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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Dienstag 6. Dezember 2011, 09:28 
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Die YB-Kritik an den Referees

Die Young Boys erzielen zu wenig Tore. CEO Ilja Kaenzig nimmt die Stürmer in Schutz, die Leistungen der Schiedsrichter hinterfragt er nach dem letzten Spiel aber heftig.

«Fehlt YB wirklich nur ein herausragender Stürmer?», fragte die «Neue Zürcher Zeitung» letzte Woche, nachdem die Berner im Cup am Challenge-League-Klub Winterthur gescheitert waren. Nach dem 1:1 am Sonntag gegen Sion lässt sich die Frage zumindest teilweise mit Ja beantworten. Weder Emmanuel Mayuka noch Nassim Ben Khalifa konnten sich gegen die Walliser entscheidend in Szene setzen. Die offensiven Impulse gingen fast ausschliesslich von den Aussenspielern Moreno Costanzo, David Degen und Elsad Zverotic aus. Mit einem Sololauf über das ganze Spielfeld gelang es einmal sogar Innenverteidiger Dusan Veskovac, für mehr Unruhe in der Sion-Abwehr zu sorgen als Mayuka und Ben Khalifa während der 95 Spielminuten. Vor allem Ben Khalifa fehlte die Bindung zum Spiel, er wirkt schmalbrüstig und wenig von seinen eigenen Qualitäten überzeugt, die ihm 2010 zu einem Vertrag beim Bundesligaklub Wolfsburg verhalfen. Allerdings wird Ben Khalifa im Januar erst 20 Jahre alt.

Der 21-jährige Mayuka steht mit sieben Meisterschaftstoren auf Platz zwei in der Torschützenliste. Doch der Sambier versucht sich seit der Doublette beim 4:1 gegen Lausanne am 30.Oktober erfolglos im Abschluss. CEO Ilja Kaenzig sagt, es wäre nicht korrekt, die Kritik auf die YB-Angreifer zu konzentrieren. «Der letzte Pass kam auch gegen Sion zu oft nicht an. Die Stürmer leiden unter der Baisse der ganzen Mannschaft.» So sehr er die eigenen Spieler in Schutz nimmt, so heftig kritisiert Kaenzig die Leistungen der Schiedsrichter. «Klar, wir haben nicht immer gut gespielt. Das annullierte Tor von Moreno Costanzo am Sonntag war aber schon der fünfte Treffer in dieser Saison, der uns verwehrt wird. Die Benachteiligung hat ein Ausmass angenommen, das nicht akzeptabel ist.»

FC Basel bevorteilt?

Beim 0:0 in Neuenburg, den beiden 0:1 in Genf und Basel, beim 2:3 nach Penaltyschiessen in Winterthur und beim 1:1 gegen Sion am Sonntag war YB zuletzt ein Treffer entweder wegen Abseits oder Foulspielen aberkannt worden. «Es waren glasklare Tore», sagt Kaenzig. Er redet sich fast in Rage und stellt die Frage in den Raum, weshalb ausgerechnet Basel noch nie benachteiligt worden sei («wie schon uns wurde am Samstag auch Luzern ein Penalty verwehrt»). Die Schiedsrichter liessen sich vom Branchenleader einschüchtern, glaubt der YB-Chef. «Vielleicht müssten auch wir von der Bank aus mehr Druck auf die Referees ausüben. So wie das Basel-Trainer Heiko Vogel ständig tut, und so wie es sein Vorgänger Thorsten Fink machte.»

Darauf, dass sich ihre Misere im Abschluss durch wohlgesinntere Schiedsrichter löst, mag YB trotzdem nicht vertrauen. Ein Stürmer soll das Team in der Rückrunde verstärken. Trainer Christian Gross und der Technische Berater Hansruedi Hasler waren auf Beobachtungstour. In den nächsten Wochen wird der Kandidatenkreis eingeengt, «dann hat der Trainer das letzte Wort», sagt Kaenzig. Und dann endlich erhält Gross Ersatz für Henri Bienvenu, der im September nach Istanbul wechselte und seither für den türkischen Tabellenführer Fenerbahçe in 13 Einsätzen 4 Tore erzielt hat. «Bis zu seinem Abgang hatte Bienvenu in dieser Saison nie getroffen. Es ist also nicht so, dass uns seine Tore fehlen», sagt Kaenzig, der sich diese Woche mit Andy und Hans-Ueli Rihs und Benno Oertig zur Verwaltungsratssitzung trifft. Die Investoren kontrollieren einerseits, ob die Budgetvorgaben erfüllt werden. Andererseits prüfen sie, wie viel Spielraum für Zusatzinvestitionen, sprich für die Verpflichtung von Spielern, besteht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/26255328

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Dienstag 6. Dezember 2011, 12:20 
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Diese Kritik an den Schiri Entscheidungen geht mir langsam auf den Sack! Sollen ordentlich Fussball spielen, dann stimmen auch die Resultate wieder.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Montag 12. Dezember 2011, 09:56 
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Gross hat den YB-Motor noch nicht auf Touren gebracht

Trotz der Verpflichtung des Erfolgstrainers ist die Bilanz nach der Vorrunde der Super League enttäuschend.

