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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 24. August 2017, 00:10 
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YB steht im Regen – und trauert dem Hinspiel nach

Nach der klaren Niederlage gegen ZSKA Moskau war man sich im YB-Lager einig: Die Russen haben sich das Weiterkommen verdient. Sportchef Christoph Spycher äusserte sich zudem zum Stand der Dinge betreffend Yoric Ravet.

Man kann es nicht schönreden: YB war nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel zu jeder Zeit weit davon entfernt, den Rückstand in Moskau aufzuholen. Am Ende muss man sogar sagen, dass die Berner in der russischen Hauptstadt kalt geduscht wurden – und das nicht nur wettertechnisch.

Nach dem Spiel suchten sowohl die Spieler als auch der Trainer keine Ausreden. Zu deutlich fiel das Verdikt am Ende aus.

- Adi Hütter: «ZSKA hat es verdient, speziell nachdem, was sie heute gezeigt haben. Wir wollten aktiv sein, sind aber gar nicht ins Spiel gekommen. Im Heimspiel waren wir die bessere Mannschaft, haben aber kein Tor erzielt.»
- David von Ballmoos: «Es ist sehr bitter. Wir sind mit grossen Zielen nach Moskau gekommen. Aber wir konnten kein perfektes Spiel abliefern, deshalb hat es verdient nicht gereicht.»
- Steve von Bergen: «Wir wollten von Beginn weg pressen, aber ZSKA hat das auch geplant und sie haben das perfekt gemacht. Es war eine andere Mannschaft als im Hinspiel. Sie waren körperlich präsent, waren auf zweite Bälle da, waren technisch stark. Jetzt ist es so, daraus müssen wir lernen.»

Auch Sportchef Christoph Spycher sprach vom «perfekten Spiel, das wir gebraucht hätten, aber nicht zeigen konnten.» Einen kurzen Moment habe er schon mit der unglücklichen Niederlage im Hinspiel gehadert, doch habe man dazu eigentlich gar keine Zeit, schliesslich gehe am Sonntag bereits die Meisterschaft weiter.

Zum möglichen Wechsel von Yoric Ravet in die Bundesliga wollte Spycher keine Auskunft geben. Nur so viel: «Wir stehen mit dem SC Freiburg in Gesprächen. Wenn das definitiv wird und wenn es überhaupt definitiv wird, werden wir das kommunizieren.»


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... spiel-nach

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 24. August 2017, 08:29 
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«Das 0:1 warf unseren Plan über den Haufen»

«Wir haben uns den Start anders vorgestellt», sagt der Goalie der Young Boys, David von Ballmoos, nach der 0:2-Niederlage in Moskau. YB freut sich jetzt auf die Europa League.

Die völlige Enttäuschung steht den YB-Spielern nicht ins Gesicht geschrieben, als sie das ZSKA-Stadion verlassen. Das Ausscheiden in den Playoffs der Champions League wird realistisch eingestuft.

Es war ja nicht so, dass die Mannschaft oder der Trainer der Young Boys vor dem Rückspiel in Moskau grosse Töne gespuckt hätten. Oder dass sie sich allzu vollmundig zu den Chancen auf den erstmaligen Vorstoss in die Gruppenphase geäussert hätten. Das würde nicht zum Image der Berner passen.

Entsprechend wirkten die Spieler und der Staff nach der 0:2-Niederlage gegen den nun elffachen Champions-League-Teilnehmer ZSKA Moskau einigermassen gefasst. «Wir haben uns vor allem den Start anders vorgestellt», sagte Goalie David von Ballmoos, der schon nach 18 Sekunden erstmals geprüft worden war. Bis kurz vor der Pause sei alles gut aufgegangen. «Das 0:1 warf dann den ganzen Plan über den Haufen.»

Aber – und das ist dem jungen Emmentaler Keeper hoch anzurechnen – er beurteilte den Auftritt seines Teams korrekt. «Wir haben nicht das perfekte Spiel abgeliefert. Deshalb hat es verdientermassen nicht gereicht.» Einzig mit dem allzu deutlichen Gesamtskore von 0:3 aus Sicht der Young Boys mochte sich David von Ballmoos nicht abfinden. «Über zwei Spiele betrachtet war das zu klar.»

