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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 20:51 |
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14.09.2016  Zitat: Bickel-Nachfolge: Paul Meiers Verbindung zu Siegenthaler
Nach der Entlassung von YB-Sportchef Fredy Bickel wird eifrig über dessen Nachfolger spekuliert. Was bedeutet Paul Meiers Verbindung zu Urs Siegenthaler?
Fredy Bickel hatte in den letzten Wochen geahnt, dass seine Zeit bei YB bald zu Ende gehen dürfte. Er hatte gespürt, dass er den Rückhalt im Verwaltungsrat nicht mehr geniesst, nachdem Urs Siegenthaler dort Ende Mai Einsitz genommen hatte. Diese Zeitung erwähnte die Dissonanzen der beiden mehrmals.
Am Dienstagmorgen wurde Bickel von Vertretern des Verwaltungsrats vor vollendete Tatsachen gestellt, er erhielt gleich eine Art Stadionverbot und wird sich erst nach dem YB-Spiel am Donnerstag in der Europa League gegen Piräus von den Spielern verabschieden können. Vermutlich am Wochenende.
Es waren am Dienstag schwierige Momente für einige Angestellte im Betrieb, Bickel hat viele Freunde im Klub, auch Spieler reagierten betroffen. Letztlich aber sind das Profis, und öffentlich darf und will sich ohnehin keiner zum spektakulären Umsturz äussern.
Bickel und Siegenthaler sprachen nur einmal (!) länger zusammen in den letzten bald vier Monaten. Und obwohl der Sportchef Fehler gemacht und zu viel Geld ausgegeben hat, so spricht die sportliche Bilanz zumindest nicht gegen ihn. YB steht auf Rang 2, hat die Europa League erreicht und ist im Cup vertreten. Zudem wurden im August fast 10 Millionen Franken verdient durch die Teilnahme an der Europa League sowie den Verkauf von Verteidiger Florent Hadergjonaj zu Ingolstadt.
Bickel arbeitete zuweilen eigenmächtig, auch das wurde ihm vorgeworfen. Nun soll die sportliche Führung nicht mehr nur auf einen Mann ausgerichtet werden. Am Dienstag wurden viele Namen herumgeboten als Nachfolger. Thuns Andres Gerber aber wechselt nicht zu den Young Boys, YB-Talentmanager Christoph Spycher ist auch (noch) keine Möglichkeit.
Von den vielen externen Kandidaten wurde Peter Knäbel, der frühere Technische Direktor des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV), am meisten genannt. Allerdings wäre er nach seiner Entlassung im Mai beim Hamburger SV sofort verfügbar, deshalb kann er es eigentlich nicht sein, weil der neue Sportliche YB-Leiter ja erst im Oktober oder November beginnen kann. Zudem gilt Peter Knäbel auch als enorm machtbewusst.
Urs Siegenthaler wäre 2010 ebenfalls beinahe HSV-Sportchef geworden. Doch er erhielt vom Deutschen Fussballbund, wo er als Berater des Nationaltrainers Joachim Löw angestellt ist, am Ende doch keine Freigabe für ein Doppelmandat. Siegenthaler hatte damals in Hamburg bereits einiges aufgegleist – und unter anderem den Schweizer Paul Meier als Nachwuchskoordinator installiert. Der 63-jährige Meier arbeitet heute beim SFV im Nachwuchsbereich, gilt als enger Vertrauter von Siegenthaler – und könnte Sportlicher Leiter bei YB werden. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/12878164
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 20:55 |
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14.09.2016  Zitat: Fünf Fragen zum YB-Umsturz
Wer wird Bickels Nachfolger?
Fredy Bickel und YB gehen getrennte Wege. Wer übernimmt nun bei den Bernern? Erste Antworten.
YB schreibt in seinem Communiqué: «Der neue Leiter Sport ist bestimmt und wird im Verlauf des Oktobers bekannt gegeben.» Wer ist es? Die naheliegendste Lösung: Urs Siegenthaler, Leiter der YB-Sportkommission, macht es selbst. Dazu braucht er das Okay des DFB, das noch aussteht. Das würde erklären, weshalb YB diese Lösung noch nicht kommunizieren kann. Siegenthaler, der vor kurzem hat verlauten lassen, er wolle bis Ende Jahr (!) keine Interviews geben, würde im Hintergrund die Fäden ziehen. An der Front stünde Talentmanager Christoph Spycher, der den nach aussen kolportierten Sparkurs als einheimische Integrationsfigur und als bescheidener Typ glaubhaft verkörpern würde. Auch der Name von Robin Dutt wird gehandelt, dem Ex-Trainer von Freiburg, Leverkusen und Bremen, der zuletzt Sportdirektor des VfB Stuttgart war, nach dem Abstieg aber den Hut nehmen musste. Auch auf der Liste stehen Thun-Sportchef Andres Gerber, der sich im Oberland allerdings sehr wohlfühlt, und Peter Knäbel, zuletzt HSV-Sportdirektor.
Wer ist der neue CEO? Wanja Greuel (38) ist studierter Betriebswirtschaftler mit Erfahrung in der Sportvermarktung, vor allem bei Infront Ringier. Bisher war er Leiter Marketing und Verkauf.
