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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. August 2017, 10:25 
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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. August 2017, 11:27 
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Die Sonne ausgeknipst

YB liegt nach der 0:1-Niederlage gegen ZSKA Moskau in Schockstarre.

Auf der Tribüne hauen ein paar Journalisten in die Tasten. Im YB-Fanblock sitzen Anhänger in Schockstarre herum. Und im Stadion sind fleissige Helfer bereits mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Das Stade de Suisse präsentierte sich im Hinspiel der Champions-League-Playoffs zwischen YB und ZSKA Moskau im Königsklassenkleid – voller im Fussball magischer Sterne. Nach der 0:1-Niederlage der Young Boys ist fraglich, ob sie im Herbst in Bern wieder zu sehen sein werden.

Hütter mit Lob und Tadel

Die Young Boys sind am Boden zerstört. Unglücklicher und unverdienter kann man kaum verlieren. Adi Hütter ist die Enttäuschung eine halbe Stunde nach Spielende anzumerken. «Wir sind niedergeschlagen. Auch ich muss mich von dieser Niederlage zuerst einmal erholen», sagt der YB-Trainer. «Aber wir fahren trotzdem nach Moskau und werden im Rückspiel alles versuchen, um die Champions League zu erreichen. Allerdings benötigen wir in einer Woche ein Wunder.»

Seine Mannschaft dürfe trotzdem stolz sein, sagt Hütter. «Wir haben insbesondere nach der Pause deutlich dominiert und uns viele Chancen herausgespielt.» Er lobt ZSKA-Torhüter Igor Akinfejew für dessen «herausragende Leistung», findet aber verständlicherweise kaum die passenden Worte, um die Niederlage zu erklären. «Wegen eines Eigentores», antwortet Hütter trocken auf die Frage, warum YB verloren habe.

Später geht er detailreich auf das Gegentor in der 91. Minute ein, als Kasim Nuhu seinen Torhüter David von Ballmoos mit einem Kopfballrückgabeheber düpierte. «Das darf niemals passieren», sagt Hütter. Die Aktion von Nuhu sei sicher nicht ideal, die Kommunikation zwischen den beiden aber auch schlecht gewesen.

Wieder Europa League?

Und so liegen die Young Boys trotz einer von ihnen selten gesehenen Performance schwer in Rücklage. Immerhin erreichen sie bei einem Ausscheiden in einer Woche zum fünften Mal seit 2010 die Europa League.

Irgendwann nach 23 Uhr verlassen auch die letzten Fans das Stade de Suisse. Es hat stark zu regnen begonnen. Über die Lautsprecher singen die Sportfreunde Stiller: «Knips die Sonne aus, alles muss dunkel sein.» Es ist eine für die Sportfreunde YB an diesem Abend passende Zeile aus dem Song «New York, Rio, Rosenheim.»

Die ganz grosse Fussballwelt jedenfalls ist nach dem Hinspiel gegen ZSKA ziemlich weit entfernt. Die Europa League ist gewiss auch nicht schlecht – von der Champions League bezüglich Attraktivität aber ungefähr so weit entfernt wie Rosenheim von New York und Rio.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/11936719

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. August 2017, 11:29 
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YB-Ravet über bittere Pleite gegen Moskau

«Das ist, wie wenn man sich eine Kugel in den Fuss jagt!»

Yoric Ravet, der Mann im Fokus. Der es geblieben wäre, hätte nicht Kasim Nuhu bei der 0:1-Niederlage der Young Boys dieses unfassbare Eigentor geschossen. Und nun, Herr Ravet, ab Richtung Bundesliga?

Wenn man ihn so reden hört, voller Leidenschaft den Versuch unternehmend, das eben geschehene Grausame in Worte zu fassen, dann deutet wenig auf das Theater der letzten Woche hin. Als das Angebot des SC Freiburg die Sinne des Franzosen vernebelte. Derart, dass er Trainer Adi Hütter am letzten Mittwoch bat, gegen Thun nicht spielen zu müssen, weil er mental und physisch nicht dazu in der Lage sei.