Spychers Vorfreude auf die Europa League

Sportchef Christoph Spycher nahm nach der «Verbannung» in die Gruppenphase der Europa League («die Trauben hingen zu hoch») die Mannschaft in die Pflicht. «Auf dem Niveau, das wir heute von vielen ZSKA-Spielern geboten bekamen, wollen unsere Spieler auch spielen. Es ist gut, dass sie sahen, was man verbessern muss, um ebenfalls dieses Level zu erreichen.»

Jammern wollten weder Spieler noch der Sportchef. Lange Zeit zum Trübsal blasen hätten sie ohnehin nicht, es folgte der Hinweis auf das wichtige Auswärtsspiel vom Sonntag in St. Gallen. «Wir freuen uns über die Gruppenphase und die weiterhin hohe Belastung, die ja zum Glück weitergeht.» Auch vonseiten der Akteure tönte es unisono so: «Wir freuen uns trotzdem auf die Europa League.»

Bald ohne Ravet?

Ob Yoric Ravet noch dabei sein wird, wenn YB am 14. September das erste Gruppenspiel bestreitet, ist höchst unwahrscheinlich. Der Wechsel des bald 28-jährigen Franzosen zu Bundesligist Freiburg für kolportierte 4,5 Millionen Franken Ablöse steht bevor. «Wir befinden uns in Gesprächen, das ist hinlänglich bekannt», so Sportchef Spycher. Aber bei YB beteuerten sie am Mittwoch in Moskau, dass noch kein Vertrag unterschrieben sei. Spycher: «Wenn es denn definitiv wird, werden wir es kommunizieren.»


https://www.derbund.ch/sport/fussball/D ... y/16701006

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 24. August 2017, 08:31 
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YB bleibt die Europa League

Diesmal ist YB chancenlos. Ein starkes ZSKA Moskau setzt sich im Rückspiel der Champions-League-Playoffs gegen die Young Boys 2:0 durch. Damit spielt YB im Herbst in der Europa League.

Vielleicht würde alles anders kommen, wenn Miralem Sulejmani in der 55. Minute bei der ersten und einzigen guten YB-Torchance reüssiert und das 1:1 erzielt. Der feinfüssige Serbe aber scheitert am hervorragend reagierenden Torhüter Igor Akinfejew.

Und kurz darauf entscheidet Techniker Alan Dsagojew das Rückspiel der Champions-League-Playoffs mit dem 2:0 bereits. ZSKA Moskau ist gegen die ungenügenden, überforderten Young Boys das klar bessere Team und zieht dank einer ausgezeichneten Leistung verdient in die Gruppenphase der Königsklasse ein.

Viele ZSKA-Chancen

Es hatte kurz vor dem Spiel heftig geregnet in Moskau inklusive Wolkenbruch, dunklem Himmel, Wassermassen. Und heftig durchgeschüttelt wurde auch YB. Bereits nach zwanzig Sekunden kam der überragende Vitinho zu einer tollen Chance für ZSKA, aber der Stürmer scheiterte am Berner Goalie David von Ballmoos – wie mehrere Mitspieler in den nächsten Minuten.

Die Young Boys agierten fahrig, nervös, unsicher und mit vielen Abspielfehlern. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Moskau das 1:0 erzielen würde.

Der Favorit aus Russland hatte seine Vorzüge wie den schnellen Kombinationsfussball, das beeindruckende Durchsetzungsvermögen und das trickreiche, variable Angriffsspiel in Bern noch grosszügig versteckt. Die Young Boys litten vor 17 000 Zuschauern, sie wackelten, aber sie fielen vorerst nicht.

Und wenn sie einmal in die Nähe des ZSKA-Strafraums kamen, agierten sie kompliziert. Etwa bei den Eckbällen, die erneut völlig wirkungslos blieben. Keine zehn Sekunden nach einem harmlosen YB-Corner verpasste Aleksandar Golowin im Anschluss an einen Hochgeschwindigkeitskonter das Führungstor erneut nur knapp.

