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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 7. November 2018, 11:52 
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von Ballmoos
Mbabu-Lauper-von Bergen-Benito
Fassnacht-Sow-Sanogo-Sulejmani
Assalé-Hoarau


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 8. November 2018, 08:57 
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Sechs Minuten YB-Torfreude, der Rest ist Frust

Die Young Boys schaffen in Valencia den Ausgleich, gerade mal sechs Minuten dürfen sich die Berner darüber freuen.

Nach 15 Minuten schien es so, als hätte YB in Valencia nicht viel zu bestellen, die Gastgeber gingen in Führung, YB-Abwehrchef Steve von Bergen stand dabei im Schilf, danach schnitzerte auch noch Djibril Sow.

Die Berner steckten aber trotz des frühen Rückstands nicht auf und siehe da, ihr Mut wurde belohnt. Roger Assalé schloss den sehenswerten Angriff der Berner mit einem strammen Schuss ins Eck ab.

YB konnte sich jedoch nur kurz über den Ausgleich freuen. Denn gerade mal sechs Minuten später flankte der Däne Daniel Wass in den Berner Strafraum und da standen gleich zwei YB-Akteure nicht bei ihren Gegenspielern. Santi Mina traf deshalb bereits zum zweiten Mal.

Und es kommt noch schlimmer: In der 55. Minute spielen sich die Spanier schön durch und Carlos Soler hat keine Mühe, das 3:1 zu erzielen.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/10082551

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 8. November 2018, 08:59 
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YB ist chancenlos und steht vor dem Out

Valencia zeigt sich effizient und nützt die Berner Fehler eiskalt aus. Der Schweizer Meister foult zu viel und verliert am Schluss auch noch Sanogo.

Das Hinspiel gegen Valencia mit dem überzeugenden 1:1 hatte den Young Boys Hoffnung und Appetit auf mehr gemacht. Die Berner traten im Estadio Mestalla dementsprechend auf. Sie versteckten sich nicht, versuchten nicht, mit einer annehmbaren Leistung ein anständiges Resultate zu erzielen, sondern spielten auf Sieg und gingen die dafür nötigen Risiken ein. Sie taten das, was ihnen Gerardo Seoane aufgetragen hatte: im Vorwärtsgang verteidigen und bei Balleroberung rasch Richtung gegnerisches Tor stürmen.

Was richtig angedacht war, blieb in der Ausführung zu fehlerhaft. Nur selten kam der Schweizer Meister rasch und überraschend vor das gegnerische Tor, wie beim 1:1 in der 25. Minute, als Roger Assalé im Strafraum freistehend zum erfolgreichen Schuss ansetzen konnte. Später hatten auch noch Nicolas Moumi Ngamaleu und Guillaume Hoarau Möglichkeiten. Doch es war zu wenig, um die defensive Unzulänglichkeiten zu kompensieren, die Valencia zu den Toren von Santi Mina (14. und 37.) und Carlos Soler (56.) nutzte. Dass mit Sékou Sanogo auch noch eine Berner die Rote Karte sah, passte zum missglückten Abend.

Fast nach jedem Fehlpass oder Fehler der Berner fand Valencia Raum im Mittelfeld vor. Oft kamen die Spanier mit gefährlich viel Tempo und viel Personal in die Nähe der YB-Strafraums. In der 14. Minute unterlief Steve von Bergen einen Pass, den Rodrigo zu Carlos Soler weiterleitete. Soler traf mit seinem Heber zwar nur den Pfosten, die unsortierte YB-Abwehr konnte aber den Nachschuss von Santi Mina nicht verhindern. Auch beim 2:1 der Gastgeber stimmte die Zuordnung nicht. Der 22-jährige frühere spanische Junioren-Internationale konnte eine Flanke von Soler völlig freistehend im Strafraum an Goalie David von Ballmoos vorbei lenken. Vor dem dritten Gegentreffer durch den starken Soler löste sich Valencia geschickt aus dem Pressing.

Einmal Rot, fünfmal Gelb

Den Young Boys wurde das hohe Tempo, dass sie gingen, die Intensität, die sie ins Spiel brachten, zum Verhängnis. Zu oft stimmte das Timing nicht - beim Pass oder im Zweikampf, zu selten brachten sie ihre geballte Offensivkraft gefährlich in den Strafraum. Moumi Ngamaleu kurz vor und Hoarau kurz nach der Pause hatten die besten Berner Möglichkeiten nach dem zweiten Treffer von Valencia. Beide verfehlten mit ihren Abschlüssen das Tor.

Moumi Ngamaleu durfte überraschend anstelle von Miralem Sulejmani von Beginn weg spielen. Der Kameruner, der Schnelligkeit hätte bringen sollen, fiel aber vor allem mit seinen Problemen in der Defensive auf. Er wurde stark rot gefährdet zur Pause durch Sulejmani ersetzt. Den Platzverweis sah dafür Sanogo in der 77. Minute für sein hartes Einsteigen gegen Francis Coquelin. Die Young Boys sahen zudem fünfmal Gelb.

Auch wenn der rumänische Referee seine Mühe mit der Leitung der Partie hatte und nicht immer richtig entschied, geben die vielen Karten einen Einblick in die Mühen der Young Boys. Immer wieder mussten sie sich vor rund 1200 mitgereisten Fans illegaler Mittel bedienen, um Valencia zu stoppen. Für die Gastgeber, die erst ihren dritten Saisonsieg feierten und den ersten daheim seit Mai, war der Match ideal. Sie profitierten von den Risiken, die YB einging, und erzielten erstmals überhaupt in dieser Saison drei Treffer.

ür die Berner dürfte in dieser Champions-League-Saison nur der letzte Gruppenplatz bleiben. Es warten aber auf jeden Fall noch zwei Herausforderungen: am Dienstag, 27. November, bei Manchester United und am Mittwoch, 12. Dezember, daheim gegen Juventus Turin.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/11786427

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 8. November 2018, 09:05 
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YB in Valencia chancenlos

Ein defensiv ungenügendes YB verliert beim nicht besonders stilsicheren FC Valencia 1:3.

Es ist erneut ein grosser Abend für die Young Boys in der Champions League: Auftritt im legendären, stimmungsvollen Mestalla mit den steilen Tribünen. Aber es ist ein Abend, an dem sie wieder an ihre Grenzen stossen und unsanft landen.

Beim 1:3 gegen einen keineswegs überzeugenden FC Valencia fehlt es YB an Stabilität und defensiver Qualität, um in die Nähe eines Coups zu gelangen. «Wir waren nicht kompakt genug», sagt Captain Steve von Bergen. «Und auf diesem Niveau werden Fehler halt sofort bestraft.» Trainer Gerardo Seoane meint, sein Team habe gute Chancen herausgespielt, Valencia sei aber effizienter gewesen. «Leider ist unser starker Kampf nicht belohnt worden.»

Minas frühes Tor

Es ist tatsächlich eine Begegnung mit bemerkenswerter Intensität. Fast alle Plätze im Mestalla sind fünf Minuten vor Spielbeginn noch nicht besetzt, der Spanier erscheint spät im Stadion. Auch die Begegnung benötigt kein Vorspiel, es geht sofort hart, aber auch fehlerhaft zur Sache.

Nach 15 Sekunden der erste Fehlpass von Djibril Sow, nach 20 Sekunden das erste Foul durch Loris Benito, keine Minute vergeht bis zum ersten Schuss Valencias, nur 80 Sekunden bis zum ersten von YB durch Sow. Und nach vier Minuten wird Valencias Stürmer Rodrigo fälschlicherweise durch einen Abseitspfiff gestoppt, als er alleine aufs Tor unterwegs ist.

Die rumänischen Spielleiter verlieren ohnehin bald Übersicht und Linie. Die Young Boys wehren sich robust, manch einer grob, und sie verraten früh Schwächen in der Defensive. Keine Viertelstunde ist vorüber, als sich Abwehrchef von Bergen draussen an der Seitenlinie von Rodrigo düpieren lässt, Sow trabt Carlos Soler nur hinterher, und dessen Schuss prallt vom Pfosten an den YB-Verteidigern Kevin Mbabu und Sandro Lauper vorbei direkt vor die Füsse Santi Minas, der mühelos aus zwei Metern zum 1:0 einschiebt.

Bereits im Hinspiel in Bern 15 Tage zuvor beklagte YB gegen Valencia (1:1) Innenpfostenpech, als Gästetorhüter Neto in der 88. Minute einen Kopfball Sékou Sanogos brillant an den Pfosten lenkte, ehe der Ball in seine Arme flog. Manchmal entscheiden Zentimeter. Doch die Young Boys sind nach dem frühen Rückstand nicht geschockt. Sie wollten mutig sein und entschlossen, und sie sind ganz sicher sehr entschlossen, insbesondere in der Zweikampfführung.

Aber sie sind vorerst auch mutig. Der schwer kriselnde FC Valencia wirkt nicht stilsicher, auch er ist im stürmisch interpretierten 4-4-2-System mit teilweise erstaunlichen Abstimmungsproblemen formiert. Roger Assalé trifft den Ball Mitte der ersten Hälfte freistehend zehn Meter vor dem Tor nicht, doch kurz darauf reüssiert der YB-Stürmer aus erheblich schwieriger Lage nach erneut feinem Angriff gekonnt. Sékou Sanogo eroberte den Ball überaus rustikal, Guillaume Hoarau sowie Christian Fassnacht assistierten passgenau.

Sanogos späte Rote Karte

Nach dem 1:1 ist die Verunsicherung Valencias spürbar, das Publikum murrt, Trainer Marcelino dirigiert an der Seitenlinie zunehmend verzweifelter. Weil die Young Boys aber nicht zum ersten Mal in dieser Saison in der Defensive zu leichtgewichtig sind, erzielt Mina noch vor der Pause das 2:1.

Soler darf dabei ungestört die scharfe Flanke aus dem Halbfeld treten, in der Mitte verlieren die Innenverteidiger von Bergen und Lauper den Torschützen aus den Augen. Als Schlusspunkt der animierten ersten Halbzeit verpasst Nicolas Ngamaleu kläglich das 2:2.

Nach der Pause erscheint Miralem Sulejmani, vorerst überraschend nur Reservist, für Ngamaleu, der nach mehreren Fouls kurz vor einem Platzverweis stand. Das ändert jedoch nichts an der ungenügenden Abwehrleistung der Gäste.

In der 56. Minute verfolgen erneut mehrere Berner Akteure das 3:1 in ungewollter Zuschauerrolle. Von Bergen muss wieder das Zentrum verlassen, am Ende rauscht der flinke Soler ungestört – und auch von Lauper in Ruhe gelassen – fast übers halbe Feld und entscheidet die Partie mit einem präzisen Flachschuss vorzeitig.

Solers Tor kühlt Gemüter, Geschehen und Gangart deutlich ab. Bis zur 77. Minute und einem harten Einsteigen Sanogos, der direkt des Feldes verwiesen wird. Diese Rote Karte haben sich die Young Boys hart erarbeitet, sie leisten sich insgesamt 25 Foulspiele, das ist ein neuer Champions-League-Rekordwert in dieser Saison.

Und nach dem misslungenen Ausflug nach Valencia muss der Schweizer Meister nun Ende November im Old Trafford gegen Manchester United gewinnen, um zumindest noch eine Chance auf Rang 3 und das Erreichen der Europa-League-Sechzehntelfinals zu besitzen.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/14690311

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 8. November 2018, 09:07 
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Hoarau im kleinen Dilemma

Auch Guillaume Hoarau erlebt beim 1:3 in Valencia einen ernüchternden Abend. Gedanken zum System mag sich der YB-Stürmer nach der Niederlage keine machen.

Der Schluss kommt für ihn vor dem Ende. Ungewöhnlich früh muss Guillaume Hoarau seinen Arbeitstag beenden, in der 75. Minute wird der Franzose von YB-Trainer Gerardo Seoane in der Champions League gegen Valencia vom Feld beordert, 1:3 liegen die Young Boys zurück. Die Schlussviertelstunde erlebt er nicht mehr. Doch es ist ja auch nicht so, dass er da etwas verpassen würde. Dem YB ohne Hoarau gelingt ähnlich wenig wie dem YB mit Hoarau.

Es ist ein ernüchternder Abend, für die Young Boys, aber auch für Hoarau, den nach wie vor besten Schützen der YB-Geschichte im Europacup. 16 Tore hat er für Gelb-Schwarz auf internationaler Ebene schon erzielt – am Mittwoch kam keines hinzu. In allen Bewerben bilanziert der Franzose aktuell mit beeindruckenden 98 Treffern und bleibt fürs Erste kurz vor den 100 stehen. Vor zwei Wochen, im Heimspiel gegen Valencia, war Hoarau mit dem ersten Champions-League-Treffer überhaupt für YB ein Held, wenn auch ein geknickter, da durchaus mehr als das 1:1 dringelegen wäre.

«Im 4-4-2 viel erreicht»

Von der Leistung gegen Valencia kann man das nicht behaupten. Auch Hoarau zieht einen schwachen Abend ein, hat beim einzigen Berner Tor des Abends, dem ersten in der Königsklasse aus dem Spiel heraus, immerhin den Fuss im Spiel. «Ich finde, ein Tor in Valencia ist gut», sagt er später, «aber nur in Kombination mit weniger Gegentreffern.»

Anfang Oktober in Turin, als YB bei Juventus ohne Chance blieb und 0:3 verlor, hing Hoarau als einzige Spitze in der Luft. Mit seinem angestammten Sturmpartner Roger Assalé ergänzte er sich vergangene Saison oft hervorragend. Jetzt, nach der ernüchternden, aber wenig überraschenden Zwischenbilanz in der Champions League, sagt Hoarau zum System: «Wir haben im 4-4-2 viel erreicht und fühlen uns darin wohl. Es ist klar, dass wir so ins Spiel stiegen.»

Auch Hoarau scheint sich in der 4-4-2-Formation wohler zu fühlen, ebenso aber agierte YB in Turin im 4-2-3-1 und mit ihm als einzige Spitze vielleicht sogar ein wenig kompakter. Für Seoane ist das ein kleines Dilemma, und sein bester Stürmer hängt mit drin. In Valencia entscheidet sich der Trainer für die konservativere Variante – und stellt Hoarau den bewährten Partner zur Seite. «Wir könnten auch ein 10-0-0 spielen – es geht darum, dass wir alle besser verteidigen und weniger Tore bekommen.»

Nachwuchs macht es vor

Der Abend auf dem Rasen vor den steilen Rampen beginnt für Hoarau schon schwierig. Lange Zeit erhält er wenig Bälle, muss seinen Aktionsradius mehr und mehr nach hinten verlagern. Nach sieben Minuten kommt er ein erstes Mal zum Abschluss, wenig später wieder, es sind zögerliche, wenig zielführende Annäherungen. Die 99 auf dem Torkonto, zugleich auch die auffällige Rückennummer des Franzosen, bleibt unangetastet.

Was Hoarau am Mittwoch in Valencia verwehrt bleibt, darf Jonathan de Donno ein paar Stunden zuvor erleben: Auf dem geräumigen Trainingsgelände des Grossclubs duellieren sich YB und Valencia in der Uefa Youth League, der Champions League der Nachwuchsteams. Mit vier Punkten aus vier Spielen hat das «kleine» YB weiterhin Chancen auf die ersten beiden Plätze.

Bei den älteren Young Boys besteht nach der Niederlage kaum noch Hoffnung dazu. Die Berner bleiben in ihrer Gruppe Letzter, das war zu erwarten, und das 3:1 ist auch kein Totalschaden, aber mehr hätte man sich ausgerechnet. «Es bleiben uns zwei grosse Spiele», sagt Hoarau. Zwei Chancen auf den einen Coup. Zwei Chancen für einen versöhnlichen Schluss in der Königsklasse.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/26686650

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 8. November 2018, 09:07 
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07.11.2018

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Der schwierige System-Spagat

Sportredaktor Fabian Ruch zur YB-Pleite in Valencia.

Die Young Boys sind in der Champions League bereits nach vier Spieltagen ausgeschieden. Weil Manchester United am Mittwoch 2:1 bei Juventus gewann, können sie höchstens noch Rang 3 und damit die Europa-League-Sechzehntelfinals erreichen.

Auch in Valencia agierte ein teilweise grobes YB defensiv ungenügend. Der Meister erhält in dieser Saison zu viele Gegentore, das gilt für Königsklasse, Super League und Schweizer Cup. Und das hat nicht nur mit fehlender Qualität zu tun, sondern ist auch eine Frage des Systems.

Die Wahl der taktischen Ausrichtung ist für Trainer Gerardo Seoane ein schwieriger Spagat. Sind die Young Boys wie meistens im 4-4-2 aufgestellt, sind sie forsch und frech unterwegs und erspielen sich viele Chancen. So war das auch am Mittwoch – zumindest vor der Pause.

Gleichzeitig sind die Young Boys in dieser Formation nicht besonders kompakt, die Räume zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen sind oft zu gross, am Ende kollabiert die Abwehr.

Man könnte es nun naiv nennen, wenn YB in einem Champions-League-Auswärtsspiel derart offensiv agiert wie am Mittwoch. Aber man darf es auch mutig finden. Denn hätte sich Seoane für ein vorsichtiges 4-2-3-1 entschieden, wäre zwar die Defensive durch einen zentralen Mittelfeldspieler entlastet worden – aber Guillaume Hoarau im Sturm vielleicht auf sich alleine gestellt gewesen.

Möglicherweise wäre eine Dreierkette in der Verteidigung in Partien gegen starke Gegner eine interessante Variante für YB, weil damit das Zentrum besser geschützt ist.

Unbestritten ist, dass sich die Young Boys derart grobe Abwehrfehler wie auch am Mittwoch wieder unabhängig vom System nicht leisten dürfen. Sie haben in Valencia eine Chance verpasst, gegen einen schwer kriselnden und wenig überzeugenden Gegner, der übrigens vor ein paar Tagen zu Hause gegen das kleine Girona verlor, ein Ausrufezeichen zu setzen.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/14159759

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 8. November 2018, 09:08 
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YB-Noten: Fehlerhaft und unbedarft

Die Young Boys ziehen ihren schwächsten Abend in der Champions League ein. Vorne gelingt wenig, hinten passieren Fehler.

David von Ballmoos: Note 4,0
Schwieriger Abend für den Goalie: Kann bei keinem der Tore viel ausrichten und erhält sonst kaum Bälle.

Kevin Mbabu: Note 3,5
Hat nach der Verletzung noch nicht zur alten Form gefunden. Sieht zu Unrecht Gelb, muss dann aufpassen. Gut die Flanken auf Assalé und Ngamaleu.

Sandro Lauper: Note 3,5
Mal wieder kluge Spieleröffnungen von Lauper, er traut sich viel zu, aber könnte beim 0:1 und auch beim 0:2 mit beherzterem Eingreifen etwas verhindern.

Steve von Bergen: Note 3,0
Der Captain wird vor dem 0:1 gegen Rodrigo bös überrascht, ebenso beim 0:2 von Minas Bewegung zum Ball. Und vor dem 1:3 ist er wieder weit draussen am Flügel am Werk.

Loris Benito: Note 3,5
Auch er hat Mühe, ins Spiel zu kommen. Und kurz nach Wiederanpfiff lässt er sich vor dem Tor zum 1:3 ausspielen. Unterbindet dann einen Angriff, als Soler unterwegs zum 1:4 ist.

Christian Fassnacht: Note 3,0
Kaum zu sehen, hat grosse Mühe. Spielt den guten letzten Pass auf Assalé vor dessen Tor, taucht aber gleich wieder ab.

Djibril Sow: Note 3,5
Fahriger Beginn des Mittelfeldmanns, einige Fehlzuspiele. Auch er kann Mina beim 0:1 nicht stoppen, vor dem 0:2 muss er Soler flanken lassen.

Sékou Sanogo: Note 2,5
Zittriger Auftakt vom Routinier. Steigt vor dem Ausgleich regelwidrig ein. Und sieht nach dem überharten Einsteigen glatt Rot.

Nicolas Ngamaleu: Note 2,5
Schlechter Abend vom Kameruner, der nach einer frühen Gelben Karte mehrmals hätte vom Platz fliegen können. Ungenutzte Topchance kurz vor der Pause, dann nimmt ihn Seoane aus dem Spiel.

Roger Assalé: Note 4,5
Nutzt seine Grosschance nicht, erzielt dann mit toller Schusstechnik den 1:1-Ausgleich.

Guillaume Hoarau: Note 3,5
Unauffällig, lässt sich weit zurückfallen. Stark dann, wie er Fassnacht vor dem 1:1 lanciert.

Miralem Sulejmani: Note 3,5
45. Minute für den rotgefährdeten Ngamaleu. Auch ihm gelingt wenig.

Jean-Pierre Nsame: Note 3,5
60. Minute für Fassnacht. Hängt vorne in der Luft.

Michel Aebischer: Ohne Note
75. Minute für Hoarau.

6,0 = herausragend; 5,0 = gut; 4,0 = solid; 3,0 = ungenügend; 2,0 = schlecht; 1,0 = miserabel. Noten ab 20 Minuten Einsatz.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/19977477

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 8. November 2018, 09:10 
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07.11.2018

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«Wir hielten zweimal eine Reaktion bereit»

Steve von Bergen sah YB gegen Valencia keineswegs wehrlos.

Auch im grossen Theater braucht es Kulissenwechsel. Das Mestalla-Stadion in Valencia hat schon viele Abende in der Champions League gesehen. Am Mittwoch gegen die Young Boys endet für einmal wieder einer versöhnlich für den kriselnden Gastgeber, es gibt einen wohltuenden Heimsieg, den ersten seit dem 20. Mai.

Beim 3:1 kommen die Berner den Spaniern kaum je hinterher. Und auch danach geht es schnell. Die wartenden Journalisten kommen im Stadionbauch in den Genuss eines rasanten Bühnenumbaus. Aus dem Eingangsbereich wird flugs eine Interviewzone, Absperrungen hier, Werbewände da.

Von Ballmoos’ späte Parade

Als erstes trudeln dort die Verlierer ein, frisch geduscht, mit ernüchternden Eindrücken im Gepäck. «Ich fand unsere Leistung besser als das Resultat», sagt Steve von Bergen. Auch am Mittwoch steht der YB-Captain mit seiner Meinung etwas antizyklisch da, die zwischenzeitliche Überforderung seiner Abwehr sieht er nicht so dramatisch.

«Wir hatten zweimal eine Reaktion bereit», sagt er, spielt auf den Ausgleich und die grosse Chance von Nicolas Ngamaleu beim Stand von 2:1 an. «Das dritte Tor tat uns am meisten weh.»

Mit drei Gegentreffern war YB am Ende noch gut bedient. Weil Sékou Sanogo nach Roter Karte vom Feld musste, weil die Spannung aus dem Team gewichen war. «Ich will mir die Szene erst in Ruhe ansehen», sagt Sanogo.

«Das dritte Tor tat am meisten weh»Steve von Bergen, YB-Captain

Ein bitterer Abend war es auch für David von Ballmoos. Der Goalie konnte bei den drei Gegentreffern kaum etwas ausrichten, war trotzdem oft mittendrin - und verhinderte mit einer Parade kurz vor Schluss das 4:1. «Untergegangen sind wir nicht», findet von Ballmoos, «ein Untergang, das sind doch sechs, sieben Gegentreffer.»

Und schon im Fernsehen sagt Trainer Gerardo Seoane: «Ich habe auch gute Dinge gesehen. Wir haben den Gegner in Zweikämpfe verwickelt, das haben wir uns vorgenommen.» Einzig mehr Mut hätte sich der Coach von seiner Equipe gewünscht.

In der Gruppe H zahlen die Young Boys bislang das erwartete Lehrgeld, haben schon zehn Tore kassiert und müssen die Segel fürs Achtelfinale streichen. «Für uns liegt noch etwas drin», sagt Sanogo, «und wir spielen auch in den zwei letzten Partien auf Sieg.»

Aber in drei Wochen in Manchester und Anfang Dezember gegen Juventus bleibt den Young Boys wahrscheinlich nur die Möglichkeit, die ernüchternde Bilanz im grossen Theater etwas aufzubessern.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/30527417

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 Beitrag Verfasst: Samstag 10. November 2018, 02:02 
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Niederlage im Mestalla

YB taucht gegen abgebrühtes Valencia

- Die Berner müssen sich im 4. Spiel der Gruppe H den Spaniern auswärts mit 1:3 geschlagen geben.
- Valencia nutzt seine Chancen eiskalt aus, Santi Mina glänzt als Doppeltorschütze.
- YB's Sékou Sanogo sieht in der 77. Minute die rote Karte.
- Im anderen Spiel der Gruppe H gewinnt Manchester United bei Juventus Turin 2:1.

In der 56. Minute zeigte das kriselnde Valencia für einmal seine ganze Klasse. Mit nur 3 Pässen hebelten die Spanier die halbe YB-Defensive aus. Die Gastgeber konnten zu Dritt gegen 2 Berner aufs Tor ziehen. Carlos Soler machte es schliesslich alleine und bezwang David von Ballmoos zum 3:1. Es sollte die Entscheidung sein.

Die Young Boys waren in der Folge zu keiner Reaktion mehr fähig. Zudem schwächte sich das Team von Coach Gerardo Seoane in der 77. Minute noch zusätzlich. Nach einem bösen Foul sah Sékou Sanogo zurecht die rote Karte. In Überzahl brachte Valencia den Sieg ohne Probleme über die Zeit.

Unglückliche 1. Halbzeit

Es war insgesamt ein sehr unglücklicher Auftritt des Schweizer Meisters. In der 1. Halbzeit hielten die Berner zwar weitgehend gut dagegen. Mit unnötigen Fehlern luden sie Valencia aber förmlich zum Toreschiessen ein:

- 14. Minute: Steve von Bergen verschätzt sich im Duell mit Rodrigo. Der Stürmer lanciert Carlos Soler. Dessen Abschluss landet zwar nur am Pfosten. Den Abpraller verwertet Santi Mina dann aber zur Führung.
- 42. Minute: Wieder agiert Von Bergen unglücklich. Santi Mina schleicht sich im Rücken des Innenverteidigers davon und lenkt eine Flanke zum 2:1 ins Tor.

YB lässt Chancen liegen

Valencia nutzte die Unzulänglichkeiten der Gäste eiskalt aus. YB liess seinerseits die Effizienz vermissen. In der 25. Minute konnte Roger Assalé eine Flanke allein stehend nicht aufs Tor bringen. Nicolas Ngamaleu setzte kurz vor der Pause einen Volley aus guter Position über die Latte.

Besser hatte es Assalé in der 37. Minute gemacht. Bei einem schönen Konter gelangte der Ball über Guillaume Hoarau und Christian Fassnacht zum Stürmer. Dieser fackelte nicht lange und bezwang Neto zum zwischenzeitlichen 1:1. Es sollte aber das einzige Highlight aus YB-Sicht bleiben.

Nach der 3. Niederlage im 4. Gruppenspiel dürfte es für die Young Boys schwierig werden, noch europäisch zu überwintern. Für die Berner sind hierfür in den beiden verbleibenden Spielen bei Manchester United und zuhause gegen Juventus Turin 2 Siege Pflicht.


https://www.srf.ch/sport/fussball/champ ... s-valencia

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Berner bleiben in Champions League sieglos

Eiskaltes Valencia zerlegt unsichere YB-Abwehr

Für YB gibts im vierten Champions-League-Gruppenspiel nichts zu holen: 1:3 verlieren die Berner in Valencia.

