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 Beitrag Verfasst: Freitag 12. Dezember 2014, 09:51 
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Fortes Pausenansprache: «Eine Schippe drauflegen»

Dank dem siebten Pflichtspielsieg in Serie haben die Young Boys zum ersten Mal seit 2010 die Gruppenphase der Europa League überstanden. Grossen Anteil am Erfolg gegen Sparta Prag hatten offenbar Uli Fortes Worte in der Pause.

Vor der Pause liess YB in der «Finalissima» der Europa League gegen Sparta Prag teils hochkarätige Chancen aus. Am Ende konnten die Berner vor Heimpublikum dank einem verwerteten Elfmeter von Guillaume Hoarau und einem Solo Renato Steffens doch noch reüssieren. Dank dem wettbewerbsübergreifend 7. Sieg in Serie sicherten sich die Young Boys erstmals seit 2010 wieder einen Platz in den Sechzehntelfinals der Europa League.

Forte: «Es spricht alles für uns»

Offenbar hatte auch die Pausenansprache von Trainer Uli Forte ihren Anteil am entschlosseneren Auftreten des Heimteams in der 2. Halbzeit. «Wir sagten uns in der Pause: ‚Jungs, wir können dieses Spiel nicht verlieren. Es spricht alles für uns. Wir sind zuhause, vor unseren Fans'», so Forte. Und dann habe man nochmals «eine Schippe draufgelegt».

Steffen: «Ein riesiger Triumph»

So gross wie die Freude bei Forte war, so sehr jubelten selbstredend auch seine Spieler. Torschütze Steffen strahlte übers ganze Gesicht: «Das ist für mich und wohl für viele andere der Mannschaft ein riesiger Triumph.» Auch Keeper Yvon Mvogo freute sich: «Es ist ein wichtiger Sieg.»

Von Bergen: «Haben einen Lauf»

YB-Abwehrchef Steve von Bergen zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden. Sehr stolz seien sie, so der Nationalspieler. «Wir haben einen guten Lauf und wir glauben an uns», so Von Bergen.

Den 7. Sieg in Folge nahm Forte als Anlass, um einen Wunsch an die Öffentlichkeit zu richten. Angesprochen auf die bis anhin fehlende Kaltschnäuzigkeit YBs bei grossen Spielen sagte er: «Hoffentlich hört nun das 'Geschwätz' auf.»


http://www.srf.ch/sport/fussball/europa ... drauflegen

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 Beitrag Verfasst: Freitag 12. Dezember 2014, 09:52 
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Der «freche Siech» ist auch der YB-Partylöwe

von Peter Berger - YB feiert nach dem 2:0 über Sparta Prag den Einzug in die Sechzehntelfinal der Europa League. Torschütze Renato Steffen amtet als Partymacher.

Uli Forte freute sich sehr über den siebten Sieg seines Teams in Serie und den Einzug in die K.o.-Phase der Europa League. Einen Kritikpunkt hatte der Trainer dennoch. «Ich habe Renato Steffen gesagt, er solle mit dem Ball zur Cornerflagge laufen und dort die Zeit verstreichen lassen. Doch der freche Siech zog einfach in die Mitte direkt aufs Tor.» Die Rede war von Steffens Aktion, die in der Nachspielzeit zum 2:0 führte. «Wenn am Schluss der Ball aber im Netz liegt, ist das ja auch nicht so schlecht», zeigte sich Forte mit einem breiten Grinsen im Gesicht versöhnlich.

«Habe immer gute Ideen»

Steffen war nicht nur der ungehorsame Frechdachs, sondern entpuppte sich danach auch als Partylöwe. Schon auf dem Platz besorgte er sich eine grosse Fahne und avancierte zum Stimmungsmacher vor der Fankurve. Anschliessend sorgte er auch dafür, dass tüchtig gefeiert wurde. «Ich habe da immer gute Ideen», meinte der Aargauer.

