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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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Eastside
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Verfasst: Mittwoch 28. August 2019, 01:22 |
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Registriert: Mittwoch 17. Februar 2010, 15:48 Beiträge: 83
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deppen singen "auf wiedersehen" anstatt die eigene mannschaft zu feiern.
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 28. August 2019, 08:41 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.08.2019  Zitat: Dieses Scheitern ist sehr schmerzhaft
Dieses Ausscheiden tut den Young Boys enorm weh. Sie waren in beiden Playoff-Partien gegen Roter Stern Belgrad die bessere, gefährlichere Mannschaft und haben keine Begegnung verloren. Kleinigkeiten entschieden, Zufälle und Zentimeter auch, und in den entscheidenden Momenten war YB zu wenig entschlossen. Im Abschluss. Bei den Standardsituationen. Vor den Gegentoren. Beim 2:2 in Bern wie beim 1:1 am Dienstag in Belgrad.
Schmerzhaft ist das Scheitern für YB vor allem, weil eine derart günstige Gelegenheit, die Champions League zu erreichen, für einen Schweizer Club vermutlich nie mehr kommen wird.
Auf der Suche nach Gründen für das bittere Aus der Young Boys landet man relativ schnell beim Verletzungspech. Mehrere Leistungsträger fehlten, die Schlüsselspieler Guillaume Hoarau und Miralem Sulejmani waren nicht in Bestform, letztlich war das zu viel für die neu zusammengestellte Mannschaft. Sie hat sich in den letzten Wochen zwar erstaunlich schnell auf ansprechendem Level gefunden, für den erneuten Coup fehlte es in einzelnen Situationen allerdings an der notwendigen Abstimmung.
Wobei der letztjährige Gegner Dinamo Zagreb stärker war als Roter Stern Belgrad diesmal. Damals hatten die Young Boys jenes Glück beansprucht, das ihnen in diesem Jahr fehlte. Und klar ist auch: Wer einen so bescheidenen Gegner nicht bezwingt, hat in der Königsklasse nichts zu suchen.
Bei der Auslosung der Europa-League-Gruppen am Freitagmittag wird YB in Topf 2 liegen, Basel sogar in Topf 1, Lugano in Topf 4. Auch im zweitklassigen europäischen Wettbewerb warten möglicherweise attraktive Gegner wie Manchester United und der FC Sevilla, Arsenal und AS Rom.
Doch der Unterschied zur leuchtenden Sternenliga ist in jeder Beziehung eklatant. Sportlich wie finanziell. Statt die Fussballgrössen erneut zu Gast im Stade de Suisse zu haben, wartet die Europa League, an der YB seit 2010 fünfmal teilgenommen hat. Das Ziel muss dort sein, sich für den Sechzehntelfinal zu qualifizieren. Und statt rund 30 Millionen Franken Einnahmen in der Champions League dürften es – je nach Abschneiden und Zuschauerzuspruch – um die 10 Millionen sein. Und so ist das Ausscheiden für YB ein Rückschlag. Weil eine grosse Chance verpasst wurde. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/16531461
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 28. August 2019, 08:42 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.08.2019  Zitat: «Mache der Mannschaft keinen Vorwurf»
Die Young Boys sind nach dem Out in Belgrad geknickt. Das zeigen die Reaktionen der Beteiligten. Für Sportchef Spycher steht das Finanzielle nicht im Vordergrund.
Die ersten Böller liessen nicht lange auf sich warten, in dieser lauen Belgrader Nacht. Und für die Young Boys war Knall auf Fall alles vorbei. So nah waren sie dran gewesen an der Champions League, ein Tor in der Schlussphase bei Roter Stern, dieses 2:1, hätte ihnen gereicht. Gefallen ist es nicht, stattdessen 1:1, zweimal Unentschieden gegen die Serben, Europa statt Champions League.
«Wir sind enttäuscht, klar», sagte Sportchef Christoph Spycher, einer der ersten, die nach dem Ausscheiden redeten. «Aber leistungsmässig mache ich dieser Mannschaft keinen Vorwurf.» Zweimal sei YB dem Gegner «mindestens ebenbürtig» gewesen, zweimal aber reichte halt eine gute Halbzeit auch nicht zu einem Sieg. YB verpasst jetzt Einnahmen von bis zu 30 Millionen Franken, bis zu 10 Millionen könnten es in der Europa League sein. «Das Finanzielle steht jetzt nicht im Vordergrund», sagte Spycher, «ich hätte es einfach den Spielern so sehr gegönnt.»
Die guten Dinge aus den Spielen mitnehmen
YB-Trainer Gerardo Seoane überraschte mit seiner Aufstellung. Hinten verteidigte eine Dreierkette, mit dem jungen, im Hinspiel bereits anfälligen Cédric Zesiger und dem neuen Dänen Frederik Sörensen. «Das ist sehr schade», sagte Sörensen, «denn wir hatten den Gegner lange unter Kontrolle.» Und Goalie David von Ballmoos, der beim YB-Freistoss in der Nachspielzeit Schütze Miralem Sulejmani persönlich motivierte, meinte: «Vielleicht können wir mit Distanz die guten Dinge an den zwei Spielen sehen. Aber jetzt gerade ist das schon sehr bitter.»
«Das war eine grosse Chance für den Club», sagte Vincent Sierro, der keine gute Partie zeigte. Auch er musste das Feld für die YB-Schlussoffensive räumen. Guillaume Hoarau und Miralem Sulejmani kamen. Aber am Ende gingen die Böller fürs Heimteam hoch. https://www.derbund.ch/sport/fussball/m ... y/19326269
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 28. August 2019, 08:43 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.08.2019  Zitat: Young Boys: «Wir waren ebenbürtig»
Cedric Zesiger und Frederik Sörensen erleben in Belgrad einen schwierigen Abend. Für Diskussionen sorgte vor dem Spiel ein Panzer.
Für den einen war der Abend früh zu Ende, für den anderen wurde er lang und länger. 1:1 spielte YB beim Playoff-Rückspiel in Belgrad, verpasste die Champions League denkbar knapp und nur wegen der Auswärtstor-Regel. Cedric Zesiger war der überraschende Mann in der Startelf, Frederik Sörensens Einsatz war abzusehen gewesen. Mit Captain Fabian Lustenberger verteidigten die beiden in der schwierigen Ambiance im Marakana” in der Dreierkette - mit unterschiedlichem Erfolg. «Wir organisierten uns sofort gut», sagte Sörensen, der mit zunehmender Dauer besser ins Spiel kam und mit seinen 1,94m in der YB-Schlussoffensive ein häufiger Gast im Belgrader Strafraum war.
Zesiger hingegen bekundete wie schon im Hinspiel etwas Mühe - und musste schon früh Platz machen, aus taktischen und vorsichtigen Gründen. Bereits nach etwas mehr als 30 Minuten mit Gelb belastet, war der Seeländer im Ensemble von Trainer Gerardo Seoane in der zunehmend ruppigen Partie rotgefährdet. Und Seoane musste langsam aber sicher die Offensive forcieren, brachte für Zesiger Christian Fassnacht, später Guillaume Hoarau und Miralem Sulejmani. «Es geht nicht darum, wieviel ich spiele, es geht um die Mannschaft», sagte Zesiger.
Schwierige Kommunikation
Die beeindruckende Stimmung erschwerte in ihrer Lautstärke die Kommunikation der Young Boys auf dem Feld. «Wir waren gut darauf vorbereitet», meinte Zesiger. «Lustenberger dirigierte uns ideal», sagte Sörensen. Und laut wurde es im «Marakana» schon 90 Minuten vor dem Spiel. Schiedsrichter Anthony Taylor kam zur Platzinspektion, auf den Rängen fanden sich schon die ersten Fans ein - und buhten den Referee aus. Eine halbe Stunde später kam YB, es wurde nicht eben leiser.
Es wurde die erwartet hitzige Atmosphäre für die Young Boys im Stadion - das ganze Drumherum aber verlief für sie glatt. Keine Schikanen am Flughafen, keine Probleme mit den Transfers, Roter Stern zeigte sich gastfreundlich. Provokationen gab es höchstens gegen den westlichen Nachbarn: Noch am Vormittag wurde bekannt, dass Fans in Zusammenarbeit mit dem Verein vor dem Stadion einen Panzer geparkt haben. Aus Kroatien gab es heftige Kritik, Medienberichten zufolge sei er während der Jugoslawienkriege im Einsatz gewesen. “Solange damit nicht geschossen wird, ist der Panzer kein Problem”, liess die Uefa lapidar auf Anfrage von «Teleclub» verlauten. Die rund 250 YB-Fans genossen den erwartet heissen Empfang, es war laut zum Anpfiff im «Marakana», die Euphorie aber flachte mit dem zähen Spiel ein wenig ab - bis es mit Aleksas Vukanovics Führungstreffer wieder richtig laut wurde.
Leise und bedrückt verliessen die Young Boys das Stadion. «Vom Gegner kam nicht viel, wir waren mindestens ebenbürtig», ärgerte sich Sörensen. «Die Chance kommt nicht so schnell wieder», wusste Zesiger. Der Auslosung der Europa-League-Gruppen am Freitag blicken die beiden jetzt etwas weniger euphorisch entgegen, als es bei der Königsklasse der Fall gewesen wäre. «Aber immerhin», meinte Zesiger, «in dieser Liga kann auch nicht jeder spielen.» https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/23677136
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 28. August 2019, 08:44 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.08.2019  Zitat: YB-Sportchef Spycher nach bitterem CL-Aus
«Wir hätten es verdient, in der Champions League zu spielen»
YB verpasst nach einem 1:1 in Belgrad die Champions League – Für die Berner geht es nun in der Europa League weiter. Eine Enttäuschung, meint Sportchef Christoph Spycher. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 86926.html
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 28. August 2019, 08:45 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.08.2019  Zitat: «Unverständnis und Frust»
Die Spycher-Abrechnung nach dem YB-Aus in Belgrad
YB-Sportchef Christoph Spycher haderte mit der Effizienz seiner Mannschaft, mit Roter Stern und mit der Uefa. Er sprach von «Unverständnis und Frust.»
Er wirkte gefasst, wie er halt immer wirkt. Spycher mochte den Stab nicht über seine junge Mannschaft brechen, betonte immer wieder, dass er leistungsmässig zufrieden war. «Es mangelte vor allem an der Effizienz.»
Doch dann liess er seiner ersten Analyse einen Satz folgen, der für Spychersche Verhältnisse einem Emotionsausbruch gleichkommt: «Es ist auch Unverständnis da, dass wir nur dreieinhalb Halbzeiten gespielt haben.» Was wollte der Sportchef damit andeuten? «Es ist schade, haben wir in der zweiten Halbzeit mehr oder weniger 25 Minuten nicht Fussball gespielt. Da muss die Uefa schon Überlegungen anstellen, dass der Ball mehr im Spiel ist. Da ist Unverständnis da. Plus Frust. Doch das kam ja nicht unerwartet. Es ist etwas, mit dem wir uns auch befasst haben. Schade ist nur, dass sich nicht alle damit befasst haben.»
«Europa ist ja nicht fertig»
Apropos Uefa: Dass sich die Journalisten ihren Weg zur Mixed-Zone 500 Meter durch Pyros abfackelnde Roter-Sterne-Ultras erkämpfen müssen, fällt auf mehr als nur Unverständnis über die Uefa. Die Zulassung solcher Szenarien ist schlicht skandalös. Und dann wundert man sich, wenn Gäste nicht alles so toll finden, was in Belgrad abgeht.
Doch zurück zu Spycher: «Trotz der riesigen Enttäuschung ist es ja nicht so, dass Europa fertig ist. Jetzt gehts in die Europa League. Und diese Mannschaft hat gezeigt, dass sie auf diesem Niveau zu etwas fähig ist. Wir ‹grännen› jetzt nicht, sondern wollen eine ganz gute europäische Kampagne spielen.»
«Es herrscht innerliche Leere»
Bitter enttäuscht waren sie natürlich alle. Der Mann aus Belgrad, Miralem, Sulejmani, der bei seinem ersten Spiel gegen Roter Stern so gerne den serbischen Medien als strahlender Sieger hätte Antwort geben wollen und nun als geschlagener Hund dastand. Wie auch Christian Fassnacht, dem die abgrundtiefe Enttäuschung ins Gesicht geschrieben stand. «Es herrscht eine riesige innerliche Leere.» Und wie will er die auffüllen? «Ich weiss es nicht.»
Der Grundtenor bei allen: Mit YB ist die eigentlich bessere Mannschaft ausgeschieden. Und doch schauten sie alle schnell wieder einigermassen nach vorne. So auch Fassnacht, der sich endlich ein bisschen Losglück für die Europa League wünschte, das YB zuletzt nicht gehabt hatte. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 86949.html
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 28. August 2019, 08:47 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.08.2019  Zitat: Gut für die Super League: YB hat ohne Champions League weniger Tempo
Die Young Boys verpassen den Einzug in die Champions League. Allzu tragisch ist das nicht – der Klub verdient auch in der Europa League Geld.