Nuhu wieder unglücklich

Die erste Halbzeit jedenfalls verlief genau gleich wie die zweite Hälfte im Hinspiel: stürmische, überlegene Gastgeber, zögerliche, defensive Gäste. Aber wie acht Tage zuvor im Stade de ­Suisse überstand die unterlegene Mannschaft den Sturmlauf irgendwie unbeschadet.

Dank eines starken Torhüters, fehlender Präzision der gegnerischen Schützen, reichlich Glück. Einen Kasim-Nuhu-Moment jedoch offerierte Moskau nicht, einen dreckigen Treffer wie beispielsweise ein kurioses Eigentor hätte YB ganz gerne als Präsent in die Kabine mitgenommen.

Immerhin: Ein 0:0 zur Pause hätte den Young Boys alle Möglichkeiten offengelassen. «Wir haben 90 Minuten Zeit, um ein Tor zu schiessen», hatte Adi Hütter vor der Begegnung gesagt. Der YB-Trainer aber war davon ausgegangen, dass seine Mannschaft ohnehin zwei Treffer ­würde erzielen müssen, um die Champions League zu erreichen. Und diese Vorhersage erwies sich als richtig.

Denn es war Kasim Nuhu, der einen Kasim-Nuhu-Moment präsentierte. Eine Flanke köpfelte der junge Innenverteidiger ungenügend nach hinten an den zweiten Pfosten. Dort stand Georgi Schennikow völlig unbewacht, weil Kevin Mbabu seine Position verlassen hatte. Der Russe tunnelte David von Ballmoos aus naher Distanz.

Auslosung am Freitag

Die Young Boys sind nur in der kurzen Phase nach der Pause bis zu Sulejmanis Möglichkeit zu einer Reaktion fähig. Von zwei Toren und einer Wende zum Wunder sind sie sehr weit entfernt.

Zu fehlerhaft und zu leichtgewichtig präsentieren sie sich in Moskau, es fehlt die Klasse, um ZSKA an diesem Abend ernsthaft zu gefährden. Damit geht die Europacup-Kampagne für YB wie letztes Jahr in der Europa League weiter, am Freitagmittag werden die Gegner der Gruppenphase in Monaco ausgelost.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/19541280

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 24. August 2017, 08:32 
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Das Scheitern hat zwei Seiten

Die Champions League ist für die Young Boys vom Tisch. Das muss nicht unbedingt schlecht sein.

Die Young Boys haben eine grosse Chance verpasst. Erst zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte konnten sie sich vor drei Wochen für die Playoffs der Champions League, für das Vorzimmer der Königsklasse qualifizieren. Und hatten Losglück: ZSKA Moskau mag in der Champions League Stammgast und in Russland ein Spitzenclub sein. Doch im Feld der Topteams mit Liverpool, Napoli oder dem FC Sevilla war der Armeeclub sportlich die niedrigste Hürde.

Das zeigte insofern auch das Hinspiel vor einer Woche, als YB mehr als nur mitzuhalten vermochte, das Spiel bestimmte – und wegen eines unfassbaren Eigentors von Verteidiger Kasim Nuhu trotzdem mit 0:1 verlor. Die Vorzeichen fürs Rückspiel standen also schlecht, eine Korrektur ist gestern an einem stürmischen Abend in der Moskauer WEB-Arena nicht mehr geglückt.

Das ist zunächst einmal eine grosse Enttäuschung für YB. Die erste Qualifikation für die Champions League in der Clubgeschichte wäre nicht nur von historischer Dimension gewesen, die Einnahmen von bis zu 25 Millionen Franken nicht nur ein höchst willkommener Zustupf. Die Duelle mit den Besten des Kontinents hätten die Young Boys auch sportlich weitergebracht. In der Europa League, wo YB nun gar in Lostopf 2 firmiert, darf man das zumindest anzweifeln.

