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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Dienstag 29. November 2011, 15:45 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.11.2011  Zitat: Raimondi: «Wir sind eine selbstkritische Mannschaft»
Zwei Tage ist es her, dass YB aus dem Cup ausgeschieden ist. Warum YB-Mittelfeldspieler Mario Raimondi negative Berichte nicht mehr liest und das Spiel gegen Winterthur noch lange nachhallen wird.
In Artikeln, aber auch in Leserkommentaren kommt YB zurzeit nicht gut weg. Von einer Blamage ist die Rede und das ist bei weitem nicht das Schlimmste. Wie ist es für Sie, solche Sachen zu lesen? Ich lese solche Dinge nicht mehr, ich kann mir vorstellen, was drin steht. Ich weiss selber, was ich gut gemacht habe und was nicht. Und die andern wisssen das auch. Wir sind eine selbstkritische Mannschaft.
Zu viel Selbstkritik könnte aber auch hinderlich sein für gute Leistungen? Ich sehe das positiv, das Selbstkritische. Aber vielleicht hat sich in der Vergangenheit der eine oder andere Spieler wirklich ein paar Dinge zu sehr zu Herzen genommen.
A propos sich Dinge zu Herzen nehmen: Habt Ihr schon etwas Distanz zum Ausscheiden aus dem Cup? Ein solches Spiel ist schwierig zu verdauen. Letztes Jahr war es einfacher, damals sind wir wenigstens gegen Zürich ausgeschieden. Dieses Jahr haben wir uns viel vorgenommen für den Cup und gegen eine unterklassige Mannschaft erwartet man eigentlich, dass man weiterkommt.
Woran liegt es, dass YB zurzeit schlecht spielt? An der Mannschaft, an Einzelleistungen? Wir sind eine Mannschaft, wir gewinnen zusammen und verlieren zusammen. Auch in meiner Zeit bei Zürich und Thun hatten wir Phasen, wo es nicht lief. Manchmal weiss man nicht, warum es schlecht oder gut läuft. Man kann es nicht erklären. Es ist wie im normalen Leben auch, es gibt Hochs und Tiefs. Aber wir haben eine super Mannschaft mit Riesenpotential. Aber wir müssen an uns arbeiten.
Trotzdem: Aus der Europa-League seid Ihr ausgeschieden, auch im Cup ist YB draussen, jetzt bleibt nur noch die Meisterschaft. In den letzten beiden Spielen müssen unbedingt Siege her. Habt ihr Angst vor dem Match gegen Sion am Sonntag? Nein, wir standen bei YB schon ein paar Mal unter riesigem Druck, das gehört zum Geschäft. Wir müssen als Mannschaft aus dieser Situation rauskommen, aber es ist sicher nicht die einfachste Zeit. Wir müssen uns aufeinander verlassen können und jeder muss dem andern helfen. So werden wir die nächsten zwei Spiele gewinnen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30718993
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shalako
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Verfasst: Dienstag 29. November 2011, 15:49 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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29.11.2011  Zitat: «Die Fussball-Schweiz lacht über YB»
Einen Tag nach dem peinlichen Cup-Aus gehen die Bernerzeitung.ch-Leser mit den YB-Verantwortlichen hart ins Gericht. Vor allem Trainer Christian Gross wird vehement kritisiert.
Die Niederlage gegen das unterklassige Winterthur hat für viele YB-Fans das Fass zum überlaufen gebracht. Trainer Christian Gross scheint nach einem warmen Empfang in Bern seinen Kredit bei zahlreichen Anhängern verspielt zu haben.
«Was für eine Schande, dieses YB», findet beispielsweise Leser Giorgio Pazzini. Der wohl mit Abstand teuerste Trainer in der Schweiz habe es fertig gebracht, eine gute Mannschaft total zu verunsichern und sämtliche Zielvorgaben zu verfehlen. Auch Martin Hug bezeichnet das bisher Gezeigte als Desaster: «Kein Feuer, keine Leidenschaft, kein Siegeswille, rein gar nichts», bemängelt er. YB werde langsam zum Gespött der Nation.
Mitleid aus Basel
Ausnahmsweise herrscht bei den Kommentatoren fast Einigkeit. Fast alle sehen Trainer Christian Gross als die Wurzel des Übels: «Mit Gross ist die Mannschaft auseinandergefallen», behauptet Luca Lorenzo sogar.