Die mit grossen Ambitionen gestarteten Young Boys holten in 18 Meisterschaftsrunden nur 27 Punkte (die zweitschlechteste Bilanz seit dem Umzug ins Stade de Suisse im Sommer 2005). Das wiegt umso schwerer, als sie bereits 11 Punkte hinter Ligakrösus Basel liegen und sich im Frühling darauf konzentrieren müssen, auf den Ehrenplatz vorzustossen.

Die teuerste Mannschaft aller Zeiten zeigte vor allem in der Offensive Schwächen. Es fehlte ihr an Durchschlagskraft, Kreativität und Überzeugung. Im Nachhinein erwies es sich als falsch, Henri Bienvenu nach dem Scheitern in der Europa-League-Qualifikation in die Türkei ziehen zu lassen. Der Kameruner konnte zwar zum Zeitpunkt des Transfers noch kein einziges Saisontor vorweisen. Doch in der Spielzeit 2010/2011 hatte er mit seiner Hartnäckigkeit und Robustheit für Gefahr gesorgt und Skorerqualitäten bewiesen (16 Meisterschaftstore).

Von den verbleibenden drei Stürmern zerriss keiner allzu dicke Stricke. Am besten war noch Emmanuel Mayuka, obwohl auch er einige Durchhänger hatte. Marco Schneuwly hatte den Kredit, den er anfangs bei Gross genoss, bald aufgebraucht und war ab Mitte der Vorrunde nur noch Ergänzungsspieler. Die grösste Enttäuschung war Nassim Ben Khalifa. Der talentierte Westschweizer stand 14 Mal in der Startaufstellung – und blieb fast ebenso oft wirkungslos. Ben Khalifas Werdegang ist ein Musterbeispiel für eine wenig durchdachte Karriereplanung, die statt auf dem Fussball-Olymp frühzeitig in einer Sackgasse enden könnte. Der ehemalige U-17-Weltmeister muss sich in der Rückrunde beträchtlich steigern, sonst droht ihm wie letzte Saison in Wolfsburg und Nürnberg die Ersatzbank.

Rätsel gibt auch Michael Silberbauer auf. Die Clubführung rühmte den 29-Jährigen nach seiner Verpflichtung über den grünen Klee: Er sei ein Spielstratege, eine grosse Persönlichkeit und athletisch sehr stark. Diesen Vorschusslorbeeren wurde der dänische Internationale nicht gerecht. Er war meistens nicht mehr als ein braver Mitläufer ohne Inspiration fürs Offensivspiel.

Weil Silberbauer lahmte, hing im Zentrum (zu) viel von Alexander Farnerud ab. Der Schwede schuftete für zwei, eroberte unzählige Bälle, trug diese nach vorne und suchte nach Möglichkeit selber in den Abschluss. Der unökonomische Stil führte zwangsläufig zu Ermüdungserscheinungen. Je näher die Winterpause rückte, desto leerer war Farneruds Tank.Neben dem Schweden vermochten nur Christoph Spycher, Alain Nef und mit Abstrichen Marco Wölfli, Dusan Veskovac und David Degen höheren Ansprüchen zu genügen. Ansonsten galt: zu viel Durchschnitt, gemessen an den Ambitionen, die der Verein hat. Dessen sind sich auch die Führungsspitze und der Trainer bewusst. Deshalb wollen sie die Veränderungen des Kaders spätestens im Sommer 2012 vorantreiben. Die Neuinvestitionen sind letzte Woche vom Verwaltungsrat abgesegnet worden. Das Festhalten an der Vorwärtsstrategie ist nichts als konsequent, wenn die Young Boys mit dem FC Basel in Zukunft einigermassen Schritt halten wollen. Dass diese Strategie mit hohen Kosten verbunden ist und nicht von heute auf morgen mit Titeln belohnt wird, ist ein anderes Thema.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Gr ... y/18301143

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Montag 12. Dezember 2011, 17:30 
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Miese Saison – jetzt gibts Zoff bei YB!

