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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 16. August 2017, 08:33 |
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16.08.2017  Zitat: «Es wurde nicht viel geredet in der Garderobe»
Nach der Niederlage der Young Boys gegen ZSKA Moskau im Hinspiel der Champions-League-Playoffs zeigen sich die Akteure enttäuscht, aber gefasst. Steve von Bergen und Loris Benito standen Red und Antwort.
«Enttäuschung». Mit diesem Wort würde Abwehrchef und Captain Steve von Bergen den Abend zusammenfassen. «In der Garderobe wurde nicht viel geredet», fügt Loris Benito an. Allerdings gibt es auch zuversichtliche Aussagen. Steve von Bergen weist beispielsweise darauf hin, dass erst die erste Halbzeit gespielt sei, nächste Woche müsse man die zweite Halbzeit gewinnen. «Viele Leute denken, dass es vorbei ist, aber das ist es nicht», meint der Captain.
Was die beiden Verteidiger des BSC Young Boys zur Niederlage gegen die Russen, zur mangelnden Chancenauswertung und zum Ausblick auf das Rückspiel meinen, sehen Sie im obigen Video.
https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/12952850
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 16. August 2017, 08:35 |
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16.08.2017  Zitat: «Wir müssen uns selber an der Nase nehmen»
YB-Trainer Adi Hütter ist nach dem 0:1 gegen ZSKA Moskau selbstkritisch, aber auch stolz auf sein Team.
Adi Hütter ist ein Trainer, der nach einem noch so aufwühlendem Spiel rasch die Fassung zurückgewinnt und über der Sache steht. So verwunderte es nicht, dass der in Bern hochangesehene Österreicher schon kurz nach der Niederlage positive und negative Erkenntnisse aus der Leistung seiner Mannschaft herausfilterte. Nach der durch das späte Eigentor von Verteidiger Kasim Nuhu erlittenen Niederlage notabene, die es den Bernern im Rückspiel schwer machen dürfte, erstmals in der Klubgeschichte in die Gruppenphase der Champions League vorzustossen.
Hütter stellte sich einerseits vor seine Mannschaft, vor die (vorläufigen) Verlierer. Und er sprach ausschliesslich von der Mannschaft, nie von einem einzelnen Spieler: «Ich bin trotz allem stolz auf die Leistung der Mannschaft. Sie hat von der ersten Minute an gezeigt, dass sie gewinnen will. Und in der zweiten Halbzeit hat sie noch den fünften Gang eingelegt. Das Eigentor am Schluss passt überhaupt nicht zu diesem Spiel. Und deshalb ist unsere Enttäuschung natürlich gross.»
Hütter bekam andererseits von Journalisten gesagt, dass sich die Spieler nach der sehr guten Gesamtleistung wohl keine Vorwürfe machen müssten. Hier konterte der Trainer vehement: «Doch, natürlich müssen wir uns nach diesem Spiel Vorwürfe machen. Wir haben verloren. Der Ertrag, den wir aus unserem grossen Aufwand herausholten, war zu klein. Und wenn wir uns das Tor am Schluss ganz allein machen, müssen wir uns auch selber an der Nase nehmen.»
Akinfejews mirakulöse Parade
Adi Hütter hob die tolle Leistung des erfahrenen russischen Weltklasse-Torhüters Igor Akinfejew hervor – auch dessen schier unglaubliche Parade nach dem Ablenker von Guillaume Hoarau. Hütter sagte hierzu: «Für mich war die Reaktion von Akinfejew aussergewöhnlich, weil er irrsinnig schnell mit den Händen am Ball war. Er ist ein besonderer Torhüter. Man muss nur seine grosse Karriere anschauen, mit über hundert Länderspielen, mit einer enormen Erfahrung. Leider hat er das heute Abend alles gezeigt.»
