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 Beitrag Verfasst: Dienstag 25. September 2012, 08:52 
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YB ärgert sich rot und blau

Mal wieder sind die Young Boys am Sonntag in einer Partie gegen den FC Basel von den Spielleitern benachteiligt worden. Auch YB-CEO Ilja Kaenzig ist darüber verärgert.

Die Young Boys waren nach dem 1:1 gegen Basel am Sonntag sehr erbost über die Spielleiter, die sie krass benachteiligt hatten. Vom «klarsten Penalty der letzten 100 Jahre» etwa schrieb der «Blick». Die Szene in der 89.Minute, als Joo Ho Park den YB-Flügelspieler Matias Vitkieviez im Basler Strafraum folgenlos foulte, erhitzt die Gemüter immer noch. Und es ist stets ein schmaler Grat, auf dem man wandelt, wenn man sich über die Schiedsrichter beschwert. Aber die Young Boys haben, selbst ohne gelb-schwarze Brille betrachtet, allen Grund, sich zu ärgern. Rot und blau.

Einige YB-Akteure monieren ja, es gebe einen Schiedsrichterbonus für den FC Basel. Tatsächlich profitierte der FCB in den letzten Jahren nicht nur in Duellen mit YB von Fehlern der Unparteiischen. «Das ist sehr bitter», sagt Ilja Kaenzig. Dem YB-CEO ist es ein Anliegen, nicht emotional zu reagieren. Er meint: «Es spricht für Schiedsrichter Stephan Studer, kam er nach der Partie am Sonntag zu uns und entschuldigte sich. Das benötigt Courage.» Das gesamte Schiedsrichtergespann war nach der Partie im VIP-Bereich des Stade de Suisse erschienen. «Aber das bringt uns die Punkte leider nicht zurück», sagt Kaenzig.

FC Basel oft Profiteur

Gipfeltreffen zwischen YB und Basel sind meistens eng und ausgeglichen. «Da entscheidet jedes Detail», meint Kaenzig. «Es ist mühsam, müssen wir dabei regelmässig mit Fehlentscheidungen leben.» Die These, der FCB geniesse eine Sonderbehandlung bei den Schiedsrichtern, hält sich hartnäckig im Schweizer Fussball. Die Häufung an Partien, in denen der helvetische Branchenführer von Mängeln der Referees profitierte, ist bemerkenswert. So gewann der FCB letzte Saison beispielsweise den Cup, nachdem er sich im Achtelfinal, Halbfinal und Final auch dank krassen Aussetzern der Unparteiischen durchgesetzt hatte. «Es wäre schön, würden alle Teams gleich behandelt», sagt Kaenzig. Er will das nicht als Kritik an Basel verstanden haben. «Der FCB ist der grösste und beste Schweizer Klub und begeisterte letzte Saison das ganze Land in der Champions League. Er hat sich seine Ausnahmestellung verdient und wird sicher nicht absichtlich bevorzugt.»

Mehr Geld für Schiedsrichter

Ilja Kaenzig lenkt die aktuelle Diskussion noch auf einen anderen Aspekt. «Die Leistungen der Spielleiter in den letzten Jahren waren dürftig bis sehr schlecht. Das muss sich ändern.» Laut Kaenzig erhält der Schiedsrichterverband seit dieser Saison von der Swiss Football League dank erhöhten TV-Einnahmen eine halbe Million Franken mehr pro Jahr. «Wir wollen den Referees gute Bedingungen bieten, sie müssen sich erholen können. Das Spiel ist sehr schnell geworden, die Belastung für die Schiedsrichter ist hoch.» Mit feiner Ironie ergänzt er: «Aber wenn wir unseren Spielern eine halbe Million mehr geben, spielen sie auch nicht automatisch besser.»

