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 Beitrag Verfasst: Dienstag 4. November 2008, 12:47 
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BSC Young Boys - FC Gossau(CH-Cup 1/8)

!!! PLATZTAUSCH !!!

Bild vs. Bild


Stadion Wankdorf, Bern
Mittwoch, 10. Dezemberr 2008
Zeit: 19.00 Uhr

Bild


Website:

http://www.fc-gossau.ch


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 Beitrag Verfasst: Freitag 21. November 2008, 17:10 
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Vorschau Gossau - YB

Schweizer Cup, 1/8-Final, FC Gossau - BSC Young Boys, Sonntag, 23. November 2008, 14:30 Uhr, Buechenwald, Gossau (SG).

Verletzte Spieler:
keine.

Gesperrter Spieler:
Baykal (eine Sperre nach zwei gelben Karten bei Cupspielen).

Wetter/Platz:
Auch in der Ostschweiz werden Schneefälle erwartet. Es ist vorgesehen, dass der Naturrasen des Stadions Buechenwald (Kapazität: 3000 Plätze) vom Schnee geräumt wird; in Gossau rechnet man damit, dass die Partie gespielt werden kann. Eine erste Platz-Inspektion wird am Samstag Mittag vorgenommen. Über die Bespielbarkeit des Platzes wird der Schiedsrichter allenfalls erst am Sonntag entscheiden. Die YB-Website sowie der SMS-Dienst werden über eine allfällige Absage des Spiels informieren.

Bisherige Cup-Resultate:
YB qualifizierte sich für den Achtelfinal mit Siegen in Ibach (6:0) und Alle (5:0).
Gossau kam über die Stationen Thalwil (3:1) und Seefeld (3:1) ins Achtelfinale.

Anreise:
Für das Cupspiel in Gossau hat gäubschwarzüschtig für die YB-Fans bei folgenden Verbindungen Plätze reserviert (kein Extrazug):
Bern ab 11:32 Uhr, Gossau an 13:43 Uhr. Gossau ab 16:56 Uhr, Bern an 18:57 Uhr.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 27. November 2008, 10:56 
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St. Galler Tagblatt, 27.11.2008

Platzabtausch als letzter Ausweg

Der FC Gossau verzichtet in den Cup-Achtelfinals auf sein Heimrecht und spielt am 10. Dezember im Stade de Suisse gegen die Young Boys. Nun wird Präsident Roland Gnägi kritisiert. Dabei war ihm gar keine andere Wahl geblieben.

Markus Scherrer

Seit dem Wochenende ist Roland Gnägi, der Präsident des FC Gossau, vor allem damit beschäftigt, sich zu rechtfertigen. Am Sonntag musste er den Verantwortlichen des Verbandes erklären, weshalb auf der Sportanlage Buechenwald das Cup-Achtelfinalspiel gegen die Young Boys nicht stattfinden konnte, aber im wenige Kilometer entfernten Wiler Bergholz die Partie gegen Zürich durchgeführt werden konnte. Manchmal hat eine kleine Höhendifferenz grosse Auswirkungen – auch wenn man das in Bern kaum glauben kann. In Gossau lagen – im Vergleich zu Wil – sechs Zentimeter mehr Schnee. Die Zeit reichte nicht mehr aus, um das Terrain ein drittes Mal zu räumen.

Seit Montag steht nun fest, dass die Cuppartie zwischen Gossau und den Young Boys am Mittwoch, 10. Dezember, im Berner Stade de Suisse nachgeholt wird. Der FC Gossau verzichtet damit auf sein Heimrecht. Seit diesem Entscheid steht Präsident Roland Gnägi nun vereinsintern in der Kritik. Für viele sei es weder finanziell noch sportlich nachzuvollziehen, dass der Club einem Platzabtausch zugestimmt habe, sagt der Präsident. Den Unmut bekam er in E-Mails und Briefen zu spüren. Dabei war Gnägi gar keine andere Wahl geblieben, als diesen Weg zu wählen.

