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 Beitrag Verfasst: Freitag 21. September 2012, 08:55 
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Liverpools «Zwöi» zu stark für YB

Die Berner leisteten sich gegen den Traditionsklub zu viele Fehler. Logische Folge: eine schmerzhafte 3:5-Niederlage im Startspiel der Europa League.

Liverpools Trainer Brendan Rodgers konnte sich selber auf die Schultern klopfen. Sein Mut, zum Start der Europa-League-Gruppenphase den Reservespielern zu vertrauen, wurde belohnt. Die ohne ihre Stars Reina, Agger, Gerrard, Johnson und Suarez angereisten Liverpooler hielten sich schadlos. Ihr Glück war, dass sie auf ein YB trafen, das ihnen mit haarsträubenden Fehlern und unglücklichen Interventionen das Toreschiessen leicht machte.

Das kuriose 0:1

Einen rabenschwarzen Abend erlebte insbesondere Juhani Ojala. Keine vier Minuten waren gespielt, da flog dem Finnen ein Ball, den Spycher zu einem Corner befreien wollte, ins Gesicht und von dort ins eigene Tor. Liverpool führte 1:0 – die YB-Spieler und die 31 120 Zuschauer im ausverkauften Stade de Suisse waren perplex. Kaum hatte YB kurz vor der Pause die frühe Hypothek wettgemacht – Nuzzolo profitierte von einem Missverständnis zwischen Verteidiger Enrique und Goalie Jones – brach das Unglück schon wieder über Ojala herein. Der Verteidiger lenkte einen wuchtigen, aber unpräzisen Weitschuss Enriques hinter die Grundlinie. Den Corner zirkelte Sahin auf Wisdoms Kopf, der fast einen halben Meter höher gesprungen war als Veskovac. Wieder führten die Engländer eher entgegen dem Spielverlauf.

Wer gedacht hatte, die Fehler der ersten Halbzeit auf beiden Seiten liessen sich nicht mehr übertreffen, wurde eines Besseren belehrt. Coates verfehlte eine Flanke Bobadillas, die lange in der Luft gewesen war. Ojala bedankte sich und traf per Kopfball. Die Partie konnte von neuem beginnen. Kurz darauf stand das Stadion Kopf, bejubelte Zarates 3:2, sein erstes Tor im gelbschwarzen Trikot. Der Argentinier hatte ein kurzes Zögern des Liverpool-Torhüters ausgenützt, und einen perfekt getimten Steilpass seines Landsmannes Bobadilla verwertet. Die Berner konnten sich nicht lange an der erstmaligen Führung erfreuen. Beim folgenden Corner waren sie derart unsortiert, dass es für die Engländer ein Leichtes war, das 3:3 zu erzielen.Den nächsten Aussetzer leistete sich der ansonsten so zuverlässige Spycher zu Beginn der legendären YB-Viertelstunde. Er schlug einen miserablen Rückpass. Veskovac hatte gegen die blitzschnell reagierenden Borini und Shelvey keine Chance, den Ball zurückzuerobern.

Damit nicht genug der Geschenke. Ojala und Veskovac verliessen im Zentrum zur Unzeit ihre Position. Der starke Einwechselspieler Shelvey liess sich nicht zweimal bitten und traf mit einem präzisen Schuss zum Schlussresultat von 5:3 (87.). «Wir haben dem Gegner praktisch vier Tore geschenkt», sagte Martin Rueda frustriert. Der YB-Trainer wird sich bestimmt die Frage stellen, wie es gewesen wäre, wenn Alain Nef in der Innenverteidigung hätte spielen können. Der Zürcher hatte wegen einer Roten Karte, die er im Rückspiel gegen Midtjylland kassiert hatte, zuschauen müssen. Er dürfte am Sonntag gegen den FC Basel den unglücklichen Ojala ersetzen.

Bobadilla, der beste Berner

Der beste YB-Akteur beim missglückten Start in die Gruppenphase war Raul Bobadilla. Der kräftige und bullige Angreifer hatte bei allen drei Toren seine Füsse im Spiel und stellte die Liverpooler Abwehr immer wieder vor Probleme. Weit weniger auffällig war der neu verpflichtete Gonzalo Zarate. Der Südamerikaner konnte seine mangelnde Wettkampfpraxis nicht kaschieren. Grosse Klasse hatte aber, wie er das 3:2 erzielte. Gleich danach war für Zarate der Arbeitstag zu Ende. Rueda nahm den ermüdeten Argentinier vom Platz. Er braucht ihn am gegen Basel dringend.Basel widersteht Sporting, Seite 18

Das 3:2 nach Zarates Premierentor für YB hielt nicht sehr lange.