Mit ihren zwei überragend guten Leistungen der noch jungen Saison hatten die Young Boys im Stade de Suisse 2:0-Siege herausgeholt. Zuerst gegen Basel in der Meisterschaft, später gegen Dynamo Kiew in der Champions-League-Qualifikation. Danach gefragt, wie er die Darbietung im Match gegen ZSKA Moskau mit den Leistungen der beiden genannten Spiele vergleiche, meinte Hütter kurz, aber vielsagend: «Ich hätte mir mit unserer Leistung, die wir gezeigt heute haben, ebenfalls ein 2:0 vorstellen können.» https://www.derbund.ch/sport/fussball/W ... y/19021637
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 16. August 2017, 08:37 |
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16.08.2017  Zitat: «Wir sind fassungslos»
Die Young Boys spielen gegen ZSKA hervorragend. Bis Verteidiger Kasim Nuhu das grosse Missgeschick passiert.
91 Minuten lang bieten die Young Boys im Stade de Suisse ihren Fans wirklich guten Fussball. Auf Grund der Torchanchen hätten die Berner gegen ZSKA Moskau im Playoff-Hinspiel zur Königsklasse eigentlich schon führen müssen.
Doch dann passiert dem sonst tadellosen Innenverteidiger Kasim Nuhu der grobe Schnitzer, der das Stadion still werden lässt: Er überlobt in der Nachspielzeit seinen Torhüter David von Ballmoos mit einem Kopfball, der eigentlich eine harmlose Rückgabe hätte sein sollen. Der Ball kullert in Richtung Berner Tor – der Keeper kann das Unheil nicht mehr abwenden.
«Das Tor war wirklich unglücklich»
YB-Trainer Adi Hütter sagt danach in die TV-Kameras: «Wir sind fassungslos und enttäuscht. Das Ergebnis stimmt mit der Leistung überhaupt nicht überein. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und viel Druck erzeugt, nur die letzte Minute hätten wir uns sparen können. Nun ist es sehr schwierig, die richtigen Worte zu finden. Besonders in der zweiten Halbzeit konnte die Mannschaft viel Druck erzeugen. Das Tor war dann wirklich sehr unglücklich. Mit einer besseren Abstimmung hätte dieses aber verhindert werden können.»
So gewinnen die Moskauer das Hinspiel mit 1:0 und haben eine ausgezeichnete Ausgangslage für das Rückspiel in rund einer Woche. Die Young Boys dagegen haben diese mit einer unglücklichen Aktion so ziemlich verpatzt. Die Leistung allerdings war gut, darauf muss der Super Ligist bauen.
http://www.20min.ch/sport/dossier/champ ... y/15779978
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 16. August 2017, 08:39 |
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16.08.2017  Zitat: Wer ist wirklich schuld am YB-Eigentor?
Ein Missgeschick könnte YBs Champions-League-Träume begraben. Experten sehen den Fehler aber nicht nur beim Eigentorschützen.
Es war eine Mischung aus Hoffnung und Verzweiflung mit dabei, in der Stimme von SRF-Kommentator Dani Kern. Zehn Minuten waren noch zu Spielen im Playoff-Spiel zur Qualifikation der Champions League zwischen YB und ZSKA Moskau. Die Berner dominierten, hatten kurz zuvor eine Grosschance, weshalb Kern flehte: «Lieber Fussballgott, lass Gerechtigkeit walten.» Damit meinte er natürlich den längst überfälligen YB-Siegtreffer.
Nun, es kam anders. Die Hoffnung und Verzweiflung kippte in Fassungslosigkeit: «Das ist einfach unglaublich.» Statt dem erhofften YB-Sieg gab es ein bitteres Eigentor in der Nachspielzeit, die Berner verloren 0:1 – eine schwere Hypothek fürs Rückspiel.
Sofort wurde im Schweizer Fernsehen Abwehrspieler Kasim Nuhu als Alleinschuldiger ausgemacht. Der Eigentorschütze glänzte in den 91 Minuten zuvor mit einer nahezu perfekten Leistung. Experte Alain Sutter bemängelte: «Nuhu schaut nur auf den Ball und sieht so nicht, dass Goalie von Ballmoos weit vor seinem Tor steht.» Kern sagte zuvor: «Von Ballmoos muss natürlich etwas aus seinem Tor kommen.» Aber musste er das wirklich?
