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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Dienstag 13. September 2016, 17:25 
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YB soll wieder einmal verkauft werden

Mal wieder heisst es, die Brüder Rihs als YB- Besitzer würden den Verein verkaufen wollen.

Seit Jahren werden oft wilde Gerüchte gestreut, wonach die YB-Besitzer Andy (73 Jahre) und Hans-Ueli (71) Rihs die Young Boys und das Stade de Suisse verkaufen wollen. Stets sind es andere Interessenten, wobei teilweise sehr absurde Behauptungen aufgestellt werden. Dass die Brüder mehr Leidenschaft für den Radsport als für den Fussball haben, ist bekannt. Und dass sie den Klub irgendwann verkaufen werden, ist auch klar.

Andy Rihs erklärte in einem Interview mit dieser Zeitung im Sommer 2013: «Ich denke nicht, dass ich dieses Engagement im Stade de Suisse meinen Söhnen vererben möchte. Wir wollen es irgendwann abgeben. Vorher müssen wir aber YB auf Vordermann bringen.»

Zusammenarbeit mit Mallorca

Das ist möglicherweise sportlich halbwegs gelungen, wobei die Young Boys weiter auf einen Titelgewinn warten. Wirtschaftlich aber war das Engagement für die Rihs-Brüder in den letzten Jahren beinahe ein Fass ohne Boden. Über 50 Millionen Franken mussten sie etwa seit 2010 einschiessen, um die hohen Jahresverluste zu decken. Und weil beide nicht jünger und fitter werden, hört man immer wieder von den Absichten, das Stadion, den Verein oder im besten Fall beides zusammen zu veräussern.

Am Sonntag schrieb die «Schweiz am Sonntag», YB stehe zum Verkauf. Und als Interessent wird der amerikanische Milliardär Robert Sarver genannt, dem auch der NBA-Klub Phoenix Suns sowie der spanische Fussballzweitligist Mallorca gehören. Diese Zeitung schrieb bereits mehrmals, YB habe die Zusammenarbeit mit RCD Mallorca zuletzt auf vielen Ebenen intensiviert, so wechselte kürzlich ja der junge Verteidiger Kasim Nuhu von Mallorca zu den Young Boys. Und auch die Möglichkeit eines Engagements von Sarver in Bern ist bekannt.

Ob und wann und an wen YB aber verkauft wird, ist völlig offen. Der Verein meldete am sonntag, er kommentiere keine Gerüchte. Es wird kaum lange dauern bis zum nächsten Gerücht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11716082

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Dienstag 13. September 2016, 17:34 
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Wieder mal Wirbel in der Hauptstadt

Wird YB an Amerikaner verkauft?

YB schlägt am Samstag Luzern mit 2:1 und grüsst neu von Rang 2. Dennoch gibts Diskussionen bei Gelb-Schwarz. Im Zentrum: Neuzugang Kasim Adams Nuhu.

Nuhu ist eine Leihgabe des spanischen Zweit­ligisten Mallorca. Er sorgt für das Überangebot an Innenverteidigern, das es Trainer Adi Hütter erlaubt, den ihm nicht genehmen Milan Vilotic in die U21 abzuschieben.

Doch Nuhu verletzt sich in der U21 leicht, weshalb er gegen den FCL nicht debütieren kann. Und weil sich da auch Steve von Bergen verletzt («nur ein Schlag, es geht …»), hat Hütter noch zwei fitte Innenverteidiger: Rochat und Bürgy. Kommts eine Woche nach der Absetzung bereits zum Vilotic-Comeback? Hütter: «Er ist im Moment noch bei uns, trainiert momentan in der zweiten Mannschaft. Mehr kann ich nicht dazu sagen.»

An Nuhu ist spannend, dass dessen Name wieder Mal Verkaufsabsichten der YB-Besitzer Andy und Hansueli Rihs aufs Tapet bringt. Mit Mallorca streben die YB-Bosse eine Zusammenarbeit an. Vielleicht sogar mehr?

Anfang Jahr übernahm US-Banker Robert Sarver (Vermögen: ca. 400 Mio. Fr.) mit zwei Ex-Sportprofis den Klub. Für 20 Millionen Euro. Dies nachdem sich die Eigentümer des NBA-Basketballteams Phoenix Suns zuvor erfolglos um den Kauf der Glasgow Rangers bemühten. Sarvers Statthalter beim RCD Mallorca lernt beim Golfen die YB-Verwaltungsräte kennen. Schon spriesst das Gerücht, das so sicher wie Ostern jedes Jahr im Kalender Platz findet: Rihs wolle YB verkaufen. An amerikanische Neubesitzer eines Fussballklubs? Macht wenig Sinn.