Gegen Breitenrain im Cup gabs eine zweite Pause hinterher. Und danach liess Hütter offen, ob der Franzose im Kader für das Champions-League-Quali-Spiel gegen ZSKA Moskau stehe. Die Bestätigung, dass er im Kader ist, erfolgt erst am Vortag des Spiels. Und dann spielt Ravet von Beginn weg, wie wenn nichts gewesen wäre. Schon etwas überraschend. «Ich weiss nicht, weshalb das überraschend sein soll», kontert Hütter. «Er ist ein Schlüsselspieler. Solch einen brauchen wir. Nein, diese Überlegung, ihn nicht zu bringen, gab es nie.»

Zurecht. Ravet ist stark, wie die meisten YB-Spieler. Bis eben… Bis zum Aussetzer von Nuhu in der Nachspielzeit. Ravet beschreibt den Moment so: «Es ist nicht einfach, dieses Gefühl in Worte zu fassen. Es ist, wie wenn man sich eine Kugel in den Fuss jagt!»

Ravets Zukunft weiterhin ungewiss

Aufgeben will deswegen keineswegs. «Erst recht nicht, nachdem wir den Beweis angetreten haben, dass der Exploit in Moskau möglich ist. Sonst könnten wir gleich ganz aufhören und müssten zum Rückspiel gar nicht erst antreten. Sie gehen in die Champions League und wir in die Europa League. Nein, es ist erst Halbzeit!»

Das tönt zum Glück wie eine Drohung…


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 54325.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. August 2017, 11:41 
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"häbet nech am bänkli, häbet nech am bänkli ......."

diese melodie ging mir heute morgen durch den kopf als ich aufgewacht bin. klar der sinn des liedes ist andersrum, aber das war wirklich ein geschenk unserseits an die russen.

nichtsdestotrotz nächste woche nochmals gleiches spiel aufziehen wie gestern. vorne mal endlich treffen und hinten versuchen die null zu halten dann kommts gut.

hopp yb!


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. August 2017, 14:01 
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War wohl ein Fehler von Nuhu und von Ballmoos. Das Nuhu den Ball mit einem zweiten Kopfball zurückgespielt hat hätte nicht sein müssen, bessere Variante wäre vielleciht gewesen den Ball mit der Brust zurückzuspielen. Überhaupt hätten sie sich einfach absprechen sollen.


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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. August 2017, 18:48 
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YB-Fassnacht über Teamkollege Nuhu

«Wir haben Kasim in Ruhe gelassen»

Die YB-Spieler Miralem Sulejmani und Christian Fassnacht äussern sich im Interview über die Niederlage in Bern und die Aussichten auf das Rückspiel in Moskau.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 53640.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 16. August 2017, 18:50 
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YB-Hütter nach Schock-Eigentor

«Ich habe die Welt in diesem Moment nicht verstanden»

YB-Coach Adi Hütter versucht die bittere Niederlage gegen ZSKA Moskau in Worte zu fassen. Durch das Eigentor und die 0:1 Niederlage ist die Aufgabe in Moskau noch schwerer geworden.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 53462.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. August 2017, 00:07 
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Lockerheit nach dem Lapsus

Unfreiwillig ist Kasim Nuhu bei YB zum gefragtesten Mann avanciert. Nach seinem folgenschweren Aussetzer verblüfft der Ghanaer mit Ruhe und Selbstvertrauen.

Natürlich drehte sich auch tags darauf fast alles um diese eine Szene. Nuhu und von Ballmoos, der eine überlupft den anderen, eine Sache von Sekunden, eine Tragweite von Tagen. Am Morgen nach der unglücklichen Niederlage, nach diesem 0:1 in der Nachspielzeit gegen ZSKA Moskau, ist bei den Young Boys nicht nur Erholung und mentaler Aufbau, sondern auch Analyse angesagt. Kasim Nuhu liegt auf einer Gummimatte neben David von Ballmoos, der Verteidiger erklärt seinem Torwart beim Stretching noch mal genau, wie das am Dienstag passieren konnte.

Später geben die beiden entspannt darüber Auskunft. «So was passiert manchmal, man spricht ein Wort zu wenig miteinander, und dann geht es schnell», sagt der 22-jährige Nuhu. «Es ist auch mein Fehler. Wir gehen im falschen Moment aufeinander zu, nach Nuhus erstem und vor seinem zweiten Kopfball», meint der 22-jährige von Ballmoos, der im entscheidenden Moment tatsächlich etwas weit vor seinem Tor stand.

Es war am Dienstagabend ein unfassbar bitteres Ende für YB in einer Partie, welche zuvor 90 Minuten lang ganz nach dem Geschmack der Berner verlaufen war. Mit einem Sieg oder eben dem naheliegenden 0:0 hätten die Young Boys das Playoff-Rückspiel nächste Woche in Moskau geruhsamer angehen können. Jetzt stehen sie unter Zugzwang. Aber das war am Mittwochmorgen im YB-Lager alles noch Zukunftsmusik. Der Fokus galt dem Spiel am Samstag beim FC Zürich – auch wenn der kuriose Vorabend natürlich so rasch nicht aus den Köpfen zu verdrängen war.

Nuhu fast wie Piqué

«Ich fühle mich sehr schlecht fürs Team, es tut mir leid», sagte Nuhu weiter. Zum wiederholten Mal hatte er den Journalisten von der Szene erzählen müssen, Details übersprang er dabei ebenso elegant, wie er sich am Abend zuvor 90 Minuten lang gegen Gegner und mit dem Ball behauptet hatte. «Das war eines meiner besten Spiele überhaupt», sagte der 1,90 Meter grosse Verteidiger selbstbewusst, der am Dienstag bis zu seinem Eigentor im Bereich internationaler Klasse unterwegs war. Dass der Lapsus dann ausgerechnet auf der grossen Bühne passierte, tut doppelt weh. Nuhus Brüder haben zugeschaut, zu Hause in Kumasi, die Qualifikation zur Champions League wird auch in Ghana übertragen.

Reaktionen gab es aber nicht nur aus seiner Heimat, auch aus Spanien, wo Nuhu erst bei Leganés, dann bei Mallorca spielte. «Viele haben sich gemeldet, einige verglichen mich scherzhaft mit Piqué, alle aber meinten: Kopf hoch!» Am Wochenende erzielte Barcelonas Gerard Piqué im Supercup-Hinspiel gegen Real Madrid ein Eigentor aus ähnlich unbedrängter Lage. Vorderhand kann man Nuhu nur wegen der Kuriosität vom Dienstagabend mit Abwehrspielern von Weltrang vergleichen.

Doch die Entwicklung dieses hochtalentierten Verteidigers ist sehr interessant und könnte es noch lange bleiben. Da ist zum einen sein Talent. Kraft und Technik, mit dem Kopf und im Fuss, Nuhu hat beides. «Er überrascht mich immer wieder», sagte sein Trainer Adi Hütter unlängst. Das kann auch mal eine unliebsame Überraschung sein, wie in den Schlussminuten vom Dienstag. Grundsätzlich aber verzückt Nuhus Drang, mitzuspielen und mit dem Ball etwas Nachhaltiges anzustellen, jeden modern denkenden Fussballtrainer.

Und da ist zum anderen sein Weg. Als Nuhu vor bald einem Jahr in Bern ankam, sahen Kritiker vor allem wirtschaftliche Hintergedanken des Verwaltungsrates, ähnlich dem «Spekulationsobjekt» Yuya Kubo 2013. Wie einst beim Japaner wusste man auch mit dem Ghanaer zunächst wenig anzufangen, Beobachter konnten damals den Zuzug nicht verstehen, da die Personallage eher nach Zuzügen in der Offensive verlangte. Mittlerweile ist die Kadersituation bereinigt – und Nuhu hat sich über die Zweifel hinweggesetzt. Angesichts seines Talents und der Entwicklung, die der erst 22-Jährige noch vor sich hat, ist gut denkbar, dass er mal für ein Vielfaches der etwa 900'000 Euro wechseln wird, die YB bei der definitiven Übernahme von Mallorca vor Saisonstart zahlte.

