Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 122 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13  Nächste
Autor Nachricht
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. August 2010, 10:49 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
uefa.com, 18.08.2010

YB vergibt höheren Sieg

Nach furiosen ersten 28 Minuten führten die Gastgeber schon sensationell mit 3:0, doch dann kassierten sie noch zwei Gegentreffer.

Der BSC Young Boys führte nach 28 Minuten gegen Tottenham Hotspur FC schon mit 3:0, am Ende kamen die Engländer noch auf 2:3 heran. Die Spurs schufen sich damit eine ordentliche Ausgangslage für das Rückspiel der Play-offs zur UEFA Champions League.

Im Vergleich zur Heimpleite gegen Xamax Neuchâtel FC veränderte YB-Trainer Vladimir Petković sein Team auf ein paar Positionen. Xavier Hochstrasser begann anstelle Emmanuel Makuyas und spielte im defensiven Mittelfeld; Christoph Spycher, der gegen Xamax im Mittelfeld anfing, nahm den Posten des Linksverteidigers ein. Senad Lulić, gegen Xamax hinten links, spielte als Linksaußen. Tottenham-Trainer Harry Redknapp ersetzte gleich vier Akteure, die beim 0:0 gegen Manchester City FC noch in der Startaufstellung gestanden hatten - den verletzten Ledley King durch Sébastien Bassong, Tom Huddlestone durch Wilson Palacios, Aaron Lennon durch Giovani Dos Santos und Peter Crouch durch Roman Pavlyuchenko.

Ein Fußballspiel läuft nicht immer so, wie man es zuvor erwartet hat. So kann man die erste Halbzeit zwischen zusammenfassen, YB überrannte den Favoriten aus London förmlich. Nach zwei Minuten zog Lulić von links in die Mitte und traf den rechten Pfosten. Zwei Minuten darauf zog Thierry Doubai aus der Distanz ab, sein Schuss prallte vom Rücken seines Teamkollegen Moreno Costanzo ab, fiel zu Lulić, der diesmal mehr Glück hatte und den Ball in die entfernte Torecke schob. Das Startfurioso der Berner ging weiter: In der 13. Minute überlief Henri Bienvenu den englischen Nationalspieler Michael Dawson und behielt ebenso wie Lulić zuvor die Nerven - 2:0.

Tottenham fing sich zwar, doch außer eines Sololaufs von Dos Santos, der von Wölfli gestoppt wurde, brachten sie bis kurz vor der Pause nichts zustande. So war weiter YB das gefährlichere Team, dessen schnelle Offensive die Spurs-Abwehr immer wieder vor Probleme stellte. So auch in der 28. Minute, als Neu-Nationalspieler Costanzo den in die Tiefe eilenden Hochstrasser anspielte und dieser mit einem strammen Schuss aus zwölf Metern Heurelho Gomes überwand. Das Stade de Suisse stand mit seinen 30 166 Zuschauern Kopf. Einen Dämpfer musste die YB-Gemeinde vor dem Pausenpfiff hinnehmen, als Innenverteidiger Bassong mit einem wuchtigen Kopfball nach einer Ecke von Christian Bale das 3:1 erzielte.

Dieses Tor war ein Mutmacher für die Spurs, die nach dem Seitenwechsel entschlossener zu Werke gingen. YB zog sich eine Viertelstunde etwas zurück, ohne aber ernsthaft in Gefahr zu geraten. Mitte des zweiten Durchgangs fanden die Berner dann auch offensiv wieder besser ins Spiel. In der 68. Minute köpfte Bienvenu den Ball nur knapp über die Latte. Zwei noch bessere Chancen vergab wenig später der für den müden Costanzo eingewechselte Christian Schneuwly, dessen Direktabnahmen aber über das Tor flogen. Und dann, entgegen dem Spielverlauf, geschah das, was sich kaum ein Beobachter hatte vorstellen können: Tottenham traf. Nach einem Doppelpass mit Robbie Keane hämmerte Pavlyuchenko das Leder unter die Latte (83.) zum 2:3-Endstand.

http://de.uefa.com/uefachampionsleague/matches/season=2011/round=2000117/match=2002399/postmatch/report/

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. August 2010, 10:50 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Tagesanzeiger, 18.08.2010

«Wir haben 30 Minuten lang perfekt gespielt»

YB-Trainer Vladimir Petkovic machte seiner Mannschaft nach dem 3:2-Sieg über Tottenham ein grosses Kompliment. Er trauerte aber auch den Chancen in der Schlussphase nach.

«Wir haben 30 Minuten lang perfekt gespielt und uns auch in der zweiten Halbzeit clever angestellt. Leider haben wir die guten Chancen zum 4:1 nicht genutzt, das zweite Gegentor kurz vor Schluss war wirklich ärgerlich, vor dem Spiel hätte ich dieses Resultat aber lächelnd angenommen», sagte Valdimir Petkovic nach dem Schlusspfiff. Der Berner Coach dachte auch schon an die nächste Meisterschaftspartie: «Wir müssen sehen, dass wir auch gegen den FCZ eine solche Leistung abrufen können.»

