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 Beitrag Verfasst: Freitag 8. Juli 2005, 23:15 
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STADE DE SUISSE


Ticket Nr 1. an Tschäppät

Am Donnerstag ist mit der Übergabe des Tickets Nr. 1 an Stadtpräsident Alexander Tschäppät der Billett-Versand für die Eröffnungsfeierlichkeiten des Stade de Suisse gestartet worden. Für den 30. und den 31. Juli sind noch Tickets zu haben.

Das Eintrittsticket hat die Form einer eigens für die Stadion- Eröffnung kreierten Swatch-Uhr. Schätzungsweise seien für den 30. und 31. Juli mehr als die Hälfte der Billette verkauft, sagte Stadionsprecherin Marianne Gut auf Anfrage. Am 1. August ist der Eintritt für alle Besucher gratis.

Bundespräsident Samuel Schmid wird am 30. Juli die Eröffnungsrede halten. Darauf folgt ein 70-minütiges Spektakel mit einer «Epochenchoreografie». Berner Musiker werden einen neuen YB- Song und eine Stadionhymne präsentieren. Am 31. Juli findet das Eröffnungsspiel im 32 000 Plätze umfassenden Stadion statt, am 1. August ein Tag der offenen Tür. (sda/pbl)

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 Beitrag Verfasst: Samstag 9. Juli 2005, 01:36 
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Bund, 8.7.2005

«Die grossen Knaller müssen her»

Stadionrocker sind willkommen: Die Betreiber des neuen Wankdorfs erwarten die ganz grossen Namen des Musikgeschäfts in Bern
Dem Rapper Eminem ist das Wankdorf zu klein. Doch für die Rolling Stones und andere Stars ist das Stade de Suisse durchaus eine Option. Im Gerangel um die Künstler hat Bern mit der neuen Arena sehr gute Karten in der Hand, sagen Konzertveranstalter.

«Ein Fussballspiel dauert nicht 90, sondern 180 Minuten.» Ralph Ammann, Leiter Event- und Stadionvermarktung des Stade de Suisse Wankdorf Bern, stellt das Einmaleins des Fussballs auf den Kopf. Den Matchbesuch in Bern will er zum sozialen Anlass, zum «Happening» machen, wo man sich auch vor und nach dem Spiel ausgiebig vergnügt. An der Infrastruktur mangelt es nicht: 16 Verpflegungsstände, ein Restaurant, nahezu 200 Bildschirme sind im Stadion platziert. Doch nicht nur während der Spiele der Young Boys ist der Match auf dem Rasen bloss einer von vielen Unterhaltungskomponenten: Im multifunktionalen Stadion ist einiges mehr als Fussball nötig, um die monatlichen Betriebskosten von gegen einer Million Franken zu decken («Bund» vom 27. 6.). Rund 1000 Anlässe jährlich sollen die neue Arena wirtschaftlich über Wasser halten. Von kleinen Konferenzen über Bankette in der «Champions Lounge» für 1000 Personen bis hin zu stadionfüllenden Veranstaltungen sei alles möglich, sagt Ammann. Die Spannweite massentauglicher Anlässe ist gross: Weihnachtszirkus, Musical, Schwingfest oder ein Stock-Car-Rennen, wie es jüngst der deutsche TV-Star Stefan Raab in der Arena auf Schalke zelebrierte, lägen im Bereich des Möglichen. «Wo die Grenzen sind, werden wir sehen, wenn der Betrieb läuft», sagt Ammann.


Warum für U2 nach Zürich?