Jede Medaille hat ja ihre Kehrseite. Und auch jeder Rückschlag kann eine Chance sein. Vielleicht wird man sich im nächsten Frühling an diesen Abend im August erinnern und sagen: Das Scheitern in der Königsklasse machte Kräfte frei für einen Titelgewinn. Es wird den Bernern bestimmt leichterfallen, sich auf das Pflichtprogramm in der Liga zu konzentrieren, wenn unter der Woche nicht Real Madrid, Paris-SG oder Barcelona für einen Hype sorgen. Und vor allem kommt es der Kaderplanung von Christoph Spycher womöglich entgegen, wenn die Spieler nicht von Scouts aus der ganzen Welt beäugt werden. Das Scheinwerferlicht ist jetzt halt fürs Erste etwas weniger grell.


https://www.derbund.ch/sport/fussball/D ... y/31693883

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 24. August 2017, 08:33 
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Der Traum von den Sternen platzt

YB bleibt im Rückspiel gegen ZSKA Moskau ohne Chancen und ohne Tore, verliert 0:2 und verpasst die Champions League. Für die Berner geht es im September in der Europa League weiter.

Als die Hoffnungen der Young Boys auf Stufe Fussballwunder gesunken waren, weinte auch der Moskauer Nachthimmel mit. Bereits vor der Partie war ein heftiges Gewitter über der russischen Metropole niedergegangen und irgendwann in der zweiten Halbzeit des Playoff-Rückspiels gegen ZSKA schaltete das Wetter noch einmal von Sprühauf Starkregen. Kurz zuvor hatte YB das 0:2 kassiert, es war das Ende der Champions-League-Träume der Berner, die zu diesem Zeitpunkt noch ganze drei Tore für ein Weiterkommen hätten erzielen müssen.

Begonnen hatte die Veranstaltung in der mit 17'000 Zuschauern etwas mehr als halb gefüllten WEB-Arena mit viel Tempo. Achtung, fertig, ZSKA – bereits nach 20 Sekunden hätten die Berner Hoffnungen einen argen Dämpfer erleiden können. YB war nach dem Anstoss noch kaum sortiert, Vitinho tauchte alleine vor dem Berner Keeper David von Ballmoos auf, der gekonnt parierte.

Auf der anderen Seite hätte keine zwei Minuten später bereits ein wertvolles Auswärtstor für die Young Boys fallen können: Ravet – der Franzose bestritt sein möglicherweise letztes Spiel für YB, sein Wechsel zu Freiburg wird immer konkreter – flankte nach einem Konter fein auf Assalé. Doch mehr als einen harmlosen Flachschuss brachte der Ivorer nicht aufs Tor. Es war irgendwie symptomatisch für den Auftritt von YB; früh schien klar, dass es den Bernern an diesem Abend an Biss fehlte und die Russen ihren verhaltenen Auftritt aus dem Hinspiel unbedingt korrigieren wollten. Die Equipe von Viktor Gontscharenko war kaum wiederzuerkennen und hatte bereits nach wenigen Minuten schon mehr Torschüsse auf dem Konto als nach dem gesamten Hinspiel.

Ein zahmes Berner Aufbäumen

Der ZSKA-Angriffssturm war mit dem Moskauer Dauerregen eine ungesunde Kombination für die Young Boys. Sie fanden nur selten Raum und Zeit vor, selber mal einen Versuch in Richtung von ZSKA-Goalie Igor Akinfejew zu starten. Jener von Sulejmani war so einer, gut setzte sich der Serbe auf der rechten Seite durch, wartete aber so lange, bis der Winkel zu spitz war. Auf der anderen Seite hatte es Von Ballmoos zwar in erster Linie mit Schüssen aus der zweiten Reihe zu tun, ab und an brachen die beiden wendigen, aktiven ZSKA-Stürmer Schalow und Vitinho aber fast bis aufs Tor durch. Beinahe schien es, als könne YB die erste Halbzeit immerhin unter «nichts passiert» verbuchen. Bis Nuhu in der 45. Minute eine Flanke von Fernandes unglücklich per Kopf direkt zu Schennikow verlängerte, der ohne Mühe zur Führung traf – Aussenverteidiger Mbabu war etwas weit weg von seinem Zuständigkeitsbereich unterwegs.