Was YB gegen den diesjährigen Premier-League-Vierten Tottenham zeigte, war über weite Strecken grossartig. Senad Lulic erzielte nach einem Ablenker aus leicht abseitsverdächtiger Position schon in der 4. Minute das 1:0, und auch in der Folge schaffte es das Starensemble aus London nicht, sich aus der Umklammerung der stürmischen Berner zu lösen.

Doubaï als Denker und Lenker

Insbesondere Thierry Doubaï, noch immer mit eingebundenem rechtem Handgelenk, schien omnipräsent. Der Ivorer war nicht nur ein unglaublich umsichtiger Organisator, sondern auch immer wieder ein genialer Ideengeber. In der 13. Minute führte ein Pass Doubaïs auf Henri Bienvenu zum zweiten YB-Tor. Bienvenu liess seinen Gegenspieler Michael Dawson aussteigen und schob überlegt zum 2:0 ein.

Diese erdrückende Dominanz der Young Boys im Mittelfeld liess das ohnehin schon rote Gesicht von Tottenhams Trainer Harry Redknapp mit jeder gelungenen Aktion des Heimteams noch röter werden. Der Coach der Spurs hatte in regelmässigen Abständen Grund sich zu ärgern, nach 28 Minuten verwarf er die Hände zum x-ten Mal. Xavier Hochstrasser hatte soeben einen traumhaften Steilpass von Moreno Costanzo zum 3:0 verwertet, das Berner Publikum belohnte die bis dahin perfekte Vorstellung seiner Equipe mit einer Standing Ovation.

Mit Huddlestones Einwechslung kam die Wende

Redknapps Entscheid, den offensiveren Huddlestone für Verteidiger Assou-Ekotto einzuwechseln, zeigte Wirkung. Mit fünf Mann im Mittelfeld fanden die zuvor desolaten Gäste wieder ins Spiel. Ein wuchtiger Kopfball von Innenverteidiger Sébastien Bassong nach einem Corner bescherte Tottenham den Anschlusstreffer und löste bei den Young Boys eine lange Phase des Leidens aus. Sie überliessen dem Gegner Ball und Raum und hatten mehrere Male Glück, dass das 2:3 nicht schon früh in der zweiten Halbzeit fiel.

Tottenhams Bemühungen nahmen, wohl verstärkt durch eine giftige Ansprache des Trainers in der Pause, massiv zu. Aber erst sieben Minuten vor Schluss gelang den Spurs der Anschlusstreffer durch den Russen Roman Pawljutschenko, einen von neun Nicht-Engländern in der Startaufstellung. Sein Tor war, wie schon für Fenerbahçe in der dritten Qualifikationsrunde (2:2 im Stade de Suisse), eine gar süsse Belohnung für einen in der ersten Halbzeit unterirdisch schwachen Auftritt. Und doch lässt er den Londonern alle Möglichkeiten offen, erstmals in die Gruppenphase der Champions League einzuziehen.

Spycher trotz Schneuwlys vergebenen Chancen zufrieden

Auf Seiten von YB hatte der eingewechselte Christian Schneuwly gleich zweimal die Gelegenheit zum 4:1 vergeben. Erst schoss er nach einer Flanke des allen enteilten David Degen über die Latte, dann verpasste er aus dem Hinterhalt. Für YB-Verteidiger Christoph Spycher war es dennoch ein mehr als gelungener Abend. «Es wäre naiv zu glauben, dass man eine Top-Mannschaft wie Tottenham 90 Minuten lang dominieren kann, wir haben sehr gut gespielt und haben nun ein tolles Rückspiel vor uns, auf das wir uns riesig freuen», so der Berner Defensivstratege.

http://www.tagesanzeiger.ch/sport/fussball/Wir-haben-30-Minuten-lang-perfekt-gespielt/story/19543685

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. August 2010, 10:52 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Berner Zeitung, 18.08.2010

Tottenhams Trainer tobt: «Kunstrasen gehört verboten»

Harry Redknapp hatte sein rotes Tuch nach der 2:3-Niederlage im Hinspiel gegen die Young Boys schnell gefunden: der grüne Kunstrasen im Stade de Suisse.

0:3 nach einer halben Stunde. So gesehen war das 2:3 aus Sicht der hochfavorisierten Engländer beim Hinspiel im Playoff zur Champions League (und zu den Millionen) ein wohl verkraftbarer Fehltritt. «Das war eine grossartige Niederlage, wenn es denn so etwas gibt», sagte Harry Redknapp. Den Schuss von Roman Pawljutschenko bezeichnete Redknapp als «grossartigen Abschluss, auch wenn er sonst einen ruhigen Abend hatte».

