 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
shalako
|
Verfasst: Dienstag 27. August 2019, 23:59 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
27.08.2019  Zitat: Ohne Niederlage verloren
YB verpasst die Champions League nach dem 1:1 beim wenig überzeugenden Roter Stern Belgrad.
Keine 60 Sekunden sind nach der Pause vorbei, als Michel Aebischer aus 16 Metern wenige Zentimeter übers Tor schiesst. Es ist die bisher mit Abstand gefährlichste Szene der Begegnung und ein Vorgeschmack auf eine unterhaltsame zweite Halbzeit. Das 0:0 ist ein logisches Zwischenresultat in einer spielerisch bis dahin trostlosen Veranstaltung, die vom ungeheuren Spannungsgehalt lebt.
Es geht im Playoff-Rückspiel um die Zulassung zur Champions League, um rund 30 Millionen Franken Einnahmen und darum, im Rendez-vous der Weltclubs dabei sein zu dürfen. In diesem Moment spielt es überhaupt keine Rolle, möchte man sich keine der zwei Mannschaften vorstellen, wie sie im Herbst auswärts gegen Barcelona, Manchester City, Paris-Saint-Germain antreten muss.
Belgrad sehr effizient
Nach dem 2:2 sechs Tage zuvor im Stade de Suisse benötigt YB zwingend einen Treffer. Bald in der zweiten Hälfte erhöht Trainer Gerardo Seoane das Risiko, bringt Offensivkraft Christian Fassnacht für Defensivspieler Cédric Zesiger und ändert das System. Nun sind die Young Boys im 4-2-3-1 gruppiert. Und wesentlich druckvoller. Die Angriffe werden flüssig vorgetragen, mal mit langen Diagonalbällen und mal mit schnellen Kombinationen. Als Belgrads Torhüter Milan Borjan in der 57. Minute eine harmlose Flanke aus den Händen an die Latte fallen lässt, sind die Gäste dem Auswärtstor sehr nahe. Zwei Minuten später wird die Aufgabe für sie noch komplizierter, weil Roter Stern mit dem ersten anständigen Spielzug in Führung geht. Marko Marin lanciert Milan Rodic, dessen Flanke Aleksa Vukanovic aus wenigen Metern im Duell gegen Fabian Lustenberger mit einem wuchtigen Kopfball verwertet. YB benötigt ein paar Minuten, um sich zu erholen.
2018 lagen die Young Boys nach dem 1:1 im Hinspiel in Bern gegen Dinamo Zagreb auswärts zur Pause 0:1 hinten. Dann kam mal wieder Guillaume Hoarau und führte die Berner mit zwei Toren fast wie aus dem Nichts in die Gruppenphase. Diesmal kommt der angeschlagene Hoarau nach 65 Minuten wie der angeschlagene Miralem Sulejmani, um in der Schlussoffensive die Wende herbeizuführen.
Schwache erste Hälfte
Bis zuletzt hatten die verletzungsgeplagten Young Boys gehofft, dass zumindest der robuste Aufbauer Christopher Martins in der Startformation stehen kann. Seine Adduktorenprobleme allerdings verhinderten einen Einsatz, und so entschied sich Coach Seoane für eine Formation im 3-4-3-System – mit Zugang Frederik Sörensen sowie überraschend Zesiger an der Seite von Abwehrchef Lustenberger. Zesiger hatte im Hinspiel fehlerhaft agiert und mit einem Fehlpass das zweite Gegentor verschuldet. Die Schlüsselspieler Sulejmani und Hoarau sassen vorerst auf der Bank – als luxuriöse Jokeroptionen für den Schweizer Meister.
Die Ambiance im ausverkauften Marakana-Stadion war wie erwartet beeindruckend, es war laut und durchaus einschüchternd. Zumindest vor Spielbeginn. Weil sich Roter Stern aber mit dem 2:2 als Polster aus dem Hinspiel für eine zurückhaltende Spielweise entschied, sorgten die leidenschaftlichen Supporter des Gastgebers nur sporadisch für ohrenbetäubenden Lärm. Es waren die Young Boys, die feiner kombinierten, vorerst allerdings keine Risiken eingingen. Und so entwickelte sich eine umkämpfte Begegnung auf äusserst bescheidenem Niveau.
