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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 3. Oktober 2018, 03:36 
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YB ist gegen Juventus chancenlos – Dybala trifft dreimal

Die Young Boys sind in ihrem zweiten Champions-League-Spiel chancenlos. Sie unterliegen bei Juventus Turin nach 90 leidvollen Minuten mit 0:3.

Als im Juventus-Stadion von Turin die 70. Minute angebrochen war, sangen die rund 3000 Fans der Young Boys vom Schweizer Meistertitel. War es Ironie? Oder bereits Zynismus? Ihr Team lag im zweiten Gruppenspiel der Champions League gegen Juventus 0:3 in Rückstand, und es war, als wollten sich die Supporter in diesem Moment der schieren Hoffnungslosigkeit auf etwas berufen. Sich ihrer selbst vergewissern.

Die Young Boys waren als Schweizer Meister über die Alpen gereist, als Leader der Super League mit neun Siegen aus neun Spielen. Doch gegen Juventus waren sie chancenlos – in den einzelnen Aktionen und schliesslich im grossen Ganzen. Im Grunde hatte es nur fünf Minuten gedauert, bis sie sich diesem Umstand sicher sein konnten.

Das 1:0 von Juventus war Weltklasse als Konzentration, verpackt in einen Moment: Der Innenverteidiger Leonardo Bonucci schlug einen weiten Ball in den Strafraum, über alle YB-Spieler hinweg und punktgenau auf den Stürmer Paulo Dybala, der direkt in die rechte Ecke des Tores traf. Zwei Ballberührungen gegen elf verdutzte Berner.

Fragilität gegen Spitzenklasse

Der YB-Innenverteidiger Mohamed Camara hatte die Flanke Bonuccis unterschätzt. Camara hatte bereits im ersten Spiel der Champions League gegen Manchester United vor zwei Wochen Fehler begangen und stand nun wieder für die Fragilität der YB-Verteidigung auf diesem Niveau. Aufseiten der Juve symbolisierte Bonucci die individuelle Spitzenklasse. Wie er die YB-Reihen Mal für Mal mit langen Bällen überlistete, zeugte von Brillanz. Die Berner waren auf diese Waffe von Juventus schlicht nicht vorbereitet. Überhaupt wirkten sie verunsichert in ihrem Konstrukt.

Der Trainer Gerardo Seoane hatte auf eine 4-5-1-Aufstellung gesetzt anstelle des üblichen 4-4-2-Systems. Leonardo Bertone, Sékou Sanogo und der jüngst genesene Djibril Sow sollten das Zentrum zustellen und den Juve-Spielmacher Miralem Pjanic bewachen – beides misslang. Und vielleicht sagte die Wahl der Startformation etwas aus über die Young Boys dieses Abends.

Ein zweiter Stürmer wäre ein Signal gewesen, nach innen und aussen. Ein Hinweis auf das YB-Selbstvertrauen der vergangenen Wochen und Monate. Mit einem Signal allein gewinnt man in Turin noch lange nicht, doch an diesem schwierigen Abend mangelte es den Young Boys auch an Haltung. Und vielleicht am Mut, sich selber zu sein – trotz dem grossen Gegner.

In der 33. und der 69. Minute baute Juventus den Vorsprung aus. Der wirblige Dybala traf zum zweiten und dritten Mal. Es waren Tore, die die Physiognomie des Spiels unterstrichen, sonst aber kaum mehr Bedeutung hatten.

In der Folge durchstanden die Berner den Match. Sie rangen zäh, rannten viel – und oft hinterher. Sie hatten ein paar gute Einfälle, und einmal schoss der Stürmer Guillaume Hoarau sogar am Tor vorbei. Doch im Grunde wehrten sich die Young Boys nur mehr gegen die alles einnehmende Sinnlosigkeit des Unterfangens. Gegen die Unmöglichkeit, als Schweizer Team in Turin gegen Juventus zu gewinnen, diese Weltauswahl, die seit der Eröffnung der modernen Arena 2011 von 138 Spielen nur acht verloren hat. Und von den letzten 30 Heimspielen in der Champions League nur zwei. Natürlich sah das sehr bemühend aus bei den Bernern, während Juventus quasi vor sich hin plätscherte – unbedrängt dem Sieg entgegen.

