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 Beitrag Verfasst: Samstag 26. September 2015, 00:10 
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
24.09.2015

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Wie der FC Basel gegen die Young Boys vier Gegentore kassierte

Vor allem die langen Bälle der Berner machen dem FC Basel bei der 3:4-Niederlage im Stade de Suisse zu schaffen. Zudem verliert der FCB zu viele entscheidende Zweikämpfe und die Innenverteidigung verlässt sich zu stark auf Torhüter Tomas Vaclik – die vier Gegentore in kommentierten Bildern.

Sieben Mal hat ein gegnerischer Spieler in den ersten acht Runden der Super League gegen den FC Basel ein Tor erzielt. Die Young Boys haben das am Mittwoch in einem Spiel vier Mal geschafft. Der FCB hat nach der ersten Saisonniederlage nicht mehr die beste Abwehr der Liga, die St. Galler führen diese Statistik an (9 Gegentore).

Die TV-Bilder des Schweizer Fernsehens zeigen, mit welchen Situationen die Basler gegen YB Mühe hatten. Zusammengefasst waren es die langen Bälle, entweder bei Seitenwechseln oder bei Pässen in die Spitze.

1:0 durch Miralem Sulajmani

Vor dem ersten Gegentor bekommt der FCB einen Freistoss zugesprochen. Matias Delgado tritt ihn, mit ihm stehen acht Basler gegen neun Berner in der Nähe des YB-Tores. Entsprechend hat der FCB auf seiner eigenen Seite eine Überzahl geschaffen, mit dem Ziel, Konter unterbinden zu können.

Das Umschalten der Berner ist in dieser Situation genug schnell, um innert Sekundenbruchteilen mit einem einzigen langen Ball die Überzahl zu schaffen: Die verteidigenden Berner lösen sich und verwandeln ihre Unterzahl in der Basler Hälfte in eine Überzahl mit drei Spielern, die gegen Taulant Xhaka und Naser Aliji zulaufen.

Xhaka verliert das Duell gegen Sulejmani, der sich mit seiner feinen Technik gegen den defensiven Mittelfeldspieler durchsetzt und zur Mitte flankt. In der Mitte kommt der inzwischen zurückgeeilte Marek Suchy an den Ball und spielt ihn zurück in die Füsse des Torschützen.

Die ganze Szene läuft in hohem Tempo ab, es ist deswegen unwahrscheinlich, dass sich Suchy bewusst ist, dass er den Ball durchlassen könnte. Hinter ihm steht kein Berner, die Situation wäre wohl gelöst, da zudem sein direkter Gegenspieler ausrutscht und keine Gefahr mehr ist. Auf dem Bild sieht man den Moment von Sulejmanis Flanke.

Nach Suchys gescheiterter Klärung kommt Sulejmani wieder an den Ball und schiesst ihn samt Torhüter Vaclik über die Linie.

2:1 durch Sulejmani

Das zweite Tor der Berner ist wiederum ein langer vertikaler Pass. Da der Ball hoch gespielt wird, haben die Basler genügend Zeit, die Zuteilung abzustimmen. Trotzdem hat Torschütze Sulejmani viel Platz, um nach der Annahme des Balles damit loszuziehen und mit dem Weitschuss das 2:1 zu erzielen.

Hoegh (Nummer 26) löst sich vor dem Schuss Sulejmanis von Alexander Gerndt (9), dem er zugeteilt ist. Der Wechsel auf den Torschützen kommt zu spät, der Däne grätscht am Schuss vorbei.

3:1 durch Gerndt

Der dritte Treffer ist der einzige, der nicht aus einem vertikalen Ball entsteht. Am Ursprung steht der Ballverlust Breel Embolos im Mittelfeld. Weil Michael Lang auf seiner Seite weit aufgerückt ist, muss Embolo dem ballgewinnenden Spieler nachgehen, kann ihn schliesslich aber nicht daran hindern, den entscheidenden Seitenwechsel zu spielen.

Nach dem Diagonalball auf Steffen stimmt in der Mitte die Zuteilung. Hoegh bewacht Kubo, Suchy den Torschützen Gerndt. In dieser Situation passieren zwei Fehler: Erstens verliert Aliji das Duell mit Steffen. Und zweitens geht Suchy die Bewegung Gerndts nicht konsequent mit. Der Torschütze, der schliesslich auch etwas glückhaft mit dem Rücken zum Tor trifft, verschafft sich so möglicherweise den entscheidenden Vorteil.

Die Raumaufteilung kurz vor Steffens Hereingabe. (Bild: Screenshot SRF)

4:2 durch Gerndt

Dem letzten Gegentor geht wieder ein langer Pass voran. Milan Vilotic gibt dem Ball viel Höhe und Weite mit, aus der Platzhälfte, in der YB mit acht gegen sechs Mann in Überzahl ist. Entsprechend steht der FCB mit vier Verteidigern gegen zwei Angreifer, der Ball fliegt also in eine Zone, in der der FCB eine Überzahl hat.

Kein Problem ist, dass die Basler Verteidiger den Ball Vilotics als sichere Beute für Torhüter Vaclik einschätzen. Das Problem ist, dass sie einen eventuellen Fehler des eigenen Torhüters nicht berücksichtigen. Hoegh und Suchy vertrauen in dieser Situation ihrem Schlussmann vorbehaltlos – und brechen ihre Laufwege ab.

Vaclik kommt aus seinem Tor und muss den Ball unter Kontrolle bringen. Doch der Torhüter begeht den Fehler und lässt Gerndt zum Kopfball kommen. Weil Suchy und Hoegh nicht mehr zur Stelle sind, können sie den Kopfball nun auch nicht mehr vor der Linie klären. Hätten sie in dieser Situation weniger Vertrauen in ihren Torhüter und einen Goaliefehler als mögliches Szenario eingeschätzt, dann wäre der Treffer zu verhindern gewesen.
Die Leistung abgesehen von diesen Fehlern

«Ich kann kein Gegentor nennen, bei dem nicht ein Spielern von uns einen Fehler gemacht hätte», sagt Urs Fischer im Interview. Abgesehen von den Fehlern, von denen der FCB viel zu viele gemacht habe, wie Fischer sagt, war die Leistung gegen die Berner durchaus auch eine ansehnliche.

Der FCB hatte mehr Ballbesitz (53 Prozent), mehr Schüsse (15 zu 13, wenngleich mit 8 zu 9 weniger auf das Tor) und er kam zu mehr Eckbällen (7 zu 2).

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http://www.tageswoche.ch/de/2015_39/spo ... sierte.htm

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 6. Oktober 2015, 16:23 
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Beiträge: 29376
06.10.2015

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Sperre reduziert

FCB-Xhaka darf ausgerechnet gegen YB wieder ran

Basels Taulant Xhaka (24) muss nur noch einmal zuschauen.

Der FCB hat mit seinem Rekurs Erfolg. Taulant Xhaka, der nach dem Schlusspfiff am 23. September YBs Renato Steffen anging, wurde ursprünglich für den damaligen Aussetzer mit drei Spielsperren gebüsst.

Nun wird dieses Strafmass um eine Sperre nach unten gedrückt. Xhaka fehlt dem Schweizer Meister somit nur noch am 18. Oktober in Sion. Eine Woche drauf darf er wieder mittun. Der Gegner dann: YB!

«Wir sind zufrieden, dass das Gericht nach Anhörung aller Betroffenen und der rechtlichen Argumente zu Recht zum Schluss gekommen ist, dass die Unbeherrschtheit des Spielers Taulant Xhaka nicht als Tätlichkeit zu qualifizieren ist», wird FCB-Präsident Bernhard Heusler auf der Vereinshomepage zitiert.


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 34869.html

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