «Diese Idee mit dem schwarzen Trikot stammt vom Fan-Lokal HalbZeit und der Fanarbeit Bern.» Ganz unkonventionell und innert zehn Sekunden habe auch der Sponsor sein Einverständnis für die vorbildliche Aktion gegeben. Und auch mit der Liga gab es keine Probleme.

Somit beteiligen sich die Young Boys, wie auch schon in den vergangenen Jahren und als einziges Team in der Super League notabene, an der Aktionswoche von Football against Racism in Europe (FARE).

«Die Teilnahme an der FARE-Action-Week hat sich in Bern mittlerweile eingebürgert. Wir leben schliesslich in einer globalen Welt, haben viele Ausländer im Team und unterstützen unsere Fussballschule in der Elfenbeinküste», erklärt Niedermaier.

In UEFA-Präsident Michel Platini findet Niedermaier einen Verbündeten. Platini: «Die Einstellung der UEFA ist eindeutig: Null Toleranz gegenüber Gewalt, Rassismus oder Diskriminierung».

Die Folge: Neben hunderten von Vereinen in ganz Europa haben beim letzten Spieltag in der Champions League alle Spieler mit «Roten Karten gegen Fremdenfeindlichkeit» demonstriert. (zbi)

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 29. Oktober 2008, 12:21 
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Beiträge: 29376
BAZ, 29.10.2008

Elf Schwarze müsst ihr sein

Die Young Boys wollen im Kampf gegen Gewalt und Rassismus ein Zeichen setzen und treten im Heimspiel gegen Leader FCZ nicht wie gewohnt in gelb-schwarz, sondern ganz in schwarz an.

Der Verein «Gemeinsam gegen Rassismus» lanciert in Zusammenarbeit mit den Young Boys unter dem Motto «Gegen Gewalt und Rassismus» anlässlich des Super-League-Spiels zwischen den Bernern und dem FC Zürich vom kommenden Sonntag einen weiteren Aktionstag. YB verzichtet dabei auf seine quergestreiften gelb-schwarzen Dresses und auch auf die Aufschrift von Hauptsponsor «OBI». Auf der Brust der YB-Spieler prangt die Aufschrift «Gegen Gewalt und Rassismus».

Trikots werden versteigert

Die Teams tragen beim Einmarsch entsprechende Transparente auf das Feld. Die Spieler setzen damit ein starkes Zeichen, dass auch sie jegliche Form von Gewalt oder Rassismus in den Stadien verurteilen. Die Trikots der Berner werden anschliessend auf Ebay versteigert. Der Reinerlös geht an Fanarbeit Bern.

Dieser Anti-Rassismustag findet im Rahmen der europaweiten 9. Aktionswoche von «FARE» (Football Against Racism in Europe) statt. In zahlreichen europäischen Ländern wurde der von der Uefa unterstützte Tag bereits Ende Oktober begangen. Da YB zu dieser Zeit kein Heimspiel hatte, kommt es zu einer kleinen Verzögerung gegenüber den anderen Aktionen.

FCZ unterstützt Aktion

Der FCZ wird diese Aktion am Sonntag im Stade de Suisse ebenfalls unterstützen. «Unsere Spieler werden mit einem Transparent mit der Aufschrift «Gemeinsam gegen Gewalt» einlaufen», erklärte Zürichs Medienchef Alexander Kuszka auf Anfrage.

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 29. Oktober 2008, 21:06 
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Wohnort: Wankdorf
YB 2:1 FCZ

YB: Häbi, Bastians
Züri: Hassli

Wankdorf: 21'000 Zuschauer

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BRONCOS ZURÜCK INS WANKDORF!! 100% anti Protectas


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 Beitrag Verfasst: Freitag 31. Oktober 2008, 20:03 
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Vorschau auf YB - FC Zürich

BSC Young Boys - FC Zürich, Sonntag, 2. November 2008, 16:00 Uhr, STADE DE SUISSE Wankdorf Bern.

Erstes Heimspiel der Young Boys seit vier Wochen. Zu Gast im STADE DE SUISSE Wankdorf ist der FC Zürich, der nach Verlustpunkten die Tabelle der Super League anführt.

Verletzte Spieler:
Keine; Thierry Doubaï steht nach seinem Kreuzbandriss im Aufbautraining.

Gesperrter Spieler:
Carlos Varela (Spielsperre nach vierter gelber Karter).