Das späte 1:1
Roter Stern Belgrad jedenfalls war auch an diesem Abend alles andere als eine unüberwindbare Hürde. YB fehlte es vor der Pause nicht am Willen, aber an Präzision, Schwung, Kreativität. Der auffällige Nicolas Ngamaleu mit zwei starken Antritten sowie Jean-Pierre Nsame sorgten immerhin dafür, dass drei der vier Belgrader Verteidiger schon nach einer halben Stunde für teilweise grobe Fouls verwarnt worden waren. Daraus ergaben sich vielversprechende Freistosssituationen, und man wünschte sich für die Young Boys, dass sie Standardexperte Sulejmani sowie Kopfballspezialist Hoarau kurz hätten einwechseln können.
Nach 65 Minuten kommen die beiden. Und YB belagert in der Schlussphase das Tor der Belgrader. Fassnacht verpasst das 1:1 knapp, eine Flanke nach der anderen segelt in den Strafraum, in der 82. Minute gelingt YB der Ausgleich. Saidy Jankos Schuss fälscht El Fardou Ben Nabouhane mit dem Kopf ins eigene Tor ab, wieder fehlt den Young Boys bloss ein Treffer. Nsames Schuss pariert Borjan zu Beginn der Nachspielzeit stark, dann steht Sulejmani bereit zum Eckball, findet aber Hoarau nicht. In der letzten Minute darf Sulejmani zum Freistoss antreten, wieder wehren sich die Belgrader erfolgreich, bald ist das Spiel zu Ende. «Auf Wiedersehen» schreit das Publikum mit Inbrunst. Für YB geht die europäische Reise in der Europa League weiter.
Roter Stern Belgrad - Young Boys 1:1 (0:0)
50'000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Taylor (ENG).
Tore: 60. Vukanovic 1:0. 82. Ben (Eigentor).
Roter Stern Belgrad: Borjan; Gobeljic, Milunovic, Degenek, Rodic; Cañas, Jovancic; Mateo Garcia (69. Ben), Marin, Vukanovic (82. Ivanic); Boakye (Tomané).
Young Boys: Von Ballmoos; Sörensen, Lustenberger, Zesiger (51. Fassnacht); Janko, Sierro (66. Sulejmani), Aebischer, Lotomba; Assalé (66. Hoarau), Moumi Ngamaleu; Nsame.
Bemerkungen: Young Boys ohne Spielmann, Lauper, Martins und Camara (alle verletzt). Roter Stern Belgrad ohne Babic und Jovicic (beide verletzt). 96. Gelb-Rote Karte Tomané. Verwarnungen: 18. Milunovic (Foul). 21. Degenek (Foul). 32. Gobeljic (Foul). 36. Zesiger (Foul). 79. Tomané (Foul). 96. Jovancic (Unsportlichkeit). https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/30615662
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Mittwoch 28. August 2019, 00:03 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
27.08.2019  Zitat: Aus der Traum von der Königsklasse
YB beisst sich an Roter Stern die Zähne aus
YB fehlt im Playoff-Rückspiel in Belgrad ein einziges Törchen, schafft einzig wegen der Auswärtstore-Regel den Einzug in die Champions League nicht. Schade, denn dieser Gegner war nicht übermächtig.
Da wäre mehr drin gewesen! Doch um gegen einen abgezockten und ausgebufften Gegner wie diese Roten Sterne zu gewinnen, wäre man auf die Geniestreiche eines Miralem Sulejmani oder eines Guillaume Hoarau angewiesen gewesen. Beide sind indes nach wie vor nicht im Rhythmus. Und kommen von der Bank. Doch nicht immer gelingt es, ein Spiel zu drehen oder zumindest fast – wie im Hinspiel in Bern. Und dieses «fast» ist entscheidend.
Denn letzte Woche hätte YB siegen müssen, um weiterzukommen. Weil dann die Serben nicht derart hätten taktieren können wie in diesem Rückspiel. Darin sind sie Meister. Das hat Ex-Partizan-Belgrad-Crack Goran Obradovic auch so vorhergesehen.