Nun war klar, dass der Abend nicht mit einer Verlängerung enden würde und es war ebenso klar, dass YB für ein Weiterkommen ab sofort zwei Tore brauchen würde. Die Chancen dafür blieben aber weiterhin überschaubar. Sulejmani scheiterte kurz nach dem Seitenwechsel nach starker Ballannahme aus spitzem Winkel am erneut glänzend aufgelegten Goalie Akinfejew. Und lange hielt es nicht auf sich mit dem Berner Aufbäumen. Zehn Minuten später passte Vitinho flach zur Mitte, wo abermals Nuhu übermotiviert den Ball verfehlte und diesmal Dzagojew profitierte. YB-Trainer Hütter brachte nach dem 2:0 in einem Versuch, seine geknickte Mannschaft noch einmal zu formieren, Lotomba und Fassnacht ins Spiel – der Effekt in der Offensive blieb aus.

Und so platzte der Traum von der Champions League endgültig, es war wie schon bei den Playoffs 2010 gegen Tottenham (auch damals im Dauerregen) und 2016 in Gladbach ein enttäuschender Ausflug für die etwa 100 YB-Fans im Stadion und eine Enttäuschung für Tausende zu Hause vor dem TV. Den Young Boys bleibt als Trostpflaster ja die Europa League, das war schon seit dem Erfolg über Dynamo Kiew klar. Und vielleicht ist die Enttäuschung bei den Young Boys bis Freitagmittag etwas verflogen. Dann nämlich findet in Monaco die Auslosung der Europa-League-Gruppen statt. Auch dort kann das Los für YB durchaus attraktive Gegner bereithalten – etwa Arsenal, Nizza oder AC Milan.


«Die Leistung war nicht gut genug»

Christoph Spycher ist nach dem Scheitern enttäuscht, fordert von den Spielern aber sofort den Blick nach vorne.

Es waren rückblickend nicht die «zwei perfekten Spiele» gewesen, die sich Christoph Spycher erhofft hatte, um den grossen Traum von der Champions League wahr machen zu können. Im Hinspiel in Bern habe bis auf das Resultat alles gestimmt, «heute aber war es nicht das perfekte Spiel von uns», sagte der YB-Sportchef nach dem 0:2 und Scheitern. Enttäuscht vom Auftritt seiner Mannschaft war er nicht, er sprach von einer Leistung, die «okay» gewesen sei, «aber nicht gut genug».

Weiter geht es für die Berner deshalb Mitte September in der Europa League – wie schon letzte Saison. «Es ist wichtig, dass wir dort dabei sind», sagte Spycher, auch wenn es nach dem Verpassen der Königsklasse vielleicht einige Tage brauchen werde, bis man sich auf diese neue Herausforderung freuen könne. Vorher müsse YB nun den Fokus auf die Super League richten, weil man dort in dieser Saison konstanter sein wolle. Und deshalb sei schon das nächste Spiel am Sonntag in St. Gallen wieder von grosser Bedeutung.

Steve von Bergen sprach davon, dass das Niveau, welches ZSKA Moskau ausgespielt habe, zu hoch gewesen sei. «Von solchen Spielen können unsere Jungen aber lernen», fand der YB-Captain einen positiven Aspekt des sonst enttäuschenden Abends. «Wir wollten anfänglich pressen, doch das tat der Gegner auch, und er hat es besser gemacht», sagte der Abwehrchef. Als man dann gehofft habe, trotzdem mit einem 0:0 in die Pause zu kommen, sei dieses Gegentor gefallen. Später habe dann bei Sulejmanis Chance auch das nötige Glück gefehlt.


https://www.derbund.ch/sport/fussball/D ... y/29055484

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 24. August 2017, 08:35 
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Das meint BLICK zum YB-Out

Das ist gut für die Meisterschaft!