Anders beurteilt die Situation ORF-Experte Dietmar Kühbauer. Der Trainer des Wolfsberger AC sagte beim österreichischen Sender: «Für mich ist ganz klar der Torwart der Schuldige.» Nuhu habe die Situation immer unter Kontrolle gehabt, weshalb Von Ballmoos nicht so weit vor seinem Tor hätte stehen müssen. Tatsächlich rechnete Nuhu nicht damit, dass sein Goalie beinahe an der Strafraumgrenze stand – so sind auch seine verzweifelten Rufe nach dem Missgeschick in Richtung Von Ballmoos zu deuten. Der Torwart selber lief mit gesenktem Kopf vom Platz. Es wirkte nicht so, als würde er sich selber von jeglicher Schuld freisprechen.
Die Leidtragenden sind jetzt natürlich die Mitspieler. Diese wollen insbesondere Nuhu aber keinen Vorwurf machen. Gegenüber SRF sagte Captain Steve von Bergen: «Kasim hat 91 Minuten lang überragend gespielt. Und dann kommt diese Szene... Im Moment tut das weh. Das nagt natürlich an seiner Moral, aber wir werden ihn unterstützen.» Und Mittelfelspieler Leonardo Bertone legte nach: «Wir werden Kasim sagen, dass er ein Superspiel gemacht hat. Fehler passieren nun einmal. Deswegen machen wir ihn nicht kaputt. Wir sind ein Team und werden ihm helfen.» Gut möglich, dass sich auch Von Ballmoos die aufmunternden Worte anhören möchte. https://www.derbund.ch/sport/fussball/W ... y/16936188
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 16. August 2017, 08:40 |
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16.08.2017  Zitat: «Wir sind noch lange nicht ausgeschieden»
Steve von Bergen nimmt Innenverteidiger Kasim Nuhu in Schutz. Er sagt: «Auf diesem Niveau bezahlt man Fehler leider bar.» Und der YB-Captain gibt sich kämpferisch.
Wie haben Sie die entscheidende Szene in der Nachspielzeit erlebt, die zur 0:1-Niederlage gegen ZSKA Moskau führte? Steve von Bergen: Kasim Nuhu wollte den Ball mit dem Kopf zurückspielen, es kam zu einem Missverständnis mit Goalie David van Ballmoos. Fussball kann manchmal sehr brutal sein. Auf diesem Niveau bezahlt man Fehler leider bar.
Ausgerechnet Nuhu unterlief der Fehler. Zuvor agierte er überragend. Ja, er hat unglaublich gut gespielt. Doch Fehler gehören zum Fussball, Nuhu erhält unsere volle Unterstützung. Wir sind ein Team. Und wir müssen nun wieder aufstehen, es geht Schlag auf Schlag weiter. Am Samstag spielen wir bei Leader Zürich.
Wie stufen Sie die YB-Darbietung insgesamt ein? In der ersten Halbzeit agierten wir zu nervös. Uns unterliefen einfache Fehlpässe. Das haben wir in der Pause besprochen.
Was wurde da diskutiert? Dass wir Vertrauen haben, mutig angreifen, unsere Qualitäten ausspielen müssen. In der zweiten Halbzeit waren wir ganz klar die bessere Mannschaft. Das hat aber leider nicht gereicht.
Wie war die Stimmung in der Kabine nach dem Spiel? Die Enttäuschung ist natürlich riesig, erst einmal ist jeder mit sich selbst beschäftigt. Wir zeigten eine enorm gute zweite Halbzeit. Einzig ein Tor konnten wir nicht erzielen.
Wie bewerten Sie die Chancen der Young Boys für das Rückspiel in einer Woche in Moskau? Viele Leute denken nun wohl, es sei vorbei, ziemlich sicher auch die Spieler von ZSKA Moskau. Aber es ist erst die Hälfte absolviert. Und ich bin überzeugt, dass wir in Moskau etwas erreichen können.