Nebst den voraussichtlich 25 Fussballspielen rechnen die Verantwortlichen mit 15 weiteren Anlässen jährlich, die die Zuschauer zu Tausenden ins neue Stadion locken. Ammann zählt dabei auch auf die ganz grossen Namen aus der Musikbranche, die bisher mangels Auftrittsmöglichkeiten einen Bogen um Bern gemacht haben. Mit einem Fassungsvermögen von 40 000 Personen (16 000 Sitz- und 24 000 Stehplätze) steht in Bern nun eine moderne Arena zur Verfügung, die dem ebenso grossen Letzigrund in Zürich oder dem St.-Jakob-Park in Basel den Rang ablaufen könnte. Ammann: «Warum soll das ganze Mittelland nach Zürich fahren, um U2 zu sehen, wenn das in Zukunft auch in Bern möglich ist?» Auf kleiner Flamme will er wahrlich nicht kochen: Ein Konzert für 20 000 Personen decke den Aufwand nicht; «die grossen Knaller müssen her».
Ein Exklusivvertrag mit einer Agentur für Grosskonzerte werde nicht abgeschlossen, sagt Ammann, man sei für alle Vorschläge offen. Im Vordergrund steht für ihn aber die Zusammenarbeit mit den «gestandenen» Veranstaltern des Zürcher Branchenleaders Good News, der Berner Appalooza Productions sowie den Westschweizern von Opus One, der Agentur von Paléo-Festival-Direktor Daniel Rosselat. Letzterer soll laut Ammann helfen den welschen Markt zu erschliessen.


Frankofone ennet Röstigraben

Opus One werde auch in Zukunft vorwiegend in der französischen Schweiz tätig sein, dämpft Rosselat zu grosse Erwartungen. Der Standort Bern sei aber sicher interessant, wenn auch nicht für frankofone Stars. Fürs Stade de Suisse spreche die Offenheit der Betreiber für Anlässe aller Art. «Eben dies ist beispielsweise im Stade de Genève, welches stark auf Sportveranstaltungen ausgerichtet ist, nicht der Fall.» Weniger zurückhaltend als Rosselat geben sich Gurtenfestival-Veranstalter Philippe Cornu von Appalooza und André Béchir von Good News: Ihr Interesse am Wankdorf sei sehr gross, bestätigen beide.
«Die Infrastruktur im Stadion ist sehr gut», sagt Good-News-Chef Béchir. In Bern könnten zum Beispiel die Sattelschlepper ins Stadion hineinfahren und rund um den Rasen kurven. Damit lasse sich die Auf- und Abbauzeit verkürzen. Diesbezüglich habe man die «Lehren aus den Schwächen des Basler St.-Jakob-Parks gezogen.» Auch Cornu spricht von einer ausgezeichneten Infrastruktur: «An alles, was für Grosskonzerte nötig ist, wurde gedacht.» Die Stadionmiete sei hoch, findet Cornu. Etwa im Vergleich zur «veralteten» Lausanner Pontaise, «wo man froh ist, wenn überhaupt etwas läuft», und entsprechend auch einen guten Preis bekomme. «Aber», so Cornu weiter, «unter dem Strich ist das Engagement in Bern zwar kostspielig, die Organisation dafür aber dank guten Rahmenbedingungen wesentlich einfacher als anderswo.» Wie tief eine Agentur für die Stadionmiete in die Tasche greifen muss, will Ammann nicht sagen. Nur so viel: «Unter einer Viertelmillion läuft sicher nichts.»


Wankdorf in der «Poleposition»

Laut Béchir sprechen aber auch der gute Anschluss an den öffentlichen Verkehr, die genügende Anzahl Parkplätze und der geplante Einbau von Kunstrasen für die Berner Fussballarena. Und – da sind sich alle drei Agenturen einig – die zentrale geografische Lage Berns sei optimal. Wer nach dem Konzert mit dem Zug heim nach Genf will, kann das in Bern tun, in Basel oder Zürich werde dieses Unterfangen schwierig, erläutert Béchir die Vorzüge. Doch ist heute die Lage Berns in der Mitte der Schweiz noch ausschlaggebend? Hat nicht zum Beispiel der Grossraum Basel im Dreiländereck mehr zu bieten? Béchir verneint. 90 Prozent der Konzertbesucher in Basel stammten aus der Schweiz. Zudem habe die Werbung über die Landesgrenzen hinaus zusätzliche Kosten zur Folge. Doch nicht nur aus diesen Gründen hat das neue Berner Stadion gute Karten im Wettstreit um die weltbekannte Musikergilde: In den nächsten Jahren wird im Letzigrund und im St.-Jakob-Park gebaut. «Bern steht dann in der Poleposition», sagt Béchir. Das dereinst ausgebaute «Joggeli» in Basel werde im Übrigen nur unwesentlich mehr Raum für Konzertbesucher bieten.


