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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 17. September 2014, 21:46 
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YB: Stadionchef muss gehen

Aufgrund von Sparmassnahmen muss Stadionchef Hans Harnisch auf Ende Saison die Young Boys velassen.

Erst vor acht Monaten ist Harnisch vom Stadionmanager zum Leiter des Betriebes und der Sicherheit aufgestiegen. Nun muss er den Verein auf Ende Saison verlassen. Grund seien Sparmanssnahmen, wie die «Berner Zeitung» schreibt. Obwohl die Verantwortlichen die Zahlen geheim halten, wird gemunkelt, dass Verluste in der Höhe von 15 Millionen (2012) und acht Millionen Franken (2013) eingefahren wurden. Die Stade de Suisse AG und die YB-Betriebs AG führen zusammen ungefähr 100 Vollzeitpensen.

Dass es sich rein um Sparmassnahmen handelt, bestätigen gegenüber der «Berner Zeitung» YB-Specher Albert Staudemann und Lukas Meier von Fanarbeit Bern. Diese Entscheidung unterläge der «Reorganisation des Vereins». An der Arbeit von Harnisch habe man nichts auszusetzen gehabt.

Sein Vorgänger verliess die Stade de Suisse AG 2011 nach nur fünf Monaten auf freiwilliger Basis. Harnisch war zuständig für die Bereiche Sicherheit, Produktion/IT, Eventprojekte und für die Fanverantwortlichen. Seine Aufgaben werden intern verteilt. Schon im vergangenen Jahr sind sieben Personen entlassen worden.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/16410130

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Samstag 20. September 2014, 11:36 
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Fokussiert auf und neben dem Rasen

Nur knapp 44 Stunden nach dem historischen 5:0-Sieg gegen Slovan Bratislava tritt YB am Samstag im Cup bei Buochs an. Guillaume Hoarau, der bis Ende Saison bleibt, dürfte beginnen.

Es ist erstaunlich ruhig im Restaurant Eleven am Freitag um 9 Uhr. Trainer, Betreuer und Spieler von YB nehmen wie immer gemeinsam das Frühstück im Stade de Suisse ein. Der historische 5:0-Sieg gegen Slovan Bratislava liegt erst wenige Stunden zurück, doch Zeit zum Feiern bleibt nicht. Einen «Charaktertest» nennt Trainer Uli Forte die heutige Herausforderung für seine Akteure.

Europa League war am Donnerstag, am Samstaf schon steht für die Young Boys die 2.Cuprunde auf dem Programm. Sie müssen beim SC Buochs (2.Liga Inter) antreten, dem Tabellenzweiten der Gruppe 4 von 6 in der fünfthöchsten Spielklasse (17.30 Uhr). «Das ist eine gewaltige Umstellung», sagt Forte. «Ich bin gespannt, wie die Spieler damit umgehen.»

Späte Premiere für Nuzzolo

Der höchste Heimsieg in der YB-Europacup-Geschichte (siehe Box) interessiert heute niemanden mehr. «Wir haben zwar europäisch ein Ausrufezeichen gesetzt», sagt der formstarke Flügelspieler Renato Steffen, «und ich denke, man wird das Resultat registrieren. Gerade zu Hause sind wir schwer zu schlagen. Aber jetzt müssen wir uns auf den Cup konzentrieren.» Gegen Buochs – wo einst Nationaltrainer Vladimir Petkovic, der heute vielleicht die Partie besucht, spielte – wäre alles andere als ein klarer Sieg eine Enttäuschung. Raphael Nuzzolo, seit Wochen in bestechender Verfassung, warnt jedoch: «Vor zwei Jahren holten wir mit einer Superleistung in der Europa League ein 2:2 an der Anfield Road gegen Liverpool. Ein paar Tage später spielten wir in Lausanne kläglich und verloren.»

Nuzzolo ist 31 Jahre alt, und doch erlebt er heute eine Premiere: «Ich musste noch nie zwei Spiele innerhalb von zwei Tagen bestreiten.» Das Cupreglement besagt, dass es für Super-League-Klubs zumutbar sei, gegen Teams aus der 2.Liga Inter nach nur einem Tag Pause antreten zu müssen. Uli Forte steht für Schweizer Verhältnisse ein Luxuskader zur Verfügung, und so sind bei YB einige personelle Wechsel zu erwarten.

Winterpausenzugang Milan Vilotic, in Bestform wohl stärkster Verteidiger der Liga, dürfte nach langer Verletzungspause endlich spielen, ganz vorne könnte Guillaume Hoarau beginnen. Hoarau, erst vor kurzem verpflichtet, hat sich bei YB prächtig eingefügt, seine körperliche Präsenz und Kaltblütigkeit beeindrucken, in zwei Kurzeinsätzen gegen Luzern und Bratislava hat der Franzose drei Skorerpunkte (1 Tor, 2 Assists) gesammelt.