Einig sind sich die Leser auch darin, dass die Mannschaft innert kürzester Zeit viel Goodwill verspielt habe. «Auf den letzten Monat zurückblickend weiss man gar nicht, was der eigentliche Tiefpunkt war», klagt Daniel Bill. Er werde mittlerweile sogar von Baslern bemitleidet und schlimmer gehe es nun wirklich nicht. Auch André Trauner glaubt, dass die ganze Fussball-Schweiz über die Young Boys lacht.
Unnötige Hypothek für das Team
Nicht alle Fans sehen die Schuld aber bei Trainer Christian Gross. Theo Zehnder ortet die Probleme in der Offensivabteilung des Teams: «Mit dieser Offensive ist nicht mehr möglich», stellt er fest und ist überzeugt, dass man mit einem Frei oder Streller an der Spitze wäre.
Auch für Roderick von Kauffungen wurde mit dem Flop gegen Winterthur die Talsohle erreicht. Er bezweifelt aber, dass die «Gross-raus»-Rufe etwas bringen. «Meisterteams entstehen nicht in einer Saison. Die dümmlichen Aussagen zu Bayern München, Phase 3, Titel waren kontraproduktiv und unnötige Hypothek».
Leser Simon Glauser scheint hingegen bereits resigniert zu haben und fasst nüchtern zusammen: «YB hat die Ziele zu hoch gesteckt. YB ist halt einfach mittelmässig». http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/17863197
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shalako
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Verfasst: Dienstag 29. November 2011, 15:51 |
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29.11.2011  Zitat: YB-Nerven und Gross’ neue Erfahrung
Berner Reaktionen auf das Scheitern der Young Boys im Cup-Achtelfinal gegen den FC Winterthur.
Für Christian Gross war die Elfmeter-Niederlage seiner Young Boys im Achtelfinal gegen den FCW eine neue Erfahrung: Erstmals verlor er als Super-League-Trainer im Cup gegen einen unterklassigen Verein. Weder mit GC noch mit dem FCB war ihm das passiert. Einzig in seiner ersten Saison in der Nationalliga, nachdem er den FC Wil 1992 als Spielertrainer aus der 2. Liga in die NLB geführt hatte, verlor er in der 2. Hauptrunde gegen den benachbarten Erstligisten FC Gossau, und zwar gleich 0:3.
Fünf Cupsiege feierte Gross später mit GC und dem FCB. Auf seinen sechsten muss er weiter warten, genauso wird es mindestens ein weiteres Jahr dauern, bis für YB die immer längere Zeit seit dem Cupsieg 1987 zu Ende geht. Unter dem Aspekt, eine weitere Titelchance vergeben zu haben, standen denn auch die Kommentare der Berner Zeitungen. «Ausscheiden zum dümmsten Zeitpunkt», titelte die «Berner Zeitung» (BZ) zu diesem Aspekt. Es wurde von der fruchtlosen Berner Überlegenheit geschrieben und über den FCW: «Winterthur tut nach wie vor wenig für das Spiel. Die Zürcher agieren vor 6000 Zuschauern vorsichtig, je länger das Spiel dauert, umso erschöpfter wirken sie. YB schlägt daraus aber keinen Profit.»
Der «Bund» schreibt inhaltsreicher und trifft auch die Vorstellung des FCW besser: «Kuzmanovic hatte seine Mannschaft mit einem 4-1-4-1 gegen die Young Boys spielen lassen, das zeitweise einem 9-0-1 glich, denn phasenweise verteidigten die Winterthurer mit Mann und Maus. Doch sie schafften es immer wieder, die Ordnung auf dem Spielfeld wiederherzustellen, und sie waren immer in der Lage, Kräfte für überraschende Konter zu bündeln.»
«Ratlosigkeit bei YB – Cup-Hoffnung dahin» ist der «Bund»-Titel. Und über YB steht: «Als es um alles ging, waren die Young Boys dem Druck nicht gewachsen, und das ist bezeichnend für die Verfassung der Mannschaft.» Die Psychen der hinter den Erwartungen herhinkenden Berner stand auch beim Berner Berichterstatter der «NZZ» im Vordergrund: «Am Elfmeterpunkt zeigten die YB-Spieler Nerven, die wie Blätter im Spätherbst flatterten.»
«Die Hoffnung auf neue Stürmer ist trügerisch», urteilte der «Bund» noch über die Transferpläne der Young Boys. Deren Trainer setzte sich zwecks Stürmerbeobachtung schon gestern ins Flugzeug nach Polen. Kein Thema war für ihn – und die YB-Delegation –, wie sich Einzelne der Winterthurer Bank mit dem ausser sich geratenen Boro Kuzmanovic zwischen Verlängerung und Elfmeterschiessen gebärdet hatten. Gross beispielsweise, in der schweren Niederlage souverän, buchte das unter «nachvollziehbare Emotionen» ab. Zu sagen bleibt: Kuzmanovic muss wissen (und weiss es auch), dass das sein schwacher Moment war. Und das medizinische Personal soll sich künftig gefälligst auf medizinische Dinge konzentrieren. http://www.landbote.ch/detail/article/y ... /99171809/
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shalako
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Verfasst: Dienstag 29. November 2011, 17:42 |
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29.11.2011 Tageswoche Zitat: Gross ist die Krise in Bern
Hire-and-fire-Politik, grosse Töne aus der Chefetage und Vetternwirtschaft führen den Spitzenclub ins Abseits statt an die Tabellenspitze der Super League.
In Bern herrscht eine fussballerische Spät-November-Depression, die sich am Tag nach dem Ausscheiden im Schweizer Cup in den örtlichen Zeitungen einhellig niederschlug. «Nach jeder Niederlage sehen sich die YB-Verantwortlichen gezwungen zurück zu rudern, und für Geduld zu plädieren», stellte «Der Bund» fest. Und nach der peinlichen Schlappe im Penaltyschiessen beim unterklassigen FC Winterthur lautet die ernüchternde Zwischenbilanz: «Nach neun Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze und dem Aus im Cup fällt es indes immer schwerer, überhaupt noch Ziele für diese Saison zu formulieren.“
Das garantierte Titelversprechen
Das kontrastiert scharf mit den grossen Tönen, die in der YB-Chefetage nach der Verpflichtung von Christian Gross als Cheftrainer angeschlagen worden waren. «Gross ist ein Titelversprechen», hatte YB-CEO Ilja Kaenzig damals noch verkündet: «Es gibt keinen, der eine höhere Garantie gibt.» Garantiert war jedoch nur, dass der Trainerwechsel Millionen kostete: Allein dem vorzeitig entlassenen Trainer Vladimir Petkovic musste YB über eine Million auf seinen Weg in die Türkei mitgeben.
Doch der traditionsreiche Club verpasste mit seinem neuen Startrainer gleich das erste Ziel: die Qualifikation zur Europa League. Das geht ins Geld: «Mit Bienvenu wurde ein sehr guter Stürmer aus wirtschaftlichen Gründen verkauft»“, klagte Gross der «Berner Zeitung» Mitte November.
Wie stark sein eigenes Salär als Cheftrainer die finanzielle Situation des Clubs belastet, wurde er dann nicht gefragt. Die YB-Pressestelle winkt ab: «Das gibt kein Club bekannt.» Es ist davon auszugehen, dass Gross weit über ein Million Franken im Jahr und damit das Doppelte eines guten Stürmers verdient. Zum Vergleich: Ottmar Hitzfeld, Schweizer Nationaltrainer mit ähnlichem Starstatus wie Gross, kassiert knapp zwei Millionen.
Hire-and-fire und Stürmerprobleme
Bei einem Budget von über 30 Millionen Franken hat YB jetzt – siehe Bienvenu – offenbar Finanznöte – und ein akutes Stürmerproblem. Doch die Personalprobleme fingen schon lange vor dem teuren Wechsel von Petkovic zu Gross an. Vor einem Jahr hatte Benno Oertig, Verwaltungsratspräsdient von YB, keck behauptet: «Letzte Saison wurden wir nur Zweiter, weil ein Ilja Kaenzig fehlte».
Der erfolgreiche YB-Exekutiv-Direktor Stefan Niedermaier war soeben raus geschmissen und durch Kaenzig ersetzt worden. Doch mit Kaenzig wurde YB dann nicht mal Zweiter, sondern Dritter. Umsonst hatte YB-Verwaltungsrat Fritz Bösch zuvor gewarnt: «Niedermaiers Rauswurf ist kontraproduktiv und wirft YB unternehmerisch zurück.» Bösch hat inzwischen der YB-Führung ebenso frustriert den Rücken gekehrt, wie der frühere SBB-Chef Benedikt Weibel – oder der bekannte Berner Musiker Kuno Lauener (Züri West).
Doch mit dem «Titelversprechen» namens Gross ging die Hire-and-fire-Politik auch auf unterer Ebene weiter: Kaum war der frühere Erfolgscoach des FC Basel in Bern, erfuhr der solide Goalietrainer Peter Kobel aus den Medien, er werde nicht mehr gebraucht – und durch Pascal Zuberbühler ersetzt. Dabei hatte YB nie ein Torhüter-Problem. Es dämmerte den Berner Fans, dass der neue Cheftrainer nur einen Posten für seinen Freund «Zubi» freischaufeln wollte, der in England die Reservebank gewärmt hatte.