«Wunderbare» Unterstützung

Nuhu selbst blieb und bleibt locker. Nach dem Gegenwind bei seiner Ankunft – und nach dem Trubel um sein Eigentor. «Es war wunderbar», sagt er irgendwann und meint damit die Unterstützung seiner Teamkollegen. Alle hätten sie ihn aufgemuntert, hätten ihn an seine Leistung bis zum Fehler erinnert. «Das wirft mich nicht aus der Bahn. Schliesslich haben wir noch viel vor in dieser Saison.» Es klingt wie ein Versprechen. Ein Versprechen nach dem Lapsus.


https://www.derbund.ch/sport/fussball/L ... y/20844287

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. August 2017, 00:11 
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16.08.2017

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Zufälle, Zentimeter, Zeitpunkte

Auch bei YB-Partien geht es oft sehr eng zu und her. Wie beider 0:1-Niederlage gegen ZSKA Moskau am Dienstag.

Es war ein für YB-Verhältnisse nahezu perfektes Spiel. Die Sünder im Abschluss würden kaum (noch) in der Schweiz spielen, ­wären sie kaltblütiger. Und die Ausbeute aus den Eckbällen war gegen die kräftigen, klug verteidigenden ZSKA-Akteure ungenügend. Aber die Young Boys hatten im Hinspiel der Champions-League-Playoffs nach der Pause sehr vieles sehr richtig gemacht. Sie spielten das arrivierte Königsklassenmitglied an die Wand.

ZSKA-Vertreter gaben gegenüber dem YB-Personal zu, wie stark sie hätten leiden müssen.Allein: Moskau gewann 1:0. Und so schrieb die «Basler Zeitung», was viele dachten: «Typisch YB». Drüben auf Twitter rätselten Witzbolde, ob jenes Verb, das extra fürs gelb-schwarze Scheitern in wichtigen Veranstaltungen erfunden wurde, nicht eine Steigerung benötige.

Viele Tore in der Schlussphase

Die Berner Protagonisten sind derweil trotz einer an Bitterkeit kaum zu überbietenden Niederlage optimistisch. «Wir sind noch lange nicht ausgeschieden», sagt Steve von Bergen, «aber wir benötigen in Moskau eine sehr starke Leistung.» Leonardo Bertone meint, man habe gesehen, dass ZSKA nicht das bessere Team sei. «Es ist erst Halbzeit.» Und vielleicht werde Moskau nun nach dem Sieg auch im Rückspiel so zurückhaltend agieren. «Wir werden zu Chancen kommen.»

Trotz aller Zuversicht: Die Niederlage hat YB geschmerzt. Adi Hütter wirkte nach der Begegnung ernüchtert wie selten. Manchmal ist es für Trainer schwierig, Analysen zu präsentieren, wenn Zufälle und Zentimeter entscheiden. Vor einem Jahr hatten sich die Young Boys gegen Donezk im Elfmeterschiessen durchgesetzt, obwohl sie auswärts auch eine Kanterniederlage hätten erleiden können.

Gegen Dynamo Kiew vor zwei Wochen liess der zuvor überragende Kiew-Torhüter Maksim Koval den Ball kurz vor Spielende aus den Händen hinter die Linie kullern. Es war das 2:0 in der 90. Minute. Und im Hinspiel hatte Christian Fassnacht in der 91. Minute das wertvolle Auswärtstor geschossen, welches später das Weiterkommen sicherstellte. Das 3:1 von ­Kiew 100 Sekunden danach spielte letztlich keine Rolle mehr.

Überhaupt: Vier von sieben Treffern in den drei YB-Qualifikationspartien zur Champions League diese Saison fielen ab der 90. Minute. «Es ist so eng», sagt Hütter, «jedes Detail ist wichtig.»

«Es ist alles möglich»

Auch David von Ballmoos erwähnt die Kleinigkeiten, die am Dienstag gegen die Young Boys entschieden hätten. «Wir spielten hervorragend», sagt der Goalie, «ich hatte ja kaum Arbeit.» Leider habe er sich beim ZSKA-Treffer nicht perfekt verhalten, als er zu stürmisch aus dem Tor gerannt sei.

Nachdem Kasim Nuhu die erste Kopfballrückgabe zu kurz geraten war, hätte er stehen bleiben sollen. «Wir kommunizierten zu wenig gut», sagt von Ballmoos. Die 22-Jährigen werden ihre Lehren aus dem Malheur ziehen. «Und leider gelang es mir dann beim Zurücksprinten nur noch, den Ball an die Innenseite des Pfostens zu drücken. Das war knapp.»

