 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 21. November 2011, 08:28 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
21.11.2011  Zitat: Basel zeigte YB erneut den Meister
Eine gute erste Halbzeit reichte im St.-Jakob-Park nicht – YB kassierte beim 0:1 in Basel die fünfte Saisonniederlage und liegt bereits neun Punkte hinter dem Schweizer Meister zurück.
Es war ein trister Novembersamstag für die Young Boys im St.-Jakob-Park. 0:1 gegen den FC Basel, die dritte 0:1-Niederlage der Young Boys in den vergangenen fünf Spielen – und der Rückstand auf den amtierenden Meister ist auf neun Punkte angewachsen. Anstatt bis auf drei Punkte an die Basler heranzukommen, wie das die Berner vor dem Spiel als Ziel formuliert hatten, ist der FCB mittlerweile ausser Sichtweite entschwunden, und die Berner bleiben im Mittelfeld der Rangliste stecken.
Marco Streller, der einzige Torschütze im Spitzenkampf, antwortete auf die Frage, ob das die Vorentscheidung im Meisterrennen gewesen sei: «9 Punkte Rückstand auf den FC Basel aufzuholen, ist schwierig.» Streller hatte sich in der 27. Minute im Strafraum aus der Umklammerung von Alain Nef gewunden, und als auch Dusan Veskovac gegen den Ball stolperte, nutzte dies der Basler zu seinem fünften Saisontor. «Ich wurde von Nef zurückgehalten, und der Schiedsrichter sagte mir, er hätte Penalty gepfiffen, wenn ich mich hätte fallen lassen», erzählte Streller nach dem Spiel im Tribünengang.
Zuvor hatte er sich mit seinen Teamkollegen vom Basler Anhang vor der Muttenzerkurve ausgiebig feiern lassen. Danach vor den Journalisten machte er sich auch für den neuen Trainer stark. «Man sieht ganz deutlich die Handschrift von Heiko Vogel. Wir spielen um eine Spur defensiver als unter Thorsten Fink. Unsere Verteidiger sind deutlich glücklicher jetzt, da wir auch mal wieder zu null spielen. Und das finde ich gut, denn der Erfolg gibt dem Trainer recht.»
Das Pech von Nef und Farnerud
Strellers Frohmut ist verständlich. Bis zum Gegentor waren die Young Boys jedoch die bessere Mannschaft gewesen. Die Berner spielten im St.-Jakob-Park zu Beginn mit dem Selbstbewusstsein auf, das Trainer Christian Gross von seiner Mannschaft einfordert. Aber das angestrebte Tor gelang YB erneut nicht, wie schon vor Wochenfrist gegen Servette nicht und wie auch nicht beim 0:0 in Neuenburg und dem 0:1 gegen GC. Einzig das 4:1 gegen Lausanne steht der Torarmut der Berner entgegen.
In Basel hatte Alexander Farnerud, erneut einer der Besten bei YB, die grösste Möglichkeit, aber Steinhöfer wehrte seinen Schuss vor der Linie ab, und Huggel warf sich in den Nachschuss des Schweden. Und als Alein Nef kurz zuvor den Ball nach einer Freistossflanke mit dem Kopf ins Tor gelenkt hatte, ahndete der Schiedsrichter eine knappe Abseitsposition des YB-Verteidigers.
Fast nur Ausfälle in der Offensive
Einmal in Rückstand, baute YB in der Offensive immer mehr ab. Der nach langer Zeit erstmals wieder in der Startformation figurierende Marco Schneuwly hatte keine einzige gute Strafraumszene. Nassim Ben Khalifa spielte gegen die Basler Abwehrspieler oftmals so, was er laut Geburtsschein noch ist: wie ein Junior. Und David Degen konnte keinen einzigen seiner Flügelläufe erfolgreich zu Ende führen. Was man dem Ex-Basler zugutehalten muss: Er sorgte zumindest für ein bisschen Betrieb. Was man von seinem Teamkollegen auf der anderen Aussenbahn, Raphäel Nuzzolo, nicht sagen kann. Der gebürtige Bieler enttäuschte wie Michael Silberbauer ein weiteres Mal.
Nach der Pause brachte Gross zuerst Jan Lecjaks für Nuzzolo, danach Emmanuel Mayuka für Schneuwly und schliesslich Moreno Costanzo für Scott Sutter. Die Rochaden machten das Berner Spiel nicht besser. Die stark abbauenden Gäste konnten bis zum Schlusspfiff keine einzige gefährliche Situation vor FCB-Hüter Sommer kreieren. YB-Trainer Gross konstatierte bei der Aufarbeitung der schmerzlichen Niederlage, «dass meine Einwechslungen nicht die gewünschte Wirkung hatten». Und er bemängelte, was er seit Wochen gebetsmühlenartig wiederholt: «30 Meter vor dem gegnerischen Tor sind wir zu wenig konkret.»
Der Cup als Strohhalm
Was bleibt den Bernern nach der empfindlichen Niederlage in Basel? Ein Durchstarten im Schweizer Cup. Für Marco Wölfli ist dieser Wettbewerb jetzt die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. «Wir wollen im Cup unbedingt etwas erreichen, und deshalb müssen wir am nächsten Sonntag in Winterthur gewinnen.» YB gastiert im Achtelfinal auf der Schützenwiese in Winterthur. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Ba ... y/24672083
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 21. November 2011, 15:15 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
20.11.2011  Zitat: ... und am Ende jubelt oft Basel
YB tritt am Samstag im St.-Jakob-Park an. In Basel wie in Bern verloren die Young Boys eine Finalissima gegen den FCB.
Die Super League liefert in diesen Wochen beinahe täglich Negativschlagzeilen um die Brennpunkte Xamax, Sion und Fangewalt. Der gestrige Tag war ein besonders schwarzer Freitag für den Schweizer Fussball: Bei Xamax gehen die Lichter wohl bald aus (Text links); für Sion sieht es im Theater um die Sommerpausenzugänge düster aus (Text unten); und die Liga hat gestern nach langer Zeit doch noch einen Entscheid gefällt, wie das wegen eines Petardenwurfes abgebrochene Zürcher Derby vom 2. Oktober zwischen GC und dem FCZ zu werten sei – GC siegt 3:0 forfait (Seite 28). Aber immerhin wird heute der Rahmen im St.-Jakob-Park beim Spitzenkampf Basel - YB mal wieder würdig sein: Weit über 30000 Eintrittskarten sind bereits verkauft worden.
Längst wieder ein Klassiker
YB-Coach Christian Gross strebt bei seiner Rückkehr in den St.-Jakob-Park mit seiner Mannschaft einen Sieg an. «Wir haben in einigen Heimspielen in dieser Saison und zuletzt auch in Neuenburg und Genf unnötig Punkte abgegeben», sagt Gross. «Nun stehen wir in Basel unter Zugzwang.» Die Young Boys verbrachten die Nacht auf heute in einem Hotel in Pratteln, und man darf gespannt sein, mit welcher Aufstellung sie versuchen werden, dem FCB ein Bein zu stellen. «Alle Spieler sind einsatzfähig, das freut mich», sagt Gross. Und er fordert: «Wir müssen deutlich torgefährlicher und druckvoller agieren als zuletzt.» In den letzten Auswärtspartien vor der Länderspielpause hatten die Young Boys bei Xamax (0:0) und Servette (0:1) keinen Treffer erzielt. Allerdings wurde ihnen in beiden Partien in der Schlussphase ein Tor wegen Abseits zu Unrecht aberkannt.
Dramatik und Schiedsrichterdebatten wiederum passen perfekt zur Affiche FCB vs. YB. Fast immer, wenn Rot-Blau auf Gelb-Schwarz trifft, ereignete sich zuletzt Spektakuläres. «Diese Partie hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Klassiker entwickelt», sagt YB-Captain Marco Wölfli. «Es geht halt immer um viel, wenn wir gegen Basel spielen.» Die Bilanz der Young Boys ist dabei gar nicht so schlecht, gerade unter Trainer Vladimir Petkovic siegten sie mehrmals in Serie gegen Basel. Aber in Erinnerung sind natürlich in erster Linie zwei schwere und bittere Niederlagen für die Young Boys.
YB verlor zweimal 0:2
2008 hätten die Young Boys unter Trainer Martin Andermatt in Basel mit einem Sieg am letzten Spieltag Meister werden können. Wie so oft unter Trainer Christian Gross aber überzeugte der FCB mit wuchtigem, schwungvollem Beginn. Der junge Valentin Stocker schoss nach 13 Minuten das 1:0, Stürmer Marco Streller erzielte in der 23.Minute das 2:0, und vorbei waren die Hoffnungen der YB-Fangemeinde auf den ersten Meistertitel seit 1986. Vielleicht hätte die Begegnung einen anderen Verlauf genommen, hätte YB-Stürmer Marco Schneuwly nach wenigen Minuten eine ausgezeichnete Chance verwertet. Er ist neben Wölfli der einzige aktuelle Spieler der Young Boys, der vor dreieinhalb Jahren bereits eingesetzt wurde.
Vielleicht noch näher am Titelgewinn waren die Berner zwei Jahre später unter Coach Vladimir Petkovic. Der Basel-Trainer hiess nun Thorsten Fink, und auch er setzte sich, diesmal in Bern, in der letzten Runde im entscheidenden Direktduell gegen YB 2:0 durch. In Bern mussten wieder Tränen der Enttäuschung getrocknet werden, hatten die Young Boys doch im Verlauf der Saison einen gewaltigen Vorsprung von dreizehn Punkten auf Basel verspielt. «Die verlorene Finalissima im Stade de Suisse gegen Basel ist die bitterste Niederlage mit YB», sagt Torhüter Wölfli. Erneut hatte Valentin Stocker, der heute verletzt fehlt, kurz vor der Pause das erste Tor für die überlegenen Basler erzielt – Altmeister Scott Chipperfield entschied die Partie (und damit die Meisterschaft) nach einer Stunde Spielzeit schliesslich.
Und heute? Geht es nicht direkt um den Titel, aber zumindest für YB bereits um einiges. Bei einer Niederlage würde der Rückstand auf den stabilen FC Basel schon neun Zähler betragen. In der verrückten Liga droht also Langeweile. Trotz Theater um Xamax, Sion und Fangewalt. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/17768427
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 21. November 2011, 16:15 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
21.11.2011  Zitat: YB: Riesiges Gefälle
yb-Noten · Einzelne Akteure der Young Boys überzeugten bei der Niederlage in Basel (0:1) – aber viele enttäuschten.
Marco Wölfli Note 5
Chancenlos beim Tor Marco Strellers. Sonst tadellos, fantastische Parade gegen Alex Frei.
Scott Sutter Note 4
Erhielt anstelle von Elsad Zverotic mal wieder eine Chance. Offensiv ordentlich, wobei auch er wie die Mitspieler nach der Pause abbaute. Nach hinten nicht immer stilsicher, aber solid.
Alain Nef Note 4,5
Eigentlich eine überragende Leistung, gewann viele Zweikämpfe und verhinderte zwei Gegentore mit starken Aktionen. Aber sah beim FCB-Tor nicht gut aus, als er Streller nicht aufhalten konnte.
Dusan Veskovac Note 4
Agierte wie Nef grösstenteils robust, wenn auch mit einzelnen Wacklern. Zudem viel zu zögerlich beim Siegestor, als er den Ball hätte wegschlagen können.
Christoph Spycher Note 5,5
Der Linksverteidiger ist in diesen Wochen der beste YB-Feldspieler. Liess Xherdan Shaqiri mit bissiger, intelligenter Spielweise (und nahezu ohne Fouls) kaum zur Entfaltung kommen, zudem mit klugen Pässen nach vorne.
David Degen Note 4
Gemessen an optischer Präsenz und Mut zum Sturmlauf eine sehr starke Vorstellung. Hatte mehr Szenen als die anderen YB-Offensivkräfte zusammen. Aber Degen wirkte halt auch wieder unglücklich und traf viel zu oft die falsche Entscheidung.
Alexander Farnerud Note 5
Rannte, lief und kurbelte das YB-Spiel unermüdlich an – und gewann auch für Silberbauer, der ihn eigentlich abschirmen sollte, viele Zweikämpfe. So fehlte ihm vorne die Kraft, wie bei seinen zwei Schüssen in kurzer Zeit, die an FCB-Feldspielern abprallten.
Michael Silberbauer Note 3
Weiter eine Enttäuschung, selbst wenn er besser spielte als oft in dieser Saison. Deutete sein Potenzial immerhin an, aber verlieh den Young Boys zu wenig Stabilität und rannte oft hinterher.
Raphael Nuzzolo Note 2
Eine schwache Leistung links im Mittelfeld. Setzte sich kaum durch, blieb wieder extrem blass.
Nassim Ben Khalifa Note 2,5
Auch er war kein Faktor, viele Ballverluste, bloss eine gute Aktion, als er das Tor knapp verfehlte.
Marco Schneuwly Note 2,5
Spielte überraschend für Mayuka im Sturm. Willig, fleissig, aber ohne Chance und Torgefahr.
Jan Lecjaks Note 3
Kam nach 46 Minuten für Nuzzolo. Eine gute Flanke, aber auch deutlich überfordert, als YB nach der Pause nichts mehr gelang.
Emmanuel Mayuka Note 2,5
Kam nach 55 Minuten für Schneuwly – auch ohne Einfluss.
Moreno Costanzo Note 3
Kam nach 67 Minuten für Ben Khalifa. Probierte einiges, aber wie die Kollegen glücklos. fdr
6 = herausragend; 5 = gut; 4 = solid; 3 = ungenügend; 2 = schlecht; 1 = sehr schlecht.
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 21. November 2011, 16:18 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
21.11.2011  Zitat: Mit der Wucht einer Abrissbirne
Das 0:1 gegen seinen Ex-Club FCB stürzt Coach Christian Gross und YB in eine Sinnkrise
Basel. Nach einem derart wichtigen Sieg wie diesem hätte Irlands kauziger Nationaltrainer Giovanni Trapattoni bestimmt gesagt: «The cat is in the sack.» Die Katze ist im Sack. Heisst so viel wie: Es kann nichts mehr passieren. FCB-Stürmer Marco Streller sagte nach dem 1:0-Erfolg über die Young Boys: «Das war ein grosser Sieg. Nun haben die Berner neun Punkte Rückstand in der Tabelle auf uns – das wird relativ schwer für sie.» Dass die Katze im Sack ist, konnte am Ende eines aufwühlenden Fussballabends auch Christian Gross nicht wegdiskutieren. «Jetzt wird es sehr schwierig für uns», sagte der 57-jährige YB-Trainer und schaute im Joggeli-Mediencenter ziemlich gedankenverloren ins Nirgendwo.
Es hätte sein Abend werden können. 32 006 Zuschauer im vollen St.-Jakob-Park, Basel gegen YB, Erster gegen Vierter, die grosse Chance, es in seiner alten Heimat allen wieder zu zeigen. Doch die Rückkehr des einstigen FCB-Meistermachers, zweieinhalb Jahre nach seiner Entlassung, endete in einer herben Enttäuschung, noch schlimmer: Das 0:1 trifft Gross und seine Mannschaft mit der Wucht einer Abrissbirne. Die Berner haben den Kontakt zur Spitze verloren, der FC Basel konnte mit dem sechsten Sieg in der Liga hintereinander auf neun Punkte davonziehen. Die Katze ist im Sack, schon klar. Und Gross musste ernüchtert feststellen, dass der Abstand zwischen Rotblau und Gelbschwarz nicht nur in der Tabelle beträchtlich ist.
In der ersten Halbzeit wirkten die Gäste inspiriert und entschlossen. Sie erarbeiteten sich zwei, drei gute Tormöglichkeiten. Doch was sie nach der Pause zeigten, war schlicht bedenklich: Keine zwingende Torchance kreierten sie, die Spieler agierten genauso blass und ohne Leidenschaft wie ihr Trainer draussen auf der Bank. Gross kritisierte: «Auf den letzten dreissig Metern fehlte es uns an Entschlossenheit.»
Keine Pfiffe, kein Applaus, nichts
Die Diskussionen in einem nervösen Berner Umfeld werden nach der nun bereits fünften Saisonniederlage nicht leiser. Von Matchkämpfen und Reibereien im YB-Vorstand um CEO Ilja Kaenzig und dem Cheftrainer ist die Rede. Finanziell ist der Club klamm, der neu installierte Staff mit Gross, Laurent Hagist und Goalietrainer Pascal Zuberbühler ist enorm teuer, und es ist schon klar, was der Trainer nun will: neue Spieler. Doch das 20-Millionen-Franken-Budget ist ausgereizt, und YB-Verwaltungsratspräsident Benno Oertig möchte keinesfalls den Verein verschulden, was Gross’ Arbeit massiv erschwert.
Um 17.45 Uhr am Samstagabend war der Zürcher zügigen Schrittes durch die Senftube gekommen. Die Emotionen blieben in der Kabine. Es gab keinen Applaus für den Mann, der in zehn Jahren acht Titel nach Basel geholt hatte, keine Pfiffe, keine Sprechchöre, keine Transparente – nichts. «Es war so wie erwartet», sagte Gross später staubtrocken, «zwischen meiner Entlassung und heute liegen zweieinhalb Jahre. Und ich muss es ja nicht jedes Mal zeigen, das muss ich wirklich nicht.»
Vogel zeigt mehr Emotionen
Bei den anschliessenden 90 Minuten verwarf er zwei-, dreimal die Hände, er litt mit. Als FCB-Captain Marco Streller in Klasse-Manier das 1:0 schoss (27.), konnten die Berner nicht mehr reagieren. Mehr Emotionen als Gross zeigte eindeutig sein Antipode auf der anderen Trainerbank, Basels Heiko Vogel. Über manchen Entscheid von Schiedsrichter Sascha Kever enervierte sich der Deutsche derart, dass Vogel wegen Meckerns um ein Haar auf die Tribüne geflogen wäre.
Am Ende war ihm natürlich die Erleichterung anzusehen, denn die Eroberung der drei nächsten Punkte war ein Big Point für die Basler. Angesichts der juristischen Wirren beim FC Sion und der Formbaisse des FC Luzern ist es gut möglich, dass der FCB mit einem schönen Polster als Leader in die Winterpause zieht, zumal er in der nächsten Runde den Verfolger FC Luzern im eigenen Stadion empfangen darf.
Und Heiko Vogel selbst sammelt Spieltag für Spieltag mehr Argumente für einen neuen Vertrag als Cheftrainer. Fünf Siege in fünf Ligaspielen stehen zu Buche, dazu das hervorragende 1:1 in der Champions League bei Benfica Lissabon. Das ist eine beeindruckende Bilanz, aber nicht das Einzige, das für die Interimslösung Vogel als neuen Chef spricht. Sondern es ist auch die Art und die Überzeugung, diese stilprägende Gelassenheit, mit welcher der Pfälzer die Mannschaft weiterentwickelt. Ein Signal, ob er eventuell bereits in den kommenden Tagen einen neuen Kontrakt unterschreiben kann, hat Vogel von der Vorstandscrew um Bernhard Heusler noch nicht erhalten. «Wir spielen nicht auf Zeit, wir nehmen uns die Zeit», sagt Vogel, «im Sinn des FCB entscheiden wir, wann der Moment da ist.»
Vielleicht Ende November
Gestern Mittag jedenfalls sass der Deutsche bereits wieder vor dem Videogerät, um sich drei Spiele von Otelul Galati anzusehen. Der rumänische Champion ist morgen in Bukarest nächster Gegner des FCB in der europäischen Königsklasse (20.45 Uhr, SF 2 live). Vogel sagt: «Vielleicht bleibt in der übernächsten Woche mal Zeit, über die vertragliche Zukunft zu reden – sicher nicht jetzt.» In den letzten Novembertagen steht für einmal kein Wettkampf unter der Woche an.
Von derart viel Harmonie und Zuversicht wie in Basel kann Christian Gross bei YB nur träumen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der einstige FCB-Meistermacher in Bern in die Spur findet. Einfach wird das nicht.
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: Bing [Bot] und 39 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |