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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. August 2016, 01:18 
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Glaube an YB! :wink:

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. August 2016, 01:53 
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ich kann nicht schlafen, bin noch voll aufgewühlt nach diesem spiel.

danke yb! :scarf:


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. August 2016, 09:14 
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Gonzo hat geschrieben:
Glaube an YB! :wink:

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+1 :beer:


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. August 2016, 09:28 
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Das Wunder von Bern 2.0

YB steht in den Playoffs zur Champions League. Die Young Boys bezwingen nach hervorragender Leistung den riesengrossen Favoriten Schachtar Donezk im Elfmeterschiessen.

Es ist eine Gefühlsexplosion, die man Yuya Kubo nicht zugetraut hätte. «Yuya ist Yuya, ob positiv oder negativ, er ist keiner, der seine Emotionen zeigt», sagte Steve von Bergen am Tag vor dem Rückspiel gegen Schachtar Donezk. Der YB-Captain sprach da über die Enttäuschung seines Teamkollegen, dass dieser nach der Verletzung von Alexander Gerndt nicht an die Olympischen Spiele hatte reisen dürfen. Dass der Japaner einen Tag später zum Helden avancieren würde, daran dachte Von Bergen nicht. Er sagte: «Es wird ein ganz schweres Spiel. Wir müssen versuchen, Schachtar ins Zweifeln zu bringen.»

Es läuft also die 60. Minute. YB führt 1:0, Kubo erzielte sechs Minuten zuvor bereits das Führungstor. Guillaume Hoarau legt auf den Japaner ab, der ungewohnt kaltblütig in die kurze Ecke zum 2:0 trifft.

Was kaum jemand für möglich hielt, ist eingetroffen. YB hat den Zweitorerückstand aus dem Hinspiel aufgeholt. Schachtar zweifelt nun. Und Kubo zeigt jetzt Emotionen, schreit seine Freude heraus, läuft an die Seitenlinie zu Michael Frey, seinem Konkurrenten, aber auch seinem Freund. Es ist da schon das grösste Spiel des Japaners im Trikot der Young Boys. Und es ist vielleicht genau diese Partie, die er benötigte. Er, der noch immer jung ist, oft gute Ansätze zeigt, aber eben auch immer mal wieder einen Hänger hat.

Aber nicht am Mittwoch. Es ist der Abend der grossen Gefühle. Und Kubo ist mittendrin. Kurz nach der Pause war er im Strafraum gefoult worden. Kubo nahm den Ball in die Hand. Doch der Schiedsrichter gab den Elfmeter nicht, stattdessen signalisierte er ein Hands des Japaners. So leicht dem Referee die Karten aus der Hand gingen, war es ihm zuzutrauen, dass er den bereits verwarnten Stürmer vom Feld stellen würde. Kubo aber ist im Glück. Und bald sehr glücklich.

Es kommt das Penaltyschiessen. Kubo übernimmt Verantwortung. Kubo ist Kubo, lässt sich nichts anmerken. Nimmt Anlauf. Trifft. Da ist sie wieder, die Gefühlsexplosion. Kubo jubelt, schreit. Und hofft und bangt dann mit den Kollegen.

Noch einige Minuten, dann ist es vorbei. Milan Gajic verwandelt den letzten Elfmeter, die Young Boys schaffen die sehr grosse Überraschung. Und jubeln ausgelassen. «Es ist der schönste Moment, seit ich in Bern bin», sagt Trainer Adi Hütter, der zwar das Kollektiv hervorhebt, den Matchwinner aber nicht vergisst. «Was Kubo geleistet hat, ist beeindruckend. Er hat einen grossen Anteil an diesem Erfolg.» Und Kubo? Er sagt: «Ich freue mich. Ich bedanke mich bei der Mannschaft.» Kubo ist Kubo. Auch im Moment seines grossen Erfolgs.