Die Forderung des Verbands

Nach der Absage erhielt Gnägi vom Verband zwei «Leitplanken» gesetzt, wie er es nennt. Einerseits wurde ihm unmissverständlich erklärt, dass die Partie noch in diesem Jahr durchzuführen sei. Anderseits musste er auf den TV-Vertrag Rücksicht nehmen, in welchem dem Schweizer Fernsehen das Recht auf Bilder dieses Spiels zugesichert wird. «Was die Daten betraf, stand damit fest, dass wir die Partie nicht mehr an einem Wochenende durchführen konnten. Es blieben nur noch zwei Mittwoch-Termine: der 3. oder der 10. Dezember», sagt Gnägi. Zudem bestand das Schweizer Fernsehen darauf, Bilder vom Spiel zu zeigen. «Damit war der Austragungsort Gossau gestorben», sagt der Präsident und fügt an: «Denn die Lichtverhältnisse auf der Sportanlage Buechenwald genügen nicht. Das ist auch der Grund, weshalb in der Challenge League nie ein Heimspiel des FC Gossau im Schweizer Sportfernsehen übertragen wird.»

Gnägi begann danach Alternativen zu prüfen. Es standen ihm drei Varianten als mögliche Austragungsorte zur Verfügung: die AFG Arena, das Wiler Bergholz oder das Stade de Suisse in Bern. Von der Betriebs AG AFG Arena erhielt er «sauber und schnell» eine Offerte. Doch das finanzielle Risiko, das er dabei hätte eingehen müssen, wäre zu gross gewesen. Selbst bei 2500 Zuschauern wäre die Rechnung kaum ausgeglichen gewesen. «Die Grundkosten der AFG Arena sind hoch. Und ich kann nun wirklich nicht erwarten, dass mir das Stadion gratis zur Verfügung gestellt wird.»

«Win-win-Situation»

Erschwerend kam noch ein Absatz im Reglement hinzu, der dem Verband das Recht eingeräumt hätte, bei unsicheren Witterungsverhältnissen bis 24 Stunden vor dem Spiel einen Platzabtausch anzuordnen. «Aus diesen Gründen musste ich auf die sichere Seite», sagt Gnägi, der das Gespräch mit den Verantwortlichen der Young Boys suchte und innerhalb kürzester Zeit mit diesen einig wurde. Allerdings hatte der Präsident ein Ziel: «Für Gossau musste es finanziell stimmen.» Nun kann er von einer «Win-win-Situation» sprechen, auch wenn er es bedauert, dass «gewisse Leute an einem Mittwoch nicht nach Bern reisen können. Auch ich hätte das Cupspiel lieber zu Hause ausgetragen.»

Für Gnägi war der Platzabtausch der letzte Ausweg. Und sollte dem FC Gossau in Bern eine Überraschung gelingen, stünde er im Frühjahr wieder vor demselben Problem. Denn in den Viertelfinals würde er ebenfalls an einem Mittwoch, dem 4. März, im eigenen Stadion auf die Grasshoppers treffen. Auch dann hätte er keine besseren Lichtverhältnisse.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. Dezember 2008, 15:26 
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Gossau - YB am 10. Dezember 2008 in Bern

Der FC Gossau und der BSC Young Boys haben sich nach Absprache mit dem Schweizerischen Fussballverband darauf geeinigt, den am verschobenen Cup-Achtelfinal am Mittwoch, 10. Dezember 2008, um 19:00 Uhr im STADE DE SUISSE Wankdorf Bern nachzuholen. Der FC Gossau verfügt nicht über die notwendige Infrastruktur für ein Nachtspiel (TV), ferner bestünde in der Ostschweiz mit einem Dezember-Spieltermin erhebliche Gefahr für eine erneute Spielverschiebung.


Der Vorverkauf beginnt am kommenden Montag, 1. Dezember 2008 an den üblichen Vorverkaufsstellen.

Die Ticketpreise

Sektor D CHF 20.00 (Lehrlinge/Studenten CHF 15.00)
Sektor A CHF 25.00

Kinder 6-16 Jahre bezahlen Sektorunabhängig CHF 10.00

YB-Jahreskarten sind nicht gültig.
Das Restaurant in der Future Lounge (Sektor A) für jedermann geöffnet.