Emotionen pur nach der verkorksten YB-Vorrunde. Spieler, die aufeinander losgehen. Einer, der weg will. Und einer, der nicht darf.

Die Szenen haben Symbolcharakter für die aktuelle Verfassung des tief gefallenen Meisterkandidaten. Dusan Veskovac und David Degen liefern sich nach Spielschluss noch auf dem Platz ein heftiges Wortgefecht. Und in den Katakomben geraten sich Captain Marco Wölfli und Degen verbal in die Haare.

Wie das so üblich ist, spielen die Beteiligten später alles herunter. Wölfli: «Das ist doch nicht weiter schlimm, wenn es mal laut wird.» Degen: «Was da passierte, ist nicht der Rede wert. Das waren normale Emotionen, von denen der Fussball lebt.» Offenbar ging es um Degens verpasste Torchance in der Nachspielzeit des Berner Derbys in Thun (1:1). Immerhin gesteht Degen: «Wenn es nicht läuft, kommen diese Emotionen halt schneller hoch.»

Dass Gerüchte über eine Rückkehr des Münchensteiners nach Basel im Umlauf sind, befeuert die Situation noch. Degen, so hört man, solle im Sommer als Ersatz für Xherdan Shaqiri kommen, wenn dieser ins Ausland wechselt. Dann wären die Degen-Zwillinge wieder vereint. David dazu: «Alles Gerede und Gerüchte. Ich habe bei YB einen Vertrag bis 2014.»

Einen gar bis 2016 hat François Affolter. Gegen Thun durfte er für den angeschlagenen Nef wieder mal mehr als nur ein paar Minuten ran. Dennoch will der Bieler weg. «Nicht, weil ich bei YB gehen will. Aber ich muss spielen. Nur schon im Hinblick auf Olympia. Also muss eine Lösung her.» Diese kann nicht YB heissen, kommt er doch an Veskovac und Nef nicht vorbei. Christian Gross stellt sich bislang quer. Aber wenn er zwei Stürmer holen will, muss er bereit sein, Spieler abzugeben. Zum Beispiel Affolter. Zum Beispiel nach Luzern.

Absolut kein Thema ist ein Weggang von Emmanuel Mayuka. Auch wenn Lille gemäss «L’Equipe» bereit ist, für den Chancentod vom Samstag – er alleine hatte drei Todsichere – fünf Millionen Euro zu zahlen. YB-CEO Ilja Kaenzig: «Diese Summe ist viel zu gering. Da brauchen die uns gar nicht erst anzurufen.»

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Dienstag 13. Dezember 2011, 09:30 
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Atmosphärische Störungen zwischen Biel und Bern

Nach einer ordentlichen Hinrunde darf der FC Biel auf einen Verbleib in der Challenge League hoffen. Nur Kommunikationsprobleme mit YB trüben die Stimmung.

Wenn der FC Biel spielt, ist immer etwas los. Nur der unangefochtene Challenge-League-Leader St. Gallen hat in den ersten 15 Partien mehr Tore erzielt als die Seeländer. 32 Mal haben sie bisher getroffen und dabei spektakuläre Siege gefeiert (Auswärtsspiele in Lugano und Aarau). Zudem haben sich die Bieler wieder aufgemacht, im Schweizer Cup die Grossen das Fürchten zu lehren. In den Achtelfinals besiegten sie vor eigenem Publikum Servette diskussionslos 3:0.

Die Kehrseite der Medaille: Vor lauter Offensivdrang vernachlässigt das Team von Trainer Philippe Perret bisweilen die defensiven Pflichten. Nur gerade der Tabellenletzte Brühl (45) kassierte mehr Gegentore als die Bieler (30). Und so gab es auch bittere Niederlagen. Zum Beispiel zu Hause gegen Vaduz, als der FCB eine 3:1-Führung verspielte und noch 3:5 verlor. Insgesamt sieben Punkte habe man auf diese Weise fahrlässig verschenkt, rechnet Biels Sportchef Arturo Albanese vor. Das führt dazu, dass der Club zwar auf dem siebten Platz liegt, allerdings mit nur vier Punkten Vorsprung auf das zehntplatzierte Winterthur – im Zug der Ligareduktion steigen am Ende der Saison sechs der 16 Challenge-League-Teams ab. Albanese vermisst in der jungen Mannschaft «einen kantigen Leader, der auch mal auf den Tisch haut und die Kollegen zu taktischer Disziplin auffordert».

Wo ist die YB-Offerte?