Der Spurs-Trainer lobte den Blitzstart der Young Boys. «Sie überrannten uns in der ersten halben Stunde, sie liefen durch uns durch, als wären wir nicht da», musste er konstatieren. Plötzlich seien sie praktisch schon ausgeschieden gewesen, so Redknapp. Doch Tottenham fand einen Weg zurück. Vor dem Rückspiel in der nächsten Woche warnt Redknapp vor dem «gefährlichen Konterteam». Es sei aber Tottenhams Plan, die Young Boys an der White Hart Lane zu attackieren.

«Hatten kein Vertrauen in unser Spiel»

«Wir müssen gewinnen und das gibt uns eine grossartige Chance», erklärte Redknapp. «Es wird ein wunderbarer Abend werden, die Atmosphäre wird atemberaubend sein.» Der 63-Jährige wies aber auch auf den Coup der Young Boys bei Fenerbahçe Istanbul hin. «Sie spielen diszipliniert; das wird hart werden», warnte Redknapp.

Vor allem aber hielt sich Tottenhams Trainer nach dem Spiel über den Kunstrasen auf. «Ich hatte schon am Vortag ein schlechtes Gefühl und hatte es am Spieltag auch», so Redknapp. «Wir sahen auf dem Terrain nicht glücklich aus, wir hatten kein Vertrauen in unser Spiel», lamentierte der frühere West-Ham-Spieler und -Trainer. Der Ball sei auf dem Kunstrasen immer wieder versprungen.

«Hasste jede Minuten auf dem Kunstrasen»

«Wir mochten ihn gestern nicht und auch heute verzogen die Spieler ihre Gesichter, als sie den Kunstrasen sahen», jammerte Redknapp. «Es soll keine Entschuldigung sein, aber ich spielte schon auf Kunstrasen und hasste jede Minute darauf», wetterte er weiter. «Man muss gewohnt sein, darauf zu spielen. Nur wenn man jede Woche darauf spielt, gewöhnt man sich daran. Ich bin der Meinung, dass in einem solchen Wettbewerb nicht auf Kunstrasen gespielt werden sollte.»

Wegen des Plastikuntergrunds verzichtete Redknapp in der Startformation auf einige Spieler. «Aaron Lennon fühlte sich nicht wohl; Robbie Keane hatte Probleme mit seinem Knie und Tom Huddlestone fiel sechs Wochen aus, als er zuletzt auf Kunstrasen gespielt hatte. Sein Knie schwoll an wie ein Ballon.» Er habe mit Huddlestone eigentlich nichts riskieren wollen, ihn dann aber doch einsetzen wollen, weil die Lage nach einer halben Stunde und dem 0:3 derart ungemütlich geworden war.

Tottenham verlor in Bern nicht nur das Spiel, sondern auch Luka Modric und Jermain Defoe mit muskulären Verletzungen. Beide seien für das Wochenende gegen Stoke fraglich, liess Redknapp verlauten. Immerhin unterliess es der enervierte Trainer, die Schuld für die Blessuren ebenfalls dem Kunstrasen zuzuschieben.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Tottenhams-Trainer-tobt-Kunstrasen-gehoert-verboten/story/22508340

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. August 2010, 10:53 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Berner Zeitung, 18.08.2010

YB macht Champions glücklich

Ein mitreissender Abend im nicht ganz ausverkauften Stade de Suisse: YB gelingt eine eindrückliche Vorstellung, die Prominenz auf den Rängen ist begeistert und Scott Sutter, früher selbst Tottenham-Fan, spielt stark auf.

Rechts spielt Arjen Robben. In der Mitte Ronaldinho und Messi, umgeben von weiteren Grössen des Weltfussballs. Das Klassenzimmer der Fussballkönige – die Königsklasse. Dort will YB mit seinen Fans hin, und entsprechend haben sich die Anhänger mit einer wunderbaren Choreographie auf den grossen Abend vorbereitet. Die Stimmung im Stadion ist elektrisierend, und schon vor dem Anpfiff steht der erste Höhepunkt an: Die berühmte Hymne der Champions League dürfte nicht nur die Augen im Publikum zum Leuchten gebracht haben.

