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 Betreff des Beitrags: Wankdorf gehört Deutschen
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. August 2006, 08:37 
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Bund, 17.08.2006

Wankdorf gehört Deutschen

Der Grossteil des Stade de Suisse ist an eine Investorengruppe aus Köln verkauft worden
Eine Tochtergesellschaft der Dr. Ebertz & Partner, die unter anderem die Hotelkette Dorint besitzt, hat auf den 1. Juli die fussballfremden Teile des Wankdorfs übernommen.

Überraschender Besitzerwechsel im Stade de Suisse Wankdorf Bern. Coop, Suva und Winterthur Leben, die das 350 Millionen Franken teure Stadion finanzierten, haben ihre Anlageteile weniger als ein Jahr nach der Eröffnung der Dr. Karl Bartel GmbH & Co verkauft. Die Kommanditgesellschaft, die zur Kölner Inverstorengruppe Dr. Ebertz & Partner gehört, besitzt seit dem 1. Juli fast den gesamten kommerziellen Teil des Stadions. Darunter fallen unter anderem das Einkaufszentrum, der Annexbau mit den beiden Schulen und die Büros der ZLB Behring AG.

Nicht betroffen vom Besitzerwechsel ist das Fussballgeschäft. Die Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG, die auch die Geschicke von YB bestimmt, ist wie bis anhin für die Fussballarena mit 32 000 Sitzplätzen, Logen, Future Lounge, Champions Lounge, Konferenzzentrum, zwei Restaurants und Cateringständen zuständig.

Übernahmepreis unbekannt

Wie viel die deutschen Investoren für das Stade de Suisse bezahlt haben, ist nicht bekannt. Beide Verhandlungspartner sprechen von einer «Win-win-Situation». Coop, Suva und Winterthur Leben bildeten eine Miteigentümergemeinschaft (MEG). Das Stadion habe man verkauft, weil es nicht immer einfach gewesen sei, die Interessen von drei Partnern unter einen Hut zu bringen, sagt MEG-Präsident Hans-Georg Romano.

Die neuen Besitzer wollen im Wankdorf nicht alles auf den Kopf stellen. «Die Mieter überweisen den Mietzins an eine andere Firma, sonst ändert sich nichts», sagt Karl Bartel, Geschäftsführer der Dr. Karl Bartel GmbH & Co. Das Discoprojekt, welches im Nordquartier auf Widerstand stösst, will Bartel weiterverfolgen.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. August 2006, 08:41 
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Blick, 17.08.2006

Das Stade de Suisse gehört Deutschen

BERN – Bislang war das Stade de Suisse fest in Schweizer Hand. Doch Coop, Suva und Winterthur haben ihre Anteile nach Deutschland verkauft – zu einem nicht genannten Preis.
100 Millionen Franken haben die drei Schweizer Unternehmen in den Bau des neuen Stadionkomplexes in Bern investiert. Offensichtlich eine Investition in eine Sache, mit der man nie so richtig glücklich wurde. Denn wie der «Bund» heute schreibt, haben Coop, Suva und Winterthur verkauft – an die deutsche Investorengruppe «Dr. Karl Bartel GmbH & Co». Das Paket umfasst das Einkaufszentrum sowie zahlreiche weitere Räumlichkeiten rund um das Fussballstadion.

Alles was mit Fussball zu tun hat, bleibt weiterhin in Schweizer Hand. Um diesen Teil kümmert sich nach wie vor die «Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG». Einen Bezug zur Schweiz hatten die neuen Mitbesitzer des Stadions übrigens schon vor ihrer Investition, über deren Höhe Stillschweigen vereinbart wurde. Sie sponsern den 1. FC Köln, wo die Schweizer Hans-Peter Latour und Riccardo Cabanas arbeiten

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. August 2006, 08:43 
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Bund, 17.08.2006

Wankdorf in deutscher Hand

Eine Kölner Investorengruppe hat die kommerziell genutzten Teile des Stade de Suisse Wankdorf gekauft
Die bisherigen Eigentümer Coop, Suva und Winterthur Leben haben ihre Anteile am neuen Wankdorfstadion an die Dr. Karl Bartel GmbH & Co verkauft. Für die Mieter ändere sich nichts, betonen die neuen Besitzer.