Als die Young Boys nach dem Spiel vor der Fankurve ausgelassen feiern, skandieren die Anhänger Kubos Namen. Der Japaner macht ein paar Schritte nach vorne. Und verbeugt sich.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/13576820

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. August 2016, 09:30 
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YB-Noten: Dreimal Bestnote

Die Akteure der Young Boys zeigen gegen Donezk nach der Pause eine herausragende Vorstellung.

Yvon Mvogo: Note 6 Wie im Hinspiel, als er eine Kanterniederlage verhindert hatte, sehr stark, sehr stabil. Der Goalie rettete dreimal das 0:0, als es YB noch nicht lief. Und er hielt im Elfmeterschiessen einen Versuch.

Scott Sutter: Note 5 Hatte die rechte Defensivseite fast immer im Griff, nach vorne mit guten Pässen, ballsicher und souverän. In der Verlängerung mit zwei, drei Unsicherheiten. Aber auch mit einem tollen Schuss in der 103. Minute.

Steve von Bergen: Note 5 Der Captain hielt die Abwehr zusammen, aufmerksam, kampfstark, auch wenn ihm nicht jedes Tackling gelang. Zweimal zudem zu zögerlich an der Mittellinie.

Alain Rochat: Note 5,5 Wurde schon nach einer Viertelstunde für ein unnötiges Foulspiel weit in der gegnerischen Hälfte verwarnt. Agierte danach äusserst überzeugend und smart. Herausragende Pässe, kluge Interventionen. Und das, obwohl er vor der Pause vom Schiedsrichter ermahnt wurde, dass er beim nächsten Foul vom Feld fliegen würde. Diese Leistung hätten dem im Hinspiel überforderten Routinier nicht viele zugetraut.

Jan Lecjaks: Note 5 Gute Vorstellung. Laufstark, druckvoll. Eroberte den Ball vor dem 2:0 mit giftiger Grätsche. Und auch der Tscheche wusste wie die Kollegen mit grosser Leidenschaft zu gefallen.

Yoric Ravet: Note 4,5 Viel unterwegs, aber stand insgesamt deutlich im Schatten der anderen YB-Offensivleute.

Sékou Sanogo: Note 6 Der beste Spieler auf dem Rasen. Enorm zweikampfstark, gewann fast jedes Duell, rannte und kämpfte und stopfte Löcher. Zudem auch mit guten Ideen. Viel dominanter kann man im zentralen Mittelfeld nicht spielen.

Leonardo Bertone: Note 4,5 Manchmal ging es ihm ein wenig zu schnell. Aber Bertone steigerte sich und bewies seine grossartige Schusstechnik. Sein Versuch in der 68. Minute aus 20 Metern landete an der Lattenunterkante.

Miralem Sulejmani: Note 5,5 Nach verhaltener erster Halbzeit drehte auch der Serbe auf. Bereitete beide YB-Tore toll vor.

Yuya Kubo: Note 6 Zum Glück für YB ist der Japaner nicht an den Olympischen Spielen. Schoss die zwei Tore, welche die Young Boys in die Verlängerung brachten.

Guillaume Hoarau: Note 5,5 Ihm gelang nicht alles. Aber gut im Spiel, bewegte sich stark und war mit dem Kopf wie meistens überragend. Auch er war an der Entstehung beider Tore beteiligt.

Florent Hadergjonaj: Note 4,5 88. Minute für Ravet. Jederzeit solid, ohne zu brillieren.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11710025

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. August 2016, 09:55 
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YB dank 2 Spielern weiter, die nicht mehr in Bern sein sollten

Yuya Kubo mit 2 Toren und einem Treffer im Penaltyschiessen sowie Sekou Sanago als unermüdlicher Mittelfeldmotor waren die überragenden Akteure beim YB-Märchen gegen Donezk. Die Berner können sich glücklich schätzen, dass beide überhaupt im Kader standen.

Wäre alles normal gelaufen, hätte YB im Rückspiel gegen Schachtar Donezk auf Yuya Kubo und Sekou Sanogo verzichten müssen – und den Einzug in die Champions-League-Playoffs möglicherweise verpasst. Aber bei YB ist in diesen Tagen nicht alles normal.

Kubo: Tore schiessen statt Trübsal blasen

Es war eine bittere Pille, die Kubo vor einer Woche schlucken musste. Weil Alexander Gerndt mehrere Monate verletzt ausfällt, liess ihn YB nicht an die Olympischen Spiele nach Rio de Janeiro fahren. Der Japaner steckte die Enttäuschung im Stile eines grossen Profis weg und bestätigte mit seiner Leistung den Entscheid der YB-Verantwortlichen.

Kubo schiesst gegen Schachtar innert 6 Minuten 2 Treffer und macht die 0:2-Hypothek aus dem Hinspiel weg.
Auch im Elfmeterschiessen übernimmt der 22-Jährige Verantwortung und verwertet seinen Versuch souverän.

Sanogo: Medizincheck nicht bestanden? Von wegen!

Eine ähnliche Enttäuschung wie Kubo musste auch Sanogo verkraften. Obwohl sich die Berner und der VfB Stuttgart über einen Wechsel und die Ablösesumme (angeblich 1,5 Millionen Franken) einig waren, platzte der Deal wie schon anfangs Jahr bei einem bevorstehenden Wechsel zum HSV in letzter Sekunde.

Sanogo weilte anfangs Juli bereits im Schwabenland und absolvierte den Medizincheck. Meldungen zufolge soll der Ivorer diesen aber nicht bestanden haben. Wenn man seine Leistung gegen Schachtar betrachtet, scheint dies nur schwer nachvollziehbar.

Sanogo ist der überragende Denker und Lenker bei YB und der unermüdliche Antreiber des Teams.
Der Ivorer verliert fast keinen Zweikampf und leitet mit einem langen Ball das 1:0 ein.
Sanogo arbeitet viel nach hinten und ist sich nicht zu schade, mit einem taktischen Foul die gelbe Karte abzuholen, um so einen gefährlichen Konter der Ukrainer zu unterbinden.

Mvogo: Der abgeklärte, sichere Rückhalt

Um die Liste der Matchwinner in den Reihen der Young Boys zu vervollständigen, muss auch Torhüter Yvon Mvogo erwähnt werden. Der 22-Jährige rettete sein Team mehrmals mit starken Paraden vor einem Gegentreffer und parierte im Elfmeterschiessen den Versuch des brasilianischen Nationalspielers Fred.

Kubos und Sanogos Pech ist YB's Glück

Das YB-Machtwort im Fall Kubo und der (erneut) gescheiterte Wechsel von Sanogo wird den Bernern Millionen bescheren. Sollte in den Playoffs gegen Manchester City, Porto, Villarreal, Ajax oder Gladbach der CL-Weg zu Ende sein, dann werden die Berner im Herbst in der Gruppenphase der Europa League spielen.


http://www.srf.ch/sport/fussball/champi ... in-sollten

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. August 2016, 10:17 
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«Es ist eine unfassbare Geschichte»

von E. Tedesco - Wahnsinn. Yuya Kubo schiesst YB gegen Schachtar Donezk ins Penaltyschiessen – dabei sollte er eigentlich in Rio sein. Trainer Adi Hütter freuts.

Die Enttäuschung war riesig bei Yuya Kubo, als ihm YB vor einer Woche die Reise nach Brasilien zu den Olympischen Spielen verbaute. Alexander Gerndt verletzte sich im Hinspiel der CL-Qualifikation gegen Schachtar Donezk (0:2) und so wird der Japaner in den nächsten Wochen dringend gebraucht. So heisst es für Kubo Bern statt Brasilien. Trotz Olympia-Frust schiesst der Teufelskerl die Young Boys innert sechs Minuten erst in die Verlängerung und ins Penaltyschiessen. Dann trifft Kubo auch noch im Elfmeterschiessen, das YB gegen die Millionentruppe aus der Ukraine schliesslich 4:2 gewinnt.

«Ich fand es schade und war enttäuscht. In meinem Kopf ging mir immer Rio herum», sagt der Stürmer nach der Sensation im Stade de Suisse. Olympia sei halt sehr wichtig für Japaner, versuchte er zu erklären. «Aber irgendwann hat es in meinem Kopf gewechselt und so konnte ich die zwei Tore schiessen. Ich freue mich sehr darüber.»

Emotional und mental schwierig

«Er ist nicht unbedingt der Emotionalste, aber heute hat man gesehen, wie sehr er sich gefreut hat. Das hat mich sehr beeindruckt», sagt Trainer Adi Hütter über seinen treffsicheren Sushi-Bomber. «Es ist eine unfassbare Geschichte. Er hätte nach dem Hinspiel in der Ukraine nach Rio fliegen sollen, der Zwiespalt zwischen dem Enthusiasmus der Japaner für Olympia und der Pflicht, bei uns bleiben zu müssen, das war speziell. Es war emotional und mental schwierig für Yuya.»

«Ich habe ihm in der Pause gesagt: Heute schiesst du zwei Tore und die werden entscheidend sein. Und genau so ist es auch gekommen», erzählt Keeper Yvon Mvogo später. Er wisse nicht warum er sich so sicher gewesen sei. «Aber ich hatte das im Gefühl, weil er einfach gut drauf war.»

Gut drauf war aber auch Mvogo. Der Schweizer EM-Teilnehmer zeigte starke Paraden und hielt den Penalty von Fred. «Mir fehlen die Worte, ich bin einfach zufrieden und will mit meinen Kollegen feiern – ohne Alkohol natürlich. Dafür mit einer Party in meinem Kopf.»

Die Party geht weiter

Die Party geht für YB in den Play-offs am 16./17. und 23./24. August. Die Auslosung steigt am Freitag. Dann wissen die Berner, gegen wen es als nächstes geht. Die möglichen Kandidaten: Manchester City, Porto, Ajax Amsterdam, Villareal und Gladbach. Einen Wunschgegner haben die Berner nicht. «Ich bin zu müde, daran zu denken», sagt Captain Steve von Bergen und stöhnt bei seinen Worten. «Lasst uns das erst einmal geniessen. Da waren gerade so viele Emotionen, die wir erlebt haben. Emotionen, die man nur im Sport erleben kann. Solche Spiele machen eine Mannschaft stark. Aber wir haben auch zwei Gesichter und dieses Gesicht vom Mittwoch wollen wir immer zeigen.»

Selten zuvor hat man diese zwei Gesichter innert weniger Tage so deutlich gesehen. Noch am Samstag, nach dem peinlichen 1:2 gegen Lugano, sass Trainer Hütter unheimlich sauer im Medienraum. Vier Tage später sagt der Österreicher an gleicher Stelle: «Das ist der schönste Tag für mich, seit ich YB-Trainer bin. Der Erfolg war wichtig für die Zukunft und wichtig für den Schweizer Fussball. Unsere Reise in Europa geht weiter und wir werden versuchen, auch in der nächsten Runde alles zu geben.»

Dann vielleicht vor mehr als nur 9365 Zuschauern wie gegen Schachtar. Die Kulisse in Bern war das einzig Negative an diesem tollen Fussballabend.


http://www.20min.ch/sport/dossier/champ ... --27815692

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. August 2016, 10:26 
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03.08.2016

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Champions-League-Qualifikation

Die Young Boys überraschen

Die Berner schaffen, was ihnen kaum zugetraut worden ist: Sie besiegen Schachtjor im Penaltyschiessen und ziehen in die Play-offs der Champions League ein.

Solche Freudensprünge gab es im Stade de Suisse lange nicht mehr – wie sich Adi Hütter und Fredy Bickel umarmten zum Beispiel, der Trainer und der Sportchef, weil den YB-Fussballern etwas gelungen war, was ihnen fast per definitionem kaum mehr zugetraut worden war: ein Coup gegen einen renommierten Gegner, ein Ausrufezeichen, wie es der Sieg gegen Schachtjor Donezk in der Champions-League-Qualifikation darstellt.