Bereits gekaufte Tickets für das verschobene Spiel in Gossau können am 1. Dezember 2008 im Fanshop eingetauscht werden.


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 Beitrag Verfasst: Dienstag 9. Dezember 2008, 22:57 
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Vorschau auf das Cupspiel Gossau - YB

Cup-Achtelfinal, FC Gossau - BSC Young Boys, Mittwoch, 10. Dezember, 19:00 Uhr, STADE DE SUISSE Wankdorf Bern.

Nach dem Auswärtssieg in Zürich gegen GC treten die Young Boys am Mittwoch im Cup-Achtelfinal gegen den FC Gossau an. Das Spiel findet nach der schneebedingten Verschiebung vom 23. November im Berner STADE DE SUISSE statt. Der Platzabtausch erfolgte, weil der Challenge League Club nicht über die nötige Infrastruktur für ein Nachtspiel verfügt und in der Ostschweiz mit einem Dezember-Spieltermin erhebliche Gefahr für eine erneute Spielverschiebung drohte.

Gesperrter Spieler:
Baykal (eine Gelbsperre im Cup).

Verletzter Spieler:
Saïf Ghezal (Meniskusoperation).

Letzte Cup-Resultate:
Ibach - YB 0:6. Alle - YB 0:5.
Der FC Gossau kam über die Stationen Thalwil (3:1) und Seefeld (3:1) ins Achtelfinale.

Vorverkauf:
Bisher wurden rund 1300 Karten abgesetzt. YB-Abonnemente sind nicht gültig!

Preise:
Sektor A CHF 25.00 (Restaurant Future Club öffentlich); Sektor D CHF 20.00.


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 11. Dezember 2008, 08:21 
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:auswaertssieg:

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Wankdorf war...als Verteidiger Hugo Streun bei minus neun Grad den Ball dreissig Meter über das Tor schoss und trotzdem alle «Hugo , Hugo» riefen.


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 11. Dezember 2008, 11:37 
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Berner Zeitung, 11.12.2008

YB und Luzern eine Runde weiter

Die Berner gewannen im Cup-Achtelfinal gegen Gossau 1:0 und treffen in der nächsten Runde auf GC. Luzern setzte sich in La Chaux-de-Fonds mit 4:0 durch.

Die Berner siegten auf dem rutschigen Kunstrasen des Stade de Suisse 1:0. Das Tor schoss Doumbia schon in der 5. Minute. Am Ende mussten sich die Berner von den knapp 3300 Fans sogar laute Pfiffe anhören. Die Zuschauer akzeptierten nicht, dass ihre Mannschaft auf überhebliche Art und Weise wiederholt das zweite Tor verpasst und ihnen so letztlich bei tiefen Temperaturen beinahe noch eine Verlängerung zugemutet hatte.

In der 93. Minute lief nämlich Gossaus Stürmer Tomislav Misura alleine auf Paolo Collaviti zu, scheiterte aber am geschickt aus dem Tor eilenden YB-Ersatzkeeper, der im Cup einmal mehr den Vorzug gegenüber Stammgoalie Marco Wölfli erhalten hatte. So avancierte doch der Ivorer Seydou Doumbia zum Matchwinner, dessen Tor in der 5. Minute bereits die Entscheidung gebracht hatte. Nach einem Freistoss von Mario Raimondi traf der Afrikaner aus kürzester Distanz mittels Kopfball ins Tor.

Obwohl die Ostschweizer ein Heimspiel hatten, wurdw die Partie im Stade de Suisse ausgetragen, weil im Stadion des Challenge-League-Vereins die Beleuchtung kein Abendspiel zugelassen hätte.