Die Young Boys hadern nicht zum ersten Mal mit den Spielleitern. Zuletzt hatten sie bei der 0:1-Niederlage in Sion vor wenigen Wochen reklamiert, weil mehrere strittige Szenen gegen sie entschieden worden waren. «Damals ging es um drei Elfmeter, um Verwarnungen und Platzverweise. Das war ebenfalls sehr ärgerlich, weil es auch ein Spiel gegen ein Spitzenteam war», sagt Kaenzig. «Wir hoffen einfach, dass sich das irgendwann ausgleicht, auch wenn der Glaube daran langsam schwerfällt.»

YB schon letzte Saison im Pech

Im letzten Herbst schon war aufgefallen, wie oft YB ohne Zweifel Pech mit Schiedsrichterentscheidungen hatte. In der Europa League (beim Ausscheiden gegen Braga) und im Cup (bei der Niederlage in Winterthur) sowie mehrmals in der Meisterschaft und insgesamt in neun Partien ereigneten sich damals für YB bittere Aktionen. «Teilweise geht es da um echte Big Points», sagt Kaenzig. So weit wie Thuns Präsident Markus Stähli, der kürzlich in dieser Zeitung meinte, der FC Thun werde von den Schiedsrichtern konsequent benachteiligt, will der YB-CEO aber nicht gehen. «Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu sehr jammern, selbst wenn die Anzahl an Fehlentscheidungen gegen uns schon enorm ist.» Kaenzig meint zum Abschluss versöhnlich: «Wir alle machen Fehler. Wichtig wäre einfach, dass man sie nicht wiederholt.»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31716681

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 25. September 2012, 09:36 
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25.09.2012

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Hat Meister Basel einen Schiri-Bonus?

«Alle Schiris sind FCB-Fans»

BLICK fragt die Klubbosse

Der jüngste Fall ist der brisanteste: Bei YB vs. Basel (1:1) verweigert Ref Stephan Studer YB in der 89. Minute einen glasklaren Penalty. Basels Park hatte im Strafraum mit beiden Beinen Vitkieviez gefällt. 22 757 Fans sehen es, das Schiri-Quartett nicht.

YB-CEO Ilja Kaenzig: «Basel wird nicht bevorteilt, sondern deren Gegner benachteiligt. Das ist ein Unterschied. Die Schiedsrichter erstarren in Ehrfurcht, wenn der Branchenkrösus antritt. Die Refs haben schnell eine devote Haltung dem FCB gegenüber inne.»

Sion-Boss Christian Constantin: «Die Schiedsrichter sind doch alle Fans des Basel – und das seit Jahren. Das erlebe ich selbst in der U21. Das darf doch nicht sein! Spontan erinnere ich mich in den Spielen gegen uns an nicht gepfiffene Penaltys, an nicht vom Platz gestellte gegnerische Torhüter und nicht gegebene Tore, obwohl der Ball klar hinter der Linie war. Nicht zu vergessen die klaren Bevorteilungen des FC Basel im letzten Cup-Halbfinal und im Cupfinal.»

Servette-Sportchef Arpad Soos: «Wir konzentrieren uns nur auf Servette und vertrauen den Schiris der Super League.»

FCL-Sportchef Heinz Hermann: «Es geht uns nicht um die Bevor- oder Benachteiligung eines einzelnen Klubs. Aber zuletzt wurden ungewöhnlich viele, auf den ersten Blick unverständliche Fehlentscheide gefällt. Allerdings gilt es stets zu berücksichtigen, dass die Schiedsrichter innert Sekundenbruchteilen entscheiden müssen und nicht auf Wiederholungen unterschiedlicher Kameraeinstellungen zurückgreifen können. Wir hoffen jedoch, dass die Schiedsrichter-Verantwortlichen nun rasch die notwendigen Massnahmen vorkehren, um diese Fehlerquote zu reduzieren.»

GC-Sportchef Dragan Rapic: «Das war sicherlich ein unglücklicher Entscheid, aber grundsätzlich habe ich nicht das Gefühl, dass ein Klub bevorzugt oder benachteiligt wird.»

Thuns Trainer Bernard Challandes, in Sachen Refs ein gebranntes Kind: «Diese Saison werden die Basler nicht bevorzugt wie in früheren Jahren.»