Das ist kein Witz. Das neue Wankdorfstadion befindet sich seit kurzem grösstenteils in der Hand einer deutschen Investorengruppe. Die Dr. Karl Bartel GmbH & Co, eine Tochtergesellschaft der Dr.-Ebertz-&-Partner-Gruppe (siehe Box), ist seit dem 1. Juli Eigentümerin sämtlicher Stadionbereiche, die nichts mit Fussball zu tun haben. Um den Fussball kümmert sich die Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG (siehe «Bund» vom 15. 8.). Der Besitz der Dr. Karl Bartel GmbH & Co umfasst das Einkaufszentrum mit über 30 Läden und 3 Restaurants, diverse Büros und Dienstleistungsräume, den Fitness- und Gesundheitsbereich sowie den vis-à-vis des Quartierplatzes gelegenen Längsbau mit Wirtschaftsmittelschule Bern, Berufsschule für Verwaltung und Büros der ZLB Behring AG.

Die Deutschen haben die Besitzanteile von Coop, Suva und Winterthur Leben übernommen, die je über 100 Millionen Franken in den Bau des gesamten Stadionkomplexes steckten. Wieso haben sich die Investoren, die eine Miteigentümergemeinschaft (MEG) bildeten, schon wenige Monate nach der Eröffnung von der prestigeträchtigen Immobilie getrennt? «Die MEG war ein relativ schwerfällig funktionierendes Vehikel», sagt deren Präsident Hans-Georg Romano auf Anfrage. «Drei Eigentümer verkomplizieren die Entscheidungsprozesse.» Deshalb hätte die Eigentümer die Gelegenheit beim Schopf gepackt und einem Verkauf zugestimmt, als die Dr. Karl Bartel GmbH & Co ein gutes Angebot unterbreitet habe.
Für welche Summe der fussballfremde Teil des Wankdorfstadions nach Deutschland verkauft wurde, darüber kann nur spekuliert werden, da die Beteiligten Stillschweigen vereinbart haben. «Es ist eine Win-win-Situation für alle», sagt Romano. «Wir stecken nur Geld in Liegenschaften, die eine gute Rendite versprechen», erklärt Karl Bartel, Projektleiter und Geschäftsführer der Dr. Karl Bartel GmbH & Co. Als gute Rendite gilt in der Branche eine Nettorendite von fünf bis sieben Prozent.


Neue Besitzer sind Köln-Fans

Es wäre zu schön gewesen, um wahr zu sein: Doch die emotionelle Ebene – seit Deutschland 1954 im alten Wankdorf den WM-Titel holte, spricht man im nördlichen Nachbarland vom «Wunder von Bern» – spielte beim Kauf nur eine untergeordnete Rolle. Die Kölner Investorengruppe sponsert wohl den 1. FC Köln und war früher auch eng mit Fortuna Köln verbunden, doch eine besondere Beziehung zum Wankdorf haben sie nicht. Bartel sagt, er habe bisher noch nie Zeit gefunden, ein Meisterschaftsspiel der Berner Young Boys zu besuchen.
Den englischen Superstar Robbie Williams nächste Woche hingegen lässt sich Bartel nicht entgehen. Er werde sich bei dieser Gelegenheit wieder mit Stade-de-Suisse-Verwaltungsratspräsident Benno Oertig treffen, den er im Juni kennen gelernt habe, sagt Bartel.


Der Besuch bei den Burgern

Bereits Bekanntschaft gemacht hat Bartel mit der Burgergemeinde Bern, der Grundeigentümerin des Stade de Suisse Wankdorf. Die Burger, die das Land im Baurecht abgegeben haben, wollten wissen, wer mehrere hundert Millionen in das neue Fussballstadion stecken will. Die Investorengruppe habe der Domänenverwaltung einen guten Eindruck gemacht, sagt Burgergemeindepräsident Franz von Graffenried. Burgergemeinde und deutsche Investoren haben denn auch ziemlich rasch eine Einigung erzielt: Die Burger verzichten auf ihr Vorkaufsrecht; dafür haben sie für fünf Jahre eine Garantie für den Baurechtszins, sollte die Dr. Karl Bartel GmbH & Co zahlungsunfähig werden.


Für Mieter ändert sich nichts

Die Kölner Investoren wollen im Stade de Suisse nicht alles auf den Kopf stellen. Im Gegenteil. «Für die Mieter ändert sich nichts, ausser dass sie ihre Miete auf ein anderes Konto einzahlen», verspricht Bartel. Mit dem Hauptmieter Coop haben die neuen Besitzer einen Vertrag über 25 Jahre abgeschlossen. Das zeige, dass man an den Standort Wankdorf glaube, sagt Bruno Riedo, Leiter Immobilien Coop Region Bern. Die Zahlen zum ersten Geschäftsjahr des Wankdorf-Centers will Coop morgen Freitag bekannt geben.


MEG bleibt Wohnungsbesitzerin

Eigentlich hatte die MEG auch die acht Wohnungen, die im Solitärbau im obersten Stock untergebracht sind, der Dr. Karl Bartel GmbH & Co übergeben wollen. Dagegen legte jedoch der zuständige Regierungsstatthalter mit Verweis auf die Lex Furgler sein Veto ein.
So bleibt die MEG bis auf weiteres Mitglied der Stockwerkeigentümergemeinschaft Stade de Suisse Wankdorf Bern. Sie wird auch für eine geordnete Übergabe an die neuen Investoren sorgen, die derzeit erst selten vor Ort präsent sind.

Viel Geld in Hotels

Die Dr.-Ebertz-&-Partner-Gruppe tritt seit über 30 Jahren als Investor von Hotelanlagen, Büro- und Verwaltungsgebäuden, Einkaufszentren und Seniorenresidenzen auf. Eines der ersten Objekte war 1975 das Dorint-Hotel Blüemlisalp in Beatenberg. Für die Dorint AG, die grösste deutsche Hotelgesellschaft, hat die Dr.-Ebertz-&-Partner-Gruppe bis heute für über 100 Betriebe die Finanzierung sichergestellt.

Einen Namen gemacht hat sich die in Köln ansässige Investitionsfirma auch mit der Beteiligung an über 50 grösseren Einkaufszentren in ganz Deutschland.
Die Dr.-Ebertz-&-Partner-Gruppe wies 2005 einen Umsatz von 375 Millionen Euro aus. Laut Eigenwerbung hat sie allein letztes Jahr 198 Millionen Euro Eigenkapital vermittelt. Das Unternehmen habe seit seiner Gründung rund 9 Millionen in über 130 Anlagefonds gesteckt, sagt Karl Bartel, der seit Anbeginn bei Ebertz & Partner dabei ist. (ruk)

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. August 2006, 11:05 
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und die Antwort des Stadions 8)

YB Heimstadion fest in Schweizer Händen

Heute Donnerstag, 17. August 2006, erschien im Bund der Artikel «Wankdorf gehört Deutschen» zum Besitzerwechsel der Dienstleistungsflächen im Gesamtkomplex Wankdorf Center. Dieser Immobilienverkauf betreffen weder die Fussballarena STADE DE SUISSE noch den YB Sportbereich. Das Stadion mit Spielerzone und Büroflächen für den BSC Young Boys sowie die Stadionbetreiber ist nach wie vor Eigentum der STADE DE SUISSE Wankdorf Nationalstadion AG.

Der Gesamtkomplex Wankdorf Center mit Schulen, Wohnungen und Büroräumlichkeiten im Annexbau sowie dem Einkaufszentrum und dem Fussballstadion kennt verschiedene Stockwerkeigentümer. Der gesamte Sportbereich ist Besitz der STADE DE SUISSE Wankdorf Nationalstadion AG. Daneben war der Investorenzusammenschluss MEG (Miteigentümergemeinschaft MEG bestehend aus Coop, SUVA und Winterthur leben) bis vor kurzem Stockwerkeigentümer des Annexbaus und der Dienstleistungsflächen, inklusive Einkaufszentrum Wankdorf Center. Den Verkauf an die Investorengruppe aus Köln betreffen nur die fussballfremden Teile der MEG.

quelle: yb-news


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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. August 2006, 11:23 
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BZ, 18.08.2006

Shopping-Meile in Kölner Hand

Ein Teil des Wankdorfstadions gehört neu einem Kölner Konzern. Die Dr. Karl Bartel GmbH & Co hat die Shoppingmeile sowie das Nachbargebäude aufgekauft. Fussballfeld und Tribüne bleiben bei den bisherigen Besitzern.

Wer im Stade de Suisse auf einem der Kunststoffsitze die Kicker anfeuert, die Musikstars anhimmelt oder von der VIP- Lounge aus den Kunstrasen bewundert, bewegt sich nach wie vor in bernischer Zone. Anders verhält es sich bei der Shoppingmeile mit rund 30 Geschäften und Restaurants im Untergeschoss sowie dem Annex, in dem die Firma ZLB und die Wirtschaftsmittelschule untergebracht sind. Wer hier einkaufen geht, im Laboratorium arbeitet oder in die Schule geht, betritt in Zukunft deutschen Boden. Wie der «Bund» gestern berichtete, hat der Kölner Konzern Dr. Karl Bartel GmbH bereits im Juli diesen kommerziell genutzten Teil des Stade de Suisse gekauft.