Nachdem sich die Spieler «ein grosses Päckli unter den Weihnachtsbaum» gelegt haben, gewährte ihnen Forte den freien Ausgang. Einzig Alkohol am Steuer dulde er nicht, so der Coach.
Forte wünscht sich in den Sechzehntelfinals «zum Beispiel Inter Mailand» als Gegner. Vorerst verreist der Trainer aber «an die Wärme. Mein Bruder hat sicher eine interessante Reise zusammengestellt, denn ich selber hatte absolut keine Zeit».

Steffen dagegen begnügt sich mit einem Abstecher nach Wien und will in der Winterpause vor allem Zeit mit der Familie verbringen.

Angriff im 2015

Bevor es aber in die Ferien geht, trifft sich die Mannschaft am Freitag noch, um die individuellen Trainingspläne über die Festtage entgegenzunehmen. Denn nach dem erfolgreichen Jahresabschluss, der die Krise im Oktober und die Cup-Schmach gegen Buochs vergessen macht, wollen die Berner im neuen Jahr weiter angreifen. Forte traut dem Team «viel zu». Und Mittelfeldspieler Raphael Nuzzolo sagt: «Wir sind hinter Basel das zweitbeste Team in der Schweiz.» Zumindest was das internationale Geschäft angeht, stimmt das. Mit Basel (Achtelfinal in der Champions League) und YB überwintern seit Einführung der Champions League erst zum vierten Mal zwei Schweizer Teams europäisch.


http://www.20min.ch/sport/dossier/europ ... y/26529150

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 Beitrag Verfasst: Freitag 12. Dezember 2014, 09:53 
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Starkes Zeichen zum Jahresabschluss

YB rennt im «Finalspiel» gegen Sparta Prag lange erfolglos an. Hoaraus Penalty und Steffens Sololauf sichern den Bernern die Qualifikation für die Sechzehntelfinals.

YB und Finalspiele: Das war in den ­letzten Jahren eine unglückselige Geschichte gewesen. In den Cupfinals von 2006 und 2009 gegen den FC Sion trotteten die Berner als Verlierer vom Platz. 2008 und 2010 jagte ihnen der FC Basel in der Endrunde den Meisterkübel ab. Gestern Abend nun, als die Young Boys in einer selbst deklarierten «Finalissima» um den Einzug in die Sechzehntelfinals der Europa League kämpften, standen sie endlich einmal auf der Sonnenseite, machten einen sogenannt «Big Point».

Als der 2:0-Erfolg gegen die spielerisch starke Sparta Prag kurz vor 23 Uhr feststand, gab es von der grossen Mehrheit der etwas mehr als 15000 Zuschauer Standing Ovations. Passend zur Feststimmung war die Botschaft auf einem Transparent, welches die Sieger auf dem Feld präsentierten. «Merci Fans, we love you», war auf dem Leintuch zu lesen.

Die Berner lieferten am Donnerstagabend einen weiteren Beweis ihrer Heimstärke im Europacup ab. Zum siebten Mal in Folge verliess die Gastmannschaft das Stade de Suisse als Verlierer. Für Sparta Prag war es ein bitterer Abend. Es begann damit, dass Topskorer David Lafata wegen seiner Rückenbeschwerden nicht spielen konnte. Sein Ersatz Prikryl verbreitete nicht halb so viel Gefahr wie der 33-Jährige im Hinspiel gegen YB verbreitet hatte. Dennoch kamen die variantenreich angreifenden Tschechen in der ersten Halbzeit zu mehreren guten Chancen. Die beste vereitelte Mvogo mit einem prächtigen Hechtsprung.

Kubo, immer wieder Kubo

Yuya Kubo hätte zum Helden des Abends werden können. Auf dem Statistikblatt standen hinter dem Namen des Japaners schon zur Pause drei Torschüsse. Was seinen Abschlüssen fehlte, war die ­Präzision. Einmal, als er einen Gajic-Steilpass ersprintete, schoss er den Ball ins Aussennetz, einmal dem bereits halb am Boden liegenden Stech in die Arme. Versuch Nummer 3 lenkte Spartas Nummer 2 zur Seite. Dieser war auch parat, als Hoarau in der 48. Minute einen seiner gefürchteten Kopfbälle platzierte. Kurz darauf wuselte sich Kubo an drei Gegnern vorbei, doch dann fehlte ihm der klare Kopf.