Was hatte Rihs Mitte Juli im BLICK auf die Frage gesagt, ob der Verkauf von YB ein Thema sei? «Nein.»


http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 81260.html

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Dienstag 13. September 2016, 17:59 
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Kommt Knäbel für Bickel?

von Peter Berger - Der nächste Knall bei YB: CEO Alain Kappeler und Sportchef Fredy Bickel sind weg. Übernimmt nun Peter Knäbel die sportliche Führung?

Unter dem Stichwort «Restrukturierung» kommunizierte YB heute die Abgänge von Fredy Bickel und Alain Kappeler. Nachfolger von Kappeler als CEO wird der bisherige Leiter Marketing und Verkauf, Wanja Greuel.

So einvernehmlich, wie es die Berner in der Mitteilung glauben machen wollen, ist die Trennung von den beiden Führungskräften indes nicht. Bickel hat immer wieder betont, dass sein Weg seit seiner Rückkehr Anfang 2013 bei YB noch nicht fertig sei. Erst im Januar wurde sein Vertrag verlängert. Der Kontrakt ist frühestens auf das Ende der nächsten ganzen Saison, also im Juni 2018, kündbar.

Siegenthaler als Initialzünder?

Treibende Kraft hinter Bickels Abgang dürfte Urs Siegenthaler sein. Der Basler und frühere YB-Spieler, aktuell Spielbeobachter für die deutsche Nationalmannschaft, ist seit März im Verwaltungsrat der Sport + Event Holding AG, der das Stade de Suisse und YB gehören, und leitet die Sportkommission. Siegenthaler soll zumindest die entscheidenden Mitglieder im Verwaltungsrat von seinen Ideen überzeugt haben.

Gut möglich, dass er Peter Knäbel als Nachfolger von Bickel einsetzen wird. Dieser musste im Mai als Sportchef beim Hamburger SV zurücktreten. Noch im Februar hatten Knäbel und Bickel einen möglichen Wechsel des Ivorers Sekou Sanogo von YB zum HSV in letzter Minute vermasselt. Bickels Nachfolger sei bereits bestimmt, werde aber erst im Oktober bekanntgegeben, steht in der Mitteilung. Möglich, dass Knäbel bis dahin noch auf der Lohnliste des HSV steht.

Unruhige Zeiten halten an

Nach dem missglückten Saisonstart – es sind schon wieder neun Punkte Rückstand auf Basel – und den Schlappen gegen Mönchengladbach in der Qualifikation zur Champions League war bei YB mit Massnahmen zu rechnen. Möglich, dass der Verkauf von Stadion und YB durch die Besitzer Andy und Hansueli Rihs näher ist als auch schon. Neben dem US-Banker Robert Sarver, der zusammen mit der Basketball-Legende Steve Nash und dem früheren Tennisprofi Andy Kohlberg RCD Mallorca gekauft hat, soll es weitere Interessenten geben.

Jedenfalls dürfte es im YB-Gebälk kaum ruhig bleiben. Seit das Stadion vor elf Jahren eröffnet wurde, wurden bereits die CEOs Stefan Niedermaier und Ilja Kaenzig sowie zahlreiche Trainer unter Getöse ersetzt. Meriten haben die Wechsel YB indes nicht eingebracht. Die Berner warten nunmehr seit 30 Jahren auf den ersten Meister- und seit 29 Jahren auf den ersten Cuptitel.


http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... --16174250

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Dienstag 13. September 2016, 19:59 
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«YB muss klären, was für ein Verein es sein will»

YB-Sportchef Fredy Bickel und Geschäftsführer Alain Kappeler verlassen den Club. Dies schlägt bei den Fans hohe Wellen.

Knall bei YB am Dienstagmorgen: Der umstrittene Sportchef Fredy Bickel und der Geschäftsführer Alain Kappeler nehmen den Hut. Die Trennung erfolge in «gegenseitigem Einvernehmen», heisst es in einer Medienmitteilung des Clubs.

Die Formulierung «Die Besitzer und Investoren Andy und Hansueli Rihs begrüssen die Massnahmen, um die Strategie mit den Hauptzielen wirtschaftlicher und sportlicher Erfolg effizienter umzusetzen» lässt jedoch erahnen, dass diese Abgänge kaum aus freien Stücken geschahen.

Geteilte Meinungen bei den Fans

Bei einer Umfrage in der Berner Innenstadt zeigt sich: Das Fan-Lager ist nach dieser Nachricht gespalten. Einer der Passanten zeigt sich erleichtert: «Mich wundert nur, dass das nicht schon früher passiert ist». Andere freuen sich auf einen «Neuanfang» und einen «Umbruch». Ein Thema, was auch oft angesprochen wird, ist die fehlende Kontinuität. Einer meint: «Mich stören die zahlreichen personellen Wechsel bei YB».

Auch in den Kommentaren auf bernerzeitung.ch ist man sich uneinig. Während Leser Urs Schütz überzeugt ist, dass es «kein gutes Zeichen ist» wenn Knall auf Fall entscheide gefällt werden, findet Hans Graf: «Bickel ist 2012 gekommen und hat als Ziel ausgegeben, in 3 Jahren einen Titel zu holen. Diesbezüglich hat er versagt und ist auch an seinen eigenen Ansprüchen gescheitert. Aber ich gebe Ihnen Recht: Mit der neuen Strategie, sprich Sparkurs, wird YB nicht näher an Basel rücken.»

