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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 29. November 2023, 23:58 
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«Man of the Match» in der CL

Lewin Blum: In Belgrad auf der Bank, im Wankdorf Matchwinner

Lewin Blum spielt beim YB-Erfolg gegen Roter Stern Belgrad gross auf. Wird der 22-Jährige ein Kandidat für die Nati?

Mit der Man-of-the-Match-Trophäe liess sich Lewin Blum gemeinsam mit seinen YB-Teamkollegen von der versammelten Ostkurve feiern. Im 3. Anlauf schafften es die Berner in der Champions League zum ersten Mal, europäisch zu überwintern. Dank dem 2:0-Sieg gegen Roter Stern Belgrad steht der Schweizer Meister fix im Sechzehntelfinal der Europa League.

Mit seinem ersten Tor in der «Königsklasse» avancierte Blum in der 29. Minute zum gelbschwarzen Matchwinner. «Es ist ein sehr schöner Moment, in der Champions League im Wankdorf einen Treffer zu erzielen. Es ist sicher auch für mich persönlich wichtig, aber vor allem natürlich für das Team, dass wir gewinnen konnten und ich einen Beitrag dazu geleistet habe, dass wir europäisch überwintern können.»

Dieser Beitrag war zu Beginn der Saison noch eher bescheiden. Das «Hinspiel» in Belgrad hatte der 22-Jährige – wie so oft zu Beginn in dieser Spielzeit – von der Bank aus mitverfolgt. YB-Trainer Raphael Wicky schenkte sein Vertrauen auf der rechten Aussenverteidigerposition zunächst Rückkehrer Saidy Janko, auch weil Blum aufgrund der U21-EM im Sommer verspätet ins Mannschaftstraining eingestiegen war.

Stammplatz zurückerobert

Seit Anfang Oktober hat Blum seinen Stammplatz aber zurückerobert und zahlt das Vertrauen mit konstanten Leistungen zurück. Mausert sich der der Mann aus dem eigenen Nachwuchs zum Kandidaten für die Nationalmannschaft? «Es wäre sicher ein Ziel und ein Traum, einmal für die Nati aufzulaufen», so Blum zu seinen Ambitionen. Er werde alles dafür tun, mache sich aber noch keine grossen Gedanken, ob er an der EURO im kommenden Sommer in Deutschland mit von der Partie sein könnte.

Blum dürfte sicher entgegenkommen, dass die Konkurrenz in der Nationalmannschaft auf seiner Position zumindest in den Augen von Trainer Murat Yakin bescheiden ist. Hinter Silvan Widmer, der erst am Wochenende nach langer Verletzungspause auf den Platz zurückgekehrt ist, hat Yakin auch nach zwei Jahren als Nati-Trainer noch keine nominelle Nummer 2 gefunden. Blum hat am Dienstag fraglos Argumente geliefert, zumindest in den erweiterten Kandidatenkreis aufgenommen zu werden.


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... atchwinner

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 30. November 2023, 00:03 
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Roma-Ultras:

Sie reisten nach Bern, um sich für Fahnenklau zu rächen

Nach der CL-Partie zwischen YB und Roter Stern Belgrad wurden neun Fans der AS Roma festgenommen. Sie wollten sich an serbischen Fans für einen Bannerklau rächen.

Darum gehts

- Im Vorfeld der gestrigen Champions-League-Partie bestand die Befürchtung, Ultras der AS Roma könnten nach Bern pilgern, um sich an Belgrader Fans zu rächen.
- Der Hintergrund: Im Belgrader Stadion wurde letzten Februar das Banner einer römischen Ultra-Gruppe verbrannt.
- Tatsächlich kamen ein paar wenige Roma-Fans nach Bern. Ehe es zu Auseinandersetzungen kam, wurden sie jedoch festgenommen.