Das Spiel:
Früh beansprucht YB Fortuna. Nach nicht mal vier Minuten zappelt der Ball im Berner Netz, aber das Schiri-Gespann pfeift Rodrigo wegen Offsides zurück. Eine Fehlentscheidung! Nach der Führung der Spanier steckt YB aber nicht zurück. Kommt durch Assalé (25.) zu einer hundertprozentigen Ausgleichschance. Das macht er wenig später besser und gleicht aus. Aber noch vor der Pause wirbelt sich Valencia zur erneuten Führung. Nach dem Seitenwechsel machts YB weiterhin nicht schlecht, aber die Spanier schlagen eiskalt zu. Und Sanogo fliegt auch noch vom Platz. Jetzt ist das europäische Überwintern weit weg. Die Achtelfinal-Quali ist nur noch theoretisch möglich.

Die Tore:
1:0, 14. Minute: Von Bergen verschätzt sich an der Seitenlinie grob, Rodrigo kann Soler tief schicken, dessen Schuss landet am Pfosten. Die Berner reagieren zu langsam, Santi Mina braust heran und trifft.

1:1, 37. Minute: Hoarau lanciert einen schnellen Gegenstoss über rechts, schiebt auf Fassnacht, der legt zurück auf Roger Assalé, der den Ball im Strafraum frech noch annimmt und cool in die weite Ecke trifft.

2:1, 42. Minute: Wieder pennt die Berner Hintermannschaft. Ein gekonnter Flankenball und zwei Spanier stehen alleine vor Von Ballmoos. Santi Mina hält den Fuss hin und schnürt den Doppelpack.

3:1, 56. Minute: Mit einem Steilpass ist die gesamte YB-Abwehr ausgehebelt, Carlos Soler könnte auf Mina noch rüberlegen, schliesst aber selbst in die weite untere Ecke ab.

Der Beste: Carlos Soler macht mit Ngamaleu, was er will, obwohl der für Sulejmani spielte, weil er läuferisch besser ist. Er ist der überragende Mann bei Valencias starkem Auftritt.

Der Schlechteste: Steve von Bergen lässt sich beim 0:1 viel zu leicht von Rodrigo übertölpeln und schaut bei Santi Minas zweitem Treffer wie Sandro Lauper nur interessiert zu. Auf diesem Niveau überfordert.

Das gab zu reden: Ref Istvan Kovacs lieferte eine schlicht unterirdische Leistung ab. Er verteilt sieben Mal Gelb und einmal Rot. Über die Hälfte der Karten zückt er zu Unrecht. Und er zieht sie dann nicht, wenn er sie hätte ziehen müssen oder irrt sich in der Farbe wie bei Solers gnadenlos rücksichtsloser Grätsche gegen Benito. Ist Rot. Basta.

So gehts weiter: Für YB steht jetzt noch einmal Liga-Alltag auf dem Programm, am Sonntag gibts ein Auswärtsspiel in St. Gallen (16 Uhr). Dann ist Nati-Pause. In der Champions League gehts am 27. November weiter, dann gastiert YB im Old Trafford zu Manchester (21 Uhr).

********************
Valencia – YB 3:1 (2:1)

Mestalla, 36'480 Fans, SR: Kovacs (Rumänien)

Tore: 14. Santi Mina (Soler, Rodrigo) 1:0, 37. Assalé (Fassnacht, Hoarau) 1:1, 42. Santi Mina (Soler, Wass) 2:1, 56. Soler (Rodrigo) 3:1.

Valencia: Neto; Wass, Garay, Gabriel, Gaya; Soler, Coquelin, Kondogbia, Guedes; Rodrigo, Santi Mina.

YB: Von Ballmoos; Mbabu, Lauper, Von Bergen, Benito; Fassnacht, Sow, Sanogo, Ngamaleu; Hoarau, Assalé.

Einwechslungen:
Valencia: 68. Gameiro (für Mina), 75. Torres (für Guedes), 87. Vezo (für Kondogbia).

YB: 46. Sulejmani (für Ngamaleu), 61. Nsame (für Fassnacht), 75. Aebischer (für Hoarau).

Gelb: 18. Ngamaleu. 22. Santi Mina. 30. Gaya (alle Foul). 35. Mbabu (Unsportlichkeit). 38. Benito. 57. Lauper. 67. Von Bergen. 81. Soler (alle Foul).

Rot: 77. Sanogo (Foul)


https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 05876.html

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