Letzte Resultate:
YB bezwang im Sechzehntelfinal des Schweizer Cups am Mittwoch den FC Alle bei misslichsten Bedingungen mit 5:0.
Am letzten Wochenende gewann der FCZ im Rahmen der Meisterschaft 4:0 gegen den FC Aarau, YB remisierte in Vaduz mit 0:0.

Laufende Meisterschaft:
Am 03.08.2008 siegte der FCZ gegen YB mit 2:1 (YB-Tor: Ghezal; Geisterspiel im Letzigrund).

Letzte Saison:
YB holte gegen den FCZ in der letzten Saison 7 von 12 möglichen Punkten.
Die Resultate: 25.08.2007: FCZ - YB 5:1 (Tor für YB: Yakin). - 11.11.2007: YB - FCZ 1:1 (Yakin). - 9.3.08: YB - FCZ 3:0 (Ghezal, Hochstrasser, Häberli). - 17.04.2004: FCZ - YB 1:2 (zweimal Yakin).

Besonderes:
Im Rahmen der FARE-Aktion (Gegen Gewalt und Rassismus) tritt YB in besonderen schwarzen Trikots an.
Mehr zum Thema

Vorverkauf:
Es wurden bis Freitag abend rund 15'000 Karten (inklusive Abonnemente) abgesetzt. Es empfiehlt sich, den Vorverkauf zu benützen.

Matchprogramm:
Das Matchprogramm gibts wiederum zm Download. Darin enthalten u.a. ein Interview mit Thomas Häberli.
Matchprogramm herunterladen (ZIP/PDF)

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 2. November 2008, 13:57 
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ebund.ch, 02.11.2008

Der Anti-Yakin auf dem Höhenflug

Fussball: YB-Stürmer Marco Schneuwly

Er ist der unscheinbare Aufsteiger der Saison und hat das Toreschiessen entdeckt – Stürmer Marco Schneuwly hat sich bei YB nach sechs Jahren durchgesetzt. Der 23-jährige Freiburger ist der gute, sympathische Typ von nebenan.

Zahlen lügen nicht, heisst es, und so darf man die Frage stellen: Wer hat eigentlich behauptet, YB habe Hakan Yakin nicht ersetzt? Marco Schneuwly hat in 14 Pflichtspielen in dieser Saison 9 Tore erzielt, aber natürlich ist der 23-Jährige kein Yakin. Er ist ein Anti-Yakin. Marco Schneuwly ist kein Star, er ist keine Medienfigur, er beansprucht keine Sonderrolle, er ist bescheiden, freundlich und ohne Allüren, und auf dem Platz fehlen ihm Yakins Genie, Aura und Finesse. Schneuwly ist ein Fussballarbeiter: mannschaftsdienlich, torgefährlich, fleissig. «Ich bin ein Kämpfer», sagt Schneuwly. «Ich gebe immer alles für das Team.»

Mit mehr Selbstvertrauen

Marco Schneuwly sitzt im Restaurant Walter im Wankdorf und versucht zu erklären, wie es zu seiner Leistungsexplosion gekommen ist. «Ich spiele nicht anders als früher, aber ich geniesse mehr Vertrauen, habe mehr Selbstvertrauen und halt gerade einen Lauf. Zudem darf ich in der Mitte spielen und nicht wie letzte Saison auf der Seite.» So einfach und bescheiden ist das, und als Schneuwly gebeten wird, sich zu beschreiben, ist man über sein Antwort nicht erstaunt: «Ich bin ein ruhiger und bodenständiger Typ und mag es gemütlich. Auf dem Feld aber bin ich aggressiv.» Schneuwly passt perfekt ins Spielerprofil der Young Boys, die auf junge, umgängliche Schweizer setzen wollen. Mittlerweile ist der Freiburger, der mit Berner Dialekt spricht, seit sechs Jahren in der Organisation der Young Boys. Aufgewachsen in Wünnewil, wechselte das Talent als C-Junior zu Düdingen, weiter ging es zu Freiburg, wo er als 16-Jähriger in der 1.Liga debütierte und für die nationale Auswahl aufgeboten wurde. Schneuwly bestritt von der U15- bis zur U21-Auswahl rund 50 Länderspiele, seine Begabung blieb nicht verborgen, YB sicherte sich die Dienste des Angreifers im Sommer 2002.