Was bedeutet Bickels Entlassung für Trainer Adi Hütter? Sie ist kein gutes Zeichen für den Österreicher, war es doch Bickel, der ihn geholt hat. Es kommt jetzt voll und ganz auf die Resultate an und darauf, ob Hütter Siegenthaler genehm ist. Denn der ist der neue Messias der Rihs-Brüder. Sein Wort ist für die Fussball-Laien wie ein biblisches Gebot. Hütter darf den Rückstand auf den FCB nicht anwachsen lassen. Er muss europäisch überwintern. Und darf sich im Cup keinen Fehltritt leisten. Sonst ist auch er Ende Saison weg.
Was passiert mit dem abgeschobenen Milan Vilotic? Ungewiss! YB hat kommuniziert, dass der Serbe aus rein sportlichen Gründen in die U21 abgeschoben wird. Nicht nachvollziehbar. Fakt ist: Bickel war gegen diesen Entscheid. Hat Trainer Hütter den Entscheid im Alleingang gefällt und wird dieser nun von YB (und damit von Siegenthaler) korrigiert, weiss man schnell, dass Hütters Aktien ebenfalls gefallen sind. Wahrscheinlicher ist, dass Vilotic verbannt wurde, um ein (weiteres) Argument für eine Bickel-Entlassung zu haben. Denn das Sechs-Millionen-Paket Vilotic war der Königstransfer des Ex-Sportchefs.
Wie geht es mit den vielen Leuten weiter, die Bickel im Klub installiert hat? Will der Sparkurs auch nur ein bisschen glaubhaft daherkommen, dürfen die nicht ausgetauscht werden, ohne dass ihre Verträge ausgelaufen sind. Ausnahme: Bickel-Intimus Harry Gämperle. Er ist zweiter Assistent neben Hütters Vertrauensmann Christian Peintinger. Will man sparen, braucht es keine zwei Assis. http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 87873.html
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 20:57 |
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14.09.2016  Zitat: Bei YB herrscht Ungewissheit
Nach den Abgängen von Sportchef Bickel und CEO Kappeler sind bei den Young Boys viele Fragen offen.
Nach der Absetzung von Stefan Niedermaier 2010 und jener von Ilja Kaenzig 2012 kommt es bei YB zum nächsten grossen organisatorischen Umbruch. Die Besitzer, die Brüder Rihs, sind nicht mehr bereit wie zuletzt, acht Millionen Franken aufzuwerfen, um für ein ausgeglichenes Budget zu sorgen. Weil es den operativ führenden Köpfen nicht gelungen ist, die sportlichen Ziele an den wirtschaftlichen Möglichkeiten auszurichten, wie es verordnet worden war, ist es zu den Abgängen von Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler gekommen.
Urs Siegenthaler, seit März neu die sportliche Kompetenz im Verwaltungsrat und nun der starke Mann bei YB, weist Vorwürfe «zu hundert Prozent» von sich, dass es sich um einen Machtkampf zwischen ihm und Bickel gehandelt habe. Vielmehr verweist er auf das defizitäre Geschäft, das einen strategischen Entscheid verlangt habe. Es ist in Bern allerdings längst kein Geheimnis mehr, dass der neue Verwaltungsrat und der Sportchef nie richtig harmonierten. Der Zeitpunkt mag eine Überraschung sein, Bickels Abgang nach knapp vier Jahren nicht.
Trotzdem: Siegenthalers Aussagen und die vagen Formulierungen in der Medienmitteilung wie «Restrukturierung aus wirtschaftlichen Gründen», «YB will ein Spitzenclub bleiben» oder jene, dass die Brüder «weiterhin mit Leidenschaft» hinter dem Club stehen, sorgen vor allem für eines: für Ungewissheit, wie es weitergehen soll. Und so bleiben viele Fragen offen: Mit welchen fussballerischen Ambitionen geht YB in die Zukunft? Wer wird der neue sportliche Leiter? Und bahnt sich doch ein Besitzerwechsel an?
Die Vorfälle vom Dienstag könnten ein Indiz sein, dass die Rihs-Brüder die Young Boys wirtschaftlich rasch so fit trimmen wollen, dass sich die Chancen für einen Verkauf von Club und Stadion in naher Zukunft verbessern. Aus dieser Absicht haben die Besitzer zuletzt nie einen Hehl gemacht.
Und so ist nicht ausgeschlossen, dass auf die Umwälzungen in Bern vielleicht bald noch gravierendere Einschnitte folgen werden. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Be ... y/26021707
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 20:59 |
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13.09.2016  Zitat: «Ein Trauerspiel sondergleichen»
Der Abgang von Fredy Bickel und Alain Kappeler ruft beim Anhang heftige Reaktionen hervor.
Wie immer, wenn der BSC Young Boys einschneidende Kurswechsel bekannt gegeben hat, lassen Reaktionen aus dem Fanlager nicht lange auf sich warten.
Herr Rrr, seines Zeichens Leiter des «Bund»-Blogs «Zum Runden Leder» fasst seine Gedanken kurz nach der Bekanntgabe des Abgangs von Bickel und Kappeler folgendermassen zusammen:
«Als Aussenstehender ist es schwer, die Vorgänge bei YB einzuordnen. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als hätten es die Gebrüder Rihs dem bisherigen Sportchef Bickel und Stadionboss Kappeler nicht (mehr) zugetraut, dass sie den verordneten Sparkurs erfolgreich durchziehen.