Aber auch von Ballmoos gibt sich kämpferisch: «Es folgen zwei wichtige Spiele, am Samstag beim FCZ, dann bei ZSKA. Wenn wir so spielen wie am Dienstag, ist alles möglich.»

Und möglicherweise entscheiden in Moskau wieder Zentimeter, ob das Wort «veryoungboyst» überstrapaziert wird – oder YB den vielleicht grössten Erfolg der Vereinsgeschichte feiert.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/16619191

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 17. August 2017, 00:15 
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YB-Hüne Kasim Nuhu am Tag danach über seinen Flop

«Dass mich alle trösten, hilft mir sehr»

Kasim Nuhu ist der nächste grosse Transfer von YB. Daran ändert auch sein unfassbarer Flop gegen ZSKA Moskau nichts.

Es war begeisternd! Nichts, aber auch gar nichts liess der Hüne aus der ghanaischen Hauptstadt Accra anbrennen. Die beiden ZSKA-Stürmer Tschalow und Vitinho sahen keinen Ball, wenn der 1,90-Meter-Mann in der Nähe war. Und was er hinten pflückte, das verteilte Nuhu geschickt weiter. Denn zu seinen Stärken zählt auch die Technik. Das beste Beispiel liegt gerade mal vier Tage zurück. Nuhus fantastisches 1:0 in Breitenrain, als er einen Verteidiger überlobt und volley einschiesst. «Er kann alles», sagte Captain Steve von Bergen im Vorfeld des Champions-Laegue-Quali-Spiels. Allerdings, und das war dann schon fast prophetisch, fehle ihm manchmal die allerletzte Konzentration.

Wie in der Nachspielzeit, bei jener Aktion, die das Stade de ­Suisse in kollektive Schockstarre versetzte. Aber lassen wir Nuhu zurückblicken. «Das Problem war im Nachhinein mein erster Kopfball. Ich hätte nicht nach hinten spielen sollen, sondern nach vorne. Dann wäre es gar nicht zur verhängnisvollen Szene gekommen. Nach dem ersten Klärungsversuch habe ich mich dann voll auf den Ball konzentriert, nach oben geschaut und nicht gesehen, wo unser Goalie stand. David hat zwar gerufen, aber es ging alles sehr schnell.»

Doch schon anderntags spürt man: Umhauen lässt sich der Mann nicht, der wegen eines Verbots seines Vaters erst mit 16 Jahren beginnen durfte, klubmässig Fussball zu spielen. Gestern sagte er: «Es geht mir schon viel besser als direkt nach dem Spiel. Wir haben ein fantastisches Spiel gezeigt. Das darf man trotz dem Resultat, das nicht zur Leistung passt, nicht vergessen. Wir denken alle positiv. Nun haben wir das Spitzenspiel gegen Zürich. Dann das Rückspiel in Moskau. Mit 0:1 ist noch nichts verloren. Es war immer klar, dass wir zum Weiterkommen Tore brauchen. Nun müssen wir sie im Auswärtsspiel schiessen.»

Von Siegenthaler entdeckt!

Auch gegen ZSKA wird Nuhu beobachtet. Scouts von Newcastle und Tottenham Hotspur sitzen im Stadion. Sein Marktwert dürfte mittlerweile bei zehn Millionen Franken liegen. Nicht schlecht für einen, der erst vor einem Jahr aus Spaniens zweiter Liga von Mallorca leihweise zu YB kam und dessen Transfer man in Zusammenhang sah mit einem möglichen Verkauf des Stade de Suisse an die US-amerikanischen Besitzer von Mallorca. Und wer hat ihn entdeckt? Urs Siegenthaler! Der Basler wird YB also doch noch einige Millionen eingebracht haben, denn YB hat Nuhu im Juni gekauft und mit einem Vertrag bis 2021 versehen. Vorgesehen ist es nicht, dass der Innenverteidiger schon diesen Sommer geht.

Ohnehin muss er zuerst mal verdauen. «Ich bin sehr dankbar für die Reaktionen meiner Mitspieler, der Klubverantwortlichen und der Fans. Alle haben mir zur Leistung gratuliert und gesagt, ich sei der beste Mann auf dem Feld gewesen. Alle haben mich nach dem Fehler getröstet. Das schätze ich sehr, das werde ich nicht vergessen.»


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 58248.html

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