Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 190 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 ... 19  Nächste
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 21:21 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
14.09.2016

Bild

Zitat:
Die gegenseitige Abneigung

Analyse: YB entlässt Sportchef Fredy Bickel, setzt in der Not auf den Nachwuchs – der Club wirkt hilflos.

Am Morgen um neun Uhr hofft Fredy Bickel an einer letzten Sitzung vermutlich noch, das drohende Schicksal abzuwenden. Eineinhalb Stunden später erfährt die Öffentlichkeit, dass er ab sofort nicht mehr Sportchef der Young Boys ist. In ihrem Communiqué steht, CEO Alain Kappeler und Bickel «haben sich entschlossen, das Unternehmen zu verlassen». Selten ist ein Versuch mehr missglückt, eine Trennung schönzureden. Denn es geht um nichts anderes als um eine Entlassung.

YB richtet sich neu aus und legt die Geschäftsfelder Sport und Kommerz zusammen, der bisherige Marketingchef Wanja Greuel ist der neue CEO, ein neuer Leiter Sport ist bestimmt und wird im Oktober vorgestellt. So weit sind das Fakten gemäss Communiqué.

Der Machtkampf

Im Kern geht es um zwei Punkte: erstens ums Sparen, das die Besitzer-Brüder Andy und Hansueli Rihs zur Vorgabe gemacht haben; und zweitens um einen Machtkampf, den Bickel gegen den einflussreichen Verwaltungsrat Urs Siegenthaler verlor.

Siegenthaler, einst Spieler bei den Bernern, inzwischen Vertrauter des deutschen Bundestrainers Joachim Löw, sitzt seit dem 22. März in der YB-Führung. Geholt wurde er, um «seine fussballerischen Kompetenzen» einzubringen, wie der Verein schrieb. Geholt wurde er, um den Betrieb zu durchleuchten und eine Analyse für eine Neuausrichtung zu machen.

Jahresminus von 8 Millionen Franken

Bickel bekam von Anfang an zu spüren, was der neue mächtige Einflüsterer der Rihs-Brüder von ihm hält: nicht allzu viel (wobei das schnell auf Gegenseitigkeit beruhte). Schritt für Schritt spitzte sich die Situation zu, sah sich Bickel mehr und mehr infrage gestellt. Bis es zum Eklat kam.

Es sei doch nur «etwas Vernünftiges» passiert, entgegnet Siegenthaler. «Wenn das Geschäft defizitär ist, verlangt das einen strategischen Entscheid. Das hat nichts mit Urs Siegenthaler zu tun, sondern eher mit den Gebrüdern Rihs.»

Seit 2008 sind die Rihs Mehrheits­besitzer von Verein und Stadion, sie ­haben Millionen eingeschossen, um ein Gesamtbudget von 40 bis 50 Millionen Franken zu finanzieren – zuletzt sollen sie ein Jahresminus von 8 Millionen Franken kompensiert haben. Sie haben diverse Entlassungen von Sportchefs und Trainern abgenickt.

«Der beste Sportchef der Schweiz»?

Sie haben zwar nie den Eindruck vermittelt, die Sache mit dem Herzblut zu begleiten, wie es Andy Rihs für den Radsport oder den Wein aufbringt. Aber noch am 24. Mai 2015 verkündete Andy Rihs in der «SonntagsZeitung» den Angriff auf den FC Basel: «Uns ist klar, dass wir noch ein wenig aufrüsten müssen. Die Spielerkosten werden steigen, weil wir sehr viel einkaufen müssen.» Im gleichen Interview erklärte er Bickel zum «besten Sportchef der Schweiz». Vielleicht lag seine Redseligkeit damals auch darin begründet, dass er einen alkoholseligen Vorabend hinter sich hatte – wegen der Feier zu Bickels 50. Geburtstag.

Jetzt ist nur noch von Rückzug die Rede. YB verabschiedet sich jedenfalls offiziell von der Rolle des Basel-Jägers, wie das Siegenthaler bestätigt, und will künftig noch ausgeprägter auf den Nachwuchs setzen. Dieses Konzept ist nicht innovativ, nur hilflos. Abgesehen von Basel hat das in der Schweiz schon jeder Club in der Not für sich entworfen.