Die Formulierungen im Communiqué lassen noch einen zweiten Schluss zu: Wenn YB verstärkt auf den Nachwuchs setzen will, heisst das im Klartext: Der zweite Platz in der Super League ist auch mit weniger Geld als heute zu haben. Was ich vom Ganzen halte? Da müsste ich länger nachdenken. Eines ist klar: Ich bin nicht Bickel- oder Kappeler-Fan, sondern YB-Fan. So gesehen ändert sich für mich nichts.»
Stadtpräsident Alexander Tschäppät ist regelmässig in der Presidents Lounge von YB anzutreffen. In den letzten Wochen hat er nichts vom anstehenden Wechsel mitbekommen. Es sei im Fussballbusiness leider nichts aussergewöhnliches, wenn die Chefetage ausgewechselt werde. Frage sich nur, ob dies dem Verein etwas bringt. «Grundsätzlich ist klar: Unruhe im Verein ist sicher nicht das, was eine Mannschaft beflügelt.»
Im YB-Forum «1898» werden deutlichere Worte gefunden. «Das ist ein Trauerspiel sondergleichen», schreibt ein User. Ein andere kommentiert: «Jeder Aufbau wird nach spätestens drei Jahren abrasiert.» Man ist sich einig, dass die Umstrukturierung ein klares Zeichen setzt. «In der Privatwirtschaft würde dies auf einen Verkauf der Firma hindeuten.» Die neusten Entwicklungen scheinen die YB-Fanseele zu schmerzen: «Ein Verein verspielt sich den letzten Funken Identität und Glaubwürdigkeit - ein weiterer Schlag ins Gesicht der Fans.»
Auch auf der YB-Facebook-Seite wird der umstrittene Entscheid heftig diskutiert. «Ein Klub ohne Vision und Strategie... schade!», heisst es beispielsweise. Es gibt aber auch Stimmen, die den Abgang von Bickel und Kappeler unterstützen. «War längstens Zeit, die Strukturen anzupassen. Weg mit der Vetterliwirtschaft!» http://www.derbund.ch/sport/fussball/ei ... y/25714100
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 21:02 |
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14.09.2016  Zitat: Gefangen in der Hilflosigkeit
Die Young Boys entlassen Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler, rufen den Sparkurs aus und sorgen damit für Kopfschütteln.
Am Morgen um neun Uhr hofft Fredy Bickel an einer letzten Sitzung vermutlich noch, das drohende Schicksal abzuwenden. Eineinhalb Stunden später erfährt die Öffentlichkeit, dass er ab sofort nicht mehr Sportchef der Young Boys ist.
In ihrem Communiqué steht, CEO Alain Kappeler und Bickel «haben sich entschlossen, das Unternehmen zu verlassen». Selten ist ein Versuch mehr missglückt, eine Trennung schönzureden. Denn es geht um nichts anderes als um eine Entlassung.
YB richtet sich neu aus und legt die Geschäftsfelder Sport und Kommerz zusammen, der bisherige Marketingchef Wanja Greuel ist der neue CEO, ein neuer Leiter Sport ist bestimmt und wird im Oktober vorgestellt. So weit sind das Fakten gemäss Communiqué.
Die gegenseitige Abneigung
Im Kern geht es um zwei Punkte: erstens ums Sparen, das die Besitzer-Brüder Andy und Hansueli Rihs zur Vorgabe gemacht haben; und zweitens um einen Machtkampf, den Bickel gegen den einflussreichen Verwaltungsrat Urs Siegenthaler verlor.
Siegenthaler, einst Spieler bei den Bernern, inzwischen Vertrauter des deutschen Bundestrainers Joachim Löw, sitzt seit dem 22. März in der YB-Führung. Geholt wurde er, um «seine fussballerischen Kompetenzen» einzubringen, wie der Verein schrieb. Geholt wurde er, um den Betrieb zu durchleuchten und eine Analyse für eine Neuausrichtung zu machen.
Bickel bekam von Anfang an zu spüren, was der neue mächtige Einflüsterer der Rihs-Brüder von ihm hält: nicht allzu viel (wobei das schnell auf Gegenseitigkeit beruhte). Schritt für Schritt spitzte sich die Situation zu, sah sich Bickel mehr und mehr infrage gestellt. Bis es zum Eklat kam.
Es sei doch nur «etwas Vernünftiges» passiert, entgegnet Siegenthaler. «Wenn das Geschäft defizitär ist, verlangt das einen strategischen Entscheid. Das hat nichts mit Urs Siegenthaler zu tun, sondern eher mit den Gebrüdern Rihs.»
Seit 2008 sind die Rihs Mehrheitsbesitzer von Verein und Stadion, sie haben Millionen eingeschossen, um ein Gesamtbudget von 40 bis 50 Millionen Franken zu finanzieren – zuletzt sollen sie ein Jahresminus von 8 Millionen Franken kompensiert haben. Sie haben diverse Entlassungen von Sportchefs und Trainern abgenickt.
