25.10.2018

Zitat:
YB-Sturmduo: Das Tor des einen und die Laufwege des anderen
Während Guillaume Hoarau gegen Valencia Historisches schafft, überzeugt Roger Assalé für die Gegenwart.
Der eine gross gewachsen, mit langen Beinen unterwegs auf dem Fussballfeld, der andere klein, schnell, wendig, Ersterer, 34-jährig, lässt seine Karriere in Bern ausklingen, Zweiterer, bald 25, hofft, dass nach YB weitere Karrierestationen in grösseren Ligen folgen.
Und ihr Auftritt neben dem Feld ist ein anderer – so auch am Dienstag: Während Showman Guillaume Hoarau von den Medienvertretern umringt wird, aber nur einige wenige Fragen beantwortet, bevor er wieder geht, schleicht sich Roger Assalé fast unbemerkt an den Journalisten vorbei, und es scheint, als wäre es ihm lieber gewesen, wäre er ganz unbemerkt geblieben.
Zusammen bildeten sie den Sturm beim Punktgewinn von YB gegen Valencia und schrieben dabei ihre eigene Geschichte.
Guillaume Hoarau liess sich nicht zweimal bitten und verwertete den Penalty zum verdienten ersten Tor für die Young Boys in der Champions League. So, wie man sich das gewohnt ist von dem erfahrenen, abgeklärten Stürmer. Er persönlich hatte in der Sternenliga bereits zuvor getroffen. Im November 2012 hatte er für Paris Saint-Germain gegen Dinamo Zagreb das letzte Tor beim 4:0-Sieg erzielt.
Hoaraus Treffer, der diesen ersten Punktgewinn ermöglicht hat, wird in den YB-Geschichtsbüchern stehen, zumindest jedenfalls in den statistischen.
In diesen Büchern wird wohl aber nichts zu lesen sein über die Leistung, die Roger Assalé an diesem Abend gezeigt hat. Der Ivorer rannte, wirbelte, überzeugte. Von Trainer Gerardo Seoane gab das ein extra Lob: «Die Laufwege von Assalé waren in der zweiten Halbzeit hervorragend, besonders wie er auf den Flügeln im Rücken der Aussenverteidiger ausgebrochen ist.»
Und auch Assalé selbst äusserte sich positiv: «Ich bin zufrieden mit meinem Auftritt», sagte der Ivorer und fügte pflichtbewusst an, «das Wichtigste ist, dass meine Leistung der Mannschaft geholfen hat.»Sein Einsatz blieb unbelohnt, ein Tor blieb ihm noch verwehrt. «Ich will vor allem spielen. Aber ich denke, dass der Moment kommen wird.» Zumindest drei Spiele bleiben ihm in dieser Champions-League-Kampagne, um auf der internationalen Bühne zu treffen.
Zunächst aber steht in der Meisterschaft das Heimspiel gegen den FC Sion an. Vielleicht gönnt Seoane Hoarau eine Pause und lässt Jean-Pierre Nsame wieder einmal in der Startformation auflaufen. Sicher nicht dabei sein wird Grégory Wüthrich. Der Verteidiger, der zuletzt wegen einer Adduktorenverletzung pausieren musste, hat sich im Training eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen.
https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/19335547