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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 25. August 2021, 08:01 |
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25.08.2021  Zitat: Gruppengegner, Koeffizient und Prämien – das bedeutet die CL-Quali für YB und die Schweiz
Die Berner Young Boys haben sich dank eines erneuten 3:2-Sieges gegen Ferencvaros Budapest zum zweiten Mal nach 2018 für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur königlichen YB-Qualifikation.
YB hat es geschafft: Der Schweizer Meister übersteht drei Quali-Runden und sichert sich so zum zweiten Mal die Teilnahme an der Gruppenphase der Champions League. Während die Berner sich über tolle sportliche Affichen und einen finanziellen Segen freuen können, hat der YB-Erfolg für die Schweiz trotz Boost in der Fünfjahreswertung und Solidaritätszahlungen für die restlichen Super-League-Klubs nicht nur Vorteile.
Wer sind die möglichen Gruppengegner?
Noch sind die CL-Playoffs nicht komplett fertig gespielt. Heute Abend stehen noch drei Rückspiele auf dem Programm. Dennoch steht bereits fest, dass sich YB bei der Auslosung von morgen Donnerstag (18.00 Uhr) in Topf 4 befinden wird und damit gegen drei harte Brocken antreten muss.
Stand jetzt ist die Topfeinteilung wie folgt:
Topf 1: Chelsea, Villarreal, Atlético Madrid, Manchester City, Bayern München, Inter Mailand, OSC Lille, Sporting Lissabon. Topf 2: Real Madrid, Barcelona, Juventus Turin, Manchester United, Paris St-Germain, Liverpool, Sevilla, Borussia Dortmund. Topf 3: Porto, Ajax Amsterdam, RB Leipzig, Atalanta Bergamo, Zenit St.Petersburg, Benfica Lissabon. Topf 4: FC Brügge, AC Mailand, Malmö FF, VfL Wolfsburg, BSC Young Boys, Sherrif Tiraspol/Dinamo Zagreb. Einteilung noch unklar: Besiktas Istanbul, Dynamo Kiew, Monaco/Schachtar Donezk, FC Salzburg/Bröndby IF.
Es wird also sicher den einen oder anderen Kracher für YB in diesem Herbst geben – die Berner Fans dürfen sich auf magische Champions-League-Nächte freuen. https://www.watson.ch/sport/fussball/19 ... ie-schweiz
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 25. August 2021, 08:48 |
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25.08.2021  Zitat: Ekstatisches YB nach CL-Quali
«Hunger, Gier und Lust auf alles, was noch kommt»
Die Berner bringen die Champions League zurück in die Schweiz. Der Stolz ist gross, die Vorfreude noch grösser.
Ab September wird die berühmte Champions-League-Hymne durch das Wankdorf hallen und beim einen oder anderen Zuschauer mächtig Gänsehaut auslösen. YB gehört zum 2. Mal in der Klub-Geschichte zu den «königlichen» Teams Europas.
Nach dem grossen Erfolg waren bei den Berner Helden die Glücksgefühle riesig: «Wir sind unglaublich happy und unglaublich stolz», sagte Christian Fassnacht nach dem 3:2-Sieg in Budapest. Er hob vor allem den Teamgeist hervor: «Jeder hat sich für den anderen eingesetzt und wir haben nie aufgegeben.»
"Es ist einfach unglaublich. Es braucht ein paar Tage, bis wir das realisieren." Autor:Cédric Zesiger
In der Champions League zu spielen sei das «Schönste für jeden Spieler. Vor allem, wenn man sie sich so erarbeitet wie wir, mit all den Qualifikationsrunden», so Fassnacht weiter.
Goalie David von Ballmoos sprach von einem «Bubentraum», während Cédric Zesiger nach Worten rang. «Es ist einfach unglaublich. Es braucht ein paar Tage, bis wir das realisieren. Spätestens am Donnerstag ist es so weit.» Dann werden sich die Berner (und Schweizer) Blicke nach Istanbul richten, wenn die Gruppenphase ausgelost wird.
Es winken von Herbst bis Frühling Kracherduelle. Bayern, Real Madrid, PSG, Barcelona, ManCity, Chelsea – und so weiter, und so fort; die Liste potenzieller Gruppengegner ist ein Augenschmaus für jeden Fussball-Fan. YB-Trainer David Wagner fiebert der Auslosung bereits entgegen: «Im Moment herrscht ein Glücksgefühl, aber auch Hunger, Gier und Lust auf alles, was noch kommt.» https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... noch-kommt
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 25. August 2021, 08:54 |
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25.08.2021  Zitat: Die vergessene Legende – und andere YB-Spieler, die auf dem Weg in die Champions League überraschten
Die Young Boys haben am Dienstagabend zum zweiten Mal nach 2018 die Königsklasse erreicht – ohne Stützen früherer Jahre, dafür dank Spielern, mit denen viele nicht mehr rechneten.