Eminem sprang vom Haken

Trotz guten Voraussetzungen: Grosskonzerte in Bern werden auch in Zukunft eine Seltenheit bleiben. Die Open-Air-Saison ist kurz, die Auf- und Abbauarbeiten für einen Auftritt dauern lang. Und vor allem sind die «grossen Knaller» dünn gesät: Cornu spricht von weltweit gut 20 Bands, die überhaupt das Potenzial hätten, das Stadion zu füllen. Auch Ammann relativiert: Grosse gingen nur alle paar Jahre auf Tour, einigen sei der Markt Schweiz, anderen das Stadion zu klein. So ist denn auch das erste Grosskonzert, das noch diesen Sommer hätte stattfinden können, geplatzt: Für «den Künstler» wäre ein Stadion für 60 000 Zuschauer nötig gewesen, sagt Ammann. Béchir bestätigt, dass es Eminem war, der es vorzog, nicht im Wankdorf zu rappen.
Von drei bis vier grossen Konzerten pro Jahr geht Ammann aus. Wer also kommt nach Bern? Sowohl Good News wie auch Appalooza haben Daten im 2006 reserviert – für wen, wollen sie indes nicht sagen. Machen die Rolling Stones auf ihrer Tour im nächsten Jahr in Bern Halt? «Nichts ist unmöglich. Wir stehen mit dem Management der Stones in Kontakt», sagt Béchir.


Madonna kommt vor YB

Klar ist indes, dass auch Daten für grosse Stars frei geschaufelt würden. Einen Fall wie letztes Jahr im Letzigrund dürfe es nicht geben, sagt Ammann. Damals klopfte Madonna kurzfristig für ihren ersten Schweizer Auftritt an. Letztlich wurde aber dem Match FCZ gegen YB der Vorzug und der Pop-Ikone ein Korb gegeben. In Bern würde in einer solchen Situation alles daran gesetzt, den Match zu verschieben, sagt Ammann. Eine Gratwanderung zwischen den Interessen des Sports und der Betreiber sei dies nicht. Ohnehin seien solche Überschneidungen selten.
Noch ist wenig konkret: Auch das zur Diskussion stehende Eishockey-Derby zwischen den SCL Tigers und dem SCB ist nicht definitiv. Immerhin: Im September jubiliert der 100-jährige Automobil Club der Schweiz mit einem Weltrekordversuch. Ein langer Oldtimercorso durchs Stadion soll den Eintrag ins Guinness-Buch sichern.

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 Beitrag Verfasst: Samstag 9. Juli 2005, 10:59 
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Weltwoche, 9.7.2005


IPM vermarktet Adscreens im neuen Wankdorf-Stadion

IP Multimedia Schweiz (IPM) ist mit der Vermarktung der Adscreens im Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion beauftragt worden. Im neu erbauten Fussballstadion in Bern, das am 30. Juli eröffnet wird, sind über 180 Plasmabildschirme montiert. Zwei Grossbildschirme von 44 Quadratmetern Fläche und die Adscreens im Bereich der Zuschauerränge, im VIP- und im Restaurationsbereich ermöglichen den Blick auf das Spielfeld aus allen Winkeln des Stadions und bieten sich auch für Werbe- und Sponsoringmassnahmen an. Auch das Stadion-eigene Einkaufscenter wird mit Bildschirmen ausgerüstet. IPM eröffnet im Stade de Suisse selbst eine Zweigniederlassung. Nach dem Bezug von Büroräumlichkeiten in Basel, Biel, Lausanne und Zürich werde so die Strategie der lokalen Verankerung fortgesetzt, heisst es in einer Mitteilung.

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 Beitrag Verfasst: Montag 11. Juli 2005, 10:25 
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Bund, 11.7.2005

Alles unter Kontrolle im Stadion

Für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen im Stade de Suisse sorgt ein komplexes Zusammenspiel von Mensch und Technik
Wer Einlass ins neue Wankdorf-Stadion begehrt, erwirbt entweder ein Stück Papier mit aufgedrucktem Strichcode, eine Kunststoffkarte mit integriertem Funkchip oder eine spezielle Armbanduhr.

