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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. März 2021, 09:32 
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Jetzt spricht FCB-Boss Burgener

«Der Tag der Abrechnung wird kommen»

Nach dem 1:1 gegen YB nimmt FCB-Besitzer Bernhard Burgener gegenüber SRF Stellung zur Unruhe um den Klub – und spricht Klartext.

Der Punktgewinn gegen YB ist aus Basler Sicht die erste positive Meldung seit Tagen! Das rotblaue Chaos unter den Tisch kehren vermag es aber freilich nicht. Erst die sportliche Krise, dann die Beurlaubung von Captain Valentin Stocker am Montag, der grosse Fanprotest am gleichen Tag in der Innenstadt. Und darüber hinaus auch noch Gerüchte über eine Übernahme ausländischer Investoren.

Nach dem 1:1 gegen YB steht FCB-Boss Bernhard Burgener vor die SRF-Kamera:

Burgener über die Übernahmegerüchte:

«Ich habe immer gesagt: Der FC Basel wird in Basler Händen bleiben. Ich sehe es als meine zentrale Aufgabe, dafür zu sorgen, dass es der Mannschaft gut geht, dass die Mitarbeiter alle ihre Löhne pünktlich bekommen und dass wir überleben. Es sind schon viele Personen auf mich zugekommen, die den Klub kaufen wollten. Und ich kann ihnen sagen: Die grösste Klappe hatten diejenigen, die kein Geld haben. Ich bin der Letzte, der Nein sagt, wenn jemand mit einer besseren Idee kommt. Aber da geht es um die Nachhaltigkeit, nicht den Kaufpreis.»
Burgener über die Spekulationen um einen Einstieg ausländischer Investoren:

«Es befinden sich viele auf dem Glatteis. Alle hacken jetzt auf den FCB. Aber wir werden da gestärkt herauskommen. Der Tag der Abrechnung wird kommen. Ich freue mich darauf. Dann müssen einige Journalisten ihre Quellen prüfen. Wenn man immer nur halbe Sachen erzählt, kann schnell ein falsches Bild entstehen.»

Burgener über die Stocker-Affäre:

«Wir haben ihn beurlaubt, nicht freigestellt. Er ist immer noch Spieler der ersten Mannschaft – und hat einen laufenden Vertrag. Es wurden dazu Sachen berichtet, die an der Realität vorbei gehen. Dazu ist er ja noch verletzt. Wir führen jetzt Gespräche mit ihm und dann schauen wir weiter.»


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 80318.html

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. März 2021, 09:35 
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Timm Klose: «Es ist nicht einfach, wenn einem der Captain weggenommen wird»

Im ersten Spiel nach der Beurlaubung von Valentin Stocker erkämpfte sich der FCB ein 1:1 gegen den Leader aus Bern. Entsprechend zufrieden ist man bei Rotblau.

Auch nach dem Unentschieden gegen den amtierenden Meister und Leader YB war das grosse Thema nach wie vor die Beurlaubung von Valentin Stocker. Es waren turbulente Tage für alle FCB-Spieler.
«Die Medien versuchen, unsere Mannschaft auseinanderzunehmen»

«Es ist nicht einfach, wenn einem der Captain weggenommen wird. Aber das war eine Entscheidung, die Leute getroffen haben. Und wir akzeptieren das als Mannschaft», sagte beispielsweise FCB-Innenverteidiger Timm Klose nach dem Spiel.

Den neuen Captain Pajtim Kasami liess die Berichterstattung der letzten Tage nicht kalt: «Es wird so viel über uns geschrieben. Ich denke, die Medien versuchen, unsere Mannschaft ein wenig auseinanderzunehmen. Wir müssen das aber ausblenden». Nur mit guten Leistungen auf dem Platz könne man aus dieser Situation wieder rauskommen.