Vetternwirtschaft und Cup-Pleite
Auch diese Vetterliwirtschaft kostet Geld. Geld, das jetzt für das Engagement neuer, schneller Stürmer fehlt. Gross fordert: «Ich möchte, dass zwei neue Leute für die Offensive verpflichtet werden.» Dabei droht das Gegenteil: In der Mannschaft ist die Stimmung inzwischen offenbar so, dass Spieler wie Moreno Costanzo, Scott Sutter oder François Affolter auf die nächste Gelegenheit hin Alternativen ins Auge fassen. Sie werden von Gross in der Aufstellung oft übergangen. Und von David Degen, neben Christoph Spycher einer der besten Fussballer im YB-Kader, heisst es, er überlege sich eine Rückkehr nach Basel. Das wird von YB natürlich alles dementiert.
Ebenso, dass Gross als Trainer nun doch «ein Thema» sei. «Mich interessiert es nicht, eine Mannschaft zu betreuen, die in der Schweiz im Optimalfall um Rang 4 spielen kann», hatte er selber der «Berner Zeitung» noch Anfang November zu Protokoll gegeben. Und schon damals hatte Gross eingeräumt: «Wenn die Verantwortlichen der Ansicht sind, ich sei nicht mehr der richtige Mann, dann ist das halt so.»
Derzeit auf Platz 4 in der Super-League-Tabelle geführt und nach der Cup-Pleite vom Sonntag dementieren die YB-Verantwortlichen derlei «Ansichten» weiterhin. Doch selbst unter hartgesottenen Fans greifen sie rasch um sich. Schon nach der YB-Niederlage in Genf am 6. November machte ein knapper Slogan die Runde: «Gross muss weg!»
Die Fans vergessen nur, dass dies gleich wieder Millionen kosten würde – viel Geld, das YB schlicht nicht hat.
http://www.tageswoche.ch/de/2011_47/sport/117760/
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 1. Dezember 2011, 10:11 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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01.12.2011  Zitat: YB-Fans verlieren GlaubenSchlechte Stimmung bei YB-Fans: Nach dem Cup-Aus gegen Winterthur verlieren sie die Geduld – und das Vertrauen in Trainer Christian Gross. «Ich glaube nicht mehr an Christian Gross – er lässt schlechten Fussball spielen», sagt YB-Fan Stefan Becker. Mit dieser Meinung ist er nicht allein – auf Facebook zeigen Fans ein YB-Trikot mit der Aufschrift «Ilja un Gros(s) problème» – eine Spitze gegen YB-Geschäftsführer Ilja Känzig und Trainer Gross. Verständlich: Mit der Niederlage vom Sonntag sind die Cup-Träume ausgeträumt und mit neun Punkten Rückstand auf Leader Basel bestehen kaum noch Chancen auf den Meistertitel. Adrian Werren vom Fanclub-Dachverband Gäubschwarzsüchtig: «Es herrscht Resignation. Für viele ist die Saison schon abgehakt.» Der Unmut richte sich neben Trainer und Spieler auch gegen die Vereinsleitung: Diese habe die Erwartungen im Vorfeld zu sehr geschürt. YB-Sprecher Albert Staudenmann versteht den Frust: «Die Cup-Niederlage war für alle eine grosse Enttäuschung.» Man halte aber selbstverständlich an Trainer Gross fest und wolle am Sonntag gegen Sion eine Reaktion zeigen. «In den nächsten zwei Spielen müssen sechs Punkte her», so Urs Frieden, Stadtrat und YB-Fan. Dies wäre Balsam für die geschundene Fanseele. YB-Matchbesuch für Heimkinder Die beiden Berner Fanorganisationen Ostkurve Bern und Gäubschwarzsüchtig haben sich etwas Spezielles ausgedacht: Mit der Aktion «YB – Ä Lideschaft für aui!» wollen sie Berner Heimkindern ein vorweihnachtliches Geschenk bereiten. Am 4. Dezember sollen alle Kinder von Kinder- und Jugendheimen der Region Bern zum Match gegen den FC Sion eingeladen werden. Spenden werden auf der Website der Ostkurve Bern entgegengenommen. www.ostkurve.be http://www.20min.ch/news/bern/story/YB- ... n-28035038
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baMM!