Wie muss YB an diese Partie herangehen? Wir wussten ja, dass wir fürs Weiterkommen sowieso ein Tor erzielen müssen, daran hat die heutige Partie nichts geändert. Und wir haben in der Offensive eine unglaubliche Qualität. Mir wurde vorhin gesagt, dass wir 22 Torschüsse hatten. Das ist ein extrem hoher Wert. Wir müssen einfach weiter daran glauben. Wir sind noch lange nicht ausgeschieden. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/31145328
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 16. August 2017, 08:43 |
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16.08.2017  Zitat: Ausgerechnet Nuhu
Trotz ausgezeichneter Leistung verlieren die Young Boys das Hinspiel der Champions-League-Playoffs gegen ZSKA Moskau 0:1. Der überragende Kasim Nuhu fabriziert in der 91. Minute ein kurioses Eigentor.
ZSKA Moskau gelingt am Dienstagabend in Bern vermutlich ein Weltrekord. Null Torchancen und vielleicht zwei Ausflüge über die Mittellinie ab der 49. Minute – aber ein Torerfolg! Die Nachspielzeit ist gerade angebrochen, als der rund 25. ZSKA-Befreiungsschlag vor dem YB-Strafraum aufsetzt. Kasim Nuhu köpfelt einmal zu kurz zurück, er köpfelt ein zweites Mal zu weit zurück – und hebt den Ball über David von Ballmoos. Der Goalie hechelt verzweifelt zurück, versucht zu klären – und landet wie ein Gefangener im Tornetz.
Ausgerechnet Nuhu, zuvor mit einer formidablen Leistung im Weltklassebereich unterwegs, mutiert kurz nach 22.30 Uhr zum Unglücksraben. Die Young Boys verlieren das Hinspiel der Champions-League-Playoffs gegen ZSKA Moskau trotz ausgezeichneter Leistung 0:1. Es ist auf einmal sehr ruhig im Stade de Suisse.
Starker YB-Start
Den wunderbaren Sommerabend verbrachten Tausende Zuschauer noch bis kurz vor Spielbeginn rund ums Stadion, erwartungsvoll und gut gelaunt. Und drinnen entwickelte sich in feierlicher Stimmung ein umkämpftes Ringen. Die muskelbepackten Akteure auf beiden Seiten setzten ihre Körper lustvoll ein, Freunde von gehobener Spielkunst kamen vorerst nicht auf ihre Kosten. Aber es war schnell, intensiv, umstritten, zunächst mit klaren Vorteilen für ein couragiertes YB.
Nach rund zehn Minuten und zwei, drei halbwegs gefährlichen Schüssen allerdings wichen die Gastgeber ein paar Meter zurück, das Geschehen verlagerte sich ins Mittelfeld, wo bei den Young Boys Leonardo Bertone und Yoric Ravet spielten – und nicht Djibril Sow und Christian Fassnacht. Trainer Adi Hütter hatte sich für eine Champions-League-Aufstellung entschieden, mit Routine, Tempo, Härte im Team.
Obwohl ZSKA defensiv – mit mehreren Verteidigern mit Kampfsportmassen – keineswegs einen unwiderstehlichen Eindruck hinterliess, offenbarten sich für kurze Zeit die Vorzüge der eingespielten Equipe. Rasant und ohne Schnickschnack überbrückten die Gäste das Feld, mit technisch herausragenden Akteuren wie Alan Dsagojew und Aleksandar Golowin.
Mitte der ersten Halbzeit gestaltete ZSKA das Geschehen sogar leicht überlegen, mit zwei, drei für die Young Boys brenzligen Situationen. Doch der Ball rollte günstig für die Berner, was 100 Meter entfernt auf der anderen Seite nicht der Fall war. Ausgerechnet Miralem Sulejmani, Feinfuss mit Kopfballschwäche, stand bei zwei Flanken mutterseelenallein wenige Meter vor dem Tor – und verfehlte das Ziel. Kurz darauf musste der Serbe nach einem Zusammenprall minutenlang am Kopf gepflegt werden, was die Angriffsoptionen seines Teams massiv beschnitt.