Den Club fit machen, um ihn zu verkaufen

Die Frage ist nun, warum zwei reiche Männer den Sparkurs zum Ziel erklären. Eine mögliche Antwort ist, dass sie genug von YB haben, dass sie das Unternehmen fitmachen wollen, um es verkaufen zu können. Zumindest kann man davon ausgehen, dass ihre Gedanken, was immer der Grund dafür gewesen ist, langfristig angelegt sind und nichts mit der aktuell angeschlagenen Gesundheit von Andy Rihs zu tun haben. So ist Siegenthaler zu deuten, wenn er sagt: «Vielleicht ist die Umstrukturierung schon damit eingeleitet worden, dass mich die Brüder Rihs gefragt haben, ob ich in den VR komme. Ihr Ansporn war, dass sie eine sportkompetente Person haben, die ihre Fragen beantworten kann.»

Die sportkompetente Person ist im Verlauf ihrer Arbeit auch und vor allem zur Einsicht gekommen, dass es Opfer braucht – und das prominente Opfer heisst eben Fredy Bickel. Dass es ein Machtkampf zwischen ihm und dem Sportchef war, das verneint Siegen­thaler zwar vehement. «Zu hundert Prozent», sagt er.

Bickel hat ein Auge für junge Talente

Aber es gibt Widersprüche. Siegen­thaler schickte für ein Spiel im Ausland einen Beobachter los, um den Beobachter zu beobachten, den Bickel schon eingesetzt hatte. Oder es gibt den Fall von Milan Vilotic. Trainer Adi Hütter wollte, wieso auch immer, den Verteidiger in die U-21 abschieben, Bickel war dagegen, worauf sich der um Emanzipation von Bickel bedachte Hütter bei Siegenthaler Rücken­deckung für die Massnahme einholte.

Und: Wenn Siegenthaler keine Zweifel an Bickel hätte, dann hätte er den Sportchef gestützt, trotz allen Kostendrucks. Wieso denn verteidigt er einen Mann nicht, der auch ein Auge für Junge hat, der Mvogo, Hadergjonaj, Bertone, Zakaria oder Frey zum Sprung in die Super League verholfen hat – für Junge eben, wie sie künftig erst recht gefördert werden sollen?

Die erfolglose Wohlfühloase

Natürlich gibt es Kritik an der Arbeit von Bickel. Dass er Spielern wie Alain Rochat oder Jan Lecjaks den Vertrag verlängerte, dass er gerne alte Weggefährten um sich weiss, dass er durchschnittliche Spieler bestens entlöhnte. Und eine in erster Linie: dass er Bern nicht den Titel beschert hat, den er zu seinem Arbeitsantritt Anfang 2013 versprochen hatte. YB ist unter ihm eine Wohlfühloase geblieben und nicht zum Ort sportlicher Zielstrebigkeit geworden.

Was deshalb als Fazit bleibt: YB wird als Spitzenclub nie richtig ernst zu nehmen sein, solange es nicht zur Ruhe kommt. Und solange es nicht umsichtig geführt ist. Und die Brüder Rihs lieber an ein Rad denken statt an einen Ball. Und Siegenthaler wirbeln darf.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Di ... y/28246718

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 21:22 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
14.09.2016

Bild

Zitat:
«Wir wollen nicht die finanzielle Rote Karte erhalten»

Einen Tag nach der Trennung von Sportchef Fredy Bickel und von CEO Alain Kappeler haben die YB-Verwaltungsräte Erklärungen zu den Umwälzungen abgegeben.

Für viel Ungewissheit und damit viele offene Fragen hatte die Medienmitteilung zur Freistellung von Fredy Bickel und Alain Kappeler am Dienstag geführt. Bei YB zeigte sich der Verwaltungsrat nun heute Mittag kurzfristig bereit, im Rahmen der Pressekonferenz vor dem morgigen Europa-League- Startspiel gegen Olympiakos Piräus (19.00) Antworten zu liefern.

Peter Marthaler, einer der beiden anwesenden Verwaltungsräte, legte Wert darauf, dass es sich bei den Trennungen «um keine Kampfscheidungen» handelte. Diese seien «mit Respekt und Anstand» vollzogen worden. Was Bickel betrifft, sei man sich über die strategische Ausrichtung nicht mehr einig geworden. Klarheit herrscht nun auch, ob der Bickel-Nachfolger schon feststeht oder nicht. «Der neue sportliche Leiter ist bereits bestimmt», versicherte VR-Präsident Hanspeter Kienberger. Auch der Vertrag soll bereits fixiert sein. Aus juristischen und vertraglichen Gründen könne der neue Mann aber erst im Oktober präsentiert werden. In diesem Fall seien dem Verwaltungsrat die Hände gebunden.