Bereits ausserhalb der Arena fordert einen das Sicherheitspersonal auf, die Zutrittsberechtigung vorzuweisen. Danach gehts durch einen vergitterten Korridor die Treppe hoch. Auf dem ersten Abstatz tasten die Mitarbeiter von Bronco-Security die Stadionbesucher auf unerlaubte Gegenstände ab.
Erst jetzt müssen die Stadionbesucher Ticket, Karte oder Uhr bereit halten, um durch die Drehkreuze zu ihren Sitzplätzen auf der Tribüne zu gelangen. Während das herkömmliche Billett durch einen Strichcodeleser gezogen wird, können Karte und Uhr in die Nähe einer Kontaktfläche gehalten werden. Über Funk erfolgt die Autorisierung, die Schranke öffnet sich, und man ist drin in der Arena.
Noch wird der Zusatznutzen, den die neue Technologie bietet, nicht voll ausgeschöpft. Die Zukunft sieht aber so aus: Der Inhaber eines Saisonabonnements kann die YB-Wurst und die Getränke, die er am Match konsumieren will, zuhause vorbestellen, indem er via Internet den entsprechenden Geldbetrag auf seine Karte lädt. «Bis zur Euro 08 wollen wir so weit sein», sagt Marianne Gut, Kommunikationsverantwortliche der Stade de Suisse AG. Damit alles zum Laufen kommt, müssten aber erst Computerprogramme zur Verwaltung der gesamten Kundendaten in Betrieb genommen werden.
Was heisst das für den durchschnittlichen Saisonkarteninhaber? Erhalten YB-Wurst-Esser künftig unaufgefordert Werbebotschaften für Schweizer Fleisch? Marianne Gut winkt ab. «Es gibt ein Datenschutzgesetz, und daran halten wir uns. Eine Zweckentfremdung der Daten für Werbezwecke ist weder erlaubt, noch liegt sie in unserem Interesse.»


Der gläserne Fussballfan

Die Stade de Suisse AG trägt in diesem sensiblen Bereich eine grosse Verantwortung; ungleich grösser, als sie für eine Stadionbetreiberin noch vor zehn Jahren war.
Trat der Fussballfan in der Vergangenheit beim Billettkauf anonym auf, so ist heute eine Identifikation in den meisten Fällen Pflicht. Wer sein Ticket für den YB-Match im Internet kauft, muss Name, Telefonnummer, Geburtstag und E-Mail-Adresse und schliesslich die Wohnadresse angeben, damit ihm das Dokument per Post nach Hause geschickt werden kann. Vorläufig die einzige Möglichkeit, ein Ticket ohne Preisgabe der Personendaten zu erwerben, ist der Kauf im Stadion selbst. Vorverkaufsstellen ausserhalb – etwa in der Stadt Bern –gibt es keine. Mittelfristig soll sich das ändern, heisst es bei der Stade de Suisse AG.
«Das Ticketing-System ist eine wichtige Komponente unseres Sicherheitssystems», erklärt Michael Kropf, zuständig für die Betriebsorganisation und Sicherheit im Stade de Suisse. Dank dem automatischen Zählmechanismus bei den Drehkreuzen etwa wissen die zuständigen Stellen jederzeit, wie viele Zuschauer sich bereits in den jeweiligen Tribünensektoren befinden, und können die Sicherheitskräfte entsprechend aufstellen.
Auf den Tribünen lotsen so genannte Stewards die Zuschauer zu ihren Sitzplätzen. Ausgebildet werden sie von der Sicherheitsfirma Protectas. «Für den Vollbetrieb brauchen wir etwa 300 Leute», schätzt Sicherheitschef Kropf. In den letzten Wochen hätten sich zahlreiche Personen gemeldet, die sich für einen solchen Hilfsjob interessieren. Die Entschädigung ist gering und bemisst sich danach, wie viel eine Person von der laufenden Veranstaltung mitkriegt.
Fürs Gröbere zuständig – das heisst, wenn das hauseigene Personal nicht mehr zu Rande kommt und die Polizei noch nicht avisiert werden muss – ist die Firma Bronco-Security. «In den letzten Jahren hat man mit den Broncos im YB-Ausweichstadion Neufeld gute Erfahrungen gemacht, deshalb sind sie zum Zug gekommen», begründet der Sicherheitsverantwortliche die Wahl.