Ohrenbetäubend laut ist es, als YB zum Warm-up ins Stadion läuft. Die Pfiffe hallen durch das Rund des Marakana, das schon zwei Stunden vor Kickoff gut gefüllt ist. Aber einschüchternd? Nein. Wie gesagt: Laut. Sehr laut. Aber nicht mehr und nicht weniger.
Die Berner lassen sich denn auch nicht beeindrucken durch diese fantastische Atmosphäre. Sie haben das Spiel im Griff. Borjan – wieder der Kanada-Keeper, wie im Hinspiel – muss gegen Aebischer retten. Und gleich drei der vier Belgrad-Verteidiger greifen zum Mittel des sackgroben Fouls, um ihre Gegenspieler zu stoppen. Zwei der drei gelben Karten, die Ref Taylor verteilt, sind dunkelgelb.
0:0 zur Pause. Alles drin. Und YB powert weiter. Aebischer aus der Distanz – knapp. Dann können die Berner fast von einem Lapsus in der serbischen Hintermannschaft profitieren. Doch das Tor fällt auf der falschen Seite. Marin, natürlich, lanciert Rodic. Flanke, Vukanovic hat das bessere Timing als Lustenberger. Nun wird es gigantisch laut. Ein Donnergrollen! Genau so, wie Marko Marin die beiden Tore beim Sieg der Sterne in der Champions League gegen Liverpool beschrieben hat.
Fassnacht verpasst den Ausgleich aus 16 Metern. Und YB-Coach Gerry Seoane reagiert. Er bringt seine Superjoker Hoarau und Sulejmani. Denn YB braucht nun zwei Tore. Schwierig...
Doch die Hoffnung lebt, als Ben einen eigentlich missglückten Janko-Abschluss in der 82. Minute ins eigene Tor ablenkt.
Jetzt wird es nochmals richtig laut. Nur bibbern die Serben nun. Borjan rettet in der Nachspielzeit fantastisch gegen Nsame. So zittert sich Roter Stern in die Königsklasse. Leider. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 86105.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Mittwoch 28. August 2019, 00:04 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
27.08.2019  Zitat: Unverdiente Belgrad-Führung
Dieser Vukanovic-Treffer ist der Stich ins YB-Herz
Im Playoff-Rückspiel gegen Roter Stern Belgrad platzt der Champions-League-Traum von YB. Trotz 1:1-Remis scheiden die Berner aus und müssen nun in der Europa League ran. Roter-Stern-Stürmer Vukanovic macht den wichtigen Treffer für Belgrad per Kopf. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 86853.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Mittwoch 28. August 2019, 00:07 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
27.08.2019  Zitat: Das meint BLICK zum geplatzten CL-Traum von YB
Schade, aber kein Beinbruch!
Dass die Young Boys die Champions League verpassen, ist bitter – doch die Berner können das verkraften, meint BLICK-Fussballreporter Alain Kunz.
Es gibt keine zweite Champions League für YB. Das ist schade, denn das Mitspielen im Konzert der Grossen ist wie eine Sucht. Und Europa League ist nicht gleich Champions League. Da hats weder Juve noch ManCity.
Und doch: Ein Beinbruch ist das knappe Scheitern an Roter Stern nicht. Zum einen, weil YB in einer Phase des Totalumbruchs steht, diesen aber mit erstaunlich wenig Substanzverlust zu überstehen scheint. Für die Königsklasse hat es mit diesem neuen gelb-schwarzen YB-Team nicht gereicht. Aber es sollte reichen, um in der Europa League in die K.-o.-Runde zu kommen. Und Meister zu werden. Oder zumindest fast.
Zweitens: YB hat die Königsklasse nicht mit ins Budget genommen. So werden die Zahlen auch nach Ende des nächsten Geschäftsjahrs stimmen. Statt Champions-League-Einnahmen in der Höhe von 30 Millionen Franken, wird eine ähnliche Zahl als Plus in der Transfer-Rechnung auftauchen. Und die sechs Millionen, die es in der Europa League mindestens geben wird, sind so viel wie der Posten Transfers vor einem Jahr.