Desgleichen sein Kollege Steffen, der zur Unzeit nahe der Grundlinie dribbelte, statt den Ball in die Mitte zu spielen, wo sich Hoarau freigelaufen hatte (71.). Viel besser machte es der ungestüme Freigeist aus dem Kanton Aargau drei Minuten später. Seine hohe Flanke sorgte für Panik in der Sparta-Abwehr. Kaderabek drückte Vilotic zu Boden. Hoarau schoss YB mit etwas Glück ins Glück. Das Glück war den tüchtigen Bernern auch hold, als Verteidiger Holek rund sieben Meter vor dem YB-Tor weit darüberschoss. Das war ­alles vergessen, als Steffen in der 94. Minute einen Konter mit einem famosen Sololauf erfolgreich abschloss.

Inter, Fiorentina, Everton

Als Belohnung für die starken Auftritte zu Hause winken nun attraktive Gegner wie Inter, Fiorentina oder Everton. Die Auslosung findet kommenden Montag um 13 Uhr in Nyon statt. Dann werden sich die meisten Spieler bereits fernab von Bern von den Strapazen der 30 Wettbewerbsspiele im zweiten Halbjahr 2014 erholen. Spätestens am 4. Januar werden sie aus den Ferien zurückkehren müssen, denn am Tag darauf beginnt die Vorbereitung für die Rückrunde.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/St ... y/14867494

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 Beitrag Verfasst: Freitag 12. Dezember 2014, 09:55 
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Hoaraus Penalty in die Sechzehntelfinals

Ein starkes YB steht im Sechzehntelfinal der Europa League. In einer unterhaltsamen Partie erzielten Guillaume Hoarau und Renato Steffen die Tore zum 2:0 gegen Sparta Prag.

Und dann fiel das ersehnte Tor doch noch. Sparta Prags Verteidiger Pavel Kaderabek stiess nach einer Flanke Milan Gajics im eigenen Strafraum in den Rücken von Milan Vilotic. Guillaume Hoarau behielt bei seinem Elfmeter die Ruhe und traf in der 76. Minute zum 1:0 für YB. Prags Keeper Marek Stech war mit den Händen am Ball, vermochte den platzierten Schuss aber nicht zu halten.

In einer spannenden, aufwühlenden, phasenweise dramatischen Schlussphase hatte YB den grössten Schreckmoment in der 87. Minute zu überstehen. Prags Mario Holek schaffte es, unbedrängt aus vier Metern weit übers Berner Tor zu schiessen. Der Kontertreffer zum 2:0 durch Renato Steffen kurz vor 23 Uhr und weit in der Nachspielzeit stellte schliesslich den zweiten YB-Vorstoss in die Europa-League-Sechzehntelfinals nach 2010 endgültig sicher.

Chancenvernichter Kubo

YB hatte ein frühes Tor angestrebt, und YB schoss beinahe ein sehr frühes Tor. Keine Minute war gespielt, als Renato Steffen eine Hereingabe knapp verpasste. Es war der Auftakt zu einer unterhaltsamen ersten Halbzeit, die 3:2 oder 2:1 hätte enden können. Treffer aber fielen trotz besten Gelegenheiten vor der Pause keine. Bei YB vergaben alle Offensivkräfte gute Möglichkeiten, sie zielten wie Guillaume Hoarau zu hoch oder wurden wie Raphael Nuzzolo im letzten Augenblick bedrängt.

Als grösster Chancenvernichter aber betätigte sich der spielfreudige Yuya Kubo. Der flinke Japaner kam in der 32. Minute alleine aufs Sparta-Tor, leicht seitlich zwar, aber er besass genügend Zeit, um genau zu zielen – dennoch schoss er ins Aussennetz. Gar kläglich war seine Aktion in der 42. Minute, als er aus sieben Metern zum Abschluss kam. Stech lag bereits am Boden, doch Kubo schoss Prags Torhüter flach und weich genau in die Arme.

Yuya Kubo hätte vor der Pause zwei, drei Tore erzielen können, doch weil auch er sündigte, musste YB letztlich froh sein, bei Halbzeit nicht in Rückstand zu liegen. Denn die Prager, ohne ihren verletzten Torjäger David Lafata, agierten zwar defensiv und waren darauf bedacht, nicht zu viele Risiken einzugehen. Doch sie erspielten sich auch zwei ausgezeichnete Chancen.

Einmal vermochte Steve von Bergen in extremis zu retten, und in der 28. Minute war es Yvon Mvogo, der die Berner Hoffnungen mit einem fantastischen Reflex aufrecht erhielt. Der YB-Goalie parierte einen Schuss Ladislav Krejcis mit dem rechten Arm und lenkte den Ball am Pfosten vorbei. In dieser Szene kam zum Ausdruck, warum der 20-jährige Mvogo als eines der grössten Torhütertalente der Welt gilt.

Reise muss nicht zu Ende sein

Wie im ersten Durchgang kamen die Young Boys auch nach dem Seitenwechsel druckvoll aus der Kabine. In der 48. Minute schlug Florent Hadergjonaj eine seiner grossartigen Flanken, als Adressat in der Mitte visierte er mal wieder Hoarau an. Der Kopfballspezialist setzte sich gegen zwei Verteidiger durch, fand aber im prächtig reagierenden Stech seinen Meister. Der Ball kullerte danach am Pfosten vorbei ins Seitenaus.

Manchmal fehlten Zentimeter, manchmal mehrere Meter, manchmal aber auch Entschlossenheit und Kaltblütigkeit bei den Abschlussversuchen der dominanten Young Boys. Und so rannten sie auch Mitte der zweiten Halbzeit dem Führungstor nach, welches Ausgangslage im Spiel und in der Tabelle entscheidend verändert hätten. Sparta Prag bewies zwar auch gestern Abend, eine kampfstarke, fleissige, gut organisierte Mannschaft zu sein, hinterliess aber auf dem für sie ungewohnten Untergrund nicht unbedingt den Eindruck, eine Combo von leidenschaftlichen Kunstrasenfreunden zu sein.

In den Sechzehntelfinals nach der Winterpause wartet auf YB nun nicht zwingend ein übermächtiger Gegner, wie ein Blick auf die möglichen Kontrahenten zeigt (siehe Kasten). Die europäische Reise muss für die Young Boys keineswegs zu Ende sein – wenn sie ihre tolle Form der letzten Wochen ins nächste Jahr mitnehmen können.


Mögliche YB-Gegner

Von Inter bis Brügge Am Montag werden die Sechzehntelfinals (19. und 26. Februar) und Achtelfinals (12. und 19. März) der Europa League ausgelost. YB spielt als Gruppenzweiter am 19. Februar zu Hause – und kann auf 15 Teams treffen (Gruppengegner Napoli ist nicht möglich). Übermächtig ist dabei kein Team.

Die vier besten Gruppendritten der Champions League:
Olympiakos Piräus
Zenit Sankt Petersburg
Sporting Lissabon
Athletic Bilbao
Die elf Gruppensieger der
Europa League:
Borussia Mönchengladbach
FC Brügge
Besiktas Istanbul
Red Bull Salzburg
Dynamo Moskau
Inter Mailand
Feyenoord Rotterdam
FC Everton
Dynamo Kiew
AC Florenz
Legia Warschau


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11159123

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 Beitrag Verfasst: Freitag 12. Dezember 2014, 11:52 
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YB: Endlich einen «Big Point» gelandet

Die Young Boys sind nicht bekannt dafür, dass sie die wichtigen Spiele gewinnen. Gegen Sparta Prag haben die Berner seit langem wieder einmal einen «Big Point» gelandet und eine «Finalissima» für sich entschieden.

YB und die «Finalissima»: Das ist grundsätzlich keine Liebesbeziehung. 2008 und 2010 verspielten die Berner gegen den FC Basel den Meistertitel, 2006 und 2009 unterlagen die Young Boys im Cupfinal dem FC Sion.