Ziel: Selbstfinanzierung auf lange Sicht

Kienberger sagte weiter, der Verwaltungsrat stehe in der Verantwortung der AG und der Investoren, das Unternehmen YB und Stade de Suisse längerfristig und nachhaltig zu sichern. Dazu gehöre auch, sich auf die Dauer selber finanzieren zu können, wovon man im Moment noch weit entfernt ist. «Wir wollen nicht aus finanziellen Gründen in Zukunft einmal die Rote Karte erhalten», betonte Kienberger. Die Auflage sei klar, das Budget einzuhalten, das aufgrund der zu erwartenden Einnahmen finanzierbar sei. Und diese hätte beispielsweise bei den Zuschauererlösen trotz der starken Rückrunde stagniert und seien in der Tendenz gar rückläufig.

«Keine Kapitulation vor dem FC Basel»

Sportlich bedeute das «keine Kapitulation vor dem FC Basel», wie Kienberger eine entsprechende Frage beantwortete. Was YB will: Einen eigenen Weg gehen, noch mehr auf die eigenen Talente setzen, sich daneben aber im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten auch immer wieder «mit Mass» verstärken, um vorne mitzuspielen, so Marthaler. In Bern werde nicht nur der Anspruch, sondern auch ein genügend grosses Budget weiterhin vorhanden sein, um einer der stärksten Herausforderer des FCB zu bleiben. Oder anders formuliert: YB will weiter die Nummer 2 in der Liga bleiben – aber zu günstigeren Konditionen als in den vergangenen Jahren.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Wi ... y/25920518

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 21:25 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
14.09.2016

Bild

Zitat:
YB-VR-Präsident Hanspeter Kienberger erläutert die neue Strategie

«Der Plan ist, zu sparen – und Erfolg zu haben»

Hanspeter Kienberger ist VR-Präsident der Sport & Event Holding AG, der Muttergesellschaft von YB. Er erklärt den neuen Sparkurs. Will aber gegenüber dem FCB die Waffen dennoch keineswegs strecken.

Die Medienmitteilung von gestern Dienstag zur Entlassung von Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler war reichlich konfus. Es besteht Erklärungs-Notstand. Kienberger präzisiert, schaft aber auch Verwirrung mit seiner Aussage zur Kapitulation vor dem FCB, die diametral jener von VR-Kollege und Sportkommissionsleiter Urs Siegenthaler entgegenläuft.

Zum neuen Sparkurs:
«Wir im Verwaltungsrat sind zuständig für die nachhaltige Unternehmenssicherung. Wenn wir nicht ausschliesslich mit den Mitteln operieren, die uns zur Verfügung stehen, laufen wir Gefahr, eines Tages die Rote Karte gezeigt zu erhalten. Dann gibt es YB nicht mehr. Diesem Grundsatz müssen wir folgen wie in der Privatwirtschaft. Die Verantwortlichen werden ein Budget vorgesetzt erhalten, das sie einhalten müssen. Ohne dass dies permanent wie ein Damoklesschwert über ihnen hängt.»

Zur Höhe dieses Budgets:
«Dazu sage ich nichts.»

Zu den sportlichen Zielen trotz Sparkurses:
«Wir wollen die zweite Kraft in der Schweiz bleiben. Und wir wollen international erfolgreich sein. Es wird Aufgabe der Sportkommission sein, den Plan umzusetzen, einerseits zu sparen, andrerseits sportlichen Erfolg zu haben.»

Zur Integration von jungen Spielern:
«Wir müssen teure Spieler abbauen und solche aus den eigenen Reihen einbauen. Nur so können wir sparen.»

Zum neuen Leiter Sport:
«Der ist bestimmt. Aus arbeitsrechtlichen Gründen können wir den Namen aber noch nicht nennen. Er steht noch anderswo unter Vertrag. Im Verlauf des Oktobers geben wir ihn bekannt. Soviel kann ich verraten: Es ist nicht Christoph Spycher.»

Zum Pflichtenheft des Leiter Sports und den Unterschieden zu jenem des bisherigen Sportchefs:
«Das wird auch die Sportkommission im Detail definieren.»

Zur von Siegenthaler proklamierten Kapitulation vor dem FCB:
«Wir verabschieden uns nicht vom Gedanken, dem FC Basel näherzukommen. Klar, der FCB ist die Benchmark, der Branchenprimus. Eine Kapitulation ist das aber auf keinen Fall.»


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 91317.html

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 21:28 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
14.09.2016

Bild

Zitat:
Wirres Provinztheater mit Peinlichkeiten und Pannen

Am Tag nachdem Fredy Bickel und Alain Kappeler gehen mussten, sprechen bei YB die Verwaltungsräte – ohne etwas zu sagen.