Sie haben zwar nie den Eindruck vermittelt, die Sache mit dem Herzblut zu begleiten, wie es Andy Rihs für den Radsport oder den Wein aufbringt. Aber noch am 24. Mai 2015 verkündete Andy Rihs in der «SonntagsZeitung» den Angriff auf den FC Basel: «Uns ist klar, dass wir noch ein wenig aufrüsten müssen.
Die Spielerkosten werden steigen, weil wir sehr viel einkaufen müssen.» Im gleichen Interview erklärte er Bickel zum «besten Sportchef der Schweiz». Vielleicht lag seine Redseligkeit damals auch darin begründet, dass er einen alkoholseligen Vorabend hinter sich hatte – wegen der Feier zu Bickels 50. Geburtstag.
Jetzt ist nur noch von Rückzug die Rede. YB verabschiedet sich jedenfalls offiziell von der Rolle des Basel-Jägers, wie das Siegenthaler bestätigt, und will künftig noch ausgeprägter auf den Nachwuchs setzen. Dieses Konzept ist nicht innovativ, nur hilflos. Abgesehen von Basel hat das in der Schweiz schon jeder Club in der Not für sich entworfen.
Die Frage ist nun, warum zwei reiche Männer den Sparkurs zum Ziel erklären. Eine mögliche Antwort ist, dass sie genug von YB haben, dass sie das Unternehmen fitmachen wollen, um es verkaufen zu können.
Zumindest kann man davon ausgehen, dass ihre Gedanken, was immer der Grund dafür gewesen ist, langfristig angelegt sind und nichts mit der aktuell angeschlagenen Gesundheit von Andy Rihs zu tun haben.
So ist Siegenthaler zu deuten, wenn er sagt: «Vielleicht ist die Umstrukturierung schon damit eingeleitet worden, dass mich die Brüder Rihs gefragt haben, ob ich in den VR komme. Ihr Ansporn war, dass sie eine sportkompetente Person haben, die ihre Fragen beantworten kann.»
Die sportkompetente Person ist im Verlauf ihrer Arbeit auch und vor allem zur Einsicht gekommen, dass es Opfer braucht – und das prominente Opfer heisst eben Fredy Bickel. Dass es ein Machtkampf zwischen ihm und dem Sportchef war, das verneint Siegenthaler zwar vehement. «Zu hundert Prozent», sagt er.
Aber es gibt Widersprüche. Siegenthaler schickte für ein Spiel im Ausland einen Beobachter los, um den Beobachter zu beobachten, den Bickel schon eingesetzt hatte. Oder es gibt den Fall von Milan Vilotic.
Trainer Adi Hütter wollte, wieso auch immer, den Verteidiger in die U-21 abschieben, Bickel war dagegen, worauf sich der um Emanzipation von Bickel bedachte Hütter bei Siegenthaler Rückendeckung für die Massnahme einholte.
Und: Wenn Siegenthaler keine Zweifel an Bickel hätte, dann hätte er den Sportchef gestützt, trotz allen Kostendrucks. Wieso denn verteidigt er einen Mann nicht, der auch ein Auge für Junge hat, der Mvogo, Hadergjonaj, Bertone, Zakaria oder Frey zum Sprung in die Super League verholfen hat – für Junge eben, wie sie künftig erst recht gefördert werden sollen?
Die erfolglose Wohlfühloase
Natürlich gibt es Kritik an der Arbeit von Bickel. Dass er Spielern wie Alain Rochat oder Jan Lecjaks den Vertrag verlängerte, dass er gerne alte Weggefährten um sich weiss, dass er durchschnittliche Spieler bestens entlöhnte.
Und eine in erster Linie: dass er Bern nicht den Titel beschert hat, den er zu seinem Arbeitsantritt Anfang 2013 versprochen hatte. YB ist unter ihm eine Wohlfühloase geblieben und nicht zum Ort sportlicher Zielstrebigkeit geworden.
Was deshalb als Fazit bleibt: YB wird als Spitzenclub nie richtig ernst zu nehmen sein, solange es nicht zur Ruhe kommt. Und solange es nicht umsichtig geführt ist. Und die Brüder Rihs lieber an ein Rad denken statt an einen Ball. Und Siegenthaler wirbeln darf.
Viel Spekulation
Mit den gestrigen Vorfällen in Bern erhält auch der Aspekt Verkauf von Club und Stadion wieder neues Gewicht. Dieser war zuletzt durch die Annäherung von YB an den spanischen Zweitligisten RCD Mallorca genährt worden. Dabei soll YB-Verwaltungsrat Richard Gostony, der ein Haus auf der Insel besitzt, jener Mann sein, der diese neue Beziehung aufgebaut hat.
Der Club auf den Balearen ist Anfang dieses Jahres vom amerikanischen Milliardär Robert Sarver, vom Basketballer Steve Nash und vom früheren Tennisspieler Andy Kohlberg übernommen worden. Ob YB für dieses Trio nicht bloss ein neuer Partner für den Austausch von Spielern ist, sondern auch ein interessantes Investment wäre, ist aber nur Spekulation. http://www.derbund.ch/sport/fussball/yo ... y/14074287
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 21:03 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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14.09.2016  Zitat: «Siegenthaler ist ein toller Geschichtenerzähler»
Der 69-jährige Urs Siegenthaler gilt als neuer starker Mann bei YB. Vor 40 Jahren führte er die Berner aus dem Keller.