Gossau - Young Boys 0:1 (0:1)
Stade de Suisse, Bern. - 3246 Zuschauer. - SR Studer. - Tor: 5. Doumbia 0:1.
Young Boys: Collaviti; Portillo, Affolter, Schneider; Christian Schwegler, Hochstrasser, Yapi, Raimondi; David Degen (46. Eudis), Schneuwly (81. Häberli), Doumbia (72. Regazzoni).
Bemerkungen: Young Boys ohne Baykal (gesperrt) sowie Ghezal (verletzt) und Doubaï (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 36. Damjanovic (Gossau/Unsportlichkeit). 36. David Degen (Unsportlichkeit). 90. Bushati (Reklamieren).

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 11. Dezember 2008, 11:41 
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St. Galler Tagblatt, 11.12.2008

Bis zum Schlusspfiff gehofft

Der FC Gossau scheidet im Schweizer Cup in den Achtelfinals aus. Gegen die Young Boys darf er im abgetauschten Nachtragsspiel in Bern bis zur letzten Minute von der Überraschung träumen, verliert aber schliesslich mit 0:1 (0:1).

SIMON DUDLE/BERN

Im Berner Stade de Suisse wäre es gestern abend einfacher gewesen, einen Langlauf-Wettkampf durchzuführen als eine Cuppartie im Fussball zu spielen. Über 100 Kubikmeter Schnee mussten vor dem Achtelfinal zwischen Gossau und den Young Boys weggeräumt werden. Wenigen Minuten vor Spielbeginn und in der Halbzeitpause fuhren zwei Fahrzeuge über den Kunstrasen und machten aus diesem wieder ein grünes Spielfeld.

Bis sich Gossau auf den Gegner und die winterliche, künstliche Unterlage eingestellt hatte, lag es bereits im Rückstand. Fabio Raimondi trat von rechts einen Freistoss auf den Kopf von Seydou Doumbia, der aus kurzer Distanz den Führungstreffer für die Berner erzielte (5.). Wer geglaubt hatte, das Spiel sei somit frühzeitig entschieden, der sah sich getäuscht. Denn die Fürstenländer, die ohne ihren verletzten Captain Thomas Knöpfel auskommen mussten, stellten sich recht gut auf die allerdings schwach spielenden Berner ein. Auch wenn die Young Boys mehr Spielanteile besassen, hatte der Challenge-League-Club durchaus seine Möglichkeiten auf den Ausgleich. Allen voran der einzige Gossauer Stürmer, Tomislav Misura, der nach einer Flanke von Philip Züger aus kurzer Distanz an Torhüter Paolo Collaviti scheiterte (18.). Ein Klassenunterschied war nur punkto Ballbehandlung auszumachen. Die Ostschweizer verkauften sich so gut wie möglich.

Steigerung genügt nicht

Je länger das Spiel dauerte und je länger es nur 1:0 stand, desto eher glaubten die Fürstenländer an eine Überraschung. Zwar wurde die Überlegenheit der Berner in der zweiten Halbzeit deutlicher, Zählbares resultierte daraus aber nicht. Dafür verantwortlich war auch die Gossauer Abwehr, welche die Räume geschickt eng machte. Die vereinzelten Entlastungsangriffe der Gäste, die aufgrund des Platzabtausches das Heimteam waren, bedeuteten stets Gefahr für die Young Boys. Wie schon vor dem Seitenwechsel war es erneut Misura, der für Gossau hätte ausgleichen können. In der 51. Minute scheiterte der Slowene nach einem Zuspiel von Marcel Zaugg genauso am Berner Torhüter wie in der Nachspielzeit. Es lief die 93. Minute, als Gossau mit Jorge Ariel Fernandez seinen letzten Angriffsversuch startete. Der Mittelfeldspieler bediente Misura, der plötzlich freistehend vor dem Berner Tor auftauchte. Der Ausgleich wollte aber nicht mehr fallen.

Es wäre ein grosser Lohn für gut kämpfende Gossauer gewesen. Die Ostschweizer steigerten sich im Vergleich zum Meisterschaftsspiel gegen Servette am vergangenen Sonntag und brachten den Tabellendritten der Super League in der Schlussphase trotz Minustemperaturen ins Schwitzen. So waren nach dem Spiel beide Trainer nicht wirklich glücklich. Vladimir Petkovic, «weil wir die erste Halbzeit verschlafen haben und überheblich aufgetreten sind.»

