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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Samstag 22. September 2018, 00:11 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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20.09.2018  Zitat: Gute Leistung bleibt unbelohnt
YB bei CL-Premiere von ManUnited kalt geduscht
- Die Berner Young Boys verlieren ihren ersten CL-Auftritt gegen Manchester United 0:3. - ManUnited-Captain Paul Pogba lässt sich zwei Tore und einen Assist gutschreiben. - Die Berichte zu den anderen Spielen finden Sie hier.
Ein kurzer Anflug von Genialität und etwas Schiedsrichter-Wohlwollen reichten Manchester United, um die erste Halbzeit und damit das Spiel resultatmässig für sich zu entscheiden.
In der 35. Minute zirkelte Paul Pogba den Ball mit seinem schwächeren linken Fuss vom Strafraumrand elegant ins obere Eck. Zuvor war ein versuchter Doppelpass mit Anthony Martial missglückt, doch Pogba hatte entscheidend nachgesetzt.
Umstrittener Penalty für die Gäste
Und kurz vor dem Seitenwechsel doppelte der United-Captain nach und traf vom Elfmeterpunkt. Auch hier: elegant ins obere Eck. Schiedsrichter Deniz Aytekin hatte ein Handspiel von Kevin Mbabu gesehen – damit war er zumindest im Stade de Suisse deutlich in der Unterzahl.
Dabei hatten die Berner die erste Halbzeit eigentlich ausgeglichen gestaltet, phasenweise gar dominiert. Der krönende Abschluss blieb aber aus. Sinnbildlich dafür stand Christian Fassnacht:
- 30. Minute: Fassnacht tankt sich über links durch und hat Glück, dass Manchesters Startelf-Debütant Diogo Dalot im dümmsten Moment ausrutscht und er plötzlich alleine im Strafraum steht. Doch der 24-Jährige vertändelt den Ball, sein verspäteter Abschluss wird dann geblockt. - 34. Minute: Fassnacht mit dem nächsten Energieanfall, diesmal durch die Mitte. Sein Abschluss ist zwar stramm, doch zu zentriert. David de Gea ist zur Stelle.
Auch in der zweiten Halbzeit waren die Young Boys bemüht, kamen vor allem zu Beginn zu einigen Strafraum-Szenen. Innenverteidiger Mohamed Aly Camara vergab nach einem Eckball die beste Chance, sein Abschluss streifte noch den Pfosten.
Doch dann machte Martial in der 66. Minute allen Hoffnungen ein Ende: Perfekt freigespielt von Landsmann Pogba, traf der Franzose via Bein von Camara zum 3:0.
So geht es weiter
Das zweite Gruppenspiel steht für YB am Dienstag 2.10. in Turin gegen Juventus auf dem Programm. Zwei Wochen später empfangen die Berner dann am 23.10. Valencia im Stade de Suisse. https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... t-geduscht
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shalako
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Verfasst: Samstag 22. September 2018, 20:39 |
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20.09.2018  Zitat: Mbabu gut – Camara sehr schwach
Das sind die YB-Noten zu der ManUtd-Pleite
Bei der Königsklassen-Taufe von YB gibt es eine 0:3-Pleite gegen Manchester United. Hier gibts die Spieler in der Einzelkritik. Klicken Sie sich durch die Galerie! https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 78471.html
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shalako
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Verfasst: Samstag 22. September 2018, 20:42 |
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20.09.2018  Zitat: YB-Star hat aufregende Nacht hinter sich
Pogba hilft Mbabu bei der dreistündigen Doping-Tortur
Über drei Stunden muss YB-Überflieger Kevin Mbabu warten, bis er nach dem ManUtd-Knüller endlich kann. Sein Ex-Mentor, Weltmeister Paul Pogba, begleitet ihn durch die aufregende Nacht.
Es ist 1.25 Uhr. Katakomben des Stade de Suisse. Die TV-Leute haben die ganze Technik in ihre Sattelschlepper gepackt. Die Arena ist in gespenstische Stille gehüllt. Die Stars von Manchester United sind längst am Schlafen. Jene von YB wohl auch. Nur einer nicht. Er sitzt immer noch in einem Kabäuschen. Wartet, bis er kann. Immer beobachtet von einem Dopingkontrolleur: Kevin Mbabu, der eben eine aufregende Nacht mit vielen Ups and Downs erlebt hat.