Erstaunlich ist es aber allemal, was die Bieler leisten. Mit einem Mini-Budget von 650'000 Franken für die erste Mannschaft bewegen sie sich diesbezüglich im Tabellenkeller der Liga. Der Cheftrainer arbeitet zu 80 Prozent als Lehrer, auch die Spieler haben neben dem Fussball einen Job, trainiert wird nach Feierabend. Auf der baufälligen Gurzelen verlieren sich pro Spiel knapp 1000 Zuschauer, nur bei drei anderen Teams schauen weniger zu. Trotzdem, werde man das laufende Geschäftsjahr mit schwarzen Zahlen abschliessen, sagt Verwaltungsratspräsident Jean Pierre Senn. 2014 soll der neue Sportkomplex Stades de Bienne bezugsbereit sein. Ob sich damit die finanzielle Situation verbessert, ist ungewiss.

Sicher ist: Der FC Biel profitiert von der Zusammenarbeit mit den Berner Young Boys. Die Stadtberner haben in den letzten Jahren immer wieder Spieler im Seeland «parkiert», um ihnen Wettkampfpraxis zu ermöglichen. So kam der FCB relativ kostengünstig zu ambitionierten Verstärkungen. Im Gegenzug werden in Biel Junioren ausgebildet, die bei YB durchstarten sollen. Ende Saison läuft der Vertrag aus. Beide Seiten bekräftigen den Willen zur weiteren Zusammenarbeit – allerdings will YB inskünftig «nur noch Spieler ausleihen, die in der Super League eine Perspektive haben», wie Hansruedi Hasler, Technischer Direktor bei YB, betont. Jene, die keine realistische Chance haben, will man verkaufen. Einen entsprechenden Vorschlag, ergänzt Hasler, habe man den Bielern unterbreitet.

Dieser ist in Biel aber offenbar nicht angekommen, denn Präsident Senn «wartet nach wie vor auf eine Offerte aus Bern». Trotz dieser Kommunikationsprobleme zwischen Biel und Bern kann man aber davon ausgehen, dass sich die beiden Teams bis Ende Saison zusammenraufen werden. Was danach passiert, ist offen.

«Viele Knochenspiele»

Erstmals werden sich die Bieler nun im Februar mit einem Trainingslager in der Südtürkei auf die Rückrunde vorbereiten. Sie müssen gewappnet sein, denn Hansruedi Hasler prophezeit ihnen «viele Knochenspiele, in denen man nur mit grossem Kampf bestehen kann».


http://www.derbund.ch/sport/fussball/At ... y/23533239

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 14. Dezember 2011, 09:23 
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Kaenzig: ''Schiris kuschen, wenn einer bellt''

Für Ilja Kaenzig sind die bisherigen Schiedsrichter-Leistungen katastrophal. ''Das Fass ist übergelaufen'', sagt der YB-CEO im Interview mit sport.ch. Er meint, dass sein Team benachteiligt würde: ''Da muss ich mich wehren!'' Was will er tun?

http://www.sport.ch/sportch/generated/article/fussball/2011/12/13/18505800000.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 14. Dezember 2011, 21:13 
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14.12.2011

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Standpunkt: Für YB und Gross steht im Jahr 2012 viel auf dem Spiel

YB blickt auf ein bewegtes Jahr zurück. Der spektakuläre Trainerwechsel von Vladimir Petkovic zu Christian Gross hat sich noch nicht ausbezahlt, die Vorrunde verlief sehr enttäuschend.

Die Europa League wurde nicht erreicht, die Cupkampagne endete frühzeitig im Achtelfinal mit dem peinlichen Ausscheiden beim Challenge-League-Klub Winterthur, und in der Liga sind elf Punkte Rückstand auf Leader Basel vermutlich ein zu grosses Handicap.

Natürlich litten die Young Boys in den letzten Monaten in allen Bewerben unter teilweise haarsträubenden Fehlentscheidungen der Schiedsrichter – doch alle YB-Vertreter sind gut beraten, die ärgerlichen Fehlpfiffe nicht als Ausrede und Entschuldigung für ungenügende Vorstellungen zu nutzen.

Denn: Anspruch und Wirklichkeit klaffen bei YB derzeit weit auseinander. Doch der Verein boomt weiter, der Zuschauerschnitt ist erneut gestiegen und steht in dieser Saison bei hervorragenden 23466! Das ist ein fantastischer Wert, der im nächsten Jahr nur stabilisiert werden kann, wenn die Leistungen deutlich verbessert werden. Die meisten YB-Fussballer besitzen erhebliches Steigerungspotenzial. Die treue Fangemeinde hat in jüngster Vergangenheit viele Rückschläge miterlebt, und der Glaube an einen Titel scheint nach einigen zweiten Plätzen und zwei Cupfinalniederlagen in den letzten Jahren bernerisch langsam zu sinken.