Vor der Champions-League-Partie zwischen YB und Roter Stern Belgrad war befürchtet worden, Ultras der AS Roma könnten nach Bern pilgern, um serbische Anhänger anzugreifen. Tatsächlich tauchten nach dem Spiel eine Handvoll Römer in der Bundesstadt auf, wurden jedoch frühzeitig aus dem Verkehr gezogen. «Die Polizei war gewappnet und konnte neun Personen festnehmen», sagte der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause gegenüber «Bärntoday».

Zu grösseren Auseinandersetzungen ist es im Rahmen der Partie auch sonst nicht gekommen. Während des Fanmarsches von Roter Stern vom Bahnhof bis ins Wankdorf kam es zu vereinzelten Auseinandersetzungen, ein paar Fans urinierten an Gebäude. Mehr sei aber nicht passiert, sagt Nause: «Dank des grossen Polizeiaufgebots ist die Lage friedlich geblieben.»

Warum eine Schlacht vermutet wurde

Letzten Februar hatten serbische Fans das Banner einer römischen Ultra-Gruppe geklaut und später in ihrem Stadion verbrannt. Seither wird davon ausgegangen, dass sich die Roma-Fans an den Serben rächen könnten. Eine Gelegenheit dafür hätte sich in Bern geboten, da die AS Roma morgen, Donnerstag, in Genf spielt.

Zaunfahnen und Banner haben in der Ultra-Szene eine besondere Bedeutung. Ihr Verlust gilt als Blamage, das Erbeuten eines fremden Banners als Triumph. Zahlreiche Ultra-Gruppen haben sich schon aufgelöst, nachdem ihre «heiligen Fetzen» von rivalisierenden Fans geklaut und anschliessend im Stadion zur Schau gestellt wurden (zumeist verkehrt herum oder angezündet).


https://www.20min.ch/story/bern-neun-fa ... 9005114643

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 30. November 2023, 00:05 
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Nach dem 2:0 gegen Belgrad

In die Berner Erleichterung kracht nur das Votum eines Gegners

Loris Benito ist erleichtert. Lewin Blum will sich jetzt erst mal sein Tor anschauen. Und ein alter Bekannter hätte den Serben gleich sechs Treffer zugetraut.

Als Lewin Blum nach einer halben Stunde das 2:0 erzielte, da schrie der Stadionsprecher durch das rappelvolle Wankdorf: «Unser Berner Gieu!» So deutlich darf man das vor 31’500 Menschen auch mal ansprechen. Denn diese grossen Fussballabende in der globalen Champions League, vor der man in keinem Weltwinkel mehr sicher ist, sie werden noch ein bisschen grösser, wenn sie lokal koloriert sind.

Roggwil also. Da ist er her, der Berner Gieu, der jetzt mehr Champions-League-Tore erzielt hat als die Club-Eminenz Jean-Pierre Nsame.

Rund eineinhalb Stunden nach seinem Tor will Blum endlich in die Kabine zu den Kollegen. Aber weil in der Interviewzone mehr Mikrofone und Handys warten, als er in seiner Profikarriere Tore erzielt hat, bleibt er noch ein wenig. Blum sagt: «Dieses Tor ist ein Riesenhöhepunkt. Volle Hütte und dann noch mit links. Nach jeder Minute Interview realisiere ich das etwas mehr. Ich weiss noch, dass da viel Verkehr vor dem Tor war. Wie der Ball reingegangen ist, habe ich gar nicht richtig gesehen. Ich will mir das jetzt dann mal anschauen.»

«Wir waren die klar bessere Mannschaft und hätten 6:2 gewinnen müssen. Die Young Boys wissen nicht, wie sie dieses Spiel gewonnen haben.»
Roter-Stern-Captain Aleksandar Dragovic

Irgendwann sagt Blum noch, dass YB auch in Leipzig im letzten Spiel siegen wolle, obwohl die Berner diesen Erfolg für das Weiterkommen nicht mehr benötigen. Es laufen die Minuten, in denen er sich mit jeder Floskel ein bisschen weiter in den Feierabend redet. Dieser wird feierlich enden. Für die Blums des Abends jedenfalls.