Bei YB steht am Mittwoch um 12.30 Uhr die obligate Medienkonferenz vor dem EL-Auftakt gegen Olympiakos Piräus an. Aber vorerst erscheinen nicht Trainer Adi Hütter und Goalie Yvon Mvogo, sondern überraschenderweise die Verwaltungsräte Hanspeter Kienberger und Peter Marthaler. Ersterer ist Präsident, der andere für die Kommunikation zuständig.

Das Duo wiederholt, was am Vortag im Communiqué zu lesen war. Bald wird klar; die beiden haben eigentlich gar nichts Neues zu sagen, trotzdem fallen sie sich gegenseitig immer wieder ins Wort.

Kein Kommentar

Auf die Frage, warum am Dienstagabend Urs Siegenthaler im Fernsehen – der Basler äusserte sich notabene ziemlich wirr über YB aus dem St. Jakob-Park – und einzelnen Medien doch Interviews gab, obwohl kommuniziert worden war, es würden keine weiteren Auskünfte erteilt, antwortet Marthaler: «Kommunikation ist etwas Lebendiges.» Und Kienberger meint: «Dazu möchte ich nicht mehr sagen.»

Es ist klar, die beiden sind eigentlich nur die Platzhalter von Siegenthaler, dem neuen starken Mann im VR, auf den die Besitzer Andy und Hansueli Rihs hören. Aber Siegenthaler fehlt, dafür steht mit Richard Gostony ein weiteres VR-Mitglied im Saal. Aber der sagt nichts.

Hütter sauer

Dann kommen Hütter und Mvogo doch noch. Beide betonen, dass ihnen Bickels Abgang leid tue, aber sie seien Angestellte des Vereins. Hütter wirkt ziemlich sauer und macht sich schleunigst wieder davon, ohne allen Medien (ausser dem SRF) vor der Kamera Red und Antwort zu stehen. Alle anderen «Bildmedien» gucken in die Röhre. Aber auch das passt ins Bild, das YB wieder einmal abgibt.

Vorbild FCB und SCB

Eine derartige wirre und unprofessionelle Kommunikation würde dem FC Basel nie passieren. Aber die Berner müssen gar nicht so weit schauen, wie man es macht. Ein Blick über die Strasse würde reichen. Vergangenen November wurde beim SC Bern Trainer Guy Boucher entlassen und Sportchef Sven Leuenberger entmachtet. VR-Boss Walter Born, CEO Marc Lüthi, Sven Leuenberger, Alex Chatelain (der neue Sportchef) und Lars Leuenberger (der neue Trainer) stellten sich an einer sofort einberufenen Medienkonferenz den Fragen. Mehr Professionalität geht nicht.

Daneben wirkt das Vorgehen bei YB wie ein Provinztheater, gespickt mit unzähligen Peinlichkeiten und Pannen. Auch deshalb montieren am Mittwoch Fans am Stadion ein Transparent mit der Aufschrift: «Charakterlos und ohne Plan Richtung Abgrund».


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/18155015

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 21:32 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
14.09.2016

Bild

Zitat:
Abgang von Fredy Bickel

Die YB-Welt dreht sich schnell

Im Zuge des schlecht kommunizierten Sparkurses bleibt in Bern viel im Nebel. Schon fast wäre vergessen, dass am Donnerstag Europa League ist.

Eigentlich müsste sich die Debatte um Olympiakos Piräus drehen, um das erste Gruppenspiel der Young Boys in der Europa League, um Taktik, Chancen, Emotionen, Einnahmen – eigentlich. Doch der YB-Trainer Adi Hütter kommt am Mittwochmittag im Stade de Suisse nur kurz dazu, den Gegner aus Griechenland starkzureden. Ja, Olympiakos hat in den letzten Jahren mehrmals in der Champions League gespielt. Ja, Olympiakos ist eine Nummer, ist stark, obschon sich der Klub im Taifun um Spielabsprachen wiederfindet, der den griechischen Fussball schüttelt.

Der Olympiakos-Klubbesitzer Evangelos Marinakis ist zum Beispiel seit Monaten von allen Fussball-Aktivitäten suspendiert und wird Teil eines grösseren Gerichtsfalls. Die Causa ist so erdrückend geworden, dass sie sogar in der Uefa-Medienkonferenz in Athen Eingang findet.

Aber um derlei Dinge geht's in Bern nicht. Es herrscht Erklärungsbedarf, weil YB am Dienstag einen Sparkurs kommuniziert und sich vom CEO Alain Kappeler und vom Sportchef Fredy Bickel getrennt hat. Es gibt ein Communiqué dazu, am Abend hat der sportliche Berater Urs Siegenthaler mit diversen Medien geredet, und einen Tag später erscheinen Abgesandte des Verwaltungsrates unter dem Eindruck sich überschlagender medialer Wellen an der Medienkonferenz, die für die Europa League gedacht ist. Das Bild, das YB abgibt, ist erneut nicht gut, schreit stumm zum Himmel. Mit dem Verwaltungsratspräsidenten Hanspeter Kienberger und dem im Gremium für Kommunikation zuständigen Peter Marthaler geben zwei Befehlsempfänger Auskunft, die von den Klubbesitzern Andy und Hans-Ueli Rihs vorgeschickt werden.

Es gebe bei YB kein Hüst und Hott, lässt Marthaler verlauten, «die Welt dreht sich ziemlich schnell», auch von «Volatilität» ist die Rede. Die Lage ist verworren. Und schon folgt der Schlüsselsatz: «YB will ein Spitzenklub mit internationalem Erfolg bleiben, aber ein ausgeglichenes Budget haben.» Nachfragen ergeben keinen Sinn, weil allfällige Budgetkürzungen und Fristen nicht präzisiert werden. Kienberger nennt die Kursänderung «Gratwanderung», aber YB wolle hinter Basel die zweite Kraft bleiben. Nächste Frage: «Hören Sie mit dem Projekt auf, näher an Basel herankommen zu wollen?» Kienberger antwortet: «Das kann man so nicht sagen.» YB müsse sich selber finanzieren, «sonst fassen wir finanziell die rote Karte». Ökonomisch scheint die Rechnung abermals nicht aufzugehen, trotz gesicherten 5,6 Millionen Euro Europacup-Einnahmen und dem Millionen-Transfer Florent Hadergjonajs zu Ingolstadt in die Bundesliga.

Wie YB die Rosskur über den Einbau von noch mehr jungen Spielern gelingen soll, wird nicht näher skizziert. Das soll die Aufgabe des neuen sportlichen Leiters sein, dessen Name «aus juristischen Gründen» erst später kommuniziert werden kann. Hütter stellt sich derweil in den Dienst der Organisation: «Die Entscheide werden auf einer oberen Ebene getroffen, das habe ich zu respektieren. Ich gehe den Weg mit.»

Schon fast wäre vergessen, dass am Donnerstag Europa League ist. Nach der Medienkonferenz fragt ein griechischer Journalist, warum YB nur vom zweiten Platz in der Meisterschaft rede. «Und ja, da gibt's offenbar Probleme», sagt er und zählt auf, wer im griechischen Fussball ins Fadenkreuz der Justiz geraten ist.


http://www.nzz.ch/sport/abgang-von-fred ... -ld.116785

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 21:34 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
14.09.2016

Bild

Zitat:
Fanclub-Dachverband übt heftige Kritik an YB-Neustrukturierung

Aufgrund der aktuellen Situation verzichtet der Dachverband der YB Fanclubs beim Spiel gegen Piräus auf den organisierten Support.

«Gäubschwarzsüchtig», der Dachverband der YB-Fanclubs, hat heftige Kritik an den strukturellen Veränderungen des Fussballclubs geübt. Zum wiederholten Mal seien die Strukturen nicht «sanft» angepasst, sondern die gesamte Organisation des Vereins «auf den Kopf gestellt» worden. Dies schrieb der Dachverband am Mittwochabend in einer Stellungnahme.

Der Dachverband teilte weiter mit, dass ihn die aktuelle Situation dazu bewege, beim Spiel gegen Piräus auf organisierten Support zu verzichten. Dabei handle es sich nicht um einen Boykott, sondern mehr um einen Ausdruck der Frustration über die von «Planlosigkeit» begleiteten Neustrukturierungen. Wann der organisierte Support wieder aufgenommen werde, wird laut Stellungnahme «bewusst» offengelassen.

Kritik an «Gesamtsituation»

Es gehe nicht primär um die plötzliche Trennung von CEO Alain Kappeler und Sportchef Fredy Bickel. Vielmehr kritisiert der Dachverband die «Gesamtsituation», in der sich YB befinde. Denn obwohl sich in den letzten Jahren in sportlicher Hinsicht und in Bezug auf die Kaderplanung eine positive Entwicklung abgezeichnet habe, werde mit dieser neusten Zäsur wieder alles infrage gestellt.

Der Dachverband kritisiert zudem, dass die Macht im Fussballclub bei einer «starken Person» kumuliert werde. Dies, obwohl die Vergangenheit von YB gezeigt habe, dass «radikale Kurswechsel und Machtkonzentration nicht zum Erfolg führen, sondern den Club in dessen Entwicklung um Jahre zurückwerfen.»

Der «starke Mann bei YB» - damit gemeint ist der «Ur-Basler» Urs Siegenthaler. Aufgrund verschiedener Gespräche gehe der Dachverband davon aus, dass Siegenthaler als «Einflüsterer» der Clubbesitzer amte. Siegenthalers Aussagen, dass YB keine Chance gegen FCB habe, sei für die Fans ein «Schlag ins Gesicht».

Aufgrund der aktuellen Geschehnisse fragt sich der Fanclub-Dachverband auch, welche Konsequenzen sich daraus für den Fussballclub ergeben. Obwohl die Gebrüder Rihs formal-juristisch die Besitzer des Clubs seien, sei YB auch ein «emotionales Konstrukt», das allen gehöre – auch den Fans, den Sponsoren, der Stadt und der Region.


http://www.derbund.ch/bern/nachrichten/ ... y/14379411

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 21:48 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21
Beiträge: 3440
Wohnort: In der Brauerei
Stellungnahme zur aktuellen Lage beim BSC YB

Déja-vu: Einmal mehr gibt es bei YB Veränderungen bei der „organisatorischen Struktur“. Einmal mehr wird die Arbeit der vergangenen Jahre auf den Kopf gestellt und man geht zurück auf Start. Dieser abrupte Wechsel löst bei den beiden YB-Fandachverbänden ungute Gefühle aus und es stellt sich die Frage, wie die Zukunft von YB aussehen soll. Für die Dachverbände ist es von grosser Bedeutung, dass bei einem allfälligen Verkauf von YB eine nachhaltige Lösung angestrebt wird.

„Der BSC Young Boys passt die organisatorischen Strukturen an: Die Bereiche Sport und Kommerz werden zusammengelegt. Diese Restrukturierung erfolgt aus wirtschaftlichen Gründen und hat personelle Wechsel zur Folge.“ Mit diesem Satz beginnt die Medienmitteilung des BSC Young Boys. Täglich grüsst das Murmeltier. Innerhalb von sechs Jahren wurde nun die Strategie zum wiederholten Mal geändert, zum wiederholten Mal wurden die Strukturen angepasst – Sport und Kommerz wurden getrennt, Sport und Kommerz wurden wieder zusammengelegt. Dieses Hin und Her auf der strategischen Ebene zeugt von wenig Weitsicht. Einmal mehr erfolgt der Entscheid zudem zur Unzeit, nämlich mitten in der laufenden Saison, unmittelbar vor einem wichtigen europäischen Spiel.

Personen kommen und gehen bei YB, das gehört zum Geschäft des modernen Fussballs dazu. Trotzdem ist es uns ein Anliegen, an dieser Stelle Alain Kappeler und Fredy Bickel herzlich für ihren grossen Einsatz zugunsten von YB zu danken! Es geht uns aber nicht primär um die beiden Personen, welche YB verlassen mussten, uns beschäftigt vielmehr die Gesamtsituation. Nämlich die Tatsache, dass erneut alles auf den Kopf und infrage gestellt wird. Denn in den letzten paar Jahren hat sich YB sportlich grundsätzlich gut entwickelt, man hatte den Eindruck, auf dem richtigen Weg zu sein. Es konnten viele Eigengewächse ins Team integriert werden und die Kaderplanung hinterliess grösstenteils einen sinnvollen Eindruck. Und nun folgt also bereits die nächste Zäsur.

Natürlich wurden in den vergangenen Jahren auch im sportlichen Bereich Fehler begangen. Entsprechend war es für uns nachvollziehbar, dass mehr sportliche Kompetenz in den Verein geholt wurde. Ebenfalls können wir nachvollziehen, dass YB finanziell wieder selbsttragend werden soll. Das Problem ist jedoch, dass einmal mehr die Strukturen nicht sanft angepasst wurden, sondern dass zum wiederholten Male die gesamte Organisation des Vereins auf den Kopf gestellt wird. Die Macht wird neu wiederum bei einer starken Person kumuliert, welche alle Fäden in der Hand hält. Die Vergangenheit bei YB lehrt uns aber, dass solch radikale Kurswechsel und Machtkonzentrationen nicht zum Erfolg führen, sondern den Club in dessen Entwicklung um Jahre zurückwerfen.

