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aus dem 1898-Forum:
Geschrieben von Gaucho am 07. November 2006 15:53:01:
Dies ist die offizielle Stellungsnahme zu den Ereignissen auf der Heimreise des Meisterschaftsspiels zwischen dem FC Sion und dem BSC Young Boys Bern.
Nach Spielschluss begab man sich zum Car, um so rasch wie möglich den Heimweg anzutreten.
Es wurde entschieden auf der Raststätte Yvorne VD einen ersten Halt einzulegen. Die Stimmung im Car war bedrückt jedoch ruhig.
Als die Raststätte erreicht wurde, begaben sich Leute in den Shop/Restaurant und teils auch auf die Toiletten. Die restlichen Teilnehmer hielten sich in unmittelbarer Nähe des Busses auf.
Plötzlich war eine riesen Aufregung auszumachen. Eine französisch sprechende schwangere Frau schreite hysterisch um sich. Der Grund war, jemand hatte sein Bierdose auf die Motorhaube ihres Autos gestellt. Dabei kippte die Dose um und Bier floss über die Haube. Darauf packte die Frau den Seidenschal eines YB-Fans und putzte damit das Bier auf. Die Frau wollte sich danach jedoch nicht beruhigen und drohte die Polizei zu rufen. Sämtliche Erklärungsversuche von Leuten aus unserem Car, welche der französischen Sprache mächtig sind, scheiterten. Die Frau lies nicht mit sich reden. Zum selben Zeitpunkt wütete ein Mitfahrer in der Toilette des Restaurants. Die WC-Anlage wurde dabei aber nicht beschädigt. Es wurden lediglich WC-Rollen und Papiertücher verstreut. Wir verurteilen diese Aktion in aller Deutlichkeit.
Beim Verlassen des Restaurants hatte derselbe eine verbale Auseinandersetzung mit einem Passanten. Diese entwickelte sich sehr schnell zu einer Schlägerei zwischen den beiden. Zwei weitere Passanten, welche das ganze mitbekommen hatten, griffen nun ihrerseits den Schläger aus unserem Car an. Daher ist anzunehmen, dass alle beteiligten Passanten miteinander bekannt waren. Dies ist jedoch nur eine Annahme. Eine weitere Person aus unserem Car, welche den obgenannten Schläger gut kennt, beteiligte sich nun auch an der Schlägerei. Diese war kurz jedoch intensiv. Scheinbar wurden dabei gemäss Zeitungsmeldungen zwei Personen verletzt, was wir jedoch nicht registrierten. Alle Leute waren aus unserer Sicht wohlauf und hatten äusserlich keine sichtbaren Verletzungen. Nach wenigen Minuten traf dann auch schon die Polizei ein. Mit sieben Streifenwagen. Gegen die Polizei gab es weder Scharmützel noch Widerstand. Alle mussten in den Car einsteigen und dieser wurde dann zu einem Polizei-Werkhof eskortiert.
Nun musste jeder seine Personalien angeben, einen Alkoholtest machen und sich fotografieren lassen. Dies dauerte ungefähr 1,5 Stunden. Die beiden Schuldigen unsere Seite wurde dabei bereits in Einzelhaft gesteckt. Mit Ausnahme des einzigen Familienvaters und seinen beiden Söhnen, mussten alle in einer Autowaschanlage warten. Das ganze Prozedere zog sich in die Länge und uns wurden keinerlei Information über den weiteren Ablauf der Kontrolle gegeben. Danach durften wir in den Car einsteigen, mussten jedoch noch weitere 2 Stunden warten. Einzelne Personen wurden noch verhört und mussten eine Aussage machen. Punkt 23.58 Uhr durften wir weiterfahren jedoch ohne die beiden an der Schlägerei beteiligten Personen. Das Begrüßungskomitee der Berner Polizei umfasste eine 20-köpfige Einsatztruppe, schwer bewaffnet und mit Hundeführer. Dies entlockte und zugegebenermassen trotz allem ein Schmunzeln.
Wir möchten uns bei den Teilnehmer der Carfahrt für die Geschehnisse entschuldigen. Wir taxieren das Vorgehen der Waadtländischen Polizei nicht als übertrieben. Über die Dauer und die fehlenden Informationen betreffend Vorgehen der ganzen Kontrolle lässt sich streiten. Schlussendlich waren wir jedoch alle froh, dass wir nach Hause durften.
Was uns befremdet sind die Medienmeldungen über Sachbeschädigungen an Fahrzeugen. Solche konnten aus unserer Sicht keine festgestellt werden.
Der Unterschied zwischen Hooligans und normalen Fussball-Fans sollte doch jedem Forum-User bekannt sein!
WS05
_________________ „Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben... Den Rest habe ich einfach verpraßt“ George Best (†)
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