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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 18. August 2021, 23:52 |
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18.08.2021  Zitat: Stimmen zum Spiel
Wagner: «Hoffentlich dürfen wir in Budapest zu elft spielen»
Der YB-Trainer ist nach dem 3:2-Sieg gegen Ferencvaros stolz auf seine Mannschaft und kritisiert den Schiedsrichter.
Ein Penalty, ein umstrittener Platzverweis, zwei Traumtore und ein glückliches Ende für den Meister: Es war kein Spiel für schwache Nerven, das die Berner Young Boys den über 15'000 Zuschauern im Wankdorf boten. Nach dem 3:2-Sieg im Playoff-Hinspiel gegen Ferencvaros Budapest die Champions-League-Gruppenphase für den Schweizer Meister nach wie vor in Griffnähe.
Entsprechend aufgewühlt trat Trainer David Wagner nach der Partie vor das Mikrofon: «Ich bin mächtig stolz, was die Jungs heute läuferisch und fussballerisch geboten haben.»
Kritik am Schiedsrichter
Viel zum Spektakel beigetragen hatte auch der schottische Schiedsrichter William Collum. «Das ist schade, denn beide Mannschaften, insbesondere YB, hätten es mehr verdient, im Mittelpunkt zu stehen». Mit der Leistung des Spielleiters ging Wagner entsprechend hart ins Gericht: «Er hatte keine klare Linie und fällte einige harte und unklare Entscheide.»
Umstritten war auch die rote Karte gegen Silvan Hefti in der 25. Minute. Der Platzverweis hatte zur Folge, dass YB-Flügel Christian Fassnacht dessen Position als Rechtsverteidiger übernehmen musste.
Der 27-Jährige, der als Junior auf dieser Position gespielt hatte, nahm die Aufgabe gelassen: «Ich wusste in diesem Moment, dass wir als Mannschaft näher zusammenrücken müssen. Wir können stolz sein auf unsere Leistung.»
Mit dem 3:2 geht YB mit einem kleinen Polster ins Rückspiel nach Ungarn. «Wir wären natürlich lieber mit einem 3:1 ins Rückspiel, aber die Ausgangslage ist dennoch gut. Wir haben gezeigt was wir können und werden mit breiter Brust nach Budapest reisen.» Wagner konnte sich im Hinblick auf das Rückspiel einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen: «Hoffentlich dürfen wir zu elft spielen». https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... ft-spielen
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 18. August 2021, 23:54 |
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18.08.2021  Zitat: YB schlägt Ferencvaros trotz Unterzahl mit 3:2
Was für ein Spektakel im Berner Wankdorf! Im Playoff-Hinspiel zur Champions League gewinnt YB sein Heimspiel gegen Ferencvaros Budapest mit 3:2.
Das Wichtigste in Kürze
- YB hat im Kampf um die Champions League gegen Ferencvaros mit 3:2 vorgelegt. - Das Rückspiel steigt am nächsten Dienstag um 21 Uhr in Budapest.
Über 15'000 Zuschauer feuern Meister YB am Mittwoch im Wankdorf lautstark an. Und die Fans werden im Playoff-Hinspiel zur Champions League gegen Ferencvaros Budapest nicht enttäuscht.
In einem spektakulären Spiel setzen sich die Berner mit 3:2 durch. Und verschaffen sich damit eine gute Ausgangslage für das Rückspiel am Dienstag in Budapest.
Aber der Reihe nach. Gleich zu Beginn des Spiels verpasst Nicolas Moumi Ngamaleu die YB-Führung gleich doppelt. Doch mit dem ersten Abschluss durch Boli liegt Ferencvaros plötzlich in Front. Der Stürmer profitiert von einem üblen Fehlpass von Ali Camara.
Nur zwei Minuten später ist es Meschack Elia, der mit einem abgefälschten Distanzschuss den Ausgleich besorgt. Der nächste Aufreger folgt nach 22 Minuten: Kharatin säbelt Siebatcheu mit gestrecktem Beinen um – sieht dafür nur Gelb!
YB nach hartem Platzverweis in Unterzahl
Und der schottische Schiri William Collum bleibt im Mittelpunkt des Geschehens. Nach einer unglücklichen Intervention von Silvan Hefti zeigt er auf den Punkt – und zieht Rot! Ein harter Entscheid, die Berner also nach 25 Minuten bereits in Unterzahl.
Der Penalty landet anschliessend via Nachschuss im Tor – doch der VAR hat etwas dagegen! Der Treffer zählt nicht, weiter gehts. Und YB hat noch vor dem Seitenwechsel eine Antwort bereit: Vincent Sierro trifft in der 40. Minute herrlich zur Führung!
Auch nach der Pause lässt sich YB in Unterzahl nicht von den Gästen einschnüren. Gelb-Schwarz verteidigt solidarisch – und erhöht nach 65 Minuten durch den formstarken Ulisses Garcia sogar auf 3:1!
Einen Dämpfer kassiert Gelb-Schwarz dann doch noch. Nach 82 Minuten trifft «Fradi»-Stürmer Boli erneut. Und verkürzt auf 2:3 aus Sicht der Gäste, die ihre Überzahl erst gegen Ende der Partie ausnützen können.
Das Rückspiel steigt bereits am nächsten Dienstag um 21 Uhr in Budapest. Und auf diese wichtige Partie kann sich YB in Ruhe vorbereiten. Denn: Die Liga hat dem Gesuch der Berner stattgegeben – und das Spiel gegen Lugano vom Samstag verschoben. https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-sc ... 2-65984490
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 19. August 2021, 00:50 |
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18.08.2021  Zitat: Ein Spieler weniger – und kaum jemand merkt's: YB besiegt Ferencvaros in beeindruckender Manier 3:2
Der Schweizer Fussballmeister setzt sich im Hinspiel der Champions-League-Play-offs knapp durch. Elia, Sierro und Garcia schiessen die Tore für die Young Boys, die ab der 26. Minute in Unterzahl auf dem Feld stehen.
Es war ein Spiel, das nicht so schnell vergessen gehen wird – dieses Hinspiel der Champions-League-Play-offs zwischen YB und Ferencvaros Budapest. Was die Berner zeigten, gehörte zu den besseren Leistungen eines Schweizer Teams auf dem Weg in die Königsklasse. Die Frage bleibt bloss, ob das Spiel nicht nur im Gedächtnis bleiben, sondern auch wertvoll werden wird.
Bereits nach einer Halbzeit waren Geschichten für zwei Partien geschrieben. Die Young Boys waren die bessere Mannschaft, sie drückten von Anfang an auf Tempo und Offensive, kamen zu Abschlussversuchen – und gerieten in Rückstand. Der YB-Innenverteidiger Mohamed Ali Camara verlor in unglücklicher Manier den Ball und ermöglichte Franck Boli den 1:0-Führungstreffer.
Camara, eigentlich ein Teamleader, entpuppte sich in dieser Szene nicht zum ersten Mal als Risikofaktor – doch diesmal drohte dieser Faktor schwer zu wiegen. Es war ein x-Millionenspiel, das die Young Boys austrugen. Wer die Champions League erreicht, dürfte rund 25 Millionen Franken einnehmen; der Play-off-Verlierer wird in die Europa League relegiert, was immerhin mit rund 10 Millionen vergütet wird.
Immer wieder VAR
Noch aber ist unklar, wie teuer Camaras Fehler zu stehen kommt – und ob er die Young Boys überhaupt etwas kostet. Denn die Berner wussten auf manches eine Antwort an diesem Abend. Zwei Minuten lagen sie bloss in Rückstand, ehe Meschack Elia mit einem abgefälschten Weitschuss zum 1:1 ausglich.
Aber die nächste Prüfung folgte bald. Nach einer Intervention im Strafraum von Silvan Hefti entschied sich der Schiedsrichter in der 26. Minute nicht nur zu einem Penaltypfiff, sondern auch zu einem Platzverweis gegen den rechten Aussenverteidiger Hefti. Der Elfmeter ging per Nachschuss ins Tor, die Ferencvaros-Spieler jubelten – und warteten längst in der eigenen Platzhälfte auf den Wiederanpfiff, als das Tor nach Intervention des Video Assistant Referee (VAR) die Gültigkeit verlor; der spätere Torschütze hatte bei der Ausführung des Penaltys zu früh den Strafraum betreten.
Es war die zweite Intervention des VAR, zuvor hatte er bereits die rote Karte gegen Hefti geprüft. Und noch vor der Pause folgte der dritte VAR-Check – nach einem sehenswerten Weitschusstor des YB-Mittelfeldspielers Vincent Sierro (40. Minute). Dieser Treffer aber blieb bestehen – und stand quasi symbolisch für die Widerstandsfähigkeit der Berner.
Denn es hatte etwas Beeindruckendes, wie die Young Boys diese rund 70 Minuten währende Unterzahl nicht nur aushielten, sondern vielmehr nahezu kaschierten. Phasenweise war kaum zu erahnen, dass YB mit einem Mann weniger spielte. Als liesse er sich davon nicht aus der Ruhe bringen, wechselte der YB-Trainer David Wagner lange denn auch keinen neuen rechten Aussenverteidiger ein, sondern liess bis kurz vor Schluss den Mittelfeldspieler Christian Fassnacht auf dieser Position spielen.
Erst ein Zwischenziel
Die Young Boys hielten dagegen, gegen diese Mannschaft, die in der vergangenen Saison immerhin schon in der Champions League gespielt hatte, gegen Juventus, Barcelona und Dynamo Kiew. Und die Young Boys suchten immer wieder die Offensive, mehr in Kontermanier, gewiss – aber so kamen sie zu Chancen und zu einem weiteren sehenswerten Tor durch Ulisses Garcia (65.).
Ohne mehrere Leistungsträger (Lustenberger, Nsame, Lauper und Lefort verletzt, Aebischer gesperrt) und mit viel Kampfgeist rettete sich YB an diesem Abend zum Sieg und quasi ins Ziel – wobei dieser Sieg erst ein Zwischenziel ist. Boli brachte Ferencvaros noch zum 2:3 heran (82.), es war das Zeichen, wie schwer es für YB im Rückspiel vom nächsten Dienstag sein wird, in Budapest zu bestehen. Aber wer in dieser Situation wie in Bern nicht nur besteht, sondern auch gewinnt, reist nicht nur mit einem Törchen als Polster nach Ungarn – nein, ebenso mit dem Gefühl, der Aufgabe gewachsen zu sein: dieser Aufgabe, dem Hinspiel mit dem Einzug in die Champions-League-Gruppenphase den angemessenen Wert zu geben.
Young Boys - Ferencvaros Budapest 3:2 (2:1). Wankdorf, 15652 Zuschauer. – Schiedsrichter: Collum. – Tore: 14. Boli 0:1. 16. Elia 1:1. 40. Sierro 2:1. 65. Garcia 3:1. 82. Boli 3:2. – Young Boys: Faivre; Hefti, Camara, Zesiger, Garcia; Fassnacht (86. Maceiras), Sierro (75. Rieder), Martins, Ngamaleu; Elia (86. Mambimbi), Siebatcheu (57. Kanga). – Ferencvaros Budapest: Dibusz; Wingo, Blazic, Kovacevic, Botka (68. Mmaee); Laïdouni, Charatin, Somalia; Uzuni (86. Szantho), Boli, Subkow (79. Mak). – Young Boys ohne Aebischer (gesperrt), von Ballmoos, Lauper, Lustenberger und Nsame (alle verletzt). 26. Platzverweis Hefti (Notbremse). 27. Uzeni schiesst Foulpenalty an den Pfosten. 27. Tor nach Penalty-Nachschuss von Laïdouni wegen Fouls aberkannt. Verwarnungen: 13. Siebatcheu (Foul). 19. Zesiger (Foul). 22. Charatin (Foul). 25. Elia (Reklamieren). 48. Laïdouni (Foul). 69. Blazic (Foul).
https://www.nzz.ch/sport/cl-qualifikati ... 9#register
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 19. August 2021, 09:55 |
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19.08.2021  Zitat: YB-Noten: Ein Störenfried als Anführer
Ob in Rückstand oder in Unterzahl, die Young Boys finden gegen Ferencváros dank ihrer Mentalität stets eine Antwort und gewinnen 3:2. Christopher Martins steht exemplarisch für die Kampfkraft.
Guillaume Faivre – Note 4,5
Vor fast genau einem Jahr stieg der Goalie mit Thun ab, nun darf er der Champions-League-Hymne lauschen. Die grosse Partie beginnt für ihn ernüchternd, nach knapp einer Viertelstunde ist der 34-Jährige schon geschlagen. Wobei ihm beim Gewaltsschuss Bolis keine Schuld trifft. Faivre wirkt in der Folge nicht immer ganz sicher, aber er leistet sich bei den wenigen ungarischen Abschlüssen keinen Patzer. Auch beim zweiten Gegentor, erneut durch einen Kraftakt Bolis entstehend, ist er machtlos.
Silvan Hefti – Note 2,5
Der Rechtsverteidiger beginnt druckvoll, spielt beim 1:1 nach 16. Minuten den Pass auf Torschütze Elia. Sein Höhenflug wird abrupt gebremst, weil der Ostschweizer für einen kurzen Moment die Konzentration und den ungarischen Nationalspieler Botka aus den Augen verliert. Weiss sich in der 25. Minute nach einem Stellungsfehler nur mit Foul zu helfen. Die Folge: Penalty für Ferencváros und Platzverweis für Hefti. Erweist YB so einen Bärendienst.
Mohamed Camara – Note 2,5
Der Innenverteidiger ist ein Spezialist darin, sich das Leben mit Unkonzentriertheiten und Fehlpässen selbst schwer zu machen. Ein Phänomen, das sich fast in jedem Spiel beobachten lässt. Gegen Ferencváros patzt Camara beim 0:1 nach einer Viertelstunde, als er den Ball in die Füsse Bolis spielt. Wirkt angezählt, noch vor der Pause unterläuft Camara erneut einen Fehler – diesmal folgenlos. Erst dann fängt er sich allmählich, in der Schlussphase hat der 23-Jährige eine starke Sequenz, als er mit zwei Grätschen Schlimmeres verhindert.
Cédric Zesiger – Note 5,5
Der Innenverteidiger sagt von sich selber, er wolle ein unbequemer Gegenspieler sein. Provokationen gehören für ihn dazu. Hat gleich zu Beginn einen solchen Zesiger-Moment, als er Boli foult und ihn dann leicht schubst. Der Poker geht nicht auf, vom Schiedsrichter erhält er die Gelbe Karte. Es ist eine heikle Ausgangslage, doch Zesiger meistert sie meisterhaft und unterstreicht seine Topform. Er ist enorm präsent, klärt hier mit dem Kopf, läuft da einen Gegner ab. Schlicht der Fels in der Brandung.
Ulisses Garcia – Note 5,5
Wirkt unter dem neuen YB-Trainer David Wagner wie verwandelt, ist so gut in Form, dass nicht einmal mehr klar ist, ob tatsächlich sein linker Fuss der stärkere ist. Erzielt nach 65 Minuten und einem wuchtigen Sololauf mit Rechts das 3:1, es ist schon sein zweiter Saisontreffer. Bereitet in der Schlussphase mit Rechts und einem herrlichen Steilpass die Chance Ngamaleus vor. Ach ja: Garcia steht mit seiner Flanke auch am Ursprung des 2:1.
Nicolas Ngamaleu – Note 5
Nach seinem Traumtor letzte Woche gegen Cluj und einer Pause im Cup in Littau beginnt Ngamaleu beschwingt. Erst vergibt er nach Flanke Fassnachts mit dem Kopf, dann probiert er es aus der Distanz. Der Flügel bleibt ein Aktivposten, unermüdlich läuft er trotz Unterzahl die linke Seite rauf und runter. In der Schlussphase zischt sein Schuss knapp am Tor vorbei.
Christopher Martins – Note 5,5
Der defensive Mittelfeldspieler ist der Störenfried in einem Team voller Störenfriede. Martins ist aggressiv, aufsässig, aktiv. Der 24-Jährige unterbindet Gegenzüge und leitet Angriffe ein wie vor Elias 1:1. Auch dank ihm fällt die Unterzahl weniger stark ins Gewicht.
Vincent Sierro – Note 5,5
Erzielte in Cluj in der Nachspielzeit das wichtige 1:1. Erzielt gegen Ferencváros kurz vor der Pause das wichtige 2:1. Und was für ein Tor es ist! Volley und stramm schiesst Sierro den Ball ins rechte Eck. Erhält bei seiner Auswechslung vom Publikum für seine engagierte Darbietung eine stehende Ovation. Hat sich unter Wagner zu einem Anführer gemausert.
Christian Fassnacht – Note 5,5
Führt das Team als Captain an und ist wie Martins ein Sinnbild für die eindrückliche Mentalität der Young Boys. Rückt nach dem Platzverweis Heftis auf die Position des Rechtsverteidigers. Er interpretiert die Rolle derart fehlerlos, dass der Eindruck entsteht, er würde schon sein Leben lang nichts anderes machen. Bis er kurz vor Schluss zu ungestüm in einen Zweikampf geht und so den Raum für das 2:3 schafft. Ein kleiner Makel, insgesamt ist es eine grosse Darbietung Fassnachts.
Meschack Elia – Note 5,5
Als die Young Boys nach dem frühen 0:1 eine Antwort brauchen, gibt sie Elia. Sein Distanzschuss findet via den Rücken Fassnachts den Weg ins Tor. Auch er muss in Unterzahl viel Defensivarbeit leisten, statt im Sturm agiert er auf dem Flügel. Auch er tut dies tadellos, weil er immer noch die Kraft findet, für Betrieb in der gegnerischen Abwehr zu sorgen. Aber auch ihm unterläuft vor dem 2:3 eine kleine Nachlässigkeit.
Jordan Siebatcheu – Note 4
Bald schon zeichnet sich ab, dass dieses Spiel für Siebatcheu zu einem Kampf wird. Nach 23 Minuten wird er derart hart gefoult, dass der Schiedsrichter Sünder Kharatin auch die Rote Karte zeigen könnte. Er belässt es bei einer Verwarnung. Angeschlagen kann der YB-Stürmer wenig bewirken und wird nach der Pause ausgewechselt. Sein Einsatz im Rückspiel scheint fraglich.
Wilfried Kanga – Note 3,5
57. Minute für Siebatcheu. Findet nie die Bindung zum Spiel und wirkt in der Defensivarbeit zuweilen etwas energielos.
Fabian Rieder – keine Benotung
76. Minute für Sierro.
Felix Mambimbi – keine Benotung
86. Minute für Elia.
Quentin Maceiras – keine Benotung
86. Minute für Fassnacht. https://www.bernerzeitung.ch/yb-noten-e ... 6110419573
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 19. August 2021, 09:56 |
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19.08.2021  Zitat: Zwei Berner ganz schwach
Das sind die YB-Noten zum Sieg gegen Ferencvaros
In einem Spektakel-Spiel siegt YB gegen Ferencvaros in den Champions-League-Playoffs 3:2. Freude bei den Bernern, doch nicht alle YB-Akteure haben überzeugt. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 63445.html
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 19. August 2021, 09:58 |
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19.08.2021  Zitat: Die zwei YB-Gesichter bleiben
Die YB-Abwehr bleibt Wagners Sorgenkind
Gegen Ferencvaros Budapest bewies YB im CL-Playoff-Hinspiel grosse Moral. Doch in der Defensive wackelt der Meister weiter.
Mit dem 3:2 am Mittwochabend gegen Ferencvaros darf YB-Trainer David Wagner zufrieden sein. Nach frühem Rückstand und roter Karte konnte sein Team den Schaden mehr als in Grenzen halten und mit einer guten Ausgangslage ins Rückspiel in einer Woche in Ungarn steigen.
Der Sieg gelang YB vor allem dank drei Komponenten, die für Wagners Stil stehen, ein Team zu führen:
- gesunde Mannschafts-Moral - Einsatzwille - überzeugender Offensivfussball
All diese Faktoren stimmen beim zuletzt 4-fachen Schweizer Meister unter dem neuen Coach schon nach wenigen Wochen.
Erst zweimal zu Null gespielt
Die Kehrseite der Medaille ist jedoch die Abwehr: Auch gegen den ungarischen Titelträger konnte YB ein Gegentor nicht verhindern. Nach einem haarsträubenden Fehler im Aufbau von Mohamed Ali Camara und wegen Franck Bolis Knaller in der Schlussphase zum 2:3-Endstand waren es am Schhluss gar zwei.
Es ist dies das frühe Spiegelbild einer noch jungen Saison: YB steht in der Abwehr oft wacklig und hat Mühe, die «0» zu halten. So kassierten die Berner in den bisher 9 Pflichtspielen der neuen Spielzeit 11 Gegentore – und liessen dabei noch deutlich mehr Gross-Chancen zu. Nur im Hinspiel gegen Slovan Bratislava in der 2. Quali-Runde zur Champions League sowie am 2. Spieltag der Super League gegen GC blieb man ohne Gegentreffer.
Voller Fokus auf Ferencvaros
Dass YB bislang mit einem blauen Auge davongekommen ist, verdankt «Gelb-Schwarz» den eingangs erwähnten Eigenschaften, für die Wagners Spiel steht. Stellt man die Fehler in der Abwehr aber nicht bald ab, könnte es mit stärkeren Gegnern bald einmal gefährlich werden.
Weil die Partie gegen Lugano zugunsten einer besseren Vorbereitung für YB verschoben wurde – wie übrigens auch die Liga-Partie von Ferencvaros –, heisst der nächste Gegner am kommenden Dienstag schon wieder Budapest. Verhindern die Young Boys dann einen Gegentreffer, stehen sie in der Champions League, denn ein Unentschieden reicht. Es gibt wahrlich schlechtere Motivationsspritzen für solide Abwehrarbeit. https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... sorgenkind
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 19. August 2021, 10:00 |
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19.08.2021  Zitat: Zwei heisse Szenen und ein aufgewühlter Trainer: «Im Rückspiel hoffentlich zu elft»
Trotz 65-minütiger Unterzahl setzt sich YB im Playoff-Hinspiel zur Champions League gegen Ferencvaros Budapest mit 3:2 durch. Es ist ein Spiel, das keiner der Beteiligten so schnell vergessen wird. Die Reaktionen.
Früher Rückstand, schneller Ausgleich, hartes Einsteigen ohne Rot, dann Notbremse mit Rot, kein VAR, Penalty, gehalten, Nachschuss, Tor, doch noch VAR, kein Tor. Allein die erste halbe Stunde bei YB gegen Ferencvaros Budapest war an Dramatik kaum zu überbieten.
Im Mittelpunkt stand dabei immer wieder der schottische Schiedsrichter William Collum, der vor allem bei zwei Szenen keine gute Figur machte:
- 22. Minute: Ferencvaros-Abräumer Igor Kharatin steigt im Mittelfeld mit gestrecktem Bein und offener Sohle gegen Jordan Siebatcheu ein, sieht aber nur Gelb. Im EM-Viertelfinal gegen Spanien hatte der Schweizer Nati-Spieler Remo Freuler für eine ähnliche Aktion glatt Rot gesehen. Vielleicht hätte Gelb auch genügt, wäre es wenig später nicht zu folgender Szene gekommen.
- 25. Minute: YB-Verteidiger Silvan Hefti kommt im Strafraum gegen Endre Botka und holt diesen von den Beinen. Collum entscheidet auf Penalty und Rot für Hefti. Eine strittige Situation, doch der VAR schreitet nicht ein. Myrto Uzuni setzt sich den Ball, trifft aber nur den Pfosten. Zwar landet der Ball per Nachschuss trotzdem im Netz, doch jetzt greift der VAR ein und entscheidet auf indirekten Freistoss für YB – offiziell, weil Aissa Laidouni zu früh in den Strafraum gerannt war.
So blieb es beim zwischenzeitlichen 1:1, doch YB musste für die restlichen 65 Minuten in Unterzahl ran. Wer nun mit einer Abwehrschlacht gerechnet hatte, sah sich getäuscht. Trotz Dauerdruck spielten die Berner mit und gingen dank Toren von Vincent Sierro und Ulisses Garcia mit 3:1 in Führung.
Zugegeben ein bisschen Glück war auch dabei, denn alle drei YB-Tore fielen aus der Distanz und aus ziemlich aussichtslosen Positionen. Gemäss den Statistikern (Expected Goals) hätte der Schweizer Meister nur 0,41 Tore erzielen dürfen, dennoch fühlten sich die Berner natürlich alles andere als bevorteilt.
YB-Trainer David Wagner zeigte sich nach dem Schlusspfiff zwar zufrieden mit der Leistung seines Teams, war aber ziemlich aufgewühlt und konnte sich eine Kritik am Schiedsrichter nicht verkneifen.
David Wagner: «Ich bin mächtig stolz, was die Jungs heute angeboten haben. Läuferisch und wie sie Fussball gearbeitet haben. Wir haben wunderschöne Tore geschossen. Aber leider war der Schiedsrichter heute meiner Meinung nach viel zu viel im Mittelpunkt des Spiels. Er hatte keine gute Linie und viele harte und unklare Entscheidungen. Das ist schade, denn beide Mannschaften, insbesondere YB, hätten es mehr verdient, im Mittelpunkt zu stehen. Nach dem Hinspiel führen wir jetzt trotzdem 3:2 und wir wissen, dass wir Budapest schlagen können. Im Rückspiel werden wir aber wieder ein Topleistung brauchen. Hoffentlich dürfen wir zu elft spielen.»
YB-Abwehrchef Cédric Zesiger betonte, dass seine Mannschaft trotz des späten 2:3-Anschlusstreffer von Ferencvaros mit einem kleinen Polster ins Rückspiel gehen könne.
Cédric Zesiger: «Dieser Match hat viel Energie gekostet. Wenn du 60 Minuten in Unterzahl spielst, braucht's die letzte Kraft. Aber ich glaube, diesen Sieg haben wir uns heute verdient. Wir haben gekämpft, wir haben gelitten, wir haben zusammen gefightet und verdient gewonnen. Wir sind mit einem Mann weniger viel gelaufen und haben versucht, die Konter auszuspielen, statt den Ball einfach nach vorne zu hauen. Ein dickes Lob an die Mannschaft. Der Spielstand ist jetzt Plus 1 für uns und nächste Woche spielen wir wieder 11 gegen 11. Dann können wir das Spiel wieder diktieren.»
Christian Fassnacht, der nach dem Platzverweis gegen Hefti dessen Position auf der rechten Abwehrseite einnehmen musste, nahm die für ihn ungewohnte Situation gelassen. Das 2:3 in der Schlussphase ist für ihn zwar ein kleiner Wermutstropfen, aber alles andere als ein Weltuntergang.
Christian Fassnacht: «Ich wurde von der U13 bis zur U15 beim FCZ als Rechtsverteidiger ausgebildet, aber ich hätte das natürlich nicht unbedingt haben müssen. Zwischenzeitlich mal einzuspringen schadet aber sicher nicht. Nach der Roten Karte mussten wir als Team auftreten, sonst wäre das Spiel verloren gegangen. Und wir zeigen eine riesige Reaktion, wir können stolz sein auf unsere Leistung. Wir wären natürlich lieber mit einem 3:1 ins Rückspiel, aber die Ausgangslage ist dennoch gut. Wir haben gezeigt, was wir können und werden mit breiter Brust nach Budapest reisen.»
Denn auch Fassnacht weiss, dass YB nächste Woche mit einer hervorragenden Ausgangslage nach Budapest reisen kann. Ein Unentschieden reicht, um zum zweiten Mal nach der Saison 2018/19 in die Gruppenphase der Champions League einzuziehen. Bleibt zu hoffen, dass dann der Schiedsrichter etwas weniger im Mittelpunkt steht. https://www.watson.ch/sport/fussball/73 ... erencvaros
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 19. August 2021, 13:46 |
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19.08.2021  Zitat: YB: Hier jubelt König Chrigu Stucki während Königsklassen-Quali
Noch 90 Minuten trennen YB von der zweiten Teilnahme in der Champions League. Ein Auswärtserfolg am Dienstag in Budapest würde auch den Schwingerkönig freuen.
Das Wichtigste in Kürze
- YB gewinnt in Unterzahl mit 3:2 gegen den ungarischen Meister Ferencvaros Budapest. - Am Dienstag steigt das Rückspiel im Playoff zur Champions League.
Am Sonntag muss der König für einmal unten durch. Christian Stucki (36) verliert auf der Schwägalp das Anschwingen gegen den späteren Festsieger Samuel Giger.
Ein gestellter Gang gegen Benjamin Gapany kostet den Seeländer später auch noch die Schlussgang-Teilnahme.
Das Trostpflaster holt sich der Schwingerkönig von 2019 am Mittwoch im Wankdorf ab. Der grosse (1,98 m) Fan von Meister YB besucht das Playoff-Hinspiel zur Champions League. Und kommt – wie rund 15'000 andere – voll auf seine Kosten!
Trotz 65 Minuten in Unterzahl gewinnt Gelb-Schwarz gegen den ungarischen Meister mit 3:2.
Wie immer geht Chrigu Stucki voll mit – und kann gleich dreimal jubeln. Besonders der Sololauf von Ulisses Garcia zum 3:1 gefällt Stucki. Für den YB-Aussenverteidiger gibt es vom König gleich ein doppeltes «Daumen hoch».
Die Liebesgeschichte zwischen YB und Stucki Chrigu existiert schon lange. Und wird in den letzten Jahren von grossen Erfolgen geprägt. 2018 ist der Seeländer beim ersten Meistertitel seit 32 Jahren im Stadion.
Feiert der König bald mit YB in der Königsklasse?
Ein Jahr später gratulieren die Berner «ihrem» Chrigu zum Königstitel in Zug. Und wenn am nächsten Dienstag in Budapest alles gut läuft, steht der König bald wieder in der Königsklasse im Stadion!
Übrigens: Als Junior kickte Klein-Stucki beim FC Diessbach. Nur: Körperlich war er seinen Teamkollegen schon da meilenweit voraus.
So fällt es nicht schwer, den Schwingerkönig unter den Fussballern zu entdecken, oder? https://www.nau.ch/sport/fussball/yb-hi ... i-65985227
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 19. August 2021, 15:31 |
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19.08.2021  Zitat: YB-Wagner nach irrem 3:2
«Ich will nichts über den Schiri sagen»
Wenn Spieler und Trainer von «Wahnsinn» reden, muss ordentlich was los gewesen sein… Trainer David Wagner tat es. Ulisses Garcia auch. Und alle sagen Ferencvaros den Kampf in Budapest an: Dort sei es dann elf gegen elf!
Runtergekommen ist angesagt am Tag nach diesem faszinierenden, aufwühlenden, nervenstrapazierenden Fight zwischen YB und Ferencvaros Budapest. Doch sobald man die Bilder wiedersieht, kommen die Emotionen automatisch wieder. Diesen hat ein Zuschauer auf einem englischen Sender verfolgt: «Das Kommentatorenduo war schon nach wenigen Minuten hin und weg, und meinte dann, dass sie das Team, welches in die Champions League vordringt, auch privat verfolgen werden.»
Laïdouni war zu früh im Strafraum ...
Da war die irre Penaltyszene, welche die Uefa ambivalent auflöste. Im offiziellen Push stand, dass der VAR das Tor im Nachschuss durch Laïdouni annullierte, weil dieser zu früh in den Strafraum eingedrungen sei. Im Matchbericht hingegen hiess es, dass er ein Foul an Martins begangen habe.
Was nun? Mittlerweile ist die Sache aufgelöst. Schiri William Collum, dieser ehemalige schottische Theologielehrer mit dem irritierenden Zick-Zack-Kurs, hob den Arm vor der Spielfortsetzung. Was bedeutet: Der Freistoss war indirekt. Also wars kein Foul.
... und ein gewisses Verständnis für Rot
Und die rote Karte? Trainer David Wagner: «Ich will nichts über den Schiri sagen. Nur so viel: Es war keine richtige Linie in der Spielführung vorhanden.» Für Ulisses Garcia war die Rote Karte «schwierig zu verstehen». Und Cédric Zesiger meinte: «Darüber müssen wir nicht reden.» Doch, müssen wir. Denn wenn ein Foul begangen wird, mit dem eine klare Torchance vereitelt wird, und der Täter keine Chance hat an den Ball zu kommen, was hier der Fall war, so ist Rot zwingend. Die Frage ist einzig: Hätte Camara noch eingreifen können? Dann wäre es nämlich keine klare Torchance. In der Tendenz: ja. Aber eben: Man kann auch den gegenteiligen Standpunkt nachvollziehen.
Wagner: «Wir müssen fehlerfreier werden»
Egal. Nun gehts nach Budapest. «Da wird wohl eine Riesenstimmung mit vielen Fans sein», erwartet Goalie Guillaume Faivre einen Hexenkessel in der Groupama-Arena. «Weshalb wir unbedingt cool bleiben und kühlen Kopf bewahren müssen. Und wir müssen cleverer sein.» Da spricht er die unfassbaren Geschenke von Camara vor dem 0:1 und Hefti vor dem Penalty an. Auch Wagner sagt: «Wir müssen fehlerfreier werden. Das waren zu viele grosse Fehler.»
Zesiger: «Das war 1A-Charakter»
Aber alle stellten den Charakter des Teams in den Vordergrund, dieses Spiel mit einem Mann weniger gewonnen zu haben. Zesiger: «Das war 1A-Charakter. Viele Mannschaften wären daran zerbrochen. Wir nicht.» Garcia sprach von der Top-Mentalität des Teams. Und Wagner zählte die entscheidenden Punkte auf: Spirit, Mentalität, Drive, Hunger – «und Liebe zum Verteidigen». Zesiger: «So viel zu verteidigen sind wir uns nicht gewohnt.» Da sind war dann schon bald bei Italiens Superduo Chiellini/Bonucci angekommen, was die Hingabe fürs Defensivspiel anbelangt.
Eines aber betonten alle: In Budapest werde es dann elf gegen elf sein. «Zumindest gehen wir dorthin, um so zu spielen», so Martins. Man weiss ja nie…
Fradi-Trainer Stöger: «Nicht volles Risiko gegangen»
Es stank Ferencvaros-Trainer Peter Stöger schon ziemlich, dass sein Team in Überzahl das Spiel verlor. So antwortete er auf die Journalistenfrage, ob die Leidenschaft gefehlt habe, mit einem furztrockenen «Nein!» Okay, selber schuld, wer eine geschlossene Frage stellt. Und auch die Feststellung, dass man im Rückspiel mehr Zweikämpfe gewinnen müsse, sei unzutreffend. «Ich habe das nicht so gesehen. Unsere Vorstellung war in Ordnung. Bei elf gegen elf haben wir YB Probleme bereitet.»
Stöger weiter: «Vor dem Spiel wäre ich mit einem 2:3 nicht unzufrieden gewesen. Allerdings so wie das Spiel gelaufen ist… Es war mehr möglich.» Aber YB habe das mit einem Mann weniger gut verteidigt, «und wir gingen auch nicht ins volle Risiko, denn YB ist mit seinem Tempo in den Kontern enorm gefährlich.» Was ihn ärgerte: «Drei Gegentore mit Distanzschüssen.» Insgesamt habe er das vorgefunden, was er erwartet habe. Auch die hohe Qualität des Gegners. «Aber es ist schwierig von der Umsetzung des Matchplans zu sprechen, denn die Rote Karte hat alles verändert. Es ist nicht alles so einfach, wie man es sich vorstellt.» Und das wird es auch in Budapest nicht sein. Hoffen wir zumindest. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 64288.html
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 19. August 2021, 16:00 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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19.08.2021  Zitat: Das gibt nach dem YB-Sieg zu reden
Wenn der Schiedsrichter zu oft im Fokus steht
Hier keine Rote Karte, da ein Platzverweis: Der Schiedsrichter bietet nach dem Hinspiel des Playoffs zur Champions League Gesprächsstoff. Aber nicht nur er.
Als die letzte Stunde des Mittwochs anbricht, gelingt Ulisses Garcia auch noch ein Bonmot, nach diesem verrückten Abend, diesem Spiel gegen Ferencváros, in dem ihm fast alles gelingen wollte, dieser Partie, die er mit seiner Energie und Entschlossenheit prägte. Wie bei seinem herrlichen Tor zum 3:1, als er sich durch die gegnerische Abwehr wuchtete und seinen Lauf mit einem Schlenzer abschloss. Auf die Frage, was nun am Dienstag in Budapest drinliege, stellt er zuallererst und mit einem Schmunzeln fest: «Wir gehen dorthin, um zu elft zu spielen.»
Das ist ein guter Vorsatz. Inklusive der Nachspielzeiten mussten die Young Boys nach der Roten Karte gegen Silvan Hefti beim Stand von 1:1 über 70 Minuten in Unterzahl agieren. Ein Defizit, das sich in den allermeisten Fällen nicht aufwiegen lässt. Die Young Boys aber erzielten mit einem Mann weniger sogar mehr Tore als ihr Gegner. Weil sie nicht bereit waren, ihren Traum von der Champions League zu begraben. Weil sie zusammenrückten, statt auseinanderzufallen. Eine Tugend, die schon nach dem frühen Fehler Mohamed Camaras augenfällig wurde, den Franck Boli mit dem 1:0 bestrafte. Cédric Zesiger eilte sofort zu Camara, Hefti versuchte ihn zu trösten. Christopher Martins bringt es auf den Punkt, wenn er sagt, die Darbietung lasse sich wie folgt zusammenfassen: «Kampf, Teamgeist, Solidarität, Wille.»
Entwarnung bei Siebatcheu
So kam eine alles andere als alltägliche Partie heraus. Eine, die tags darauf so viel Diskussionsstoff bietet, dass ein Schwatz in der Kaffeepause nicht ausreicht. Da ist beispielsweise die Frage, wie dieses Spiel wohl ausgegangen wäre, hätten Myrto Uzuni im Anschluss an Heftis Platzverweis den Penalty ins Tor statt an den Innenpfosten geschossen. Könnten die Young Boys dann immer noch von der Champions League träumen?
Da ist auch die Frage, wie es ein zweifelsohne talentierter Verteidiger wie Camara immer wieder schafft, eine erstaunliche Asynchronität zwischen seinem Kopf und seinen Füssen zu demonstrieren. Und da ist vor allem auch die Frage nach dem schottischen Schiedsrichter William Collum, der zwischen der 23. und der 27. Minute ununterbrochen im Fokus stand. Eine Tatsache, die ein Unparteiischer eigentlich vermeiden sollte. «Es gab wahnsinnig viele diskussionswürdige Situationen», sagt YB-Trainer David Wagner. «Leider war keine richtige Linie in der Spielführung vorhanden.» Mehr wollte er zur Darbietung des Schiedsrichters nicht sagen.
Das Protokoll dieser verrückten Phase: 23. Minute, Igor Kharatin grätscht Jordan Siebatcheu mit gestrecktem Bein und offener Sohle um. Der französische Stürmer zieht sich dabei eine schmerzhafte Knöchelprellung zu und muss später ausgewechselt werden. Er dürfte im Rückspiel aber einsatzfähig sein. 25. Minute, Hefti weiss sich nach einem Stellungsfehler nur mit Foul zu helfen, die Folge: Penalty und Rote Karte für den YB-Rechtsverteidiger. 27. Minute, Aïssa Laïdouni trifft nach dem verschossenen Elfmeter für Ferencváros, Collum gibt den Treffer, wird dann aber vom Videoschiedsrichter korrigiert, weil der Tunesier schon vor Ballabgabe in den Strafraum geeilt war.
Wer sich mit einem Experten fürs Schiedsrichterwesen, der nicht genannt werden möchte, über die strittigen Entscheide unterhält, der erhält Wagners Eindruck bestätigt. Es gibt Gründe, Kharathin nicht des Feldes zu verweisen, weil er den Ball spielt. Das Problem ist: Zuvor zeigte Collum zwei strenge Gelbe Karten gegen Siebatcheu und Zesiger. Eine Linie? War nicht ersichtlich.
Es gibt auch Gründe, Hefti die Rote Karte zu zeigen, findet der Experte, weil er erstens ein Foul beging und weil zweitens bei Beginn seiner Intervention der zur Hilfe eilende Camara noch nicht in der Nähe gestanden war. So war der Tatbestand der Notbremse gegeben, zumal Hefti gar nicht erst versucht hatte, den Ball zu spielen – der springende Punkt bei der Bewertung, ob die Doppelbestrafung mit Platzverweis und Penalty zur Anwendung kommt. Nur, auch hier gilt: Es ist ein strenger Entscheid. Hätte Collum denselben Massstab bei Kharathin angewendet, hätte die Rote Karte für den Ferencváros-Spieler die Folge sein müssen.
Zudem stellt sich die Frage, warum der Videoschiedsrichter den Unparteiischen nicht anwies, die Bilder zu konsultieren. Der Experte mutmasst, weil es sich sowohl bei Kharathins wie Heftis Intervention nicht um klare Fehlentscheide gehandelt habe.
Das Lob an die YB-Fans
Dem Schiedsrichter fehlte es an Fingerspitzengefühl, er war so für die Young Boys nicht zu Unrecht ein Ärgernis. Und wer weiss, wie sie sich geäussert hätten, wären sie nicht noch als Sieger vom Platz gegangen. So aber können sie am Montag «mit gutem Gefühl» die Reise in die ungarische Hauptstadt antreten, wie es der Torschütze zum 2:1, Vincent Sierro, formuliert. Zumal die Ausgangslage dank Abschaffung der Auswärtstorregel noch vielversprechender ist, letzte Saison hätte Ferencváros ein 1:0 daheim zum Weiterkommen genügt.
Sierro schwärmt von der Unterstützung der Fans, erstmals konnten die Young Boys im Wankdorf wieder auf den organisierten Support vertrauen. Die Stimmung im Stadion habe sehr unterstützend gewirkt, sagt der Mittelfeldspieler. «Diese Emotionen haben wir enorm vermisst.»
In Budapest wird der Gästesektor geschlossen sein, die Young Boys dürfte eine feindselige Stimmung erwarten. Aber immerhin, wie Garcia zu Recht festhält, noch einmal so lange in Unterzahl werden sie sehr wahrscheinlich nicht agieren müssen. https://www.bernerzeitung.ch/wenn-der-s ... 3634572931
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