Nach dem Seitenwechsel allerdings stürmten die Young Boys vor 20 000 Zuschauern, als gelte es, einen 1:3-Rückstand aus dem Hinspiel aufzuholen. Sie griffen forsch und frech an, mit Mut und Matchplan, oft über die Flügel, manchmal mit Steilpässen auf Roger Assalé. Der Ivorer, einen Kopf kleiner als seine Gegenspieler, beschäftigte die ZSKA-Hünen, im Abschluss allerdings sündigte auch er. Zu zögerlich, zu kompliziert, zu ungenau schloss Assalé ab. Wenig präzis gerieten auch die vier Schüsse von Leonardo Bertone in kurzer Zeit.
Akinfejews Grossparade
Man erhielt in der zweiten Hälfte den Eindruck, Champions-League-Stammgast sei nicht ZSKA Moskau. Sondern YB. Auch Torjäger Guillaume Hoarau kam zu zwei grossen Möglichkeiten. Einmal verpasste er mit dem Kopf, das andere Mal zwang er Torhüter Igor Akinfejew in der 79. Minute zu einer sensationellen Parade, wie sie das Stade de Suisse selten gesehen hat. Hoarau lenkte einen Benito-Schuss blitzschnell ab, verlor aber das Duell der Superreflexe gegen Akinfejew.
Es war eine vorzügliche, reife Vorstellung der Young Boys mit herausragenden Protagonisten. Wie Nuhu, der sich mit Zweikampfstärke, Frechheit und Spielfreude 91 Minuten lang für höhere Ligen empfahl. Oder Loris Benito, der nach verhaltener erster Halbzeit aufdrehte und Hereingaben am Fliessband produzierte. Oder Kevin Mbabu, Benitos Aussenverteidigerpendant auf rechts, der unermüdlich rauf und runter rannte und Eckball um Eckball herausholte. Allein: Keiner der Corner führte wegen der ZSKA-Lufthoheit zu Gefahr. Die Stärke des russischen Spitzenteams bei Standardsituationen ist gefürchtet. Im Rückspiel in einer Woche dürfte der Favorit zu einigen Eckbällen und Freistössen in YB-Strafraumnähe kommen. Nicht nur Kasim Nuhu wird gefordert sein. Bis in die Nachspielzeit. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/17464799
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 16. August 2017, 08:45 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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16.08.2017  Zitat: Ein Kopfball als Genickschlag
YB spielt im Playoff zur Champions League gegen ZSKA Moskau stark – bevor Kasim Nuhu in der Nachspielzeit den eigenen Torwart zum 0:1 düpiert.
Der Ball wurde länger und länger, er senkte sich mit brutaler Langsamkeit ins Tor, es lief die Nachspielzeit, und als er drin war, war es im Stade de Suisse so still wie schon lange nicht mehr. Urheber der Stille war Kasim Nuhu, er hatte soeben seinen eigenen Torwart überlistet, nach einem ungefährlichen Ball aus dem Halbfeld, per Bogenkopfball. Ausgerechnet er, Nuhu, der zuvor mit YB in diesem Playoff zur Champions League die Gäste von ZSKA Moskau mehr als nur an den Rand einer Niederlage gebracht hatte, mit ihm als einem der Hauptdarsteller: gewaltig in der Abwehr, energisch im Spiel nach vorne. Statt Jubel aber Schockstarre. 0:1, ein Gegentor zu Hause, eine in der Schlussrechnung eventuell entscheidend belastende Hypothek.
Dabei lief zuvor vieles für die Young Boys. Falsche Zurückhaltung pflegen die Berner gegen stärker eingestufte Gegner im Europacup generell nicht zu zeigen, und so stiegen sie auch diesmal mit den Erfolgsfaktoren aus dem Erfolg in der Vorrunde gegen Dynamo Kiew ins Spiel: mit viel Aufwand, mit Herz, mit ideenreichem Fussball. Trotz des aktiveren Beginns, YB hätte sich nach einer Viertelstunde über einen Rückstand nicht beschweren können: Die beste Chance der Startphase hatte den Russen gehört. Gab es gegen Kiew noch im gegnerischen Strafraum eine gutmütige Schiedsrichterentscheidung, war es diesmal die eigene Gefahrenzone. Steve von Bergen stellte Moskaus Jungtalent Fedor Chalow. Eine Berührung fand statt, Referee David Borbalan sah aber kein Foul.