Stets auf der Suche nach den neuesten Fussballtrends: Seit 2004 ist der Basler Urs Siegenthaler Chefscout der deutschen Nationalmannschaft. In dieser Funktion berät er Bundestrainer Joachim Löw in taktischen Fragen.
Dabei schafft sich der selbstsichere Fussballkenner nicht nur Freunde: Der frühere Bayern-Star und ARD-Experte Mehmet Scholl griff den Basler nach dem Viertelfinale an der EM 2016 frontal an: «Der Herr Siegenthaler möge bitte seinen Job machen, morgens liegen bleiben und nicht irgendwelche Ideen einbringen.» Dies nachdem Löw wohl auf Empfehlung von Siegenthaler von einer Vierer- auf eine Dreierkette gewechselt hatte.
Seit März 2016 sitzt der wortgewandte Siegenthaler nun im YB-Verwaltungsrat. Es ist nicht das erste Gastspiel des Baslers bei YB: 1974 wechselte der damals 27-jährige Verteidiger vom FCB zu den Bernern. Doch er fiel rasch in Ungnade und wurde in die 2. Mannschaft verbannt.
Sein Know-how ist unbestritten
In der zweiten Garde spielte er zusammen mit Urs Frieden, heutiger Präsident der Quartierkommission Dialog Nordquartier. «Er war damals ein witziger, geselliger Typ und hat viel von seinen Zeiten bei Basel erzählt», erinnert sich Frieden.
Später musste Vorstopper Siegenthaler als Stürmer einspringen. Auf dieser Position schlug er sofort ein: «Siegenthaler hat geholfen, YB aus dem Keller zu holen. Er entfachte gar eine kurze Euphorie», sagt Frieden. Nach seiner Profi-Karriere machte Siegenthaler in Köln das Trainerdiplom. Danach war er etwa Assistenztrainer der Schweizer Nationalmannschaft und von 1987 bis 1990 Cheftrainer des FC Basel.
Im Rahmen seines neuerlichen YB-Engagements ist Siegenhalter bisher kaum öffentlich in Erscheinung getreten. Leute, die ihn persönlich getroffen haben, beschreiben ihn als brillanten Geschichtenerzähler, der einen rasch vereinnahmen kann. Sein fussballerisches Know-how ist unbestritten.
«Er sieht Sachen, die sonst niemand sieht», sagt ein Insider. Seine Erkenntnisse gibt er direkt ans Team weiter: Beim DFB stand Siegenthaler früher vor der Mannschaft und gab «Frontalunterricht», wie er in einem Interview mit dem «Bund» 2014 sagte. Nun macht er seinen Einfluss bei YB geltend.
Wer coacht aber den 68-jährigen Basler? «Ich habe einen Menschen, der mich begleitet, einen blitzgescheiten Menschen, gescheiter als ich: Peter Zache (ein deutscher Pater und Manager-Berater). Er ist so intelligent, dass der liebe Gott Schwierigkeiten hat, mit ihm umzugehen. Er ist sehr kritisch mit mir, er ist mein Rückhalt», sagte Siegenthaler im Interview. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Si ... y/20390636
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 21:06 |
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14.09.2016  Zitat: YB: Eine Kehrtwende mit Konsequenzen
Zur Unzeit steht der EL-Teilnehmer Young Boys einmal mehr vor einem rigorosen Umbruch. Denn was gegen aussen als «Anpassung der Organisationsstruktur» verkauft wird, dürfte in der Praxis kaum so harmlos sein.
Offiziell legen die Young Boys die Bereiche Sport und Kommerz zusammen. Das defizitäre Geschäft führte zu diesem strategischen Entscheid. Damit einher geht, dass es zur Trennung von CEO Alain Kappeler und Sportchef Fredy Bickel kommt.
Doch effektiv wirft dieser Paukenschlag mehrere Fragen auf, die wir mit Hilfe der beiden grossen Zeitungen aus der Hauptstadt zu beantworten versuchen.
1. Warum rufen die Gebrüder Rihs jetzt den Sparkurs aus? Seit 2008 sind Hansueli und Andy Rihs in Bern die Mehrheitsbesitzer von Verein und Stadion. Seither wurde ihr Geld mit vollen Händen ausgegeben. Die BZ rechnet vor, dass alleine in den letzten 6 Jahren 50 Millionen Franken Verlust eingefahren wurden. Die Rihs bleiben zwar wohlhabende Männer, schnallen den Gürtel aber gleichwohl enger.
« Alleingänge gibt es sicher nicht mehr. Also werden wir einen sportlichen Leiter anstellen. » Urs Siegenthaler
Der Bund spekuliert über die Gründe wie folgt: «Eine mögliche Antwort ist, dass die beiden genug von YB haben, dass sie das Unternehmen fitmachen wollen, um es verkaufen zu können. Zumindest kann man davon ausgehen, dass ihre Gedanken langfristig angelegt sind.»