Der Start der Super League bestätigt das Kräfteverhältnis: Oben ziehen YB und der FC Basel ihre Kreise, dahinter strampelt die Konkurrenz. Auf den kleinsten Nenner gebracht, lässt sich die grösser werdende Kluft mit den Millionen Franken der Uefa erklären. Wer sie erhält, findet sich in einer anderen Grössenordnung wieder, weil die Teilnahme im Konzert der Grossen nicht nur viel Geld, sondern wegen des internationalen Schaufensters auch höhere Transfereinnahmen zur Folge hat.
Die dicksten Transfererlöse (Mbabu, Sow, Akanji, Embolo, Salah, Xhaka, Shaqiri) sind in Bern und Basel vor allem dank der Hauptbühne Champions League möglich geworden. So gesehen ist das Aus der Young Boys aus Schweizer Optik zu bedauern. Für den Klub, weil er mit der Teilnahme die 100-Millionen-Umsatz-Grenze gesprengt und sich für die nächsten Jahre wirtschaftlich gepolstert hätte. Für das Fernsehen, dessen Europacup-Abende sich mit YB besser verkaufen liessen als ohne YB. Und für die Liga, die nach Glanz dürstet und auf jeden Franken angewiesen ist, der hereingepumpt wird. Man muss die Champions League, das Nonplusultra des europäischen Fussballs, packen, wenn sie gegen den serbischen Meister zum Greifen nahe ist.
Das Flugzeug YB verliert an Flughöhe, doch der Ausfall eines Triebwerks ist nicht tragisch. Erstens verdient der Klub auch in der Europa League Geld. Vor allem kann er dort für das Uefa-Ranking Punkte sammeln, die in der Champions League weniger wahrscheinlich sind. Österreich ist wegen der Salzburger Erfolge in der Europa League in der Uefa-Tabelle im 12. Rang – deutlich vor der Schweiz (17.) – klassiert.
Zweitens ist die Super League nicht unglücklich über den etwas tieferen Berner Überflug. So wirken die dividierenden Kräfte zwischen den Grossen und den Kleinen national weniger stark. 2018 startete YB (Meistertitel, Champions League) ähnlich katapultartig wie der FC Basel 2002 (Meistertitel, Cup-Sieg, Champions League). Der Abend in Belgrad nimmt Tempo weg. https://www.nzz.ch/sport/gut-fuer-die-s ... ld.1504698
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 28. August 2019, 10:24 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.08.2019  Zitat: Spieler von Roter Stern feiern auf Armee-Fahrzeug
Nach dem Match gegen YB spielen sich rund um das Marakana-Stadion in Belgrad absurde Szenen ab.
Es war bis vor dem Anstoss eine beeindruckende Ambiance gewesen, im Marakana-Stadion zwischen Roter Stern Belgrad und YB. Mit den ersten Spielminuten flachte die Stimmung ziemlich ab, die Stimmungsmacher des serbischen Clubs zeigten sich wenig mitreissend. Das änderte sich spätestens mit dem Schlusspfiff. Das 1:1 genügte den Gastgebern zum Einzug in die Gruppenphase der Champions League, und aus der lauen Belgrader Nacht brach die pure Ekstase aus.
Die meisten Belgrader Spieler erschienen gar nicht mehr zu den Interviews, sie feierten erst minutenlang mit den Fans im Stadion, später in den Strassen rund um den riesigen Bau. Vor dem Spiel am Dienstag provozierten die Fans offenbar vor allem Nachbar Kroatien, indem sie einen alten Kriegspanzer vor dem Stadion aufstellen liessen. Nach der Partie brachen dann einige Fans und ein Grossteil der Spieler auf einem Armeefahrzeug zu den Fans auf.
Ein groteskes Ausrufezeichen
In dichtem Pyrorauch fuhr der Army-Truck los, Spieler und Fans sangen und tanzten auf dem Dach, einer trug einen Armee-Helm, ein anderer brannte Feuerwerk ab. Der Truck rollte langsam durch die Fans, welche die Strasse säumten, dutzende Fackeln brannten, die zahlreich vertretene Polizei brauchte aber nicht einzugreifen. Es war ein groteskes, grosses Ausrufezeichen unter einen weitgehend friedlichen, enorm stimmungsvollen Fussballabend. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/18297911
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 28. August 2019, 10:25 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.08.2019  Zitat: Seoanes Stolz, Seoanes Enttäuschung
Die Young Boys waren auch im Playoff-Rückspiel zur Champions League in Belgrad das stärkere Team. Und doch scheiterten sie an Roter Stern. YB-Trainer Gerardo Seoane blickt bereits Richtung Europa League.