Was will YB für ein Verein sein?

Für andere Leser werfen die Abgänge weitreichendere Fragen auf. Patrick Althaus meint: «YB muss zuerst einmal für sich klären, was es für ein Verein sein will. Ausbildungsklub? Meisterschaftsanwärter? Hauptsache irgendein Titel? Plätze 2-4? Champions League oder Europa League? Im Gegensatz zum FCB ist nicht erkennbar gewesen über die letzten 10 Jahre, wie sich YB positionieren will.»

Leser Daniel Bill stellt schliesslich fest: «Die Marke YB macht wieder mal Eigenwerbung im negativen Sinn. Das bedaure ich am Meisten. Der YB Fan sehnt sich schon länger nach Ruhe und Kontinuität.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/20597774

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Dienstag 13. September 2016, 20:10 
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Turbulenzen bei YB

Abbruch statt Aufbruch

Die Berner läuten einen Sparkurs ein und trennen sich von Sportchef Fredy Bickel und dem CEO Alain Kappeler.

Seit drei Jahrzehnten laufen die Young Boys einem Titel hinterher. Sie haben ein schönes Stadion, ein treues Publikum und Geldgeber aus Zürich. Die Voraussetzungen sind so gut wie nirgends sonst in der Schweiz, um etwas näher an den übermächtigen FC Basel heranzurücken. Doch seit Dienstagmorgen ist dieser Gedanke wieder weiter in die Ferne gerückt. Der Klub kommuniziert eine Kehrtwende und tut das, was er öfters radikal zu tun pflegt. Diesmal trifft es nicht den Trainer, sondern den Sportchef Fredy Bickel und den CEO Alain Kappeler. Der Bickel-Nachfolger ist bestimmt, soll aber erst im Oktober bekannt gegeben werden. Neuer CEO wird Wanja Greuel, der bisher die Abteilung Marketing und Verkauf geleitet hat.

Die Trennung erfolgt aus «wirtschaftlichen Gründen», wie einem rätselhaft verfassten Mediencommuniqué der YB-Dachorganisation (Sport und Event Holding AG) zu entnehmen ist. Weil YB keine Zahlen veröffentlicht, wird permanent darüber spekuliert, wie viele Millionen die Besitzer Andy und Hans-Ueli Rihs dem Klub zur Verfügung stellen. Denn eines lässt sich auch ohne den Einblick in die Bilanz mit gutem Gewissen vermuten: Es ist oft viel und hat in einer Saison auch schon die 10-Millionen-Grenze überstiegen. Bickel und Kappeler fallen dem neuen Sparkurs zum Opfer. YB wolle künftig «noch ausgeprägter auf den Nachwuchs setzen», heisst es im Communiqué.

Doch einmal mehr erstaunt der Zeitpunkt der Veränderung. Die Mannschaft von Trainer Adi Hütter hat zwar einen durchzogenen Saisonstart mit wechselnden Eindrücken hinter sich. Aber erste Ziele sind erreicht worden, zum Beispiel das Erreichen der Gruppenphase der Europa League, das mehrere Millionen einbringen und die Rechnung entlasten wird. Dies ist einem Exploit gegen Schachtor Donezk zu verdanken. Zudem sind die Berner in der Super League im 2. Rang klassiert. Negativ ins Gewicht fallen die Performance in der Champions-League-Qualifikation gegen Borussia Mönchengladbach (2:9) und zwei Niederlagen in der Meisterschaft gegen Lugano (1:2) und gegen GC (1:4). Das allein kann nicht der Grund der Veränderung sein.

Das Communiqué legt anschaulich dar, wie weit YB nicht nur auf dem Rasen, sondern auch in der Führungskultur vom FC Basel entfernt ist. Der Verwaltungsrat beantwortet im Moment keine weiteren Fragen, auf die Kommunikation der Nachfolgeregelung Bickels wird verzichtet. Ein Aufbruch liest sich anders. Es ist mehr ein Abbruch – oder ein Einbruch. Von Kontinuität und einer fruchtbaren Kultur kann im Stade de Suisse seit der Entmachtung des früheren CEO Stefan Niedermaier im August 2010 nicht die Rede sein. Das ist nunmehr sechs Jahre her, die für die Rihs-Brüder teuer geworden sind.