Für die Dragovics sieht es anders aus. Aleksandar Dragovic hat gerade zum 13. Mal gegen die Young Boys gespielt. Gegen kein anderes Team stand er öfters auf dem Platz, am meisten als Verteidiger des FC Basel und meistens erfolgreich. Aber seit er die Schweiz verlassen hat, gewann er nie mehr gegen YB. In seinem Verständnis hätte diese Serie am Dienstagabend enden müssen: «Wir waren die klar bessere Mannschaft und hätten 6:2 gewinnen müssen. Die Young Boys wissen nicht, wie sie dieses Spiel gewonnen haben.»

«Momentan ist es eine Lotterie, wie wir in die Spiele gehen.»
YB-Verteidiger Loris Benito

Als Direktbeteiligter darf man das so sehen. Und zu gewissen Teilen geben ihm sogar die Berner recht. Trainer Raphael Wicky etwa sagt: «Ich bin mir bewusst, dass Roter Stern viele Chancen hatte.» Alle drei Schüsse, die auf das Berner Tor flogen, hielt Goalie Anthony Racioppi.

Weitere 15 Abschlüsse verfehlten das Ziel. Und was die Serben sonst an Angriffen produzierten, beendete die YB-Abwehr frühzeitig. Etwa in Person von Loris Benito, der zudem mit seinem Schuss in der achten Minute das Belgrader Eigentor zum 1:0 provozierte.

Benito spricht in der Interviewzone mehrmals von Erleichterung. Es muss also jede Menge Last abgefallen sein, gerade nach der Niederlage in Zürich. «In den letzten Tagen ist ein gewisser Druck entstanden», sagt Benito. «Den haben wir uns selber gemacht. Weil wir uns gesagt haben, dass es so einfach nicht geht. Momentan ist es eine Lotterie, wie wir in die Spiele gehen. Wir bereiten uns gut vor. Aber wir lassen die Gegner zu guten Chancen kommen. Heute war einfach der Wille da, die Fehler der Kollegen auszubügeln.»

Am 18. Dezember wird YB der Gegner zugelost

Schliesslich ist es Benito, natürlich er, der routinierte Mixed-Zone-Rhetoriker, der noch jeder und jedem mitgibt, worum es an diesem Abend auch noch ging: «Dass wir europäisch überwintern, ist für den Verein wichtig. Für die Mannschaft. Für die Fans. Und für den Schweizer Fussball.»

Die Young Boys haben mit dem Sieg weitere Punkte für den Länder-Koeffizienten gewonnen. Und sie haben sich die Chance erspielt, dass noch mehr dazukommen können. Am 15. Februar werden sie das Hinspiel des Europa-League-Sechzehntelfinals bestreiten, eine Woche danach das Rückspiel. Der Gegner wird YB am 18. Dezember zugelost.


https://www.bernerzeitung.ch/nach-dem-2 ... 6286847454

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 30. November 2023, 00:07 
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Analyse einer beachtlichen Bilanz

Wicky hat YB zum Meister der grossen Momente gemacht

Immer dann, wenn besonders viel auf dem Spiel steht, liefern die Berner die gewünschten Resultate. Der Trainer darf deshalb gelassen in die Zukunft blicken.

Am Samstag noch muss sich Raphael Wicky im Letzigrund ärgern. Sein Team unterliegt dem FC Zürich 1:3, gibt die Tabellenführung ab. Der YB-Trainer sagt: «Wir haben im ganzen Spiel viel zu viele Eigenfehler gemacht.»

Am Dienstag wird der Trainer gefragt, ob er sich nun ein Glas Wein gönne. Sein Team hat gegen Roter Stern 2:0 gewonnen, es sichert sich in der Champions League Rang 3 und überwintert europäisch. Das erklärte Ziel ist erreicht. Wicky sagt: «Das freut mich enorm und macht mich unheimlich stolz. Das Glas Wein gibt es morgen, gemütlich zusammen mit meiner Frau.»