«Jeder Platz ist einsehbar»

Nicht nur die Augen des Sicherheitspersonals, auch Kameralinsen beäugen das Geschehen im Stadion. «Jeder einzelne Platz ist einsehbar», weiss Michael Kropf. Abgespeichert werden die Aufnahmen aber nur dann, wenn sich ein sicherheitsrelevanter Vorfall ereignet. Ansonsten werde das Bildmaterial spätestens 72 Stunden nach der Aufzeichnung gelöscht.
Brenzlige Situationen werden auch im neuen Wankdorfstadion nicht zu verhindern sein. «Unser Ziel ist es, heikle Situationen auf keinen Fall zur Eskalation zu bringen», erklärt Sicherheitschef Kropf. Mensch und Technik stehen für diese Aufgabe bereit.

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 Beitrag Verfasst: Montag 11. Juli 2005, 10:27 
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Roma gibt Bescheid

In 20 Tagen steigt im Stade de Suisse die Eröffnungsfeier. Noch ist aber unklar, welches im Blitzturnier das dritte Team ist.

«Am Montag bekomme ich Bescheid, ob die AS Roma am 31. Juli nach Bern kommt», sagt Peter Jauch, CEO des Stade de Suisse, auf Anfrage. Jauch hatte bisher erst eine mündliche Zusage eines von der Uefa anerkannten Spielvermittlers, der in Verhandlung mit verschiedenen italienischen Klubs ist. «Ich habe auch nie gesagt, dass Roma kommt», ergänzt Jauch genervt. Tatsache ist, dass auf der Homepage des Stade de Suisse bei den Teilnehmern des Blitzturniers steht: «BSC YB, Stuttgart und voraussichtlich AS Roma.»

25 Teams kontaktiert

Gerade in Rom habe es in letzter Zeit sehr viele Veränderungen gegeben, appelliert Jauch ans Verständnis der potenziellen Besucher des Eröffnungsspiels. «Und falls Roma absagen sollte, habe ich noch etwas in der Hinterhand», ergänzt Jauch. Aus welchem Land dieses dritte Team kommen würde, will Jauch nicht preisgeben. Insgesamt habe man rund 25 Teams angefragt. Darunter sollen Teams wie Inter Mailand, Udinese, Borussia Dortmund, Galatasaray oder Arsenal sein. «Ihr Journalisten habt doch keine Ahnung, wie viel ein solches Turnier kostet», mokiert sich Jauch. So koste etwa Barcelona für ein bezahltes Training, sprich Freundschaftsspiel, 1,5 Millionen oder Juventus Turin 0,7 Millionen Franken. So sei es auch utopisch, zu glauben, man könne etwa Real Madrid nach Bern holen, weil die Spanier gerade in Schruns im Trainingslager stecken würden. So ein Auftritt sei nicht bezahlbar. Wie viel Geld man beim Stade de Suisse bereit ist zu bezahlen, zeigt das Beispiel Arsenal, das für einen Auftritt in Bern 160 000 Euro verlangt haben soll. «Dazu sage ich nichts», entgegnet Jauch.


Mehr Freude und Euphorie

Der CEO des Stade de Suisse weiter: «Die Medien sollten hier in Bern endlich Freude zeigen, wie dies bereits in Basel der Fall war. Verbreitet Euphorie, denn was ihr hier in Bern mit dem Stade de Suisse bekommt, ist einmalig.» Wie viele Tickets für dieses einmalige Eröffnungswochenende bereits abgesetzt wurden, konnte Jauch gestern nicht sagen: «Ich war drei Tage lang weg.» Dass es aber erst 9000 sein sollen, dementiert Jauch: «Ich bin sicher, dass es mehr als 10'000 sind.» Jauch hat es nun mit dem Engagement eines Topteams selbst in der Hand, diese Euphorie zu starten.