Die Spieler versteckten sich

Es war schliesslich schlicht das Pech der Young Boys, dass Juventus eine grossartige Mannschaft ist. Die Spieler sind überaus sicher am Ball, technisch beschlagen, schnell und kreativ. Sie können den Rhythmus ihres Spiels nach Belieben bestimmen. Im Grunde wären jeder kleine Mangel und die grundsätzliche Überforderung bei YB mit der Stärke des Gegners erklärbar. Und doch fehlte bei den Young Boys etwas.

Die Spieler gingen allesamt verloren mit der Überlegenheit der Juve. Niemand übernahm offensichtlich Verantwortung, niemand verströmte Aura oder zeigte Präsenz. Hoarau war als einziger Stürmer überfordert, Miralem Sulejmani versteckte sich im Couloir. Und bei allen anderen war es ähnlich. Am meisten Kraft versprühte YB im Moment, als die Fans Mani Matters «Hemmige» sangen und dazu hüpften.

In drei Wochen spielen die Young Boys im dritten Spiel der Champions League daheim gegen Valencia. Es ist nach menschlichem Ermessen die beste Chance, in dieser schwierigen Gruppe zu punkten. YB ist gewissermassen unter Druck: Die Europa-Kampagne würde eine lange und zehrende werden, ginge es bald nur noch um die Ehre.

Juventus Turin - Young Boys 3:0 (2:0) - 40'961 Zuschauer. - SR Karassew (RUS). - Tore: 5. Dybala 1:0. 33. Dybala 2:0. 69. Dybala 3.0. - Juventus Turin: Szczesny; Barzagli, Bonucci, Benatia; Cuadrado, Pjanic (70. Khedira), Matuidi (46. Can), Alex Sandro; Bernardeschi; Dybala, Mandzukic (78. Kean). - Young Boys: Von Ballmoos; Schick, Camara, von Bergen, Benito; Fassnacht (70. Assalé), Bertone, Sanogo (46. Lauper), Sow, Sulejmani (70. Moumi Ngamaleu)); Hoarau. - Bemerkungen: Juventus Turin ohne Ronaldo (gesperrt) und Douglas Costa (verletzt). Young Boys ohne Mbabu, Wüthrich, Lotomba und Teixeira (alle verletzt). 48. Pfostenschuss von Dybala. 79. Gelb-Rote Karte gegen Camara. Verwarnungen: 24. Bertone. 41. Sanogo. 75. Camara (alle Foul).

https://www.nzz.ch/sport/champions-leag ... ld.1425030

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 3. Oktober 2018, 03:38 
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YB-Pyros und Fanstreik in Turin

Die 2097 YB-Fans, die ihren Club in die piemonte­sische Hauptstadt begleiteten, schnupperten die aufregende Luft der Königsklasse.

«Fuessbau-Schwyzer-Meischter, Fuessbau-Schwyzer-Meischter BSC» hallt es durchs Allianz-Stadium in Turin. Die YB-Fans ­waren während der Champions-League-Partie gegen Juventus Turin gut hörbar, weil die Curva Sud streikte und meist nur mit Pfiffen und ­Applaus zur Stimmung beitrug.

Die Juventus-Fans protestierten damit gegen die ­hohen Eintrittspreise, wie Szenekenner Pino D’Adorante ­erzählt. «Für die Leute ist 40 Euro einfach viel Geld», sagt D’Adorante, der in der Nähe von Turin lebt. Auch sollen wegen des pro­minenten Wechsels von Cristiano ­Ronaldo von Real Madrid nach Turin mehr Touristen nach Turin kommen und Hotels ausgebucht sein. «Ich finde diese Entwicklung nicht sympathisch», sagt auch Giancarlo D’Adorante, der Neffe von Pino.

Der Club habe sich – wie viele andere Fussballclubs – in Richtung Kommerz entwickelt. Giancarlo D’Ado­rante lebt in Bern, ist Juve-Sympathisant und glühender YB-Fan. Wie knapp 2100 andere Fans ­reiste auch er am Dienstag in die piemontesische Hauptstadt. Es ist sein erstes Mal im Allianz-­Stadium. «Ich bin beeindruckt, und es ist fantastisch, hier zu sein», sagt der 44-Jährige, als er die 40 961 Fans sieht.

