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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Dienstag 30. August 2011, 08:54 
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30.08.2011

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Bisher deutlich mehr Quantität als Qualität

Nach dem schwachen Saisonstart steigt der Druck auf YB. Zahlreiche Spieler sind nicht in Bestform. Das sehr grosse Kader bietet viele Alternativen, ist aber auch eine Gefahr, weil Unruhe droht.

Es war eine furchtbare Woche für die Young Boys mit drei missglückten Heimauftritten gegen Thun (0:2), Braga (2:2) und Zürich (2:3). In der Liga steht YB mit seinen meisterlichen Ambitionen derzeit bloss auf Rang 6, im Europacup wurde das erste Saisonziel (Erreichen der Europa League) unglücklich verpasst. Finanziell erwartet die Berner eine heikle Saison, und auch sportlich gibt es trotz Titeltrainer Christian Gross und breiten, gut besetzten Kaders gerade einige Baustellen. Hinten wirken die Young Boys unkonzentriert, vorne wenig treffsicher. Alexander Farnerud war der deutlich stärkste Spieler der ersten Wochen, auch der zuletzt angeschlagene David Degen überzeugte, viele andere jedoch blieben hinter den hohen Erwartungen zurück. Der hinterste Akteur der YB-Achse, Goalie Marco Wölfli, besitzt zum Beispiel ebenso Raum zur Steigerung wie der vorderste, Null-Tore-Torjäger Henri Bienvenu.

Zusatzbelastung fällt weg

Coach Christian Gross arbeitet akribisch und fokussiert, er geniesst hohen Kredit im Verein – und wird in Zukunft insbesondere den harten Konkurrenzkampf unter den Fussballern sorgfältig moderieren müssen. «Wir werden viele Partien bestreiten und jeden Spieler benötigen», sagte Gross noch vor dem Saisonstart. Doch das Kader wurde mit Blick auf die strenge Zusatzbelastung im Europacup zusammengestellt – diese fällt nun weg, es drohen Unzufriedenheit und Frust bei nicht eingesetzten Akteuren. Und nach elf Pflichtspielen lässt sich als Zwischenfazit festhalten: Die zehn Zugänge im Sommer haben bisher vor allem das Kader verbreitert, als Volltreffer hat sich (noch) keiner etabliert. Aber Spieler wie Michael Silberbauer, Raphael Nuzzolo und Nassim Ben Khalifa können sich gewiss deutlich verbessern.

Derzeit stehen im YB-Kader gleich 28 Fussballer, jede Position bietet mehrere Alternativen, wobei die ausländischen Innenverteidiger Emiliano Dudar, Ammar Jemal und Hassan Lingani keine Perspektive in Bern besitzen und in den nächsten Wochen abgegeben werden sollen. Auch so verbleiben in der Defensive mehrere etablierte Kräfte, denen vielleicht nur der Gang auf die Ersatzbank bleibt. Scott Sutter kämpft rechts hinten mit Elsad Zverotic um einen Stammplatz, und François Affolter muss sich in der Mitte gegen Dusan Veskovac sowie den jungen Finnen Juhani Ojala durchsetzen, um neben dem gesetzten Alain Nef zu spielen. «Wir haben mehrere Spieler, von denen ich in dieser Saison den nächsten Schritt in ihrer Karriere erwarte», sagt Gross.

Die jungen und begabten Akteure wie Freddy Mveng, Matteo Tosetti oder Ezgjan Alioski dürfen aber derzeit nicht einmal regelmässig auf der Bank Platz nehmen, sie müssen in der 1.-Liga-Mannschaft von YB Spielpraxis sammeln. Und kehren die zuletzt verletzten oder angeschlagenen Stammspieler Degen, Christoph Spycher und Moreno Costanzo nach der Länderspielpause zurück, verschärft sich die Personalproblematik weiter. «Ich glaube nicht, dass es Unruhe geben wird, die Stimmung ist gut», sagt Captain Wölfli. «Und so kann sich keiner ausruhen, jeder muss immer Vollgas im Training geben.»

Gleich elf YB-Spieler sind in den nächsten Tagen übrigens mit Auswahlen unterwegs: Wölfli, Degen, Ben Khalifa (alle Schweiz), Affolter (Schweiz U-21), Silberbauer (Dänemark), Zverotic (Montenegro), Bienvenu (Kamerun), Mayuka (Sambia), der junge, vielversprechende Linksverteidiger Jan Lecjaks (Tschechien U-21), Tosetti (Schweiz U-20) sowie der dritte Goalie Yvan Mvogo (Schweiz U-18).

Immerhin vor dem FCB

An Klasse und Auswahl fehlt es bei YB jedenfalls nicht. Der Druck aber steigt. Siegen die Berner in den verbleibenden Partien des ersten Viertels in Lausanne sowie gegen Xamax (den zwei Tabellenletzten), hätten sie sich nach verpatztem Saisonstart zumindest einigermassen rehabilitiert. Und ein kleiner Trost bleibt den Young Boys: Sie stehen vor Meister und Titelrivale Basel


http://www.bernerzeitung.ch/sport/axpo_ ... y/23749042

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Dienstag 6. September 2011, 09:03 
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06.09.2011

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Zusammenarbeit mit Beytrison spülte viel Geld in die Kasse von YB

Die sehr enge Zusammenarbeit der früheren YB-Vereinsführung mit Spielerberater Jean-Bernard Beytrison ist vielerorts kritisiert worden. Für die Berner ist diese aber viel Geld wert.

Unter dem Strich lässt sich nicht erst nach dem gestrigen Verkauf Henri Bienvenus für rund 4,5 Millionen Franken sagen, dass die Young Boys sportlich wie wirtschaftlich stark von der Zusammenarbeit mit Jean-Bernar Beytrison profitiert haben.

Allein aus den Verkäufen der afrikanischen Fussballer Seydou Doumbia (zu ZSKA Moskau, Ablösesumme rund 12 Millionen), Kamil Zayatte (Hull City, 4 Millionen), Kader Mangane (Lens, 4,5 Millionen), Thierry Doubai (Udinese, 4 Millionen) und Bienvenu flossen fast 30 Millionen, wobei YB nach Abzug der Provisionen für Spieler und Berater mindestens 20 Millionen blieben.

An Weiterverkauf beteiligt

Und YB gehören mit Ammar Jemal (leihweise bei Köln), François Affolter, Pascal Doubai und vor allem Emmanuel Mayuka weitere Talente, die von Beytrison beraten werden. Zudem partizipiert YB an einem Weiterverkauf Doumbias mit 15 Prozent an der Ablöse, was weitere Millionen einbringen wird.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/21429123

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 7. September 2011, 08:55 
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07.09.2011

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Gross bekommt Bienvenu-Ersatz

YB-Trainer Gross bedauert, versteht aber den Abgang von Henri Bienvenu. Immerhin ist ihm Realersatz zugesichert worden.

Vier Stürmer wollte Gross zu Saisonbeginn haben. Vier Stürmer kriegte er. Doch seit Montag sind es bloss noch drei. Seit Bienvenu für über sechs Millionen Franken an Fenerbahce Istanbul verkauft worden ist. Gross: «Die Gestaltung einer kompetitiven Mannschaft ist ein rollender Prozess. Dazu gehört, dass es Gelegenheiten gibt, die man ganz einfach nutzen muss.»

Wie zum Beispiel das Angebot des Istanbuler Skandalklubs, der im Mittelpunkt einer gigantischen Bestechungsaffäre steht und deshalb aus der Champions League ausgeschlossen wurde. Mit diesen unverhofften Millionen kann YB die wegfallenden Einnahmen aus der Europa League kompensieren.

Die Millionen würden gezielt in die Verstärkung der Mannschaft investiert, und das noch diese Saison, sagt Gross. Das habe ihm CEO Ilja Kaenzig zugesichert.

Vorerst aber gelte es, den Weggang des letztjährigen Top-Torschützen (16 Treffer) aus Kamerun aufzufangen. «Die Mittelfeldspieler müssen gefährlicher werden, vor allem jene auf der Seite», fordert der Coach. In Lausanne kehrt David Degen ins Team zurück, von dem Gross viel erwartet. Auch Moreno Costanzo ist wieder fit.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 14. September 2011, 15:36 
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YB mit neuem Fanrekord

Die Young Boys erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit – und erzielen mit 15'700 Personen einen historischen Höchststand bei den Dauerkartenbesitzern.

Die Zahl bedeutet eine neue Höchstmarke in der hundertdreizehnjährigen Geschichte des BSC Young Boys: 15'700 Personen leisteten sich eine Dauerkarte, wie der Verein am Mittwoch mitgeteilt hat.

Der bisherige Rekordwert von Ende Dezember 2010 wurde so knapp übertroffen - damals zählte YB 15'685 Dauerkartenbesitzer. Damit ist, wenn alle Dauerkarteninhaber den Weg ins Stadion finden, das Stade de Suisse bereits zur Hälfte gefüllt. Das Stadion bietet Platz für insgesamt 32'000 Zuschauer.

Volle Ränge beim Warten auf den ersten Heimsieg

Der Zuschauerschnitt in der abgelaufenen Saison betrug 21’499. Die Zahlen in dieser Spielzeit fallen sogar noch höher aus. In den bisherigen vier Heimspielen der Berner fanden durchschnittlich 25'670 Fans den Weg ins Stadion. Allein zum Auftakt gegen Basel waren 31'120 zugegen.

Dabei wurden die gelb-schwarzen Fans bisher noch nicht verwöhnt: Nach den ersten vier Heimspielen wartet der Anhang noch immer auf den ersten Saisonsieg im Stade de Suisse. Die nächste Möglichkeit zur Premiere bietet sich den Bernern am kommenden Mittwoch in der Partie gegen Neuchâtel Xamax.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/15914118

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 21. September 2011, 11:57 
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Stadt Bern lässt YB hängen

Die Varianten Campus und Exil sind vom Tisch. YB löst sein Platzproblem unkonventionell – als Wanderzirkus.

Christian Gross will so schnell wie möglich auf Naturrasen spielen. Doch der Kunstrasen im Stade de Suisse hat auch seine Vorteile: Es können unbeschränkt Teams darauf trainieren – und das immer, bei jedem Wetter.

Also braucht YB ein neues Trainingsgelände. Anbieten würde sich die Grosse Allmend, eine riesige Rasenfläche gleich neben dem Wankdorf. Doch Stadtpräsident Alexander Tschäppät winkt ab. «YB will zwei Plätze mit Sichtzaun und Flutlicht zur exklusiven Nutzung. Das ist nicht realisierbar. Hündeler und Spaziergänger haben das gleiche Recht auf Benützung wie die Fussballer », sagt der Stapi im «Bund».

So heisst es ausweichen. «Aber in Bern und Umgebung gibt es kein einziges geeignetes Grundstück, bei dem der Preis stimmt», seufzt YB-CEO Ilja Kaenzig. Deshalb schliesst er das Thema Campus aus. Als Alternative wurde sogar ernsthaft in Betracht gezogen, ins Exil zu ziehen. Nach Lyss. Oder, ganz schräg, nach Kerzers, in den von den Bernern «verhassten » Kanton Fribourg.

Doch die Variante Exil scheint nun vom Tisch. Es zeichnet sich die Lösung «Patchwork» oder «Wanderzirkus» ab. YB würde bei dieser Lösung immer wieder an anderen Standorten in der Stadt Bern trainieren. YB als neue städtische Tingeltangel-Attraktion?

Noch sind einige Details zu klären. Namentlich die Wintersperre der Plätze vom 1. November bis zum 1. März. Können diese Probleme gelöst werden, gehts bald los mit dem Zirkus YB. Mit der Trainingsplatz-Lösung, die befremdlich anmutet für einen Klub, der zum Ziel hat, in jedem Bereich die Nummer eins zu sein.

Das nächste Ziel ist ein bescheideneres: Der erste Heimsieg heute im Kunstrasenderby gegen Xamax. Vorbereitet hat sich YB wie immer: auf Plastik.

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Dienstag 27. September 2011, 10:06 
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Ilja Kaenzig: "Zweifle nicht am Potential unserer Stürmer"
Seit etwas mehr als einem Jahr amtiert Ilja Kaenzig als CEO des BSC YB. Im Interview mit SPOX verrät er...


Link: http://www.spox.ch/spx-news-detail.aspx ... 20&navi=10


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Montag 3. Oktober 2011, 06:29 
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02.10.2011

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«Früher hat es keine Krawalle gegeben»

Anlässlich des Spitzenspiels YB - FC Luzern trafen sich am Sonntag etliche Goalies, die früher für YB zwischen den Pfosten standen. Gianfranco de Taddeo ist einer von ihnen. Bernerzeitung.ch/Newsnetz erzählte er von seiner unvergesslichen YB-Zeit.

Wie sind Sie damals dazu gekommen, bei YB als Torhüter tätig zu sein?
Ich hatte mich beim Loeb als Schaufensterdekorateur beworben. Diesen Job bekam ich zwar nicht, erhielt aber kurz darauf eine Stelle beim Modehaus Weilemann am Waisenhausplatz. Dies bot mir die Möglichkeit, nebst der Arbeit bei YB zu spielen.

Haben Sie Training und Arbeit aneinander vorbeigebracht?
Ja, das hat funktioniert. Wir trainierten jeweils zweimal pro Woche mit der gesamten Mannschaft. Trainer Albert Sing gab Walter Eich und mir zusätzlich jeden Mittag ein Goalietraining, das uns sehr gefordert hat. Wir genossen also ein eigentliches Privattraining.

Heutzutage ist es nicht mehr möglich, als Spitzensportler noch einen anderen Job auszuüben. Was halten Sie davon?
Das Ganze hat zwei Seiten: Einerseits ist es tatsächlich so, das man als angehender Spitzensportler schon früh alles auf eine Karte setzen muss. Oft ist es schon zu spät, sich erst nach einer absolvierten Lehre oder dem Gymnasium für den Spitzensport zu entscheiden. Andererseits kann die Professionalisierung des Fussballs für Jugendliche eine riesige Chance sein. Gerade junge Leute mit Migrationshintergrund haben teilweise Schwierigkeiten damit, in der Schweiz eine Lehrstelle zu finden. Schaffen sie den Sprung in den Spitzensport, kann ihnen das enorme Türen öffnen.

Meinen Sie dies in Bezug auf die hohen Löhne, die Spitzenfussballer erhalten?
Wenn ein Fussballer über mehrere Jahre hinweg gut spielt, kann er sich heutzutage während seiner Karriere ein beträchtliches Vermögen anhäufen. Das war früher nicht so. Als ich bei YB war, erhielt nach einem gewonnenen Spiel jeder Fussballer 50 Franken, ein Unentschieden wurde mit 30 Franken honoriert.

Gibt es etwas, das Ihnen jeweils in den Sinn kommt, wenn Sie an Ihre Zeit bei den Young Boys zurückdenken?
Ja. Als ich bei YB spielte, gab es noch keine Goaliehandschuhe. Deshalb habe ich neben meinem Tor stets ein Glas Aprikosenkonfitüre deponiert. Während des Spiels habe ich mir von Zeit zu Zeit die Hände mit Konfitüre eingerieben. Das hat zwar gut funktioniert, hatte aber einen Nachteil: Im Sommer habe ich mit meinen Konfitürehänden die Bienen angezogen. Deswegen bin ich später von Konfitüre auf Skiwachs umgestiegen.

Wieso haben Sie YB verlassen?
1953 durfte unsere gesamte Mannschaft in die USA fliegen. Ich wollte unbedingt auch dabei sein. Mein damaliger Arbeitgeber wollte mich jedoch nicht gehen lassen. Um die Reise trotzdem antreten zu können, kündigte ich meinen Job in Bern und arbeitete nach der Reise wieder in Basel.

Während Ihrer YB-Zeit ereignete sich im Wankdorfstadion das legendäre «Wunder von Bern». Wie erlebten Sie es, im Wankdorf zu spielen?
Das Wankdorfstadion war irrsinnig toll! Für mich ganz besonders, weil ich aus dem kleinen Verein La Chaux-de-Fonds zu YB gekommen bin. Es war jedes Mal ein Erlebnis, dort zu spielen. Dies nicht zuletzt, weil YB mit zunehmendem Erfolg auch stets zahlreiche Zuschauer an die Spiele gelockt hatte.

Auch heute pilgern zahlreiche Fans ins Stade de Suisse, um die Young Boys spielen zu sehen. Die Fanaufmärsche sind aber nicht selten mit Krawallen verbunden…
…das hat es früher nicht gegeben. Es wurde eine faire Fankultur gepflegt. Man ging wegen des Fussballs an ein Spiel, und um Freunde zu treffen. Ich als Goalie habe häufig auch gegnerischen Fans die Hand geschüttelt und mit ihnen diskutiert. Ich kann nichts damit anfangen, wenn während eines Spiels dumme Sprüche gegen Spieler aus der gegnerischen Mannschaft zu hören sind. Damals hat man den Gegner nicht fertig gemacht.

Sie besuchen also auch heute noch YB-Spiele?
Ja, ich sehe mir sehr gerne Spiele an.

In den Fünfzigerjahren wurden die Young Boys viermal hintereinander Meister. Warum hat es seit 1986 nicht mehr geklappt?
Das ist schwierig zu sagen. Der FC Basel etwa war in den letzten Jahren mitunter wegen der hervorragend geführten Nachwuchsförderung so erfolgreich. Darin ist Basel wegweisend. Der FCB hat grosse Spieler hervorgebracht und konnte diese teilweise teuer verkaufen, was wiederum die finanziellen Möglichkeiten erweitert hat.

Wer wird dieses Jahr Schweizer Meister?
Vom Bauchgefühl her würde ich auf Basel tippen. YB und Sion sind aber ebenfalls nicht zu unterschätzen. Beide könnten für Basel gefährlich werden.

Zur Person

Gianfranco de Taddeo (83) war von 1950 - 1954 bei den Berner Young Boys als Goalie tätig. Zuvor hatte er in Basel und kurze Zeit auch in La Chaux-de-Fonds gespielt. Während seiner Zeit in Bern hatte er im Fischermätteli ein Zimmer im «Trämlerhüsli». Er arbeitete bei einem Modehaus am Waisenhausplatz als Schaufensterdekorateur.

Gleichzeitig wie de Taddeo war damals auch YB-Torhüterlegende Walter Eich bei YB aktiv. Die Beiden trainierten oft zusammen, Eich holte später mit YB viermal den Meistertitel.

De Taddeo war im Sommer 1953 dabei, als YB als erste Schweizer Fussballmannschaft eine USA-Reise unternahm. Die Young Boys gelangten in die internationalen Schlagzeilen, als sie gegen die USA ein 9:0, gegen Irland ein 4:1 und gegen Liverpool ein 1:1 spielten.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/12673044

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 13. Oktober 2011, 12:09 
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13.10.2011

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YB verzichtet auf Trainingscamp in der Region

YB baut doch kein Trainingscamp ausserhalb der Stadt Bern. Die Gelb-Schwarzen trainieren auch in Zukunft in der Hauptstadt.

Die Young Boys bleiben der Stadt Bern erhalten. Die Drohungen der Klubverantwortlichen, man werde wegen Mangels an Trainingsplätzen der Hauptstadt den Rücken kehren, lösen sich in Luft auf. YB verzichtet auf den Bau eines Trainingscamps in Kerzers oder Lyss, wie gut unterrichtete Quellen bestätigen.

In der ganzen Stadt verteilt

Der Clinch zwischen dem Sportamt und den Young Boys scheint überwunden zu sein. Das Sportamt will den YB-Spielern ab dem neuen Jahr mehrere Fussballplätze in der Stadt für Trainings zur Verfügung stellen. Diese Wende kam zustande, weil der Kunstrasen im Stade de Suisse bereits zum Jahreswechsel einem Naturrasen weicht. Deshalb nimmt die Trainingskapazität im Stade de Suisse markant ab. Ursprünglich war der Rasenwechsel erst auf Beginn der neuen Saison im Sommer 2012 geplant. Doch wegen der Zusage für das Länderspiel Schweiz - Argentinien vom 29.Februar 2012 kam Bewegung in die Sache.

Weder bei YB noch beim Sportamt will sich jemand dazu äussern. YB-Sprecher Albert Staudenmann verweist auf eine Pressekonferenz, die heute im Stade de Suisse stattfindet. Fakt aber ist: Das Sportamt hat für YB folgende Plätze im Visier: die Naturrasenfelder im Murifeld, im Turnerstadion Wankdorf und auf der Grossen Allmend. Hinzu kommen die Kunstrasenfelder auf der Bümplizer Bodenweid und im Wyler, wo ein Bauprojekt in Planung ist. Zudem hat YB weiterhin Zugriff auf die Kunstrasenfelder und auf den Naturrasenplatz im Neufeldstadion. Diese Anlage gehört den Stadtbauten Bern (Stabe). Doch die Stade de Suisse AG hat die Anlage im Rahmen eines PPP-Vertrages (Public Private Partnership) Ende 2008 übernommen. Danach investierte der Verein 2,5 Millionen Franken in den Bau zweier Kunstrasenfeldern.

Trainings vorverlegen

Eine Knacknuss bei den Verhandlungen zwischen YB und dem Sportamt war es, die Interessen des Breitensports mit den Wünschen der YB-Profis und der YB-Nachwuchsteams zu vereinen. Denn besagte Fussballplätze werden seit Jahrzehnten von Feierabendkickern der unteren Ligen beansprucht.

YB plant nun, die Trainings der U-18- und U-21-Equipe um ein paar Stunden nach vorne zu verschieben und bereits am späteren Nachmittag zu beginnen. Die Profis trainieren so oder so tagsüber – und werden dies auch künftig vornehmlich im Turnerstadion Wankdorf oder im Neufeld tun.

YB darf auch im Winter

Trotzdem werden die erwähnten Fussballfelder durch YB zusätzlich belastet – zumal das Sportamt diese den Gelb-Schwarzen auch in den Wintermonaten zur Verfügung stellen will.

Bisher wurden alle Rasenplätze in der Stadt Bern Ende Oktober geschlossen. Damit die Plätze nicht zum Acker werden, will das Sportamt einerseits den Pflegeaufwand erhöhen. Andererseits finden die YB-Trainings auf regelmässig wechselnden Plätzen statt.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/axpo_ ... y/30278310

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Dienstag 25. Oktober 2011, 10:07 
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25.10.2011

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YB ist momentan der «ruhigste» Super-League-Vertreter

Bei den Berner Young Boys herrscht derzeit am wenigsten Unruhe in der Super League – trotz krasser Heimschwäche und konservativer Spielweise.

Den Übernamen «BSC Hollywood» hatte sich YB in den letzten, turbulenten Jahren redlich verdient. Doch die Wortkreation hat in Bezug auf YB Staub angesetzt – und ist leise entsorgt worden. Derzeit ist der frühere Spektakelverein sogar der ruhigste Super-League-Vertreter – und aller Grossklubs Berns sowieso.

Viele Sorgen bei Konkurrenz

YB-Titelrivale Basel flog Trainer Thorsten Fink davon – ihm gefällt es beim Tabellenletzten der Bundesliga (Hamburg) besser als beim Schweizer Meister und Champions-League-Teilnehmer.

Bei Zürich ist die Krise akut ausgebrochen, zudem hat der Klub heftige Probleme mit den Chaoten unter seinen Fans.

Sion ist Sion: Der unkontrollierbare Präsident Christian Constantin praktiziert wie immer juristisches Pressing und liefert Negativschlagzeilen im Akkord.

Luzern hätte als überraschender Leader nach einem Saisondrittel eigentlich keinen Grund zur Sorge. Aber er beschäftigt die Brüder Yakin und ist damit automatisch unberechenbaren Kräften ausgesetzt. Der eine, Spielmacherveteran Hakan, wechselt im Winter nach Bellinzona, und der andere, Trainerbegabung Murat, vielleicht kurze Zeit später als Trainer nach Basel.

Unsichere Zukunft bei Xamax

In Neuenburg führt der dubiose Vereinsbesitzer Bulat Tschagajew ein unsägliches Regime. Der Tschetschene betrachtet Rechnungen als unerheblich. Es regiert das Chaos: Spieler drohen mit Streik, Anwälte mit Konkurs.

Bei den anderen Westschweizer Vertretern, Servette und Lausanne, herrscht relative Minne, aber das ist mit Vorsicht zu geniessen. Am Genfersee mangelt es massiv an Investoren, und man darf sehr gespannt sein, wie sich die beiden Aufsteiger entwickeln.

GC, als helvetischer Rekordmeister ja eine Institution, fehlt es an Geld, Perspektiven und erfahrenen Fussballern, nicht aber an Kampfgeist, Talenten und prominenten Führungskräften. Aber: Die Stadionsituation in der selbst ernannten Weltstadt Zürich ist einfach nur peinlich.

Thun schliesslich füllte in den letzten Jahren gerne die Zeitungsspalten und bot ein spektakuläres Potpourri aus Gipfelsturm in die Königsklasse und Sexspielchen, Abstieg und Aufstieg an. Diese Spielzeit ist ein Abbild der jüngeren Vergangenheit: Vor wenigen Wochen Leader, taumeln die Oberländer dem Tabellenende entgegen.

Bei YB dagegen ist es ruhig, fast verdächtig ruhig. Man vertraut Trainer Christian Gross, dem ein 1:0 lieber ist als ein 4:3 – schliesslich erscheint Resultat im Wörterbuch vor Unterhaltung. Gross coacht konservativ und steht für Erfolge, Titel und Pokale.

Auswärts viel stärker

Dank Gross sorgt der harzige YB-Saisonstart nicht für Unruhe – der Auftritt vorgestern gegen GC bei der 0:1-Niederlage war ungenügend, das Treiben langweilig. Die Berner haben als einziges Team bereits sieben Heimspiele bestreiten dürfen – und weisen eine negative Bilanz auf: Sie siegten erst zweimal, verloren aber dreimal (gegen Thun, Zürich und GC, Teams der unteren Tabellenhälfte). Auswärts treten die Young Boys viel erfolgreicher auf, sie haben in fünf Partien 13 Punkte gesammelt. Gut für YB und Gross, verschwindet der ungeliebte Kunstrasen in Bern bald und findet die nächste Partie auswärts statt – falls Xamax am Donnerstag noch existiert. Wobei: Auf der Maladière liegt ein Plastikbelag.

Und selbstverständlich ist der «BSC Hollywood» nicht gestorben, er gönnt sich nach strengen Zeiten einfach eine Auszeit. Denn: Holt sich YB in dieser Saison nach einem Vierteljahrhundert endlich wieder einen Meistertitel oder Pokalsieg, wären die Schlagzeilen farbig, reisserisch, euphorisch – und das wären sie auch, wenn der Verein erneut scheitert.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/23759442

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2011/2012
 Beitrag Verfasst: Dienstag 25. Oktober 2011, 13:37 
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Kein Brot, keine Sportgetränke und keine Zigaretten für YB-Spieler

Wenn ein YB-Spieler nach der Saisonpause mehr als ein Kilo zugelegt hat, muss er pro zusätzliche 100 Gramm 100 Franken bezahlen. Dies berichtet YB-Trainer Christian Gross der Sendung «Iss dich fit» des Schweizer Sportfernsehens.

Wer meint, Fussballer achten nicht auf ihre Ernährung, hat sich getäuscht. «Der Sieg beginnt am Esstisch», sagt YB-Trainer Christian Gross gegenüber dem Schweizer Sportfernsehen (SSF).

Gross schaue genau hin, was seine Spieler essen. Jede Woche müssen sie auf die Waage, Brot habe er ihnen gestrichen und Sportgetränke findet er ebenfalls unnötig. Mehr als stilles Wasser gebe es für seine Athleten nicht zu trinken und auch der Alkoholkonsum werde überwacht.

Ein Glas Rotwein – oder zwei...

Disziplin sei für Gross aber auch in anderen Bereichen wichtig: «Ich versuche aus jedem Spieler eine Persönlichkeit zu machen», sagt er. Daher sei er auch ein bisschen ein Psychologe und Pädagoge. Auch sei er mit den Spieler nicht per Du.

Gross selber trinkt nach jedem Spiel ein Glas schweren Rotwein. «Manchmal brauche ich auch zwei», gibt er zu. Was der 57-Jährige für seine eigene Fitness macht, verrät er bei «Iss dich fit TV» auf SSF.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16115465

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