Das Rückspiel in den Champions-League-Playoffs hat schonungslos gezeigt, dass YB kein Team für die Königsklasse ist, schreibt Fussball-Reporter Alain Kunz in seinem Kommentar.

YB hats nicht geschafft. Wie erwartet, werden nun alle sagen, die es dann besser wissen, wenn die Schlachten geschlagen sind.

Aber ich muss zugeben: Mein Optimismus, YB zum Favoriten in der Konfrontation mit dem Armeeklub gemacht zu haben, war etwas weit hergeholt. Das hat das Rückspiel schonungslos an den Tag gebracht.

YB ist kein Team für die Champions League. Das mag man in Bern bedauern und den 25 Millionen Krokodilstränen nachweinen. Denn nun gibts halt nur sechs bis acht Millionen.

Schade für YB. Aber nicht für die Meisterschaft. Für die ist es gut! YB spielt nun in der Europa League. Und nicht in der gehypten Champions League. Ist doch vom physischen Aufwand her dasselbe, befleissigt man sich in Bern zu sagen.

Ist es nicht! Denn die Europa League haut in Bern niemanden mehr aus den Schuhen. Die Champions League hätte es getan. Die Bundes-Hauptstadt wäre aus dem Häuschen gewesen. Die Spieler hätten nicht gewusst, wo ihnen der Kopf steht.

So aber ist man im gewohnten Europa-Umfeld, zum fünften Mal. Und kann gleichzeitig national den grossen Coup gegen Basel ins Auge fassen.

Klappt es mit dem Meistertitel, kann man die Champions League ins Visier nehmen. Denn dann wartet in der Quali kein ZSKA Moskau mehr.


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 95319.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 24. August 2017, 08:36 
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YB-Noten: Überfordert in Moskau

Die Young Boys agieren bei der 0:2-Niederlage gegen ZSKA fehlerhaft, harmlos, leichtgewichtig.

David von Ballmoos: Note 5,5
Mit einer überragenden Leistung. Verhinderte mehrmals mit starken Interventionen ein Gegentor. Beim 1:0 wird er getunnelt, Georgi Schennikow kam aus wenigen Metern zum Abschluss. Auch beim 2:0 chancenlos.

Kevin Mbabu: Note 3,5
Hatte in der Defensive einige Mühe, gefiel aber nach vorne mit flotten Aktionen, die wenig einbrachten. Vor dem 1:0 Moskaus hatte er seine Position verlassen und war ins Zentrum gelaufen. Das war ein Fehler.

Steve von Bergen: Note 4,5
Der beste YB-Defensivspieler. Bereinigte einige Situation sehr gut, aber war auch nicht immer sattelfest. Der Captain versuchte immer wieder, seine nervösen Mitspieler zu beruhigen.

Kasim Nuhu: Note 2,5
In den Zweikämpfen oft gewohnt resolut. Am Ball regelmässig mit falschen Entscheidungen. Beim 1:0 mit einer unglücklichen Kopfballaktion. Beim 2:0 lässt er sich von Alan Dsagojew ausspielen.

Loris Benito: Note 3
Wurde mehrmals überlaufen, fand schwer in die Begegnung, leichte Ballverluste. Der Linksverteidiger erlebte einen schwierigen Abend in Moskau.

Yoric Ravet: Note 4
Wenn er am Ball war, hatte der Franzose meistens eine gute Idee. Verzweifelt manchmal fast, weil seine Teamkollegen wie Assalé ihn mehrmals übersahen.

Sékou Sanogo: Note 3,5
Unauffällig, nicht mit jener Dominanz, die ihn oft auszeichnet. In der Vorwärtsbewegung selten überzeugend, immerhin einmal mit starkem Pass vor Sulejmanis Grosschance. Konzentrierte sich auf die defensiven Pflichten.

Leonardo Bertone: Note 4
Weitaus aktiver als Nebenmann Sanogo im zentralen Aufbau. Schoss wie im Hinspiel mehrmals aufs Tor, aber es fehlte dabei erneut an Präzision.