Ohne Legenden oder Schlüsselspieler der vergangenen Jahre hat YB am Dienstagabend gegen Ferencvaros Budapest die Champions League erreicht. Fabian Lustenberger und Jean-Pierre Nsame fehlen während Monaten verletzt, Miralem Sulejmani sitzt derzeit vorwiegend auf der Ersatzbank, Guillaume Hoarau spielt ohnehin längst anderswo, beim FC Sion. Und so nutzten im Sommer 2021 andere den Raum zur Entfaltung. Es sind vier YB-Spieler, die in der Qualifikation besonders überraschten oder überzeugten.
Cédric Zesiger: hinten und vorne dominant
Viele belächelten diesen Transfer, als er 2019 vom Absteiger GC zu YB wechselte. Aber Zesiger, damals 21 Jahre alt, stand für die Zukunft – und, aufgewachsen im Berner Seeland, für regionale Identifikation. In der ersten Saison verursachte er im Europa-League-Spiel gegen die Glasgow Rangers ein Gegentor, er stolperte, als er quasi in einen Gegenspieler hineinlief. Der Sportchef Christoph Spycher sagte dazu in der NZZ: «Du darfst Fehler machen, aber nicht dreimal denselben.» Und: Bei YB solle eine Ambiance herrschen, in der junge Spieler eine gewisse Ruhe spürten, «aber unbedingt auch den Erfolgshunger des Klubs».
Zesiger steht genau dafür, für diese Ruhe – und für das Vertrauen in junge Spieler, die bereit sind, denselben Fehler, sagen wir, höchstens zweimal zu machen. Und so ist aus der Zukunft die Gegenwart geworden, Zesiger ist der dominierende YB-Innenverteidiger in dieser Saison, in Budapest entfaltete er diese Dominanz auch vor dem gegnerischen Tor und schoss das 1:0.
Christian Fassnacht: in ein paar Jahren glücklich
Seine Vorgeschichte ist schon x-mal erzählt worden, deshalb an dieser Stelle nur kurz: Vor einigen Jahren spielte er noch in einer gewissen Zürcher Amateur-Anonymität, bevor er 2015 aufzusteigen begann, Winterthur, Thun, YB – und 2018 plötzlich Schweizer Meister. Und Champions League. Und Nationalmannschaft. Und weil Fassnacht noch nicht ins Ausland gewechselt ist, wiederholt es sich einfach, 2021 zum Beispiel: Schweizer Meister. Europameisterschaft. Champions League.
Was 2021 anders ist als 2018: Der offensive Mittelfeldspieler Fassnacht gilt als unbestrittener Teamleader, im Play-off-Hinspiel gegen Ferencvaros war er Captain und spielte fast eine Stunde lang rechter Aussenverteidiger, lange Zeit so, als habe er nie etwas anderes gemacht. Wenn nicht plötzlich ein unwiderstehliches Angebot aus dem Ausland kommt, wird Fassnacht womöglich zu einem Spieler, wie es sie eigentlich gar nicht mehr gibt: während Jahren im selben Schweizer Klub, aber nicht, weil er ein Mitläufer ist, der froh sein muss, einen Vertrag zu haben, sondern weil er weiss, was er hat – und was er kann. In der «Berner Zeitung» vom Dienstag sagte Fassnacht: «Ich habe alles bei YB. Und wenn ich irgendwann acht, neun oder zehn Jahre für den Klub gespielt habe, bin ich glücklich.» Vielleicht hofft er darauf: 2024 Schweizer Meister. Europameisterschaft. Champions League.
Christopher Martins: vergessen und gesucht
Viele haben womöglich vergessen, dass Martins eigentlich schon eine YB-Legende ist: weil er YB einst zum Meister schoss. Im Sommer 2020 traf der Luxemburger im titelsichernden Spiel gegen den FC Sion zum 1:0. Aber es ist halt auch so, dass seither viele womöglich schon vergessen hatten, dass Martins bei YB unter Vertrag steht. Denn in der vergangenen Saison 2020/2021 stand Martins nur 12-mal im Kader, nur 9-mal spielte er von Anfang an, oft war er verletzt. Aber seit den diesjährigen Champions-League-Qualifikationsspielen ist der 24-Jährige wieder kaum mehr zu übersehen, in den vier Partien gegen Cluj und Ferencvaros Budapest stand er immer in der Startformation. Er stahl den Gegenspielern Bälle, wenn andere längst aufgegeben hätten – oder wo andere gar nicht gesehen hätten, dass sich dort überhaupt ein Ball befindet.