Der perfekte Teamspieler

Auf dem Feld bewegt sich das Kraftpaket Schneuwly selten leichtfüssig, und das passt zu seinem langen, beschwerlichen Aufstieg über die Ausleihdestinationen Sion und Kriens in der Challenge League. Jetzt, nach sechs Jahren bei YB, ist Schneuwly angekommen, er ist Stammspieler und hat den verletzt gewesenen Thomas Häberli verdrängt. «Wir könnten auch zusammen spielen», sagt Schneuwly, «und im 3-4-3-System mit den schnellen Flügeln Varela, Regazzoni, Doumbia oder Degen ist es als Mittelstürmer angenehm.» Das ist nett gesprochen, Schneuwly vermeidet heikle Aussagen, er ist keiner, der anecken mag, er ist der gute, sympathische Typ von nebenan, der auch mal zum Golfschläger greift und im Nachtleben keine Spuren hinterlässt. Als spektakulärste Äusserung registriert man, er sei Gottéron-Fan, was im SCB-Land Bern nicht erst seit diesem Frühling eher nicht gut ankommt.

Marco Schneuwly ist der perfekte Teamspieler, der jede Trainingseinheit als Chance sieht, sich zu verbessern. «Er ist für uns ein Eckpfeiler», sagt YB-Sportchef Alain Baumann, der den Vertrag mit Schneuwly im Sommer bis 2012 verlängerte. Und Trainer Vladimir Petkovic sagt, Schneuwly sei mit seinem Einsatz sehr wichtig, und weil er den Torinstinkt gefunden habe, stehe er vor einer grossen Zukunft. Schneuwly selber geht seine Karriereplanung – ja, genau – defensiv an: «Das Ausland reizt jeden Schweizer, aber ich befasse mich nicht damit. Und ans Nationalteam habe ich noch nicht gedacht.» Lieber spricht er darüber, seinen Schuss zu verbessern und den Kopfball, was einigermassen erstaunlich ist, gelten doch der Torabschluss und das Spiel in der Luft als Schneuwlys Stärken.

U17-Europameister 2002

Schneuwly lässt Tore sprechen, dabei hätte er sehr gute Gründe, seine Karriere in einem strahlenden Licht erscheinen zu lassen. Vor sechs Jahren gehörte Schneuwly zum festen Stamm jener Junioren um Philippe Senderos und Tranquillo Barnetta, die U17-Europameister wurden. Der Angreifer schoss kein Tor, aber er war der harte Arbeiter in der Offensive. Und in Bern könnte er unsterblich sein, seit der Finalissima im Mai in Basel, als er nach wenigen Minuten eine grosse Chance zur Führung vergab. «Wenn ich dieses Tor erzielt hätte, wären wir vielleicht Meister, aber das ist vorbei.» Jetzt spielt er mit mehr Selbstvertrauen, und mit YB peilt er hohe Ziele an: «Wir sind auf einem guten Weg und können irgendwann einen Titel holen.» Am besten zusammen mit Bruder Christian, 20 Jahre jung, der ebenfalls noch bei den Eltern im umgebauten Bauernhaus in Wünnewil wohnt und wie einst Marco Schneuwly auf Wanderschaft ist – der Mittelfeldspieler ist von YB an Biel ausgeliehen. «Das tut ihm sehr gut, für mich waren die Zei-ten in Sion und Kriens auch wertvolle Erfahrungen», sagt Marco Schneuwly. Und: «Manche sagen, Christian sei talentierter als ich.»Fabian Ruch

http://194.209.226.170/pdfdata/bund/200 ... 0111-2.pdf

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 2. November 2008, 13:59 
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ebund.ch, 02.11.2008

Ein kleines Endspiel für YB

Morgen YB - Zürich

Mit speziellen Trikots wollen die Young Boys morgen den FC Zürich stoppen. Gestern musste YB vor der Liga zu einer Anhörung.

Zehn Verlustpunkte liegt YB hinter Basel und dem FC Zürich, und man darf also sagen: Verliert YB das Heimspiel am Sonntag gegen den FCZ, dürften die Berner endgültig aus dem Titelrennen ausgeschieden sein. Im Rahmen der Fare-Aktion (gegen Gewalt und Rassismus) tritt YB in schwarzen Trikots an. Verzichten müssen die Young Boys auf den gesperrten Carlos Varela sowie auf Talent Thierry Doubai. Der 20-Jährige trainiert nach seinem Kreuzbandriss bereits wieder mit dem Team, er soll bald im U21-Team eingesetzt werden und noch vor der Winterpause wieder in der Super League. «Es ist besser, wir riskieren nicht zu viel mit Doubai», sagt Trainer Vladimir Petkovic. «Spätestens im Frühling wird er für uns ein sehr wichtiger Spieler sein.»

Wichtige Zeugenaussage

Gestern Nachmittag musste eine dreiköpfige YB-Delegation – zusammen mit dem FC Basel – wegen des Fackelwurfs eines YB-Fans im St.-Jakob-Park Ende September vor der Swiss Football League antraben. Die Anhörung dauerte ein Fussballspiel lang, und YB versuchte in den 90 Minuten unter anderem mit einer glaubhaften Zeugenaussage sowie Videomaterial zu belegen, dass die brennende Fackel von einem nicht identifizierten Einzeltäter geworfen wurde. Die Berner hoffen, nicht wie einst der FCZ (nach zahlreichen Fackelwürfen) mit «Geisterspielen» bestraft zu werden. Um eine hohe fünfstellige Geldbusse dürften sie aber kaum herumkommen. Das Urteil wird Mitte nächster Woche kommuniziert. fdrMehr zu YB - Zürich Seite 26

http://194.209.226.170/pdfdata/bund/2008/11/01/SPBU-025-0111-2.pdf


YB:
Varela gesperrt

Grosse Auswahl. YB-Trainer Petkovic hat in der Abwehr (Affolter oder Schneider?), im Mittelfeld (von Yapi, Hochstrasser und Baykal spielen nur zwei) sowie im Sturm (Degen, Doumbia oder sogar Häberli könnten den gesperrten Varela ersetzen) viele Alternativen. Zurück sind der in Vaduz gesperrte Hochstrasser sowie Nationalspieler Regazzobi, der für Eudis spielen dürfte. YB ist seit vier Runden ungeschlagen. Der FCZ verbuchte in den letzten sechs Spielen sogar sechs Siege und ein Torverhältnis von 23:2. Alphonse führt die Torschützenliste mit neun Treffern an, Sturmpartner Hassli ist derzeit der spektakulärste Spieler der Liga.

Gegen Rassismus. YB wird gegen den FCZ ein Trikot mit der Aufschrift «Gegen Gewalt und Rassismus» tragen. Zudem gibt es im Stade de Suisse diverse Aktionen in der löblichen 9. Anti-Rassismuswoche von FARE (Football Against Racism in Europe).

Die möglichen Aufstellungen

YB: Wölfli; Portillo, Ghezal, Affolter (Schneider); Schwegler, Hochstrasser (Baykal), Yapi, Raimondi; Degen (Doumbia), Schneuwly, Regazzoni.

Zürich: Leoni; Stahel, Barmettler, Tihinen, Stucki; Aegerter, Tico; Nikci (Schönbächler), Abdi, Alphonse; Hassli.

Absenzen: YB ohne Varela (gesperrt) und Doubai (rekonvaleszent). – FCZ ohne Staubli (verletzt), Chikhaoui und Rochat (beide rekonvaleszent).

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 2. November 2008, 14:05 
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Tagesanzeiger, 02.11.2008

FCZ: Das Problem Chikhaoui

Es ist fraglich, ob der Tunesier in der Vorrunde noch spielt. Dafür steht Regisseur Almen Abdi am Sonntag gegen YB in der Startformation.


Die erste Frage: «Yassine Chikhaoui, wie geht es Ihnen?» - «Merci, ça va.» Die zweite Frage: «Wann können Sie wieder spielen?» - «On verra.»

Der tunesische Ballkünstler des FC Zürich ist an diesem Freitagmorgen nicht eben gesprächig. Mit Ad van den Bergh, dem Leiter der medizinischen Abteilung, hat er zuvor auf der Allmend Brunau ein Lauf- und Reha-Training absolviert. Seine Mannschaftskollegen arbeiteten derweil auf dem Kunstrasen des Juchhofs mit dem Ball, um sich auf die Partie gegen YB und die ungewohnte Unterlage aus Kunststoff im Stade de Suisse vorzubereiten.