Stetig und mit viel Weitsicht macht YB dem Noch-Klassenprimus Basel diese Position streitig. Noch hat der FCB 17 Millionen mehr umgesetzt. Doch wenn Präsident Bernhard Burgener seinen Sparkurs weiter umsetzt, der FCB zudem weder die Königsklassen-Millionen einstreicht noch jene aus Toptransfers, steht die Wachablösung unmittelbar bevor.
Schade! Aber kein Beinbruch! https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 86859.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Mittwoch 28. August 2019, 00:08 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
27.08.2019  Zitat: YB-Noten: Ngamaleu als bester Berner
Der YB-Flügel war beim 1:1 gegen Belgrad gut, Sierro und Assalé kamen kaum auf Touren.
David von Ballmoos: Note 4,5 Hatte lange Zeit wenig zu tun, pflückte sich eine Flanke sicher herunter. Machtlos beim 1:0, gut bei Belgrads Kontern.
Frederik Sörensen: Note 4,5 Fing sich nach wackligem Beginn, als er von Vukanovic getunnelt worden war. Gute Zuspiele im Aufbau.
Fabian Lustenberger: Note 3,5 Ein defensiv zuverlässiger Anleiter der Dreierkette, im Aufbau etwas ungenau, die langen Bälle gerieten zu lang. Ausgerechnet der souveräne Captain konnte Vukanovic beim 1:0 nicht am Kopfball hindern.
Cédric Zesiger: Note 3,0 Ihm ging es wie im Hinspiel oft zu schnell; bekundete einmal Mühe mit Marin, ein zweites Mal musste er zum taktischen Foul greifen. Früh raus für Fassnacht.
Saidy Janko: Note 4,0 Im Vierer-Mittelfeld mit offensiver Ausrichtung, davon war aber lange nichts zu sehen. Brachte mit seinem Abschluss, der zum 1:1 führte, Hoffnung zurück.
Vincent Sierro: Note 3,0 Bildete mit Aebischer die Schaltzentrale im 3-4-3-System. Unauffälliger Start, sein Freistoss war hart, landete aber in der Mauer. Grober Fehler im zweiten Durchgang, ohne Folgen.
Michel Aebischer: Note 4,0 Nicht auf dem Niveau vom Hinspiel. Verlort erst den Ball in der Vorwärtsbewegung, schlug zwei schlechte, dann einen guten Freistoss. Besass nach der Pause noch zwei Chancen.
Jordan Lotomba: Note 3,5 Etwas nervöser Beginn, fing sich einigermassen, musste dann das 1:0 über seine Seite geschehen lassen.
Roger Assalé: Note 3,0 Erste einigermassen gefährliche Aktion nach gut 30 Minuten. Zu wenig Gefahr von ihm.
Jean-Pierre Nsame: Note 4,0 Holte die gute Freistossposition für Sierro heraus. Kämpfte glücklos, ein, zwei Schüsse in der zweiten Halbzeit gingen vorbei.
Nicolas Ngamaleu: Note 5,0 Klar bester Berner, behauptete Bälle, hatte Energie, war aber alleiniger Vorkämpfer. Prüft zweimal Borjan, einmal fast mit Erfolg.
Christian Fassnacht: Note 4,5 52. für Zesiger. Mit ihm hinter den Spitzen stellte YB auf 4-2-3-1 um. Aktiv, sein scharfer Schuss ging knapp vorbei (64.).
Miralem Sulejmani: Note 4,0 64. für Sierro. Der frühere Partizan-Junior erhielt nur ein verhaltenes Pfeifkonzert und blieb blass.
Guillaume Hoarau: Note 3,5 64. für Assalé. Seoanes Massnahme für die totale Offensive.
Noten: 6,0 = herausragend; 5,0 = gut; 4,0 = solid; 3,0 = ungenügend; 2,0 = schlecht; 1,0 = sehr schlecht https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/28399348
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Mittwoch 28. August 2019, 00:12 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
27.08.2019  Zitat: YB verpasst den Einzug in die Champions League
Keine Berner Wundernacht in Belgrad. YB spielt im Rückspiel gegen Roter Stern nur 1:1 und spielt nächste Saison nicht in der Champions League.