Auch Martins weiss wie Fassnacht, was er hat bei YB – das Zugeständnis zum Beispiel, Fehler machen zu dürfen, so wie Zesiger. Aber Martins, bei Lyon ausgebildet, wäre kaum glücklich, wenn er irgendwann acht, neun oder zehn Jahre für den Klub gespielt hätte. Darüber braucht er sich kaum den Kopf zu zerbrechen. Falls er sich nicht erneut verletzt, wird Martins nicht so schnell vergessen. Sein Profil ist auf dem Transfermarkt gefragt: gross, stark, spielintelligent.
Vincent Sierro: plötzlich wieder Tore
Und da gibt es noch diesen anderen Spieler im zentralen Mittelfeld, der in jüngerer Zeit leicht vergessen ging – weil er oft verletzt war, zum einen. Zum anderen, weil Sierro selten diese Wirkung entfaltete, die sich in Bern viele erhofft hatten, nachdem er in der Saison 2018/2019 für den FC St. Gallen in 39 Spielen 13 Tore erzielt hatte. In der vergangenen Saison hingegen schoss Sierro für YB in 28 Partien nur einen einzigen Treffer. Und heuer? Erst 8 Spiele, schon 3 Goals. 2 Tore schoss er in den Champions-League-Qualifikationsspielen gegen Cluj und Ferencvaros, am Dienstag schlug er in Budapest den Corner, der zu Zesigers 1:0 führte.
Anders als Zesiger hätte Sierro schon die Gegenwart sein sollen, als sie 2019 gemeinsam zu YB kamen. Doch Sierro war sie noch nie so sehr wie dieser Tage. Der 25-jährige Walliser steht dafür, dass bei YB nicht nur junge Spieler den Erfolgshunger und die Ruhe spüren, sondern auch arriviertere. In jungen Jahren stand Sierro einst schon im Bundesligaklub SC Freiburg unter Vertrag. Es ist eine interessante Frage: ob Sierro gerne noch einmal ins Ausland wechseln würde oder ob er findet, er wäre nach acht, neun oder zehn Jahren bei YB so glücklich, dass er diesen Schritt – um nicht zu sagen: Fehler – nicht zweimal macht. https://www.nzz.ch/sport/fussball-yb-ze ... ld.1642057
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 25. August 2021, 08:57 |
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25.08.2021  Zitat: YB-Noten: Ein Quartett als Berner Trumpf in Budapest
Die Young Boys überzeugen bei Ferencváros mit ihrem Teamspirit. Aus dem starken Kollektiv ragen vier Spieler heraus.
David von Ballmoos – Note 4,5
Der Keeper kehrt nach überstandener Muskelverletzung im Oberschenkel zurück und ist gleich mittendrin im Geschehen. Vor dem 1:1 lenkt er den Flankenball von Mmaee zur Mitte, wo Wingo unbedrängt einschieben kann – ein unglücklicher Start für den Goalie. Er ist danach ein sicherer, wenn auch nicht arg beschäftigter Rückhalt. Beim zweiten Gegentor ist er machtlos.
Quentin Maceiras – Note 5,5
Der Walliser kommt wegen der Rot-Sperre Silvan Heftis von Beginn an auf der rechten Abwehrseite zum Einsatz. Und: Er ist weit mehr als nur der Ersatz. Maceiras agiert mutig und energisch, er schaltet sich immer wieder in die Offensive ein. So wie in der 23. Minute, als er nach einem Rush den Ball mit dem Vollspann an den Aussenpfosten setzt, sowie in der 63. Minute, als er Ngamaleu vor dessen Pfostentreffer lanciert.
Mohamed Camara – Note 4,5
Oft ist es beim Guineer ein Auf und Ab wie auf der Achterbahn. An diesem speziellen Abend in Budapest aber ist Camara fast immer auf der Höhe seiner Aufgabe.
Cédric Zesiger – Note 5,5
Der Seeländer eröffnet diesen denkwürdigen Abend für YB. Schon nach drei Minuten bringt er sein Team nach einem Corner mit einem wuchtigen Kopfball in Führung. Zesiger ist präsent und zweikampfstark wie immer in dieser Saison. Und diese Qualitäten braucht YB in Budapest.