Miralem Sulejmani: Note 4,5
Bewies seine Klasse einige Male, doch die YB-Stürmer gingen meistens nicht auf die Ideen des Serben ein. Vergab die einzige Chance der Young Boys nach der Pause nach toller Aktion knapp.

Jean-Pierre Nsamé: Note 2,5
Vor der Pause kaum am Ball, stiess an seine Grenzen, setzte sich nicht durch, blieb blass. Der Sprung von der Challenge League mit Servette letzte Saison an die Vortüre der Champions League war für den Stürmer viel zu gross.

Roger Assalé: Note 3
Wie immer wirblig, manchmal zu wirblig. Viel unterwegs, in einigen Szenen mit fehlender Übersicht. Auch Assalé war überfordert.

Jordan Lotomba: Note 3,5
73. Minute für Benito. In der relativ ruhigen Schlussphase fiel der Youngster weder auf noch ab.

Christian Fassnacht: Note 3,5
73. Minute für Ravet. Fügte sich ziemlich gut ein, aber auch ihm gelang nach vorne wenig.

Jean-Pierre Nsamé: ohne Note
85. Minute für Assalé.

Noten: 6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/15262267

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 24. August 2017, 08:37 
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Hütter: «Der Gegner war zu stark»

Die Young Boys gehen mit dem deutlichen Scheitern in der Champions League gegen ZSKA Moskau realistisch und nüchtern um. Am Freitag erfahren sie ihre Gegner in der Europa-League-Gruppenphase im Herbst.

Was wäre das für eine Gruppe gewesen: Real Madrid, Paris Saint-Germain, Liverpool! Cristiano Ronaldo, Neymar, Philippe Coutinho! Theoretisch hätte YB heute Abend an der Auslosung in Monaco in diese Champions-League-Gruppe gezogen werden können. Der Traum von der Königsklasse aber zerplatzte für die Young Boys am Mittwoch in Moskau mit der 0:2-Niederlage gegen ZSKA äusserst unsanft.

YB musste leiden

Die Berner Protagonisten äussern sich nach dem Ausscheiden in den Playoffs realistisch. «ZSKA hat heute sehr, sehr stark gespielt und uns richtig weh getan», sagt Captain Steve von Bergen. «Der Gegner war körperlich präsent, spielfreudig, überlegen.» Und Torhüter David von Ballmoos, der eine Kanterniederlage verhinderte, meint: «Es war ein schwieriges Spiel für uns, wir mussten untendurch. Leider konnten wir nicht mit einem 0:0 in die Pause gehen.»

Auch Christoph Spycher analysiert das Geschehen nüchtern. «Man hat heute die Klasse von ZSKA Moskau gesehen. Und uns gelang leider keine perfekte Leistung, das ist schade», sagt der Sportchef.

Das junge YB-Team dürfte aber auch zufrieden sein mit dem Erreichen der Europa League. «Und am Sonntag geht es gleich in St. Gallen weiter. Wir wollen in der Liga vorne dranbleiben», sagt Spycher. Den wenige Stunden vor dem gestrigen Spiel vom «Blick» als perfekt gemeldeten Transfer Yoric Ravets zum SC Freiburg dementiert Spycher: «Es hat sich nichts geändert. Ein Wechsel ist möglich, aber es sind noch nicht alle Details geklärt.»

Arsenal, Köln, Atalanta

Flügelspieler Ravet war in Moskau noch einer der besseren Akteure der Young Boys. «Aber der Gegner war zu stark, ZSKA hat sich verdient durchgesetzt», sagt Trainer Adi Hütter. «Das ist eine richtig gute Mannschaft mit hervorragenden Einzelspielern.»

Und so wartet YB nun auf die Auslosung der Europa League am Freitagmittag. Der Berner Klub liegt in Topf 2. Auch im kleinen kontinentalen Klubwettbewerb ist eine attraktive Gruppe möglich. Beispielsweise mit Arsenal, Köln und Atalanta Bergamo.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/16227880

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