Im Jahr 2012 jedenfalls steht für YB viel auf dem Spiel. Und selbstverständlich ist es zu früh, die Arbeit von Christian Gross bereits nach einer halben Saison zu beurteilen. Die Zwischenbilanz aber ist nicht befriedigend. Der 57-Jährige steht tatsächlich, wie er selber sagt, vor der wohl schwierigsten Herausforderung seiner Karriere. Mit seiner strengen und fordernden, kühlen und unerbittlichen Art gegenüber Spielern, Angestellten und auch Medien mischt er das beschauliche Bern gehörig auf. Es ist davon auszugehen, dass Gross das YB-Kader in den nächsten zwei Transferperioden im Winter und im Sommer radikal umbauen wird. Akteure, die Gross zu nett sind und zu wenig hart und entschlossen arbeiten, werden die Young Boys verlassen müssen.

Die entscheidende Frage ist: Kann Gross die absolute Leistungskultur auch bei YB installieren? Er steht vor einer Herkulesaufgabe, gilt es doch eine offenbar tief im Verein und in der Stadt verankerte Gemütlichkeit zu vertreiben. Und bevor er YB das Sieger-Gen einimpft, muss der Klub vom Verlierer-Gen in entscheidenden Begegnungen befreit werden. Wenn Gross das mit seinen manchmal rustikalen Methoden nicht schafft, schafft YB (auch) ihn. Der Coach geniesst bei den Verantwortlichen beinahe uneingeschränkten Kredit. Das mag bei den Anhängern anders sein, doch davon lässt sich Gross nicht beirren. Er geht ohne Umwege und knallhart seinen Weg. Er kennt nur diesen Weg und gewann damit in der Vergangenheit unzählige Titel mit GC und dem FCB. Aber auch der erfolgreichste Coach der Schweizer Neuzeit bekommt nicht endlos Zeit, um aus einem Spitzenklub einen Gewinnerklub zu formen.

Und: Christian Gross ist kein Messias. Erhält er nicht bessere Offensivspieler, wird er YB in den nächsten Jahren nicht zum Meistertitel führen können. Gefordert sind deshalb auch die Vereinsbesitzer, die mit ihrer Vorwärtsstrategie zwar einen beeindruckenden, prominenten und teuren Stab um CEO Ilja Kaenzig, den Technischen Direktor Hansruedi Hasler und Trainer Christian Gross finanziert haben – es nun aber nicht unterlassen sollten, auch das Kader weiter zu verstärken. Es ist das gute Recht der Investoren, sich nicht als Mäzene zu sehen. Aber wer Hochphasen voller Titelgewinne und Dominanz ankündigt, sollte den grossspurigen Worten entsprechende Taten folgen lassen.

Unter hohem Druck ist auch YB-Chef Ilja Kaenzig. Er steht zwischen dem viel Einfluss nehmenden Verwaltungsratspräsidenten Benno Oertig und Trainer Gross. Kaenzig betonte nach seinem Amtsantritt im August 2010 immer, seine Arbeit lasse sich erst ab Sommer 2011 bewerten. Auch sein Zwischenzeugnis fällt durchschnittlich aus. Zwar gelangen ihm und seiner Scoutingabteilung in der letzten Saison starke Transfers wie jener von Alain Nef und vor allem von Alexander Farnerud. Doch keiner der acht Zuzüge auf diese Spielzeit erfüllte bisher die Erwartungen. Nun fahnden die Young Boys intensiv nach zwei Offensivkräften, die nicht zu kostspielig sein dürfen, aber gleichzeitig die Qualität des Teams sofort erhöhen müssen.

Trotz trister sportlicher Gegenwart sieht die Zukunft für YB aber nicht düster aus. Der FC Basel ist zwar in jeder Hinsicht der uneingeschränkte und ausgezeichnet geführte Primus der Liga. Doch die FCB-Führungsspieler Benjamin Huggel, Marco Streller und Alex Frei sind 30 Jahre und älter – und die überragenden Talente Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka, Yann Sommer, Aleksandar Dragovic und Valentin Stocker dürften in den nächsten zwei, drei Jahren ins Ausland wechseln. Gelingt es den Young Boys, das eigene Team mit klugen Transfers zu verbessern, könnten sie vom heiklen personellen Umbruch beim Rivalen Basel profitieren.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30352345

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 14. Dezember 2011, 21:15 
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Hinten solid, vorne harmlos – und Farnerud stark

Nach enttäuschender Vorrunde – mit Alexander Farnerud als bestem Spieler – wird das YB-Kader in der Winterpause umgebaut.