Ulisses Garcia – Note 4,5
Der Linksverteidiger ist längst nicht so auffällig wie in den vergangenen Partien. Aber er ist hinten links ein solider Wert,
Christian Fassnacht – Note 5
Als die Young Boys in der ersten Halbzeit kurzzeitig taumeln, hat auch Fassnacht einen schwachen Moment, weil er vor dem 1:1 den sehr agilen und präsenten Mmaee nicht an der Flanke hindern kann. Aber Fassnacht ist es auch, der am Ursprung der Wende steht, weil er in der 56 Minute Elias perfekt getimte Hereingabe zum 2:2 verwertet. In der 82. Minute könnte der Nationalspieler für die Entscheidung sorgen, verzieht jedoch aus aussichtsreicher Position.
Vincent Sierro – Note 4,5
Nicht so auffällig wie in den letzten Europacup-Spielen, als er sowohl gegen Cluj als auch im Hinspiel gegen Ferencváros traf. Aber Sierro zeigt über weite Strecken einen souveränen Auftritt. Muss in der 63. Minute Michel Aebischer Platz machen.
Christopher Martins – Note 5,5
Der Mann mit den langen Beinen ist wie schon im Hinspiel einer der auffälligsten Berner Akteure. Martins grätscht, Martins erobert Bälle und schaltet sich immer wieder nach vorne ein. Ein leidenschaftlicher und starker Auftritt.
Nicolas Ngamaleu – Note 5,5
Nach einer schwierigen letzten Saison nähert sich der Flügel seiner Topform an. Er steht am Ursprung des YB-Führungstreffers, weil er mit seinem Abschluss den Corner erst möglich macht. Und mit seinem feinen Lupfer bringt er YB in der 64. Minute beinahe in Führung, der Ball jedoch prallt an den Pfosten. In der Nachspielzeit schliesslich krönt der Kameruner seinen starken Auftritt mit dem Zuckerpass auf Felix Mambimbi, den dieser zum 3:2 verwertet.
Meschack Elia – Note 5
Hat gegen die kräftigen Abwehrspieler der Ungarn zunächst einen schweren Stand. Aber einmal mehr sorgt der schnelle Kongolese dann mit seiner Geschwindigkeit für die Differenz. Nach einem geblockten Ball setzt er nach, schüttelt in einem Sprint Kovacevic ab und legt den Ball schliesslich perfekt für Fassnacht auf.
Jordan Siebatcheu – Note 3
Es ist nicht der Abend des YB-Goalgetters. Verliert nach einem Corner den Kopfball gegen Mmaee, der zum 2:1 für die Ungarn führt. Ist im Sturm oft isoliert. Vergibt in der 64. Minute das scheinbar sichere 3:2, nachdem er den Ball vor dem leeren Tor vor sich sieht. Und verschiesst schliesslich den Penalty nach dem Foul an Ngamaleu (70.)
Michel Aebischer – Note 4, 5
63. Minute für Sierro. Zurück nach seiner Sperre. Wird gleich von Laïdouni brutal von den Beinen geholt, was zum Platzverweis für den Ferencváros-Spieler führt. In der Schlussphase mit einer Hereingabe auf Mambimbi, der allerdings geblockt wird.
Felix Mambimbi – keine Benotung
85. Minute für Siebatcheu. Der junge Stürmer erzielt in der Nachspielzeit den Siegtefffer zum 3:2.
Sandro Lauper – keine Benotung
85. Minute für Elia. https://www.bernerzeitung.ch/yb-noten-e ... 2925508494
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 25. August 2021, 14:00 |
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25.08.2021  Zitat: «Ich bin hundemüde»
So lief die YB-Feier im Budapester Kempinski
YB-Coach David Wagner hatte indirekt sowas wie die Partynacht des Lebens angekündigt. Ist was daraus geworden? Na ja. Doch lassen wir Cédric Zesiger und Nicolas Ngamaleu erzählen.
Es ist 10.37 Uhr, als der YB-Car am Flughafen Ferihegy in Budapest eintrifft. Wie verkatert die YB-Stars durch die Nacht nach dem Triumph gegen Ferencvaros waren, lässt sich unter der Maske schwer erahnen. Auch bei Cédric Zesiger ist das nicht anders, dem Seeländer, der in der Zeit der verletzungsbedingten Absenz von Fabian Lustenberger Abwehrchef ist und in dieser Aufgabe unfassbar erblüht ist. Apropos fassen. Auch in der Nacht danach kann es Zesiger noch nicht so richtig fassen, was geschehen ist. «So richtig realisiert haben wir es noch nicht ganz. Auch wenn wir es jetzt mal genossen haben. Mit einem schönen Nachtessen und einer kleinen Feier.»
Diese ging natürlich nicht irgendwo in den Strassen von Budapest vonstatten, sondern im Hotel Kempinski, der mondänen Blase von Gelbschwarz für die beiden entscheidenden Tage. Und die Party? Hat Trainer David Wagner zu viel versprochen, als er sagte, wenn er etwas richtig gut könne, dann feiern? Stand man am Ende auf den Tischen? Zesiger: «Nein, nein. Es war im Rahmen. Essen. Musik. Das eine oder andere Bierchen. Wir konnten und wollten nichts Grösseres machen. Es geht ja weiter.» Also hat man den Partytiger Wagner noch nicht gesehen? «Ein bisschen. Aber da geht sicher noch mehr.»
«Es brauchte sehr viel Nerven»
Zesiger selber hatte nach dem Spiel Tränen in den Augen. «Es brauchte sehr viel Nerven. Wenn sich dann nach dem Schlusspfiff alles entlädt, bin ich schon nahe am Wasser gebaut. «Und dann kommt noch die Geschichte mit dem verstorbenen Grossvater hinzu, der Zesis Werdegang eng begleitet hatte. «Ich habe kurz in den Budapester Nachthimmel geschaut. Da ist das dann ‹oppsi› gekommen, klar. Solche Gefühle lasse ich gerne zu.»
Nicolas Moumi Ngamaleu, der Unterschied-Macher, der auch in Budapest glänzte, wirkte hingegen enorm zurückhaltend. «Ich bin hundemüde», so der Kameruner. «Aber die Emotionen sind schon da. Auch wenn ich sie nicht nach aussen trage. Sie sind im Innern.» Ngamaleu ist einer, der den Takt in Sachen Musik mit angibt, Auch im Kempinski? «Klar. Das musste doch sein, eine kleine Party.» Und was lief? «Zuerst mal Afro Trap Part 3 Champions League von MHD.» Französischer Rap also. Wie üblich setzte sich die Afro-Fraktion gegen die Von-Ballmoos-Fassnacht-Fraktion mit 80er-Jahre-Rock und so gnadenlos durch … «Aber danach lief auch was Schweizerdeutsches», sagt Moumi. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 78893.html
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 25. August 2021, 14:57 |
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25.08.2021  Zitat: Einsamster YB-Fan in Budapest
«Wurde mit ungarischen Schimpfwörtern eingedeckt»
Oli aus Muri BE ist ein grosser YB-Fan. Der 53-Jährige war ganz alleine im Stadion in Budapest und sah, wie seine Young Boys mit wehenden Fahnen in die Champions League eingezogen sind. Am nächsten Tag hat er sogar noch das Shirt seines Lieblingsspielers bekommen. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 78995.html
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 25. August 2021, 15:48 |
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25.08.2021  Zitat: YB: So machte Trainer Wagner CL-Torschütze Cédric Zesiger heiss!
Dank zwei Siegen gegen Ferencvaros steht YB in der Champions League. Grossen Anteil daran hat auch der junge Verteidiger Cédric Zesiger.
Das Wichtigste in Kürze
- Mit einem Gesamtskore von 6:4 übersteht YB das Playoff zur Champions League. - Mit Cédric Zesiger reiht sich auch ein Verteidiger in die Torschützenliste ein. - Der 23-Jährige ist bei den Bernern zum absoluten Leistungsträger avanciert.
«Seitdem ich hier bin, macht er's bockstark», sagt Trainer David Wagner vor dem Playoff-Hinspiel gegen Ferencvaros Budapest. Die Rede ist von Verteidiger Cédric Zesiger (23), der bis anhin eine überragende Saison spielt.
«Er geht vorne weg – im Training und im Spiel. Und es ist ganz hohes Niveau, was er jetzt konstant anbietet», so Wagner. Und der Coach meint lächelnd: «Darüber hinaus ist er ein netter Kerl. Und er dürfte mal ein Tor schiessen.»
Wie bitte? Nur drei Tage zuvor erzielt der Verteidiger im Cup-Spiel gegen Littau das zwischenzeitliche 4:0. Doch das reichte dem Trainer offenbar nicht.
Wenn Zesiger fehlt, verliert YB
Und so scheint Zesiger im Rückspiel in Budapest besonders angespornt zu sein. Nach nur vier Minuten trifft der 1,94-Meter-Hüne zur 1:0-Führung. Gesagt, getan. Damit ebnet er seiner Mannschaft den Weg in die Königsklasse.
Wie wichtig der 23-Jährige in der Abwesenheit von Abwehrchef Fabian Lustenberger ist, zeigt die Statistik: Das einzige Spiel, das Zesiger in dieser Saison verpasst, verliert YB prompt. Beim 0:1 in Sion wird er für die Quali-Partie gegen Cluj (3:1) geschont. https://www.nau.ch/sport/fussball-int/y ... s-65988955
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 25. August 2021, 17:45 |
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25.08.2021  Zitat: YB-Helden wieder daheim
So wurden die Sternenkicker empfangen
Der BSC Young Boys ist am Berner Flughafen von einer Fanschar empfangen worden. Sogar eine YB-Legende war unter den Anhängern.
Alle paar Minuten steigt ein Flieger in den Himmel. Doch dass dies kein gewöhnlicher Flugtag werden wird, merkt man spätestens, als der Car des amtierenden Fussballmeisters vor dem Flughafen Bern-Belp einfährt. Erste YB-Fans haben sich vor dem Gebäude des Flughafens eingefunden, um ihre Helden zu empfangen.
Zum zweiten Mal in der Clubgeschichte hat YB den Einzug in die Gruppenphase der Champions League geschafft. Beim ersten Mal vor drei Jahren waren Aberhunderte von Fans vor Ort. Am Mittwoch sind es geschätzte 100 Fans. Unter ihnen ist auch Martin Trümpler (siehe Bildstrecke). Er ist alles andere als ein normaler Anhänger: Er spielte selber in der ersten Mannschaft, in der Nationalmannschaft, war YB-Trainer und arbeitet heute mit Chefscout Stéphane Chapuisat zusammen.
Mit ihm vor Ort sind auch Heinz Maibach und Ernst Graf vom YB-Verwaltungsrat. Sie tun es den kleinen Kindern gleich und stehen am Zaun, schauen der Helvetic-Maschine beim Landen zu und dislozieren ins Flughafengebäude, um näher beim Team zu sein.
In der Menge steht auch der Pensionär Roland Schüpbach aus Münsingen, der den Spielern am heutigen Nachmittag Respekt zollen will. Zwischen den Trikots und Schals fällt auch Werner Baumann auf, im schnittigen YB-Velodress. Beide haben sich schon früh hier eingefunden, Schüpbach hat sich die Zeit beim Merguez-Zmittag im nahe gelegenen Pop-up vertrieben, Baumann hat 60 Kilometer auf seinem Velo abgespult und musste trotzdem noch Runden auf dem Belpmoos drehen.
Familienväter kommen im Schlepptau ihrer Kinder, etwa Marcel Hasler aus Boll mit seinen Töchtern. «Die Spieler haben es verdient, dass wir ihnen hier die Ehre erweisen», sagt er. Ein Münsinger Vater hat derweil seine Söhne Levin und Corsin mit dem Besuch auf dem Flughafenareal überrascht: Levin Schütz trägt das Trikot von Guillaume Faivre. Ein wenig traurig ist er schon, dass die Nummer zwei im Tor wieder der Nummer eins Platz machen musste. Er und sein Bruder sichern sich den besten Platz am Gitter. Sie träumen von Paris St. Germain als Gruppengegner, davon, dass Messi oder Neymar in Bern spielen werden. Zur Not täte es auch Juventus Turin, meint Corsin.
Dann treten die ersten Mitglieder des Staff aus dem Flughafengebäude raus. Wegen der Masken sind nicht alle sofort erkennbar, aber dennoch wird «Hopp YB» skandiert. Die Torschützen Cédric Zesiger, Felix Mambimbi und Christian Fassnacht werden gefeiert. Die Kinder haben wenig Durchhaltevermögen beim Singen, denn sie wissen, wenn sie jetzt nicht ihren Helden zu sich zitieren, gibts keine Unterschrift.
Während die Kinder vorn mit lauten Rufen die Spieler zu sich fordern, werden in den hinteren Reihen Geschichten ausgetauscht. Einer erinnert sich an Zeiten, als man noch mit dem Hund ins alte Wankdorf durfte. Ein anderer liess sich von seinem Sohn mit dem YB-Fieber anstecken. Jemand moniert: «Da müssten doch mehr Leute hier sein, wenn sie schon drei Landesmeister in den letzten Wochen geschlagen haben.» Die fünf Polizisten sind nicht mehr zu sehen, zu tun gibt es für sie nichts.
Ein Spieler nach dem anderen verschwindet nun im Bus. Wann sie schlafen gegangen sind, sagen sie nicht. Sie wirken müde und dürfen es auch sein. Am Schluss müssen sie alle noch mal antraben. «Hopp YB, Hopp YB», geben die Fans ihnen auf den Weg, schliesslich gehts schon am Sonntag weiter – auswärts gegen den FC Basel. Der Bus hupt, alle steigen ein, begleitet von einer letzten Welle der Fans. Und bald hört man schon wieder die Motoren der kleinen Flugzeuge, die in den Himmel steigen. Hoch hinauf, wo die Sterne zum Greifen nah sind. https://www.bernerzeitung.ch/so-wurden- ... 4317699905
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 25. August 2021, 17:53 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.08.2021  Zitat: Young Boys nach dem grossen Triumph
Bis irgendwann nur noch die Tränen flossen
Der Einzug in die Champions League ist mit grossen Emotionen verbunden. Prägend sind drei Aufsteiger unter dem neuen Trainer.
Cédric Zesiger erledigt auch diese Aufgabe souverän, wie er alle Aufgaben, die sich ihm am Abend zuvor beim 3:2 gegen Ferencváros in der Groupama Aréna stellten, stilsicher wegarbeitete. Auf die Frage, ob es nach dem Einzug in die Champions League eine lange Nacht geworden sei, antwortet der 23-jährige Schütze des ersten YB-Tors am Mittwochvormittag am Budapester Flughafen: «Es wurde spät. Aber wir waren ja auch erst spät im Hotel.» Die Aussage garniert er mit einem Lächeln.
Um 22.51 schafften die Young Boys, wonach sie schon oft vergeblich strebten. Sie qualifizierten sich zum zweiten Mal nach 2018 für die Königsklasse – dieses Format, das, wie es sein Übername sagt, über sämtlichen anderen Clubwettbewerben thront. Was das Erreichte bedeutete, liess sich aus den Gesichtern und Gesten der YB-Spieler lesen. Sie jubelten, schrien, strahlten, tanzten. Sie weinten sogar.
Zesiger kamen die Tränen auf dem Rasen, als er nach dem Schlusspfiff in den Budapester Nachthimmel blickte, im Gedenken an den Grossvater, der vor fünf Jahren verstorben war. Dessen Geburtsdatum trägt Zesiger auf seinen Schuhen, der Grossvater begleitete ihn von klein auf zu den Fussballplätzen des Seelandes, er erlebte Zesigers Debüt für Xamax in der Challenge League noch mit. «Das freute ihn enorm», erzählte der Innenverteidiger kürzlich. «Aber ich bin mir sicher, er würde sich über meine Entwicklung bei YB noch mehr freuen.»
Zesigers Tränen waren ein andächtiger Moment in einer lauten Nacht. Als die letzte Stunde des Dienstags in Budapest längst lief, stürmte Christopher Martins, der den Gegner zuvor unablässig bestürmt hatte, noch einmal schreiend auf den Rasen, völlig losgelöst. An der Medienkonferenz lieferte Vincent Sierro den Ton zu den Bildern, als er sagte: «Es ist einfach der Wahnsinn. Für uns alle geht ein Traum in Erfüllung.»
Zesiger, Martins und Sierro: Ihre Beispiele erzählen davon, wie es die Young Boys in die Champions League schafften – ohne die verletzten Schlüsselspieler Fabian Lustenberger und Jean-Pierre Nsame, ohne sich diesen Sommer mit gestandenen Kräften verstärkt zu haben. Indem sie sich erneuerten. Nicht von aussen. Sondern von innen.
Gewinner des Trainerwechsels
Alle drei hatten vor zwei Jahren nach Bern gewechselt, sie vereint auch die komplizierte Findungsphase. Martins und Sierro wurden mehrmals von Verletzungen zurückgeworfen. Zesiger musste zu Beginn aufgrund von Ausfällen von Abwehrspielern eine Rolle übernehmen, der er gar nicht gewachsen sein konnte. Sie alle hatten ihre guten Momente, Martins war etwa 2020 der Meisterschütze in Sitten, nachhaltig entfalten konnten sie sich aber erst in den ersten Wochen der Saison 2021/22.
Für das Wachstum von innen brauchte es auch den Impuls von aussen. Martins, Sierro und Zesiger gehören zu den Aufsteigern unter dem neuen Coach David Wagner, wie auch Linksverteidiger Ulisses Garcia. Bei einem Trainerwechsel werde der Zähler auf null gestellt, sagt YB-Sportchef Christoph Spycher. Dementsprechend anspornend könne sich eine solche Veränderung auf die Spieler auswirken. Wagner sagt, der Mannschaft gebühre ein grosses Lob. «Sie hat trotz der vielen Erfolge den Hunger bewahrt. Dieser Spirit ist eindrücklich.»
Das Wunschlos der YB-Spieler
Wagner redete am Dienstagabend gerne von den anderen. Von den Spielern, dem Sportchef und seinem Vorgänger Gerardo Seoane, die alle einen grossen Anteil an diesem Erfolg hätten. Er sagte: «Ich spiele dabei eine kleine Rolle.»
Aber der 49-jährige Deutsche wird schon einzuordnen wissen, was die Qualifikation der Königsklasse auch für ihn bedeutet. Das Erreichte emanzipiert ihn von seinem Vorgänger, es gibt Ruhe und die Gewissheit, in Bern angekommen zu sein. «Es ist ein Signal», sagt Spycher am Budapester Flughafen. «Nicht gegen innen, weil der Trainer unsere hundertprozentige Unterstützung hat. Aber gegen aussen.»
Wagner, der zuvor in der Premier League und in der Bundesliga tätig war, erlebt gerade seine erste europäische Kampagne. Er freue sich auf «tolle» Spiele, sagte er, um dann auf die Frage, wo er die Auslosung verfolgen werde, anzufügen: «Ich warte auf die Einladung des Vereins.»
Diese ist längst eingetroffen, Trainerstab und Team verfolgen die Gruppenziehung am Donnerstag in Istanbul (18 Uhr) in einer Loge des Wankdorfs. Die Young Boys sind im Topf 4 eingeteilt – die Wahrscheinlichkeit, dass sie mindestens auf zwei Schwergewichte des europäischen Fussballs treffen werden, ist gross. Er wünsche sich Real Madrid als Gegner, sagte Sierro, weil er seit seiner Kindheit Anhänger des spanischen Weltclubs sei. Zesiger hofft derweil auf ein Duell mit Liverpool.
Und so hat jeder YB-Spieler seinen Wunsch, Fans werden vielleicht bald zu Gegnern. Wie sagte Sierro doch: «Ein Traum geht in Erfüllung.» https://www.bernerzeitung.ch/bis-irgend ... 8182500626
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 26. August 2021, 08:02 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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25.08.2021  Zitat: YB-Sportchef Christoph Spycher nach dem Triumph von Budapest
«Diese Riesenleistung verdient Respekt»
Sportchef Christoph Spycher ordnet im Interview den Champions-League-Einzug von YB ein und spricht über Personalien wie die Spieler Christopher Martins und Felix Mambimbi sowie Trainer David Wagner.
Blick: Christoph Spycher, wie fühlt sich das an: YB in der Champions League? Christoph Spycher: Das ist natürlich ein wunderschönes Gefühl. Es freut mich in erster Linie für Spieler, Trainer, Staff und alle, die mitgearbeitet haben. Auch für die YB-Fans ist es ein Traum, der in Erfüllung geht. Es ist doch das Schönste, wenn man bei den Spielern solche Emotionen sieht.
Wie ordnen Sie die Bedeutung dieser zweiten Königsklassen-Teilnahme ein? Es ist eine Riesenleistung, die Respekt verdient. Und sie gibt uns wirtschaftliche Stabilität. Es wird eine gewaltige Challenge sein, uns mit den Besten zu messen. Es ist schön, zu sehen, wie gut einige auf einem gewissen Niveau sind.
Und einige wie Sierro, Martins und Garcia haben einen richtig grossen Schritt gemacht. Jeder hat eine andere Geschichte. Bei einem Trainerwechsel wird der Zähler auf Null gestellt. Das weiss jeder. Jene die viel, jene, die wenig gespielt haben. Nehmen wir Chris Martins. Wir haben immer gewusst, welch wichtiger Spieler für uns ist. Nur war er monatelang verletzt. Er kam als junger ‘Giel’ und wurde hier zum Profi. Das ist nur ein Beispiel, von denen es viele gibt. Wie auch Aebischer, Lauper und Zesiger. Auch die waren lange im Hintergrund und sind nun in den Vordergrund getreten. Es gibt nicht drei, vier Spieler, die super sind, und der Rest wird mitgezogen. Diese ganze Gruppe ist super. Auch die ganz junge Generation mit Mambimbi, Jankewitz, Rieder hat Qualität. Gerade Felix ist ein solches Beispiel. Er hat zuletzt unglaublich am Abschluss gearbeitet. Und das Tor in Budapest ist das Ergebnis davon, dass man den Ball auf diesem Niveau genau dorthin bringt, wo er hin soll.
Der Trainer sprach von harten Entscheidungen, die Sie im Sommer zu treffen hatten. Was meinte er damit? Es ist ein diffiziles Gebilde, wenn so viele Menschen zusammenarbeiten. Die Trainerwahl, die Kaderzusammenstellung, alles zusammenführen – das braucht viele Gespräche, viel Arbeit.
Das Erreichen dieses grossen Ziels mit einem neuen Trainer schafft sicher eine gewisse Basis. Ja, absolut. Es ist nicht wichtig nach Innen, sondern eher nach Aussen. Ein Trainer geht, der viel geleistet hat und ein hohes Ansehen geniesst. Aber dessen Zeit ist dann vorbei. Dann kommt ein neuer Trainer. Und den muss man zu hundert Prozent unterstützen. Ja, es freut mich, für Dave, dass wir diese Basis haben legen können, um Erfolg zu haben. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 80405.html
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