Der Dopingkontrolleur hat ein Einsehen. Er beantwortet das Ansinnen von BLICK um ein Interview zu später Stunde positiv und lässt Mbabu kurz raus. Ablenkung. «Ich habe zwei Liter Wasser getrunken. Nichts! Jetzt hoffe ich, dass es bald kommt. Denn ich bin sehr müde.» Zwei Liter? Mehr nicht? Mehr sei eher kontraproduktiv, erläutert der Dopingkontrolleur. Bier? Das hilft doch meistens. Das verbiete die Uefa, erklärt der Mann. Selbst alkoholfreies Bier sei nicht erlaubt, weil es Spuren von Alkohol enthalte. Liebe Uefa: Lieber Spieler martern, bis sie zusammenbrechen, als Spuren von Alkohol zu erlauben? Schwachsinn!
Dabei hatte es so gut begonnen… in der Dopingkontrolle. Guillaume Hoarau war auch da. Er konnte als Erster. Paul Pogba war die Nummer zwei. Juan Mata hingegen konnte auch erst gegen ein Uhr nachts – und wollte nichts sagen: «Sorry, zu müde.» Zu Beginn hatten es die vier lustig. «Es macht Spass, mit solchen Spielern zu sprechen. Das war sehr sympathisch», sagt Mbabu. Und Hoarau gratulierte seinem Landsmann Pogba zum Weltmeistertitel: «Frankreich hat eine aussergewöhnliche Leistung vollbracht.»
Wie YB. Eine halbe Stunde lang. «Wir haben viel Intensität hineingebracht», blickt Mbabu zurück, derweil die Äuglein immer kleiner werden. «Und wollten unbedingt das erste Tor schiessen. Doch wenn Dir das nicht gelingt – ein Gegner von diesem Niveau braucht keine zehn Chancen.» Und der Penalty, den Ref Deniz Aytekin zu Unrecht verhängt hat? «Sehr streng! Die Hand ist am Körper. Und ich versuche dem Ball auszuweichen.»
Schlusspfiff. Mbabu geht auf Pogba zu. Auf jenen Mann, der ihm während des einwöchigen Stages des damals 15-jährigen Genfers im Trainingscenter von ManUtd 2010 einen Tag lang betreute. «Ich habe ihn gefragt, ob er sich an mich erinnere. Als er mich sah, hat er mir gesagt, dass ihm dieser Kopf etwas sage. Ich habe ihm dann eine Anekdote erzählt, die er mir erzählt hatte. Er sagte dann, jetzt erinnere er sich. Dann haben wir uns ausgetauscht. Was, das bleibt unter uns.»
1.30 Uhr. Mbabu geht zurück in sein Kämmerlein. Den Dopingkontrolleur im Schlepptau. Als es endlich fliesst, ist es 2.15 Uhr. Über drei Stunden Tortur. Gute Nacht … https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 79274.html
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shalako
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Verfasst: Samstag 22. September 2018, 20:43 |
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20.09.2018  Zitat: YB-Fassnacht nach missglücktem CL-Start
«Eine Niederlage, die sich irgendwie gut anfühlt»
YB verpasst den Traumstart ins Champions-League-Abenteuer. Gegen Manchester United verlieren die Berner zu Hause mit 0:3. Die Stimmen zum Spiel gibt es im Video. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 77751.html
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shalako
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Verfasst: Samstag 22. September 2018, 20:45 |
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20.09.2018  Zitat: Der Berner Flitzer bei YB vs. Manchester United im Interview
Gestern stürmte ein Berner Flitzer im ManUtd-Shirt das Feld. Nach dem Spiel erzählt er seine Beweggründe.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Partie zwischen YB und Manchester United wurde von einem Zwischenfall unterbrochen. - Ein ungebetener Gast stürmte auf das Feld. - Der Berner Flitzer gab im Anschluss ausführlich Auskunft über seine Aktion.
Immer wieder gibt es bei sportlichen Grossanlässen Flitzer-Zwischenfälle. So auch gestern im Champions-League-Spiel zwischen YB und Manchester United (0:3). Ein als ManUtd-Fan gekleideter junger Mann stürmt in der zweiten Hälfte das Feld – und gibt danach «Radio Bern 1» ausführlich Auskunft über die Aktion.
«Eigentlich war es ziemlich einfach. Ich habe geschaut, wann Manchester wieder auf meiner Seite spielt – und dann bin ich einfach auf das Feld gerannt.» Es dauerte nicht lange, bis zwei Sicherheitskräfte den Lauf des Flitzers stoppten. «Ich habe mich daraufhin natürlich gestellt, da blieb ich kooperativ.» Man habe ihn glimpflich behandelt, nur die Hand etwas hochgedrückt. «Ich bin dann rausgetragen worden, dann gab ich schnell meine Angaben. Daraufhin war ich schon wieder frei», erzählte er. Von den YB-Fans wurde er beim Eingang noch mit Bier geduscht. «Ein wenig Anstand gehört sich»
Über die Art der Konsequenzen ist noch nicht alles geregelt. «Die Polizei hat mir gesagt, es gebe nun Stadionverbot. Über weitere Bussen wisse man noch nichts», rekapituliert der Unbekannte. Das sei auch so in etwa in seiner Perspektive gelegen. Die ganze Aktion habe er vor etwa einer Woche begonnen zu planen – mit zwei Kollegen. «Aber die haben sich natürlich nicht getraut.»
Wieso er aber nicht nackt, wie die richtigen Flitzer, gewesen sei? «Ein wenig Anstand gehört sich», erklärt der Flitzer. Etwas enttäuscht sei er über die Auswechslung von Marcus Rashford, der eigentlich sein Ziel gewesen wäre. Der lange Weg zur Ersatzbank wäre aber trotzdem dringelegen, «die anderen sind nicht so schnell gewesen». Ob er es wieder machen würde? «Nein, das war dieses eine Mal, jetzt ist es gut. Und bereuen tue ich nichts.» https://www.nau.ch/der-berner-flitzer-b ... w-65426170
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shalako
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Verfasst: Samstag 22. September 2018, 20:48 |
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20.09.2018  Zitat: Chancenlos gegen Pogba, aber stark im Zweikampf – die Young Boys nach der ManUnited-Pleite in der Einzelkritik
Ihr erstes Spiel der Champions League gegen Manchester United haben die Young Boys mit 0:3 verloren. Doch trotz sieglosem Ende haben die Berner einen starken Auftritt hingelegt. Das sind die Zeugnisse aller eingesetzten YB-Akteure. https://www.aargauerzeitung.ch/sport/ch ... -133186137
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shalako
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Verfasst: Samstag 22. September 2018, 20:51 |
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20.09.2018  Zitat: Mourinho-Show beim Abgang
«Warum spricht keiner über meinen Absatz-Trick?»
Kurz vor 24 Uhr gestern im Stade de Suisse. Nach der Pressekonferenz läuft ManU-Trainer José Mourinho zu Höchstform auf.
Mittwochabend, kurz vor Mitternacht. Die Fragerunde im Stade de Suisse ist nach dem 3:0-Sieg von Manchester United gegen YB vorbei. Der portugiesische ManUtd-Trainer José Mourinho, Spitzname «The Special One» (der Besondere), läuft, begleitet von einer Uefa-Angestellten, aus dem Medien-Raum Richtung Garderoben. Plötzlich dreht sich Mourinho nochmals um. Und ruft in Richtung der englischen Medien-Vertreter: «Habt ihr meinen Absatz-Trick nicht gesehen. Weshalb stellt keiner eine Frage dazu? Wenn ich den Taucher mache, bringt ihr mich auf Seite 1...» Mourinho lächelt, und verlässt den Saal. Am 10. September wollte Mourinho vor dem Länderspiel England vs. Spanien lässig über eine Absperrkordel hüpfen – und scheiterte kläglich. Mit einem Fuss blieb er hängen und legte sich der Länge nach hin. Gestern stoppt er einen Ball, der aus dem Publikum geworfen wird, mit einem sauberen Absatz-Trick.
Und was sagt Mourinho zum gestrigen Penalty, den der deuschte Ref Aytekin für ein angebliches Hands von YB-Verteidiger Kevin Mbabu verhängte?: «No idea. Ich kann dazu nichts sagen. Ich habe die Szene auch nicht am TV gesehen.» Und zum Spiel: «Ich kann verstehen, dass wir nicht gut begonnen haben. Ich kann verstehen, dass wir 20 Minuten brauchten, bis wir ins Spiel fanden. Und ich kann verstehen, dass YB zu Beginn Druck machte. Sie wissen, wie schwierig es für den Gegner auf diesem Rasen ist. Sie machten uns zu Beginn das Leben schwer. Aber das Tor hat alles geändert. Nachher hatten wir das Spiel unter Kontrolle.»
Und zur Leistung des französischen Weltmeister Paul Pogba, der zum 3:0 zwei Tore und ein Assist beisteuerte, sagt «The Special One»: «Er darf in jedem Spiel Tore schiessen. Die Mannschaft hatte eine gute Stabilität im Mittelfeld, das erlaubte ihm, in diese Positionen zu gehen.» https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 78232.html
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shalako
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Verfasst: Samstag 22. September 2018, 20:53 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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22.09.2018  Zitat: Lights, Camara, Action
Der 21-jährige Mohamed Ali Camara kommt gegen Manchester unverhofft zur Bewährungsprobe – und bezahlt viel Lehrgeld.
Manchester, das ist der Stoff, aus dem die Träume sind, weniger in der Mode, mehr im Fussball. Und für ihn wird der Traum plötzlich Wirklichkeit, zumindest einen Abend lang, so schnell, wie er sich das kaum ausgemalt hätte. Mohamed Ali Camara läuft am Mittwochabend mit YB gegen Manchester United auf, Champions League, im Trikot mit dem Stern auf dem Arm.
Noch vor einem Jahr debütierte der 21-jährige Guineer in der israelischen Liga, noch vor drei Monaten trabte er schüchtern zum ersten Training bei YB an, und weil sich Innenverteidiger Grégory Wüthrich bis am Spieltag nicht von seiner Oberschenkelverletzung erholt, steht er also am Mittwoch plötzlich in der Startformation – und sofort im Mittelpunkt.
Herz, Mut – und Wirrnis
Nach kaum zwei Minuten ist er bei einem Corner gefordert, Manndeckung Romelu Lukaku, Minuten später dasselbe gegen Pogba. Es gibt einfachere Aufgaben im Weltfussball. Und so erstaunt es zunächst nicht, kann Camara eine gewisse Nervosität nicht kaschieren.
Der junge Mann zieht den Ball an diesem Abend irgendwie an, hinten wie vorne, er hasardiert, dann traut er sich wieder etwas zu. Lights, Camara, Action – sein Start ist ein explosiver, und als er hinten die ersten Bälle im Fuss hat, fasst er sich vorne ein Herz: Geschmeidig zieht er Lukaku davon, dann aus 22 Metern ab, David De Gea rettet im Tor.
«Er ist ein wichtiger Spieler in unserem Gefüge», sagte YB-Trainer Gerardo Seoane kürzlich über den jungen Guineer, «er hat grosse Qualitäten, ist aber vielleicht manchmal noch ein wenig leichtsinnig . Wir wollen ihm Zeit geben, reifer zu werden.» In diesem Reifeprozess hat Camara am Mittwochabend einen riesigen Schritt nach vorne gemacht.
Weil er gegen Stürmer von Weltklasseformat ein paar Mal zu spät kommt, weil er sich von Weltmeister Paul Pogba bei dessen Tor zu einfach ausspielen lässt, weil er den Ball vor Anthony Martials 3:0 entscheidend abfälscht. Aber auch, weil er vorne später nur knapp das 1:3 verpasst, weil er den einen oder anderen luziden Moment im Spiel hat.
Mal schwebt dieser Mohamed Ali Camara tatsächlich wie ein Schmetterling, dann wieder schwirrt er etwas gar wirr umher – ohne den Bienenstich seines berühmten Namensvetters. Spiele mit ihm sind ein heikler Tanz. Gegen Biel hat er in der ersten Cuprunde seine Feuertaufe für YB, sieht dabei in einigen Szenen unglücklich aus.
Eine Woche später spielt er in der Liga gegen Xamax durch, erstaunt auch da vereinzelt durch Offensivdrang, verschuldet aber Gegentore. Und zu guter Letzt schiesst er YB in der dramatischen zweiten Cuprunde gegen Schaffhausen in der 122. Minute mit seinem 3:2 ins Glück.
Ein eleganter Fussballer mit Hang zum Nervenkitzel – das erinnert an Kasim Nuhu. Der aktuell bei Hoffenheim engagierte Ghanaer hat bei YB seine Karriere mit einer super Saison so richtig lanciert – und vor einem Jahr ein kurioses Slapstick-Eigentor im Playoff zur Champions League erzielt.