Patellasehne schmerzt immer noch

«Wir wollen Yassine die Belastungen, denen die Gelenke auf Kunstrasen ausgesetzt sind, noch nicht zumuten», erklärt Van den Bergh. Der Tunesier macht seit Anfang Monat Teile des Mannschaftstrainings mit, aber nach harten Einheiten leidet er nach wie vor unter Schmerzen an der im April operierten Patellasehne unterhalb des Knies. «Er braucht Geduld», sagt Van den Bergh. Eine Prognose, wann Chikhaoui zurückkehrt, mag er nicht stellen. Sportchef Fredy Bickel ist mutiger: «Ich bin schon froh, wenn er vor der Winterpause nochmals spielen kann.»

Am 2. März hat der Tunesier letztmals das FCZ-Trikot getragen. Die Signale aus Augsburg, wo sich Chikhaoui operieren liess, deuteten auf eine Auszeit von drei, vier Monaten hin und waren viel zu optimistisch. Bernard Challandes sagt dazu nur: «Er muss hart arbeiten und gesund werden. Dann bekommt er seine Chance.» Nur: Wann das ist, kann der Trainer nicht abschätzen. Froh ist er dafür, dass gegen YB mit Regisseur Almen Abdi ein anderer Leistungsträger nach überstandenem Muskelfaserriss zurückkehrt.

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 2. November 2008, 14:06 
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BAZ, 02.11.2008

YB: Mit einem Sieg gegen den FCZ ins Meisterrennen zurück

Für den FC Zürich beginnen am Sonntag mit dem Spiel bei den Young Boys die Wochen der Wahrheit. Für die Berner geht darum, den Anschluss nicht zu verlieren.



Für die Zürcher, die am Donnerstagabend zumindest vorübergehend die Tabellenführung an den FC Basel (3:0 gegen Sion) abgeben mussten, steht nach dem Spiel gegen YB das Derby gegen die Grasshoppers und der Spitzenkampf in Basel an.

Zuletzt hatte der FCZ sechs Siege in Folge mit einer beeindruckenden Bilanz von 23:2 Toren feiern können. So erstaunt es nicht, dass drei Spieler der Zürcher die Skorerliste anführen: 1. Eric Hassli 13 Punkte (6 Tore/7 Assists), 2. Alexandre Alphonse 12 (9/3), 3. Almen Abdi 11 (7/4). Abdi musste zuletzt wegen eines Muskelfaserrisses zweimal pausieren, dürfte in Bern aber wieder zur Verfügung stehen.

YB ist ein gefährlicher Gegner. Die Berner blieben in den letzten vier Spielen ungeschlagen. Trotzdem zeigt sich FCZ-Trainer Bernard Challandes zuversichtlich: «Die Stimmung bei uns ist sehr gut. Zudem haben wir eine gute Balance zwischen Offensive und Defensive gefunden.» Abheben mag der FCZ-Trainer nicht: «Bescheidenheit ist wichtig. Wir müssen jetzt auf dem Boden bleiben.»

YB unter Zugzwang

«Wir haben auch einen guten Lauf», wirft YB-Trainer Vladimir Petkovic ein. «Das wird ein sehr interessantes Spiel. Nach dem Remis gegen Vaduz sind wir allerdings fast gezwungen zu siegen, um an der Spitze der Rangliste dranzubleiben», sagte er gegenüber der Homepage der Swiss Football League. Zehn Punkte liegen die Berner derzeit hinter dem FCZ. Nur mit einem Sieg könnte der Vizemeister der Zuversicht in Bern neuen Auftrieb geben.

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 Beitrag Verfasst: Montag 3. November 2008, 09:58 
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ebund.ch, 03.11.2008

Grosses Spektakel, nüchternes Fazit

Fussball: YB - Zürich 2:2

Das Spiel YB - FC Zürich hat beste Unterhaltung für die über 20000 Zuschauer im Stade de Suisse geboten. Nach dem 2:2 bleiben Leader Basel und der FCZ für die Berner weit entfernt, und das Unentschieden zeigte: Das ist kein Zufall.