Auch FCB-Trainer Ciriaco Sforza bläst in das selbe Horn und erinnerte seine Mannschaft stets daran, dass sie ihren Fokus nur auf den Fussball legen sollte: «Schwierige Tage, schwierige Wochen, das geht nicht seit gestern. Ich sagte ihnen bereits vor zehn Tagen, dass wir uns auf den Fussball konzentrieren müssen. Das ist unser Job, dafür werden wir bezahlt.»
«Die ganze Schweiz hoffte, dass wir verlieren»

Trotz dieser turbulenter Tage brachte der FCB gestern gegen YB eine Reaktion zustande. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung erkämpften sich die Basler ein 1:1-Unentschieden gegen ein starkes YB.

Man könnte schon fast behaupten, es war eine Art Trotzreaktion, wenn man Pajtim Kasami nach dem Spiel zuhörte: «Ich glaube, die ganze Schweiz hoffte, dass wir heute verlieren. Wir haben solidarisch dagegen gekämpft. Auf dem können wir aufbauen. Positiv bleiben und einander helfen. Nur so kommen wir aus dieser Situation raus».

Dabei sah es in der ersten Halbzeit noch nach Einweg-Fussball aus. Der FC Basel stand extrem tief und kam nie wirklich ins Spiel, was sicherlich auch dem fehlenden Selbstvertrauen geschuldet ist. Dennoch ging er dank des Traumtors von Darian Males in Führung. Vor allem positiv war aber die zweite Halbzeit, in der Rotblau zwei gute Möglichkeiten auf das Siegestor hatte und defensiv besser und kompakter stehen konnte.
Pajtim Kasami: «Wir sind nicht frei im Kopf»

«Wir hatten in der ersten Halbzeit kurz Glück, aber meine Mannschaft hat sich danach gut aufgefangen. Sie hat sehr kompakt gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir im Zentrum umgestellt. Dann kamen wir auch vermehrt in die Tiefe und prompt kamen wir zu guten Chancen», analysierte der Cheftrainer das Spiel.

Dass eine der guten Chancen nicht verwertet werden konnte, passt zur aktuellen Situation, findet Pajtim Kasami: «Das ist momentan auch ein bisschen die Situation. Wir sind nicht frei im Kopf. Wir denken zu viel. Ich hoffe, dass jeder diese Leichtigkeit wieder bekommt, damit wir wieder Freude haben und wieder lachen können. Schlussendlich haben wir den besten Job auf dieser Welt und wir müssen es geniessen».

Zurückkehren sollen vor allem wieder die Sicherheit und das Selbstvertrauen. Nun hat Rotblau wichtige Wochen vor sich, in denen er den zweiten Tabellenplatz verteidigen muss. Nur zwei Punkte hinter den Baslern lauern nämlich bereits St. Gallen und Servette. Und die Genfer sind der nächste FCB-Gegner am Samstag, 6. März.


https://telebasel.ch/2021/03/04/timm-kl ... nel=105110

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. März 2021, 09:40 
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YB-Noten: Als Seoanes Haare zu Berge gestanden wären

Die Young Boys dominieren beim 1:1 in Basel über weite Strecken. Sie leisten sich aber auch ungewohnt viele Fehler.

David von Ballmoos – 4,5

Wird von Camara mit einem Rückpass auf die Probe gestellt, besteht die Prüfung. Von Ballmoos spielt gut mit, in der ersten Halbzeit lanciert er einmal formidabel einen Konter über Elia. Wird nach der Pause auch mit den Händen gefordert, besteht diese Prüfungen. Beim Prachtstor von Males chancenlos.

Silvan Hefti – 4,5

Der Rechtsverteidiger läuft viel, und es läuft viel über ihn. Initiiert das 1:1 mit dem Pass in die Tiefe auf Elia. Spielt sich kurz darauf mit Fassnacht durch die Basler Reihen. Hat den schnellen Kalulu mehrheitlich im Griff. In der zweiten Halbzeit nicht mehr so auffällig.

Mohamed Camara – 4

Hätte Trainer Seoane seine Haare nicht mit derart viel Gel fixiert, sie wären ihm ob des Fehlpasses Camaras im eigenen Strafraum Mitte der ersten Halbzeit zu Berge gestanden. Der Innenverteidiger hat Glück, dass die Basler das Geschenk nicht annehmen. Es bleibt der einzige Aussetzer Camaras bei seinem ersten Einsatz nach den Sperren in Leverkusen und Luzern, auch wenn er zuweilen ungestüm agiert. Klärt aber im letzten Moment gegen Kalulu. Prüft in der Schlussphase Lindner aus der Distanz.