Heuer hat es YB in die Königsklasse geschafft – und dort gerät der grosse Abend für Camara also zur grossen Lektion. «Ich durfte ihn aufstellen, es war kein Müssen», sagt Trainer Seoane später und spricht seinem Schützling ein Kompliment aus. Noch hat Ali, der Fussballer, nicht ganz die Gewichtsklasse seiner Gegenspieler vom Mittwoch. Aber sein Weg wird spannend zu verfolgen sein. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/11984221
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shalako
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Verfasst: Samstag 22. September 2018, 20:58 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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22.09.2018  Zitat: Spass bei der Doping-Kontrolle mit Pogba
von E. Tedesco, Bern - YB muss im ersten Champions-League-Spiel Lehrgeld bezahlen und beklagt fehlendes Glück. Passt das Adjektiv schade im Rückblick?
In der Bundesliga wäre wohl das inzwischen berühmt-berüchtigte offizielle VAR-Handzeichen zu sehen gewesen. Weil die Uefa den Video Assistent Referee in der Champions League noch nicht eingeführt hat, war Deniz Aytekin am Mittwoch in Bern – also bis auf seine fünf Assistenten – auf sich gestellt. Es ist müssig, darüber nachzudenken, was passiert wäre, wenn der deutsche Unparteiische in der 43. Minute bei einem vermeintlichen Handspiel Von Kevin Mbabu genauer hingesehen und nicht auf den Punkt gezeigt hätte.
Der Konjunktiv im Sport bedeutet aber meist nichts Gutes. Auch nicht für YB im ersten Gruppenspiel in der Königsklasse der Vereinsgeschichte. Nach einer überzeugenden Leistung gegen die Millionen-Truppe von Manchester United blieb nach der 0:3-Niederlage ein bitterer Nachgeschmack. Würde man den ersten Champions-League-Abend in der Bundeshauptstadt in einem Satz zusammenfassen, müsste man irgendwie das Adjektiv bitter verwenden. Oder?
«Fussball kann manchmal hart sein», sagt Captain Steve von Bergen. «Das haben wir nach der ersten Halbzeit wieder einmal erlebt. Du sitzt in der Kabine und denkst, dass wir fast alles richtig gemacht haben. Trotzdem lagen wir durch ein tolles Tor von Paul Pogba und einen sehr harten Elfmeter 0:2 zurück. Aber so ist das im Fussball. Auf diesem Niveau muss man perfekt sein. Wir waren aber nur gut.»
Christian Fassnacht, der nach einer halben Stunde eine gute Chance vertändelte: «Man muss auch sehen, dass uns mit Manchester United eine Weltklasse-Mannschaft gegenübergestanden hat. Sie haben eine halbe Chance und machen daraus ein Tor, wir nicht.»
Pogba ist zu müde zum Reden
Es ist fast Mitternacht. Von Bergen, Djibril Sow, Goalie David von Ballmoos, Loris Benito und Guillaume Hoarau geben die letzten Interviews. Andere Spieler waren schon beim Essen in der Spieler-Lounge, andere wiederum sassen immer noch bei der Doping-Kontrolle fest. Zum Beispiel Kevin Mbabu. Der Neo-Nationalspieler flog den englischen Verteidigern im rechten Couloir so schnell um die Ohren, dass die Doping-Kontrolleure der Uefa wohl auf Nummer sicher gehen wollten. Das gleiche Los ereilte Pogba. Es gibt Schlimmeres, als die Zeit bei der unbeliebten Pinkelkontrolle zusammen mit einem Weltmeister zu verbringen.
Plötzlich unterbrach Hoarau seine Interviews und schloss sich Mbabu und Pogba an. Haben die drei Party gemacht im Doping-Zimmer? «Nein, nein. Wir haben uns ganz in Ruhe ausgetauscht und über das Spiel diskutiert. Ausserdem haben wir ihm zur Weltmeisterschaft gratuliert und er uns zum Meistertitel.»
Noch während Hoarau sprach, lief der Superstar hinter dem YB-Stürmer durch. Aber nicht ohne noch einmal stehen zu bleiben und seinen Landsmann zu umarmen. «Willst du etwas auf Deutsch sagen?» fragte er Pogba, in Anspielung darauf, dass er in Bern bei Interviews immer gebeten werde, in deutscher Sprache (was er sehr gut kann) zu sprechen. Der ManU-Captain lehnte lachend ab und überliess das Feld den Schweizern. https://www.20min.ch/championsleague/st ... a-10200036
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shalako
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Verfasst: Samstag 22. September 2018, 20:59 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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22.09.2018  Zitat: «Das ist kein Elfmeter»
Schiedsrichterexperte Urs Meier erklärt, wieso Kevin Mbabu gegen Manchester United kein absichtliches Hands begeht und der Elfmeter gegen YB darum falsch ist.