Das Wichtigste in Kürze
- YB wird in Belgrad für eine gute Leistung schlecht belohnt. - Die Berner scheitern an der Effizienz von Roter Stern und spielen nur 1:1. - Damit verpasst das Team den zweiten Champions-League-Einzug in Serie.
Die Young Boys verpassen den Einzug in die Champions-League-Gruppenphase. Das Team von Trainer Gerardo Seoane spielt das Quali-Rückspiel in Belgrad 1:1 und spielen damit «nur» in der Europa League.
Es ist zu Beginn nicht die erwartete Druckphase der Hausherren. YB ist mehrheitlich in Ballbesitz, wird beim Aufbauspiel in Ruhe gelassen und macht es gut. Beidseitig fehlen in der ersten Halbzeit die ganz grossen Torchancen. Einzig bei Standards wird es einigermassen gefährlich, nach 45 gespielten Minuten steht es aber 0:0 in Belgrad.
YB drückt, Roter Stern trifft
Gleich nach dem Seitenwechsel drücken die Gelbschwarzen den Gegner richtiggehend in die eigene Hälfte und hat gute Möglichkeiten. Michel Aebischer schiesst das Leder aus gut 16 Meter nur hauchdünn über die Latte. Doch dann der Schock für die YB-Anhänger: Inmitten der Druckphase erzielt Vukanovic den Führungstreffer für Roter Stern.
Die Berner laufen fortan einem Rückstand hinterher – wie bereits im Hinspiel brillieren die Belgrader mit gnadenloser Effizienz. Gerardo Seoane zieht alle Mittel und wechselt mit Guillaume Hoarau und Miralem Sulejmani seine zwei grössten Waffen ein.
Viel Belgrader Theater, kein weiterer Treffer
Und dann werden die Bemühungen in der 82. Minute endlich belohnt: Ein Schuss von Saidy Janko wird abgelenkt und landet zum hochverdienten 1:1 im Netz. Die Belgrader konzentrieren sich fortan auf ein sehr übertriebenes Zeitspiel, das von Schiedsrichter Taylor toleriert wird.
Nach 97 Minuten ist der Traum von der erneuten Champions-League-Qualifikation vorbei. Roter Stern Belgrad setzt sich dank effizientem Spiel durch und die Young Boys stehen in der Europa League. https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-ve ... e-65574925
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Mittwoch 28. August 2019, 00:14 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
27.08.2019  Zitat: YB nur am Schluss mit richtig Mut
von Moritz Marthaler - Die Berner verpassen die Champions League - sie spielen im Rückspiel Roter Stern Belgrad nur 1:1.
Am Ende kam die erwartete Alles-oder-nichts-Strategie: Etwas mehr als eine Stunde war gespielt zwischen Roter Stern und YB, Belgrad hatte eben zum 1:0 getroffen, die Young Boys brauchten im Playoff-Rückspiel plötzlich zwei Tore, um die Champions League zu erreichen. YB-Trainer Seoane brachte die zuletzt angeschlagenen Sulejmani und Hoarau, ging im Stimmungskessel vor 53 000 Zuschauern aufs Ganze. Nach einem Schuss Jankos lenkte Ben ins eigene Tor ab, 1:1, die YB-Hoffnung war wieder da. Mal um Mal rannten sie noch an, ein Schuss Nsames zwang Borjan zu einer Parade, Sulejmani hatte noch einen Freistoss, es war plötzlich ein heisser Tanz.
Seoane überraschte mit seiner Aufstellung. Sie kam auch aus personeller Not zustande, bis zuletzt hofften die Berner auf einen Einsatz von Martins, dessen Adduktorenprobleme liessen ein Spiel aber nicht zu. Seoane schickte sein Team schliesslich im 3-4-3-System aufs Feld, mit dem jungen, im Hinspiel unglücklich auftretenden Zesiger in der defensiven Dreierkette. Das Spiel wurde der Atmosphäre lange Zeit nicht gerecht. Gefahr ging von Standards aus, auf Berner Seite waren aber Aebischer und Sierro vorab zu harmlose Schützen.