Schwung auf den Rängen

Champions finden sich auch auf den Rängen, bereits gemachte und vielleicht auch zukünftige. Brett McLean, mit dem SC Bern Schweizer Meister, ist ein grosser Fussballfan, was in seinem Heimatland Kanada nicht oft anzutreffen ist. McLean gefällt es vorzüglich, «ich würde gerne weitere YB-Spiele in der Champions League sehen». Und mit Christian Stucki sitzt vielleicht ein zukünftiger Champion im Publikum. Der YB-Fan, bereits nächste Woche in Frauenfeld am Eidgenössischen Schwingfest im Einsatz, besucht wann immer möglich die Spiele der Young Boys: «Dieses Resultat ist grandios. Jetzt möchte ich gerne beim Rückspiel in London dabei sein, was aber leider nicht klappen wird.» Stucki scheint seinem Lieblingsteam Schwung zu verleihen, die Berner legen fulminant los. Als Senad Lulic zwei Minuten nach seinem Pfostenschuss noch etwas genauer Mass nimmt, die Führung erzielt und somit (fast) das ganze Stadion in Ekstase versetzt, ist der Anfang zum YB-Feuerwerk gegeben. Ein solches zünden einige Unverbesserliche auch auf den Rängen, ohne daran zu denken, dass europäisches Feuer den Verein teuer zu stehen kommt. Noch nie in den letzten Jahren ist der Lärmpegel an einem YB-Heimspiel wohl derart hoch gewesen – und das aus erfreulichem Grund. Henri Bienvenu und Xavier Hochstrasser vermögen nachzudoppeln, und trotz des Anschlusstreffers durch Tottenhams Bassong herrscht im Stade de Suisse zur Pause Hochstimmung.

Glücklicher Sutter

Vor dem Spiel gibt es im Presseraum noch kurz Anlass zu Spekulationen und Sprüchen, als YB-Chef Ilja Kenzig und Ex-Bochum-Trainer Marcel Koller in kurzen Abständen den Raum betreten.

Zu spekulieren braucht unten auf dem Fussballplatz auch in der zweiten Halbzeit niemand mehr. YB hat das Geschehen im Griff, verwaltet den Vorsprung und schafft sich so eine gute Ausgangslage für das Rückspiel. Scott Sutter liefert auf der rechten Seite ein starkes Spiel ab – der junge Garethe Bale vermochte sich gegen den gebürtigen Londoner selten durchzusetzen. Entsprechend stolz und zufrieden war Sutter nach dem Spiel: «Normalerweise rege ich mich immer fürchterlich auf, wenn Tottenham verliert, aber heute bin ich einfach überglücklich.» Trotz Pawljutschenkos Anschlusstreffer in der 83. Minute – der Traum, gegen Messi oder Robben zu spielen, geht für Sutter, YB und seine Fans auch vor dem Rückspiel in London weiter.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/YB-macht-Champions-gluecklich/story/20962413?dossier_id=449

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. August 2010, 10:54 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Berner Zeitung, 18.08.2010

Tottenham-Fans: «Junge Buben spielen gegen alte Männer»

Seit dem Dienstagnachmittag haben sich die Tottenham-Fans vor allem mit Bier auf das Spiel eingestimmt. Vor dem Stade de Suisse war die Stimmung am Abend gut. Die Supporter waren sich einig: YB hat keine Chance.

Die Tottenham-Fans vor dem Stade de Suisse waren überzeugt: YB wird verlieren. Die Anhänger waren von weit her gereist: Einige kamen sogar aus den USA. Die Engländer, die in Florida leben, erklärten gegenüber bernerzeitung.ch: «Wir haben keine Angst. Wir haben nur Respekt vor dem Kunstrasen.» Daher tippten sie auf ein 0:0 in Bern. Beim Rückspiel würde die Sache jedoch klar ausgehen: «Tottenham wird gewinnen. Denn schlussendlich sind es 'alte Männer die gegen junge Buben' spielen.»

Bereits im Verlaufe des Dienstagnachmittags machten es sich Fans aus London im Nelson Pub in Bern gemütlich. Bei Bier und Ale bestehen bei den Tottenham-Fans über den Ausgang des Spiels keine Zweifel.

Sie kommen aus London und Enfield (Ort im Norden von London, Anm. d. Red.). Sie reisten mit dem Flugzeug und dem Zug über Genf oder Zürich an. Und sie sind Fans der «Lilywhites», der Tottenham Hotspurs. Sie haben es sich im Nelson Pub gemütlich gemacht.

Die weite Reise werden sie nicht vergeblich in Angriff genommen haben. Darüber sind sich alle sicher. «Wir werden YB 3:0 schlagen», sagt der eine und ein anderer ist sich sicher, dass YB mit 2:0 den Kürzeren ziehen wird.

«Kunstrasen macht uns keine Angst»

Einzig Scott Sutter ist den Fans aus der Themse-Stadt ein Begriff. Weitere Namen aus dem Stadtberner Team kennen sie nicht. Auf den vermeintlichen Nachteil Kunstrasen hinweisend, winken die Spurs-Anhänger ab: «Die Umstellung wird für unsere Spieler kein Problem sein. Sie haben das Format, YB auch auf dieser Unterlage zu bezwingen.»

http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/TottenhamFans-Junge-Buben-spielen-gegen-alte-Maenner/story/28746492?dossier_id=460

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. August 2010, 10:55 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Berner Zeitung, 18.08.2010

Schneuwly trauert dem vierten Tor nach

YB-Spieler Christian Schneuwly hat sich sehr über seine zwei vergebenen Chancen gegen Tottenham geärgert.