Mit offenen Armen

11 Stunden vorher: Aus dem Autoradio erklingt der YB-Boogie. «Ich bin nervös, seit fünf Uhr bin ich wach», sagte D’Adorante zum Kollegen Tom Lehmann bei der Abfahrt in Bern. Wie einige andere Gleichgesinnte, die sich im Kurzparking des Bahnhofs Bern eingefunden hatten, stemmten auch sie vorfreudig die Arme zum Gruss in die Luft. An Hälsen baumelten gelb-schwarze Schals und an Beifahrersitzen Matchtag-Fahnen.

Die Meisterfans, die in der laufenden Saison der Super League neun Siege feiern durften, freuten sich alle auf den grossen Gegner, aber ­waren denn auch nicht blauäugig. Spieltipps lauteten höchstens auf ein konservatives Unentschieden. Für einen Punkt muss es reichen, ­darin waren sich etwa D’Adorante und Lehmann einig.

Während sie die 318 Kilometer bis Mittag hinter sich hatten, fuhren in Bern die organisierten Fans erst los. Sogar der SCB-Spielercar wurde mit Fussballfans beladen. Während sie direkt vors Stadion fuhren, wurden derweil in den Cafés des Stadtzentrums zahlreiche YB-Fans gesichtet, die das frühlingshafte Wetter genossen und für Souvenirfotos mit Juve-Fans posierten.

Anders als im Jahr 2014 in Neapel wurde man in der piemontesischen Hauptstadt mit offenen Armen empfangen. Einen offiziellen Treffpunkt für die Fans gab es nicht, aber viele fanden sich im Parco del Valentino, wo sie in Shuttlebussen gefahren und ­dabei von der Polizei ins Stadion eskortiert wurden. Die Kontrollen seien rigoros gewesen. «Es war schlimmer als am Flughafen», sagt D’Adorante, der sich die Partie vom obereren Gästesektor anschaute.

Kein Geschenk

Vor dem Anpfiff, nach dem Pausentee und während der YB-Viertelstunde zündeten die YB-Fans gelbe Pyros. Das dürfte dem Berner Club eine Geldstrafe einbringen. Obwohl YB amtierender Schweizer Meister ist und auch die Super League erneut gut im Griff hat, haben die Fans die Zeiten der Europa League nicht vergessen. All die Begegnungen, bei denen sie wenige bis gar keine Punkte holten und das Team dennoch unterstützten.

Und so sangen sie 90 Minuten lang durch, ohne einen Blick auf die Bildschirme schweifen zu lassen. Die Stimmung kippte kurzzeitig ins Aggressive, als sich einige von ­Juve-Fans provozieren liessen. Dennoch: «Ich fand, dass der zwölfte Mann heute der Beste war», sagt D’Adorante. Und singt lange nach Spielschluss mit den anderen YB-Fans im leeren Stadion: «Fuessbau-Schwyzer-Meischter BSC».


https://www.bernerzeitung.ch/region/ber ... y/15387173

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 3. Oktober 2018, 03:39 
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YB ist nur ein ehrfürchtiger Zuschauer

Schwache Young Boys verlieren auch das zweite Gruppenspiel 0:3 und sind in Turin überfordert. Der überragende Dybala erzielt alle Tore.

Die über 2000 YB-Fans im Stadion von Juventus singen ­irgendwann Mitte der zweiten Halbzeit lautstark: «Schweizer Meister, Schweizer Meister.» Es ist ihr Trost an diesem für die Young Boys ernüchternden Abend, an dessen Ende eine 0:3-Niederlage gegen Juventus resultiert. Und die Erkenntnis, auf diesem Niveau überfordert zu sein. Die Champions League ist nicht die Super League, in der ein überlegenes YB von Sieg zu Sieg spaziert. Manchester United und Juventus sind nicht St. Gallen und Thun. Das ist keine exklusive Feststellung, erstaunlich ist der harmlose Auftritt der Berner in Turin gleichwohl.

Auch in der Schlussphase agieren sie ungenügend, beim 3:0 in der 69. Minute durch den überragenden Argentinier Paulo Dybala darf sich der Gastgeber wie beim 5-gegen-2-Trainingsspielchen den Ball hin- und herspielen – in einer 5-gegen-8-Unterzahl. Die zahmen YB-­Spieler nehmen ehrfürchtig allerbeste Zuschauerplätze ein.

Der flinke, spielfreudige Dybala krönt damit seinen Monolog. Er trifft dreimal ins Tor und einmal den Pfosten, hätte nach einem Foul von Steve von Bergen einen Elfmeter zugesprochen ­erhalten können, holt gegen ­Mohamed Ali Camara kurz vor Spielende dessen zweite Verwarnung heraus. Der Platzverweis des jungen Innenverteidigers steht sinnbildlich für die schwache Darbietung der Gäste. Auch Guillaume Hoarau leistet sich in der Schlussphase noch ein übles Foulspiel.

Blitzstart von Juventus

Dabei ist es eigentlich ein Abend, an dem die Young Boys überhaupt keinen Druck und nichts zu verlieren, aber sehr viel zu gewinnen haben. Das spürt man nie, was auch mit dem für sie unvorteilhaften Spielbeginn zu tun hat. Fünf Minuten sind erst gespielt, als Leonardo Bonucci an der Mittellinie nicht angegriffen wird, sich den Ball in aller Ruhe zurechtlegen und einen seiner hochpräzisen 50-Meter-Pässe schlagen darf.

Camara verschätzt sich im Strafraum während des langen Fluges, er antizipiert erst gar nicht und schliesslich falsch, was Dybala die Gelegenheit ermöglicht, seine fabelhafte Schusstechnik zu demonstrieren. Der 24-Jährige spediert den Ball herrlich und direkt zum 1:0 ins Tor. Es ist ein in Entstehung und Vollendung wunderbarer Treffer.

Bonucci und Dybala zählen beide zur erweiterten Weltklasse, aber das sollte die Young Boys nicht daran hindern, angemessen zu verteidigen. Camaras Desorientierungslauf ist der Anfang vom Berner Untergang.

Ein Auswärtssieg wäre eine riesige Überraschung gewesen, nach dem frühen Gegentreffer rückt der YB-Coup in derart weite Ferne, dass manche Beobachter bereits geneigt sind, die ­Begegnung als entschieden zu betrachten.

Juventus hat sich in den letzten Jahrzehnten mit bewundernswerter Abgeklärtheit den Ruf erarbeitet, das wohl welt­beste Team in der Disziplin Vorsprungverwalten zu sein. Der ­italienische Serienmeister lässt die Berner nun ein bisschen kombinieren, aber er kontrolliert Spiel, Ball und Gegner jederzeit stilsicher. Sein Goalie Wojciech Szczesny muss in der ersten Halbzeit nie ernsthaft eingreifen, zu leichtgewichtig und kompliziert präsentiert sich der Schweizer Champions-League-Vertreter über weite Strecken.

Platzverweis für Camara

Und die Defensive der Young Boys ist wie bereits beim 0:3 zum Start in die Königsklasse gegen Manchester United regelmässig unsortiert. Thorsten Schick ist hinten rechts kein Ersatz für den verletzten Kevin Mbabu, Camara tut sich nach seinem frühen Patzer schwer, auch von Bergen behält nicht immer die Übersicht. Links bleibt Loris Benito unter seinen Möglichkeiten.

Erstaunen darf es deshalb niemanden, gelingt Juventus noch vor der Pause das 2:0. Frankreichs Weltmeister Blaise Matuidi darf ungehindert aus 16 Metern schiessen, Torhüter David von Ballmoos wehrt ungenügend ab, die Berner Abwehr lässt erneut Handlungsschnelligkeit vermissen. Nach dem Abpraller stehen gleich drei Juventus-Spieler allein vor dem YB-Tor, Dybala realisiert mühelos seinen zweiten Treffer.

Und das ohne Ronaldo

Der Rest der spannungsfreien Veranstaltung ist ein Schaulaufen des Favoriten gegen einen Sparringpartner ohne Spannkraft – ohne auch nur annähernd an die Leistungsgrenze gehen zu müssen, ohne mehrere Stammkräfte, ohne den gesperrten Superstar Cristiano Ronaldo, der von der Tribüne aus zuschaut.

Man möchte sich aus Berner Sicht nicht vorstellen, wie es herausgekommen wäre, hätte auch der Portugiese an diesem lauen Herbstabend an seiner imposanten Champions-League-Torbilanz arbeiten können.

Für die Young Boys geht es in den zwei Partien gegen Valencia nun darum, nicht bereits frühzeitig den Anschluss an alle drei Gruppengegner zu verlieren. Zunächst am 23. Oktober in Bern.

Juventus Turin - Young Boys 3:0 (2:0)

40'961 Zuschauer. SR Karassew (RUS).

Tore: 5. Dybala 1:0. 33. Dybala 2:0. 69. Dybala 3.0.

Juventus Turin: Szczesny; Barzagli, Bonucci, Benatia; Cuadrado, Pjanic (70. Khedira), Matuidi (46. Can), Alex Sandro; Bernardeschi; Dybala, Mandzukic (78. Kean).

Young Boys: Von Ballmoos; Schick, Camara, von Bergen, Benito; Fassnacht (70. Assalé), Bertone, Sanogo (46. Lauper), Sow, Sulejmani (70. Moumi Ngamaleu)); Hoarau.

Bemerkungen: Juventus Turin ohne Ronaldo (gesperrt) und Douglas Costa (verletzt). Young Boys ohne Mbabu, Wüthrich, Lotomba und Teixeira (alle verletzt). 48. Pfostenschuss von Dybala. 79. Gelb-Rote Karte gegen Camara.

Verwarnungen: 24. Bertone. 41. Sanogo. 75. Camara (alle Foul).


https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/27759338

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 3. Oktober 2018, 03:40 
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Keine bösen Worte nach der Lektion in Turin

Es war ein Klassenunterschied zwischen Juventus Turin und den Young Boys. Darin waren sich die Berner nach dem 0:3 einig.

Die Young Boys sind noch nicht richtig angekommen in der Champions League. Auf das 0:3 gegen Manchester United folgte ein 0:3 bei Juventus Turin. Ein Mittel, um gegen Mannschaften diese Kaliber mitzuhalten, heben sie bislang nicht gefunden. "Wir werden daraus lernen", versicherte Sékou Sanogo Sie müssten sich an das Niveau gewöhnen, bemerkte Leonardo Bertone.

Die Berner verwiesen nach dem Match in Turin auf die Stärke des Gegners. "Wir sind gegen einen Titelaspiranten angetreten. Man hat einen Qualitätsunterschied gesehen", analysierte Trainer Gerardo Seoane. Dass Juventus allerdings überhaupt nicht aus der Reserve gelockt wurde, dass die Italiener den Eindruck hinterliessen, dass sie noch den einen oder anderen Gang in der Hinterhand hatten, spricht nicht für die Leistung von YB.

Es fehlte dem Schweizer Meister das gewisse Etwas, eine Spur Entschlossenheit und Mut, die es ohne Frage braucht, um auf diesem Niveau zu bestehen. Die Young Boys waren ins Spiel gegangen mit dem Vorhaben, so lange wie möglich 0:0 zu spielen. Der frühe Gegentreffer warf diese Taktik über den Haufen. Danach schienen die Champions-League-Debütanten in erster Linie auf Schadensbegrenzung hinzuarbeiten. Bertone sagte nicht von ungefähr: "Das 0:3 ist okay. Ich bin froh, dass wir nicht mehr Tore kassiert haben."

Mit der Erfahrung soll nun in Zukunft alles besser werden. Zwei, drei Dinge müsse man ändern, befand Sanogo, der sich wie alle Berner zu Recht davor hütete, nach einer Niederlage bei Juventus Turin den spielerischen Notstand auszurufen. Seoane meinte, es sei nicht der richtige Zeitpunkt für Kritik. Bis auf Weiteres muss YB akzeptieren, dass es den Niveauunterschied zu solchen Mannschaften nicht kompensieren kann, vor allem dann nicht, wenn sich auch noch individuelle Fehler einschleichen, wie jener von Camara beim 0:1.

Am Samstag kehrt YB zurück zum Alltag, zur Super League, in der er mit neun Siegen in neun Spielen den Ton angibt. Gegen Luzern muss der Leader wieder auf der Höhe sein. Auch deshalb fielen auch positive Worte in Turin. Seoane lobte die Einstellung seiner Spieler, die sich nicht aufgegeben hätten. Und Sanogo blickte schon positiv voraus: "Aus den Spielen gegen die Grossen lernt man. Wir werden daran wachsen."


https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -133535985

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 3. Oktober 2018, 12:26 
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Fünf Spieler sehr schwach – nur Sow rettet sich

Das sind die YB-Noten zur Pleite gegen Juventus!

Die Young Boys kassieren im ersten Auswärtsspiel der Champions League ein klares 0:3 bei Juventus Turin. Das halbe Team zeigt eine sehr schwache Leistung. Einzig Djibril Sow kommt auf eine genügende Note.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 30499.html

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 3. Oktober 2018, 12:39 
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Weshalb es YB nicht schafft, in der Champions League zu punkten wie einst der FC Basel

Die Young Boys sind im zweiten Gruppenspiel der Champions League gegen Juventus auch deshalb chancenlos, weil kein Einzelspieler herausragt. Weil niemand sich auf dem Level des Gegners bewegt.

Als die Spieler der Berner Young Boys am Dienstagabend nach dem Spiel gegen Juventus Turin in den Bauch des Stadions traten und in die Mikrofone sprachen, waren sie sich einig: Die Juve war im zweiten Gruppenspiel der Champions League schlicht zu stark gewesen – 0:3. «Sie waren sehr, sehr gut. Voilà», sagte der Mittelfeldspieler Sékou Sanogo und zog mit einem gequälten Lächeln davon. YB-Fatalismus zu später Stunde.

Juventus ist derzeit die wohl beste Mannschaft der Welt, ein perfekt abgestimmtes Ensemble mit grossartigen Individualisten, auch wenn der Allerbeste gesperrt fehlte: Cristiano Ronaldo. Das Resultat erklärte sich von alleine und einzig mit der Stärke von Juventus. Trotzdem kam die Frage auf, was YB denn gebraucht hätte, um eine Überraschung zu schaffen – oder sogar ein Wunder.

Sehr viel Glück? Den idealen Tag? Einen nachlässigen Gegner? Alles zusammen?

Für grosse Schweizer Erfolge in der Champions League steht noch immer der FC Basel. Er zeigte mehrere grosse Spiele gegen grosse Teams. Und profitierte dabei immer auch von der besonderen Klasse gewisser Einzelspieler.

Keiner überragt den Durchschnitt

Von Hakan Yakin etwa, der im November 2002 beim 3:3 im Heimspiel gegen Liverpool brillierte, der dribbelte, trickste und zwei entscheidende Pässe spielte. Von Granit Xhaka, der schon in jungen Jahren viele gute Spiele zeigte. Solche wie im Herbst 2011 beim 3:3 auswärts gegen Manchester United. Im Frühjahr 2012 zehrte der FCB von der Listigkeit und Kreativität Xherdan Shaqiris, der im Hinspiel des Achtelfinals gegen Bayern München überragend war und das Siegtor vorbereitete. Auch Mohammed Salah hievte den FC Basel mehrfach auf ein höheres Niveau, etwa im Herbst 2013, als er auswärts gegen Chelsea traf und das Team 2:1 gewann.

Und dann war da Yann Sommer, der Goalie, der dem FC Basel viele Partien rettete. Der Klub hatte immer wieder Spieler, die den Durchschnitt überragten, unabhängig davon, wie gut der Durchschnitt gerade war. Diese Spieler wechselten später ins Ausland. Yakin, Shaqiri, Xhaka, Salah, Sommer – sie alle machten den FC Basel grösser, als er war.

Was das alles mit YB zu tun hat? Das erste Gruppenspiel gegen Manchester United vor zwei Wochen und nun das Spiel gegen Juventus haben offenbart, dass YB derzeit keinen Spieler besitzt, der auf diesem Niveau herausragt, der das Team in schwierigen Momenten trägt, es zusammenhält, ihm mit guten Aktionen oder Gestik Vertrauen schenkt. Da war niemand, der auf dem Level des Kontrahenten spielte.

Die Young Boys haben in der Super League die ersten neun Spiele gewonnen. Der Aussenverteidiger Kevin Mbabu und der Mittelfeldspieler Sékou Sanogo waren im ersten Viertel der Saison die Besten gewesen. Doch gegen Juventus fehlte Mbabu, weil er verletzt war – und Sanogo war im Mittelfeld gegen den genialen Miralem Pjanic überfordert. Der Stürmer Guillaume Hoarau, der viel Einfluss hat im Team, war als einziger Stürmer ebenfalls überfordert – und isoliert. Der Captain und Innenverteidiger Steve von Bergen war so sehr mit sich selber und den gegnerischen Stürmern beschäftigt, dass ihm die Kapazität fehlte, sich um das Team zu kümmern. Und der Aussenspieler Miralem Sulejmani ging irgendwo verloren.

Alle YB-Spieler sind ersetzbar

YB hat den wuchtigen Mbabu, den coolen Hoarau, den robusten Sanogo, den umsichtigen von Bergen, den kreativen Sulejmani. Dazu den zielstrebigen Christian Fassnacht, den soliden Goalie von Ballmoos, den kaltblütigen Stürmer Roger Assalé. Und schliesslich den aufstrebenden Djibril Sow, der jüngst erstmals für das Schweizer Nationalteam gespielt hatte und gegen Juventus der beste YB-Spieler war. Doch YB fehlt ein Spieler, der das Publikum verzaubert und die Gegner irritiert mit Brillanz. Da fehlt vielleicht ein besonderes Temperament, eine Prise Frechheit. YB definiert sich über das Kollektiv, über Solidität, Kraft, Tempo. Hoarau, Fassnacht und Assalé stehen in der Torschützenliste der Super League vorne, doch in Europa ist dieser Umstand wertlos.

Der Sportchef Christoph Spycher wurde in den vergangenen Wochen und Monaten allerorts dafür gelobt, dass YB im Sommer fast alle wichtigen Spieler halten konnte – mit Ausnahme des Verteidigers Kassim Nuhu, der zu Hoffenheim wechselte. Doch vielleicht sagt es auch etwas aus über die besten YB-Spieler, dass sie noch immer in Bern sind.

Der Trainer Gerardo Seoane wechselt in der Meisterschaft die Spieler aus, wie es ihm behagt. Am Wochenende gegen den FC Thun tauschte er die gesamte Verteidigung aus. YB siegte trotzdem – wie immer. Diese Flexibilität spricht für die Ausgeglichenheit im Team und wird gemeinhin als Qualitätsmerkmal begriffen. Doch wenn fast alle Spieler ersetzbar sind, fehlt womöglich der besondere Akteur. Einer, der in der Champions League etwas reisst. Sogar, wenn der Gegner Juventus heisst.


https://www.nzz.ch/sport/champions-leag ... ld.1425215

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 3. Oktober 2018, 21:25 
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YB-Fans wurden in Turin zwei Stunden eingesperrt

Nach der 0:3-Pleite gegen Juve folgte für die YB-Fans der nächste Frust: Sie waren nach Spielende zwei Stunden im Stadion eingesperrt.

Die Young Boys verlieren auch bei ihrem zweiten Auftritt in der Champions League. Für die über 2000 nach Turin gereisten YB-Fans wurde es auch nach dem Schlusspfiff nicht besser: Sie mussten zwei Stunden im Gästefanblock ausharren, bis sie das Stadion verlassen durften – teilweise mussten deswegen sogar von der Schweiz angereiste Reisecars auf die eingesperrten Fans warten, wie ein Fan berichtete.

Dass die Anhäger des Gastteams nach einem Fussballspiel etwas länger im Stadion behalten werden, um ein Zusammentreffen der Fangruppierungen zu vermeiden, ist gängig. Normalerweise handelt es sich bei der Wartezeit jedoch um fünfzehn bis dreissig Minuten, zwei Stunden jedoch sind eine Ausnahme.

Zu wenig Toiletten, zu wenig Bier

«Mit der Zeit wurde es mühsam», erzählt ein Fan, der im Allianz Stadium eingesperrt war, gegenüber 20 Minuten. Doch die Wartezeit alleine sei nicht das Schlimmste gewesen: «Für die rund 1000 Fans im unteren Sektor gab es lediglich vier Pissoirs und drei Toiletten.» Besonders viel dürften die YB-Supporter aber nicht in der Blase gehabt haben. Denn der Berner schildert: «Für die 2000 Fans im ganzen Block stand lediglich ein Bierzapfhahn zur Verfügung.»

Als die Fans den Gästesektor schliesslich verlassen konnten, sei es aber sehr schnell vorwärts gegangen: «Acht Busse wurden von der Polizei bis in die Stadt eskortiert. Wir konnten unbehelligt jede rote Ampel passieren.»

Waren Pyros Schuld?

Wegen dem im Stadion zurückbehaltenen Fans fuhren auch einige Cars später ab als geplant: Das Car-Unternehmen Marti Reisen bestätigt gegenüber 20 Minuten, dass sich die auf eine Stunde nach Spielschluss angesetzte Abfahrt um rund eine Stunde verzögerte. «Wir haben auf alle Reisenden gewartet und sie wieder mitgenommen», erklärt das Unternehmen. Man habe niemanden in Turin zurücklassen wollen.

Die Gründe, weshalb die YB-Fans aussergewöhnlich lange im Gästesektor ausharren mussten, sind unklar. Möglich ist, dass der verlängerte Stadionaufenthalt mit den vom YB-Anhang gezündeten Pyros zusammenhängt.

https://www.20min.ch/schweiz/bern/story ... n-23611304

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. Oktober 2018, 08:16 
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Thorsten Schick nach Juve-Pleite

«Unsere Fans waren heute definitiv besser als wir»

Nach dem Spiel gegen das grosse Juve, die noch grössere Ernüchterung. Chancenlos ist man in Turin mit 0:3 untergegangen. Für YB-Verteidiger Thorsten Schick lieferten ein paar eine gute Leistung. Die Fans!


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 29905.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. Oktober 2018, 08:22 
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Turin: Polizeigewalt gegen YB-Fans

Juventus Turin schickt die Young Boys mit einem 3:0 zurück nach Bern. Die YB-Fans sind sauer, aber nicht des Resultates wegen.

https://www.telebaern.tv/telebaern-news ... -133539304


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. Oktober 2018, 08:29 
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Aus Dybala wird Trybala

Gaucho verzaubert Italien nach YB-Hattrick

Wehe, wenn der sein riesiges Potenzial abruft! Argentinien-Star Paulo Dybala wird zum Trybala und bucht als erst vierter Gaucho einen Champions-League-Hattrick! Sein begehrtes Trikot ergattert Thorsten Schick.

Nicht immer hat er von Beginn weg gespielt. Nicht in der Argentinien-Nati, da steht ihm ein gewisser Leo Messi im Weg. Nicht bei Juve. Weder letzte Saison noch in der aktuellen, weil ein gewisser Cristiano Ronaldo gekommen war. Und der spielt immer! Die zwei Weltbesten vor der Sonne. Und darum nicht in der Lage zu zeigen, dass er auch zu den Weltbesten gehört?

«Er kann noch wachsen und eine grosse Karriere machen. Aber er hat grosse Konkurrenz in der Mannschaft. Und er gehört noch nicht in die Top Five. Er steht eine Stufe unter Ronaldo, Messi und Neymar», beurteilte Gerry Seoane die Leistung des Mannes, der YB so wehgetan hat.

Dybala selber strahlte nach seinem Hattrick übers ganze Gesicht und wurde von der Turiner Sportzeitung «Tuttosport» flugs zum Trybala gemacht. Den Matchball hatte er sich natürlich auch geschnappt. Das war ihm bestimmt wichtiger als das Trikots eines gewissen Thorsten Schick, der das Rennen um das Shirt des Argentiniers gewann. Doch das musste man dem Österreich aus der Nase ziehen. Nicht dass der Eindruck entstand, das sei das Wichtigste an diesem ernüchternden Abend gewesen.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 32866.html

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