Reibungen im Klub waren bekannt. Ein Hinweis darauf ist der Name Urs Siegenthalers, der im März als Berater in den YB-Verwaltungsrat geholt worden ist. Siegenthaler arbeitet für den Deutschen Fussballbund DFB und soll zuletzt in YB-Transferfragen Einfluss genommen und sogar Bickel übergangen haben. Ein anderer Brandherd ist die Akte Milan Vilotic. Der Innenverteidiger war Anfang 2014 dem Klub ein paar Millionen wert und ist einer der bestbezahlten Spieler. Unlängst wurde Vilotic mit fadenscheinigen Begründungen in die U-21-Mannschaft zurückversetzt. Es droht der nächste Millionen-Abschreiber.


http://www.nzz.ch/sport/fussball/turbul ... -ld.116469

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Dienstag 13. September 2016, 20:45 
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Medienmitteilung der Sport und Event Holding

BSC YB passt seine Organisationsstruktur an

Der BSC Young Boys passt die organisatorischen Strukturen an: Die Bereiche Sport und Kommerz werden zusammengelegt. Diese Restrukturierung erfolgt aus wirtschaftlichen Gründen und hat personelle Wechsel zur Folge. CEO Alain Kappeler und Sportchef Fredy Bickel haben sich entschlossen, das Unternehmen zu verlassen. Neuer CEO wird der bisherige Leiter Marketing und Verkauf, Wanja Greuel (38). Der neue Leiter Sport ist bestimmt und wird im Verlauf des Oktobers bekanntgegeben. YB will künftig noch ausgeprägter auf den Nachwuchs setzen.

Der Verwaltungsrat der Sport und Event Holding, zu welcher das Stade de Suisse und der BSC YB gehören, hat Massnahmen beschlossen, um die Strategie einer wirtschaftlich und sportlich erfolgreichen Unternehmung konsequent umzusetzen. Dazu werden die bisher getrennten Bereiche Sport und Kommerz zusammengelegt und von einer Person geführt.

Im Zusammenhang mit dieser Restrukturierung haben sich die beiden operativen Leiter, Fredy Bickel und Alain Kappeler, entschlossen, das Unternehmen zu verlassen und sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Die Trennung erfolgt im gegenseitigen Einvernehmen.
Als neuer CEO amtet der bisherige Leiter Marketing und Verkauf, Wanja Greuel (38). Er ist studierter Betriebswirtschafter mit langjähriger Erfahrung in der Sportvermarktung. Der neue Leiter Sport ist ebenfalls bestimmt, er wird im Oktober vorgestellt. In der Zwischenzeit führt die Sportkommission des Verwaltungsrates die Geschäfte.

Der Verwaltungsrat bedankt sich herzlich bei Alain Kappeler und Fredy Bickel für ihre engagierte Arbeit und wünscht ihnen alles Gute für die Zukunft.

Die Besitzer und Investoren Andy und Hansueli Rihs begrüssen die Massnahmen, um die Strategie mit den Hauptzielen wirtschaftlicher und sportlicher Erfolg effizienter umzusetzen: „YB will ein Spitzenklub der Super League mit Erfolgen auch auf dem internationalen Parkett bleiben.“ Die Gebrüder Rihs halten fest, dass sie nach wie vor mit Leidenschaft hinter dem BSC Young Boys stehen. „Wir erwarten aber, dass sich die sportlichen Ziele von YB nach den wirtschaftlichen Möglichkeiten richten“.

Verwaltungsrats-Präsident Hanspeter Kienberger sagt: „Wir sind stolz und froh, dass wir auf unsere Investoren zählen können.“ YB werde weiterhin und noch konsequenter auf den eigenen Nachwuchs setzen. „Wir sind überzeugt, dass dieser Weg für eine Ausbildungsliga wie die Super League der richtige ist“, sagt Kienberger.


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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 04:26 
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Bierflasche hat geschrieben:
Medienmitteilung der Sport und Event Holding

BSC YB passt seine Organisationsstruktur an

Der BSC Young Boys passt die organisatorischen Strukturen an: Die Bereiche Sport und Kommerz werden zusammengelegt. Diese Restrukturierung erfolgt aus wirtschaftlichen Gründen und hat personelle Wechsel zur Folge. CEO Alain Kappeler und Sportchef Fredy Bickel haben sich entschlossen, das Unternehmen zu verlassen. Neuer CEO wird der bisherige Leiter Marketing und Verkauf, Wanja Greuel (38). Der neue Leiter Sport ist bestimmt und wird im Verlauf des Oktobers bekanntgegeben. YB will künftig noch ausgeprägter auf den Nachwuchs setzen.

Der Verwaltungsrat der Sport und Event Holding, zu welcher das Stade de Suisse und der BSC YB gehören, hat Massnahmen beschlossen, um die Strategie einer wirtschaftlich und sportlich erfolgreichen Unternehmung konsequent umzusetzen. Dazu werden die bisher getrennten Bereiche Sport und Kommerz zusammengelegt und von einer Person geführt.