2. Welches sind die Kandidaten für Fredy Bickels Nachfolge? Gemäss BZ ist klar, dass Urs Siegenthaler der neue Macher bei YB ist. Er hat seit Frühling als sportlicher Berater Einsitz im Verwaltungsrat. «Er wird die Position deshalb mit einer Person seines Vertrauens besetzen», folgert die Zeitung und schiebt nach, dass Siegenthaler manchmal gewöhnungsbedürftige Ansichten vertrete. In einem Interview präzisiert der 68-Jährige, dass man keinen Sportchef mehr installiere. «Wir werden einen sportlichen Leiter anstellen. Denn es wird bei YB ganz sicher keine Alleingänge mehr geben.»
« YB ist unter Fredy Bickel eine Wohlfühloase geblieben. » Einschätzung in «Der Bund»
Der Klub kündigt die Präsentation für Oktober an. In der Gerüchteküche werden folgende Namen herumgereicht: YB-Talentmanager Christoph Spycher (was YB inzwischen dementiert hat), Thun-Sportchef Andres Gerber oder Peter Knäbel, zuletzt beim HSV engagiert und gescheitert. Siegenthaler selbst wäre eine Option, als Berater im DFB soll ihm aber die Freigabe für ein Doppelmandat fehlen. Auch Paul Meier, der derzeit beim SFV im Nachwuchsbereich arbeitet, steht als enger Vertrauter Siegenthalers auf der Kandidatenliste.
3. Quo vadis YB – in sportlicher Sicht? Der Spardruck führt dazu, dass die Berner künftig noch konsequenter auf den Nachwuchs setzen müssen. «Wir sind überzeugt, dass dieser Weg für eine Ausbildungsliga wie die Super League der richtige ist», wird VR-Präsident Hanspeter Kienberger in der BZ zitiert.
Der Bund dagegen bleibt skeptisch, auch weil er nochmals daran erinnert: «Bickel hat bei seinem Amtsantritt Anfang 2013 einen Titel versprochen. Stattdessen ist der Klub unter ihm eine Wohlfühloase geblieben und nicht zum Ort sportlicher Zielstrebigkeit geworden.» Solange YB nicht zur Ruhe komme, werde es deshalb als Spitzenklub nie richtig ernst genommen. http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... nsequenzen
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 21:09 |
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14.09.2016  Zitat: Kann YB dem FCB noch Paroli bieten?
Siegenthaler: «Unrealistisch, vergesst es!»
YB will sparen. Niemand glaubt das so richtig. Doch es ist ernst. Urs Siegenthaler, Leiter der Sportkommission, über die Entlassung von Fredy Bickel und den verlorenen Kampf gegen den FCB.
Das Communiqué, das YB gestern den Medien zukommen liess, war höchst unglücklich verfasst – um es vorsichtig zu formulieren. Das wusste auch der Leiter der Sportkommission bei YB, der 69-jährige Basler Urs Siegenthaler, Ex-YB-Spieler, Chefscout beim DFB und Taktikberater von Bundestrainer Jogi Löw. Und nun sportliches Gewissen der Besitzer des Klubs, Andy und Hansueli Rihs. Weshalb es Siegenthaler ein Anliegen ist, zu präzisieren. Hier die sieben wichtigsten Fragen an ihn.
BLICK: Urs Siegenthaler, wer ist nun Sportchef bei YB? In der Medienmitteilung steht, das sei bereits bestimmt. Urs Siegenthaler: Grundsätzlich muss ich mir die Frage stellen: Braucht es heute noch einen Sportchef? Braucht es das bei YB? Die Antwort ist: Es gibt fähige Leute hier, die Verträge aufsetzen können. Wir haben eine Scouting-Abteilung. Und wir haben eine Sportkommission. Das reicht doch vollständig.
Obwohl sie als Leiter der Sportkommission nur vier Mal im Jahr in Bern sind, wie Sie selber sagen. Mit den Mitteln, die man heute hat, geht das. Jetzt, da ich mit ihnen spreche, habe ich das Büro ja in der Hand.
Okay, also gibts keinen Leiter Sport, dann ist die Medienmitteilung auch in diesem Punkt falsch! Doch, nur hat der eine andere Funktion als der bisherige Sportchef.
Und wer ist es? Wir haben zwei, drei Kandidaten. Die sind aber alle noch unter Vertrag.
Also ist der Mann doch noch nicht bestimmt? Wenn es sein müsste, könnten wir das forcieren.
Weshalb musste Fredy Bickel gehen? Wenn die Gebrüder Rihs als Besitzer dieses Klubs nicht mehr jedes Jahr x Millionen einschiessen wollen, dann ist das einfach so. Dann ist das deren Willen. Ob man oder ich oder wer auch immer das gut findet oder nicht, ist völlig egal. Es ist so. Wenn ich ihnen dann sage, dass es keinen Sportchef braucht, der nur Transfers macht, dann bin ich doch nicht der Böse.
Die Gebrüder Rihs wollen sparen. Das heisst, man gibt den Kampf auf, dem FCB Paroli bieten zu wollen. Das ist doch völliger Blödsinn. Dass da in der Vergangenheit gesagt wurde, man wolle den FCB angreifen. Das ist völlig unrealistisch. Dazu müsste zuerst der Weg geebnet werden. Das ist mit einem oder zwei Spielern nicht gemacht. Ja, ich habe ihnen gesagt: Vergesst das! http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 89542.html
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 21:16 |
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14.09.2016  Zitat: YB vor Olympiakos – und nach der Bickel-EntlassungYB lud am Mittwoch zur Medienkonferenz. Interessanter als die Europa League war indes nach wie vor Umstrukturierung, sprich die Entlassung von Sportchef und CEO. Ende der Medienkonferenz Die Medienkonferenz ist damit beendet. Fans sind unzufrieden Während drinnen im Stadion teils wage Auskünfte gegeben werden, sind auf einem Plakat, das schon in der Nacht beim Eingang A/D aufgehängt wurde, klare Worte zu lesen. Die Fangemeinde goutiert die Entlassungen nicht: «Charakterlos und ohne Plan Richtung Abgrund», heisst es darauf. Das Bild wurde in der Facebookgruppe «Du bisch YB Fan wenn...» publiziert. Neue Bedingungen für den Trainer? Auf den Kurswechsel in der Vereinsführung angesprochen, erklärt Adi Hütter, er fühle sich auch nicht vor den Kopf gestossen, er habe schon in der Vergangenheit Nachwuchsspieler in die erste Mannschaft eingebaut. «Viele, wenn man mal genau hinschaut», betont der Österreicher. «Ich werde den Weg des Vereins mitgehen», beteuert er. Taktik Adi Hütter glaubt, dass es schwierig wird, Olympiakos über 90 Minuten zu kontrollieren. «Wir müssen versuchen, unser Spiel so zu gestalten, dass wir ständig Druck auf den Ball ausüben. Dann sind sie auch fehleranfällig.» Es gelte auch, die zentralen Mittelfeldspieler wie Cambiasso oder Milivojevic auszuschalten. YBs Vorbereitung Die gestrigen Ereignisse haben auch die Vorbereitung beeinträchtigt. «So etwas konnte man nicht erwarten», sagt Hütter. Aber man habe versucht, sich so gut wie möglich aufs Sportliche zu konzentrieren. Verletzte Innenverteidiger Für Adams Nuhu komme der Einsatz morgen noch zu früh, er werde wohl am Wochenende im Cup dabei sein. Allerdings geht Adi Hütter davon aus, dass Steve von Bergen spielen könne. Mvogos Vorfreude «Ich freue mich riesig», sagt YB-Goalie Yvon Mvogo. Er habe die Mannschaft beobachtet in letzter Zeit und erwarte einen schweren Gegner. Ausgangslage Blick nach vorne: Hütter stuft Olympiakos als «die sicher stärkste Mannschaft in dieser Gruppe ein». Paulo Bento, der neue Trainer der Griechen, wird sicher nach vorne spielen lassen, mit viel Ballbesitz. Eine YB-Delegation war beim 6:1 von Olympiakos zum Auftakt der griechischen Meisterschaft vor Ort, das Team habe einen starken Eindruck hinterlassen. Umstrukturierung die Zweite Zuerst äussert sich aber Adi Hütter nochmal zu Bickels Entlassung: «Es war ein intensiver Tag, und es tut mir leid um Fredy Bickel. Aber es sind Entscheidungen, die wir einfach akzeptieren müssen.» «Es hat mir wehgetan für Fredy», sagt auch Yvon Mvogo. «Aus meiner Sicht hat er einen super Job gemacht, aber meine Aufgabe ist auf dem Feld.» Weiter gehts Endlich! Die YB-Delegation nimmt wieder Platz vor den Journalisten. Teil 2: Europa League Wie erwartet war das Interesse an den Vertretern des Verwaltungsrates gross. Noch sind Trainer Adi Hütter und Goalie Yvon Mvogo nicht im Saal – sie sollen für den zweiten Teil kommen, den eigentlichen Grund: Das Spiel gegen Olympiakos. Christoph Spycher VR-Präsident Hanspeter Kienberger nennt natürlich noch keinen Namen auf die Frage nach dem neuen sportlichen Leiter. Er räumt aber ein Gerücht aus der Welt: «Christoph Spycher ist es nicht. Wir sind froh, ihn im Verein zu haben, aber sportlicher Leiter wird er nicht.» Der Grund, weshalb der Name noch nicht genennt werden dürfe, liege darin, dass er aktuell noch unter Vertrag stehe. Er sei aber bestimmt, und da komme auch nichts dazwischen. Kommunikation Wiederholt wird die Kommunikation des Vereins kritisiert, auch nachdem sich Urs Siegenthaler am Dienstagabend über den «Maulkorb» des hinweggesetzt hatte. «Kommunikation ist lebendig», erwidert Peter Marthaler. Kommentieren oder beurteilen will er das aber nicht, weil «es dem BSC YB auf dem Rasen rein gar nichts bringt.» Strategie Erfolgreich bleiben und sparen, wie soll das gehen? Hanspeter Kienberger führt aus, dass man mit mehr jungen, eigenen Spielern die Lohnkosten im Kader senken wolle. Marthaler ergänzt, dass man nicht wie im Eishockey vor den Playoffs mit B-Lizenzen arbeiten könne. Gerade verletzte Spieler sollen künftig