Vor einem Jahr lagen die Young Boys gegen Dinamo Zagreb im Playoff-Rückspiel zur Pause 0:1 hinten, drehten das Spiel bekanntermassen noch und zogen in die Königsklasse ein. Auch in Belgrad drehte YB nach dem Seitenwechsel auf, kam durch Ngamaleu und durch Fehler von Roter-Stern-Goalie Borjan zu Chancen. Die Young Boys waren besser, bis Vukanovic mit seinem Tor die Aufgabe für YB sehr schwierig machte. Der zweite Einzug in die Champions League bleibt den Bernern verwehrt, am Freitag wartet die Gruppenauslosung für die Europa League.
Roter Stern Belgrad - Young Boys 1:1 (0:0)
50'000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Taylor (ENG).
Tore: 60. Vukanovic 1:0. 82. Ben (Eigentor).
Roter Stern Belgrad: Borjan; Gobeljic, Milunovic, Degenek, Rodic; Cañas, Jovancic; Mateo Garcia (69. Ben), Marin, Vukanovic (82. Ivanic); Boakye (Tomané).
Young Boys: Von Ballmoos; Sörensen, Lustenberger, Zesiger (51. Fassnacht); Janko, Sierro (66. Sulejmani), Aebischer, Lotomba; Assalé (66. Hoarau), Moumi Ngamaleu; Nsame.
Bemerkungen: Young Boys ohne Spielmann, Lauper, Martins und Camara (alle verletzt). Roter Stern Belgrad ohne Babic und Jovicic (beide verletzt). 96. Gelb-Rote Karte Tomané. Verwarnungen: 18. Milunovic (Foul). 21. Degenek (Foul). 32. Gobeljic (Foul). 36. Zesiger (Foul). 79. Tomané (Foul). 96. Jovancic (Unsportlichkeit). https://www.20min.ch/championsleague/st ... t-14216952
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Mittwoch 28. August 2019, 00:24 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
27.08.2019  Zitat: Aus der Traum von der Königsklasse
Die Young Boys kommen gegen Roter Stern Belgrad nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Belgrad profitiert dank dem 2:2 im Hinspiel von der Auswärtstorregel und schickt YB in die Europa League. Eine Analyse des Scheiterns.
Champions League, wann sehen wir dich wieder? Nach dem alles andere als zwingenden Out der Young Boys gegen Roter Stern muss sich die Fussballschweiz die Frage stellen, ob die Königsklasse je wieder in unser Land zurückfindet. Die Berner waren nach dem 2:2 im Hinspiel auch in Belgrad das bessere Team, erreichten aber nur ein 1:1 und verpassten aufgrund der Auswärtstorregel den Einzug in die Gruppenphase der Champions League.
Gut möglich also, dass hierzulande die Gastspiele von Manchester United, des FC Valencia und von Juventus in der letzten Saison für viele Jahre die letzten von Vereinen dieses Kalibers waren. Das ist nicht Schwarzmalerei, sondern die Realität. Die Türen zu diesem erlauchten Kreis sind inzwischen nur noch einen Spalt weit offen, weil die Grossen den Kleinen mit einem fixen Kontingent die Plätze wegnehmen und die Schweiz nach schwachen Resultaten im Länderranking der Uefa so weit abgerutscht ist, dass die vielen Qualifikationsrunden die Chancen auf eine Teilnahme verringern. Und eines nicht so fernen Tages, so ist zu befürchten, wird die vornehme Gesellschaft eine geschlossene sein.