Aufreger in der YB-Defensive gab es ansonsten lange Zeit wenig in der Startphase. Vorne, im und am Strafraum der Russen, da spielte die Musik. Die Flügelzange, bei YB in den letzten Wochen in verschiedenster Ausführung am Start, lief diesmal in Originalbesetzung auf: Miralem Sulejmani und Yoric Ravet harmonierten hervorragend. Alleine Sulejmani verpasste mehrmals, zweimal per Kopf, bestimmt nicht die Paradedisziplin des 1,78 Meter grossen Serben.
Unbelohnte Geduldsprobe
In der Vergangenheit hatte YB ja gezeigt: Russische Spitzenteams sind schlagbar – 2012 in der Gruppenphase der Europa League gegen Anschi Machatschkala (3:1) oder ein Jahr zuvor im Sechzehntelfinal-Hinspiel des gleichen Wettbewerbs gegen Zenit St. Petersburg (2:1).
In Durchgang zwei legte YB noch mal an Vehemenz zu, ZSKA zog sich etwas mehr zurück, die Partie entwickelte sich aus Berner Sicht mehr und mehr zur Geduldsprobe. Wie eine Matrjoschka versuchten die Young Boys die Abwehr der Russen zu knacken, eine dieser Russischen Holzpuppen, bei welcher immer wieder ein neuer Kopf, ein neuer Körper zum Vorschein kommt.
Hoffnungen arg gedämpft
Mal startete Assalé, wie in der 64. Minute, als nach einem Sprint des Ivorers die Hand des heranrauschenden Vasin am Körper des YB-Stürmers war und er fiel – zu wenig für einen Penaltypfiff. Mal schoss Bertone, gleich ein, zwei, drei vier Mal versuchte es der Berner aus der Distanz, doch anders als zuletzt fehlte ihm dabei die Genauigkeit. Und hätte Moskau-Hüter Akinfejew eine seinem Alter angemessene Reaktion gezeigt und den Scharfschuss von Hoarau nicht mirakulös abgefälscht, so hätten die 20 003 Zuschauer ihren Torschrei mal vollständig über die Lippen bringen dürfen. Aber eben, Nuhus letzte Aktion killte Stimmung und Abend für die Young Boys. Die Hoffnungen fürs Rückspiel sind durch den Lapsus des Ghanaers arg gedämpft worden. Für YB ist am Wochenende gegen Zürich Rehabilitation angesagt. Mit einem guten Gefühl und etwas Mut im Gepäck ist die bittere Hinspielniederlage vielleicht noch zu korrigieren. Vorausgesetzt, man zielt in der Nachspielzeit nicht aufs eigene Tor. https://www.derbund.ch/sport/fussball/E ... y/23135856
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 16. August 2017, 08:47 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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16.08.2017  Zitat: «Das tut weh!»
Bei YB tun sich Trainer und Spieler schwer, Worte für dieses bittere Ende zu finden.
Trainer Adi Hütter stand wie versteinert an der Seitenlinie, Sportchef Christoph Spycher auf der Tribüne konnte es nicht glauben. Das 0:0 wäre nicht ein Traumresultat gewesen, hätte für das Rückspiel aber bedeutet, dass noch alles offen ist. Und dann dieses Gegentor, dieses Geschenk von Nuhu in der Nachspielzeit. «Wir sind alle enttäuscht», sagte der YB-Trainer später. Auf das 0:1 angesprochen, sprach Hütter von einem Abstimmungsproblem, «das der Verteidiger wie der Torhüter mit Kommunikation besser hätten lösen müssen». Mehr wollte er dazu nicht sagen. Seine Mannschaft dürfe trotzdem stolz sein auf die Leistung, auch wenn die Aufgabe im Rückspiel sicher schwieriger sei. «Das tut weh», haderte auch Steve von Bergen mit diesem unglaublichen Gegentor. Jetzt seien er und seine Mannschaft gefordert, Pechvogel Nuhu schnell wieder aufzurichten. «Er muss jetzt schnell wieder nach vorne schauen, und wir müssen ihn dabei unterstützen.»