Nach dem späten zweiten Gegentor, das die Young Boys beim 3:2 gegen Tottenham hinnehmen mussten, war die Stimmung vor allem bei einem YB-Spieler gemischt: Christian Schneuwly war in der 65. Minute für Moreno Costanzo eingewechselt worden und hatte dann in der 79. und in der 81. Minute zwei hervorragende Möglichkeiten zum 4:1 vergeben. «Was soll ich sagen? Manchmal klappt es, und manchmal scheitert man gleich zweimal in Folge», sagte der Mittelfeldspieler, der jeweils per Direktabnahme übers Tor geschossen hatte. Er verspüre ein komisches Gefühl, sagte Schneuwly, aber er gab sofort auch zu bedenken: «He! Wir haben gegen Tottenham gewonnen. Das ist ein unglaublich starker Gegner. Ich hätte zu Beginn des Spiels nie gedacht, dass wir heute zu so vielen Möglichkeiten und Toren kommen.»

Doubais starke Leistung

Thierry Doubai pflichtete seinem Teamkollegen bei: «Wir haben vor der Pause fantastisch gespielt und hatten viel mehr vom Spiel.» Dem Ivorer war im Mittelfeld eine sehr gute Leistung gelungen. Doubai bereitete den ersten Treffer durch Senad Lulic mit einem Distanzschuss vor. Zu Bienvenus 2:0 leistete er mit einem tollen Pass durch die Tottenham-Abwehr die Vorarbeit.

Nach der Pause sei es dann schwieriger geworden für die Young Boys: «Wir bekamen die starke Physis der Tottenham-Spieler zu spüren.» Auch Doubai trauerte den vergebenen Chancen von Christian Schneuwly nach. Ein vierter Treffer hätte YB die Aufgabe im Rückspiel um einiges erleichtert. «Jetzt sind wir halt in London noch einmal enorm gefordert.»

«Viele mit schlechtem Tag»

Bei seiner Analyse sagte Tottenham-Trainer Harry Redknapp, er habe seit der Ankunft in Bern am Montag ein komisches Gefühl gehabt. «Irgendwie schien sich die Mannschaft nicht wohl zu fühlen. Das übertrug sich auf unser Spiel. Wir behandelten den Ball schlecht und hatten Mühe mit dem Gegner.» Redknapp schätzte sich aber sehr glücklich, dass Roman Pawljutschenko noch der Anschlusstreffer gelungen war. «Das war ein fantastischer Schuss.» Eine Entschuldigung wollte der Trainer der Londoner aber nicht gelten lassen: «Am Kunstrasen lag unsere ungenügende Leistung nicht. Es hatten einfach zu viele Spieler einen schlechten Tag.»

Stolz und weitgehend zufrieden war hingegen Vladimir Petkovic: «Vor dem Partie hätte man einen Sieg gegen Tottenham als Sensation bezeichnet. Aufgrund des Spielverlaufs hat sich halt jetzt eine gewisse Enttäuschung eingeschlichen, aber ich bin stolz auf die Mannschaft. Und wir werden nächste Woche mit breiter Brust ans Rückspiel nach London reisen.»

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. August 2010, 10:57 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Berner Zeitung, 18.08.2010

Die Noten zum Spiel YB-Tottenham Hotspur (17. August 2010)

YB hat beim (zu knappen) 3:2-Sieg gegen Tottenham eine starke Leistung gezeigt. Mehrere Spieler agierten auf sehr hohem Niveau.

Marco Wölfli: Note 5
Enorm sicher, strahlte eine grosse Ruhe aus. Er war fangsicher und auch bei hohen Bällen souverän. Bei beiden Gegentoren aus kurzer Distanz machtlos.

Scott Sutter: Note 5,5
Gegen den grossartigen Flügelspieler Bale vor der Pause mit einer überragenden Leistung. In der zweiten Halbzeit, als Tottenham aufdrehte, war auch er nicht mehr so stilsicher wie vorher.

François Affolter: Note 6
Der Teenager gab in Abwesenheit Dudars wie selbstverständlich den überragenden Abwehrchef. Erneut eine länderspielreife Darbietung Affolters auf sehr prominentem Parkett.

Ammar Jemal: Note 5
Fleissig, kampfstark, kopfballstark. Auch Jemal gefiel. Beim zweiten Tottenham-Tor aber war seine Reaktion zu langsam.

Christoph Spycher: Note 5
Zwei, drei Probleme mit Dos Santos, steigerte sich aber – und war links hinten ein guter Wert.

Xavier Hochstrasser: Note 5,5
Seine physische Präsenz im zentralen Mittelfeld war wertvoll. Zudem gefährlich, wie Hochstrasser nicht nur beim 3:0 zeigte.