Die Young Boys hatten bislang den Ruf, in den wichtigen Spielen zu versagen. «Das war natürlich auch innerhalb des Vereins ein grosses Thema», gab Sportchef Fredy Bickel nach dem Sieg über Sparta Prag zu. «Aber wir wollten unbedingt zeigen, dass wir einen Schritt weiter sind und auch solche Spiele gewinnen können. Das ist uns zum Glück gelungen.»

Bickel: «Es entschädigt für vieles»

Mit dem Einzug in die K.o.-Phase der Europa League haben die Young Boys die gesetzten Ziele bereits übertroffen. «Es ist ein wunderbarer Jahresabschluss, der für vieles entschädigt», sagte Bickel und sprach damit vor allem die Niederlagen gegen Aarau und Vaduz sowie das peinliche Cup-Out gegen Buochs an.

Gleichzeitig spielte der Sportchef die Unruhen vor den 7 aneinandergereihten Siegen etwas herunter: «Die Stimmen im Umfeld waren stets viel lauter als innerhalb der Mannschaft. Das Team hat immer funktioniert und schliesslich waren es die Spieler, die sich selbst aus der Negativspirale herausgerissen haben.»

«Erwarte keinen Sieg mehr dieses Jahr...»

Nach einem wochenlangen Auf und Ab hat sich das Team von Coach Uli Forte gefangen und kann sich auf einen ruhigen Jahreswechsel freuen. Weiter geht es für die Berner am 7. Februar 2015 mit dem Auswärtsspiel in Luzern. Am 19. Februar steht das Hinspiel der EL-Sechzehntelfinals auf dem Programm. Der Gegner wird am kommenden Montag in Nyon ausgelost.

Einen Wunschgegner hat Bickel nicht: «Das ist mir völlig egal. Ich freue mich im Moment einfach für die Mannschaft und den gesamten BSC Young Boys.» Auch über die Erwartungen wollte er sich nicht gross äussern. «Natürlich wäre es schön, auch im März noch international dabei zu sein», sagte Bickel und meinte mit einem Schmunzeln: «Ich habe der Mannschaft nach dem Spiel nur gesagt, dass ich in diesem Jahr keinen Sieg mehr erwarte.»


http://www.srf.ch/sport/fussball/europa ... t-gelandet

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 Beitrag Verfasst: Freitag 12. Dezember 2014, 12:10 
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«Und der freche Kerl läuft einfach weiter»

Nach dem grossen Sieg über Prag sind die Young Boys in bester Feierlaune – pünktlich zur Winterpause.

Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Und endlich hatte YB einmal eine grosse Partie nicht verloren oder eine ordentliche Ausgangslage nicht verspielt. Und so sangen und jubelten die Anhänger der Young Boys am Donnerstagabend noch lange nach Spielschluss mit den Berner Akteuren. Renato Steffen schnappte sich eine grosse YB-Fahne aus dem Fansektor, der kleine Mann hüpfte nach seinem Treffer in der Nachspielzeit eigentlich permanent bis in die Feierlichkeiten weiter.

Der 2:0-Sieg gegen Sparta Prag beendete eine abwechslungsreiche Halbserie von YB äusserst versöhnlich, der siebte Pflichtspielsieg in Serie unterstrich die Fortschritte der Mannschaft eindrücklich. «Die Art und Weise unseres Auftritts heute hat mir sehr gefallen, die Geduld, auch in der zweiten Halbzeit», sagte YB-Trainer Uli Forte. Und: «Klar haben wir Glück, bei der Szene kurz vor Schluss.» Der Coach sprach Mario Holeks Grosschance an, welche dieser kläglich vergab.

Schlüsselpartie Sion

Unten, in den Katakomben des Stade de Suisse, hatten die YB-Akteure ebenfalls beste Laune. Selten zuvor war die Stimmung vor der Kabine ausgelassener, die Jubelschreie waren auch auf dem Vorplatz noch zu vernehmen. Steffen, Vorkämpfer der YB-Feierlichkeiten, sprach von «einer grossen, spürbaren Euphorie» und dem «schönsten Weihnachtsgeschenk, das man sich vorstellen kann».

Den Konter zur endgültigen Entscheidung hatte Steffen ja nach langem Solo klug abgeschlossen – auch zur gespielten Entrüstung seines Trainers. «Dort hätten wir bei der Eckfahne unten Zeit gut machen können. Und der freche Kerl läuft dann einfach weiter», meinte Forte.

Der gelungene Abschluss der Vorrunde gründet ja vor allem auf der Siegesserie, die YB in den letzten Wochen hingelegt hat. Nach dem 0:3 in Neapel besiegte ein kriselndes YB Anfang November zu Hause den FC Sion 2:1 – fortan ging kein Spiel mehr verloren. «Das war eine Schlüsselpartie», bestätigte Steffen. Fast ein wenig ergriffen blickte Raphael Nuzzolo auf das eben Erreichte zurück. «Wir sind sehr stolz jetzt. Nach der Heimniederlage gegen Vaduz hätte uns das kaum jemand zugetraut», erinnerte Nuzzolo an ungemütlichere Zeiten.

Daneben stand Florent Hadergjonaj, und der Youngster hatte gewissermassen das Pech, als allererster in der Interviewzone zu erscheinen – er stand gleich zwei-, drei-, viermal Red und Antwort. «Das ist sehr, sehr emotional», sagte ein sichtlich berührter Hadergjonaj mehrmals.

Das Betriebsfest folgt heute

Am Freitagabend wird die Stimmung bei der YB-Belegschaft am Weihnachtsessen mit allen Angestellten des Vereins und des Stade de Suisse glänzend sein. Renato Steffen meinte darauf angesprochen schon mal schmunzelnd, dass ja danach eine Weile kein Spiel mehr anstehe. Und Anfang Januar steigen die Young Boys in die Vorbereitung auf eine Rückrunde, in der sie in der Europa League weitere Sternstunden schreiben möchten.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16292265

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YB-Noten: Mvogo hielt YB im Spiel

Beim 2:0-Sieg über Sparta Prag konnten sich die Young Boys auf ihre Defensivkräfte verlassen – und auf einen coolen Stürmer Guillaume Hoarau, der vom Penaltypunkt aus traf.

Yvon Mvogo: Note 6
Zeigte Mal für Mal bärenstarke Reflexe. Früh gegen Krejci, später gegen Konaté, am Ende auch gegen Husbauer.

Florent Hadergjonaj: Note 4,5
Butterweich sein Flanke vor Hoaraus Kopfballchance (48.). Offensiv setzte er nicht allzu viele Akzente, was auch mit dem aufsässigen Gegner auf seiner Seite zu tun hatte.

Milan Vilotic: Note 5,5
Begann die erste Hälfte auf ungewohnt tiefem Niveau; Vilotic spielte den einen oder anderen Fehlpass, ehe er sich fing. Rettete dann aber zusammen mit von Bergen mehrmals– und holte für YB den Elfmeter raus.

Steve von Bergen: Note 5,5
Gewohnt aufsässig, stoppte einmal Husbauer mit Mitteln am Rande der Legalität, rettete später in extremis vor Konaté.

Jan Lecjaks: Note 4,5
Seine Hereingaben glückten nicht immer wie gewünscht, defensiv aber liess sich Lecjaks kaum etwas zuschulden kommen.

Sékou Sanogo: Note 5
Ging mit gewohnter Härte zu Werke und gewann die Mehrzahl seiner Zweikämpfe. Sein abgefälschter Schuss führte zur Grosschance von Kubo, welche dieser jedoch kläglich vergab.

Milan Gajic: Note 4,5
Präziser Pass auf Kubo bei dessen Chance (32.). Insgesamt aber mit nicht besonders vielen Impulsen – und zog Gajic einmal ab, entstand kaum je Gefahr. Schlug die Flanke vor der Penaltyszene.

Renato Steffen: Note 5
Eine etwas zerfahrene, wenn auch engagierte Vorstellung des YB-Topskorers in der Europa League. Rauschte oft fast zu schnell an, den Konter in der Nachspielzeit aber verwandelte er dann gekonnt und abgebrüht.

Yuya Kubo: Note 4,5
Eigentlich eine grosse Vorstellung des Japaners, lief, trickste, schoss und passte mit grosser Übersicht. Eigentlich – denn aus seinen zahlreichen Möglichkeiten hätte Kubo zwingend ein Tor erzielen müssen.

Raphael Nuzzolo: Note 3,5
Glückloser Auftritt des Bielers. Setzte zwar Steffen nach 48 Sekunden gekonnt in Szene, tauchte aber in der Folge ab und blieb insgesamt blass.

Guillaume Hoarau: Note 5
Erneut ein verlässlicher Abnehmer hoher Bälle in der offensiven Zone. Zielte in der ersten Halbzeit zweimal zu wenig genau – von ihm ist man sich mehr Effizienz gewohnt. Bleibt dann cool vom Penaltypunkt aus, auch wenn bei seinem Schuss ein klein wenig Glück dabei war.

Gonzalo Zarate: Note 3,5
Ersetzte in der 63. Minute Nuzzolo und vermochte nur wenig Akzente zu setzen.

Leonardo Bertone (82.Minute für Kubo) und Alain Rochat (89. Minute für Gajic) waren für eine Benotung zu kurz im Einsatz.

6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/18489733

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Ein verletzter Polizist nach Fan-Tumult

Vor der Partie YB gegen Sparta Prag musste die Polizei mehrmals einschreiten. Insgesamt sind acht tschechische Fans abgeführt worden. Ein Polizist wurde verletzt.

Zahlreiche Fans von Sparta Prag sind am Donnerstag bereits in den Mittagsstunden nach Bern gereist für die Europa-League-Partie gegen YB am Abend. In der Innenstadt kam es zu mehreren Zwischenfällen, wie die Kantonspolizei Bern am Freitag meldet. So wurden drei Fans nach einer Personenkontrolle auf eine Wache geführt. Bei ihnen wurde verdächtiges Material wie Sturmhauben oder Zahnschutz sichergestellt. Weiter wurden drei Männer infolge Ladendiebstahls angehalten.

Im Vorfeld der Partie musste die Polizei auch in der Umgebung des Stadions mehrmals intervenieren. Insbesondere die Gästefans hätten die Konfrontation mit YB-Anhängern gesucht. Beim Quartierplatz konnte eine Auseinanderschreitung zwischen den Fangruppierungen nur «durch den kurzzeitigen Einsatz von Reizstoff beendet werden», wie es in der Medienmitteilung beschrieben wird. Auch dabei seien zwei tschechische Supporter zur Kontrolle auf eine Wache geführt worden. Die Abreise der Fans verlief daraufhin ohne weitere Zwischenfälle.

Ein Polizist, welcher bei der Fantrennung auf dem Quartierplatz durch einen Wurfgegenstand getroffen wurde, erlitt eine leichte Verletzung. Weitere Angaben zu Verletzten liegen nicht vor.


http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/20283268

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 Beitrag Verfasst: Freitag 12. Dezember 2014, 18:04 
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Nicht so schlecht, nicht so gut

Der Zuschauerschnitt ist hoch und die Mannschaft teuer. Aber erst seit einem Monat ist YB mit sieben Siegen in Folge in Fahrt. Ein Grund dafür ist die Absenzenliste, die im Gegensatz zum FC Zürich kurz geblieben ist.

Mitternacht rückt näher, als sich am Donnerstag Vitezslav Lavicka, der Trainer des tschechischen Spitzenklubs Sparta Prag, Fragen zur persönlichen Zukunft gefallen lassen muss. Lavicka und Sparta haben in Bern in der Europa League ein Spiel 0:2 verloren, das sie hätten gewinnen können. Jetzt stösst nicht Sparta, sondern YB in die nächste Runde vor. Über den für Sparta ungewohnten Kunstrasen lässt er sich nicht oder kaum aus, auch nicht über Abwesende wie den verletzten, schmerzlich vermissten Stürmer David Lafata.

Es ist, wie es ist.

Ähnliches geht zum gleichen Zeitpunkt 500 Kilometer nördlich nach dem bitteren 0:3 in Mönchengladbach wahrscheinlich Urs Meier, dem Trainer des FC Zürich, durch den Kopf. Ihm fehlen die verletzten Nef, Yapi, Djimsiti, Gavranovic, Rikan, Raphael Koch und am Ende dazu Kecojevic. Das ist viel – zu viel für einen Schweizer Klub, der nicht aus Basel stammt und im Europacup etwas in Bewegung setzen will.

In der Krise? Nein

Da hatte es der FC Basel in Liverpool besser, auch wenn er mit seinem Hintergrund mehr auffangen kann als andere. Auch die Young Boys haben wenig bis keine Absenzen zu beklagen. Das ist mit ein Grund dafür, weshalb sie europäisch weiterspielen – und nicht Sparta oder der FCZ. Niemand weiss, was mit YB gegen Sparta gewesen wäre, hätten Vilotic, von Bergen, Gajic und Steffen gefehlt. Viel weniger, ist in Anbetracht der Prager Stärke zu vermuten.

YB erdauert Wechselhaftes. Hätte man am Donnerstag Aussenstehenden näherzubringen versucht, worüber gleichenorts Anfang November debattiert worden ist, hätten die die Welt nicht verstanden. Mannschaft in der Krise? Nein. Unruhige Medien? Niemals. Pfeifendes Publikum? Unvorstellbar. Eine veritable Kampagne gegen den sympathisch wirkenden Trainer Uli Forte? Unmöglich. Nicht hier, nicht in diesem Stadion, wo sich am Donnerstag nach dem siebenten Erfolg in Serie alle in den Armen liegen, «The winner takes it all» von Abba erklingt und der Trainer davon spricht, dass die Mannschaft «extrem» gewachsen sei und mit ihm nie besser gespielt habe als jetzt.

Ja, sie war gut gegen Sparta; willig, lebendig und legte kraft des Siegzwangs die Ängstlichkeit ab, von der sie beim 2:1-Sieg in Luzern befallen worden war. Sie wollte den Erfolg im Europacup, der ihr Geld, Freude und Ruhe beschert. Zum x-ten Mal müssen die Geldgeber Andy und Hans-Ueli Rihs ein tiefes Millionenloch zuschütten, da ist der siebenstellige Betrag, der mit Fortdauer in der Europa League weiter im Wachsen begriffen ist, hochwillkommen.

Hoarau und Vilotic

Nach Basel (28 700) hat YB den höchsten Zuschauerschnitt (17 500) der Liga. Aber der reicht für die ausgeglichene Rechnung nicht, wenn man Spieler wie Guillaume Hoarau unter Vertrag hat. Der Franzose soll vor einem halben Jahr gemäss französischen Quellen das Angebot von Saint-Etienne ausgeschlagen haben. Der Ligue-1-Klub habe jährlich umgerechnet eine Million Schweizer Franken geboten. In Bern verdient der frühere PSG-Stürmer nicht so viel, aber er ist ein grosser Posten. Immerhin hat er als Gegenleistung ein paar Tore erzielt.

Auch andere Steilpässe nimmt Forte mit Genuss auf. Die erlangte Stärke seines Teams personalisiert er gezielt über den Verteidiger Milan Vilotic, der Anfang 2014 für eine für Schweizer Verhältnisse erkleckliche Millionensumme im GC abgeworben wurde – Berner Quellen sprechen von 3 Millionen Franken Ablöse, in Zürich geht's bis zu 5 Millionen. Vilotic ist jedenfalls der von Forte forcierte Transfer, den es zu legitimieren gilt. Eine Verletzung zu Beginn nährte Zweifel. Wie Hoarau (9 Tore) hat Vilotic zuletzt 3 wichtige (Kopf-)Tore erzielt, die zur Stabilisierung beitragen.

Die Berner sind nicht so schlecht, wie sie vor ein paar Wochen gemacht worden sind. Aber sie sind auch nicht so gut, wie im Stade de Suisse bereits wieder einige zu glauben beginnen. Der Frühling bringt die Fortsetzung. Er verspricht vielleicht sogar Spannung – falls sich nicht plötzlich auch in Bern einige Stammspieler abmelden.


http://www.nzz.ch/sport/fussball/nicht- ... 1.18443721

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