Es ist kurz vor Mitternacht am Dienstag, als Gerardo Seoane in Belgrad zu Erklärungen ansetzt, warum die Young Boys die Champions League verpasst haben. Das ist keine einfache Aufgabe, weil sein Team so nahe dran war am erneuten Coup, weil es vieles richtig gemacht hat, ohne restlos überzeugt zu haben.
Wie vor einem Jahr gegen Dinamo Zagreb, als das eher zufällige 2:1 auswärts nach dem 1:1 im Hinspiel ausgereicht hatte, um erstmals in der Vereinsgeschichte die Gruppenphase zu erreichen. Diesmal genügte das eher zufällige 1:1 nicht, obwohl die Young Boys in beiden Partien gegen Roter Stern Belgrad bedeutend mehr Torchancen besassen als vor 12 Monaten gegen Zagreb.
YB war wie im Hinspiel das bessere Team, mit den grösseren Möglichkeiten, mit mehr Schüssen (14:7), mehr Eckbällen (4:1), mehr Pässen (368:280), mehr Ballbesitz (53 Prozent). Allein: Das 1:1 im Rückspiel des Playoff bei Roter Stern Belgrad war nach dem 2:2 im Hinspiel in Bern zu wenig, wegen der Auswärtstoreregel verpassen die Young Boys die Königsklasse.
Seoane ist müde nach anstrengender Abendschicht im lauten Marakana-Stadion, er schrie und gestikulierte und dirigierte an der Seitenlinie, er litt mit, und nun sagt er: «Ich bin stolz auf unser Team. Wir haben zwei hervorragende Leistungen gezeigt, Details haben entschieden.» Es sei bitter, scheide YB aus, ohne verloren zu haben.
«Ich bin stolz auf unser Team. Wir haben zwei hervorragende Leistungen gezeigt, Details haben entschieden.» Gerardo Seoane
Viele hohe, lange Bälle
Roter Stern Belgrad war keine besonders hohe Hürde für die Young Boys, das darf man sagen, der Schweizer Meister war trotz erheblichen Verletzungssorgen und nach Grossumbau im Kader in beiden Begegnungen gegen den spielerisch bescheidenen serbischen Champion überlegen. Zentimeter fehlten zum Weiterkommen, ein bisschen Glück sicher auch, aber auch die notwendige Entschlossenheit in den Schlüsselsituationen. «Wir hatten vor allem im Hinspiel mehr als genügend Torchancen», sagt Seoane. «Leider ist es uns nicht gelungen, davon zu profitieren.»
Das Ausscheiden von YB ist ärgerlich. Es ist bitter. Und es ist schmerzhaft. Weil so viel mehr möglich gewesen wäre. Der Schweizer Meister war auch im Rückspiel das aktivere Team, er waren anfänglich relativ solid im 3-4-3, später im 4-2-3-1 und ganz am Ende in einer Art 4-1-5 war er stürmisch, in der Schlussphase gar mit fünf Offensivkräften und sehr vielen Flanken.
Möglicherweise wäre es schlauer gewesen, die spielerische Überlegenheit noch länger zu pflegen und nicht bereits nach 60, 65 Minuten fast nur noch auf lange, hohe Bälle zu setzen. Andererseits war spätestens nach der Einwechslung von Torjäger Guillaume Hoarau klar, dass jede Hereingabe in den Strafraum zu einem Treffer hätte führen können. Die kräftigen Belgrad-Verteidiger überzeugten allerdings mit Kampfbereitschaft und Kopfballstärke. »Wir glaubten bis zum Schluss daran», sagt Seoane, «und wir hätten uns ein zweites Tor verdient gehabt. Es ist hart und enttäuschend, so knapp ausgeschieden zu sein.»
Im Topf 2 in der Europa League
Das 2:1 fiel am Dienstagabend nicht, so wie das 3:2 in den letzten Minuten in Bern sechs Tage zuvor trotz guten Möglichkeiten nicht gefallen war. Die teilweise sehr lauten, stets fanatischen Supporter von Roter Stern zitterten gestern in den Schlussminuten, Seoane spricht von einer «sehr guten Stimmung», meint aber, Zuschauer seien niemals entscheidend für den Ausgang einer Partie. «Gespielt wird unten auf dem Rasen.»