Im Zusammenhang mit dieser Restrukturierung haben sich die beiden operativen Leiter, Fredy Bickel und Alain Kappeler, entschlossen, das Unternehmen zu verlassen und sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Die Trennung erfolgt im gegenseitigen Einvernehmen.
Als neuer CEO amtet der bisherige Leiter Marketing und Verkauf, Wanja Greuel (38). Er ist studierter Betriebswirtschafter mit langjähriger Erfahrung in der Sportvermarktung. Der neue Leiter Sport ist ebenfalls bestimmt, er wird im Oktober vorgestellt. In der Zwischenzeit führt die Sportkommission des Verwaltungsrates die Geschäfte.

Der Verwaltungsrat bedankt sich herzlich bei Alain Kappeler und Fredy Bickel für ihre engagierte Arbeit und wünscht ihnen alles Gute für die Zukunft.

Die Besitzer und Investoren Andy und Hansueli Rihs begrüssen die Massnahmen, um die Strategie mit den Hauptzielen wirtschaftlicher und sportlicher Erfolg effizienter umzusetzen: „YB will ein Spitzenklub der Super League mit Erfolgen auch auf dem internationalen Parkett bleiben.“ Die Gebrüder Rihs halten fest, dass sie nach wie vor mit Leidenschaft hinter dem BSC Young Boys stehen. „Wir erwarten aber, dass sich die sportlichen Ziele von YB nach den wirtschaftlichen Möglichkeiten richten“.

Verwaltungsrats-Präsident Hanspeter Kienberger sagt: „Wir sind stolz und froh, dass wir auf unsere Investoren zählen können.“ YB werde weiterhin und noch konsequenter auf den eigenen Nachwuchs setzen. „Wir sind überzeugt, dass dieser Weg für eine Ausbildungsliga wie die Super League der richtige ist“, sagt Kienberger.

..... und erneut blutet das Herz des YB-Fans. WTF!!!!

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 20:44 
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«BSC Hollywood» übertrifft sich selber

YB steht mal wieder vor einer Neuausrichtung: CEO Alain Kappeler und Sportchef Fredy Bickel müssen gehen, der Verein will sparen und noch stärker auf den Nachwuchs setzen.

Der Titel der Medienmitteilung am Dienstagmorgen liest sich harmlos: «BSC YB passt seine Organisationsstruktur an». Der Inhalt des Schreibens aber ist sehr brisant, es ist mitten in der Saison mal wieder ein grosser Knall beim «BSC Hollywood», der sich diesen Spitznamen seit Jahren konsequent erarbeitet.

Aus wirtschaftlichen Gründen werden die Bereiche Sport und Kommerz wieder zusammengelegt, diese Restrukturierung hat zur Folge, dass CEO Alain Kappeler und Sportchef Frey Bickel den Verein verlassen. Die Trennung erfolge in gegenseitigem Einvernehmen, heisst es.

Das ist natürlich glatt gelogen, selbst wenn Kappeler seiner Entlassung mit einer Kündigung zuvorkam. Beide müssen gehen, neuer CEO wird Wanja Greuel, bisher Leiter Marketing und Verkauf im Betrieb. Der neue Leiter Sport ist bestimmt, wird aber erst im Oktober vorgestellt ...

Kaum Informationen

Es ist, nicht zum ersten Mal, eine merkwürdige YB-Pressemitteilung, die mehr Fragen aufwirft, als sie beantwortet. Zumal nicht Stellung bezogen wird. «Der Verwaltungsrat hat entschieden, dass es über die Medienmitteilung hinaus keine weiteren Informationen gibt», sagt YB-Pressechef Albert Staudenmann.

Die Besitzer Andy und Hansueli Rihs stehen gemäss Medienbotschaft weiter mit Leidenschaft hinter dem Klub: «YB will ein Spitzenklub der Super League mit Erfolgen auch auf dem internationalen Parkett bleiben. Wir erwarten aber, dass sich die sportlichen Ziele nach den wirtschaftlichen Möglichkeiten richten.»

Nach sechs Jahren voller Millionenverluste soll bei YB gespart werden. Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger wird zitiert, man sei froh und stolz, weiter auf die Investoren zählen zu dürfen. Und YB werde in Zukunft noch konsequenter auf den eigenen Nachwuchs setzen. «Wir sind überzeugt, dass dieser Weg für eine Ausbildungsliga wie die Super League richtig ist.»

«Wir sind überzeugt, dass dieser Weg für eine Ausbildungsliga wie die Super League richtig ist.»
Hanspeter Kienberger, Verwaltungsratspräsident


Fredy Bickel schliesslich, der nach seiner Rückkehr zu YB vor dreieinhalb Jahren lange Zeit als Hoffnungsträger des Klubs galt, will und darf nicht öffentlich Stellung nehmen. Sein Arbeitspapier ist noch gültig. Er unterschrieb Anfang Jahr einen unbefristeten Vertrag mit langfristiger Kündigungsfrist ­– was sich nun als günstiger für YB erweist, als wenn Bickel bis 2018 oder 2019 unterzeichnet hätte.