Es war ein langer Weg gewesen, und angefangen hatte er damit, dass YB nach dem 0:2 im Hinspiel schon so gut wie geschlagen schien. Doch nach einer Stunde war plötzlich alles anders, Yuya Kubo hatte soeben den zweiten Treffer erzielt – da rief Hütter etwas aufs Feld und zeigte mit den Zeigefinger auf seine Schläfen. Mit Köpfchen solle seine Mannschaft nun spielen, musste es heissen, mit Bedacht und ohne falschen Übermut. Die Berner hatten das Skore aus dem Hinspiel ausgeglichen, die Überraschung schien greifbar, der Einzug in die Play-offs der Königsklasse. Bloss 9365 Zuschauer waren ins Stadion gekommen, doch der Lärmpegel war so hoch, dass wieder einmal spürbar war, wie begeisterungsfähig das Berner Publikum wäre, wenn YB weniger Schwankungen unterworfen wäre.

Mit Köpfchen und viel Einsatz, aber immer weniger Kraft kämpften sich die Berner ins Penaltyschiessen, in dem sie nur einmal scheiterten und durch Milan Gajic den entscheidenden Schuss versenkten. Es war der Lohn für die ständige Aufmüpfigkeit. Es hatte durchaus auch die Phase gegeben, als YB nichts mehr einzufallen schien. In der ersten Halbzeit war die Mannschaft der Ukrainer phasenweise so etwas wie eine Ideen-Töterin. Alle wussten um ihre Überlegenheit, sie selber, YB, die Zuschauer. Dennoch hatten die Berner etwas Erwartungsfrohes zu konservieren versucht, und so starteten sie auch in die Partie. Doch nach einer halben Stunde kam der Warnmoment, als Schachtjor zeigte, welche Raubvogel-Attitüden diesem Team innewohnen. Nach einem YB-Corner lancierten die Gäste einen so schnellen Konter, dass sie sich jäh zu acht in der Nähe des gegnerischen Strafraums befanden.

Es spricht für die Berner, dass sie sich darob nicht irritieren liessen. Sie spielten mit gesundem Realismus und trauten sich nicht zu viel zu, aber auch nicht zu wenig. In der 54. Minute erzielte Kubo das 1:0, bald das 2:0, es waren keine Zufallstreffer, sondern Produkte offensiven Willens, an beiden Goals war Miralem Sulejmani beteiligt.

Vor einem Jahr war YB in der Champions-League-Qualifikation gescheitert, nach zwei Niederlagen gegen Monaco, 1:3 und 0:4, das Out bedeutete auch das Aus für den Coach Uli Forte. Dieser Tage scheint das Gebilde gefestigter, erst vor einer Woche kommunizierte YB die Vertragsverlängerung mit Hütter. Die Mannschaft wirkte am Mittwoch reifer als vor Jahresfrist gegen Monaco, doch das 1:2 gegen Lugano vom letzten Samstag mahnt eigentlich zur Vorsicht, diesem Eindruck schon allzu viel Gewicht zu geben. Aber die Partie gegen Schachtjor war ein Zeichen, dass Hütter und sein Köpfchen geholfen haben, etwas entstehen zu lassen.

Young Boys - Schachtjor Donezk 2:0 (2:0, 0:0);

YB 4:2-Sieger im Penaltyschiessen.

9365 Zuschauer. - Schiedsrichter Buquet (FRA). - Tore: 54. Kubo (Sulejmani) 1:0. 60. Kubo (Hoarau) 2:0. - Penaltyschiessen: Hoarau 1:0, Srna 1:1; Kubo 2:1, Fred (Mvogo hält); Hadergjonaj (daneben), Rakizki (Latte); Rochat 3:1, Marlos 3:2; Gajic 4:2.

Young Boys: Mvogo; Sutter (116. Obexer), von Bergen, Rochat, Lecjaks; Ravet (88. Hadergjonaj), Bertone (111. Gajic), Sanogo, Sulejmani; Hoarau, Kubo.