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 Beitrag Verfasst: Montag 11. Juli 2005, 14:26 
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BZ, 11.7.2005

Neuer CEO im Stade de Suisse

Der Verwaltungsrat der Sport und Event Holding AG als Dachgesellschaft für alle Aktivitäten im Stade de Suisse hat eine Aufstockung der Führungsmannschaft beschlossen. Stefan Niedermaier wird neuer CEO der Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG, Peter Jauch wird zum Delegierten des Verwaltungsrates der Sport und Event Holding AG ernannt.

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Wankdorf-CEO Peter Jauch / Keystone

Die operative Führung der Stadionbetreiber-Gesellschaft Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG übernimmt als CEO neu Stefan Niedermaier. Der Dreiundvierzigjährige ist in Thun geboren und schweizerischfranzösischer Doppelbürger mit einer Ausbildung als Elektrotechniker und einem Master of Business Administration (MBA). Er war zuletzt in Deutschland Geschäftsführer der DATAGROUP GmbH bei Stuttgart tätig.

«Meine eigene Fussballerkarriere beschränkt sich zwar auf die Junioren beim FC Dürrenast, aber ich bin dem Sport im Allgemeinen und dem Fussball im Besonderen immer verbunden geblieben, unter anderem auch mit meinem früheren Arbeitgeber tesion als Sponsor des VfB Stuttgart», sagt Stefan Niedermaier, der am 1. August 2005 das Amt des CEO im Stade de Suisse übernehmen wird. «Deshalb freue ich mich sehr auf meine neue Tätigkeit in Bern und auf die Herausforderung, das Stade de Suisse zum begehrtesten multifunktionalen Stadion der Schweiz zu machen.»

Peter Jauch, der den Aufbau und die Inbetriebnahme des Stadions leitete, wird Delegierter des Verwaltungsrates der Sport und Event Holding AG. Er übernimmt in dieser Funktion die Koordination der drei Holding-Tochtergesellschaften Stade de Suisse Wankdorf Nationalstadion AG, Mibet Finanz und Verwaltungs AG sowie Stade de Suisse Gastro AG.

«Der Entscheid, die verschiedenen Bereiche der Holdinggesellschaft
stärker zu koordinieren, hängt mit dem breiten Angebot im Stade de
Suisse zusammen», sagt Benno Oertig, Präsident des Verwaltungsrates
der Sport und Event Holding AG. Kongress in unserem Konferenzzentrum, optimal miteinander vernetzt werden.»

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 12. Juli 2005, 19:32 
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BZ, 12.7.2005

Roma-Entscheid steht aus

Ein weiteres Fragezeichen besteht für die Stadiongesellschaft – und auch die Öffentlichkeit – in Sachen Eröffnungsturnier am 31. Juli. Der endgültige Entscheid wird zwar erst heute oder am Mittwoch erwartet, es ist aber höchst fraglich, ob die AS Roma in Bern antritt. Auf der Homepage der Stadionbetreiber wird noch immer Werbung für das Turnier mit Roma und Stuttgart als Gastteams gemacht. Vergangenen Freitag, im Vorfeld des YB-Spiels gegen Kaiserslautern, sagte aber YB-Trainer Hans-Peter Zaugg, er habe vernommen, dass Totti und Co. abgesagt hätten. Laut Zaugg wird der englische Premier-League-Verein Everton als Ersatz gehandelt. Jauch liess sich gestern nicht auf Spekulationen ein und sagte nur, er habe einen valablen Kandidaten in Aussicht.

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 13. Juli 2005, 07:58 
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Eröffnung mit Udinese?

Die Teilnahme Stuttgarts steht seit längerem fest. Dagegen wird noch immer darüber gerätselt, welches zweite ausländische Team am Eröffnungsturnier im Stade de Suisse zu sehen sein wird. Die mögliche Lösung dieses Rätsels heisst Udinese. Der Klub, der die letzte Meisterschaft der Serie A hinter Juventus Turin, AC Milan und Inter Mailand im vierten Rang beendete und nun die Qualifikation zur Champions League bestreiten kann, weilt Mitte Juli während zweier Wochen in Charmey FR im Trainingslager. Während dieser Zeit steht gemäss der offiziellen Udinese-Homepage nebst einem Testspiel gegen Basel offenbar auch der Auftritt im Stade de Suisse am 31. Juli auf dem Programm. Ralph Ammann, Leiter Event und Stadionmarketing, mag dies weder bestätigen noch verneinen, betont aber, man habe keinen Vertrag mit Udinese unterschrieben. Vielmehr stehe man weiterhin mit mehreren Teams in Verhandlung. (gui)