Thierry Doubai: Note 6
Schlug viele tolle Pässe, aktiv und laufstark. Sein abgeblockter Schuss führte zum 1:0. Doubai war mit seiner vielleicht besten Darbietung bei YB der absolute Chef im Mittelfeld.

David Degen: Note 6
Wann wird er endlich ins Nationalteam aufgeboten? Wie zweimal gegen Fenerbahçe Istanbul mit einer starken Vorstellung, Sololäufen und Flanken der Sonderklasse. Degen nutzt grosse Spiele für grosse Auftritte.

Moreno Costanzo: Note 4,5
Hatte teilweise Mühe in den Zweikämpfen. Aber mit klugen Zuspielen wie vor dem 3:0.

Senad Lulic: Note 5,5
Auch Lulic besitzt in dieser Saison zwei unterschiedliche Gesichter. Gestern präsentierte er lange Zeit seine starke, fleissige, wirblige Seite, schoss das 1:0.

Henri Bienvenu: Note 5,5
In wichtigen Spielen trifft er regelmässig. Bienvenu, geschickt im Zweikampf und Ballabschirmen, erzielte ein tolles Tor zum 2:0, als er von knapp hinter der Mittellinie mit grosser Geschwindigkeit allen Gegenspielern locker davonlief.

Christian Schneuwly: Note 4
Kam in der 65.Minute für Costanzo. Sein Auftrag war, das Mittelfeld zu stabilisieren, und dies gelang Schneuwly gar nicht schlecht. Allerdings vergab er zweimal (in der 79. und 81.Minute) aus bester Position das 4:1, als er beide Male über das Tor schoss.

Noten: 6=herausragend; 5=gut; 4=solid;3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.

http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussball/Die-Noten-zum-Spiel-YBTottenham-Hotspur-17-August-2010/story/10824779

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. August 2010, 10:59 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Der Bund, 18.08.2010

Sterne beflügelten «Gelbschwarz»

Es war eine magische Nacht im Stade de Suisse, in dem eine Stimmung herrschte wie noch nie bei einem YB-Match. Die Fans im Stadion spürten früh, dass an diesem Abend eine Sensation in der Luft lag.

Fünf Jahre brauchten die Young Boys, um das Stade de Suisse erstmals in ein richtiges Tollhaus zu verwandeln. Nach 4 Minuten explodierte das Stadion erstmals, nach 13 Minuten gab es die erste Standing Ovation. Nach 35 Minuten streckten Tausende von Fans ihre gelbschwarzen Schals in die Höhe und stimmten entrückt die scharlachroten Träume an, die in den 1990er-Jahren Patent Ochnser zu Bekanntheit verholfen hatten. 3:0 führte YB zu diesem Zeitpunkt. Es war eine hochverdiente Führung der «Underdogs». Der Riesenbanner mit den Sternen der Champions League, der vor dem Spiel erstmals für die Berner ausgerollt wurden auf dem Rasen, schienen diese ungemein zu beflügeln. Sie rannten den Gästen aus dem Norden in den ersten 30 Minuten um die Ohren, als seien diese Schulbuben.

Der Lärmpegel blieb auch in Halbzeit zwei überdurchschnittlich hoch. Teilweise wurde jeder gewonnene Zweikampf der Einheimischen beklatscht. Selbst die Besucher auf der Haupttribüne, die sonst meist sehr reserviert das Geschehen der «Gelbschwarzen» verfolgen, zeigten überdurschnittlich viele Emotionen. Sie spürten, dass an diesem Abend eine Sensation in der Luft weg. Wenig fehlte, und die Berner hätten tatsächlich einen Sieg mit zwei oder gar drei Toren Unterschied geschafft. Christian Schneuwly verpasste es in der 81. Minute, Tottenham die Luft abzustellen. Hätte er den Ball ins Tor statt knapp über die Latte geschossen, YB hätte 4:1 geführt.

Dann wäre es der perfekte Match gewesen, von dem die Berner im Vorfeld der ersten Playoff-Begegnung gegen das hochfavorisierte Tottenham viel gesprochen hatten. Am Schluss hatte YB (nur) 3:2 gewonnen, und den Bernern blieb nur die Genugtuung, perfekte erste 30 Minuten gespielt zu haben, welche das Publikum entzückten und manches Leiden an gleicher Stätte vergessen liessen.

«So etwas hat man in diesem Stadion noch nicht gesehen», meinte Sportchef Alain Baumann unmittelbar nach Spielschluss. Trainer Vladimir Petkovic war ebenfalls angetan von der Leistung seiner Mannschaft. Er traut ihr auch beim Rückspiel in einer Woche eine ähnliche Leistung zu. Selbstbewusst sprach er von einer «50:50-Chance», sich für die Champions League zu qualifizieren. Und kündigte an, was YB in der White Hart Lane zu tun gedenkt: «Wir wollen auch dort gewinnen.»