«Eine Win-win-Situation»

Der 350-Millionen-Bau der Generalunternehmung Marazzi AG wurde erst vor gut einem Jahr eröffnet. Damals investierten Coop, Suva und die Winterthur Versicherungen zu gleichen Teilen in den Gesamtbau. Davon ausgelagert wurde der Stadionteil mit Fussballfeld, 32 000 Sitzen, Logen, Lounges sowie Konferenzräumen. Dieser Teil gelangte in den Besitz der Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG. Für den restlichen, kommerziell genutzten Teil des Baus schlossen sich die drei Firmen zu einer Miteigentümergemeinschaft (MEG) zusammen.

Die Dr. Karl Bartel GmbH hat nun den Anteil der MEG übernommen. Über den Verkaufspreis der Übernahme schweigen sich die Beteiligten aus. Beide Seiten reden jedoch von einer Win-win-Situation. Auch über den bisherigen Verteilschlüssel der Anteile am Stadion zwischen MEG und der Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG lässt sich den Beteiligten nichts entlocken. Nur so viel: Für die Mieter der Geschäftsräume ändere sich nichts, heisst es. Auch YB-Fans sind von dem Deal nicht betroffen.


Das sagen die Verkäufer

Die Verkäufer zeigen sich derweil zufrieden: Letztlich «war es praktisch ein Zufall, dass die Karl Bartel GmbH & Co KG, eine Tochter der Dr. Ebertz + Partner Gruppe, auf uns zugekommen ist», sagt Hans-Georg Romano, Präsident der Miteigentümergemeinschaft von Coop, Suva und Winterthur Leben (MEG), die es «durch ihr Engagement» ermöglicht hat, dass das 350 Millionen Franken teure Wankdorf Center gebaut werden konnte.


Tschäppät schweigt

Dass der Verkauf damit zusammenhängen könnte, dass dieses Investment sich nicht ausbezahlt hat,wird dementiert. «Nach Prüfung der Kaufofferte haben sich alle drei Partner zum gemeinsamen Verkauf entschieden», sagt beispielsweise Daniel Cavelti, Pressesprecher der Winterthur Group. Und auch Romano betont: Das Wankdorf Center laufe erfreulich, «Vermietung und Umsatzzahlen präsentieren und entwickeln sich sehr positiv; wir sind ganz im Plan.»

Merkwürdig ist, dass Stadtpräsident Alexander Tschäppät eine Stellungnahme zu dieser neusten Entwicklung verweigert. Hartnäckige Gerüchte sagen jedoch, dass Bartel auch Interesse am Allmendstadion hat, an dem auch die Stadt beteiligt ist. Bartel dementiert solche Pläne.




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«Mit Wankdorf verbinden wir Emotionen»

Karl Bartel, Geschäftsführer der Dr. Karl Bartel GmbH & Co, über Pläne, den Mietermix – und seinen künftigen Einfluss.
Herr Bartel, Sie haben die fuss-ballfremden Teile des Wankdorf gekauft. Was haben Sie vor?

Karl Bartel: Zuerst zur Klarstellung: Man muss unterscheiden zwischen dem Fussballbereich, den die Stade de Suisse AG weiterhin betreibt, und der Mantelbebauung, die wir per 1. Juli übernommen haben. Und das ist unser Geschäft seit 30 Jahren: Wir entwickeln, bauen, finanzieren und verwalten Bürogebäude, Hotels, Einkaufszentren.


Was heisst das für die Mieter der Immobilien im Stadionmantel?

Für die Mieter ändert sich nichts. Sie müssen künftig ihre Miete an das von uns angegebene Konto überweisen, fertig.


Bestimmen damit Sie künftig, wie der Mietermix aussieht?

So ist es. Allerdings: Generalmieterin und damit auch Vermieterin des Einkaufszentrums im Wankdorf Center ist weiterhin Coop.


Werden sich die Mieten erhöhen?

Die Mieten können nicht steigen, da es überwiegend langfristige Verträge gibt. Übrigens: Das ist auch ein Grund, der mich überzeugt hat, hier zu investieren.


