UEFA-Cup Spiel in BernStellungnahme der Kantonspolizei Bern
Die Kantonspolizei Bern nimmt zu den Vorfällen während und nach dem UEFA-Cup-Spiel zwischen dem BSC Young Boys und dem FC Brügge Stellung.
pkb. Rund 800 Fans des FC Brügge waren am Donnerstag, 18. September 2008 per Car angereist und wurden von ihren Fanbetreuern begleitet. Rund 150 so genannte Risk-Fans waren am Vormittag gleichentags individuell in Bern eingetroffen. Bis zum Eintritt ins Stadion um 1930 Uhr verhielten sie sich völlig ruhig und gaben rechtlich zu keinen polizeilichen Interventionen Anlass. Sie wurden von den Stadion-Verantwortlichen im Sektor C1 untergebracht.
Gemäss Einsatzjournal der Kantonspolizei verschob sich diese Fangruppe um 1954 Uhr zum Sektor C9, worauf es anschliessend an der Zaunabgrenzung zum Sektor D2 zu einer Auseinandersetzung mit YB-Fans kam.
Nach dem Spiel, um 2205 Uhr hielten sich ca. 40 – 50 Berner Risk-Fans beim Restaurant "Walter" auf; die Situation schien ruhig. Um 2206 Uhr konnte beobachtet werden, dass sich die belgischen Risk-Fans in kleine Gruppen aufgesplittet und letztlich um 2209 Uhr in einer Stärke von 30 bis 40 Personen überfallartig zum Restaurant "Walter" begeben hatten. Dort ergriffen sie Mobiliar und schlugen damit um sich. Einige YB-Fans, die sich zu diesem Zeitpunkt innerhalb des Restaurants befunden hatten, kamen um 2211 Uhr heraus und gingen ihrerseits auf die belgischen Fans zu, wo es zu tätlichen Auseinandersetzungen kam. Gleichzeitig trafen die Ordnungsdienstkräfte am Ort des Geschehens ein, wo es sofort zum Einsatz von Gummischrot und vereinzelt zu Einsätzen mit Pfefferspray kam.
Als Folge der Auseinandersetzungen zwischen den Fangruppen wurden drei Personen verletzt; zwei davon mussten zur Kontrolle ins Spital gebracht werden.
Die Kantonspolizei Bern weist die gegen sie erhobenen Vorwürfe, wonach sie die Lage nicht im Griff gehabt oder zu spät interveniert habe, mit aller Deutlichkeit zurück.
(jümo)
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Kantonspolizei Bern
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