Tottenham-Trainer Harry Redknapp sprach von einem schlechten Gefühl, welches seine Spieler gehabt hätten. Es war unschwer, was der Trainer mit dieser verklausierierten Aussage meinte: Die Unterlage aus Plastik, welche den englischen Akteuren gar nicht behagte.

http://www.derbund.ch/bern/Sterne-befluegelten-Gelbschwarz/story/21378214

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. August 2010, 11:00 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Der Bund, 18.08.2010

Stippvisite der Englishmen in Bern

Englische Fans bevölkerten gestern die Stadt Bern. Der «Bund» nahm vor dem Spiel zwischen YB und Tottenham Hotspur ein Augenschein vor Ort.

Schon am frühen Nachmittag geht es in der Wallgasse heiter zu und her. Vor dem Mr. Pickwick Pub treffen sich die Anhänger des Londoner Fussballklubs Tottenham Hotspur. Lautstark singen die Fans, die sich selber «Spurs» nennen, im Dauerrefrain: «Oh when the Spurs go marching in...», trinken Bier und bringen ihre Fahnen an einem Baugerüst an. Verwundert bleiben Passanten stehen und beobachten die englischen Fussballfans.

Mit rund 2000 englischen Fans hat die Kantonspolizei im Vorfeld des Hinspiels der Champions-League-Playoffs zwischen den Young Boys und dem englischen Traditionsverein Tottenham gerechnet, wie Daniela Sigrist, Mediensprecherin der Kantonspolizei, vor dem Match sagte. Da die englischen Fans dem Alkohol nicht abgeneigt sind, war mit Problemen zu rechnen. Dies, obwohl die Tottenham-Fans als vorwiegend friedlich bekannt seien, so Sigrist. Als «friedlich» bezeichnet dann auch eine Passantin, die in der Menge vor dem Mr. Pickwick stehen bleibt, die englischen Fussballfans. Erstaunt sei sie aber, dass die meisten Fans eher älter seien.

Erfolgsträchtige Vergangenheit

Die meisten Fans seien über vierzig, bestätigt ein Tottenham-Fan, unter Fans einfach Oscar genannt. Dies hänge damit zusammen, dass Fussball in England sehr teuer sei. So koste das Ticket für das gestrige Spiel in England doppelt so viel wie in der Schweiz. Obwohl ihn die Reise rund 500 Franken gekostet habe, sei er extra aus England angereist – und mit ihm 1600 weitere Fans. Er sei seit 47 Jahren Tottenham-Fan und könne sich noch genau an sein erstes Spiel erinnern: Damals sei er neun Jahre alt gewesen und habe Tottenham 1963 den Europapokal der Pokalsieger gewinnen sehen. Seither reist der heute 56-Jährige an jedes Auswärtsspiel. Er zeigt seinen rechten Oberarm, auf dem ein junger blauer Hahn mit der Aufschrift «Tottenham Hotspur» zu erkennen ist. Er trage dieses Tattoo, seit er 16 sei, und habe es niemals bereut. Stolz weist er auf seinen 26-jährigen Sohn Jamie hin und meint, dass die meisten Tottenham-Fans durch ihre Familie zu solchen wurden, denn: «Wir erziehen unsere Söhne richtig, nicht so wie die Arsenal-Fans.» Und um die grosse Rivalität zu dem ebenfalls in London beheimateten Klub zu unterstreichen, zeigt er sein T-Shirt: «Never wear red», trage niemals Rot, denn das ist die Farbe von Arsenal. Was denn das Besondere an den «Spurs» sei? Es seien vor allem die Verbundenheit der Fans und die Geschichte des Klubs.

Anfang der 1880er-Jahre im Stadtteil Tottenham im Norden Londons gegründet, liegen die Erfolge des Klubs eher in seiner Vergangenheit: So konnten die «Spurs» etwa 1960/61 in nur einer Saison die Meisterschaft und den FA Cup gewinnen. Da in Tottenham eine jüdische Gemeinde angesiedelt sei, würden die «Spurs» auch als «Yids» bezeichnet. Dieser kontroverse Übername sei aber keinesfalls beleidigend gemeint, sondern gehe aus der Geschichte des Klubs hervor, sagt Oscar. Nicht in Verbindung gebracht werden möchte er aber mit der «Yid Army», den «bekannt-berüchtigten» Hooligans der Tottenham.

Den Einzug in die Champions League schafften die «Spurs» noch nie. Erreichten sie dies Ziel, würden sie den Wettbewerb, anders als Arsenal, gewinnen, sagt Oscar und lacht.

http://www.derbund.ch/bern/Stippvisite-der-Englishmen-in-Bern/story/28552725

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 18. August 2010, 11:02 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
Der Bund, 18.08.2010

Gemischte Gefühle nach dem YB-Tanz

YB führte Tottenham eine halbe Stunde lang vor und lag nach 28 Minuten 3:0 in Führung. Die Berner mussten sich am Schluss aber mit einem 3:2 begnügen und reisen nun mit einem dünnen Polster nach London.