Weiter ein strenges Programm

Hoarau verlängerte am Freitag seinen Vertrag, der in der Winterpause ausgelaufen wäre, bis Ende Saison. «Mir gefällt es in Bern», sagt er. «Und wir haben hohe Ziele.» Der 30-Jährige will mithelfen, dass YB endlich wieder einen Titel holt. «Das ist unser Ziel», sagt auch Nuzzolo, ehe er schmunzelnd anfügt: «Und im Cup fehlen uns nur noch 5 Siege.»

Bis zur Länderspielpause Anfang Oktober sind die Young Boys grösstenteils fernab des Kunstrasens im Stade de Suisse gefordert. Nach dem Auftritt in Buochs geht es bei Sion (24.September), gegen Leader FCZ in Bern (28.September) sowie bei Sparta Prag (2.Oktober) und dann in Aarau (5.Oktober) weiter. Fokussiertes Auftreten auf und neben dem Rasen wird bei YB weiter schwer gefragt sein.


Der Kanton sagt Nein

Buochs blitzte ab

Dass die Young Boys ihr Cupspiel gegen Buochs lieber am Sonntag ausgetragen hätten, ist verständlich. Der Gastgeber SC Buochs kam den Bernern gar entgegen und stellte bei den Behörden des Kantons Nidwalden ein Gesuch. Morgen aber ist Dank-, Buss- und Bettag, ein Feiertag auf eidgenössischer Ebene, an dem in diversen Kantonen noch immer spezielle Regelungen gelten; teils gehört dazu auch ein Verbot von Sportveranstaltungen.


YB IM EUROPACUP

Die höchsten Siege
2014: YB - Bratislava 5:0
1960: Limerick (Irl) - YB 0:5
2007: YB - Banants (Arm) 4:0
2008: YB - Debrecen 4:1
2005: Lokeren - YB 1:4
2010: YB - Odense 4:2
2010: YB - Stuttgart 4:2

Die höchsten Niederlagen
1979: Bukarest - YB 6:0
1986: Real Madrid - YB 5:0
1960: YB - Hamburger SV 0:5
2007: Lens - YB 5:1
2010: Tottenham - YB 4:0



http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/17896285

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 24. September 2014, 08:24 
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YB-Trainer Uli Forte nach Cup-Out: «Ich werde nie mehr ein Team auf neun Positionen umstellen»

Jetzt weiss auch Uli Forte, was ein Shitstorm ist. Bis vergangenen Samstagabend hatte er sich nicht vorstellen können, mit welcher Wucht das Internet auf einen Menschen einprügeln kann.

Nicht ausmalen, wie heutzutage ein Fussballtrainer mit «Shit» eingedeckt wird, wenn er ein Cupspiel gegen einen fünftklassigen Gegner verliert. Doch weil es Forte nicht verhindert hatte, dass seine hoch bezahlten Profis den astreinen Amateuren des SC Buochs 0:1 unterlagen, weiss er es nun.

Es war ein Spiel, bei dem nicht mal ein sumpfiges Terrain als Entschuldigung herhalten konnte wie im letzten Jahr bei der 1:4-Cup-Blamage beim drittklassigen Le Mont.

Nein, am Vierwaldstättersee hatte es weder einen skandalösen Schiedsrichterpfiff gegeben, noch hatte YB fünf- oder sechsmal Latte und Pfosten getroffen. So bitter die Erkenntnis auch war: Die Maurer, Physiotherapeuten und Förster hatten schlicht und einfach besser Fussball gespielt als jene, deren Beruf es ist, mit dem Ball umzugehen.

Drei Tage nach dem sportlichen GAU sitzt Forte in einer Loge im vierten Stock des Stade de Suisse. Er versucht zu schildern, was er seit Samstag erlebt hat und welche Konsequenzen er zieht.

Er könnte es sich leicht machen und über seine Mannschaft herziehen. Deren unprofessionelles Verhalten geisseln, Strafversetzungen zu den Reserven anordnen und damit demonstrieren, dass nicht er, der Trainer, für den Schlamassel verantwortlich ist.

Neun Position verändert

Doch Forte verliert kein schlechtes Wort über seine Spieler. Er fühle sich nicht verraten von jenen, die sonst auf der Ersatzbank sitzen und in Buochs nun eine Spielgelegenheit erhalten hätten, sagt Forte.

Auf nicht weniger als neun Positionen (2013 in Le Mont waren es nur drei gewesen) hatte er seine Equipe gegenüber jener verändert, die in der Europa League Slovan Bratislava 5:0 geschlagen hatte.

«Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Spieler gab, die mir eins auswischen wollten», sagt Forte. Eine Erklärung aber hat er für das grösste Debakel einer oberstklassigen Mannschaft in der 89-jährigen Geschichte des Schweizer Cups auch nach stundenlangem Austausch mit dem Staff nicht.

Es mag sein, dass manche im Umfeld denken, die zweite Cup-Peinlichkeit innerhalb eines Jahres werde bei YB zu still aufgearbeitet. Wo doch Köpfe rollen müssten, statt Geldbussen zu verteilen, welche die Fussballer eh aus der Portokasse bezahlen.

«Ich verstehe den Ärger der Fans, die YB seit 30 Jahren verfolgen und solche Enttäuschungen erleben müssen», sagt Forte. «Dass wir uns zuvor auf einem sehr guten Weg gewähnt haben, macht das Ganze nur noch bitterer. Vom Himmel in die Hölle – so habe ich Freunden auf deren SMS geantwortet.»

Forte lässt durchblicken, dass man intern nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen sei. Vor den Brüdern Rihs, den Klubbesitzern, habe er sich jedoch nicht erklären müssen. Aber er habe schon erfahren, wie tief enttäuscht sie seien.

Nichts Böses geahnt

Nach dem Sieg über Slovan hatte sich Forte am letzten Donnerstag um Mitternacht von seiner Mannschaft verabschiedet, nichts Böses ahnend. Es gab keinerlei Anzeichen dafür, was sich keine 48 Stunden später auf dem Buochser Seefeld zutragen würde.

Forte hatte zwar mitbekommen, wie euphorisch einige seiner Spieler nach dem 5:0 gestimmt waren und dies im einen oder anderen Interview zum Ausdruck gebracht hatten. Doch er hatte in den Stunden bis zum Spiel den Eindruck erhalten, die Spieler würden ihn erhören, als er ihnen sagte, nun sei der Schalter von Europa League auf Schweizer Cup umzulegen.

Wie vor dem Auftritt in Le Mont hatte YB auch vor jenem in Nidwalden die letzten zwei Pflichtspiele gewonnen. Dass dies aber bereits genügen könnte, um einen tieferklassigen Gegner zu unterschätzen und ihm mit Arroganz zu begegnen, ist auch bei YB nur schwer zu glauben.

Forte hat indes mit Befriedigung registriert, wie intensiv Captain Steve von Bergen (er hatte in Buochs nicht gespielt) an der Aufarbeitung mitgewirkt und viele Einzelgespräche geführt hat. Was für Lehren zieht der Trainer aus dem Waterloo von Buochs? «Ich werde nie mehr ein Team auf neun Positionen ändern», sagt Forte.

Viel Zeit zum Wundenlecken bleibt nicht. Schon heute geht es in der Super League mit dem Spiel in Sion weiter. Über die Aufstellung braucht Forte nicht nachzudenken: «Es spielt das Bratislava-Team».


http://www.aargauerzeitung.ch/sport/yb- ... -128377856

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Montag 29. September 2014, 22:44 
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27.09.2014

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Trotz Blamage in Buochs wirkt YB stabiler als letztes Jahr

Mit einem Heimsieg morgen gegen Zürich kann sich YB in der Spitzengruppe der Liga etablieren.

Himmel–Hölle retour?

Die Achterbahnfahrt der Wundertüte YB ist rasant, gelöst hat der Klub diesmal offensichtlich ein Ticket für einen besonders wilden Ritt. Trainer Uli Forte meinte nach der 0:1-Niederlage beim SC Buochs (2.Liga inter) im Cup vor einer Woche: «Wir sind in nicht einmal 48 Stunden vom Himmel in der Hölle gelandet.» Zwei Tage vorher hatte YB in der Europa League ja Slovan Bratislava 5:0 deklassiert, es war eine Galavorstellung der Berner gewesen – die besser zu ihrer Entwicklung passte als die riesengrosse Blamage in Buochs.

In der Fussballprovinz tut sich YB aber gerne schwer, der Fehltritt in Buochs kostete den Klub viel Ansehen. Und er sorgt für Enttäuschung und Ratlosigkeit im Publikum. «Zum Glück geht es Schlag auf Schlag», meint Captain Steve von Bergen, «uns bleibt gar keine Zeit, lange mit dem Ausscheiden beschäftigt zu sein.»

Gut in den letzten Ligawochen

Die YB-Reaktion auf das Debakel in Buochs immerhin fiel kämpferisch und einigermassen überzeugend aus, der 1:0-Sieg am Mittwoch in Sitten sorgte für Erleichterung. Nach einem Viertel der Saison steht YB nun auf Rang 4, was nach mühevollem Beginn (4 Spiele, 3 Punkte) gar nicht so schlecht ist. Zudem stimmt – Buochs ausgenommen – die Tendenz: Das Team agierte in den letzten Wochen oft schwungvoll, die Talente gefielen, und wäre die Cupblamage (mit dem B-Team) nicht gewesen, könnten die Berner nicht nur wegen des starken Starts in die Europa League ein zufriedenstellendes Fazit des ersten Saisonviertels ziehen.

Die Young Boys liegen aber noch einen Punkt hinter dem kleinen, feinen Kantonsrivalen Thun, was nicht im Sinn der ambitionierten Stadtberner ist. Leader Basel und Zürich sind 6 respektive 5 Punkte voraus – 27 Spieltage vor Saisonende ist das ein Rückstand, der aufzuholen ist. «Wir sind vorne dabei», sagt Mittelfeldspieler Raphael Nuzzolo, «und ich bin sicher, dass für uns in dieser Saison etwas drinliegt.» Beim FCZ (1:2) und beim FCB (1:3) erlitten die Young Boys ja ihre zwei Niederlagen, zeigten aber gleichzeitig die wohl stärksten Leistungen in der Liga. «Das sehe ich auch so», sagt Trainer Forte, «leider belohnten wir uns in Zürich und Basel nicht.»

Bis zur Winterpause müssen Zürich und Basel nun im Stade de Suisse antreten, der FCZ gleich morgen. «Wir können mit einem Sieg am Sonntag zeigen, dass mit uns zu rechnen ist», sagt Sportchef Fredy Bickel, «und ein Zeichen an die Konkurrenz aussenden.» Die Young Boys wirken keineswegs verzagt, sie sind bestrebt, den heftigen Cup-Ausrutscher so schnell wie möglich tilgen zu können. «Die Niederlage in Buochs tut weh», sagt Bickel, «aber sie ist jetzt wirklich kein Thema mehr. Es geht für uns weiter, wir haben in Liga und Europacup gute Aussichten.»

Konstanter als 2013

Vor einem Jahr übrigens hatte YB nach neun Runden nur einen Punkt mehr auf dem Konto, obwohl das Team die ersten fünf Partien gewonnen hatte. Damals folgte auf den Raketenstart eine fürchterliche Baisse (7 Spiele, 3 Punkte). Es deutet vieles darauf hin, dass die Young Boys heute stabiler sind, ihren Ruf als Wundertütenteam haben sie in Buochs dennoch nachhaltig zementiert. Mit einem Heimsieg gegen den FCZ können sie sich zumindest in der aktuellen Achterbahnfahrt – frei nach Uli Forte – wieder dem Himmel nähern. Was der YB-Trainer sagt: Hier.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30990114

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Montag 29. September 2014, 22:46 
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Forte, Fortschritte und ein paar Fragen

Uli Forte blickt auf ziemlich verrückte Tage zurück. Der YB-Trainer hat die «schlimmste Niederlage» seiner Karriere verarbeitet.

YB-Trainer zu sein, ist nicht einfach. Uli Forte weiss das jetzt auch. Er sitzt am Freitagmittag in einer Loge im Stade de Suisse und gibt Auskunft über sein Befinden. Forte ist vorbereitet auf das Mediengespräch, er wirkt frisch und munter nach einer Woche, die den ganzen Wahnsinn, den diese Young Boys ausstrahlen können, beinhaltete. Die 5:0-Gala gegen Slovan Bratislava und das 0:1-Debakel beim SC Buochs seien verarbeitet und archiviert, sagt er. «Wir wollen nach vorne schauen.» Der 1:0-Sieg in Sitten am Mittwoch sei ein erster Schritt zurück in die Normalität gewesen.

Für immer ein Makel

Am liebsten würde Uli Forte gar nicht mehr über die Buochser Blamage sprechen. Aber natürlich ist ihm bewusst, dass so ein fussballerisches Erdbeben noch lange in Erinnerung bleiben wird. Der YB-Coach gibt unumwunden zu, es sei «mit Abstand die schlimmste und grösste Niederlage» seiner Karriere gewesen – als Spieler und als Trainer. Er ist jetzt der erste Coach in der Schweiz, der gegen eine Mannschaft ausgeschieden ist, die vier Klassen tiefer spielt. «Wir haben die Sache intern gründlich analysiert», sagt Forte, «und ich habe ja bereits gesagt, dass ich im Nachhinein nicht gleich neun neue Spieler im Vergleich zum Spiel gegen Slovan Bratislava auswechseln würde. Aber jetzt geht es für uns weiter.»

Forte und die Young Boys wollen sich nicht mehr mit Buochs befassen. Aber so einfach ist das nicht. Es bleiben Fragen zurück, kleine und grosse, die sich nicht so schnell beantworten lassen. Was sagt es beispielsweise über YB-Reservisten aus, wenn sie nicht einmal gut genug sind, um Feierabendkicker zu bezwingen? Oder was löst es in einer Equipe aus, wenn sich diese Ersatzspieler wie Fussballer zweiter Kategorie fühlen müssen, zumal sie die peinlichste Niederlage der Klubgeschichte zu verantworten haben? Wie arbeiten Trainer und Team jetzt zusammen? Und überhaupt: Welche Wunden hat die Peinlichkeit im Verein hinterlassen?

Der Wegweiser am Sonntag

Auch wenn es resultatmässig nicht unbedingt zum Ausdruck kommt, scheint es ja, als ob Fortes YB insgesamt auf einem ordentlichen Weg ist. Eigentlich. Buochs ist jetzt wie ein Mahnmal für den Klub. Der Druck ist gestiegen, Rückschläge mag es keine mehr leiden. «Wir können nur über gute Resultate Wiedergutmachung betreiben», sagt Forte. Und: «Das wird uns gelingen.»

Nach dem Ausscheiden in Buochs hatte der Trainer gesagt, nun müssten alle Verantwortlichen inklusive der Rihs-Brüder als Besitzer zusammenkommen und besprechen, wie es weitergehe. Das war eine übertriebene, emotionale Äusserung. Forte ging es darum, aufzurütteln. Die Tragweite der Niederlage war ihm sofort bewusst, denn auch wenn er nicht mitspielte, war ihm klar, dass diese Blamage am Ende auf ihn zurückfallen würde. Der Trainer ist stets das schwächste Glied.

Das Heimspiel morgen gegen den FC Zürich ist jetzt der nächste Wegweiser für YB. Und für Forte. Er sagt: «Ich zweifle nicht an uns. Wir haben das Potenzial, um Basel und Zürich herauszufordern. Wir sind deutlich konstanter als letzte Saison.» Es geht für sein Team jetzt darum, diese Fortschritte zu bestätigen – Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht.

Die Young Boys stehen vor der nächsten strengen Woche mit Partien gegen den FCZ (morgen), bei Sparta Prag in der Europa League (Donnerstag) sowie in Aarau (Sonntag in einer Woche). «Den Cup werden wir diese Saison nicht gewinnen», sagt Forte. «Aber in den zwei anderen Wettbewerben sind wir gut im Rennen.» Der frühere GC-Coach ist bald 16 Monate bei YB engagiert, fast ein halbes Jahr länger, als es seine Vorgänger Martin Rueda und Christian Gross letztlich waren. Der Herbst 2014 wird zeigen, wohin die Reise der Young Boys mit ihrem aktuellen Trainer führt.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/28365840

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Freitag 17. Oktober 2014, 09:33 
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Stade de Suisse könnte bald anders heissen

Die Stade de Suisse AG verliert ihren Hauptpartner. Die BKW beendet ihr Sponsoring auf Ende Juli 2015. Damit ist der Weg frei für einen allfälligen neuen Stadionnamen.

Die BKW gehörte quasi zum Inventar des Stade de Suisse. Vertreter aus der BKW-Chefetage sitzen während Fussballspielen in der Loge neben den YB-Besitzern. Und auf dem Dach des Stadions produziert eine 12'000 Quadratmeter grosse Solaranlage erneuerbaren Strom, mit dem der Strombedarf des Stadions zu einem grossen Teil gedeckt wird.

Doch nun nimmt die Beziehung zwischen der BKW und den Berner Young Boys ein überraschendes Ende. Die BKW zieht sich als Hauptpartner zurück. Der Vertrag mit der Stade de Suisse AG läuft Ende Juli 2015 nach 10 Jahren aus – und er wird nicht verlängert.

Wird der Name verkauft?

Die Stadionbetreiber sind enttäuscht. Dem Entscheid der BKW seien intensive Gespräche während mehrerer Monate vorausgegangen, sagt Alain Kappeler, CEO der Stade de Suisse AG. Gerne hätte man den langjährigen Partner überzeugt, sein Engagement zu verlängern.

In YB-Fankreisen kursiert hartnäckig das Gerücht, wonach die BKW das Namensrecht am Stade de Suisse besitzt. Das ist nicht korrekt. «Der Name Stade de Suisse gehört uns», sagt Kappeler. Die BKW habe laut Vertrag lediglich das Vorkaufsrecht, falls das Stadion einen kommerziellen Namen erhalten würde. Wenn der Vertrag Ende Juli 2015 ausläuft, fällt dieses Recht weg. «Wir werden das Thema Stadionname nun im Verwaltungsrat besprechen», sagt Kappeler.

Es ist bekannt, dass YB unter Kostendruck steht. «Wir müssen neue Ertragsquellen erschliessen», sagt Kappeler. In der Schweiz gibt es bereits Fussballstadien, die ihre Namen verkauft haben, etwa die AFG-Arena in St. Gallen oder die Stockhorn-Arena in Thun. Ein kommerzieller Name wäre somit ab Sommer 2015 auch in Bern möglich.

Führungen auf dem Dach

Die Summe, die im Rahmen des Sponsoringvertrages an die Stade de Suisse AG geflossen ist, halten die Parteien unter Verschluss. Offen bleibt vorerst auch, ob die Besucher-Führungen rund um die Solaranlage auf dem Dach des Stadions weiterhin angeboten werden. Darüber werde noch verhandelt, schreibt die BKW.


http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/18762268

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Freitag 17. Oktober 2014, 18:04 
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Der YB-Physio und die Verletzungshexe

Seit bald neun Jahren sorgt Matthias Gubler dafür, dass die lädierten YB-Spieler wieder fit werden. Der YB-Physiotherapeut spricht über das letztjährige Verletzungspech, Fussballeregos und haarige Wetteinsätze mit Spielern.

«Das letzte Jahr war wirklich krass, das habe ich so noch nie erlebt.» Matthias Gubler massiert gerade mit kräftigen Handbewegungen die Oberschenkel von YB-Spieler Alain Rochat im Physioraum des Stade de Suisse. Der Innenverteidiger hat sich beim morgendlichen Training eine Oberschenkelverhärtung zugezogen. Deshalb liegt er nun auf Matthias Gublers Liege. Der YB-Physiotherapeut nimmt bei seiner Aussage Bezug auf das überdurchschnittlich hohe Verletzungspech, das den Berner Young Boys im letzten Jahr widerfahren ist.

«Neben kleineren Verletzungen hat ein Club normalerweise zwischen einer und zwei Operationen pro Jahr zu beklagen», so Gubler. Bei YB hat die Verletzungshexe in den letzten 10 Monaten jedoch ungemein häufiger zugeschlagen: Wölfli, Gerndt, Afum, Vilotic, Vitkieviez, Bürki, Fekete – sie alle mussten unters Messer. Umso häufiger waren somit auch die Dienste des dreiköpfigen Physioteams um deren Leiter Matthias Gubler.

«Ich kann den Ärger nachvollziehen»

Der 36-jährige Thurgauer, der seit 8 Jahren in Bern wohnt und ebenso lange bei den Young Boys arbeitet, musste in jener Zeit in Leserbriefspalten oder Online-Foren harsche Kritik lesen an der YB-Gesundheitsabteilung. Gerade nach der Verletzung von Alexander Gerndt im Februar, als man beschloss, die Verletzung am rechten Bein konservativ zu behandeln, sprich ohne operativen Eingriff. Im Juni wurde eine Operation dann doch unumgänglich, und die Genesung verzögerte sich weiter. Heute, nach achtmonatiger Verletzungspause, trainiert YB-Stürmer Gerndt wieder mit der Mannschaft, 100 prozentig fit ist er aber immer noch nicht.

Dass sich manch ein Fan darüber ärgere, versteht Gubler. «Aber die Medizin ist nun mal keine exakte Wissenschaft», meint er. «Zudem ist es heute die allgemein gängige Praxis, dass man eher auf Operationen verzichtet», erklärt Gubler. Wegen möglichen Risiken wie Infektionen oder Entzündungen.

Langsam entspannt sich die Verletzungssituation bei YB wieder. Thomas Fekete trainiert ebenfalls wieder mit der Mannschaft. Und Matias Vitkieviez absolviert mittlerweile wieder Laufeinheiten nach seinem Kreuzbandriss im Juni. Dies tut er derzeit noch in Genf – seinem Wohnort. Im November wird er dann in Bern das Reha-Training unter der Führung von Matthias Gubler aufnehmen.

Golfen mit Sutter und Schneuwly

Mittlerweile ist die halbstündige Behandlung von Alain Rochats Oberschenkel vorüber. Er verlässt den Physioraum und kann gerade mit Moreno Costanzo abklatschen. Auf den wartet eine Rückenmassage bei Gublers Physio-Kollege Tom Burri. Auch Scott Sutter schaut kurz vorbei und klopft ein paar Sprüche. Man merkt sofort, die Spieler und ihren Physios pflegen einen lockeren und kumpelhaften Umgang. «Das ist sehr wichtig, anders wäre der Job nicht machbar», sagt Matthias Gubler.

Der Umgang mutet in der Tat wie derjenige einer Familie an. Kein Wunder, das Physioteam begleitet die Spieler an jeden Match, in Trainingslager, zum Arzt, sitzt mit ihnen am Esstisch, führt Einzelgespräche, richtet Einzeltrainings aus und behandelt ihre Leiden. Da können auch mal Freundschaften entstehen. So geht Matthias Gubler hie und da mit Scott Sutter oder dem Ex-YB-Spieler Christian Schneuwly golfen. «Man gewinnt die Spieler halt gerne, wenn man so oft mit ihnen zu tun hat», sagt Gubler.

Klar komme es auch mal vor, dass er sich mit dem einen oder anderen streite, weil dieser nicht mit seinem Programm klarkommt. «Doch das gehört dazu. Die Spieler sind halt sehr selbstbewusst, sonst wären sie nicht da, wo sie heute stehen», meint der YB-Physio, der hobbymässig ebenfalls dem Fussballspiel fröhnt.

Schnurrbart als Wettschuld

Ein häufiges Ritual, das Matthias Gubler mit den Spielern zelebriert, ist das Wetten abschliessen. Meist gehts ums Tore schiessen. Oder aber er schliesst ein Einzeltraining mit einer Wette ab. So wie neulich bei einem Reha-Training mit Alexander Gerndt. Das Spiel: Wer mit einem Schuss zuerst die Torumrandung trifft, gewinnt. Gubler siegte, Gerndt musste ihn zum Mittagessen einladen. Der Wetteinsatz ist ausser einem Essen meist ein kleinerer Geldbetrag. Einmal musste jedoch Wettverlierer Gubler eine Woche lang einen Schnauzbart tragen. So sah es ein Wetteinsatz gegen den letztes Jahr zurückgetretenen Mario Raimondi vor.

«Wetten sind bei uns eben hoch im Kurs», schmunzelt Gubler. Moreno Costanzo verabschiedet sich wieder nach erfolgter Rückenmassage und auch der Physio-Chef muss wieder ans Werk. Auf dem Programm steht nämlich ein Einzeltraining mit Florent Hadergjonaj. Der YB-Verteidiger hat sich Anfangs Monat gegen Aarau einen Bänderriss zugezogen. Gubler ist jedoch zuversichtlich: «Das Lauftraining am Morgen mit Florent verlief ganz gut.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24197174

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 21. Oktober 2014, 15:12 
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Der Druck steigt bei den Young Boys

Am Donnerstag empfängt YB den SSC Neapel. Sportchef Fredy Bickel ist unzufrieden mit den Leistungen.

Fredy Bickel überlegt nicht lange. Dann antwortet der YB-Sportchef: «Ich bin total unzufrieden, das ist nicht unser Anspruch.» Die Frage war, wie sein Fazit nach knapp drei Monaten in dieser Saison ausfalle.

Die Young Boys liegen bloss auf Rang 5, sie sind im Cup ausgeschieden, und bei dieser miesen Bilanz hilft es wenig, steht am Donnerstag das attraktive Heimspiel gegen den SSC Neapel in der Europa League auf der Agenda. Das Zwischenzeugnis ist ungenügend, der Druck auf die Verantwortlichen steigt, Trainer Uli Forte benötigt bessere Resultate. «Ich habe keine Angst», sagt Bickel, «wir sind von unserem Weg überzeugt.»

YB verfolgt ja einen Dreijahresplan, an dessen Ende ein Titel bis 2016 realisiert werden soll. «Wir müssen uns alle weiterentwickeln», sagt Bickel. «Wir haben gute Spieler, die teilweise grosse Fortschritte gemacht haben. Jetzt müssen wir als Team endlich stärker und stabiler werden.»

Unerfahrenheit als Problem

Fredy Bickel ortet in der Unerfahrenheit des Teams eine Ursache für die Probleme. «Wir haben viele junge Spieler, die halt zwischendurch Fehler machen.» Torhüter Yvon Mvogo beispielsweise, das grosse Talent, sah bei der 2:3-Niederlage in Aarau schlecht aus.

«Das ist für alle ein Lernprozess», sagt Bickel. Zudem sei es nach wie vor nicht einfach, müsse YB auf Führungsspieler verzichten. Verteidiger Milan Vilotic immerhin dürfte bald ins Team rücken, bei Stürmer Alexander Gerndt dauert es noch ein wenig länger.

Sofort in den Griff bekommen muss YB die bemerkenswerte Inkonstanz. «Es ist speziell, hatten wir bei allen vier Niederlagen in dieser Saison in der Super League genügend Chancen, um locker zu gewinnen», sagt Bickel. «Und man sieht ja unser Potenzial, wenn man bedenkt, dass wir gegen Basel zweimal besser waren.»

Keine Alibis suchen

Auch Bickel hat in der Vergangenheit mehrmals auf den «FCB-Bonus» hingewiesen, den es bezüglich Entscheidungen der Spielleiter in der Super League gebe. Diesmal äussert er sich eher zurückhaltend. «Es hat ja jeder gesehen, dass uns am Samstag bei der 0:1-Niederlage gegen Basel ein reguläres Tor aberkannt wurde», sagt Bickel.

«Es ist einfach bitter, läuft es gegen Basel immer ähnlich.» Schiedsrichter Nikolaj Hänni habe den Young Boys mitgeteilt, er sei wohl der Einzige gewesen, der vor dem Treffer Guillaume Hoaraus ein Foul Raphael Nuzzolos gesehen habe. «Das finde ich merkwürdig», sagt Bickel, «aber auch wir machen Fehler. Es wäre der falsche Weg, die Schuld beim Schiedsrichter zu suchen. Wir wollen keine Alibis.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/12717009

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Möbelpacker, Portier und ein Klubeigner

Heute Freitag vor 10'000 Tagen haben die Young Boys im Cupfinal Servette 4:2 nach Verlängerung besiegt. Es war der letzte Titelgewinn der Berner Fussballer. Was machen die Helden von damals heute?

Was machen die YB-Cuphelden von 1987 heute – und woran erinnern sie sich gerne? Alle Spieler finden Sie in der Bildstrecke oben.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/29959034

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 Betreff des Beitrags: Re: Presse-Thread Saison 2014/2015
 Beitrag Verfasst: Dienstag 4. November 2014, 11:06 
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Ab sofort spielt Forte um seinen Job

YB gibt Rätsel auf. Im Team gibt es keine Entwicklung. Und die Resultate stimmen nicht. Das wirft auch bei Sportchef Fredy Bickel Fragen auf.

2:3 in Aarau, 0:1 gegen Basel, 0:1 gegen Aufsteiger Vaduz. Die Berner Young Boys, mit grossen Ambitionen in die neue Saison gestartet, befinden sich im Fall und blicken zudem auch auf eine blamable Niederlage im Cup gegen Zweitligist Buochs zurück. Die Probleme kann der 2:0-Sieg am vergangenen Donnerstag in der Europa League gegen die SSC Napoli nicht kaschieren.

Nach der erneuten herben Enttäuschung am Sonntag hatte Sportchef Fredy Bickel eine schlaflose Nacht. Die Mannschaft habe sich gegen Vaduz zwar mindestens zehn Chancen herausgearbeitet. «Aber am Schluss bleibt das nackte Resultat. Ich habe kein Auge zugemacht, zu stark beschäftigt mich die unbefriedigende Situation.»

«Eine weitere Heimniederlage können wir uns schlichtweg nicht leisten»

Der Zürcher wiederholt noch einmal die Saisonziele, wobei die Mannschaft von Uli Forte bereits eines verpasst hat und einem weiteren hinterherhinkt. «Wir wollten im Cup überwintern, was nach der peinlichen Niederlage in Buochs bei einem Zweitligisten nicht mehr möglich ist. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, in der Super League unter die ersten drei zu kommen und einen Rang im europäischen Geschäft zu erreichen. Jetzt sind wir in der Meisterschaft auf Rang fünf. Wenn wir bis zur Winterpause nicht auf einem der ersten drei Ränge stehen, wirds noch schwerer in der Rückrunde, dieses Ziel zu erreichen. Im Fahrplan sind wir einzig, was das Erreichen der Gruppenphase zur Europa League betrifft.»

Am Donnerstag treten die Berner zum Rückspiel in Neapel an. Am Sonntag gastiert Sion im Stade de Suisse. «Eine weitere Heimniederlage können wir uns schlichtweg nicht erlauben», sagt Bickel. Über allfällige Konsequenzen will er indes nicht sprechen. Doch die Interpretation seines Satzes lässt nur einen Schluss zu: Ab sofort spielt Trainer Uli Forte bei YB um seinen Job. Eine Niederlage gegen Sion am Sonntag dürfte er kaum überleben.

Das alles verheisst nichts Gutes für Forte

In der Gesamtbeurteilung seiner bisherigen Arbeit in Bern dürfte sich für Forte erschwerend auswirken, dass der Zürcher schon in der letzten Saison im Cup bei Erstligist Le Mont vorzeitig gegen einen Unterklassigen auf blamable Art und Weise ausgeschieden war.

YB gibt Rätsel auf. In der Mannschaft gibt es keine Entwicklung. Und auch die Resultate stimmen nicht. Auf die Frage, was die Folgen wären, falls es Uli Forte nicht gelänge, einen Schritt vorwärtszukommen, antwortete Bickel in einem Interview mit Bernerzeitung.ch/Newsnet erst kürzlich: «Dies liegt auf der Hand und gilt für jede Person in einer Kaderposition. Wer stillsteht, wird irgendwann eingeholt, überrannt und darf sich nicht wundern, wenn er anschliessend liegen gelassen, vergessen wird und gehen muss.» Das alles verheisst nichts Gutes für Uli Forte.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/10420756

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