Liverpools Coates, der das 3:3 erzielte, mit Vorteilen im Luftduell mit den YB-Spielern Ojala und Spycher.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Li ... y/15113544

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 Beitrag Verfasst: Freitag 21. September 2012, 09:03 
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YB verliert das Tor-SpektakelYB verliert das Tor-Spektakel

Die Berner Young Boys verpassen die Sensation und verlieren gegen Liverpool 3:5. Die Gelb-Schwarzen kämpfen bis zum Ende, machen aber zu viele Fehler und kassieren fünf Gegentore.

Die Berner Young Boys starten mit einer 3:5-Heimniederlage gegen Liverpool in die Europa League. Die Berner geben eine 3:2-Führung aus der Hand.

Die Young Boys verloren nach zwischenzeitlicher 3:2-Führung mit 3:5. Es war ein verrücktes Spiel im mit 31 120 Zuschauern ausverkauften Stade de Suisse. Schon nach vier Minuten gerieten die Berner durch eine Slapstick-Einlage von Christoph Spycher und Juhani Ojala in Rückstand. Spycher köpfelte Ojala an; vom Finnen ging der Ball ins eigene Tor.

YB-Führung währte nur kurz

Nach dem Ausgleich durch Raphael Nuzzolo, dem ein Missverständnis in der Liverpooler Abwehr vorausgegangen war, fiel fast unmittelbar der erneute Führungstreffer der Engländer durch einen Kopfball von Andre Wisdom. Der 19-Jährige sprang nach einem Eckball höher als alle Berner. Wisdom war einer von zahlreichen Spielern in der Startformation des FC Liverpool, der ansonsten nicht zu den Stammkräften gehört. Steven Gerrard, Luis Suarez, Glen Johnson, Martin Skrtel, Daniel Agger, Joe Allen, Martin Kelly und Pepe Reina hatten die Reise nach Bern gar nicht mitgemacht.

Nach der Pause spielten die Young Boys, die bis dahin einen bescheidenen Auftritt hatten, besser auf. Durch Tore von Ojala und Gonzalo Zarate, der einen Konter mit einem schönen Heber abschloss, führte nach einer guten Stunde dann plötzlich YB mit 3:2. Doch Liverpool reagierte. Der Uruguayer Sebastian Coates nach einem Eckball und zweimal der eingewechselte Jonjo Shelvey sorgten für die Treffer zum 5:3 für Liverpool. In der letzten halben Stunde war YB zwar offensiv präsent, doch in der Rückwärtsbewegung ein wenig nachlässig. Das Risiko zahlte sich letztlich nicht aus.

Den nächsten Auftritt in der Europa League hat YB am 4. Oktober in Moskau gegen Anschi Machatschkala - das russische Team, das Samuel Eto'o in seinen Reihen zählt und im anderen Spiel der Gruppe A in Udine 1:1 spielte.

Di Natale rettet Udinese Remis

Routinier Antonio Di Natale rettete Udinese dort mit dem 1:1 in der Nachspielzeit das Unentschieden. Die Russen erwiesen sich als die erwartet schwierigen Gegner für den Serie-A-Vertreter.

Der mittlerweile 34-jährige Di Natale, der im Lauf der zweiten Halbzeit eingewechselt worden war, verwertete einen Abpraller des russischen Torhüters Jewgeni Pomasan. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit hatte Udineses Keeper Daniele Padelli einen Schuss von Anschis Stürmer Lacina Traoré zum 0:1 ins eigene Tor abgelenkt.

Das Unentschieden war am Schluss verdient. Anschi Machatschkala hatte stärker begonnen und bewies, dass in der schwierigen Gruppe auch mit ihm zu rechnen ist. Udinese fand erst im Lauf der zweiten Halbzeit in die Partie. Vor dem glückhaften Ausgleich in extremis hatte der Serbe Dusan Basta den Ausgleich bereits äusserst knapp verpasst (86.).

Young Boys - Liverpool 3:5 (1:2)
Stade de Suisse. - 31'120 Zuschauer (ausverkauft). - SR Koukoulakis (Grie).
Tore: 4. Ojala (Eigentor) 0:1. 38. Nuzzolo 1:1. 40. Wisdom 1:2. 53. Ojala 2:2. 63. Zarate 3:2. 67. Coates 3:3. 76. Shelvey 3:4. 88. Shelvey 3:5.
Young Boys: Wölfli; Sutter, Veskovac, Ojala, Raimondi; Zverotic (81. Frey), Spycher; Zarate (65. Gonzalez), Farnerud, Nuzzolo (69. Schneuwly); Bobadilla.
Liverpool: Jones; Wisdom, Coates, Carragher, Enrique; Henderson, Sahin, Suso; Downing (77. Sterling), Pacheco (62. Borini), Assaidi (67. Shelvey).
Bemerkungen: YB ohne Nef (gesperrt), Liverpool ohne Gerrard, Suarez, Johnson, Agger, Skrtel, Allen, Kelly, Reina (alle geschont) und Cole (verletzt). Verwarnungen: 16. Raimondi. 80. Veskovac. 82. Borini (alle Foul). 85. Bobadilla (Schwalbe/Unsportlichkeit).

Udinese - Anschi Machatschkala 1:1 (0:1)
Friuli. - 7'100 Zuschauer. - SR Göcek (Tür).
Tore: 44. Padelli (Eigentor) 0:1. 92. Di Natale 1:1.
Udinese: Padelli; Benatia, Danilo, Domizzi; Badu (58. Di Natale), Willians (59. Basta), Lazzari; Faraoni, Pereyra (76. Pinzi), Armero; Ranégie.
Anschi Machatschkala: Pomasan; Agalerow, João Carlos, Samba, Schirkow; Jucilei, Boussoufa; Diarra, Eto'o, Schatow; Traoré (61. Carcela-Gonzalez).

Rangliste, Gruppe A:
1. Liverpool 1/3 (5:3).
2. Anschi Machatschkala 1/1 (1:1).
2. Udinese 1/1 (1:1).
4. Young Boys 1/0 (3:5).


http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... l-10467921

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 Beitrag Verfasst: Freitag 21. September 2012, 09:05 
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YB verliert gegen Liverpool 3:5

Wölfli: «Wir haben ihnen drei, vier Tore geschenkt!»

Meine Güte! YB verliert gegen Liverpools B-Elf wegen einem Eigentor und dummen Abwehrfehlern mit 3:5. Eine unnötige Niederlage!

Diese Pleite nervt! Liverpool reist nur mit der B-Elf nach Bern und gewinnt dennoch 5:3. Grund: Die YB-Verteidiger leisten sich einen Fehler nach dem anderen und geben damit eine 3:2-Führung aus der Hand.

Der Abend beginnt schon bitter: Nach vier Minuten köpfelt Christoph Spycher nach einer harmlosen Flanke den Ball an den Kopf seines Team-Kameraden Juhani Ojala. Von Ojalas Kopf prallt das Leder ins Tor. Kaltstart für die Berner!

Nach 38 Minuten kann aber Raphael Nuzzolo nach einem schweren Abwehrfehler der Liverpooler zum 1:1 ausgleichen. Doch nur zwei Minuten danach antwortet Stürmer Andre Wisdom per Kopf mit dem 2:1 für die Gäste.

Nach dem Pausentee folgt die beste Phase der Berner. In der 53. Minute trifft Juhani Ojala wieder per Kopf – diesmal ins richtige Tor! Und zehn Minuten später gehen die Young Boys mit einem Traum-Tor gar in Führung. Raul Bobadilla spielt den Steilpass, Gonzalo Zarate bezwingt Goalie Jones mit einem schönen Heber.

Doch eben, die Young Boys verspielen den Sieg: Borini (67.) und Shelvey (76. und 87. Minute) sichern den Reds die drei Punkte. Marco Wölfli sagt enttäuscht: «Wir haben ihnen drei, vier Tore geschenkt, das ist sehr unglücklich! Es ist sehr schade.»

Den nächsten Auftritt in der Europa League hat YB am 4. Oktober in Moskau gegen Anschi Machatschkala. Das russische Team um Superstar Samuel Eto'o spielt heute Donnerstag im anderen Spiel der Gruppe A gegen Udinese Calcio 1:1.
Young Boys - Liverpool 3:5 (1:2)

Stade de Suisse. - 31'120 Zuschauer (ausverkauft). - SR Koukoulakis (Grie). - Tore: 4. Ojala (Eigentor) 0:1. 38. Nuzzolo 1:1. 40. Wisdom 1:2. 53. Ojala 2:2. 63. Zarate 3:2. 67. Coates 3:3. 76. Shelvey 3:4. 88. Shelvey 3:5.

Young Boys: Wölfli; Sutter, Veskovac, Ojala, Raimondi; Zverotic (81. Frey), Spycher; Zarate (65. Gonzalez), Farnerud, Nuzzolo (69. Schneuwly); Bobadilla.

Liverpool: Jones; Wisdom, Coates, Carragher, Enrique; Henderson, Sahin, Suso; Downing (77. Sterling), Pacheco (62. Borini), Assaidi (67. Shelvey).

Bemerkungen: YB ohne Nef (gesperrt), Liverpool ohne Gerrard, Suarez, Johnson, Agger, Skrtel, Allen, Kelly, Reina (alle geschont) und Cole (verletzt). Verwarnungen: 16. Raimondi. 80. Veskovac. 82. Borini (alle Foul). 85. Bobadilla (Schwalbe/Unsportlichkeit).


http://www.blick.ch/sport/fussball/euro ... 18537.html

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 Beitrag Verfasst: Freitag 21. September 2012, 09:07 
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21.09.2012

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Liverpool-Küken rupfen YB-Hühnerhaufen

Es ist ein Offensivspektakel sondergleichen, das sich YB und Liverpools B-Team liefern. Mit einem bitteren Ende für den YB-Hühnerhaufen.

Es beginnt schlecht, ja lächerlich, als Spycher völlig unbedrängt den Ball Ojala zum dämlichsten Eigentor des Jahres an den Kopf köpfelt. Und es endet desaströs, als Ojala – wieder er – dem Nachwuchsspieler Shelvey den roten Teppich zum finalen 5:3 für die Reds auslegt.

Die Fans im erstmals seit 1959 bei einem internationalen YB-Auftritt ausverkauften Stade de Suisse applaudieren dennoch. Der Spektakelwert des Spiels ist schliesslich kaum zu übertreffen. Aber hinter den Slapstick-Toren, den sensationell herausgespielten Treffern wie Zarates 3:2 nach Vorarbeit des sackstarken Bobadilla und den vielen, vielen Geschenken verbirgt sich eine Wahrheit, die für YB ganz bitter ist.

Nämlich jene, dass es sich selbst ein Liverpool in der Vollkrise leisten kann, eine Boyband nach Bern zu entsenden – um dennoch zu gewinnen. Das stellt der YB-Defensive ein miserables Zeugnis aus. Ojala, Veskovac, Sutter, Zverotic und Co. begehen haarsträubende Fehler. Christoph Spycher: «Das 0:1 nehme ich auf meine Kappe. Mit vier geschenkten Toren kannst du gegen Liverpool nicht gewinnen.» Bei derartigen Einladungen zum munteren Scheibenschiessen hätte Liverpool gar die D-Elf schicken können.

So kann ein Mann namens Jonjo Shelvey (20), der als Ersatzspieler dieses B-Teams den Berner Bär mit seinen beiden Toren erlegt, cool analysieren: «Das war ein Qualitätsbeweis der Jungen.» Im nächsten Augenblick kreisen seine Gedanken um das Spiel gegen Manchester United am Sonntag und um seine Sorge, es dann ins Kader zu schaffen.

Auch Nuri Sahins Aussage spricht Bände darüber, wie die Reds-Küken YB einstufen: «Young Boys hat ein ordentliches Spiel gemacht und uns in Schwierigkeiten gebracht. Aber selbst nach dem 3:2 hatte ich nie Angst, dass wir verlieren könnten.» Heisst: Der Kandidat hatte und gab sich Mühe.

YB droht in der Europa League früh den Anschluss zu verlieren. Nach der gestern grosszügig ausgeschlagenen Offerte gegen Liverpool gehts nun nach Moskau zu Anschi Machatschkala. Punkten ist dann Pflicht. Es gibt einfachere Jobs.

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 Beitrag Verfasst: Freitag 21. September 2012, 09:10 
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20.09.2012

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YB in der Europa League

Tore zu verschenken

Zum Auftakt der Europa-League-Gruppenphase nutzen die Berner die freiwillige Selbstschwächung von Liverpool nicht aus und verspielen einen 3:2-Vorsprung.

Die Nachspielzeit lief, und in der Platzhälfte von YB standen Juhani Ojala und Dusan Veskovac, die Innenverteidiger der Berner. Sie bekamen eine Verschnaufpause; auf der Gegenseite war der nächste Angriff des Liverpool FC erst im sachten Aufbau begriffen, und so blickte der eine (Veskovac) betreten auf den grünen Rasen, der andere (Ojala) vergrub das Gesicht im gelben Trikot.

Es schien, als suchten sie verzweifelt Auswege, um ja nicht mehr hinschauen zu müssen. Und siehe da, sie blieben verschont. Es blieb bei den bis anhin gefallenen Gegentreffern – bei deren: fünf. Der Abend hatte mit einem Slapstick-Eigentor Ojalas begonnen (4. Minute); und er endete damit, dass Ojala zu langsam war, um den Joker Jonjo Shelvey am fünften Tor zu hindern (88.). Es mochte Balsam sein, dass YB auch drei Tore gelungen waren, immerhin. Das 2:2 erzielte just Ojala (53.), was für sein Kämpferherz spricht. Und nach 63 Minuten führte YB sogar 3:2, nachdem der Debütant Gonzalo Zarate einen Konter elegant abgeschlossen und damit bloss eine Stunde gebraucht hatte, um die Herzen der YB-Fans zu erobern.

«Blackouts»

Es hätte also ein Abend für lange Freundschaften und ewigwährende Erinnerungen werden können – doch es gelang den Bernern einmal mehr nicht, solch eine Chance zu nutzen. Sie schossen drei Tore, aber gewannen keinen Blumentopf – diese Bilanz sollte zu denken geben und nicht bloss mit der Sperre des Abwehrchefs Alain Nef begründet werden. Gewiss, Ojala war überfordert und Veskovac keine Hilfe – doch die Vorentscheidung zum 4:3 verdankte Liverpool einem groben Fehler von Elsad Zverotic, der im zentralen Mittelfeld spielte.

«Solche Blackouts werden auf diesem Niveau bestraft», sagte der YB-Coach Martin Rueda. Es überraschte, dass er im Zentrum neben Christoph Spycher und Alexander Farnerud nicht auf Moreno Costanzo setzte – diese Kombination wäre für mehr Selbstbewusstsein gestanden. Und etwas mutiger hätte YB durchaus spielen dürfen angesichts des Entscheids des Liverpool-Trainer Brendan Rodgers, Leadern wie Steven Gerrard oder Luis Suarez die Reise in die Schweiz zu ersparen.

Es gab Berner, die Rodgers Arroganz vorwarfen, weil er solche Verzichte verschmerzbar fand. Umso bitterer, dass er Recht bekam. Der zweifache Torschütze Shelvey sagte später, er hoffe, am Wochenende gegen Manchester United zum Kader zu gehören. Wer YB besiegt, braucht für die Premier League noch lange nicht erste Wahl zu sein.

Lang – und unvollständig

Der offiziellen Uefa-Pressemappe lag eine Kaderliste von Liverpool bei. Sie umfasste 30 Namen, wobei man meinen möchte, eine solch lange Aufzählung erhebe Anspruch auf Vollständigkeit. Irrtum. Auf der rechten Abwehrseite tauchte ein Teenager namens Andre Wisdom bei – und es war das Pech von YB, dass Wisdom nicht nur rechts hinten, sondern kurz vor der Pause auch vorne auftauchte. Wisdom schraubte sich hoch und köpfelte den Ball zum 2:1 ins Tor. Ojala und Veskovac standen in der Nähe, aber Wisdom obsiegte. Solche Tore nach verlorenen Kopfballduellen kann's geben. So dachte wohl auch Rueda – und sprach nur von «vier geschenkten Toren», nicht von fünf.

Das Telegramm
Stade de Suisse. - 31120 Zuschauer (ausverkauft). - SR Koukoulakis (Grie). - Tore: 4. Ojala (Eigentor) 0:1. 38. Nuzzolo 1:1. 40. Wisdom 1:2. 53. Ojala 2:2. 63. Zarate 3:2. 67. Coates 3:3. 76. Shelvey 3:4. 88. Shelvey 3:5.

Young Boys: Wölfli; Sutter, Veskovac, Ojala, Raimondi; Zverotic (81. Frey), Spycher; Zarate (65. Gonzalez), Farnerud, Nuzzolo (69. Schneuwly); Bobadilla.

Liverpool: Jones; Wisdom, Coates, Carragher, Enrique; Henderson, Sahin, Suso; Downing (77. Sterling), Pacheco (62. Borini), Assaidi (67. Shelvey).

Bemerkungen: YB ohne Nef (gesperrt), Liverpool ohne Gerrard, Suarez, Johnson, Agger, Skrtel, Allen, Kelly, Reina (alle geschont) und Cole (verletzt). Verwarnungen: 16. Raimondi. 80. Veskovac. 82. Borini (alle Foul). 85. Bobadilla (Schwalbe/Unsportlichkeit).


http://www.nzz.ch/aktuell/sport/fussbal ... 1.17630892

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 Beitrag Verfasst: Freitag 21. September 2012, 09:13 
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Liverpool nimmt YB-Geschenke dankend an

Europa League · Die Engländer siegten im Stade de Suisse 5:3.

Nach einer Stunde wurde es Liverpool-Coach Brendan Rogers zu bunt. Er wechselte den einzigen mitgereisten Mittelstürmer mit Stammplatzpotenzial ein – Fabio Borini. Doch bevor der Italiener erste Akzente setzten konnte, schoss Gonzalo Zarate das herrliche 3:2 für YB.

Plötzlich führte YB und schnupperte am Sensationssieg. Doch der ehemalige englische Rekordmeister war jetzt in seinem Stolz verletzt. Rogers wechselte ein zweites Mal, brachte den erfahrenen Jonjo Shelvey, und seine Mannschaft verstand das Zeichen. Kaum hatte Shelvey den Platz betreten, verwertete Innenverteidiger Coates einen Eckball zum 3:3-Ausgleich. Das verrückte Spiel im erstmals bei einem YB-Auftritt im Europacup ausverkauften Stade de Suisse war neu lanciert.

Die zuvor souveränen Young Boys waren nun sichtlich von der Rolle, was in der 76. Minute fatale Folgen hatte: Nach einem katastrophalen Fehlpass von Zverotic, der direkt in den Füssen von Borini landete, schlugen die Engländer eiskalt zu. Via zwei Stationen kam der Ball zu Shelvey, der unbedrängt zum 4:3 einschieben konnte. «Solche Blackouts darf man sich auf diesem Niveau nicht leisten», sagte YB-Trainer Martin Rueda zur spielentscheidenden Situation. Danach war die Gegenwehr von YB gebrochen. Kurz vor dem Ende der Partie (88.), fühlte sich erneut kein Berner für Liverpools Shelvey zuständig, womit ihm der Weg zu seinem zweiten Treffer und zur endgültigen Siegessicherung geebnet wurde.

Das 5:3 war der Schlusspunkt in einer Partie, die von zwei Wendungen geprägt war. Nach einem klassischen Fehlstart durch ein kurioses Eigentor (4.), kamen die Young Boys besser ins Spiel und in der 38. Minute zum 1:1 durch Nuzzolo. Liverpool reagierte postwendend und ging durch Wisdoms Kopfballtreffer erneut in Führung (40.). Nach der Halbzeit drehten Ojala und Zarate die Partie. Es sollte nicht reichen. Und deshalb musste Rueda ernüchtert feststellen: «Wir haben uns selber geschlagen.»

Das Fazit des Abends: YB ist nicht an einem übermächtigen Liverpool gescheitert, sondern an sich selbst und den erteilten Geschenken.

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 Beitrag Verfasst: Freitag 21. September 2012, 09:14 
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Veryoungboyst Version 3.0

Fussball · YB erlebt gegen Liverpool einen spektakulären Abend –am Ende ist es wie immer
Fussball-Fans in Bern sind sich das Leiden gewohnt. Der letzte Titel von YB? Lang ist es her, im Frühling 1987 gewannen die Berner den Cup. Seither nichts mehr, nur Sympathien nach Niederlagen.

Leidgeplagt hat irgendjemand in Bern das Verb «veryoungboysen» erfunden. Als Synonym für das Verspielen von einer guten Ausgangslage. Aus Platzgründen können wir nur auf die zwei letzten Gross-Ereignisse zurückblicken, die YB «veryoungboyst» hat. Der 1. Akt: 20.5.2009: YB verliert den Cupfinal gegen Sion 2:3 – nach einer 2:0-Führung. Der 2. Akt: 16.5.2010: YB verliert die Finalissima gegen den FC Basel 0:2. Der Meistertitel ist weg, trotz zeitweise 13 Punkten Vorsprung auf den Rivalen.

Und nun also der 3. Akt. Das Spiel gegen Liverpool war eine einmalige Chance. Die Engländer gaben sich gar nicht erst die Mühe, den Eindruck zu erwecken, als würde sie die Europa League interessieren. Seine acht besten Akteure liess Trainer Brendan Rodgers zu Hause.

Prompt führt YB nach 63 Minuten 3:2. Dank eines herausragenden Tores des neuen argentinischen Traum-Duos Bobadilla/Zarate. Und was passiert? YB kassiert noch drei Tore, verliert 3:5. Der erste Europa-League-Abend endet im Drama – veryoungboyst. Wie immer.

Kichern vor dem Fernseher

Niemand eignet sich als Symbol für diese Niederlage besser als Christoph Spycher. In der 4. Minute versucht er eine Flanke aus der Gefahren-Zone zu köpfeln. Er trifft seinen Teamkollegen Ojala im Gesicht und der Ball fliegt am verdutzten Marco Wölfli vorbei ins eigene Tor. «Das Tor geht auf meine Kappe, ohne Diskussion», sagt Spycher. «Ich konnte nicht mehr reagieren – es war mein erstes Eigentor der Karriere», sagt Ojala.

Liverpool-Mittelfeldstratege Nuri Sahin entfährt es nach dem Spiel. «So ein Tor habe ich in meinem Leben noch nie gesehen.» Die Liverpool-Stars zu Hause vor dem Fernseher wie Gerrard oder Suarez werden sich gekrümmt haben vor Lachen.

Das kuriose Tor erinnert an das legendäre Zürcher-Derby im Cup-Halbfinal 2004, als Pascal Castillo den damaligen GC-Verteidiger Reto Ziegler abschoss. Ironie der Geschichte: Auch damals stand Spycher auf dem Platz – als GC-Spieler. «Ich weiss nicht, ob das Spiel als veryoungboyst gelten kann», sagte Spycher nach dem Spiel, «schliesslich lebt der Fussball von Fehlern, und es gibt nun keinen Grund, die Europa League nach einer Niederlage bereits abzuhaken.»

Die andere tragische Figur dieses YB-Abends war Raul Bobadilla. Nicht, dass er schlecht gespielt hätte. Im Gegenteil! Der Argentinier zeigte eine herausragende Leistung, gewann fast jedes Duell gegen Liverpool-Captain Jamie Carragher. Seine Flanke für Ojala beim 2:2 war Weltklasse. Wie er das 3:2 von Zarate vorbereitete, sowieso. Nach dem Spiel sagte er: «Ich bin traurig, dass ein gutes Spiel von uns so enden muss. Drei Tore müssen doch zum Sieg reichen! Aber wer solche Geschenke verteilt, der darf sich nicht beklagen.» Raphael Nuzzolo stellte fest: «Der ärmste Typ auf dem Platz war unser Torhüter Marco Wölfli. Fünf Schüsse, fünf Gegentore – und bei keinem eine Chance.» Auch dies ist irgendwie symptomatisch für ein «veryoungboystes» Spiel.

Und das beste des Abends? Am Sonntag bietet sich YB gegen Basel bereits die Chance, zurückzuschlagen.

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 Beitrag Verfasst: Freitag 21. September 2012, 09:27 
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so wie gestern die ausgangslage war, hätte ich vor spielanpfiff noch einen hunderter auf einen sieg von yb getippt. ich war voll überzeugt, dass wir die reds wegputzen würden. nach dem spiel muss ich sagen 20 minuten spitzenfussball von unserer elf reichen auf diesem niveau bei weitem nicht. liverpool musste nie an die grenze gehen um das spiel zu kontrollieren. und das meine herren war die zweite garnitur der reds!!! das sollte un schon ein wenig zu denken geben. unsere abwehr ist eine katastrophe, in unserem breiten kader können spieler nicht 1:1 ersetzt werden so wie eben bei liverpool.


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 Beitrag Verfasst: Freitag 21. September 2012, 10:24 
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Die Noten zum Spiel YB gegen Liverpool (20. September 2012)

Die YB-Akteure überzeugten gegen Liverpool (3:5) nur in der Offensive.

Marco Wölfli: Note 3,5
Bei den Gegentoren machtlos, aber teilweise zögerlich. Eine starke Parade gegen Fabio Borini.

Scott Sutter: Note 4
Nach vorne mit viel Dampf, defensiv aber nicht immer auf der Höhe des Geschehens. Verlor das eine und andere Laufduell.

Dusan Veskovac: Note 3
Sah bei einigen Liverpool-Angriffen nicht stilsicher aus, verlor das Kopfballduell vor dem zweiten Treffer der Gäste.

Juhani Ojala: Note 3
Gewann viele Zweikämpfe, vor allem auch in der Luft – wie vor dem Kopftor zum 2:2. Aber beim 3:3-Ausgleich verlor er auch ein wichtiges Kopfballduell. Pech beim frühen Eigentor. Schwach beim letzten Gegentreffer.

Mario Raimondi Note: 3,5
Stiess in der Defensivarbeit an seine Grenzen. Nach vorne aber mit einigen beherzten Aktionen.

Elsad Zverotic: Note 3,5
Weil YB ein bisschen defensiver als sonst – und im 4-2-3-1-System – agierte, rückte er ins Team. Zverotic lief und rackerte stark. Aber er schlug an der Mittellinie den fürchterlichen Fehlpass vor dem 4:3 für Liverpool.

Christoph Spycher: Note 4,5
Eigentlich eine sehr starke Leistung des Routiniers, der im zentralen Aufbau viele Zweikämpfe gewann, Ruhe ausstrahlte, Bälle verteilte. Aber seine Kopfballabwehr – als er unbedrängt war – vor dem frühen Eigentor Ojalas war äusserst unglücklich.

Gonzalo ZarateNote: 4,5
Suchte oft Landsmann Bobadilla. Bei seinem herrlichen Tor zum 3:2 war es umgekehrt, da profitierte Zarate von der Vorarbeit des Stürmers. War agil, tauchte ab und zu unter, blieb aber ein Unruheherd. Seine Auswechslung überraschte ein bisschen, aber er war schon ein wenig platt.

Alexander Farnerud: Note 4,5
War an der Entstehung des ersten YB-Tores massgeblich beteiligt, kurbelte das Spiel immer wieder an, hatte zudem Pech mit einem Aussenpfostenschuss.

Raphael Nuzzolo: Note 4,5
Nach zurückhaltendem Beginn drehte er auf. Schoss das 1:1, hatte einige gute Aktionen, baute später aber auch wieder ab.

Raúl Bobadilla: Note 5,5
Er ist auch auf internationalem Niveau ein Klasseangreifer. Überragend, wie er den Ball oft gegen zwei, drei Gegenspieler behauptete. Leitete das 1:1 ein – und seine Vorarbeit vor dem 3:2 war Weltklasse. Erhielt aber letztlich zu wenig brauchbare Bälle, um seine Torgefährlichkeit auch an diesem Abend zu demonstrieren.

Alexander Gonzalez: Note 3,5
Kam nach 65 Minuten für Zarate, vermochte aber trotz seiner gewaltigen Schnelligkeit nicht mehr viel zu bewirken.

Christian Schneuwly: Note 3,5
Kam nach 69 Minuten für Nuzzolo. Blieb ohne Einfluss.

Michael Frey (81. für Zverotic) war für eine Benotung zu kurz im Einsatz.

6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30396938

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