St. Gallen-Sportchef Heinz Peischl: «Tatsachenentscheidungen werden immer wieder für Diskussionen sorgen. Uns ist gegen Servette auch ein klarer Penalty verweigert worden, aber ich bin überzeugt, dass sich bei allen Teams die Entscheidungen über die Saison gesehen ausgleichen werden und kein Schiedsrichter bewusst Situationen falsch bewertet.»

FCZ-Präsident Ancillo Canepa: «Auch der FCZ hat bei Spielen gegen Basel schon überraschende Entscheide von Herrn Studer zur Kenntnis nehmen müssen.»

Lausanne-Präsident Jean-François Collet: «Klar, Basel wird seit langem bevorteilt. Auch wir wurden gegen Basel im letzten Jahr benachteiligt. Für meinen Freund Martin Rueda tut mir der Fehlentscheid vom Sonntag sehr leid. Ich möchte aber den Baslern keinen Vorwurf machen. Die können nichts dafür.»

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 25. September 2012, 09:37 
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Haben Ihre Jungs die Hosen voll, Herr Bertolini?

Schiri-Boss Carlo Bertolini redet nicht um den heissen Brei herum: «Für diese Fehlentscheide gibts keine Entschuldigung!» Was den Tessiner auf die Palme bringt: «Stephan Studer hatte beim Foul an Vitkieviez von YB freie Sicht, der Assistent auch und ebenso der vierte Offizielle. Und keiner hat diesen Fall richtig beurteilt.» Wirklich? Daniel Wermelinger, der vierter Offizieller war, habe Studer ins Mikro gerufen: «Penalty! Penalty!» Doch der Genfer soll den Ruf ignoriert haben. Bertolini stutzt kurz, sagt dann: «Das kann ich nicht bestätigen.»

Seine Tomaten-Refs will Bertolini dennoch nicht aus dem Verkehr ziehen: «Ich verfechte die Meinung, dass einer nach einem groben Fehler gleich wieder pfeifen soll. Allerdings in einem Spiel mit weniger Druck. Wer garantiert mir, dass er nach einer Denkpause wieder besser pfeift? Ausserdem: Meine Ersatzbank ist nicht so gross wie jene der Fussballteams …»

Bertolini hält nicht nur den nicht gepfiffenen Elfer von Joo Ho Park gegen Vitkieviez für sonnenklar, sondern auch das Foul von Servette-Keeper Gonzalez an Etoundi und das Hands von Lausannes Sonnerat im Spiel gegen Luzern. «Zudem war die Attacke von GC-Goalie Bürki gegen Chermiti äusserst rücksichtslos.» Sein Fazit: «Wir lagen bei wichtigen Entscheidungen, die Konsequenzen haben, falsch.»

Bertolinis Erklärung: «Ich habe keine. Vielleicht spürt man, dass ein Generationenwechsel im Gange ist. Es fehlt im Moment der absolute Top-Schiri, der sich im Ausland profiliert hat.»

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 25. September 2012, 09:42 
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Ref Studer wehrt sich

Herr Studer, konnten Sie nach Ihrem krassen Fehlentscheid überhaupt schlafen?

Stephan Studer: Sehr schlecht.

Wie erklären Sie den Fehler?

Mein Standort war zu schlecht, um das Foul klar zu sehen.

Ihr Assistent, Sandro Pozzi, stand gleich daneben.

Er hat das Foul gesehen und sagte etwas ins Mikrofon, das ich nicht verstanden habe. Mit 22 000 Fans kann das vorkommen. Leider zeigte er mir das Foul nicht mit der Fahne an.

Warum nicht?

Gute Frage. Das wäre das klarste Signal gewesen.

Daniel Wermelinger, der vierte Offizielle, soll «Penalty, Penalty» ins Mikrofon gerufen haben.

Das ist falsch.

Nehmen Sie sich eine Auszeit?

Nein. Diese Woche pfeife ich in der Challenge League, das war schon vorher bestimmt.

Wie wollen Sie solche Fehler künftig vermeiden?

