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Berner Zeitung; 13.04.2007
Russischer Investor?
YB soll weiter verstärkt werden. Möglicherweise erhalten die Berner bald finanzielle Unterstützung aus dem Ausland.
An der Generalversammlung der YB-Betriebs-AG am Montag wird Thomas Grimm zum neuen Verwaltungsratspräsidenten gewählt. Der 48-Jährige wird Nachfolger von Fritz Bösch, der sein Amt nach zwei Jahren aus gesundheitlichen Gründen abgibt, den Young Boys im Beirat aber weiterhin beratend zur Seite stehen wird. Thomas Grimm wuchs im Seeland auf, absolvierte an der Uni Bern ein Studium der Rechte und schloss 1987 als Fürsprecher ab. Er arbeitete unter anderem im Rechtsdienst des Europäischen Fussballverbandes, beriet den Weltfussballverband in juristischen Fragen und war bei der CWL Telesport und Marketing AG zuständig für den gesamten Rechtsbereich. Seit einem Jahr ist Grimm juristischer YB-Berater mit einem Pensum von rund 40 Prozent.
Bei den Inter-A-2-Junioren des FC Aarberg spielte Grimm einst mit der späteren YB-Identifikationsfigur Martin Weber zusammen. «Ich schaffte es nur bis in die 3.Liga», sagt Grimm, «aber der Spass und die Leidenschaft für den Fussball sind geblieben.» Im Gespräch äussert sich der neue Verwaltungsratspräsident sehr optimistisch zur Zukunft der Young Boys. «Ich habe durch meine Tätigkeiten Einblick in zahlreiche Vereine in Europa erhalten. YB braucht sich nicht zu verstecken.»
Schöne Worte sind das eine – gefragt sind aber Taten. Bei YB fehlte in den letzten Jahren vor allem eine sportliche Linie: Trainer und Sportchef wechselten sich munter ab, Spieler kamen und gingen und kamen und gingen. Es sollen keine Märchen sein, die Grimm erzählt: «Gute Spieler alleine garantieren nicht den Erfolg. Die Zusammensetzung des Teams muss stimmen.» Der Seeländer mit Wohnsitz Zürich möchte wieder mehr Spieler aus der Region bei YB sehen. «Es darf nicht sein, dass die besten Talente aus der Region zu Basel oder GC wechseln.»
Offenbar interessiert sich ein russischer Investor dafür, bei YB einzusteigen – und auf der Wunschliste sollen die Nationalspieler Daniel Gygax (Metz), Benjamin Huggel (Frankfurt) und Marco Streller (Stuttgart) stehen. Wankdorf-CEO Stefan Niedermaier sagt: «Wir sind natürlich bestrebt, Schweizer zu kontaktieren, die im Ausland nicht so häufig zum Einsatz kommen. Aber diesen Russen kenne ich nicht…»
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