Ravets starke Antwort
Nach diesem bitteren Ende waren andere Aspekte des Abends kein grosses Thema mehr. Wie das Comeback Yoric Ravets, der trotz den Wirren um seine Abwanderungsabsichten das Vertrauen von Hütter erhalten hatte. «Er ist ein Schlüsselspieler, wichtig bei den Standards und bringt Kreativität in unser Spiel. Ich hatte keine Bedenken, ihn aufzustellen», begründete der YB-Trainer seinen Entscheid, wieder auf den 27-Jährigen zu bauen. Der Franzose wollte seinen Chef nicht enttäuschen, wie auch das Berner Publikum nicht. Schon nach 50 Sekunden setzte er erstmals zum Abschluss an, war rasch einer der Aktivposten in der YB-Offensive. Später hatte er noch weitere Abschlüsse, die aber keinen Ertrag brachten. Nach 73 Minuten war Ravets Arbeitstag zu Ende. Vom Publikum gab es verdienten Applaus für sein Engagement, an dem es nichts zu bemängeln gab.
Zu bemängeln gab es nicht viel – bis auf die fehlende Effizienz und auf diesen einen ärgerlichen, sehr teuer bezahlten Aussetzer kurz vor Schluss. https://www.derbund.ch/sport/fussball/D ... y/11346355
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 16. August 2017, 09:32 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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16.08.2017  Zitat: «Jetzt müssen wir Kasim helfen»
Nach dem 0:1 im Playoff-Hinspiel zur Champions League gegen den ZSKA Moskau hoffen die Berner auf ein nächstes Wunder von Bern.
Aufopfernd gekämpft. Leidenschaftlich verteidigt und am Ende sich selber geschlagen. Das Eigentor von Kasim Nuhu in der Nachspielzeit war ein herber Schlag. In der YB-Kabine war die Stimmung nach dem Spiel im Keller. Nach einer Dusche und einem kurzen Aufatmen kam die Hoffnung zurück – oder zumindest Durchhalteparolen.
«Es gibt noch eine zweite Halbzeit in Moskau», sagt Steve von Bergen, «wir haben die offensive Qualität im Rückspiel ein Tor zu schiessen und das Wunder zu schaffen.» Den Fehler so der YB-Captain habe man «bar bezahlt». Seinem 22-jährigen Verteidigerkollegen macht er keine Vorwürfe. «Fehler passieren im Fussball. Wir werden ihm helfen wieder aufzustehen, denn es geht Schlag auf Schlag.»
Erst sich selber aufrichten – dann die Mannschaft
Ein Schlag – ein Tiefschlag – war die Niederlage für Adi Hütter. Der YB-Trainer konnte die Enttäuschung an der Medienkonferenz nach dem Spiel kaum verhehlen. Vorwürfe bekam aber keiner zu hören. «Beide – Goalie von Ballmoos und auch Kasim Nuhu – hätten diese Situation besser lösen können.» Der Österreicher spricht von einer Kommunikationspanne.
«Die Enttäuschung ist jetzt riesengross, denn wir hätten genügend Chancen gehabt, zu gewinnen. Aber wir haben es nicht geschafft, ein Tor zu machen. Jetzt brauchen wir in Moskau ein Wunder, aber es ist klar, dass die Chancen massiv kleiner geworden sind.»
Aber soweit nach vorne mochte Hütter kurz nach dem Spiel noch nicht denken. «Erst muss ich mich selber aufrichten und dann die Mannschaft», gab der YB-Trainer offen zu. Dieser Schlag sitzt tief. http://www.20min.ch/sport/dossier/champ ... y/19904286
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Gonzo
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Verfasst: Mittwoch 16. August 2017, 09:39 |
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