mit Junioren ersetzt werden können. Es sei aber nicht so, dass man nie wieder Ergänzungsspieler kaufe, «aber im Mass», so Marthaler. Zuschauerzahlen Anhand des Beispiels der Zuschauerzahlen erklärt Peter Marthaler, dass man als Fussballverein nie genau wissen könne, was auf einem zukomme: Trotz Erfolgs und spektakulären Fussballs seien nicht mehr Zuschauer ins Stadion gekommen. Es sei nicht wie in Basel, dass auch gegen Vaduz 25'000 Leute ans Spiel kommen. Hanspeter Kienberger «Die Hauptaufgabe eines Verwaltungsrates ist die Steuerung und Überwachung eines Unternehmens», führt VR-Präsident Hanspeter Kienberger aus. Der VR sei verantwortlich dafür, dass der Verein vernünftig wirtschaftet. Daher sei das oberste Ziel, dass YB kostentragend funktioniere, damit der Club langfristig bestehen kann. Das sei oberste Priorität. «Nur mit ausgeglichenen Zahlen kann YB langfristig überleben und unabhängig bleiben», ergänzt Peter Marthaler. «Und wenn das heisst, dass wir den sportlichen Erfolg nicht kaufen können, ist das einfach so.» Marthaler betont die gute Arbeit von Bickel und Kappeler, gerade auch im Nachwuchsbereich. «Der YB-Nachwuchs steht gut da, sonst hätten wir nicht zweimal die U21-Trophy gewonnen.» Teil 1: Umstrukturierung Hanspeter Kienberger und Peter Marthaler, der Verwaltungsratspräsident und der VR-Kommunikationsleiter nehmen Platz. Ganz klar: YB äussert sich zum Fall Bickel. Marthaler ergreift das Wort. YB wolle weiterhin erfolgreich sein, aber keine Verluste erwirtschaften. «Ende der Botschaft.» Es gehe bei der Floskel «einvernehmliche Lösung» um persönlichkeitsrechtliche Schritte. Es sei einfach eine Trennung in Respekt und Anstand. Man habe sich lange mit dieser strategischen Entscheidung befasst, es sei keine Hauruck-Aktion gewesen. Marthaler bestätigt, dass man den künftigen sportlichen Leiter kenne, ihn aber aus arbeitsrechtlichen Gründen noch nicht nennen dürfe. «Uns wäre das auch lieber gewesen», beteuert Marthaler. «Es ist aber nicht auf unserem Mist gewachsen.» Die Fans müssen sich also wirklich bis Oktober gedulden. Fussball sei keine exakte Wissenschaft, sagt Marthaler weiter und will damit erklären, weshalb man bezogen auf gemachte Aussagen in den letzten Jahren aus heutiger Sicht wieder andere Wege einschlagen will. YB - Olympiakos Am Mittwoch haben die Young Boys zur Pressekonferenz geladen – nicht wegen der neusten Entwicklung in der Vereinsführung, sondern eigentlich wegen des ersten Spiels in der Europa League morgen Donnerstag gegen Olympiakos Piräus. Realistisch betrachtet dürfte bei den anwesenden Journalisten diese Partie in den Hintergrund rücken, angesichts der Tatsache, dass sich von YB noch niemand offiziell zur Entlassung von Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler geäussert hat. Ob diesbezüglich Fragen zugelassen werden? http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/20503170
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 21:19 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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14.09.2016  Zitat: YB versucht sich in Schadensbegrenzung
Nach teils heftiger Kritik hat sich der YB-Verwaltungsrat den Medien gestellt und nochmals den Sanierungskurs begründet, der die Trennung von Sportchef Fredy Bickel und CEO Alain Kappeler beinhaltet.
Vor die Medien traten Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger und der für die Kommunikation zuständige Verwaltungsrat Peter Marthaler. Sie reagierten damit auf in den Medien geäusserte Kritik, wonach der strategische Kurswechsel sowie die Trennung von Bickel und Kappeler auf zu dürre Weise kommuniziert worden seien.
Dies die wichtigsten Aussagen:
- «Es gibt eine klare Vorgabe: Schwarze Zahlen zu schreiben. YB muss sich selber finanzieren, sonst werden wir ein Spekulationsobjekt. Derzeit haben wir zwei seriöse und YB wohlgesinnte Investoren, die weiter dabeibleiben (Andy und Hansueli Rihs, Anm. d. Red.).» - «Wir wollen die 2. Kraft in der Schweiz bleiben, aber auch wirtschaftlich erfolgreich sein. Es ist uns bewusst, dass dies eine Gratwanderung ist.» - «Es ist keine Kampfscheidung zwischen uns und Alain Kappeler sowie Fredy Bickel. Wir mögen beide Persönlichkeiten nach wie vor sehr gut. Beide haben sehr gute Arbeit geleistet.» - «Der künftige Leiter Sport (de facto Nachfolger Bickels, Anm. d. Red.) ist bestimmt, aber wird der Öffentlichkeit noch nicht bekanntgegeben. Das hat arbeitsrechtliche Gründe und ist nicht auf unserem Mist gewachsen. Was wir festhalten können, ist dass es nicht Christoph Spycher wird.» http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... begrenzung
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