Wer in die Königsklasse will, muss Belgrad schlagen
So gesehen ist es besonders schade, dass den Young Boys nun nicht wenigstens noch ein letzter Tanz auf dem Parkett der Champions League vergönnt ist. Aber man kommt nicht umhin zu sagen, dass Roter Stern schlagen muss, wer in die Gruppenphase will. Dies jedoch haben die Berner nicht geschafft. Sie dominierten zwar auch gestern die extrem passiven Gastgeber, liefen aber nach einer Stunde in einen Konter und kassierten durch Aleksa Vukanovic das 0:1. Die YB-Abwehr hatte sich zu leicht ausspielen lassen. Dann brachte Trainer Gerardo Seoane seine Edeljoker Guillaume Hoarau und Miralem Sulejmani, und nach einem Schuss von Saidy Janko lenkte Nabouhane acht Minuten vor Schluss den Ball zum 1:1 ins eigene Tor. Zu mehr aber reichte es YB nicht. Die durch Abwehrfehler eingehandelten Gegentore beim 2:2 im Hinspiel erwiesen sich letztlich als zu grosse Hypothek.
Haben die Berner grundsätzlich etwas falsch gemacht? War ihr Umbruch nach dem Gewinn des zweiten Meistertitels zu drastisch? Es kann schon sein, dass jene Mannschaft, die sich exakt vor einem Jahr in den Playoffs gegen Dinamo Zagreb durchgesetzt hat, nun auch die Belgrader aus dem Weg geräumt hätte. Aber zusammenzuhalten war dieses Team nicht. YB musste erfahren, wie unberechenbar das Fussballgeschäft ist. So hatte man nach dem ersten Titel erwartet, einige Titulare würden weggekauft; aber nichts passierte. In diesem Sommer hat YB dann aber drei Viertel seiner Abwehr verloren und mit Djibril Sow den Taktgeber im Mittelfeld. Weil überdies Verletzungspech Einzug hielt, kam es dazu, dass im Hinspiel gegen Roter Stern mit Nicolas Ngamaleu gerade mal noch ein einziger Feldspieler in der Startformation stand, der auch schon im Heimspiel gegen Zagreb begonnen hatte.
Man kann den Gelb-Schwarzen nicht vorwerfen, sie seien auf diese Situation nicht vorbereitet gewesen. Sie haben ihre Hausaufgaben gut erledigt und die Abgänge antizipiert, brauchen aber noch etwas Zeit, bis die Automatismen, gerade in der Defensive, funktionieren. In der Super League läuft es ergebnismässig wie geschmiert, weil sich hier Patzer noch ausbügeln lassen. Nicht aber auf internationaler Ebene, wie im Hinspiel brutal vorgeführt. Dafür sind die Berner nun im wahrsten Sinn des Wortes cash bestraft worden. Statt 30 Millionen Franken an Einnahmen werden sie in der der Europa League, je nach Gegner, acht bis zehn Millionen generieren.
https://www.aargauerzeitung.ch/sport/au ... -135472141
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Gonzo
|
Verfasst: Mittwoch 28. August 2019, 00:32 |
|
Registriert: Freitag 21. Mai 2004, 10:37 Beiträge: 3822 Wohnort: Bern
|
Die Statistiken der beiden Spiele sage eigentlich alles.   ....leider zählt am Schluss das Resultat. Und ja mit zwei Unentschieden auszuscheiden bei diesen Statistiken schmerzt doppelt.
_________________ 
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Mittwoch 28. August 2019, 01:00 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
27.08.2019  Zitat: YB verpasst die Champions League aufgrund der Auswärtstorregel
Die Young Boys müssen ihre europäische Kampagne in dieser Saison in der Europa League fortsetzen. Nach dem 2:2 im Hinspiel kommen die Berner in Belgrad bei Roter Stern nicht über ein 1:1 hinaus.
Am Ende waren es wenige Zentimeter, die die Young Boys in die Gruppenphase der Europa League verbannten. Zentimeter, die in der 57. Minute die Führung der Berner verhinderten, als Nicolas Moumi Ngamaleu fast von einem Patzer von Roter-Stern-Goalie Milan Borjan am Ball profitiert hätte. Die Berner werden sich nach dem Ausscheiden über ihre Effizienz ärgern müssen. Denn wie im Hinspiel besassen sie auch im Rückspiel gute Möglichkeiten, das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden.