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Verfasst: Donnerstag 1. Dezember 2011, 22:37 |
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Registriert: Montag 25. Februar 2008, 23:04 Beiträge: 3
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shalako
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Verfasst: Freitag 2. Dezember 2011, 10:39 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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02.12.2011  Zitat: Gelb-Schwarz unter dem Seziermesser
YB ist nach zuletzt schwachen Leistungen arg in die Kritik geraten. Die Fans sind unzufrieden mit Christian Gross. Die Klubleitung stützt den Trainer vorbehaltlos und ortet die Probleme bei den Spielern.
Sonntag, 27. November: Die Cup-Schmach auf der Winterthurer Schützenwiese bringt die YB-Fangemeinde zur Weissglut. Eine Gruppe hartgesottener Anhänger stürmt wutentbrannt auf den Platz. Die YB-Spieler Spycher, Wölfli, Nef und Degen können die aufgebrachten Gemüter besänftigen. Später am Abend schreiben sich erzürnte Fans in den einschlägigen Foren den ärgsten Frust von der Seele. Im Zentrum der Kritik: Trainer Christian Gross und YB-Chef Ilja Kaenzig. Weit weniger hart ins Gericht geht die Online-Gemeinde mit den Spielern, die sich in der grossen Mehrzahl auch nicht eben mit Ruhm bekleckert haben in den letzten Wochen.
Montag, 28. November
•Die Cup-Verlierer besammeln sich am Vormittag zum lockeren Footing im Stade de Suisse. Nicht präsent ist Christian Gross. Der Coach ist unterwegs Richtung Danzig, wo er am Abend den Match Lechia Gdansk - Ruch Chorzow verfolgt. Wie eine Woche zuvor in Dänemark hat er die Reise nach Polen unternommen, um Stürmer zu beobachten.
•Die Suche nach neuen Offensivspielern hält auch Gross’ direkten Vorgesetzten Hansruedi Hasler auf Trab. YBs Technischer Direktor hat sich am Wochenende einen Stürmer angeschaut, den die Scouting-Abteilung bereits mehrmals spielen gesehen hat. «Es ist ein sehr interessanter Mann», sagt Hasler nach seiner Rückkehr am Montagabend. Mehr ist ihm nicht zu entlocken.
Dienstag, 29. November
•YBs Tauchgang im November wird in verschiedenen grossen Deutschschweizer Medien prominent abgehandelt. Die NZZ wirft die Frage auf, ob den Bernern wirklich nur bessere Stürmer fehlen oder ob die Probleme nicht tiefer gründen. Der Autor ist sich nicht sicher, ob alle Spieler mit dem rigiden Regime von Christian Gross klarkommen.
Der «Blick» macht den grossen Check zwischen Gross und seinem Vorgänger Vladimir Petkovic. Der Direktvergleich endet – wen wunderts – zugunsten des im Mai entlassenen Petkovic.
Die Agentur Sportinformation erinnert daran, dass bei YB in der Vergangenheit schon Trainer entlassen wurden, «die nicht schlechtere Resultate lieferten, aber nicht den gleichen Respekt genossen wie Erfolgscoach Gross».
•Im Stade de Suisse ist es ausgesprochen ruhig. Die Spieler nutzen den trainingsfreien Tag, um im Kreise ihrer Familien, Freundinnen oder Kollegen etwas Distanz zu gewinnen zu ihrem gut bezahlten Beruf. Mario Raimondi sagt gegenüber Newsnet.ch: «Ein solches Spiel zu verdauen, ist schwierig.»
Mittwoch, 30. November
• Im Stade de Suisse beginnt um 10 Uhr das Morgentraining. Assistent Laurent Hagist führt das Kommando, Gross ist zumeist nur aufmerksamer Beobachter. Bei einem Spiel auf vier kleine und zwei grosse Tore zeigt sich, wer gut drauf ist und wer weniger. Farnerud ist eine Klasse für sich, Costanzo und Schneuwly rackern und rennen, doch sie bleiben (zu) oft an einem Gegenspieler hängen, Degen redet viel und verwirft häufig die Hände, Nuzzolo trifft auch aus günstiger Position das Tor nicht, Zverotic und Raimondi bleiben unauffällig.
Nach dem Training stellt sich Alain Nef den Fragen des Reporters.
Alain Nef, erzeugen Vereinsleitung und Trainer zu viel Druck auf die Spieler?
Nein. Es ist doch normal, dass ein Verein wie YB hohe Ziele hat. Wäre das nicht der Fall, wäre ich nicht nach Bern gekommen.