Fabian Lustenberger – 3

Wie sauer der Captain auf sich selber ist, ist im St. Jakob-Park unüberhörbar. Der Innenverteidiger leitet das 0:1 durch Males mit einem Fehlpass ein. Es bleibt nicht das einzige Missgeschick Lustenbergers, der sich nach der Pause von Cabral übertölpeln lässt und so eine Grosschance für das Heimteam einleitet. Die zwei Fehler überschatten die Darbietung des Abwehrchefs, die ansonsten solid ist.

Jordan Lefort – 4

Der Linksverteidiger ist weit weniger ins Offensivgeschehen involviert als Hefti. In der Defensivarbeit tüchtig, einmal klärt er einen gefährlichen Corner Zhegrovas mit dem Kopf.

Christian Fassnacht – 4

Traf gegen Leverkusen und in Luzern, startet dementsprechend mit viel Selbstvertrauen in die Partie. Sein früher Hechtkopfball gerät zu zentral, Lindner kann parieren. Als er ein zweites Mal in den Abschluss geht, ist schon die letzte Viertelstunde angebrochen. Es ist ein deutlich unauffälligerer Auftritt des rechten Flügels als zuletzt, wirkt nach Spielende enttäuscht.

Michel Aebischer – 4

Lässt sich nach einem leichten Ellbogenschlag Kasamis an den Kopf theatralisch fallen – das sollte der Mittelfeldspieler nicht nötig haben. Läuft vor dem 0:1 unnötigerweise bis in in den eigenen Strafraum zurück und verliert so Torschütze Males aus den Augen. Hat bei zwei Pässen auf Nsame und einem Freistoss, der das Tor knapp verfehlt, seine besten Aktionen.

Sandro Lauper – 5

Schreibt an seiner bemerkenswerten Comebackstory weiter. Erzielt das 1:1 abgeklärt, es ist sein viertes Tor im neunten Ligaspiel. Eine Trefferquote, um die er von so einigen Stürmern beneidet wird. Zieht die Fäden im Mittelfeld, gegen einen Gegner, der vorab in der ersten Halbzeit enorm tief steht. Einen kleinen Notenabzug gibt es, weil sich Lauper vor dem 0:1 von Males düpieren lässt.

Miralem Sulejmani – 4

Erhält im linken Mittelfeld etwas überraschend vor Ngamaleu den Vorzug. Beginnt beschwingt, darf sich fast im Minutentakt mit Flanken versuchen. Nach einer Viertelstunde findet er so den Kopf von Fassnacht, es ist die beste Chance der Berner bis dahin. Kann an die auffällige Startphase nicht anknüpfen. Weil er die Aktionen fast immer mit dem linken Fuss abschliessen will, ist sein Spiel durchschaubar.

Meschack Elia – 5

Ist mit seiner Agilität im Sturm eine wichtige Anspielstation. Steht so am Ursprung der Chance Fassnachts nach Flanke von Sulejmani, bereitet so das 1:1 durch Lauper vor. Versucht es kurz nach der Pause mit einem Schlenzer aus der Distanz, verfehlt das Tor deutlich. Baut dann bis zu seiner Auswechslung ab.

Jean-Pierre Nsame – 4,5

Erhält wie in Luzern den Vorzug vor Jordan Siebatcheu. Und sorgt sofort für Betrieb in der Basler Abwehr. Legt für Elia ab und für Camara auf. Als er dann erstmals selbst in den Abschluss geht, verfehlt Nsame mit dem Kopf knapp. Bleibt der gefährlichste YB-Spieler, auch wenn ihm bei seinen Aktionen die Entschlossenheit abgeht.

Felix Mambimbi – keine Benotung

75. Minute für Elia.

Nicolas Ngamaleu – keine Benotung

75. Minute für Sulejmani.

Vincent Sierro – keine Benotung

81. Minute für Lauper.

Fabian Rieder – keine Benotung

81. Minute für Aebischer.


https://www.bernerzeitung.ch/yb-noten-a ... 1135292519
Jordan Siebatcheu – keine Benotung

81. Minute für Fassnacht.

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 Beitrag Verfasst: Donnerstag 4. März 2021, 15:45 
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04.03.2021

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Youngster trifft auf Position des Ex-Captains

Males macht beim FCB den Stocker!

Der FCB zeigt nach dem Rauswurf des Captains Charakter. 1:1 gegen ein starkes YB. Ausgerechnet Stocker-Ersatz Males trifft herrlich.

Man schliesse die Augen und stelle sich vor, es wären Fans im Joggeli gewesen. Sie hätten richtig Dampf abgelassen, unzählige Transparente gehisst, Boss Bernhard Burgener und CEO Roland Heri zum Teufel gewünscht. So wies der harte Kern der Muttenzerkurve bereits am Montag tat, als die Ausbootung von Fan-Liebling Valentin Stocker öffentlich wurde.

Nicht bekannt hingegen ist, wie die Kurve in der 20. Minute reagiert hätte, als Neuzugang Darian Males (19) wunderbar in die rechte Ecke trifft. Was für ein Traumtor der Leihgabe aus Inter Mailand. Ausgerechnet Males, der die Stocker-Position auf dem Flügel übernimmt. Ausgerechnet jener Mann, den Ciriaco Sforza im Winter unbedingt holen wollte und der nun in seinem zweiten Einsatz zum ersten Mal trifft.

Sforzas Freude aber dauert nur kurz, sechs Minuten später trifft Lauper zum Ausgleich. Und es ist in jenem Moment so, wies meistens ist, seit Sforza beim FCB an der Seitenlinie steht. Vorne kommen die Basler dank individueller Klasse zu Chancen, hinten gerät die Elf arg ins Schwimmen. Camara, Meschack und Fassnacht lassen in der ersten Hälfte zig Chancen liegen, zur Pause lautet die Schussstatistik 3:11. YB fehlt der letzte Wille.

«Darian, hilf ihm, Darian!»

Auch in der zweiten Halbzeit hält YB das Heft in der Hand, drückt den FCB in die eigene Hälfte. Und Sforza, der sich zu Beginn für seine Verhältnisse noch zurückhält, läuft an der Linie plötzlich heiss. «Darian, hilf ihm, Darian!», brüllt der Trainer, auch Captain Kasami wird oft erwähnt. Jene beiden Spieler, die das volle Vertrauen von Sforza spüren, werden am härtesten zurechtgewiesen. Was ebenfalls auffällig ist: Negativ ist der Trainer selten, Fehler seiner Spieler werden vom Coach nur selten hart kritisiert. Oder um es mit Sforza zu sagen: «Positiv bleiben.»

Ein Lebensmotto, an dem er nach dem 1:1 gegen YB festhalten dürfte. Auch weil dem FCB zwölf Spieler verletzt fehlen und Cömert gesperrt ist. Während YB-Coach fünf Mal wechselt und unter anderem echte Verstärkungen wie Sierro, Rieder und Ngamaleu bringt, sitzen bei den Baslern mit Durrer, Chiappetta, Palacios und Co. fast nur Teenager auf der Bank.

Routiniers retten den Punkt

Den Punkt aber erkämpfen die Routiniers. Hinten rettet der 30-jährige Lindner gegen Nsame stark. Der beste Mann auf dem Feld ist aber jener Spieler, der in der laufenden Saison nur selten überzeugen konnte: Timm Klose. Gefühlt zwei Dutzend Mal hält der Abwehrturm seinen Schädel hin. Er wolle «ein Fels» sein, sagt er hinterher. Auf die Suspendierung von Stocker angesprochen, reagiert Klose geknickt: «Es ist schwierig, wenn einem der Captain genommen wird.» Es sei derzeit Unruhe im Verein, aber das müsse man ausblenden.

Dürfte nicht so einfach sein, zumal die Fans auch nach diesem 1:1 gegen YB nicht besänftigt sind. Im Gegenteil. Vor dem Spiel errichten sie in der Stadt ein Mahnmal, um gegen Boss Burgener zu protestieren.


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 80604.html

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