Die oft enttäuschenden YB-Leistungen in der Vorrunde wirken sich auf die Spielerbeurteilung aus. Auffälligster und bester Berner war Alexander Farnerud. Der Schwede übernimmt viele Funktionen, er ist: Antreiber, Freistossschütze und Passgeber, Zweikämpfer, Balleroberer und Vorkämpfer. Farnerud füllte seine Rolle bisweilen so dominant aus, dass sein Nebenmann im zentralen Aufbau, Michael Silberbauer, unterging. Der dänische Nationalspieler, als Führungsspieler und Impulsgeber im Sommer verpflichtet, hat die Erwartungen denn auch am deutlichsten nicht erfüllt. Steigert sich Silberbauer nicht, dürfte es YB schwer haben, Rang 2 noch zu erreichen. Und: Hinter Silberbauer wartet der talentierte Pascal Doubai auf seine Chance.

Offensive muss besser werden

Und auch wenn vieles anders hätte laufen können und YB von den Spielleitern mehrmals benachteiligt wurde, so stimmten doch die spielerischen Darbietungen des Teams zu oft nicht. David Degen agierte teilweise auf gutem Niveau, aber er war zu wenig konstant und zu wenig entschlossen. Moreno Costanzo wirkte zuletzt präsenter und besser, er scheint sich durchzubeissen – und sollte gemessen an seinen hohen Qualitäten wie Degen in der Rückrunde ein Leistungsträger sein.

Die Stürmer Emmanuel Mayuka (7 Tore) und Nassim Ben Khalifa (2 Treffer) sind talentiert, aber müssen sich gleichfalls steigern. Mayuka liegt immerhin mit mehreren anderen Akteuren auf Rang 2 in der Torschützenliste hinter Torjäger Alex Frei (11 Tore) vom FC Basel. Mayuka hätte, mit ein bisschen mehr Effizienz, problemlos vier, fünf Treffer mehr erzielen können. Der Sambier ist auf dem Transfermarkt der wertvollste YB-Akteur. Auch in diesen Wochen hört man regelmässig vom Interesse ausländischer Klubs wie Lille, Fulham oder Dynamo Kiew, die angeblich bereit sind, bis zu acht Millionen Franken Ablösesumme zu zahlen. «Mayuka geben wir nicht ab», sagt YB-CEO Ilja Kaenzig, «er ist wichtig für uns und kann sich hier ideal entwickeln.»

Affolter leihweise zu GC?

In der Defensive wirkten die Young Boys unter dem neuen Trainer Christian Gross grösstenteils gut organisiert. Torhüter Marco Wölflis Vorstellungen waren ordentlich, und Linksverteidiger Christoph Spycher – ballsicher, erfahren, spielintelligent – agierte deutlich stärker als letzte Saison. Die Innenverteidiger Dusan Veskovac und Alain Nef schliesslich waren solid, robust und kopfballstark. Rechts hinten setzte Gross auf den defensiven Elsad Zverotic, der aber nach vorne weniger Impulse zu setzen vermag als der flankenstarke Scott Sutter, der beim Trainer sehr wenig Kredit geniesst.

Wenig zu überzeugen vermochte neben Silberbauer, Ben Khalifa und Zverotic mit Raphael Nuzzolo ein weiterer im Sommer geholter Akteur. Die jungen Zugänge Freddy Mveng, Jan Lecjaks und Juhani Ojala waren zudem noch nicht mehr als Ergänzungsspieler. Sie deuteten ihr Potenzial an, waren aber teilweise verletzt. So oder so ist das Kader zu gross, weil YB nur noch in der Super League engagiert ist. Und da in der Winterpause zwei Offensivspieler verpflichtet werden, wird es neben den überzähligen Abwehrspielern Hassan Lingani und Emiliano Dudar zu weiteren Abgängen kommen. Der bei Gross nicht mehr hoch im Kurs stehende Marco Schneuwly (zu Thun), der zuletzt nicht mehr berücksichtigte Mario Raimondi sowie Sutter könnten YB verlassen.

Und der begabte Innenverteidiger François Affolter, 20 Jahre jung, wird zwar nicht verkauft, weil die Young Boys an ihn glauben – aber er dürfte in der Rückrunde Spielpraxis bei einem anderen Klub erhalten. Weil YB jedoch kaum einen Konkurrenten wie Luzern unterstützen will, könnte Affolter an GC ausgeliehen werden.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/26991579

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. Dezember 2011, 10:45 
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27.12.2011

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Affolter muss bleiben, Sutter dürfte ausgeliehen werden

Der massive Kaderumbau bei YB in der Winterpause wird konkreter. Auf der Suche nach Verstärkungen für die Offensive hat sich der Kandidatenkreis verkleinert – und Abwehrtalent François Affolter darf den Verein nicht verlassen.