Die Emotionen fuhren am Ende unkontrolliert Achterbahn mit den Beteiligten, und die armen Trainer und Fussballer wussten gar nicht so recht, wie sie dieses 2:2 zwischen YB und Zürich denn nun deuten sollen. Es war eine rasante Begegnung gewesen, unterhaltsam und spektakulär, und vielleicht muss man – aus Berner Sicht – nüchtern festhalten: Der FC Basel und der FC Zürich sind vorerst ausser Reichweite – und das ist kein Zufall. Einerseits. Andererseits haben die Young Boys in dieser prächtigen Veranstaltung Moral bewiesen und mit dem Super-Last-Minute-Tor durch Alberto Regazzoni in der 93. und letzten Minute eine Antwort auf das Last-Minute-Tor des FCZ durch Eric Hassli in der 90.Minute gefunden. «Wir müssen zufrieden mit dem Punkt sein», sagte YB-Torhüter Marco Wölfli. «Aber eigentlich können wir mit einem Punkt gegen Zürich in unserer Lage nicht einverstanden sein.»

Hasslis herrliches Tor

Es herrschte eine merkwürdige Stimmung nach Spielschluss, und Wölflis Interpretation der Geschehnisse passte zum hektischen und eigenartigen Treiben. Eric Hassli, der überragende Angreifer Zürichs, stand in den Katakomben des Stade de Suisse wenige Meter neben Wölfli und parlierte derart offen und fröhlich, dass man sich fragen musste, ob der früher oftmals mürrische Franzose in der letzten Saison einen Doppelgänger beim FCZ platziert hatte. «Ja, ich denke manchmal auch, mein Cousin habe damals für Zürich gespielt», sagte Hassli lachend. Der kräftige und technisch filigrane Stürmer war die überragende Figur gewesen, er erzielte zwei Tore und das zweite, ein herrlicher Schuss in den Winkel, schien die Entscheidung zu sein. In einer verrückten Partie vor über 20000 Zuschauern aber gehörte Regazzoni das letzte Wort.

Das Heimspiel gegen den FCZ war ein ideales Spiegelbild für die YB-Ausgabe 2008/09: offensiv gefällig, defensiv anfällig. Und der Vergleich mit den Zürchern offenbarte eindrücklich die Unterschiede zu den Spitzenteams Basel und Zürich, die 12 und 10 Punkte entfernt sind. Beim stabileren FCZ stimmte das Gleichgewicht, während die YB-Spieler noch immer Mühe bei der Adaption des 3-4-3-Systems bekunden. Zudem besitzen die Berner zwar zwei starke Sturmreihen – gestern spielten Regazzoni, Marco Schneuwly und David Degen, während Thomas Häberli und Seydou Doumbia auf der Bank sassen und Carlos Varela gesperrt war. Aber in der wackligen Abwehr fehlen Alternativen, Marc Schneider war nach der Einwechslung für den verletzten Saif Ghezal erneut ungenügend, der erst 17-jährige François Affolter aber agierte wieder überragend. «Es benötigt natürlich Zeit, bis das System sitzt», sagte Degen, der nach einem schönen Angriff in der 18.Minute das 1:0 geschossen hatte.

Doumbia, der starke Joker

In einer lebhaften Partie, die problemlos auch 4:3 oder 4:4 (oder 2:5) hätte enden können, führte der FCZ die feinere Klinge, überzeugte mit One-Touch-Fussball und verpasste eine Entscheidung, weil er bei den vielen Kontermöglichkeiten zuweilen zu schludrig zu Werke ging. Der glitschige Tanz auf dem Kunstrasen bot bestes Amüsement für die frierenden Besucher: Glanzparaden der starken Torhüter Wölfli und Johnny Leoni, ein Traumtor von Hassli, Chancen im Überfluss, ein überragender Wirbelwind Doumbia, trickreich und blitzschnell, als perfekter YB-Joker, ständig wechselnde Druckphasen – und ein kurioses erstes FCZ-Tor. YB-Abwehrchef Ghezal rutschte bei einem Steilpass auf Hassli in der 22.Minute aus, und der FCZ-Torjäger erzielte das 1:1, indem er Wölfli tunnelte. «Da waren nur wenige Zentimeter offen», sagte Wölfli und zeigte noch einmal, wie wenig Platz für den Ball zwischen seinen Beinen übrig gewesen war. «Aber Hassli hat halt gerade einen unglaublichen Lauf und trifft, wie er will.»

Und den ziemlich stürmischen, aber reichlich unfertigen Young Boys bleibt nach dem attraktiven Schauspiel die Hoffnung, bis Ende der Vorrunde erneut einen Steigerungslauf zu initiieren – und in der Winterpause die Sünden bei der Kaderzusammenstellung zu korrigieren.

http://194.209.226.170/pdfdata/bund/2008/11/03/SPBU-013-0311-2.pdf

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