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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 11. August 2005, 06:47 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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BZ, 11.08.2005
Eine offensive Null-Leistung
0:0 gegen den FC Aarau. Wie schon beim 0:3 gegen GC enttäuschte YB auf der ganzen Linie. Erst in der 92. Minute kamen die zu vorsichtig eingestellten Berner gegen einen defensiven Gegner zu ihrer einzigen Torchance.
Francisco Neri kann sich gegen drei Aarauer nicht durchsetzen / Keystone
»YB-Dossier Saison 2005/2006
Und dann, nach 90 Minuten Leidenszeit, erlebten die nur 15 000 Zuschauer im Wankdorf wenigstens noch zwei aufregende Szenen. Zuerst lief der Aarauer Augustine Simo übers halbe Spielfeld, platzierte aus 18 Metern einen gefährlichen Schuss, den YB-Goalie Marco Wölfli nebens Tor ablenken konnte. Im Gegenzug stand Marco Schneuwly alleine vor Massimo Colomba, doch der Keeper zeigte bei der besten YB-Chance eine glänzende Fussabwehr. Vorbei war ein grauenhaftes Gekicke, welches die Besucher mit einem gellenden Pfeifkonzert quittierten.
YB noch einmal defensiver
Nach dem 0:3 gegen GC am letzten Samstag wurde Hans-Peter Zaugg für seine vorsichtige Aufstellung mit nur einem Stürmer kritisiert. Gegen Aarau nun korrigierte der Trainer die taktische Ausrichtung – um noch defensiver zu agieren. Zaugg ersetzte Häberli, der gegen GC auf gleicher Höhe wie Hakan Yakin gespielt hatte, durch Captain Joël Magnin, der sich aber zu Pirmin Schwegler in den defensiven Aufbau gesellte. Vorne musste der bedauernswerte Francisco Neri die undankbare Rolle des einsamen Winkelrieds abgeben. Weil sich die Young Boys zwar bemühten, Spiel und Ball meistens unter Kontrolle hatten, sich aber nie durchsetzen konnten, entwickelte sich eine langweilige Partie. Nach einer Stunde Spielzeit schliesslich wechselte Zaugg einen zweiten Stürmer ein, dafür aber den ersten, Neri, aus. Eine unverständliche Massnahme, denn die überaus defensiv eingestellten Aarauer hätten zwingend mehr unter Druck gesetzt werden müssen.
Der FC Aarau präsentierte sich sehr kompakt, mit zwei variablen Viererketten. Die YB-Spieler hatten riesige Mühe, sich in den zahlreichen Zweikämpfen gegen die engagierten Gegenspieler zu behaupten. Youngster Gökhan Inler kümmerte sich liebevoll um YB-Regisseur Hakan Yakin. Bereits die Grasshoppers hatten am Samstag mit Igor Hürlimann einen Akteur geopfert, um die Kreise des Berner Spielmachers einzuengen. Die Rechnung von Andy Egli ging auf, und der Aarau-Trainer freute sich denn auch über den leidenschaftlichen Auftritt seines Teams: «Wir haben hervorragend gekämpft und gearbeitet. Ich bin stolz auf meine Spieler».
«Bidu raus»-Rufe der Fans
Noch braucht Egli nach dem 2:0 gegen Xamax und dem 0:0 bei YB jetzt am Samstag gegen Yverdon einen Heimsieg, um ein dämliches präsidiales Ultimatum von sechs Punkten aus drei Partien zu erfüllen. Aarau aber, das zeigte die gestrige Partie, braucht keinen neuen Trainer, diese Mannschaft lebt, und sie hätte mit mehr Konsequenz einen der Konter sogar erfolgreich abschliessen können.
YB-Trainer Hans-Peter Zaugg dagegen befindet sich bereits nach vier Saisonspielen in empfindlicher Rücklage. Die «Bidu raus»-Rufe enttäuschter Zuschauer waren sehr gut zu vernehmen. Mit dieser unspektakulären Spielweise werden bald noch weniger Leute den Weg ins Wankdorf finden. Rechnet man die rund 9500 Dauerkarten und die 5000 Gratistickets ab, so bezahlten gestern nur etwa 700 Leute eine Eintrittskarte…
Das ist für YB eine Bankrotterklärung. Die Abwesenden hatten gestern Recht, auch wenn YB-Sportchef Marcel Hottiger erklärte: «Die pfeifenden Fans würdigen den grossen Kampf des Teams nicht. Zudem haben wir offensiv gespielt, für mich waren Raimondi und Varela auf den Seiten ebenfalls Stürmer.»
Eine eigenartige Sichtweise. Konkreter war da schon die Analyse von Mittelfeldspieler Mario Raimondi: «Wir haben 15 Corner herausgeholt, da müssen wir mehr erreichen.» Und Youngster Pirmin Schwegler wies auf die sehr defensive Spielweise des Gegners hin: «Das macht es für uns nicht einfach.» Schweglers Trainer Zaugg schliesslich erklärte, er habe das beste YB-Spiel in dieser Saison gesehen. Diese Aussage ist nach dieser offensiven Null-Leistung nur schwer nachvollziehbar.
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YB - Aarau 0:0
Schiedsrichter: Leuba.
Einwechslungen: 61. Schneuwly (Note 3,5) für Neri, 66. Häberli (3,5) für Magnin; 57. Bieli für Fejzulahi, 75. Berisha für Schenker, 90. Opango für Giallanza.
Verwarnungen: 19. Tiago (Foul), 30. Fejzulahi (Foul).
Bemerkungen: YB ohne Aziawonou und De Napoli (nicht im Aufgebot). Aarau ohne Bättig, Christ und Menezes (alle verletzt).
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 11. August 2005, 06:51 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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Bund, 11.08.2005
Bitter, bitter, diese Pille
Vor 15 179 Fans: Die Young Boys brachten gegen den FC Aarau nur ein 0:0 zustande
Den treuen YB-Fans bleibt wirklich nichts erspart: Den Gelb-Schwarzen gelang es auch gestern nicht, im neuen Stadion vor (noch) stolzer Kulisse ein Tor zu schiessen. Gegen den bescheidenen FC Aarau resultierte so trotz klarer Überlegenheit nur ein 0:0.
Die Young Boys haben gestern fast nahtlos an die schwachen Heimspiele des letzten Frühjahrs angeknüpft – nur, dass es diesmal für sie kaum mildernde Umstände anzuführen gibt: Gegen den FC Aarau, der sich wie erwartet höchst defensiv verhielt, verstanden es die Berner zur bitteren Enttäuschung ihres Anhangs nicht, wenigstens ein Tor zu erzielen. Ja, in der Schlussphase mussten die Gelb-Schwarzen sogar froh sein, dass bei einem (der sehr seltenen) Konterangriffe Wölfli einen satten Schuss Simos abwehrte. Das 0:1 wäre in diesem Spiel der Gipfel gewesen.
Nun, verdient hätten die Young Boys den Sieg gestern auch nicht gehabt: Zu ideen- und zu konzeptlos agierten sie über die vollen 90 Minuten. Sie wirkten – nach nur einem Spiel mit schwacher Kritik – verunsichert, rat- und mitunter auch kraftlos. Nein, das war kein Auftritt, wie man ihn sich im neuen Stadion von YB gewünscht hatte. Das Publikum reagierte schon früh mit «Bidu raus!»-Rufen.
Überlegen – aber ohne Chancen
Der Match wurde für die Young Boys immer mehr zur Geduldsprobe, zur Zitterpartie. Zwar spielte sich das Geschehen meist im Einbahnverkehr in Richtung Aarau-Tor ab – allein, aus der eklatanten feldmässigen Überlegenheit resultierten vor allem Eckbälle (11:2 vor der Pause!) und die eine oder andere gute Chance. Letztere allerdings waren mitnichten zwingend, und nach der Pause gab es davon nur noch ganz wenige – das heisst: YB verstand es trotz krassen Feldvorteilen nicht, Eglis bescheidenen, aber aufopfernd kämpfenden FC Aarau wirklich unter Dauerdruck zu setzen und zu Fehlern zu verleiten. Gegnerische Fehler hätten die Berner gebraucht, um den so wichtigen ersten (und wohl siegbringenden) Treffer zu realisieren und den offenbar schwer auf ihren Schultern lastenden Druck etwas zu verdrängen.
Um ein Haar freilich hätte es für die Young Boys dann in der Schlussminute doch noch ein Happy End gegeben: In der Nachspielzeit scheiterte der für den enttäuschenden Neri eingewechselte Schneuwly nach einer der seltenen wirklich guten Aktion nur ganz knapp.
Auch die Neuen enttäuschten
0:0 gegen Aarau – gegen einen Gegner, bei dem mit Giallanza, Carreno und Berisha drei Spieler zum Einsatz kamen, für die man in Bern keine Verwendung mehr hatte. Die neuen (und bestimmt viel teureren) YB-Spieler waren gestern nicht viel besser als ihre Vorgänger – im Gegenteil: Im spielerischen Bereich blieben die Yakin (schlecht getretene Eckbälle), Raimondi, Varela, Tiago und Portillo eine Enttäuschung. Etwas kann in dieser nur sehr bedächtig nach vorn spielende Berner Mannschaft nicht stimmen, wenn der Isländer Gretar Steinsson – wie gestern – in diesem Team der Motor sein muss.
YB - Aarau 0:0
Stade de Suisse Wankdorf. – 15 179 Zuschauer. – SR Leuba. – Verwarnungen: 19. Tiago (Foul), 30. Fejzulahi (Foul). – Bemerkungen: YB ohne Aziawonou und De Napoli (nicht im Aufgebot). Aarau ohne Bättig, Christ und Menezes (alle verletzt).
YB: Wölfli; Steinsson, Tiago, Portillo, Hodel; Magnin (66. Häberli), Pirmin Schwegler; Varela, Yakin, Raimondi; Neri (61. Schneuwly).
Aarau: Colomba; Schmid, Carreno, Tcheutchoua, Bilibani; Schenker (75. Berisha), Inler, Simo, Fejzulahi (57. Bieli); Burgmeier, Giallanza (90. Opango).
Erklärungen
Hans-Peter Zaugg (YB-Trainer): «Das war unser bisher bestes Saisonheimspiel, allerdings haben wir aus unserer eklatanten Überlegenheit die Tore nicht erzielt. Dass das Publikum mit dem Resultat unzufrieden war, kann ich verstehen – aber die Saison ist noch lang, auf der gestrigen Leistung lässt sich aufbauen.»
André Egli (Aarau-Trainer): «Wir haben mit sechs Offensivspielern und einer starken Defensivleistung einen verdienten Punkt geholt. Wir gestanden YB kaum eine echte Torchance zu.» (cb)
_________________ For Ever
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ljungberg
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Verfasst: Donnerstag 11. August 2005, 06:54 |
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Registriert: Sonntag 5. Juni 2005, 16:51 Beiträge: 456 Wohnort: Olten
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schon ein bisschen tragisch wenn ein juniorspieler reicht (hürlimann, inler) um den "grossen" yakin aus dem spiel zu nehmen. noch tragischer, dass die anderen spieler ohne ihn kein fuss vor den anderen bringen. richtig traurig finde ich hingegen, dass das ganze von hottiger und zaugg noch schöngeredet wird.
wo ist der versprochene stürmer welcher für 15-20 tore gut sein sollte?
 wenn ihr so weiterspielt, dann gehe ich freiwillig wieder aufs neufeld zurück und schaue mir ein bisschen den fc bern an
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 11. August 2005, 06:55 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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NNZ, 11.08.2005
Völlig verunsicherte Young Boys
Nur ein torloses Remis des Favoriten gegen den FC Aarau
Die Young Boys haben den Sprung an die Tabellenspitze der Super League verpasst. Im Nachtragsspiel der 3. Runde mussten sich die ideenlosen Berner gegen den kompakten FC Aarau zur Enttäuschung von 15'179 Zuschauern mit einem 0:0 bescheiden. Erneut wie gegen GC (0:3) brachten die Berner kein Tor zustande.
(si) Die einzigen Torchancen ereigneten sich in der 91. und 92. Minute, als der U-20-Internationale Marco Schneuwly alleine vor Massimo Colomba scheiterte, und Tiago einen Kopfball nicht ins Ziel brachte. Zuvor verhinderte Torhüter Marco Wölfli mit einer Glanzparade die Aarauer Führung, als er einen präzisen Weitschuss Simos nach einem Solo entschärfte.
Die völlig verunsicherten Young Boys taten sich gegen den kämpferischen und clever verteidigenden FC Aarau äusserst schwer. Den Bernern fehlte bis in die Nachspielzeit jegliche Kreativität. Hakan Yakin konnte es auch nicht richten. Dem Team ermangelt es an Inspiration und torgefährlichen Stürmern. YB hat dringend Handlungsbedarf, wenn es seine hochgesteckten eigenen Ansprüche einigermassen erfüllen will.
Aarau unter dem umstrittenen Andy Egli verdiente sich den Punkt mit einer kompakten Teamleistung redlich. Der Trainer muss nun aber am Samstag im Brügglifeld gegen Yverdon gewinnen, sonst wird er gemäss Präsident Michael Hunziker abgelöst.
Young Boys - Aarau 0:0
Stade de Suisse Wankdorf. - 15'179 Zuschauer. - Schiedsrichter: Leuba.
Young Boys: Wölfli; Steinsson, Tiago, Portillo, Hodel; Magnin (66. Häberli), Pirmin Schwegler; Varela, Yakin, Raimondi; Neri (61. Schneuwly).
Aarau: Colomba; Schmid, Carreno, Tcheutchoua, Bilibani; Schenker (75. Berisha), Inler, Simo, Fejzulahi (57. Bieli); Burgmeier, Giallanza (90. Opango).
Bemerkungen: YB ohne Aziawonou und De Napoli (nicht im Aufgebot). Aarau ohne Bättig, Christ und Menezes (alle verletzt). Verwarnungen: 19. Tiago (Foul), 30. Fejzulahi (Foul).
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 11. August 2005, 06:57 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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442.ch,11.08.2005
YB-Aarau 0:0. Das harte Los des Hans-Peter Zaugg
VON: NICOLA BERGER
Die Young Boys bringen auch in ihrem zweiten Super League Heimspiel keinen Treffer zu Stande und müssen sich gegen den FC Aarau mit einem mageren Remis begnügen.
Pfiffe, Buhrufe und lautstarke "Bidu Raus" Rufe: So quittierten die -nur- 15'179 Zuschauer die harmlose Heimdarbietung der Hauptstädter. Dabei hätte nach der 0:3 Heimpleite gegen die Grasshoppers und den schwachen Auftritten YB's im Neufeld-Exil alles anders werden sollen.
Die Young Boys dürften zwar über 65% Ballbesitz gehabt haben - wussten diesen indes praktisch nicht in Torchancen umzumünzen. Spielmacher und Kreativleader Hakan Yakin wurde wie bereits gegen GC mit einem Rucksack bedacht - und damit völlig aus dem Spiel genommen. Gökhan Inler machte seinen Job als Manndecker vorzüglich und raubte den Young Boys damit ihre einzig effiziente Offensivwaffe. Die restlichen Akteure waren sichtlich bemüht und kämpften engagiert für einen Sieg - sahen sich jedoch ausser Stande gefährliche Aktionen vor Aarau-Keeper Massimo Colomba zu kreieren. Ein paar schwache Weitschüsse waren bis zur Nachspielzeit das einzige, was Colomba zu halten hatte.
Die ewige Systemfrage
Trainer Hans-Peter Zaugg muss sich den Vorwurf gefallen lassen, er habe eine zu vorsichtige Formation gewählt. Mit Pirmin Schwegler sowie Joel Magnin bot der Coach zwei defensive Mittelfeldspieler auf - und mit Francisco Neri nur einen Stürmer. Zwischen dem defensiven Mittelfeld und der Spitze klaffte so ein grosses Loch, welches Hakan Yakin heute nicht stopfen konnte. YB entwickelte einzig über die rechte Aussenbahn Druck, wo Carlos Varela, der stärkste Spieler auf dem Feld, gegen seinen Ex-Klub speziell motiviert schien. Nach der Auswechslung des glücklosen Francisco Neri, der durch Marco Schneuwly ersetzt wurde, kippte die Stimmung im Publikum definitiv. Zaugg hätte wohl besser daran getan, den Wunsch der Fans, einen zweiten Angreifer zu bringen und Ner im Spiel zu lassen zu befolgen. Auch Schneuwly war nach seiner Einwechslung zu sehr auf sich alleine gestellt. In der Schlussphase spielten die Aarauer beim hocheingeschätzten YB gar mit vier Stürmern (Berisha, Bieli, Giallanza, Burgmeier). Diese Tatsache dürfte auch Zaugg zu denken geben.
Der FC Aarau mit Wackelkandidat Andy Egli meisterte seine Aufgabe vorzüglich. Die Aargauer überzeugten mit einer höchst disziplinierten Defensivleistung, die mit einem verdienten Punkt belohnt wurde. Glück hatten die Aarauer in der 20. Minute, als Schiedsrichter Leuba ein klares Handspiel von Ex-YB'ler Fernando Carreno im eigenen Strafraum übersah. Coach Andy Egli freute sich nach Spielende dementsprechend über den eher unerwarteten Punktgewinn: "Mein Team hat heute eine solidarische und taktisch sehr reife Leistung gezeigt". Egli fehlen nach dem heutigen Punktgewinn in Bern noch zwei Punkte um das präsidiale Ultimatum (sechs Zähler aus drei Partien) zu erfüllen. Gewinnt der FCA am Samstag auf dem Brügglifeld also nicht, dürfte Egli seinen Job los sein.
"Das beste Saisonspiel"
Bei seiner Analyse überraschte Hans-Peter Zaugg, als er den erstaunten Journalisten sagte, aus seiner Sicht habe "YB heute die beste Saisonleistung gezeigt". Gewiss haben die Berner den Ball gut laufen gelassen und wussten bis 25 Meter vor dem Tor zu überzeugen. Danach stimmte allerdings kaum ein einziger Pass mehr. Während 90 Minuten spielten sich die Young Boys nur eine einzige Strafraumszene heraus, bei der Marco Schneuwly in der 92. Minute nur knapp scheiterte.
Ein sichtlich ratloser Pirmin Schwegler, der wiederum zu den besten Bernern gehörte, sagte nach der Partie: "Faktisch haben wir mit Neri, Varela und Raimondi mit einem Dreimannsturm gespielt. Ich bin enttäuscht, dass wir damit keinen Treffer erzielen konnten". Schwegler hofft für die Zukunft "vorallem auf Tore nach Standardsituationen", denn diese habe man "in Hülle und Fülle" gehabt.
Zaugg sicher im Sattel
Obwohl YB auch im zweiten Heimspiel enttäuschte, dürfte der Coach nach wie vor über einen sicheren Rückhalt verfügen. Sportchef Marcel Hottiger stärkte Zaugg nach dem Spiel den Rücken, als er wütend zu Protokoll gab, dass "die Fans besser die Leistung und den Kampf des Teams honorieren würden, statt das Ensemble auszupfeifen". Nun Dinge zu überstürzen wäre sicherlich auch vermessen. Sollten die Young Boys allerdings auch am kommenden Samstag in Schaffhausen sowie im Wankdorf gegen den FC Zürich (21. August, 16.15 Uhr, SAT 1 Live) erneut straucheln, dürfte die Luft für den Fussballlehrer zunehmend dünner werden. Kann der Vizemeister von 2003/2004 wieder an die starken Leistungen in Yverdon, Marseille oder bei Xamax anknüpfen und findet sich ein probables Mittel gegen die Manndeckung von Hakan Yakin wird YB schon bald wieder Erfolge feiern können - und die Fans ins Stadion locken.
Die YB-Einzelkritik
Marco Wölfli: Wurde nur einmal wirklich geprüft (91. Minute, Schuss von Simo) - reagierte glänzend. Ansonsten bis auf einen Patzer solid. Note: 4,5
Gretar Steinsson: Kaum wieder zu erkennen im Vergleich zur Vorbereitung und dem Marseille-Spiel. Erneut nervös und mit vielen Fehlpässen.
Note: 3
Tiago Calvano: Mal überragend, mal Durchschnitt. Heute zweiteres. Wie immer starkes Stellungsspiel, im Angriff indes ohne Akzente.
Note: 4
Miguel Portillo: Solid und sicher in der Innenverteidigung. Gegen Vorne ebenfalls wirkungslos.
Note: 4
Ronny Hodel: Spielte eine engagierte Partie. Wurde von Mario Raimondi in der Offensive zu wenig unterstützt.
Note: 4,5
Carlos Varela: Der mit Abstand stärkste YB-Protagonist. Versuchte das Spiel an sich zu reissen - blieb im Abschluss jedoch glücklos. Baute gegen Ende des Spiels ab.
Note: 5
Pirmin Schwegler: Das Riesentalent ist eine ideale Nummer sechs und meistert diesen Part auch hervorragend. Spielte unaufällig und gewohnt ballsicher. An ihm lag es heute nicht.
Note: 4,5
Joel Magnin: Wurde vom Coach als zweiter defensiver Mittelfeldspieler eingesetzt. Der Captain konnte sich kaum durchsetzen und blieb blass.
Note: 3
Mario Raimondi: Weit von seiner Bestform aus Thune-Zeiten entfernt. Verlor praktisch jeden Zweikampf und wirkte nicht spritzig.
Note: 2,5
Hakan Yakin: Wurde von Manndecker Gökhan Inler komplett abgemeldet. Hatte wenig von der Partie - seine Pässe wurden stark vermisst.
Note: 3,5
Francisco Neri: War zu oft auf sich alleine gestellt und wirkte isoliert. War bemüht, allerdings ohne wirklich gelungene Aktionen.
3,5
Marco Schneuwly (61. Minute für Neri): Brachte Schwung ins Offensivspiel der Berner, danach ebenfalls isoliert. Wann spielt YB endlich mit zwei "echten" Stürmern?
Note: 4,5
Thomas Häberli (66. Minute für Magnin): Sollte die Rolle Yakin's übernehmen. Er blieb jedoch ohne Bindung zum Spiel und konnte sich nicht für die Stammelf aufdrängen.
Note: 3
_________________ For Ever
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Bier_Boxer
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Verfasst: Donnerstag 11. August 2005, 08:06 |
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Registriert: Mittwoch 11. August 2004, 10:19 Beiträge: 87
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 starchi leischtig herr zaugg - mit 1 stürmer es 0 : 0.......
_________________ Langer Schwede - Kurzer Finn
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mex0r
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Verfasst: Donnerstag 11. August 2005, 11:21 |
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Registriert: Sonntag 16. Mai 2004, 14:39 Beiträge: 801 Wohnort: Bernensis
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bäääh, zum glück spielemer am Samstig uswärts in Schaffhusä, dert funktioniert villech dr "offensiv angsthasefuessball" ala bidu und de hole mer haut wiedermau uswärts 3 pünkt...
hie no mini eher chlini bilanz vo geschter:
+ ä farbigeri Kurve aus gägä GC (aber isch immerno zweni, loooos leute, fahne und DH bastle!!!  )
+ Stimmung war ok...nid überwäutigend, aber guet
+ Schwegler: wär hät dänkt dass usgrächnet DÄ iichouf so wird iischlah? wieder mau sackstarcki leistig vom ihm xi...
+ Wölfli het kes goal brcho...
- Bidu: Einstellung des Teams auf dem Rasen, Taktik, Spielsystem, Auswechslungen....also praktisch alles
- es wird eine Tatsache werden (der FCB mal ausgenommen), dass der Gast im Wankdorf einfach mal kein Tor kriegen will und hinten reinstehen wird....
- es Unentschiede gägnes mittuklassnigs team...!
- ...aber wär 15 corner nid cha verwärte het z gwinne leider o nid so verdient 
Zuletzt geändert von mex0r am Donnerstag 11. August 2005, 11:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Gonzo
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Verfasst: Donnerstag 11. August 2005, 11:25 |
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Registriert: Freitag 21. Mai 2004, 10:37 Beiträge: 3822 Wohnort: Bern
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Zitat: Gretar Steinsson: Kaum wieder zu erkennen im Vergleich zur Vorbereitung und dem Marseille-Spiel. Erneut nervös und mit vielen Fehlpässen. Note: 3
Steinsson hat enorm abgebaut in letzter Zeit. Wieso hat Gretzky keinen Zug mehr nach vorne wie früher? Spielte gestern meist quer, erst gegen Schluss spielte er nach vorne.
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