Sie haben dazu einen dreistelligen Millionenbetrag bezahlt. Wie nahe liegt dieser an den damaligen Baukosten in Höhe von rund 350 Millionen Franken?

Ganz so viel habe ich nicht bezahlt. Die Baukosten beinhalteten auch das Fussballstadion.


Wenn man das Stadion abzieht: Entspricht der Kaufpreis dann den Baukosten?

Sie wollen es ja ganz genau wissen (lacht). Aber ich kann dazu nicht mehr sagen, wir haben Stillschweigen vereinbart. Offensichtlich ist der Betrag aber zur Zufriedenheit aller ausgefallen.


Stand der fussballfremde Teil des Wankdorfs zum Verkauf oder wurden Sie aktiv?

Ich habe im Herbst 2005 davon Kenntnis bekommen, dass Coop, Suva und Winterthur ihre Politik, wie man eine Immobilie managt, nicht ganz auf einen Nenner bringen konnten. Meine Anfrage führte dann zum Beginn der Verhandlungen.


Es gab also Differenzen zwischen Coop, Suva und Winterthur?

Nein, den Eindruck hatte ich nicht. Doch ist klar: Eine Suva hat einen anderen Geschäftszweck als Coop. Und für uns war das eine schöne Situation: Verbinden wir Deutschen mit dem Wankdorf und dem «Wunder von Bern» von 1954 doch ganz besondere Emotionen.


Werden Sie als Fussballfan auch die Young Boys unterstützen?

Nein. Die Young Boys haben mit unserem Engagement nichts zu tun. Uns steht nun ein Verwaltungsratssitz bei den Young Boys zu; ich glaube aber nicht, dass wir den wirklich wahrnehmen werden.


Verbandelt sind Sie aber mit dem 1. FC Köln.

Richtig, wir haben den Klub lange mitgesponsert und sind heute noch Nutzer der VIP-Lounge.


Wie zufrieden sind Sie denn mit Hanspeter Latour?

Sehr zufrieden (lacht).


Können Sie sich in der Schweiz weitere Engagements vorstellen – im St.-Jakob-Park etwa?

Das könnten wir uns durchaus vorstellen, ja. Gespräche gibt es dazu aber noch keine.


Wie sieht es mit dem Allmendstadion Bern aus?

Hier gibt es keine Gespräche.

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 Beitrag Verfasst: Freitag 18. August 2006, 11:23 
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BZ, 18.08.2006

Tschäppät schweigt

Das Shopping Center im Stade de Suisse wird ins Ausland verkauft. Berns Stadtpräsident will den Deal nicht kommentieren.

Ein Teil des Stade de Suisse geht in deutsche Hände: Der kommerziell genutzte Teil des Stadions, welcher Läden, Restaurants, Büros und den Annexbau umfasst, gehört künftig der Kölner Firma Dr. Karl Bartel GmbH. Für Geschäftsführer Karl Bartel ein gutes Geschäft: «Verbinden wir Deutschen mit dem Wankdorf und dem ‹Wunder von Bern› von 1954 doch ganz besondere Emotionen.»

Wie die Emotionen nach dem Teilverkauf des nationalen Sportheiligtums in der Stadt Bern sind, war gestern indes nicht zu erfahren: Stadtpräsident Alexander Tschäppät verweigerte gestern eine Stellungnahme. Offen bleibt damit auch, inwieweit Tschäppäts Schweigen mit Gerüchten zusammenhängen könnte, die sich in Zusammenhang mit dem Allmendstadion hartnäckig halten: Demnach soll Bartel auch an einem Kauf der BernArena interessiert sein. Bartel jedoch dementiert: «Hier gibt es keine Gespräche», sagt er im Interview.
Im Wankdorf Center wird sich nach dem Kauf wohl nicht allzu viel ändern. Obwohl Bartel sagt, dass er künftig den Mietermix bestimmen werde. Das Fussballstadion mit Spielfeld, Tribünen und Lounges bleibt bei der bisherigen Besitzerin, der Nationalstadion AG. Für den 350-Millionen-Bau warfen einst die drei Firmen Coop, Suva und Winterthur Versicherungen je einen Drittel der Investitionskosten auf. Den Anteil des Fussballstadions verkauften sie an die Nationalstadion AG. Die neue Besitzerin der Shopping-Hallen ist eine Tochtergesellschaft der Dr. Ebertz & Partner, der unter anderem auch die Hotelkette Dorint gehört.

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