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. Juli 2005, 06:58 
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Turnier wohl mit Udinese

Klar scheint nun die Besetzung des Eröffnungsturniers im Stade de Suisse. Peter Jauch, Delegierter des Verwaltungsrats, hat den Vertrag mit Udinese unterschrieben. Noch fehlt die Unterschrift von Seiten des Serie-A-Vereins, der allerdings die Teilnahme bereits am Montag auf seiner Homepage vermeldet hatte.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 14. Juli 2005, 07:00 
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Bund, 14.7.2005

Torjubel am Wurststand

184 Bildschirme sind als multimediale Werbeflächen im Stade de Suisse verteilt

Wer sich Fussballspiele am Fernsehen anschaut, geniesst gegenüber dem Stadiongänger einen entscheidenden Vorteil: die Wiederholung der Torszenen am Bildschirm. Wie oft hat man auf der Tribüne gestanden, in der entscheidenden Sekunde aber gerade in die falsche Richtung geguckt – und schon ist es geschehen, der Ball zappelt im Netz. Platznachbarn werden genötigt, die heisse Spielsequenz zusammenzufassen.


Keine Hilfsschiedsrichter

Im Stade de Suisse ist Schluss mit dem verbalen Behelf bei verpassten Toren. Multimedia machts möglich. Auf zwei Grossleinwänden werden die spielentscheidenden Momente in der Wiederholung gezeigt, nicht aber heikle Spielszenen, wie mögliche Fouls oder Abseitspositionen von Spielern. Gemäss den Reglementen der nationalen und internationalen Verbände darf Videoaufzeichnung bei Fussballspielen nicht als Hilfsschiedsrichter eingesetzt werden. Erstmals in Betrieb ist die Infrastruktur anlässlich der Eröffnungsfestivitäten, beim Spiel der Young Boys gegen Marseillle am Samstag bleiben die Monitore noch schwarz.


Bier geholt und nichts verpasst

Im gesamten Publikumsbereich des neuen Wankdorfstadions stehen 184 Bildschirme in unterschiedlichen Formaten. Die beiden grössten sind am Tribünendach der beiden Kurzseiten montiert und können von jedem Sitzplatz aus eingesehen werden. Dutzende kleinerer Schirme in Fernsehgrösse befinden sich auf den Tribünen, hauptsächlich auf der Plattform zwischen Parkett und Balkon. Wer für eine YB-Wurst am Verpflegungsstand ansteht, wird künftig mitjubeln (und später mitreden) können, wenn Gelb-Schwarz den Ball ins Netz befördert hat.


Sport ist zweitrangig

Bei den Bildschirmen handelt es sich um so genannte Adscreens, eine Wortschöpfung aus der Welt der Werbung, zusammengesetzt aus Ad für Werbung und Screen für Bildschirm. Neben der Fläche für die Präsentation von Zusatzinformationen zum Fussballspiel sind die Bildschirme in erster Linie Werbefläche. Vermarktet werden die Adscreens von der Zürcher Firma IP Multimedia. Die Tochter von Goldbach Media in Küsnacht, die ihr Geld mit der Vermarktung von Werbung für elektronische Medien verdient, hat sich gleich im Stade de Suisse eingemietet und einen lokalen Ableger eröffnet. «Wir wollen unsere Geschäftstätigkeit in der Region Bern verstärken», erklärt Martin Schlenker, Verkaufsleiter Adscreen von IP Multimedia. Die Geschäfte auf dem Platz Bern sind laut Schlenker nicht schlecht angelaufen: «Für die Eröffnungsfeierlichkeiten haben wir innert fünf Tagen bereits die Hälfte der gesamten Werbedauer verkauft.» Die Erfahrungen im neuen Wankdorfstadion will der Zürcher Werbevermarkter dazu nutzen, um bei Stadien, die in den nächsten Jahren in der Schweiz gebaut werden, mit Adscreens ins Geschäft zu kommen.

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