Die YB-Spieler geniessen ihre Winterferien, die Verantwortlichen des Vereins aber basteln weiter intensiv am Kaderumbau. Bis zum Trainingsstart am 3.Januar werden kaum sämtliche Transfers abgewickelt sein. CEO Ilja Kaenzig sagt, dass es nach wie vor das Ziel sei, zwei, drei Offensivspieler zu verpflichten. «Und im Sommer wollen wir zwei, drei weitere Verstärkungen holen, damit wir nächste Saison unsere hohen Ziele erreichen können.»

Offenbar sind beträchtliche finanzielle Möglichkeiten vorhanden, um das YB-Team zu verbessern. Die konkrete Kandidatenliste umfasst rund ein Dutzend Namen, darunter ist beispielsweise der 29-jährige Nigerianer Kalu Uche von Xamax, dessen Verpflichtung jedoch ein wirtschaftlicher Kraftakt wäre. «Der Kandidatenkreis ist kleiner geworden», sagt Kaenzig, «und wir haben es geschafft, interessante Spieler zu kontaktieren.» Gefordert ist jetzt der Trainer. Christian Gross sichtet fleissig Videomaterial, er hat die meisten Offensivkräfte auch live beobachtet und lässt sich Zeit für eine Entscheidung. «Sobald uns der Trainer seine Wünsche bekannt gibt, werden wir die Transfers realisieren», sagt Ilja Kaenzig.

N’Djeng kommt nach Bern

Die Young Boys sind weiter an einem Engagement von Yannick N’Djeng interessiert, aber noch ist nicht klar, ob Trainer Gross den begabten Kameruner ebenfalls möchte. Der Stürmer ist 21 Jahre jung, spielt bei Espérance Tunis in Tunesien und könnte als Perspektivstürmer zu YB stossen. «Daneben würden wir sicher noch zwei erfahrene Offensivspieler verpflichten», erklärt Kaenzig. Anfang Januar kommt N’Djeng zu medizinischen Untersuchungen nach Bern.

Ebenfalls als Investition für die Zukunft wird bei YB der Angreifer Moussa Konaté betrachtet. Der Sambier spielt bei Maccabi Tel Aviv, könnte in den nächsten Wochen unter Vertrag genommen und ausgeliehen werden. «Ein 18-Jähriger, der erst seit einem halben Jahr im Profifussball aktiv ist, kann uns noch nicht helfen», sagt Kaenzig. «Aber Konaté ist ein grosses Talent.» Mit jungen sambischen Stürmern, die in Israel spielen, haben die Young Boys ja gute Erfahrungen gemacht – Emmanuel Mayuka war einst auch bei Maccabi Tel Aviv engagiert. Kein Thema ist dagegen laut Kaenzig der Kroate Marin Tomasov von Hajduk Split. Er wurde in einigen Medien als Verstärkung fürs YB-Mittelfeld gehandelt.

Sutter nach England?

Idealerweise sollten die neuen YB-Fussballer spätestens zum Start des zehntägigen Trainingslagers in Südspanien am 19.Januar dabei sein. Dann werden einige Akteure nicht mehr bei den Young Boys sein. Der argentinische Verteidiger Emiliano Dudar ist bei Washington D.C. United in den USA ein Thema, Abwehrspieler Hassan Lingani könnte nach Israel gehen. Die Verträge von Dario Dussin und Sven Zimmermann wurden aufgelöst, während Issam Mardassi YB erst im Sommer verlassen wird, wenn sein Kontrakt ausläuft.

Stürmer Marco Schneuwly schliesslich dürfte spätestens Ende Saison, wahrscheinlich aber noch in der Winterpause zum FC Thun wechseln. Die Oberländer reichten eine konkrete Offerte bei YB ein, und wenn die Young Boys zwei neue Angreifer verpflichtet haben, sollte Schneuwlys Wechsel klappen. An Mario Raimondi, der bei Christian Gross nicht hoch im Kurs steht, sind die Thuner derweil nicht interessiert. Und laut Ilja Kaenzig wird der talentierte Reservist François Affolter nun doch nicht an GC ausgeliehen, weil Gross die Rückrunde unbedingt mit vier zentralen Abwehrspielern bestreiten will. Verlassen aber dürfte die Young Boys in den nächsten Wochen Scott Sutter. Der Rechtsverteidiger möchte ebenfalls mehr Spielpraxis. Vermutlich wechselt er nun mit einem Leihvertrag nach England in die zweitoberste Spielklasse.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/28994132

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 4. Januar 2012, 12:34 
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Nun ist bei YB Bewegung gefragt

Gestern Dienstag hat Christian Gross die Young Boys zum ersten Training im neuen Jahr gebeten. Interesse weckt bei YB vornehmlich das Geschehen an der Transferfront.