Wer ist denn eigentlich neu der starke Mann bei YB? Aufgrund diverser Gespräche mit gut informierten Quellen müssen wir davon ausgehen, dass Urs Siegenthaler neu als „Einflüsterer“ der Clubbesitzer amtet. Ein Ur-Basler und FCB-Mitglied, welcher zwar als Aktiver kurze Zeit für YB gespielt hat, aber sonst keinen Bezug zu YB hat. Ein Ur-Basler, welcher sein erstes Interview als YB-Amtsträger im Stadion des FC Basel gibt, mit der Muttenzerkurve im Hintergrund. Ein Ur-Basler, welcher in besagtem Interview in breitestem Basler Dialekt erklärt: „YB hat schon vor Jahren nach den grossen Sternen gegriffen. Sprich versucht, den FC Basel anzugreifen. Etwas, was natürlich völlig unrealistisch ist.“ Uns ist natürlich durchaus bewusst, dass es sehr schwierig ist, zum FC Basel aufzuschliessen. Es soll aber auch erwähnt sein, dass man bis 2010 auf gutem Wege war, näher an den FC Basel heranzurücken – sowohl sportlich als auch finanziell. Aber gerade die eingangs erwähnten überstürzten und kurzfristigen Strategiewechsel haben dafür gesorgt, dass YB in den letzten Jahren gegenüber dem FC Basel massiv an Boden verloren hat. Entsprechend mutet es komisch an, dass ein Ur-FCB’ler YB erklärt, dass man es gar nicht erst probieren soll, den FCB einzuholen. Dieses Signal ist für uns YB-Fans einmal mehr ein Schlag ins Gesicht. Auch wenn wir uns bewusst sind, dass der FC Basel einen grossen Vorsprung hat, muss es selbstverständlich das Ziel von YB sein, diesen Rückstand kontinuierlich zu verringern und dann bereit zu sein, sollte unser Konkurrent irgendwann plötzlich Schwäche zeigen. Da in unserem Verein aber jegliche Kontinuität fehlt, muss man sich nicht wundern, dass dieser Schritt nie gemacht werden konnte respektive auch künftig nicht gemacht werden kann.

Quo vadis YB? Die aktuellen Geschehnisse zeigen uns einmal mehr, dass YB in eine ungewisse Zukunft steuert. Was kommt nach der Ära Rihs? Soll YB in absehbarer Zeit verkauft werden? Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass diese Ungewissheit bei den Dachverbänden grosse Ängste auslöst. Uns ist durchaus bewusst, dass aus rein juristischer Sicht der BSC YB im Eigentum der Gebrüder Rihs ist. Allerdings ist auch zu erwähnen, dass YB ein emotionales Konstrukt ist, dessen Wert sich nicht zuletzt aus der Tradition unseres Vereins ergibt. Denn wie der Verwaltungsrats-Präsident an der Medienkonferenz zur Saisoneröffnung richtig gesagt hat, gehört YB allen – den Fans, den Sponsoren, der Stadt und der Region. Deshalb ist es uns wichtig, dass die Identität von YB auch bei einer allfälligen Nachfolgeregelung bestehen bleibt und kein Verkauf an dubiose und unseriöse Personen erfolgt. Entsprechend ist es für uns selbstverständlich, dass bei einem allfälligen Verkauf von YB eine nachhaltige und wenn immer möglich eine lokale Lösung angestrebt werden muss. Die „Ostkurve Bern“ und „gäubschwarzsüchtig“ wissen, dass die Forderung vielleicht als unverschämt angeschaut werden könnte. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass wir leider nicht in der Lage sind, Millionen von Franken für den BSC Young Boys aufzubringen. Als YB-Fandachverbände vertreten wir jedoch das wichtigste Kapital des Vereins: Die Fans, welche immer und überall zu YB stehen. Die Emotionen und Leidenschaft. Die gelb-schwarzen Farben. Das YB-Logo. Die 118-jährige Geschichte. Dies sind die Punkte, welche den wahren Wert des BSC Young Boys ausmachen.

Die aktuelle Situation rund um unseren BSC YB führt dazu, dass die Dachverbände beim Spiel gegen Piräus auf einen organisierten Support im Stadion verzichten. Es handelt sich dabei explizit nicht um einen Boykott. Die aktive Fanszene hat aber aktuell keine Lust zur Tagesordnung überzugehen – zu gross ist die Frustration über den neuerlichen Kurswechsel und die Planlosigkeit. Uns ist bewusst, dass es sich am Donnerstag um ein wichtiges europäisches Spiel handelt. Trotzdem haben wir uns zu diesem schwierigen Schritt entschlossen, da wir die Gesamtsituation unseres Vereins höher gewichten als ein einzelnes Spiel. Die Fans werden von YB seit längerer Zeit primär als Kunden angesehen, Kunden welche aktuell wieder einmal für blöd verkauft werden. Deshalb haben wir als Kunden nun kurz gesagt einfach mal „die Schnauze voll“. Wie, wann und unter welchen Umständen wir den organisierten Support wieder aufnehmen werden, lassen wir an dieser Stelle noch bewusst offen. Frei nach Mani Matter fassen wir unsere aktuelle Gefühlslage wie folgt zusammen:

Mir hei e Verein, i ghöre drzue
Und d’Lüt säge: Lue, dä ghört o derzue
Und mängisch ghören i würklech drzue
Und i stah derzue

Und de gseh i de settig, die ghöre drzue
Und hei doch mit mir im Grund gno nüt z’tue
Und anderi won i doch piess drzue
Ghöre nid derzue

O blaset mir doch i d’Schue!

Ostkurve Bern & gäubschwarzsüchtig

Es werden keine Medienanfragen beantwortet.


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 21:52 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Donnerstag 6. Mai 2004, 14:28
Beiträge: 6742
http://tp.srgssr.ch/p/inline?urn=urn:sr ... layerType=


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Freitag 16. September 2016, 13:06 
Offline

Registriert: Dienstag 15. Februar 2011, 11:13
Beiträge: 738
siegenthaler gemäss bund weg!!! wie geil ist den das. :bravo:


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Sonntag 18. September 2016, 00:36 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
14.09.2016

Bild

Zitat:
Die skurrilen Auftritte des YB-Verwaltungsrates

Urs Siegenthaler hat in den letzten Monaten in der Öffentlichkeit geschwiegen als YB-Verwaltungsrat. Vielleicht war das besser für den Verein.

Seit Dienstagabend redet Urs Siegenthaler nun, zuerst mit dieser Zeitung, später am TV, am Mittwoch auch auf dem Boulevard. Und seine Aussagen irritieren, er widerspricht sich konsequent, philosophiert kreuz und quer herum, vor allem aber schadet er dem Ansehen der Young Boys mit seinen skurrilen Auftritten.

Doch wahrscheinlich spielt das ja gar keine Rolle, der Verwaltungsrat agiert ohnehin dilettantisch. Und er folgt Siegenthalers Ratschlägen blind.

Eine der ersten Entscheidungen des 68-Jährigen bei den Young Boys war es, sich von Sportchef Fredy Bickel schnell zu trennen.

Bickel jedenfalls erklärte im vertraulichen Gespräch bereits im Sommer, er habe bei YB verloren, das sei schon nach der Einsetzung Siegenthalers klar gewesen.

Die beiden kennen sich seit fast zwanzig Jahren, duzten sich über ein Jahrzehnt, doch beim ersten kurzen Treffen wurde Bickel von Siegenthaler im Stade de Suisse mit «Herr Bickel» empfangen.

Schon vor Wochen sagte Bickel, er werde den Herbst nicht überleben im Amt. Siegenthaler war kaum präsent, sprach nur einmal länger mit dem Sportchef und fädelte hinter den Kulissen den Umbruch ein.

Bickel wurde regelrecht aus dem Amt gemobbt und in den letzten Wochen systematisch hintergangen.

Ein Beispiel aus dem chaotischen Alltag zuletzt: YB-Scout Stéphane Chapuisat weilte vor wenigen Tagen in Griechenland, um den heutigen YB-Gegner Olympiakos Piräus zu beobachten – auf der Tribüne sass auch der Stiefsohn von Siegen­thaler. In dessen Auftrag.

Und um Piräus zu scouten. Es ist eine der merkwürdigen Geschichten, welche über Siegenthaler bei YB intern erzählt werden.

Die Frage für viele im Klub ist deshalb, ob das alles nun ein Schrecken ohne Ende wird – oder doch eher ein Ende mit Schrecken.

Der Verwaltungsrat jedenfalls geniesst nach den peinlichen Vorkommnissen zuletzt end­gültig wenig bis gar keinen Kredit mehr bei den Fans und in der Öffentlichkeit.

Er führt YB, als sei der Klub ein Wirtschaftsunternehmen. Doch es geht bekanntlich schnell im Fussball. In diesem emotionalen Geschäft entscheiden am Ende immer und einzig die Resultate über das Wohlbefinden eines Vereins.

Läuft es YB sportlich gut, rücken die Mängel in der Führung bald wieder in den Hintergrund. Und das Team ist gut genug besetzt, um Rang 2 in der Liga zu verteidigen und in der Europa League zu überwintern.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/23326066

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 190 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1 ... 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 ... 19  Nächste

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 23 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de