Ich werde die Arbeit mit den Assistenten intensivieren. Wir müssen versuchen – trotz nicht optimalen Bedingungen – noch mehr zu arbeiten.

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 Beitrag Verfasst: Dienstag 25. September 2012, 09:53 
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Sion-Boss Christian Constantin: «Die Schiedsrichter sind doch alle Fans des Basel – und das seit Jahren.

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 Beitrag Verfasst: Mittwoch 26. September 2012, 10:07 
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26.09.2012

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«Eine Respektlosigkeit»

Fussball Der FC Basel verurteilt die Angriffe auf die Schiedsrichter

Es war der Aufreger des vergangenen Wochenendes: der nicht gepfiffene Penalty für YB im Heimspiel gegen den FC Basel. Schiedsrichter Stephan Studer übersah in der 89. Minute ein klares Foul des Baslers Joo Ho Park an Matias Vitkieviez. Für die Medien war der Entscheid, oder eben Nicht-Entscheid Studers ein gefundenes Fressen. Der «Blick» stellte in seiner gestrigen Ausgabe den Verantwortlichen der neun Basler Ligakonkurrenten folgende Frage: «Hat der Meister einen Schiedsrichter-Bonus?» Servette, der FC Luzern und St. Gallen verneinen dies.

Der Rest sieht im Entscheid «pro Basel» mehr oder weniger deutlich eine Absicht der Unparteiischen. Die gekürzte Antwort von YB-CEO Ilja Kaenzig: «Die Schiedsrichter erstarren in Ehrfurcht, wenn der Branchenkrösus antritt.» FCZ-Präsident Ancillo Canepa: «Auch der FCZ hat bei Spielen gegen Basel schon überraschende Entscheide von Herrn Studer zur Kenntnis nehmen müssen.» Gar von gezielter Manipulation sprechen Sion-Präsident Christian Constantin und sein Kollege Jean-Francois-Collet aus Lausanne. Constantin: «Die Schiedsrichter sind doch alle Fans des Basel – und das seit Jahren. Das darf doch nicht sein!» Collet: «Klar, Basel wird seit langem bevorteilt.»

«Lächerlich»

Angesichts dieser Aussagen einiger Klubverantwortlichen sah sich der FC Basel gestern gezwungen, Gegensteuer zu geben. Sportdirektor Georg Heitz erschien dafür extra an der vor Spieltagen üblichen Pressekonferenz mit Trainer Heiko Vogel und verurteilte insbesondere die Worte von Constantin und Collet aufs Schärfste. An dieser Stelle sei noch gesagt, dass Heitz das Foul von Park als eindeutigen Penalty taxierte und anfügte, dass sich der FC Basel auch über einen Platzverweis von Marcelo Diaz in der zweiten Halbzeit nicht hätte beschweren dürfen.

Dann sagte er dies: «Wir können die Enttäuschung und Wut von YB und dessen Fans, die angesichts des nicht gegebenen Penaltys aufgekommen sind, verstehen. Es ist auch logisch, dass die Boulevardpresse versucht, eine Polemik zu entfachen. Überrascht und enttäuscht hat uns, dass einige Klubexponenten diesem Lockruf erlegen sind und die Schiedsrichter angreifen. Wir finden es inakzeptabel, dass diese Personen den Schiedsrichtern Absicht unterstellen. Das geht gegen deren Integrität. Dass Unparteiische ein Team bevorzugen, ist einfach nur Quatsch. Die Schiedsrichter stehen sowieso unter enormem Druck, da muss man nicht noch als Klubverantwortlicher Öl ins Feuer giessen. Solche Unterstellungen sind eine Respektlosigkeit. Es ist lächerlich, dass sich Herr Collet und Herr Constantin als Nichtbeteiligte überhaupt in die Diskussion einschalten. Sie sollen auf ihre eigenen Spiele schauen. Jeder Klub, auch wir, könnte auf DVD’s einer ganzen Saison 40 Beispiele finden mit Entscheidungen gegen sich. Daraus eine Systematik abzuleiten, ist ungeheuerlich.»

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