Pfiffe für die Young Boys

Vlado Nogic zeigte sich mit der Leistung seiner Mannschaft zwar zufrieden, bemängelte aber das Auslassen der Möglichkeiten. Unzufrieden waren auch die rund 3200 Zuschauer. Einige von ihnen verabschiedeten die Berner trotz des Sieges mit Pfiffen. Die Young Boys spielten zu wenig stark, um den Tabellenletzten der Challenge League zu distanzieren.

Aus Gossauer Sicht bleiben die Erinnerungen an ein Heimspiel im Stade de Suisse – und die Erkenntnis, dass gegen diese Berner mehr möglich gewesen wäre.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 11. Dezember 2008, 11:50 
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Berner Zeitung, 11.12.2008

Maurermeister und Pfiffe im Schnee

Wie YB das Auswärtsspiel zu Hause gegen Gossau im Cup-Achtelfinal in grosser Kälte 1:0 gewinnt.

Paolo Collaviti hat sich am Mittwochabend, kurz nach 20.45 Uhr, bei 3246 Menschen (minus 21) gerade sehr beliebt gemacht. In der 93. Minute verhindert er mit einer Parade gegen den alleine vor ihm auftauchenden Gossau-Stürmer Tomislav Misura eine Verlängerung im Kühlschrank Stade de Suisse. Wenige Sekunden später pfeift Schiedsrichter Stephan Studer den Cup-Achtelfinal YB - Gossau (besser: Gossau - YB) ab, YB hat das Heimspiel (besser: Auswärtsspiel zu Hause) 1:0 gewonnen und trifft am 4. März im Viertelfinal, wieder in Bern, auf GC.

Es war im winterlichen Bern eine Rutschpartie für YB, man könnte auch sagen, es war eine Zitterpartie, und das passt ja zur morgendlichen Bundesratswahl rund drei Kilometer entfernt. Dort war Ueli Maurer gewählt worden, der YB-Fan, wie er dieser Tage bekannte, und sein Nachname war gewissermassen Programm für das Fussballspiel am Abend: Der FC Gossau, Tabellenletzter der Challenge League, mauerte tapfer, er mauerte diszipliniert, und er mauerte auch nach dem frühen Rückstand in der fünften Minute beherzt. Deshalb wird am Mittwoch in Bern nicht nur die Bundesratswahl zur spannenden, engen Entscheidung, sondern überraschenderweise auch der Cup-Achtelfinal.

Vieles ist am Mittwoch im Stade de Suisse anders als gewohnt. Es hat mehr Polizisten (30) als Gästefans (21), der VIP-Bereich ist geschlossen, nur zwei Sektoren sind geöffnet und viele Sitzplätze verschneit, der Pistenbericht hätte die Herzen von Langläufern höher schlagen lassen, zahlreiche Helfer entfernten den ganzen Tag rund 100 Kubikmeter Schnee vom Kunstrasen, der dennoch mit einer dünnen weissen Schicht belegt ist. Fleissige Mitarbeiter des YB-Marketings leisten wertvolle Überstunden und säubern während der Partie die Werbebanden, immerhin sind ja 3246 sehr leidenschaftliche Zuschauer dabei. Das bedeutet Stadion-Minusrekord für YB, einerseits, es ist aber, andererseits, Saisonrekord für den FC Gossau. Vieles ist an diesem Abend eine Frage des Blickwinkels. Denn eigentlich trägt Gossau hier sein Heimspiel aus, man hat es an YB verkauft, weil die Partie in der Ostschweiz nicht ausgetragen werden kann.

Gossau ist ein netter Gast, zuerst, Trainer Vladimir Nogic wird später den «zu grossen Respekt vor YB» beklagen, doch nach wenigen Minuten sind alle Hemmungen abgelegt. Gossau kämpft jetzt wacker, YB spielt überheblich, pomadig, ein Absatztrick hier, ein Aussenristpässchen da. Effizienz sieht anders aus, und so zittern die Zuschauer auf den Rängen und die YB-Spieler auf dem Rasen. Das Tor treffen sie nur nach einem Freistoss, den der Ivorer Seydou Doumbia ins Tor köpfelt. Die Leistung ist schwach, die Anhänger werden ungeduldig, am Ende finden sie in der grossen Berner Kälte sogar die Energie, lautstark zu pfeifen.