Die gute Laune war weg, zumindest für einen Moment, und Vladimir Petkovic zeigte seinen Unmut. Der Trainer der Young Boys ärgerte sich, weil er wusste, dass dieses Ende nicht hätte sein müssen. Statt 4:1 hiess es nur noch 3:2, statt Christian Schneuwly hatte Pawljutschenko für Tottenham getroffen und seine Mannschaft unerwartet doch noch in eine günstige Ausgangslage für das Playoff-Rückspiel zur Champions League in einer Woche gebracht.

Spürbar war am Ende der Stolz trotzdem, den prominenten Konkurrenten bezwungen und ihn zumindest in der ersten Hälfte vorgeführt zu haben. «Schade, dass uns das vierte Tor nicht glückte», sagte Christoph Spycher, «aber es war auch klar, dass man Tottenham nicht über 90 Minuten dominieren kann.» Mit ein paar Minuten Abstand hatte sich auch Petkovic wieder gefasst: «Das zweite Tor war ärgerlich, wir waren dem 4:1 sehr nahe. Aber vor dem Spiel hätten wir für einen Sieg unterschrieben. Ich bin stolz auf mein Team.» Und: «Wir gehen nach London, um zu gewinnen und uns für die Champions League zu qualifizieren.»

Vom perfekten Spiel hatten sie in Bern wiederholt geredet, die Spieler, ihr Trainer, sie wussten alle, was in der Theorie zu tun war, um nach Fenerbahce Istanbul auch Tottenham aus dem Weg zu räumen. Aber ihr Captain Marco Wölfli mahnte am Vortag auch: «Nicht ständig betonen, wie gut wir sind, sondern das auch zeigen. Auf dem Platz.»

Der Dienstag kam, 20.45 Uhr als Anspielzeit, wie es in der Champions League üblich ist. Im Stade de Suisse machte sich eine euphorische Stimmung breit, als die Young Boys in den Abend starteten, weit weg war jetzt der graue Alltag der Super League, das jüngste 0:1 gegen Xamax. Tottenham stand gegenüber, der ambitionierte Traditionsklub aus der Premier League, nur kümmerte die Berner weder Renommee noch die Namen ihrer Gegner, sie demonstrierten vor allem eins: Grosse Lust. Schon nach zwei Minuten kam Lulic mit einem Pfostenschuss dem 1:0 nahe. Nur zwei Minuten später holte er das aber bereits nach. Der Ball prallte nach Doubais Schuss vom Rücken Jemals vor die Füsse von Lulic, der Gomes bezwang.

Die Führung lancierte eine halbe Stunde, die einzig und allein YB prägte, in der YB mit dem überragenden Doubai den Engländern eine Lektion erteilte, mit Intelligenz, Leidenschaft, mit Kampfeslust – und mit Toren. Die Young Boys stürmten und tanzten mit Bienvenu zum 2:0, und sie legten damit auch erschreckende Mängel in der Defensive der Engländer offen. Dawson, immerhin Nationalspieler, wurde vom Kameruner mit Leichtigkeit stehen gelassen. Redknapp, der sich den Luxus geleistet hatte, ohne Crouch, Keane und Lennon in die Partie zu gehen, traute seinen Augen nicht. Und er war erst recht erbost, als er mitansehen musste, wie hilflos sich seine Abwehr nach 28 Minuten anstellte, wie sie sich mit einem einfach Pass in die Tiefe ausspielen liess, wie Hochstrasser nach dem grandiosen Zuspiel von Costanzo auf 3:0 erhöhte. 3:0 also, es war alles angerichtet für eine Sternstunde, das kollektive Hochgefühl hatte das Stade de Suisse endgültig erfasst. Und Petkovic fasste später entzückt zusammen: «Diese halbe Stunde war absolut perfekt.»

Die Begeisterung hielt lange an, sie wurde auch nicht getrübt, als Bassong noch vor der Pause auf 1:3 verkürzte. «Wir haben gezeigt, wozu wir fähig sind», meldete Sportchef Alain Baumann zur Pause, «jetzt müssen wir das vierte Tor vorlegen.» Tottenham steigerte sich zwar, zeigte sich häufiger im Strafraum der Schweizer, scheiterte aber wiederholt am glänzenden Torhüter Wölfli. Auf der Gegenseite boten sich die Young Boys mehrere erstklassige Möglichkeiten, sich in eine vorzügliche Ausgangslage für das Rückspiel zu bringen. Bienvenu verpasste es nach 69 Minuten, Christian Schneuwly liess innert zwei Minuten gleich zwei hervorragende Chancen aus. Und dann fand Pawljutschenko die Lücke zum 2:3.

http://www.derbund.ch/bern/Gemischte-Gefuehle-nach-dem-YBTanz-/story/22121088

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 122 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13  Nächste

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 20 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de