Und dort scheiterte Seoanes Team, obwohl es genauso gut hätte gewinnen können. Viel unnötiger als YB kann man jedenfalls nach insgesamt fast 200 Spielminuten nicht ausscheiden. Statt auf Barcelona, Manchester City oder Bayern München als Gegner in der Champions League zu hoffen, nimmt der Berner Club nun zum schon sechsten Mal seit 2010 an der Europa League teil. Wie in diesem Jahr auch Basel und Lugano.
Die Young Boys werden bei der Auslosung am Freitag im zweiten Topf sein. Und es wird ihr Anspruch sein, Rang 2 zu erreichen - und damit europäisch zu überwintern. Das ist eine realistische Zielsetzung. Gerardo Seoane sagt es so: «Wir haben eine junge Mannschaft mit hohen Zielen und werden ganz bestimmt auch von den Erfahrungen in der Europa League profitieren können.»
Es klingt in diesem Moment trotzig. Aber diese Aussage ist typisch für den ehrgeizigen, zielstrebigen Trainer, der bereits in der Stunde nach der Enttäuschung daran denkt, wie es weitergeht. Und der jetzt doch erst mal diesen Rückschlag zusammen mit seiner Mannschaft verarbeiten muss. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/21007162
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 28. August 2019, 11:01 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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28.08.2019  Zitat: Nach Playoff-Aus
YB und die verpassten Chancen
Die Young Boys verpassen trotz Überlegenheit die Champions League. Vor allem die Chancenauswertung gab zu reden.
Es war ein ungewohnter Vorwurf, den sich die Akteure der Berner Young Boys nach dem Ausscheiden aus den Champions-League-Playoffs gefallen lassen mussten. Mangelnde Effizienz sowohl im Hin- als auch im Rückspiel gegen Roter Stern Belgrad musste als Erklärung für die Enttäuschung hinhalten.
Dabei mauserte sich der Meister in den letzten beiden Jahren zu einer Mannschaft, die so gut wie immer eine Lösung bereit hatte. Ähnlich dem FC Basel, der in den Meisterjahren ständig mit Last-Minute-Toren und entscheidenden Goals auftrumpfen konnte, gelang es den Berner immer wieder, die wichtigen Spiele doch noch zu gewinnen.
Konsequenzen für YB
Das Playoff-Aus schmerzt YB vor allem in finanzieller Hinsicht. Die letztjährige Europacup-Saison brachte den Bernern rund 30 Millionen Franken ein. Die Europa League bedeutet massiv weniger Geld. Allein um das mit 15,25 Millionen Euro entlöhnte Erreichen der Champions-League-Gruppenphase zu kompensieren, müsste YB in der Europa League bis in den Final vorstossen.
Diese Qualität liess YB in den beiden Spielen gegen Roter Stern vermissen. Dabei waren die Serben über 180 Minuten hinweg keineswegs die bessere Mannschaft. Im Gegenteil: Der Schweizer Meister hatte das Geschehen über weite Strecken im Griff, verpasste es aber, die Entscheidung herbeizuführen.
Die Chancen wären da gewesen...
- Michael Aebischer verpasste von der Strafraumgrenze aus (46.) die Führung. - Nach einem Fehler von Belgrad-Torhüter Milan Borjan (57.) kullerte der Ball der Torlinie entlang. - Fassnachts Distanzschuss (64.) zischt nur knapp am Pfosten vorbei. - Nsame zwingt in der Nachspielzeit Borjan zu einer hervorragenden Parade (92.).
Für das Team von Trainer Gerardo Seoane geht es nun darum, das Positive aus dem Spiel mitzunehmen. Dass man eine Mannschaft, die in der letzten Saison die Grossen in der Champions League zu fordern vermochte, über zwei Partien hinweg dominieren konnte, dürfte Mut machen.
Folgen für den Schweizer Fussball
Da YB in der Europa League voraussichtlich mehr Punkte für den UEFA-Koeffizienten holen wird als in der Gruppenphase der Champions League, hat die Niederlage der Berner keine direkten Konsequenzen für den Schweizer Fussball. Die Quelle zu den UEFA-Millionen droht dem Schweizer Fussball ohnehin auf unbestimmte Zeit zu versiegen. Ab kommender Saison muss selbst der Meister drei Qualifikationsrunden überstehen, um Teil der Königsklasse zu sein. Um den Status quo wiederherzustellen, bräuchte es von den Schweizer Klubs Erfolgsmeldungen auf europäischer Ebene.
Auch die Spielweise der Berner wusste zu gefallen. Kann YB in der Europa League an diese Leistung anknüpfen, wird man in der Hauptstadt noch das eine oder andere internationale Highlight feiern können. https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... en-chancen
_________________ For Ever
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