Die zwei Partien in vier Tagen sind exemplarisch für die Young Boys unter ihrem Walliser Trainer: Sie wirken manchmal anfällig, zuweilen uninspiriert, aber immer dann, wenn besonders viel auf dem Spiel steht, erreichen sie die gewünschten Resultate.

Das kann irgendwann kein Zufall mehr sein. Und schon gar nicht immer nur: Glück. Vielmehr sind die Berner unter Wicky die Meister der grossen Momente.

Als sie im vergangenen Frühjahr nach vier Unentschieden in der Liga in der Kritik stehen, weisen sie erst den FC Basel derart überzeugend in die Schranken, dass das Gemecker verstummt, es wird auf dem Weg zum Meistertitel einer der wichtigsten Siege. Dann triumphieren sie im Cuphalbfinal erneut gegen den grossen Rivalen, diesmal im St.-Jakob-Park. In Anlehnung an die Diskrepanz zwischen den Auftritten auf kleineren und grösseren Bühnen titelt diese Zeitung: «Die Young Boys springen so hoch, wie sie müssen.»

Sie bleiben sich in dieser Hinsicht treu. Im Cupfinal gegen Lugano. Im Rückspiel des Playoffs zur Champions League gegen Maccabi Haifa. Im Final um Rang 3 gegen Roter Stern. Jedes Mal muss der Gegner danach das Gefühl haben, dass mehr drin gelegen wäre. Lugano kommt beim 2:3 dem Ausgleich in der zweiten Halbzeit nahe, Maccabi verliert zwar 0:3, trifft aber allein die Torumrandung dreimal. Und Roter Stern müsste am Dienstag in Führung gehen, ist das ganze Spiel lang ebenbürtig – und unterliegt dennoch 0:2. Wicky sagt: «Jedes Spiel hat seine Geschichte. Die Geschichte diesmal ist, dass uns die Tore zur richtigen Zeit gelungen sind.»

So einfach? So einfach.

Das grosse YB-Paradox unter Wicky

Wicky ist kein Trainer, der beschönigt. Ausreden sind ihm fast immer zuwider. Begeht sein Team Fehler, spricht er das an. Diese Charakteristik überträgt sich auf seine Spieler. Jean-Pierre Nsame sagte vor dem Duell mit Roter Stern dem «Blick»: «Es gab einige Spiele, die wir komplett unter Kontrolle hatten. Gegen Luzern oder Winterthur vielleicht. Viel zu viele Auftritte waren aber durchzogen.» Und Loris Benito hält nach dem Triumph gegen Roter Stern fest: «Momentan ist es eine Lotterie, wie wir in die Spiele gehen. Wir bereiten uns gut vor. Aber wir lassen die Gegner zu guten Chancen kommen. Heute war einfach der Wille da, die Fehler der Kollegen auszubügeln.» Hört man dem Verteidiger zu, könnte man nicht meinen, YB hätte soeben einen Meilenstein erreicht.

Wicky sagt: «Nach einer Niederlage fallen wir nicht in eine Depression. Und bei einem Sieg heben wir nicht ab.» Die Berner hinterfragen sich, aber sie verlieren sich nicht in Zweifeln oder im Überschwang. Sie sind reflektiert – wie ihr Trainer. Das ist eine Stärke. In 72 Partien unter Wicky haben sie nie zweimal in Folge verloren – und bis auf eine Ausnahme folgte auf jede Niederlage ein Sieg.

Diese Konstanz hat dazu geführt, dass Wicky mit YB bis auf das Scheitern im Playoff zur Conference League 2022 sämtliche Ziele erreicht hat. Die Berner sind auch heuer in allen Wettbewerben auf Kurs, obwohl ihnen im Sommer mit den Verkäufen von Christian Fassnacht, Fabian Rieder und Cédric Zesiger drei Säulen wegbrachen.

Wickys Vertrag läuft im Sommer aus. Beim Blick auf die Resultate müsste die Verlängerung mit ihm eine Selbstverständlichkeit sein. Und doch gibt es immer mal wieder das latente Gefühl, dass mit dieser Mannschaft spielerisch mehr drin liegen müsste, dass YB gerade national dominanter auftreten sollte. Das ist das grosse Paradox unter ihm.

Wicky irrt – und hat dennoch recht

Der Club verspürte bisher keine Eile, den Vertrag zu verlängern. Der Trainer aber auch nicht. Schlicht, weil dies in den letzten Monaten nicht das drängende Thema gewesen sei, wie er sagt.

«Ich bin sehr glücklich in Bern. Ich gehe jeden Tag gerne zur Arbeit. Aber ich brauche in diesem Moment keinen Vertrag, der zweieinhalb Jahre gültig ist. Ich bin lange genug im Geschäft, um zu wissen, wie es läuft.» Und: «Wir haben einen sehr guten Austausch bei YB. Die Dinge werden hier intern angesprochen, es wird miteinander diskutiert, nicht übereinander. Das schätze ich sehr.» Auf die Nachfrage, ob er denn verlängern wolle, bekräftigt er noch einmal, was er schon gesagt hat. Und: «Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.»

Es sind beachtliche Sätze, weil sie nach einem überschwänglichen Abend so unaufgeregt und reflektiert daherkommen. Wicky stellt sein Wohl nie über jenes des Vereins. Er macht kein Tamtam um seine Person. In dieser Hinsicht passt er perfekt zu YB.

Wicky glaubt nicht, dass die Bewertung seiner Arbeit in den eineinhalb Jahren in Bern auf den Ausgang der Partie gegen Roter Stern reduziert worden wäre. Er hat recht. Und irrt dennoch: Es sind genau diese Alles-oder-nichts-Partien, die auf eine ganze Saison ausstrahlen und die Bewertung nachhaltig beeinflussen.

Das müssen sie auch: Resultate sind die wertvollste Währung, die besten Argumente im Fussball. Gerade auch für Raphael Wicky, der trotz allem nicht so unumstritten ist, wie etwa Gerardo Seoane das bei YB war.

Insofern kann Wicky gelassen in die Zukunft blicken. Die Young Boys sind unter ihm die Meister der grossen Momente.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-in-der- ... 4687740313

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 30. November 2023, 00:11 
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YB - Belgrad: Roma-Fans waren schon auf dem Weg nach Bern

Rund um das Champions-League-Spiel zwischen YB und Roter Stern Belgrad kam es zu keinen grossen Ausschreitungen. Auch die Roma-Ultras blieben fern.

Das Wichtigste in Kürze

- YB gewinnt das Champions-League-Spiel gegen Roter Stern Belgrad mit 2:0.
- Der Match wurde als Hochrisikospiel betitelt. Glücklicherweise blieben die Krawallen aus.
- Auch die Roma-Fans kamen nicht auf Bern, obwohl sie schon auf dem Weg waren.

Erfolgreicher Abend für YB: Mit dem wichtigen 2:0-Sieg im Champions-League-Gruppenspiel gegen Roter Stern Belgrad überwintert man europäisch und darf nach der Winterpause in der Europa League spielen.

Doch nicht nur auf dem Platz kann man von einem durchaus gelungenen Abend sprechen. Auch daneben kann ein positives Fazit gezogen werden.

Die serbischen Fans sorgten vor dem Spiel nämlich für einige Sorgenfalten bei Reto Nause, Sicherheitsdirektor der Stadt Bern. Die Ultras von Roter Stern Belgrad sind weltweit bekannt für ihre gewalttätige Ader, zeigten das auch schon beim letzten Besuch in der Bundesstadt im Jahr 2019.

Damals raubten sie unter anderem einen Tankstellenladen aus und warfen Bierdosen auf Gäste des Café Kairos wegen einer aufgehängten Regenbogenflagge.

Aufgrund dieser Vorkommnisse war die Polizei dieses Mal auch mit einem Grossaufgebot am Start. Mit Erfolg: Wie Nause gegenüber dem «Blick» bestätigte, kam es zu keinen grossen Ausschreitungen im Vorfeld des Matches.

«Es war ruhig. Wir haben bis vor Anpfiff keine Störaktionen vernommen», erklärt der Mitte-Politiker der Zeitung.

Der Fanmarsch der Serben führte über die Lorrainebrücke zum Wankdorf, was auch bei den Beizern im Breitenrainquartier bestimmt für Aufatmen sorgte. Eine Route durch den «Breitsch» stand im Vorfeld zur Diskussion, wurde aber letztlich nicht gewählt. Wohl auch, weil ein Lastwagen am Dienstagabend mitten auf dem Breitenrainplatz seinen Anhänger verlor.

Roma-Fans nicht angereist

Ein weiterer Grund für den verhältnismässigen friedlichen Abend: Das Fernbleiben der Ultras des italienischen Vereins AS Roma. Im Vorfeld der Partie kursierten nämlich Gerüchte, dass die Italiener ebenfalls in Bern auftauchen könnten, um sich an den Belgrad-Fans zu rächen.

Diese hatten im Februar eine Fahne der Roma-Fans geklaut und verbrannt – eine Kriegserklärung unter Ultras. Und da die Roma am Donnerstag in Genf spielt, wäre der Weg nach Bern auch nicht so weit gewesen.

Schlussendlich entschieden sich die Römer aber doch gegen eine Reise nach Bern. Allerdings erst kurzfristig, wie Nause dem «Blick» verrät: «Sie waren auf dem Weg, schliesslich entschieden sie sich aber doch für eine andere Destination.»

So steht dann glücklicherweise auch das sportliche Ergebnis von YB im Vordergrund – und keine Krawallnacht von Bern.


https://www.nau.ch/ort/bern/yb-belgrad- ... n-66659938

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YB: Die Kassen klingeln – so geht es jetzt weiter!

Mit dem Sieg gegen Roter Stern sichert sich YB das europäische Überwintern und eine Menge Geld. Das letzte Gruppenspiel hat noch immer seine Wichtigkeit.

Das Wichtigste in Kürze

- YB schlägt Roter Stern und ist sicher Gruppendritter – damit wartet die Europa League.
- Dank des Sieges fliessen weitere Millionen in die Kasse von YB.
- Auf die Auslosung in zwei Wochen dürfen sich die Berner bereits freuen.

Das grosse Ziel ist erreicht: YB zieht als Gruppendritter in die Europa League ein. Nach dem 2:0 zuhause gegen Roter Stern ist das europäische Überwintern Tatsache. Das bringt auch finanzielle Vorzüge mit sich.

Für den Sieg gegen die Serben kassieren die Berner eine Prämie von 2,7 Millionen Franken. Hinzu kommen knapp 500'000 für das Erreichen des Europa-League-Sechzehntelfinals. Und damit natürlich auch die Zuschauereinnahmen eines weiteren wohl ausverkauften Wankdorfs.

Die Gesamt-Einnahmen von YB in der Champions League belaufen sich damit ungefähr auf die eingeplanten 30 Millionen. Diese setzen sich aus Startprämie (15 Mio), Koeffizients-Rang (9 Mio) und einigen TV-Millionen zusammen. Und einer knappen Million für das Remis in Belgrad.

Grosse Namen warten auch in Europa League

Für YB geht es im letzten Gruppenspiel am 13. Dezember in Leipzig sportlich um nicht mehr viel. Stattdessen könnten mit einem Sieg weitere Millionen in die Kassen fliessen.

Die Gegner, welche die Berner in der Europa League erwarten, sind namhaft. Aktuell würde man auf Teams wie Freiburg, Brighton, Glasgow Rangers, AS Rom oder Villarreal treffen. Möglich wären auch noch der FC Liverpool, West Ham und Marseille.

Auf wen der Schweizer Meister Mitte Februar trifft, wird am Montag, 18. Dezember (ab 13 Uhr) in Nyon ausgelost.


https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-di ... r-66659900

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Die Young Boys überwintern im Europacup – trotzdem ist offen, ob Raphael Wicky die Berner auch in der nächsten Saison trainiert

Nach dem 2:0 gegen Roter Stern Belgrad erreicht der Coach Raphael Wicky mit dem Double-Gewinner YB das letzte grosse Ziel 2023. Dennoch bleibt der Druck auf das Team und den Trainer hoch.

Es war eine lange Antwort des YB-Trainers Raphael Wicky, fast zwei Minuten dauerte sie am späten Dienstagabend. Die Young Boys hatten soeben das Champions-League-Spiel gegen Roter Stern Belgrad 2:0 gewonnen, damit sicherten sie sich den dritten Gruppenrang und den Sprung in die Europa-League-Sechzehntelfinals. Mit anderen Worten: Alle Ziele 2023 sind erreicht – Meistertitel, Cup-Sieg, Champions-League-Teilnahme, Überwintern in einem europäischen Wettbewerb.

Und so war Wicky gefragt worden, wie er im Alltag dem Erwartungsdruck begegne. Wicky sagte, er versuche nicht den Druck zu sehen, sondern die Chancen, was nicht heisse, «dass in mir immer alles ruhig ist». Er probiere zu erreichen, dass das Team bestmöglich vorbereitet ins Spiel gehe – «was nachher herauskommt: Da habe ich während neunzig Minuten wenig Einfluss drauf. Ob Innenpfosten, rein oder raus: kann ich nicht beeinflussen. Deswegen versuche ich immer ein bisschen anders an das Ganze heranzugehen.»

Wicky liest nichts und bekommt «das alles nicht mit»

Zum wiederholten Mal war eine Partie hier und da zum Schicksalsspiel für Wicky stilisiert worden. Wie vor dem Cup-Halbfinal im April in Basel; wie vor dem Cup-Final im Juni gegen Lugano; wie vor den Champions-League-Play-offs im August gegen Maccabi Haifa. Es habe ja Diskussionen gegeben, sagte ein Reporter am Dienstag zu Wicky. «Wie glücklich sind Sie, dass die Diskussionen nun wohl definitiv ad acta gelegt sind?» Wicky sagte: «Ich bekam das alles nicht mit. Ich hatte nie das Gefühl, dass meine Arbeit auf diesen Match reduziert wird – und wenn das jemand macht, muss ich sagen: Das kann ich nicht verstehen.»

Vor sechs Jahren hatte Wicky einmal erzählt, dass er letzthin seine Grossmutter besucht habe. Er trainierte den FC Basel, und die 91-jährige Frau hatte alle Texte ausgeschnitten, die sie in letzter Zeit über ihren Enkel gefunden hatte. Sie legte sie Wicky also vor und sagte: «Das musst du lesen.» Wickys Antwort: «Grossmueti, das ist lieb – aber ich will’s wirklich nicht lesen.»

So ist es bis heute. Wicky bekommt «das alles nicht mit», weil er keine Texte über sein Schaffen liest; schliesslich ist schon ohne diese Texte nicht immer alles ruhig in ihm. Und so wird er weder gehört noch gelesen haben, dass es nach dem 1:3 am Samstag beim FC Zürich Diskussionen gab. Was er wissen wird: dass so gut wie nie etwas endgültig ad acta gelegt ist.

Der «Zauderer» Fischer war der letzte FCB-Meistertrainer

Zum wiederholten Mal bestand Wickys Team in einem wegweisenden Spiel, mit Glück sicher auch, Pfostenschuss Roter Stern, raus statt rein. Doch Wicky ist sich bewusst: Nach der Prüfung ist vor der Prüfung. Am Sonntag spielen die Berner daheim gegen Servette, nach Verlustpunkten sind sie Leader, das Wankdorf ist seit Tagen ausverkauft, es sieht nach Rückhalt und Begeisterung aus – und wenn YB verlieren sollte, wird aus Rückhalt Gegenwind. Wicky sagt: «Der Druck – der Druck, dass von mir verlangt wird, dass wir gewinnen . . . ich bin seit dreissig Jahren im Fussball.»

Die «Berner Zeitung» hatte am Dienstag geschrieben, ein Scheitern gegen Roter Stern Belgrad käme «einer grossen Enttäuschung gleich», die die «Zweifel über die Entwicklung unter dem Trainer verstärken würde, die es zumindest in der Öffentlichkeit gibt». Es heisst rasch einmal, die Young Boys spielten zu wenig und zu selten attraktiv, obwohl sie in der Liga am meisten Tore geschossen haben – was zur Frage führt, wie viel von einem Team und einem Trainer eigentlich verlangt werden darf.

Es erinnert an die Situation im FC Basel in der Saison 2016/17, als der damalige Serienmeister die Super League unter dem Trainer Urs Fischer klar anführte, in der Champions League aber nur zwei Punkte holte. Vom «Zauderer» Fischer war zu lesen, der FCB löse keine Euphorie mehr aus. Der FCB-Präsident Bernhard Heusler sagte, wenn er das Gefühl hätte, «wir müssten vier statt drei Tore pro Spiel in der Schweiz schiessen und gegen Arsenal oder Paris Saint-Germain positive Ergebnisse erzielen – dann müsste ich sagen: ‹Trainer, du hast nicht das Maximum herausgeholt.› Aber das sehe ich nicht so.»

Bald darauf gaben Heusler und seine Vorstandskollegen den Rückzug bekannt, die Nachfolger trennten sich von Fischer (und ersetzten ihn durch Wicky), Fischer holte zum Abschied noch einmal den Meistertitel – den bisher letzten Meistertitel des FCB.

Der YB-Sportchef von Bergen sagt: «Man muss analysieren. Jeden Tag, jeden Monat, jedes Jahr»

Daran wird zu denken sein, wenn sich YB und Wicky demnächst über den im Sommer 2024 auslaufenden Vertrag unterhalten. Was ist das Maximum, das sich für den Trainer eines Schweizer Meisters herausholen lässt? Noch einmal Meister? Und noch einmal? Muss es ein positives Champions-League-Ergebnis gegen Manchester City sein? Oder darf es auch das Verpassen eines Meistertitels sein, weil der europäische Wettbewerb viel Substanz kostet?

Der Druck, der Druck. «Die Erwartungen der Führung sind sehr hoch», sagte der YB-Sportchef Steve von Bergen im Juli in der NZZ. «Du darfst nicht zufrieden sein, wenn du daheim ein 1:1 erreichst und nicht gut spielst, aber trotzdem 16 Punkte Vorsprung hast. Du spielst Fussball, weil du Freude haben und gut sein willst. Es funktioniert nicht immer, das ist klar – aber man muss analysieren, warum es nicht klappt. Jeden Tag, jeden Monat, jedes Jahr.»

Jeden Tag, jeden Monat, jedes Jahr – immer Druck, Wicky kennt es seit dreissig Jahren. YB habe «keinen Stress» betreffend Vertragsfrage, sagte von Bergen in der «Berner Zeitung» vom Dienstag, Klub und Trainer seien «zum Schluss gekommen, dass wir die volle Konzentration auf die letzten Spiele des Jahres legen wollen».

Als Wicky am Dienstag das «Schicksalsspiel» bewältigt, die Pressekonferenz fliessend dreisprachig absolviert und im Grossen und Ganzen den Eindruck hinterlassen hatte, ganz gut zu YB zu passen, fragte jemand noch, ob er selber eigentlich wisse, was er wolle: bei YB bleiben oder nicht. Da sagte Wicky, er sei «sehr glücklich hier», er gehe gerne zur Arbeit und so weiter – «wir werden über alles diskutieren». Und auf die Nachfrage, ob er verlängern möchte: «Ich bin sehr, sehr gerne hier. Und dann sehen wir, was die Zukunft bringt.»

Damit war die Frage, ob er verlängern möchte, ad acta gelegt. Aber nicht beantwortet.


https://www.nzz.ch/sport/fussball/yb-be ... duced=true

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