Vladimir Petkovic, der YB-Trainer, sagt nach dem Spiel verärgert, er sei unzufrieden mit seinem Team. «Aber heute zählte nur der Sieg.» Wie in allen bisherigen Cupspielen durfte Collaviti für Marco Wölfli das Tor hüten. Collaviti sagt nach dem Sieg cool: «Es war schwierig in der Kälte, ich habe mich während des Spiels mit Übungen warm halten müssen.» Das war nötig, die Gossauer Maurermeister sparten ihren gefährlichsten Besuch bei Collaviti für die 93. Minute auf.

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 Beitrag Verfasst: Freitag 12. Dezember 2008, 11:18 
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Nur ein Tor im Schneegestöber

Zahlreiche Hilfskräfte hatten den ganzen Tag gearbeitet um das Terrain bespielbar zu machen. Haufenweise Schnee wurde aus dem Stadion transportiert und um 19:00 Uhr konnte das Cupspiel zwischen Gossau und YB tatsächlich angepfiffen werden. Für die Young Boys begann dieses «Auswärtsspiel im Heimstadion» optimal. Bereits nach weniger als fünf Minuten beförderte Doumbia den Ball nach einem Freistoss von Raimondi über die Linie (5.). Zu diesem Zeitpunkt hätte wohl niemand im Stadion gedacht, dass es bei diesem Treffer bleiben würde. Die Young Boys hatten ein klares Übergewicht an Ballbesitz, verwerteten ihre Chancen aber nicht. Häufig hatten die Akteure Mühe mit der Ballkontrolle auf dem leicht mit Schnee bedeckten Terrain. Vor der Pause hatte Doumbia noch eine Torchance (28.), auf Seiten der Gossauer setzte sich Stürmer Misura einige Male gut in Szene.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte YB das Tempo. Innerhalb kurzer Zeit verpassten die Berner drei gute Möglichkeiten. Zuerst verfehlte Hochstrasser aus spitzem Winkel (48.), anschliessend landete ein von Alija abgewehrter Ball am Innenpfosten (49.) und zuletzt verfehlte ein Kopfball Schneiders das Ziel (59.). YB spielte bis zu den letzten Minuten fast ein «Powerplay», ohne jedoch das Spiel zu entscheiden. In der Nachspielzeit warf der FC Gossau alles nach vorne und kam prompt zu einer grossen Chance. Wiederum war es Misura, welcher YB in Bedrängnis bringen konnte. Doch eine Grosstat von Goalie Paolo Collaviti bewahrte die Young Boys vor dem Ausgleich. So blieb es letztlich bei sehr garstigen äusseren Bedingungen beim knappen YB-Sieg.

Die Young Boys können im Cup-Viertelfinal zuhause gegen GC antreten.

Gossau - YB 0:1 (0:1)
STADE DE SUISSE Wankdorf Bern. - 3'246 Zuschauer. - SR Studer
Tor: 5. Doumbia (Raimondi) 0:1.
Gossau: Damjanovic - Züger (66. Klingler), Longo, Alija, Lütolf - Foschini, Bigoni, Fernandez, Zaugg - Zinna (80. Bushati), Misura.
YB: Collaviti - Portillo, Affolter, Schneider - Schwegler, Hochstrasser, Yapi, Raimondi - Degen (46. Eudis), Schneuwly (81. Häberli), Doumbia (72. Regazzoni).
Bemerkungen: YB ohne Baykal (gesperrt) und Ghezal (verletzt). Gossau ohne Knöpfel und Gmünder (beide verletzt). 49. Alija trifft eigenen Torpfosten.
Verwarnungen: 36. Degen und Damjanovic (beide Unsportlichkeit), 90. Bushati (Reklamieren).


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