Schachtjor Donezk: Pjatow; Srna, Krywzow (120. Rakizki), Ordez; Ismaily; Marlos, Stepanenko, Fred, Taison; Eduardo (62. Selesnjow) , Dentinho (75. Wellington).

Bemerkungen: YB ohne Vilotic (gesperrt), Gerndt, Benito, Seferi und Schick (alle verletzt). Schachtjor ohne Bernard (verletzt). 68. Lattenschuss von Bertone. Verwarnungen: 11. Kubo. 15. Rochat. 52. Hoarau. 66. Stepanenko. 71. Fred. 80. Taison. 92. Sanogo. 96. Sutter (alle Foul).


http://www.nzz.ch/sport/fussball/champi ... -ld.108931

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. August 2016, 10:32 
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Im Video: Bickel kämpft nach YB's Coup mit den Tränen

https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... aenen.html


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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. August 2016, 11:24 
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Der traurige Held

Der Japaner Yuya Kubo führte YB zum Sieg gegen Schachtar Donezk. Dabei wollte er jetzt in Rio sein.

Als es vorbei und die Überraschung geschafft war, dieser Sieg gegen Schachtar Donezk nach dem 0:2 im Hinspiel, sagte YB-Trainer Adi Hütter: «Es ist emotional der schönste Moment, seit ich bei YB bin.» Gesehen hatte der Österreicher ein «unfassbares Spiel» gegen eine Top-Mannschaft. «Wir haben als Mannschaft überzeugt. Wir hatten diesen Mut, diesen Teamgeist, diese Überzeugung, um die Wende zu schaffen.» Und YB hatte vier Tage nach dem schwachen Auftritt beim 1:2 im Heimmatch gegen Lugano vor allem auch einmal Glück statt Pech in zwei, drei Situationen.

Die Ukrainer (und Brasilianer) von Schachtar waren in den vergangenen Jahren regelmässige Champions-League-Teilnehmer. Jetzt kommen sie höchstens in die Europa League, während YB in der entscheidenden Qualifikationsrunde um den Einzug in die Champions League spielt. Die Uefa belohnt das mit einer Sonderprämie von drei Millionen Euro selbst bei einer Niederlage, mit einem ausverkauften Stade de Suisse ist der Match für YB rund 5 Millionen Franken Wert. Manchester City mit Startrainer Josep Guardiola, Villarreal, Mönchenladbach, Ajax oder Porto können Gegner sein. Am Freitag ist Auslosung. Oder wie es Hütter sagt: «Der Traum geht weiter. Gesehen hat man gegen Schachtar, dass YB zu Hause sehr stark sein kann.»

Grosse Reaktion nach grosser Enttäuschung

Selbst bei einer Niederlage im Playoff wären die Berner im Herbst europäisch - einfach nur in der Gruppenphase der Europa League statt bei den Millionentöpfen der Champions League mit gesicherten Einnahmen von rund 20 Millionen Franken. Möglich gemacht hat den Berner Exploit Stürmer Yuya Kubo mit seinen zwei Toren in der normalen Spielzeit und auch mit dem verwandelten Penalty im Elfmeterschiessen. Es war sein vermutlich bester Match in drei Jahren YB für den schnellen Angreifer, der sonst häufig beste Torchancen auslässt.

Dabei hätte der 22-jährige Japaner hätte gestern Abend eigentlich in Rio sein sollen mit seiner Nationalmannschaft. Die Young Boys hatten ihn einst freigestellt für das olympische Fussballturnier, die Erlaubnis zur Teilnahme nach der nach der Verletzung von Alexander Gerndt vergangene Woche aber widerrufen. Kubo war extrem enttäuscht. Und reagierte jetzt mit einem grossen Auftritt.

«Was Kubo geleistet hat, ist beeindruckend. Er hat einen grossen Anteil an diesem Erfolg», sagte YB-Trainer Hütter später gegenüber der «Berner Zeitung». Kubo selbst sah alles weniger überschwänglich-österreichisch, sondern eher gelassen japanisch. Er sagte in gutem Deutsch: «Ich freue mich.» Und dankte der Mannschaft.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/De ... y/16631145

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