Viel Geld ausgegeben

Fredy Bickel hatte im Januar 2013 angekündigt, bis 2016 einen Titel gewinnen zu wollen. Und obwohl sich YB Schritt für Schritt steigerte und sich klar als zweitbestes Team der Schweiz positionierte, gelang es nie, Basel her­auszufordern.

Im Cup leisteten sich die Young Boys mehrere Peinlichkeiten, sie qualifizierten sich aber auch zweimal (2014 und 2016) für die Europa League. Bickel baute den Nachwuchs erfolgreich um, mehrere junge Fussballer schafften den Sprung in die erste Mannschaft, Talente wie Yvon Mvogo und Denis Zakaria versprechen Millioneneinnahmen, wenn sie verkauft werden.

Insgesamt aber ist das Personal immer noch sehr teuer, es gab umstrittene Vertragsverlängerungen, einige Löhne sind enorm hoch, in Verhandlungen mit anderen Klubs soll Bickel nicht knausrig gewesen sein. Zudem gab es mit Ausnahme von Florent Hadergjonaj (für rund zwei Millionen Franken zu Ingolstadt) keinen lukrativen Verkauf.

Dennoch ist der Rauswurf für Fredy Bickel sehr bitter. Aber er kommt nicht unerwartet. Nachdem Urs Siegenthaler Ende Mai im Verwaltungsrat Einsitz genommen hatte als sportlicher Berater, zeichnete sich das Ende Bickels immer stärker ab. Die beiden sprachen kaum zusammen, nun hat sich Siegenthaler durchgesetzt.

Und gehen muss Bickel, der von Andy Rihs noch vor einem Jahr als «bester Sportchef der Liga» bezeichnet worden war. Damals, im Sommer 2015, meinte Rihs, man müsse halt noch mehr investieren, um Basel angreifen zu können.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/23538181

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 20:47 
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Vernünftige Strategie, dilettantisches Vorgehen

Sportredaktor Fabian Ruch zur neuesten Umstrukturierung bei YB.

Und die nächste Neustrukturierung. Und wieder zur Unzeit. YB steht sich auf dem Weg zur Kontinuität mit besorgniserregender Regelmässigkeit selber im Weg. Es hat seit dem Bezug des Stade de Suisse vor elf Jahren unterschiedliche Ansätze gegeben, den Verein zum Erfolg zu führen. Eitelkeiten zerstörten 2010 die in vielen Bereichen ausgezeichnete Arbeit unter CEO Stefan Niedermaier, der vom damaligen Verwaltungsratspräsidenten Benno Oertig rausgeworfen wurde.

Es folgten die hochtrabenden Pläne in der Phase 3, die kläglich scheiterten und ständige Trainerwechsel mit teuren und billigen Coachs. YB etablierte sich als Nummer 2 des Landes hinter Basel, gab auch unter Sportchef Fredy Bickel ab 2013 viel Geld aus – und totalisierte in den letzten sechs Jahren weit über 50 Millionen Franken Verlust.

Das ist ein schmerzhafter Betrag. Selbst für Milliardäre wie Andy und Hansueli Rihs. Und wer zahlt, befiehlt. Die YB-Besitzer haben die Nase voll, Jahr für Jahr ein Millionendefizit zu decken. Und sie liebäugeln schon lange damit, Verein und Stadion zu veräussern.

Ein Klub aber, der ein überteuertes Kader unterhält und weit über seine Verhältnisse lebt, ist nicht attraktiv für mögliche Käufer. Nun haben die Brüder Rihs die Notbremse gezogen.

Das Vorgehen der Investoren hinterlässt keinen strukturierten Eindruck, sie lassen sich von Emotionen leiten, wollen mal Basel angreifen und dann wieder sparen, und sie verlassen sich auf wechselnde Einflüsterer von teilweise geringer Kompetenz. Vor einigen Monaten haben sie mit Urs Siegenthaler einen Aufpasser installiert. Zuvor war ihnen immer wieder vorgeworfen worden, im Verwaltungsrat sei überhaupt kein fussballerisches Know-how vorhanden.

Siegenthaler und Bickel verstanden sich nicht und sprachen kaum zusammen. Bickel verlor den Machtkampf, den er gar nicht gewinnen konnte. So wie Niedermaier das Gerangel mit Oertig nicht als Sieger hatte überstehen können. Und auch beim gestrigen Knall hat YB einen schlechten Eindruck hinterlassen.

Vor allem in kommunikativer Hinsicht. Der Verwaltungsrat entschied, dass niemand für eine Auskunft zu erreichen sei, es gab keine Pressekonferenz, bloss eine Medienmitteilung, in welcher der Umsturz sogar noch so dargestellt wurde, als würden Bickel und CEO Alain Kappeler frei­willig gehen.

Die Anmerkung, Bickels Nachfolger sei schon bestimmt und werde im Oktober vorgestellt, beweist, wie dilettantisch das Denken der Verantwortlichen ist. Es ist naiv, so einen wichtigen Personalentscheid in diesem geschwätzigen Business wochenlang geheim halten zu wollen.