Marco Wölfli lacht im Interview. Scott Sutter witzelt mit den Journalisten. Moreno Costanzo isst einen Apfel und verneint die Frage nach der Angst vor der anstehenden Gewichtskontrolle. Die Stimmung ist gelassen beim Trainingsauftakt der Young Boys. Am Dienstagmittag haben die Spieler nach einem kurzen Footing an der Aare die erste Einheit bereits hinter sich, vor dem Essen und dem nächsten Training auf dem Kunstrasen im Neufeld bleibt Zeit für ein paar Worte mit den Medien im Kabinengang des Stade de Suisse. Im Stadion, auf dem Platz, steht Trainer Christian Gross und spricht vom «positiven Eindruck», den seine Spieler nach der Festtagspause bei ihm bereits hinterlassen hätten. Der neue Naturrasen glänzt nach dem Regen in sattem Grün, bespielbar aber ist er noch nicht.

Sutter will noch nichts wissen

Nach dem lockeren Aufgalopp wartet auf die YB-Spieler ein intensives Vorbereitungsprogramm. Christian Gross hat nach der mässig gelungenen Vorrunde forschere und forderndere Töne angeschlagen, ein erstes Politikum des YB-Trainers war der Naturrasen. Nun, nachdem die Young Boys in den ersten 18 Meisterschaftsspielen nur 26 Tore erzielt haben, fordert Gross neue Offensivkräfte. Mehrere sollen es sein, darunter kräftige, erfahrene, torgefährliche, aber auch junge. Und so sind in den nächsten Wochen auch und vor allem die Klubverantwortlichen gefordert. An der Transferfront sind bis 31.Januar Bewegungen möglich – neben den angestrebten Verpflichtungen will YB auch Personalien bereinigen.

Es gibt Akteure, die mit dem Trainerwechsel von Vladimir Petkovic zu Christian Gross an Kredit und Einsatzzeit verloren haben. Einer davon ist Mario Raimondi, in der Rückrunde war er meist nur zweite Wahl und zuweilen auch Tribünengast. «Mir ist auch klar, dass mein Beruf unter diesen Umständen weniger Spass macht», sagt er gelassen. Jedoch habe er soweit nichts von anderen Vereinen gehört, und so bleibe sein Wunsch, «bei dem Verein auf dem Platz zu stehen, wo ich unter Vertrag bin».

Etwas deftiger wurde in der Gerüchteküche bezüglich der Zukunft von Scott Sutter aufgetragen. So sollen etwa der schottische Serienmeister Glasgow Rangers oder Premier-League-Klub Wolverhampton am Aussenverteidiger interessiert sein, der in den letzten Spielen seinen Platz oft an Elsad Zverotic abtreten musste. Sutter war über Weihnachten in London und bekam die Gerüchte in den englischen Medien mit. Dass gerade ein Engagement im englischen Fussball zu seinen Kindheitsträumen zählt, daraus macht Sutter keinen Hehl. Er sagt jedoch: «Den Konkurrenzkampf habe ich bei YB angenommen, und solange nichts konkret wird, gilt meine Konzentration dieser Aufgabe.»

«Restposten» bei YB

Seine Vorgesetzten planen jedenfalls mit dem 25-Jährigen. «Er spielt eine Rolle, natürlich in harter Konkurrenz zu Zverotic», sagt Gross. «Konkrete Angebote liegen keine vor», meint Hansruedi Hasler, Technischer Direktor. Etwas, das Hasler mehr beschäftigt, sind «unsere sogenannten Restposten». Beim früheren Stammverteidiger Emiliano Dudar zeichnet sich zwar ein Wechsel ab (zu Washington). Doch die Verhandlungen um Issam Mardassi, der zuletzt im Mai 2010 fürs Fanionteam spielte, sind gescheitert, und so bleibt der Tunesier ebenso wie Hassan Lingani vorerst auf der Lohnliste. «Da sitzen die Spieler am längeren Hebel», sagt Hasler, «wenn sie einen Vertrag haben und nicht wechseln wollen, sind wir machtlos.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/17129837

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