Es ist der Moment am Mittwochabend, der im Stade de Suisse alle mit gelb-schwarzem Herzen entsetzt. Dieser Moment, als Schiedsrichter Deniz Aytekin pfeift und am Fuss der Berner Fankurve auf den Elfmeterpunkt zeigt. Aytekin will gesehen haben, dass Kevin Mbabu den Flankenball von Luke Shaw absichtlich mit der Hand abgewehrt hat.
«Das ist kein Elfmeter», sagt am Morgen danach Urs Meier. Der 59-Jährige war einst Schiedsrichter von Weltniveau, einer, wie ihn die Schweiz nach ihm nur noch in Massimo Busacca hatte. Meier pfiff unter anderem 2002 den Final der Champions League und den Halbfinal an der WM zwischen Deutschland und Südkorea.
Die entscheidenden Fragen
Und wieso ist das kein strafbares Hands von Mbabu, Urs Meier? Zur Erklärung beruft er sich auf Regel 12 des Regelbuchs der Fifa. «Hands ist, wenn die Hand zum Ball geht, wenn ein Spieler eine unnatürliche Bewegung macht. Dabei stellt sich für den Schiedsrichter die Frage: Ist es Absicht oder nicht? Und die Distanz ist ein entscheidender Faktor: Hat ein Spieler überhaupt die Möglichkeit, mit der Hand dem Ball auszuweichen?»
Das sind für Meier die entscheidenden Parameter, die ein Schiedsrichter berücksichtigen muss, wenn er vor der Frage steht: Hands oder nicht? Penalty oder nicht?
Die Handsregel sorgt immer für Diskussionen
«Bei Mbabu ist es kein Hands, weil die Voraussetzungen nicht gegeben sind», sagt Meier, heute fürs ZDF und den Teleclub im Einsatz. «Es liegt keine Absicht vor. Das erkennt man daran, dass der Arm wegschwingt, als er vom Ball berührt wird. Und der Arm schwingt weg, weil keine Spannung drin ist, keine Kraft, um den Ball aufzuhalten. Und noch eines: Die Distanz zum Gegner ist so kurz, dass Mbabu gar keine Zeit mehr hat, den Arm wegzunehmen.»
Die Handsregel, genauer ihre Auslegung, sorgt immer wieder für Diskussionen, jedes Wochenende in jeder Liga. Meier hat schon früher, als Chef der Schweizer Spitzenschiedsrichter, immer betont, wie wichtig das Fussballverständnis für einen Schiedsrichter sei, um die richtigen Entscheide zu treffen – «dieses Verständnis, um beurteilen zu können, was eine natürliche Bewegung ist und was nicht, was Absicht und was nicht», sagt er.
Und auch darum kommt er bei Mbabu zum Urteil: «Wenn einer weiss, wie es im Fussball läuft, gibt er in dieser Situation keinen Elfmeter.» Aytekin aber offeriert Manchester United die Chance, das 2:0 zu erzielen. Und Paul Pogba nimmt das Geschenk dankend an. Nach 44 Minuten ist der Match entschieden.
«Die Regel ist klar»
Meier weiss, dass immer da grosse Diskussionen aufkommen, wo es einen Interpretationsspielraum gibt, «und beim Hands sind diese Diskussionen unglaublich», sagt er, «wenn wir früher in der Schweiz mit zehn Trainern arbeiteten, hatten sie fünfzehn unterschiedliche Meinungen. Und wieso? Weil sie zum Teil nicht wissen, was in den Regeln steht.»
Geht der Ball zur Hand? Oder die Hand zum Ball? Meier wird nicht müde, diese Kernfrage zu wiederholen. Darum ist für ihn die Handsspielregel kein Buch mit sieben Siegeln, er sagt: «Sie ist klar. Wenn man sie richtig auslegt, ist sie klar. Hands ist kein schwieriges Thema, wenn man sich an diese Regel hält.» https://www.20min.ch/championsleague/st ... --27976930
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