Urs Siegenthaler, der neue Macher, wird die Position des sportlichen Leiters mit einer Person seines Vertrauens besetzen. Er vertritt manchmal ge­wöhnungsbedürftige Ansichten. Aber der Verwaltungsrat ist dem selbstbewussten Berater des deutschen Weltmeistertrainers Joachim Löw beinahe hörig. Alain Kappeler und Fredy Bickel sind die Opfer der Umwälzungen.

Bickel hat ein zwar kostspieliges, aber relativ klug zusammengestelltes Team aufgebaut und zahlreiche Talente in die erste Mannschaft integriert. Doch ihm wurde nicht zugetraut, den Sparkurs zu tragen.

Ironischerweise konnte der Sportchef bei YB nur so mächtig werden, weil im Kontrollorgan lange keine fähigen Fachleute sassen. Und so durfte Bickel im Alleingang teilweise auch diskutable Entscheidungen wie einige Vertrags­verlängerungen mit Spielern treffen.

Nun kommen – mal wieder – neue Köpfe und andere Ideen. Es wird dauern, die erneut veränderte Strategie umzusetzen. Dabei tönt der Plan klug. YB soll günstiger werden, vernünftiger, noch jünger, die sportliche Führung wird breiter abgestützt, es gibt keine dominante Figur wie Bickel mehr.

Die Zeit der Topverträge wie bei Guillaume Hoarau, Steve von Bergen oder Milan Vilotic gehört der Vergangenheit an. Es wird einen gewaltigen personellen Umbruch geben, YB wird gesundgeschrumpft. Denn auch mit doppeltem Budget wäre Gigant Basel kaum nachhaltig herauszufordern. Und in dieser schwachen Super League ist Rang 2 auch mit der Hälfte des finanziellen Aufwands zu erreichen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/23532311

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 14. September 2016, 20:50 
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«Die Vernunft hat gesiegt!»

Urs Siegenthaler ist der starke Mann im YB-Verwaltungsrat – und ein Mensch mit besonderen Ansichten. Er spricht über den Machtkampf mit Fredy Bickel, sture Journalisten und darüber, dass es bei den Young Boys keine Alleingänge mehr geben werde.

Der Anruf kommt am Dienstag kurz vor 20 Uhr. Urs Siegenthaler meldet sich, der YB-Verwaltungsrat, der seit Ende Mai als sportlicher Berater der Vereinsbesitzer starker Mann im Kons­trukt ist. Und nicht gerne mit Medien spricht. Nicht zum Hintergrundgespräch, nein, Siegenthaler steht bereit für ein Interview. Dabei hatte es den ganzen Tag ­geheissen, keiner bei den Young Boys nehme Stellung zum Rauswurf von CEO Alain Kappeler und Sportchef Fredy Bickel.

Herr Siegenthaler, wieso ist ein Gespräch nun doch möglich?
Urs Siegenthaler: Ich habe mit einem Journalisten gesprochen, und es ist fair, wenn ich auch mit der Zeitung in Bern noch rede.

Gerne. Also: Warum wurde Fredy Bickel entlassen?
Das ist schon einmal die falsche Fragestellung. Ich verstehe nicht, warum Journalisten oft so negative Fragen stellen.

Es ist nun mal das, was heute am meisten interessiert bei YB.
Bei YB soll gespart werden, wir haben einen neuen Plan. Wenn Sie, Fabian Ruch, entlassen werden, sind Sie auch nicht zufrieden und fragen, warum nicht der Kollege entlassen wird. Wir haben eine Entscheidung getroffen, das muss man respektieren. Zumal diese über Monate gereift ist und wir total davon überzeugt sind.

Fredy Bickel hat also zu viel Geld ausgegeben . . .
. . . das sagen Sie!

So muss man die dürftige Mit­teilungspolitik des Verwaltungsrats interpretieren.
Ich verstehe nicht, wieso nun alle so tun, als ob wir eine völlig unverständliche Entscheidung getroffen hätten. Fredy Bickel wurde doch oft und schwer kritisiert, auch von Ihnen. Und nun werden Behauptungen aufgestellt, die völlig falsch sind.

Zum Beispiel?
Dass wir einen Machtkampf gehabt hätten.

Aber das war doch genau so. Seit Sie im Mai bei YB angefangen haben, stieg der Druck auf Bickel immer mehr. Und sie sprachen kaum einmal miteinander.
Muss ein Verwaltungsrat immer mit den operativen Leitern reden? Das ist nicht nötig. Bei einem grossen Pharmaunternehmen mischt sich der Verwaltungsrat auch nicht täglich ins Geschäft ein. Aber wenn die Richtung nicht mehr stimmt oder eine neue Strategie umgesetzt werden soll, ist er gefordert. Ich bitte die Medien, uns mit Respekt zu behandeln.