Auch das Gegentor nach einer Stunde dürfte bei den Gästen für Frust sorgen, denn der letztlich entscheidende Treffer von Aleksa Vukanovic fiel just in eine Phase, in der die Young Boys in Begriff waren, das Spiel an sich zu reissen. Und er fiel nach bekanntem Muster. Das Heimteam fing die Young Boys beim Versuch der Angriffsauslösung ab, um über Spielmacher Marko Marin selber den schnellen Gegenstoss einzuleiten. Marin lancierte Milan Rodic in den Raum, dessen Flankenball Vukanovic vor Fabian Lustenberger erreichte. Wieder machten Zentimeter den Unterschied zu Gunsten von Roter Stern aus. Rodic erreichte den Ball nur knapp bevor er über die Seitenauslinie gerollt wäre.
Roter-Stern-Goalie Borjan hält den Sieg fest
Zwar kamen die Berner in der Folge nochmals zu Chancen, brachten den Ball aus eigener Kraft jedoch nicht im Tor von Milan Borjan unter. Es brauchte ein Eigentor von Ben Nabouhane in der 82. Minute, um den kanadische Nationaltorhüter, der Roter Stern im Hinspiel mit zahlreichen Paraden im Spiel gehalten hatte, zu bezwingen. Auch die Einwechslung der Routiniers Guillaume Hoarau und Miralem Sulejmani (beide 65.) brachte nicht die nötige Durchschlagskraft in die Berner Angriffsreihe.
Und auch Jean-Pierre Nsame, im Hinspiel die perfekte Relais-Station, sowohl mit hohen Bällen und Flachpässen anspielbar, hatte im Rückspiel einen schweren Stand. Die Rückkehr des im Hinspiel gesperrten Abwehrchefs Nemanja Milunovic brachte dem Roten Stern viel Sicherheit zurück. Und der 1,94 Meter grosse Verteidiger raubte den Young Boys diese Waffe, die im Hinspiel so vorzüglich funktioniert hatte: Die langen Bälle auf Nsame, die dieser auf seine beiden agilen Sturmpartner Roger Assalé und Nicolas Moumi Ngamaleu verlängerte.
Die Young Boys brauchten lange, um einen neuen, wirksamen Angriffsplan umzusetzen. Bis zum ersten Torschuss dauerte es über eine halbe Stunde. Er kam durch einen direkt aufs Tor gezogenen Freistoss von Michel Aebischer. Die erste wirkliche Torchance hatten die Gäste erst nach der Pause. Wieder war es Aebischer, der nach Zuspiel von Ngamaleu die Führung verpasste. Praktisch im Gegenzug erzielte Roter Stern darauf das wegweisende 1:0. Schade, aber nicht existenziell
Die Teilnahme an der Champions League war für YB nicht von existenzieller Bedeutung, die Königsklasse wäre ein «Nice to have» gewesen, wie die NZZ schrieb. Und dennoch, das Playoff-Aus schmerzt in finanzieller Hinsicht besonders. Dank den Einnahmen aus der Champions League – rund 30 Millionen Franken brachte YB die letztjährige Europacup-Saison ein – näherten sich die Young Boys Ligakrösus Basel in Sachen ökonomischer Schlagkraft an. Die Europa League bedeutet neben weniger attraktiven Gegnern nun auch massiv weniger Geld. Allein für das mit 15,25 Millionen Euro entlöhnte Erreichen der Champions-League-Gruppenphase zu kompensieren, müsste YB in der Europa League bis in den Final vorstossen.
Die Quelle zu den UEFA-Millionen droht dem Schweizer Fussball ohnehin auf unbestimmte Zeit zu versiegen. Ab kommender Saison muss selbst der Meister drei Qualifikationsrunden überstehen, um Teil des bestalimentierten Klub-Wettbewerbs im Fussball zu sein. Ein direkterer Weg in die Champions League wie in dieser Saison wird sich den Klubs aus der Super League so schnell nicht mehr bieten. Um den Status quo wiederherzustellen bräuchte es auf europäischer Ebene Erfolgsmeldungen von Schweizer Klubs. Und dazu braucht es das nötige Personal und die finanziellen Mittel. Die Krux dabei: Der ideale Zugang zu beidem bietet vor allem die Champions League. https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 92052.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 26 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |