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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Montag 22. August 2016, 10:25 
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YB mit Personalproblemen

Die Verletztenliste der Young Boys wird immer länger.

Mit langsamen Schritten und hängendem Kopf machte sich Guillaume Hoarau auf Richtung Kabine. In der 21. Minute war er ausgewechselt worden, es ging nicht mehr. Nach einem Sprint hatte er ein Zwicken gespürt, im linken Oberschenkel an der Hinterseite. Wie lange der 32-jährige Franzose ausfallen wird, ist ungewiss, es könnten mehrere Wochen sein.

Eine Viertelstunde vor Spielschluss liess sich auch Alain Rochat auswechseln, er spürte seine Hüfte. Und Abwehrchef Steve von Bergen schaute sich das Spiel von der Bank an, er wird am Mittwoch (20.45 Uhr) beim Playoff-Rückspiel zur Champions League in Mönchengladbach weiter zuschauen müssen, wie auch die Langzeitverletzten Gerndt, Sanogo und Benito.

Seit einem Monat spielt YB im Drei-Tages-Rhytmus und die Verletztenliste wird immer länger. «Wir haben mehrere Schlüsselspieler, die über 30 Jahre alt sind. Das macht sich bemerkbar», sagte Hütter. Sportchef Fredy Bickel ist mit seinem Scoutingstaff daran, Ersatz zu besorgen. Die erste Länderspielpause Ende August/Anfang September bietet sich an, um dann die neuen Spieler zu empfangen.

Gegen Mönchengladbach aber und auch für das Auswärtsspiel gegen GC am nächsten Sonntag (13.45 Uhr) muss Hütter wohl ohne Verstärkung auskommen. Zumindest sieht es so aus, dass Alain Rochat am Mittwoch einsatzfähig sein wird. Und auch Miralem Sulejmani, der gegen Lausanne geschont wurde, kehrt wieder zurück.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/29360989

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 24. August 2016, 14:13 
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Hoarau out, Mbabu da

Mit Guillaume Hoarau fällt bei YB ein weiterer Leistungsträger länger verletzt aus. Der Stürmer dürfte erst in zwei Monaten wieder einsetzbar sein. Kevin Mbabu verstärkt derweil das Team.

Die unfassbare Verletzungsserie bei YB geht weiter. Am Dienstag gab der Verein bekannt, dass Torjäger Guillaume Hoarau rund acht Wochen ausfällt. Die Muskelverletzung am linken Oberschenkel, die sich der Stürmer am Samstag beim 7:2-Sieg gegen Lausanne zugezogen hat, setzt Hoarau bis weit in den Oktober ausser Gefecht.

Das ist sehr bitter für die Young Boys, die sich laut Sportchef Fredy Bickel nun überlegen, einen weiteren Angreifer zu engagieren. Allerdings steht kaum Geld für frische Kräfte zur Verfügung. Auch der Schwede Alexander Gerndt fällt im Angriff ja bereits monatelang aus. Und so ist Michael Frey plötzlich gesetzt.

Mit welchem System heute?

Wie bereits vor einem Jahr fallen bei YB also auch diesmal in den ersten Saisonwochen mehrere Akteure verletzt aus. Möglicherweise hängt das mit dem Kunst­rasen im Stade de Suisse zusammen. Es gibt auch Spieler bei den Young Boys, die den Plastikuntergrund als eine der Ursachen für die vielen Blessuren sehen. Die Abnutzung auf dem Kunstrasen ist höher, was muskuläre Probleme zur Folge hat.

Heute treten die Young Boys in Mönchengladbach auf Naturrasen an. Und mit den Abwehrspielern Steve von Bergen und Alain Rochat sowie Flügel Miralem Sulejmani stehen immerhin drei Akteure wieder zur Verfügung.

Die unfassbare Verletzungsserie bei YB geht weiter. Am Dienstag gab der Verein bekannt, dass Torjäger Guillaume Hoarau rund acht Wochen ausfällt. Die Muskelverletzung am linken Oberschenkel, die sich der Stürmer am Samstag beim 7:2-Sieg gegen Lausanne zugezogen hat, setzt Hoarau bis weit in den Oktober ausser Gefecht.

Das ist sehr bitter für die Young Boys, die sich laut Sportchef Fredy Bickel nun überlegen, einen weiteren Angreifer zu engagieren. Allerdings steht kaum Geld für frische Kräfte zur Verfügung. Auch der Schwede Alexander Gerndt fällt im Angriff ja bereits monatelang aus. Und so ist Michael Frey plötzlich gesetzt.

Mit welchem System heute?

Wie bereits vor einem Jahr fallen bei YB also auch diesmal in den ersten Saisonwochen mehrere Akteure verletzt aus. Möglicherweise hängt das mit dem Kunst­rasen im Stade de Suisse zusammen. Es gibt auch Spieler bei den Young Boys, die den Plastikuntergrund als eine der Ursachen für die vielen Blessuren sehen. Die Abnutzung auf dem Kunstrasen ist höher, was muskuläre Probleme zur Folge hat.

Heute treten die Young Boys in Mönchengladbach auf Naturrasen an. Und mit den Abwehrspielern Steve von Bergen und Alain Rochat sowie Flügel Miralem Sulejmani stehen immerhin drei Akteure wieder zur Verfügung.

Trainer Adi Hütter hält nichts davon, den einen oder anderen zu schonen, weil es bereits am Sonntag in der Liga mit dem Gastspiel bei GC weitergeht. «Das kommt nicht infrage. Es geht um die Champions League, das ist ein grosses Spiel für uns», sagt Hütter. Er hofft auf einen idealen Spielverlauf heute Abend, auf ein frühes Tor und darauf, dass die Schiedsrichter vielleicht auch einmal eine Fehlentscheidung zugunsten von YB treffen.

Man darf gespannt sein, wie Hütter seine Akteure heute formieren wird. Vielleicht wie immer im 4-4-2-System, vielleicht auch im 4-2-3-1 mit dem formstarken Yoric Ravet als Spielmacher und Yuya Kubo am Flügel.

Alternative in der Defensive

Wie erwartet haben die Young Boys derweil ihre Defensive verstärkt. Leihweise bis Ende Saison stösst der Schweizer Nachwuchsnationalspieler Kevin Mbabu zu den Bernern. Der 21-jährige Genfer, ein enger Freund von YB-Mittelfeldspieler Denis Zakaria, wechselte vor drei Jahren zu Newcastle und wurde letzte Saison sechsmal beim Premier-League-Absteiger eingesetzt.

Mbabu ist Rechtsverteidiger, gilt aber als vielseitig einsetzbar. «Er ist ein grosses Talent», sagt Sportchef Bickel, «das uns weiterhelfen wird.» Mbabu, ein früherer Servette-Junior, wird bei den Young Boys die Rückennummer 43 tragen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11697824

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Freitag 26. August 2016, 10:47 
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Mit Abstrichen eine gute Startbilanz

Trotz des klaren Scheiterns sind die Young Boys auf dem richtigen Weg.

Die Young Boys haben es auch im vierten Anlauf nach 2004, 2010 und 2015 nicht geschafft, die Königsklasse im europäischen Fussball zu erreichen. Im Vergleich zum frühen wie auch kläglichen Scheitern im Vorjahr gegen Monaco machten die Berner diesmal eine bessere Figur - trotz der gestrigen 1:6-Ohrfeige. Mit dem Effort gegen Schachtar in der 3. Vorrunde sorgten sie europaweit für Aufsehen, im Playoff gegen Gladbach litten sie im Hinspiel unter einem krassen Fehlentscheid, der zum wegweisenden 2:1 des Bundesligisten führte. YB war somit schon vor dem Rückspiel chancenlos, die gestrige Partie hatte deshalb bloss noch Pflichtcharakter. So lässt sich nachträglich nur vermuten, was möglich gewesen wäre, wenn YB dieses irreguläre Tor nicht erhalten hätte. Oder wenn man in Vollbestand hätte antreten können.

Die Problematik mit den vielen Verletzten ist nicht neu. Schon in der vergangenen Spielzeit war während der strapaziösen Startphase mit Liga, Europacup und Cup ein Spieler nach dem anderen ausgefallen. In diesem Jahr muss man nach nur einem Monat sogar von einem YB-Lazarett sprechen. Ob das alles nur Zufall ist oder ob Fehler in der Vorbereitungszeit oder bei der Dosierung der Spielereinsätze gemacht wurden, ist schwierig abzuschätzen. Was YB besonders spürt: Die Ausfälle betreffen mehrheitlich die Leaderfiguren. Die Achse von Bergen hinten, Sanogo im Zentrum sowie Hoarau und Gerndt vorne sollte eigentlich das tragende Gerüst bilden. Doch dieses Quartett – im Schnitt über 30-jährig – ist äusserst verletzungsanfällig. Jeder dieser Routiniers musste in den letzten beiden Jahren gleich mehrmals längere Auszeiten nehmen. Wie wertvoll die vier Leistungsträger im fitten Zustand sind, hat die letzte Rückrunde gezeigt, als YB mehr Punkte holte als der FC Basel.

Gut unterwegs

Trotz der Personalprobleme hat YB das Startprogramm neben einem groben Aussetzer sehr gut gemeistert. Wäre das ärgerliche 1:2 im ersten Heimspiel gegen Lugano nicht gewesen, würde die Mannschaft auch in der Super League noch besser dastehen. Mit dem Erreichen der Europa League ist das erste Saisonziel geschafft. Und auch der Spassfaktor stimmt: Spektakuläre Auftritte wie gegen Donzek, Thun oder Lausanne locken auf die Dauer wieder mehr Publikum an.

YB ist gut unterwegs. Besser als in den letzten Jahren. Und auch wenn es beim gestrigen 1:6 gründlich missriet: Das Bestreben von Adi Hütter, aus jeder Situation möglichst das Optimum herauszuholen, zeigt häufiger Wirkung als auch schon. Und nur mit dieser Einstellung wird es in Bern irgendwann doch noch etwas mit der Königsklasse.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Mi ... y/30313421

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Freitag 26. August 2016, 23:04 
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SCB versus YB

Zwei Fans der Stadtberner Sportklubs im Gespräch

Liebe oder Religion?
Für SCB-Fan Christoph Graf ist es wie Religion, für den YB-Fan Tobias Rentsch wie die Liebe: Ihre Leidenschaft zu den Stadtberner Klubs. Die beiden haben sich zum Gespräch getroffen.


https://bzgrafik.atavist.com/scb-versus-yb

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Dienstag 30. August 2016, 08:22 
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Auf YB wartet in den nächsten zwei Jahren ein grosser Umbruch

YB ist Ende August erneut ein wenig im Schlamassel. Und 2016 hat den Verein die harte Dosis an emotionaler Achterbahnfahrt getroffen.

Noch Anfang August herrschte nach der grossartigen Leistung gegen Schachtar Donezk und dem Erreichen der Champions-League-Playoffs bei den Young Boys schier grenzenlose Euphorie, die Heimspiele danach gegen Thun (verbilligter Eintrittspreis) und Gladbach waren ausverkauft. Es geht sehr schnell mit der Fussballeuphorie in Bern. In beide Richtungen.

Heute sind bei den Young Boys zumindest leichte Krisensymptome zu registrieren. Und das Verletzungspech verschärft die Situation erheblich. Das im Angriff stark ausgedünnte Kader wirkt nicht bereit dazu, das erneut strenge Programm nach der Länderspielpause bestreiten zu können. Ab dem 10. September und dem Heimspiel gegen Luzern stehen sechs Begegnungen in drei Wochen auf der Agenda – in Liga, Europacup und Cup.

Inklusive des beschwerlichen Ausflugs über vier Zeitzonen und mit rund sieben Stunden Flugzeit nach Kasachstan, zum Europa-League-Gastspiel bei Astana Ende September. Keine 72 Stunden später empfängt YB den FC St.?Gallen.

Weitere Ausfälle in der Offensive würden die Young Boys empfindlich treffen. Zumal Miralem Sulejmani in den ersten Wochen dieser Saison nicht topfit wirkt. Er benötigt Pausen, wie am Sonntag bei GC (1:4), als der Österreicher Thorsten Schick seine Spielgelegenheit nicht nutzte und äusserst blass blieb.

Auf die Kaderplaner der Young Boys warten ohnehin interessante Zeiten. Das Gesicht des Teams wird sich in den nächsten zwei Jahren stark verändern. Die Innenverteidiger Steve von Bergen und Alain Rochat sind 33 Jahre alt, Akteure wie Milan Vilotic, Jan Lecjaks und Milan Gajic dürften spätestens ab 2018 nicht mehr dabei sein, was auch für den 32-jährigen Torjäger Guillaume Hoarau gilt.

Und die drei wertvollsten Fussballer im Team, Torhüter Yvon Mvogo, Aufbauer Denis Zakaria und Flügel Yoric Ravet, wechseln mit allergrösster Wahrscheinlichkeit bald in eine Topliga. Das wird immerhin für respektable Ablösesummen sorgen.

YB steht also in den nächsten zwei Jahren vor einem personellen Umbruch. Es wäre hilfreich, würden die sportliche Führung und der Verwaltungsrat einen gemeinsamen Nenner bezüglich der Umsetzung finden.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19027718

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Dienstag 30. August 2016, 08:23 
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YB in personeller Schieflage

Nach dem Zuzug von Innenverteidiger ­Kasim Nuhu hat YB 13 Abwehrspieler im Kader. Aber auch wegen des Verletzungspechs grobe Personalprobleme in der Offensive. Doch der Verwaltungsrat beharrt auf seinem Sparkurs.

In der ersten Länderspielpause der letzten Saison trat Adi Hütter sein Amt als YB-Trainer nach einer 2:3-Niederlage der kriselnden Young Boys bei GC an. Zwölf Monate später steckt der bisher erfolgreiche Österreicher in der ersten Länderspielpause der neuen Saison nach der 1:4-Niederlage bei GC erstmals in Bern in einer heiklen Phase. Basel ist in der Liga bereits wieder enteilt.

Und im Europacup wurde zwar das Ziel (Teilnahme an einer Gruppenphase) erreicht, das 1:6-Debakel in Mönchengladbach letzte Woche allerdings warf ein schlechtes Licht auf den Verein.

Und das wie vor einem Jahr ­riesengrosse Verletzungspech stürzt YB in eine Debatte über die Personalpolitik. Sportchef Fredy Bickel und Trainer Hütter möchten in der Offensive personell nachbessern, der Verwaltungsrat setzt die Direktive der Klubbesitzer, in diesem Sommer zu sparen, rigoros um. Das sorgt für Unruhe.

Verluste minimieren

Die Gebrüder Rihs hielten YB in den wirtschaftlich schwierigen letzten Jahren finanziell über Wasser. Der Zuschauerschnitt sank seit 2010 um rund 6000 Besucher, insgesamt über 50 Millionen Franken betrug das Defizit in den letzten sechs Saisons. Damit soll Schluss sein, auch aus privaten Gründen wollen die Besitzer weniger Geld einschiessen. «Es muss das Ziel sein, kostendeckend zu arbeiten», sagte YB-Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger vor einem Jahr.

Der Sparkurs ist nachvollziehbar, zumal es selbst in den Zeiten mit erheblicher Investition nicht zu einem Titel reichte. Allerdings wäre es kaum falsch, angesichts der Absenzenliste noch einmal über die Bücher zu gehen. Im August wurden ja dank der Qualifikation für die Europa League sowie des Verkaufs von Florent Hadergjonaj zu Ingolstadt rund zehn Millionen Franken verdient. Und diese Zeitung kommentierte schon Anfang August: «YB benötigt ein breiteres Kader».

Das Team ist – auch wegen der vielen Ausfälle – im Moment nicht ausgewogen zusammengestellt. Die «Aargauer Zeitung» schrieb am Montag, YB müsse sich viele Gedanken machen: «Zum Beispiel, ob eine Innenverteidigung mit den 33-jährigen Steve von Bergen und Alain Rochat den eigenen Ansprüchen gerecht wird und mit so fehleranfälligen Aussenverteidigern wie Scott Sutter und Jan Lecjaks Erfolg überhaupt möglich ist.» Noch ein junger Verteidiger

Die YB-Defensive enttäuscht diese Saison. 12 Gegentore in 6 Super-League-Spielen und 11 Gegentore in 4 Champions-League-Qualifikationspartien belegen das. Dabei fehlt vom Stammpersonal in der Verteidigung einzig Loris Benito (Kreuzbandriss). Und im Kader stehen selbst nach dem Abgang Hadergjonajs 13 Abwehrspieler. Am Montag wurde wie erwartet der Zuzug des 21-jährigen Kasim Nuhu offizialisiert. Der Ghanaer ist Innenverteidiger und wird leihweise bis 2018 vom spanischen Zweitligisten Mallorca, mit dem YB eine Zusammenarbeit anstrebt, übernommen.

Und so figurieren nun die Rechtsverteidiger Sutter, Sven Joss und Kevin Mbabu, die zentralen Abwehrkräfte von Bergen, Rochat, Nuhu, Milan Vilotic, Grégory Wüthrich und Nicolas Bürgy sowie die Linksverteidiger Lecjaks, Benito, Linus Obexer und Thomas Fekete im Aufgebot! Einige wie der teure Reservist Vilotic oder Lecjaks könnten verkauft, Talente verliehen werden.

Ganz anders sieht es derzeit in der Offensive aus, wo die Stammspieler Guillaume Hoarau und Alexander Gerndt noch wochenlang ausfallen. Im von Coach Hütter favorisierten 4-4-2-System hat es mit Thorsten Schick bloss eine valable Alternative für die von Michael Frey und Yuya Kubo im Sturm sowie Yoric Ravet und Miralem Sulejmani am Flügel besetzten vier Offensivpositionen.

Das ist eher zu wenig für das strenge Programm im Herbst. Zumal der 19-jährige Kwadwo Duah Zeit benötigt, um sich an die Super League zu gewöhnen. Das zeigte sich am Sonntag, als Duah nach seiner Einwechslung gegen GC kurz vor Spielende an den Gegentoren zum 1:3 (Ballverlust an der Mittellinie) sowie 1:4 (Foul, das zum Elfmeter führte) beteiligt war.

Komplizierte Situation

Bei YB weiss man um die Problematik. Sportchef Bickel versucht, die Verwaltungsräte um Urs Siegenthaler, der im sportlichen Bereich eifrig mitmischt, doch noch von einem Investment zu überzeugen. Viel Zeit bleibt nicht, Ende August schliesst das internationale Transferfenster, im September das nationale. Vertreter des Verwaltungsrats wollten sich am Montag nicht zur Thematik äussern. Die Situation ist kompliziert, weil ein Stürmer, der sofort helfen könnte, nach der Rückkehr Hoaraus und Gerndts nicht mehr benötigt werden wird. Und weil auch mit einem zusätzlichen Angreifer kaum eine bessere Platzierung möglich sein wird.

Und für Rang 2 wird es in der ziemlich mässigen Super League vermutlich auch ohne Personalnachschub reichen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/15764225

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Freitag 9. September 2016, 23:27 
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09.09.2016

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Trotz Verletzungspech: Vilotic kein Thema bei YB

Die Young Boys bestreiten bis Anfang Oktober sieben Partien. Den Auftakt macht das Heimspiel (Samstag, 20 Uhr) gegen Luzern. Nach zwei Kanterniederlagen vor der Länderspielpause sind die Berner gefordert – das weiss auch Trainer Adi Hütter.

Gute Neuigkeiten? Fehlanzeige. Das Verletzungspech bleibt den Young Boys treu. Ins üppig besetzte Berner Lazarett gesellt sich nun Grégory Wüthrich – und zwar für längere Zeit. Aufgrund anhaltender Schmerzen musste er sich noch einmal am linken Knie operieren lassen. Weil auch das vordere Kreuzband betroffen war, wird Wüthrich in dieser Saison voraussichtlich nicht mehr zur Verfügung stehen.

Überdies dürfte Zuzug Kasim Nuhu vorsichtshalber geschont werden – er bekundete letztes Wochenende in seinem ersten Einsatz für die U-21-Mannschaft muskuläre Probleme, konnte deshalb nicht durchspielen. Damit fehlen den Young Boys also zwei Innenverteidiger – womit sofort eine weitere Personalie ins Spiel kommt: der in die zweite Mannschaft degradierte Milan Vilotic. Kommt er unverhofft schnell zu einem Comeback?

«Nein», antwortet Adi Hütter, «wir haben noch drei Innenverteidiger.» Dann fügt der YB-Trainer an: «Ich bleibe bei meiner Entscheidung.» Er hat sich «aus sportlichen Gründen» dafür starkgemacht, Vilotic vorerst aus der ersten Mannschaft auszusortieren. Mehr mag Hüt­ter nicht dazu sagen.

Vor zwei Wochen verabschiedeten sich die Young Boys mit einer 1:4-Niederlage bei GC in die Länderspielpause, zuvor hatten sie das Rückspiel der Champions-League-Playoffs in Gladbach 1:6 verloren. Nun gastiert am Samstag das zweitklassierte Luzern im Stade de Suisse. Mit einem Sieg können die Berner den Ehrenplatz hinter dem FC Basel wieder übernehmen, bei einer Niederlage indes betrüge die Differenz auf Rang 2 bereits sechs Punkte.

Vor der wegweisenden Partie äussert sich Adi Hütter zu...
... dem Geschehen in der zweiwöchigen Länderspielpause: «Die erste Woche haben wir genutzt, um ein Alternativprogramm durchzuführen, den Spielern ein paar Tage freizugeben, da sie zuvor eine intensive Phase mit vielen Einsätzen gehabt hatten. So konnten sie den Kopf freikriegen. Natürlich hatten wir eine schwere Woche mit den beiden Niederlagen gegen Gladbach und GC. Doch nun sind die Burschen wieder frisch. Es gilt in die Spur zu finden, für eine Reaktion zu sorgen.»

... der Verletzungsmisere bei den Young Boys: «Sprichst du mit den Spielern, ist die Umstellung von Natur- auf Kunstrasen immer wieder ein Thema. Zudem ist die Belastung enorm. Nun stehen uns bis Anfang Oktober wieder sieben Partien bevor. Ich habe vor zwei Jahren als Trainer von Salzburg eine ähnliche Situation erlebt, teilweise auch nur mit 14, 15 Leuten trainiert. Aber es gibt einen Unterschied: Damals sind keine Schlüsselspieler ausgefallen. Man muss schon sehen: Gui ist Gui. Und Sékou Sanogo befand sich vor seiner Verletzung in einer tollen Verfassung. Zudem tut Alexander Gerndt unserem Spiel wahnsinnig gut. Ich bin überzeugt, dass wir auch mit dem letzten Aufgebot gewinnen können. Aber: Wir sind trotz allem auf gewisse Spieler mit hoher Qualität angewiesen.»

... dem ersten Rückschlag, seit er in Bern Trainer ist: «Wir mussten Kritik einstecken, auch berechtigte Kritik. Aber man muss wissen, wie das alles zustande kam. Manchmal braucht es Mut zum Risiko, wie in Gladbach. Was wollten wir denn, nachdem wir zu Hause 1:3 verloren hatten? Oder bei GC, als wir beim Stand von 1:1 klar besser waren, ich deshalb etwas riskierte. Die Kritik nehme ich gerne auf mich. Trotz allem glaube ich, dass die Mannschaft auf einem guten Weg ist, diese zwei Spiele verarbeitet hat. Manchmal braucht es «eins auf die Nuss». Aber es ist klar: Wir müssen uns wieder besser präsentieren, was das Spiel gegen den Ball und die Defensivarbeit betrifft.»

... der Partie gegen den FC Luzern: «Es ist ein wegweisendes Spiel hinsichtlich der nächsten Wochen und natürlich auch wegen der Tabellensituation. Wenn wir gewinnen, sind wir Zweiter, und das muss unser Ziel sein. Die Luzerner werden ein harter Gegner für uns, klar. Sie haben sich bis auf das 0:3 in St. Gallen vor der Länderspielpause ganz gut präsentiert.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/19987567

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Samstag 10. September 2016, 11:36 
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Bickel hofft auf Ruhe nach dem Sturm

YB-Sportchef Fredy Bickel meint, die Young Boys seien nicht in der Krise. Aber es gibt einige Problemzonen im Verein. Immerhin kehren in einigen Wochen zwei Leistungsträger zurück.

Die Länderspielpause kam für YB zu einem günstigen Zeitpunkt. Nach brutalen Niederlagen in Gladbach (1:6) sowie bei GC (1:4) standen die Young Boys zuletzt weniger im Fokus, wobei sie mit der eigenartigen, unverständlichen Ausbootung von Verteidiger Milan Vilotic letzte Woche dennoch weitere Negativschlagzeilen generierten.

Trotz turbulenter Zeiten hat Fredy Bickel aber nicht den Eindruck, dass YB in der Krise stecke. «Das würde man ja spüren», sagt der Sportchef. «Nein, es waren in den letzten Wochen eher unerwartete Einschläge wie die Niederlagen zu Hause gegen Lugano oder bei GC.» Unter dem Strich nämlich war der August ja trotz allem sportlich wie vor allem wirtschaftlich kein schlechter Monat für die Young Boys. Mit dem Erreichen der Europa League haben sie ein Saisonziel erreicht.

Und hinter den Kulissen strebt YB weiter eine noch intensivere Zusammenarbeit mit dem spanischen Zweitligisten Mallorca an. Zuletzt weilten erneut Vertreter der Young Boys auf der Ferieninsel, um sich beim Fussballklub umzusehen. Auch Bickel war dort.

Hoarau und Sanogo bald bereit

Nach der sehr kurzen, aber sehr heftigen Euphorie vor rund vier Wochen und dem Weiterkommen gegen Schachtar Donezk in der Champions-League-Qualifikation herrscht rund um YB dennoch bereits wieder eine merkwürdige Stimmung. Der Rückstand auf Basel ist mit neun Punkten nach sechs Runden gewaltig, es droht eine relativ langweilige Saison. «Klar ist das unbefriedigend», sagt Bickel, «aber man darf wirklich nicht vergessen, dass wir enormes Verletzungspech hatten.»

Immerhin dürften die Leistungsträger Guillaume Hoarau und Sékou Sanogo nach der nächsten Länderspielpause Mitte Oktober wieder dabei sein. Bis dahin bestreiten die Young Boys drei englische Wochen, am Samstag geht es mit dem Heimspiel gegen den Zweiten Luzern weiter. Mit einem Sieg rückt YB bereits wieder auf Rang 2 vor. «Es geht schnell», sagt Bickel, «wir müssen die Ruhe bewahren und konzentriert arbeiten.»

Der Druck gegen den FCL wird beträchtlich sein. Und intern sorgen Dissonanzen zwischen Bickel und dem Verwaltungsrat um den neuen Berater Urs Siegenthaler für Gesprächsstoff. Der Sportchef lässt sich zum brisanten Thema nichts entlocken, er sagt, man arbeite zielorientiert.

Die fussballerisch wie finanziell fragwürdige Degradierung des teuren Vilotic ist, wie Bickel sagt, «eine Entscheidung der Sportkommission» gewesen. Zu ihr gehört selbstverständlich der Sportchef, doch man wird den Eindruck nicht los, dass Bickel den Verteidiger nicht geopfert hätte. «Wir entscheiden das im Team», sagt Bickel, «mehr gibt es dazu nicht zu sagen.»

Wohin mit Vilotic?

Letztlich aber hat der Verwaltungsrat den Wunsch des Trainers durchgesetzt. Adi Hütter hat nie verhehlt, auf andere Innenverteidiger zu stehen als den rustikalen Vilotic. Und mit dem Rauswurf des Abwehrspielers hat der Coach ein kräftiges Zeichen an die Mannschaft gesetzt.

Es ist nun Bickels Aufgabe, so schnell wie möglich einen Abnehmer für den Topverdiener Vilotic zu finden. Es gebe lose Kontakte ins Ausland, etwa in die Emirate, wo noch Transfers möglich seien, und auch zu Schweizer Klubs. Die Grasshoppers befassen sich offenbar mit ihrem einstigen Abwehrchef, aber ein Transfer zu GC liesse sich wohl erst in der Winterpause realisieren.

Und nur wenn ein Akteur den Klub verlassen hat, kann YB möglicherweise noch einen Spieler für die personell arg ausgedünnte Offensive verpflichten. Es gibt jede Menge interessante vertraglose Fussballer. «Wir sind vorne derzeit nicht besonders breit besetzt», sagt Bickel, «aber eigentlich haben wir genügend Spieler. Es wäre heikel, nun ein Problem zu lösen, nur um im Frühling ein noch grösseres zu haben.»

In der Rückrunde werden die Young Boys international wohl nicht mehr so viele Partien wie in diesem Herbst haben, zudem sollten dann Hoarau und auch Alexander Gerndt wieder zur Verfügung stehen. «Wir haben Vertrauen in unser Team», sagt Bickel. Und dann meint er noch, YB sei weiter auf einem guten Weg. «Es ist nach den Niederlagen zuletzt nicht alles schlecht, was wir in den letzten Jahren aufgebaut haben.»

Ob sich die kleine Ergebniskrise bei YB nicht bald doch noch in eine echte Krise verwandelt, wird sich in den nächsten Wochen erweisen. Erstmals heute Abend gegen Luzern. Mitzuverfolgen im Live-Ticker ab 19.45 Uhr auf bernerzeitung.ch.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/28831475

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Dienstag 13. September 2016, 17:11 
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Die Young Boys stehen zum Verkauf - wie ernst ist die Lage wirklich?

Die Besitzer der Young Boys, Andy und Hans-Ueli Rihs, suchen einen Käufer für das «Stade de Suisse». Doch wirklich nur für das Stadion?

Andy Rihs (73) und sein Bruder Hans-Ueli (71) machen keinen Hehl aus ihrer wahren Passion: Radsport. Trotzdem rutschen sie in den Fussball. 2005, wenige Monate vor der Eröffnung des neuen Stadions, steigen sie als Aktionäre des Stade de Suisse ein. Das Engagement der damaligen Phonak-Bosse ist weniger eine emotionale als eine rationale Entscheidung.

Andy Rihs spricht von «Business». Freilich verbunden mit Emotionen. Aber weniger in Bezug auf Fussball. «Vielleicht ist das Stade de Suisse ja mal Zielort einer Tour-de-France-Etappe», sagt Andy Rihs im März 2005. Eben erst ist sein Traum in Erfüllung gegangen.

Zeit für den YB-Exit? Meldungen in diese Richtung kursieren immer wieder. Mal soll Andy Rihs die verdutzten Mitinvestoren vor die Entscheidung gestellt haben: «Entweder ihr kauft mein 20-Prozent-Paket oder ich kaufe eure Aktien.» Weil keiner der Aktionäre seinen Anteil aufstocken kann oder will, zahlt Rihs mit seinem Bruder die anderen Aktionäre aus.

Das war 2008. Ein anderes Mal soll er mit dem Energieunternehmen BKW und der Versicherungsgesellschaft Mobiliar über einen Verkauf des Stadions und der Young Boys verhandelt haben. Doch diese waren nur am Stadion interessiert.

Der fehlende Erfolg befeuert die Ausstiegs-Gerüchte. Dabei muss man wissen, dass 70 bis 80 Prozent des Stadion-Umsatzes mit Fussball generiert werden. YB ist nie Meister geworden, nie in die Champions League eingezogen. So resultierte meist ein Verlust, der in einzelnen Fällen durch Spielerverkäufe kompensiert werden konnte. Andy Rihs sagte im Juli dem «Tages-Anzeiger»: «Bei YB liegt der Break-even bei 48 Millionen Franken. Und wenn wir nur 40 umsetzen, dann fehlen 8 Millionen. Darum fahren wir aktuell die Payroll herunter.»

Der reiche Onkel aus den USA

Das jüngste Gerücht: Die Brüder Rihs wollen YB und das Stadion an einen Amerikaner verkaufen. Frage an ein Mitglied der YB-Chefetage: Stimmt das? «Das Gerücht stimmt so sehr, wie es auch nicht stimmt. Die Rihs-Brüder wollen das Stadion, aber nicht YB verkaufen.» Das Stadion bedeute Arbeit, doch am Sport hätten sie immer noch grosse Freude. Aber auch Frust.

Andy Rihs im «Tages-Anzeiger»: «Es kann dich furchtbar aufregen, wenn die da ein bisschen herumbömbelen und du denkst, die bringen es fertig, 27-mal am Tor vorbeizuschiessen. Das macht mich richtig ranzig, da kann ich ausrufen: ‹Gaats no, spinned die! Der verdient so viel Geld und leistet nichts!» Beim Radsport passiert das kaum.»

Und wer sind die Interessenten für das Stadion? Tatsächlich ein Amerikaner? «Das denke ich nicht. Als Interessenten kommen eher Versicherungen oder Banken infrage», sagt der Mann aus der YB-Chefetage, der anonym bleiben will. Das Stadion sei zwar nicht super rentabel. Aber immerhin eine solide Kapitalanlage. Und das in Zeiten von Negativzinsen. Nur: Was ist YB ohne Stadion? Ein Klub, der sein wertvollstes Asset verkauft hat und ausserdem drei bis fünf Millionen Franken Miete pro Jahr bezahlen muss. Der Abstand zum Rivalen aus Basel würde weiter wachsen.

Bleibt die Frage nach dem Preisschild. Insider glauben, dass die Rihs-Brüder ab 120 Millionen Franken Gesprächsbereitschaft signalisieren. Ein stolzer Betrag. Rückblende: 37 Millionen Franken, rechnete die «Bilanz», sollen die Rihs-Brüder für die Aktien der Sport und Event Holding – die Muttergesellschaft von Stadion und Fussballklub – bezahlt haben.

Rihs: verhandlungsbereit

Und was sagt Andy Rihs? «Wir suchen nicht aktiv nach einem Käufer. Aber wenn der Preis stimmt, sind wir verhandlungsbereit. Aber wenn wir verkaufen, dann nicht nur das Stadion, sondern auch den Fussballklub», sagte er gestern auf Anfrage.

Eine Käufer-Spur führt auf die Ferieninsel Mallorca. Im Januar übernahm der US-Banker Robert Sarver zusammen mit der Basketball-Legende Steve Nash und dem früheren Tennisprofi Andy Kohlberg für 20 Millionen Euro den lokalen Fussballklub. Davor bemühten sich die Eigentümer des NBA-Basketballteams der Phoenix Suns erfolglos um die Übernahme der Glasgow Rangers und von Espanyol Barcelona. Als Geschäftsführer von RCD Mallorca wird Maheta Molango eingesetzt.

Der 33-jährige Jurist, Vater aus dem Kongo, Mutter aus Italien, ist in Saint-Imier im Berner Jura aufgewachsen und hat einst vom FC Biel aus den Sprung zu Atlético Madrid geschafft, wo er bei den Profis aber nie zum Einsatz gekommen ist.

Molango macht auf einem Golfplatz auf Mallorca die Bekanntschaft mit Leuten aus dem YB-Verwaltungsrat. Was an Rihs erinnert, der einst beim Golfen über Ferdi Kübler Stade-de-Suisse-Aktionär Benno Oertig kennen gelernt hat. Der Rest der Geschichte ist bekannt.
Zurück in die Gegenwart. Auf Mallorca ist man ernüchtert. Zwei Punkte nach drei Spielen in der zweiten spanischen Liga. Dabei träumte man vom Aufstieg in die Primera Division – dank der amerikanischen Finanzspritze.

Doch die Amerikaner streben den Erfolg nicht mit Geld, sondern mit Geist an. Trotzdem wird auf der Insel darüber spekuliert, ob die Amerikaner die Lust an Mallorca bereits verloren hätten und sich nach einem anderen Klub – also YB? – umschauen würden.

«Die Besitzer sehen Mallorca als langfristiges Projekt», sagt Molango. «Es ist unwahrscheinlich, dass sie noch einen weiteren Klub übernehmen wollen.»

Doch die Luftbrücke zwischen Bern und Mallorca steht. Beide Parteien bestätigen eine Annäherung, ja gar den Willen zu einer dauerhaften Kooperation. Erstes Resultat dieser Liaison: Kasim Adams Nuhu, ein 21-jähriger Verteidiger, der vor wenigen Tagen leihweise nach Bern gewechselt ist. Nur: Nuhu war bei Mallorca kein Stammspieler und wird die Young Boys nur quantitativ, aber nicht qualitativ verstärken. Allein deshalb muss man aus sportlicher Sicht ein Fragezeichen hinter diese Kooperation setzen. Oder steckt am Ende doch mehr hinter der Idee – sprich zwei Klubs unter amerikanischer Flagge?


http://www.aargauerzeitung.ch/sport/die ... -130559974

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2016/2017
 Beitrag Verfasst: Dienstag 13. September 2016, 17:16 
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«Völlig haltlos»

Ein Artikel in der Sonntagspresse hat für Aufregung gesorgt. Die Rihs-Brüder stünden davor, das Stade de Suisse und die Young Boys an amerikanische Investoren zu verkaufen.

Während die Young Boys nach dem Sieg gegen Luzern sportlich vorerst durchatmen können, sorgen Gerüchte um einen möglichen Verkauf des Clubs für Unruhen. Gemäss der «Schweiz am Sonntag» sind die Rihs-Brüder auf der Suche nach einem Käufer des Stade de Suisse. Ein ernsthafter Interessent komme aus den Vereinigten Staaten und stehe im Zusammenhang mit dem spanischen Zweitligisten RCD Mallorca, der von Amerikanern geführt wird, schreibt das Blatt.

Der Clubverantwortlichen der Young Boys wollen sich zu den Spekulationen nicht äussern. Mediensprecher Albert Staudenmann sagt: «Was stimmt: Wir haben einen Austausch mit Mallorca. Den Spieler Kasim Adams Nuhu haben wir ausgeliehen. Es waren von uns verschiedene Leute vor Ort und haben sich die Infrastruktur angesehen, weil es zum Beispiel eine Option ist, dort einmal ein Trainingslager durchzuführen. Aber die Spekulationen bezüglich Übernahme sind völlig haltlos.»

Allerdings ist aus vereinsnahen Kreisen zu erfahren, dass man sich in Bern durchaus mehr als nur eine sportliche und infrastrukturelle Zusammenarbeit mit den Spaniern erhofft. Im Januar wurde RCD Mallorca für 20 Millionen Euro verkauft. Neue Besitzer sind der US-Banker und Besitzer des Basketball-Teams Phoenix Suns, Robert Sarver, sein Geschäftspartner beim NBA-Team, Andrew Kohlberg, sowie der ehemalige Suns-Basketballer Steve Nash.

Nach erfolglosen Versuchen, andere Clubs zu übernehmen (unter anderen die Glasgow Rangers) mischt Sarver mit Mallorca nun im europäischen Fussball mit. Als Geschäftsführer amtet Maheta Molango, der im Berner Jura aufgewachsen ist. Die «Schweiz am Sonntag» schreibt, dass die YB-Verwaltungsräte auf einem Golfplatz auf Mallorca Bekanntschaft mit dem 33-Jährigen gemacht hätten.

Absicht schon länger bekannt

Ein erstes Resultat der Zusammenarbeit ist die Leihe von Innenverteidiger Nuhu für zwei Saisons nach Bern. Aufgrund dieser bezeichnet die «Schweiz am Sonntag» die Kooperation als sportlich fragwürdig, weil Nuhu, der bei Mallorca nicht Stammspieler war, YB nicht qualitativ verstärke. Es müssten also Motive dahinterstecken.

Dass die YB-Besitzer Andy und Hans-Ueli Rihs die Absicht hegen, ihr Engagement früher oder später zu beenden, ist schon länger bekannt. Spekulationen um eine Übernahme des Fussballgeschäfts durch eine Berner Investorengruppe gab es beispielsweise 2012, diese wurden umgehend von der Sport & Event Holding AG dementiert. Nun äussert sich Andy Rihs so: «Wir suchen nicht aktiv nach einem Käufer. Wenn der Preis stimmt, sind wir verhandlungsbereit. Aber wenn wir verkaufen, dann nicht nur das Stadion, sondern auch den Fussballclub.»


http://www.derbund.ch/bern/nachrichten/ ... y/14592707

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