Wir wissen aber, dass Sie und Fredy Bickel nicht klarkamen. Das haben viele Leute bestätigt.
Ich finde es schade, wenn Menschen stur sind. Sie müssen sich ändern. Wenn ich Joachim Löw sage, wir bestreiten ab nun keine Zweikämpfe mehr, sagt er nicht: «Aber das haben wir immer getan!» Er fragt: «Ursle, warum meinst du? Was bringt uns das?» Ich versichere Ihnen, dass es keinen Machtkampf gab. Aber ich habe dem Verwaltungsrat gesagt, dass man andere Meinungen akzeptieren muss. Es ist wichtig, dass man sich in die Lage des Gesprächspartners versetzen kann.

Es ist nicht immer einfach, sich in Urs Siegenthaler zu versetzen. Der 68-Jährige ist ein brillanter Redner, aber er kann auch sehr schnell, sehr wirr, sehr merkwürdig sein, weil er Themen mischt, überraschende Ideen präsentiert, spezielle Beispiele wählt. Man weiss manchmal nicht so genau, was man von den zuweilen philosophischen Aussagen halten soll. Als Berater des deutschen Nationaltrainers Joachim Löw studiert er die Gegner teilweise monatelang und geht auch intensiv auf Kultur, Land und Leute stark ein. «Jedes Detail zählt. Wenn ein Spieler weiss, in welchen Verhältnissen der Gegenspieler aufwuchs, kann ihm das im Zweikampf sehr helfen», sagte er einmal.

Also gut. Aber wie geht es denn nun mit YB weiter?
Die Vernunft hat gesiegt! In Zukunft wird nicht mehr so viel Geld ausgegeben, wir wollen bescheidener sein, demütiger, das ist wichtig, so verschaffen wir uns Akzeptanz und Glaubwürdigkeit.

Noch vor einem Jahr erklärte Besitzer Andy Rihs, die Young Boys müssten mehr investieren, um Basel angreifen zu können. Und er erklärte, Fredy Bickel sei der beste Sportchef der Schweiz.
Das war vor meiner Zeit, dazu kann ich nichts sagen. Ich bin sicher, dass Andy Rihs diese Aussage heute bereut, weil er und sein Bruder nicht bereit sind, jedes Jahr Millionenverluste zu decken. Man kann auch günstiger den zweiten Platz erreichen.

Der neue Sportchef wird erst im Oktober kommuniziert, steht aber schon fest. Dieses Vorgehen ist gewöhnungsbedürftig.
Wieso denn? Und sowieso: YB braucht gar keinen Sportchef. Diese Stelle kann man einsparen.

Aber es benötigt doch eine Person, welche die Kaderzusammenstellung organisiert und als Bindeglied zwischen Verein sowie Trainer, Mannschaft und Nachwuchs steht.
Klar, aber man kann und muss die Verantwortung aufteilen. Wir werden einen sportlichen Leiter anstellen. Das kann auch ein Nachwuchsexperte sein. Es wird bei YB ganz sicher keine Alleingänge mehr geben.

Nun wird überall heftig spekuliert werden, wer dieser sportliche Leiter ist.
Das muss uns nicht kümmern. Wir wissen, wer kommt, wir sind von dieser Person überzeugt. Wenn ich sehe, was da jeden Tag über YB in den Zeitungen steht, das ist ja schwachsinnig. Heute las ich, Kevin Kuranyi wechsle zu uns oder Alex Frei werde Sportchef, kürzlich hiess es, wir würden nach Mallorca verkauft. Es wird immer so übertrieben. Ich hoffe, dass nun bald einmal Ruhe bei uns einkehrt.

YB sorgt selber immer wieder für Unruhe. Es hätte bessere Zeitpunkte gegeben, den Sportchef und den CEO zu entlassen, als mitten in der Saison, zwei Tage vor dem ersten Europa-League-Spiel gegen Olympiakos Piräus.
Wissen Sie, wenn wir das im Sommer gemacht hätten, dann hätte es geheissen, der Siegenthaler ist gar nicht in Bern, weil ich vier Monate unterwegs war mit dem deutschen Nationalteam. Man kann es nie allen recht machen.

Und so geht die muntere Unterhaltung noch länger hin und her. Einig wird man sich in den wenigsten Punkten, aber das war ja auch nicht das Ziel. Urs Siegenthaler spricht irgendwann noch von der fatalen Entwicklung in der Champions League, wo nur noch die grossen Vereine wichtig seien, zählt auf einmal etwa zehn Vereine von Wettingen über Servette bis Xamax auf, die wegen Misswirtschaft scheiterten, und erklärt am Ende, er werde dem Journalisten während eines längeren Gesprächs zeigen, wie seine Philosophie genau aussehe. Und er werde dazu einen Film mitbringen, der einem die Augen öffne. «Ich bin sicher, dass Sie mich dann verstehen werden.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31998531

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