Wie erleben Sie Christian Gross?
Er ist ein Trainer, der viel von den Spielern verlangt und der Dinge beim Namen nennt.
Basel hat Leaderfiguren wie Frei, Huggel und Streller. Solche Figuren sucht man bei YB vergebens.
Es stimmt nicht, dass wir keine Leaderfiguren haben. Christoph Spycher ist eine Persönlichkeit. Und Marco Wölfli kann durchaus laut werden, wenn es sein muss. Aber einverstanden: Es würde noch den einen oder anderen lauten Spieler vertragen.
•Christian Gross und Teamcoach Heinz Schneiter treffen sich im Restaurant Büner zum Mittagessen. Der Zürcher und die YB-Legende verstehen sich sehr gut. Nach der Rückkehr ins Stade de Suisse sagt Schneiter, Gross sei angespannter als sonst, er wirke aber keinesfalls ratlos. «Er hat klare Vorstellungen davon, was zu tun ist in dieser schwierigen Situation.» Er widerspricht Behauptungen, wonach Gross auf niemanden höre: «Er holt sich immer wieder Meinungen von Drittpersonen ein.» Der 76-Jährige ist überzeugt vom Leistungsdenken, welches der Coach tagtäglich propagiert: «Die Spieler verdienen alle sehr gut. In diesem Preis ist auch die Kritik des Trainers und der Presse inbegriffen. Wer mit diesem Umstand nicht umgehen kann, ist im falschen Beruf.»
Donnerstag, 1. Dezember
•Gespräch mit Hansruedi Hasler im Stadionrestaurant. Er beurteilt die Arbeit von Gross und dessen Staff als «sehr gut». Die Frage, ob der Erfolgscoach zu dominant auftrete, verneint er: «Gross ist kein Diktator.» Es gebe aber einzelne Spieler, die immer noch zu viel Respekt vor ihm hätten. Wie erklärt sich Hasler die Tatsache, dass sich mehrere Spieler seit Wochen in Unterform präsentieren? Zum Teil seien es private Gründe, zum Teil habe es mit dem Kulturwandel zu tun, den Gross in die Wege geleitet habe. «Die Spieler werden zeitlich und mental stärker beansprucht.» Wie sich das Team leistungsmässig entwickelt hat in diesem Jahr, gefällt Hasler nicht: «Wir haben zu viele durchschnittliche Akteure.»
•Nachmittagstraining im Stade de Suisse. Farnerud, Costanzo, Nuzzolo und Raimondi, die Spezialisten für stehende Bälle, schlagen Flanken auf den hinteren Pfosten. Goalietrainer Zuberbühler kommentiert lautstark jeden Ball. Nach Trainingsende werden Spieler und Staff sofort nach Niederwangen verschoben. Sie haben beim Hauptsponsor einen Termin zu erfüllen, der schon vor längerer Zeit festgelegt wurde: Autogramme schreiben. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ge ... y/13291693
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shalako
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Verfasst: Montag 5. Dezember 2011, 12:23 |
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05.12.2011  Zitat: Der Boden, dem niemand nachweint
Die Ära des Kunstrasens im Stade de Suisse ist gestern nach fünfeinhalb Jahren zu Ende gegangen.
Es war ein Abschied ohne Emotionen. Als Schiedsrichter Studer gestern kurz vor 18 Uhr den Match YB-Sion abgepfiffen hatte, brauchte es keine Securitas-Leute, die verhindern mussten, dass Fans auf den Rasen stürmten. Anders als vor 10 Jahren, als nach der letzten Begegnung im alten Wankdorfstadion hunderte von YB-Anhängern auf den Platz eilten, um sich ein Stück Naturrasen zu ergattern, machte niemand Anstalten, sich ein Stück des Kunstrasens zu sichern. Der mit Gummigranulat angereicherte Plastikboden vermochte ausser dem früheren Stadionchef Stefan Niedermaier nie jemanden richtig glücklich zum machen.
Unvergesslich die Premiere am 19. Juli 2006 bei hochsommerlichen Temperaturen: Ein penetranter Gummigestank lag in der Luft, als YB und Basel um die ersten Meisterschaftspunkte kämpften. An der Seitenlinie beim FCB: Christian Gross. Dieser war über die künstliche Unterlage alles andere als erbaut und sprach nach dem 1:1 von einem «völlig anderen Spiel».
Keine gute Meinung vom Kunstrasen hatte auch der damalige YB-Trainer Gernot Rohr. «Er wirkt wie eine Sauna, wenn es heiss ist», erzählte er dem Schreibenden im Vertrauen. Öffentlich durfte sich der Franzose wie die Spieler nicht kritisch über das neue Produkt äussern. Klartext redeten nur jene, die nicht mehr bei YB unter Vertrag standen: Sie beklagten sich über Hüft- und Rückenschmerzen. Oder sie verzogen das Gesicht wie Seydou Doumbia, wenn ein Journalist auf die wenig geliebte Unterlage zu sprechen kam.
Niedermaier liess sich von den Kritikern nicht beirren. Ihm war wichtig, dass im Stade de Suisse möglichst viele Trainingseinheiten stattfinden und in der Sommerpause Rockkonzerte durchgeführt werden konnten ohne grosse Reibungsverluste. Wenn ein Trainer wankelmütig wurde wie Vladimir Petkovic und nach einem Naturrasen verlangte, vertröstete ihn der gewiefte Stadionchef mit schönen Worten.
Eine Unterlage für Junioren
Wer weiss, wie lange YB noch auf Kunstrasen gespielt hätte, wenn Niedermaier im August 2010 nicht entlassen worden wäre. Für seinen Nachfolger Ilja Kaenzig war klar, dass der Plastik aus dem Stade de Suisse entfernt werden musste. Als Gross als neuer Trainer verpflichtet wurde, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Wechsel vollzogen wurde. «Es ist eine Unterlage für den Nachwuchs», pflegte der Zürcher zu sagen, wenn man ihn fragte, was er vom Kunstrasen halte. Wie jeder Fussballpurist erinnerte er daran, dass es für einen Fussballer nichts Schöneres gibt als den Geruch eines frischgemähten Rasens. Dem ist nichts anzufügen.
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shalako
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Verfasst: Montag 5. Dezember 2011, 12:24 |
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05.12.2011  Zitat: Auf dich war stets Verlass, du ungeliebter Plastikrasen
Am Mittwoch kommt der Kunstrasen (* Juni 2006, † Dezember 2011) im Stade de Suisse unter die Erde. Ein Nachruf.
Du warst ein unerwünschtes Kind. Kaum jemand gratulierte deinem Vater, dem ehemaligen Stade-de-Suisse-CEO Stefan Niedermaier, als er vor Jahren erzählte, du seist unterwegs. Niemand wollte das Kind aus Plastik kennen lernen. Noch vor deiner Geburt wurden die wildesten Gerüchte über dich erzählt. Von einer Krankheit war die Rede, einer Seuche, die bisher niemand kannte. Die Menschen fürchteten sich vor den Granulatkörnchen zwischen deinen künstlichen Grashalmen. Denn diese, so sagte man, enthalten krebserregende Stoffe. Die Plastikrasenärzte bestätigten die Diagnose. Doch sie beruhigten die Fussballschweiz: Es gebe keine Ansteckungsgefahr, die Dosis der ungesunden Stoffe sei dafür zu gering.
Die meisten YB-Fans rümpften die Nase, als sie dich nach deiner Geburt zum ersten Mal im Stade de Suisse sahen. Nur wer bei YB unter Vertrag stand, äusserte sich positiv über deine Anwesenheit. Die Spieler und Trainer der Gästemannschaft gaben nach Niederlagen fortan dir die Schuld. Dein grösster Kritiker war über Jahre Startrainer Christian Gross. Derjenige Christian Gross, der mittlerweile bei YB arbeitet und die Hauptverantwortung für dein plötzliches Ableben trägt.
Du bekamst nur wenig Liebe. Man gab dir an fast allem die Schuld: Weder Grätschen noch Tacklings seien auf dem Plastikrasen möglich. Die Trikots der Spieler blieben – natürlich ausschliesslich deinetwegen – immer sauber. Dass die Trikots manchmal auch wegen des fehlenden Arbeitsethos der gut bezahlten Fussballprofis nicht schmutzig wurden, fiel niemandem mehr auf.
Andere Spielfelder hätten sich beim Chefgärtner wegen Mobbing beschwert. Oder sie hätten auf Burn-out plädiert und eine Auszeit verlangt, mit Wellnesswochen an der Bergsonne inklusive Regenerationsbewässerungen und in Begleitung einer üppigen Kräuterwiese.
Du aber warst trotz Anfeindungen jeden Morgen, ohne zu murren, zur Arbeit bereit. Egal ob es regnete, hagelte oder schneite – auf dich war an 365 Tagen im Jahr Verlass. Während in anderen Stadien Spiele wegen Nässe oder Schnee verschoben wurden, wusste die ganze Fussballschweiz: Der Wankdorfrasen macht nie blau.
Nun bist du von uns gegangen. Doch niemand weint dir eine Träne nach. Zwar kommen am Mittwoch um 14 Uhr Journalisten und Fotografen zu deiner Beerdigung ins Stade de Suisse. Aber nicht, um sich von dir zu verabschieden. Sondern, weil sich alle über den neuen Naturrasen freuen. Dieser wird respektlos über dich drübergelegt.
Dein Nachfolger ist das pure Gegenteil von dir. Wie eine Diva stellt er Bedingungen, er will Wasser, er will Dünger. Und er verlangt nach einem persönlichen Mitarbeiter, einem Rasenwart, der ausschliesslich für ihn da ist, der ihn täglich pflegt und hegt.
Der neue Rasen ist ein Weichling: Beim ersten grossen Schneefall wird er in den Streik treten und nach der Gewerkschaft rufen. Und nach nur vier Monaten Arbeitszeit geht er bereits in den Ruhestand. Der neue Rasen ist ein Blender: Denn trotz der genannten Eitelkeiten freuen sich alle auf ihn. http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/11148197
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Montag 5. Dezember 2011, 14:46 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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05.12.2011  Zitat: Kein blutiges Knie mehr dank Naturrasen
Das letzte Spiel auf dem Kunstrasen im Stade de Suisse hat geendet wie das erste vor fünfeinhalb Jahren: mit einem 1:1.
Mitten in der ersten Halbzeit gegen Sion wurde YB-Verteidiger Christoph Spycher gestern vom Feld geholt. An der Seitenlinie hatte der vierte Unparteiische die Schürfwunde gesehen, die sich Spycher bei einem Zweikampf zugezogen hatte, und verlangte, dass diese versorgt werde. YB-Arzt Cuno Wetzel war rasch zur Stelle, stoppte die Blutung und deckte die Wunde ab. Spycher kehrte aufs Feld zurück.
Ab sofort wird sich der Routinier im Stade de Suisse nicht mehr so rasch ein blutiges Knie holen. Die Zukunft gehört dem Naturrasen, der in den nächsten Tagen über den Kunstrasen verlegt wird und auf dem YB künftig spielt. Um beste Spielqualität zu garantieren, wird der Rasen künftig viermal pro Jahr ersetzt, eine halbe Million Franken lässt sich YB diese Massnahme kosten.
Gross: «Nicht mein Entscheid»
In Bern ist seit gestern aber eine Ära zu Ende. Aus wirtschaftlichen Überlegungen beschloss die damalige Stade-de-Suisse-Führung um CEO Stefan Niedermaier im Jahr 2005, die Spielfläche des neuen Stadions mit künstlichem Gras zu versehen. Das erste Spiel auf Plastik bestritt YB am 19.Juli 2006 gegen den FC Basel. Beim 1:1 trafen Carlos Varela für YB und Ivan Ergic für die Basler.
Bern nahm in der Schweiz in Sachen Kunstrasen eine Vorreiterrolle ein. In Neuenburg und in Thun zogen die Stadionverantwortlichen nach und liessen ebenfalls Plastik verlegen. Und doch war die Kritik der ständige Begleiter. Vor allem der damalige FCB-Trainer Christian Gross liess kein gutes Haar an der Unterlage. Bei seinem Wechsel nach Bern diesen Sommer versteckte der Zürcher seine Abneigung gegen den Kunstrasen denn auch nicht. Dennoch betonte er gestern, nicht er habe entschieden, den Rasenwechsel vorzunehmen. «Das war ein Beschluss der Verantwortlichen. Ich habe das nie zur Bedingung für eine Zusage als YB-Trainer gemacht.» Freuen wird sich Gross, der heute Abend in einem Lokal in der Länggasse an einem Talk Rede und Antwort steht, aber sicher, wenn es im Stade de Suisse künftig wieder nach Rasen riecht.
Ilja Kaenzig, der im vorletzten Sommer die Nachfolge von Niedermaier als YB- und Stade-de-Suisse-Geschäftsführer antrat, hingegen freut sich, wenn der Schweizerische Fussballverband wieder regelmässig Partien des Nationalteams nach Bern vergibt. Den Anfang macht am 29.Februar das Freundschaftsspiel Schweiz - Argentinien. Und dann hofft Kaenzig auch auf den Zuschlag für den Cupfinal 2012. Nachdem YB am unterklassigen FC Winterthur gescheitert ist, wäre das immerhin ein finanzielles Trostpflaster. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/27575759
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