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 Beitrag Verfasst: Samstag 20. Oktober 2018, 22:56 
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Kein Sieger im Spitzenspiel

Die Young Boys und der FC Zürich liefern sich ein spannendes Duell. Beim 3:3 macht YB einen Zweitore-Rückstand wett. Thun gewinnt in Luzern 2:0.

Der FC Zürich brachte die Young Boys im Duell des Zweiten gegen den Ersten an den Rand der zweiten Saisonniederlage. Die Berner aber kämpften sich nach einem 0:2 und einem 1:3 zu einem mehr als verdienten 3:3.

Die Berner sind es seit letztem Winter in der Meisterschaft kaum noch gewohnt, Rückstände wettmachen zu müssen - schon gar nicht Rückstände von zwei Toren. Einen solchen erlebten sie letztmals beim 1:5 in Basel Anfang Mai, als das Meisterrennen schon gelaufen war. Und beim vorletzten Mal geschah es Anfang Dezember 2017, als YB in Thun 1:3 verlor.

In diesem verrückten Abend vor über 12'000 Zuschauern im Letzigrund schien die Messe gelesen, als die Young Boys nach 58 Minuten durch den insgesamt dritten Penalty des Spiels 1:3 ins Hintertreffen gerieten.

Gerade von diesem Moment an hatten jedoch nur noch die Berner das Szepter in der Hand. Innerhalb von fünf Minuten glichen Nicolas Moumi Ngamaleu und Guillaume Hoarau - Roger Assalé bereitete beide Treffer vor - zum 3:3 aus. Die Young Boys drückten bis zuletzt, während die Zürcher nach ihrer sehr guten ersten Halbzeit kaum noch aus ihrer Platzhälfte herauskamen. Die beste - eine sehr grosse - Chance zum 4:3 hatte Hoarau nach 77 Minuten. Aber der Franzose schoss aus acht Meter in günstiger Position darüber.

Starkes YB in Halbzeit zwei

Die ganze zweite Hälfte offenbarte, dass der Leader in diesem Herbst über mehr Möglichkeiten und Fähigkeiten verfügt aus der FC Zürich. Es gab seit längerem keine Halbzeit, in der sich die Mannschaft von Trainer Ludovic Magnin im eigenen Stadion derart stark dominieren lassen musste. Um die Berner zu schlagen, hätten die Zürcher noch vor der Pause ein weiteres Mal zuschlagen müssen. Eine gute Chance hierfür war vorhanden, aber Antonio Marchesano scheiterte mit einem Kopfball nach 43 Minuten knapp.

Die erste Hälfte hatte tatsächlich ein anderes Bild abgegeben. Die ersten Zehn Minuten, nach denen sie 0:2 zurücklagen, waren aus der Sicht der Berner eine schiere Katastrophe. Zuerst kamen sich die Innenverteidiger Steve von Bergen und Sandro Lauper im Mittelkreis in die Quere, sodass FCZ-Stürmer Stephen Odey allen auf David von Ballmoos losziehen konnte. Der Nigerianer bezwang den YB-Goalie mit einem trockenen Schuss in die nahe Ecke.

Wenig später verfolgte Kevin Mbabu den davonziehenden Benjamin Kololli in den Strafraum und stiess diesen leicht in den Rücken. Kololli selbst verwertete den zu Recht verhängten Penalty. Die beide späteren Penaltys - je einer für YB und Zürich - waren vergleichsweise strenge Verdikte.

Goalie verletzt sich früh

Zur miserablen Startphase der Berner gehörte auch der Ausfall von Von Ballmoos. Er stiess mit Verteidiger Andreas Maxsö zusammen und verlor eine Zeitlang das Bewusstsein. Später war er aber ansprechbar. Im Spital wurde eine Hirnerschütterung festgestellt.

YB verhinderte damit die zweite Meisterschaftsniederlage in Folge nach dem 2:3 gegen Luzern vor der Meisterschaftspause. Der Vorsprung in der Tabelle schmolz durch das 3:3 nicht unter zehn Punkte. Neu Zweiter ist Thun, das in Luzern einen 2:0-Auswärtserfolg einfuhr. Dejan Sorgic (64.) und Dennis Salanovic (96.) erzielten die Tore nach der Pause. Wegen einer Gelb-roten Karte gegen Christian Schwegler beendeten die Luzerner das Spiel zu zehnt.

Zürich - Young Boys 3:3 (2:0)

12'663 Zuschauer. - SR Jaccottet. - Tore: 7. Odey (Hekuran Kryeziu) 1:0. 10. Kololli (Foulpenalty) 2:0. 56. Hoarau (Handspenalty) 2:1. 58. Rodriguez (Foulpenalty) 3:1. 64. Moumi Ngamaleu (Assalé) 3:2. 69. Hoarau (Assalé) 3:3.

Zürich: Brecher; Rüegg, Bangura, Maxsö, Pa Modou; Hekuran Kryeziu, Domgjoni; Rodriguez (68. Khelifi), Marchesano (74. Ceesay), Kololli (87 Winter); Odey.

Young Boys:Von Ballmoos (20. Wölfli); Mbabu, Lauper, Von Bergen, Benito; Moumi Ngamaleu (75. Fassnacht), Sow, Sanogo, Sulejmani (87. Nsame); Assalé, Hoarau.

Bemerkungen: Zürich ohne Palsson, Aliu, Kempter, Rohner und Omeragic (alle verletzt). Young Boys ohne Wüthrich und Lotomba (beide verletzt). Von Ballmoos verletzt ausgeschieden (Hirnerschütterung nach Zusammenstoss). 33. Pfostenschuss Hoarau. Verwarnungen: 37. Rüegg (Foul), 40. Sow (Foul), 46. Odey (Foul), 61. Sanogo (Foul), 61. Wölfli (Reklamieren), 61. Pa Modou (Reklamieren), 73. Hekuran Kryeziu (Foul), 91. Von Bergen (Foul).


https://www.20min.ch/sport/fussball/sto ... e-22500042

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 Beitrag Verfasst: Samstag 20. Oktober 2018, 23:00 
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Kein Sieger im Spitzenspiel

Die Young Boys und der FC Zürich liefern sich ein spannendes Duell. Beim 3:3 macht YB einen Zweitore-Rückstand wett. Thun gewinnt in Luzern 2:0.

Es war, zumindest nominell, das derzeit absolute Spitzenspiel im Schweizer Fussball – der Erste und Meister kam zum Zweiten. An Unterhaltungswert und Spannung wurde das Ereignis diesen Ansprüchen gerecht: Die zehn Verwarnungen, zu denen die eine oder andere rote Karte hätte hinzukommen können, und die drei Elfmeter dazu sind ein deutlicher Hinweis auf die Emotionalität des Spiels. Die Zahlen zum Spannungsgehalt lieferte die Torfolge: Nach zehn Minuten führte der FCZ 2:0, nach zwanzig hatte YB auch noch seinen Torhüter wegen einer Gehirnerschütterung und einer Fraktur an der Nase verloren. Aber die Berner holten Mitte der zweiten Halbzeit ein 1:3 auf. Der Meister hatte nun mehr Reserven, den Siegestreffer schaffte er doch nicht mehr.

Es war also ein an Zweikämpfen, aber auch an guten Aktionen reiches Spiel, mit «manchen strittigen Entscheidungen des Schiedsrichters, die mal so oder so hätten fällen können», so formulierte es YB-Trainer Gerardo Seoane. Am auffallendsten waren die drei Elfmeter, die streng waren wie der erste (gegen YB) und vielleicht auch der zweite (das Hands gegen den FCZ). Kein Penalty war der dritte (wieder gegen YB). Aus Zürcher Perspektive hätte es den Berner Sekou Sanogo wegen eines harten Fouls nach einer Stunde oder Steve von Bergen mit einem Platzverweis treffen können. Für von Bergen kam die erste Verwarnung, kurz vor Schluss, gnädig spät. Sanogos Foul an Hekuran Kryeziu musste man wirklich nicht mit Rot ahnden. Die Zürcher und ihr Trainer Ludovic Magnin liessen deutlicher durchblicken, sich durch den Schiedsrichter benachteiligt zu fühlen, auch wenn sich Magnin in seinen offiziellen Äusserungen zurückhielt.

Unbestritten war immerhin, dass das Unentschieden – wieder in den Worten Seoanes – «gerecht war». Nach einer ersten Halbzeit, in der die Vorteile grundsätzlich bei den Zürchern lagen, nach einer zweiten Hälfte mit meisterlicher Dominanz der Berner. Nachdem Seoane die Dinge so zusammengefasst hatte, fügte Magnin bei: «Ich habe es genau so gesehen.»

Die Berner waren längere Zeit keineswegs meisterlich, weil ihnen zu viele Fehler unterliefen – beispielsweise ihrem Abwehrzentrum mit Altmeister von Bergen und Nachwuchsmann Sandro Lauper. Kevin Mbabu brauchte zudem nach seiner Verletzungspause ebenfalls länger, um einigermassen ins Spiel zu kommen. Schon nach zwanzig Minuten stand auch fest, dass YB seine Mannschaft fürs Champions-League-Treffen mit Valencia am Dienstag umstellen muss: Am Kopf sehr hart mit dem FCZ-Dänen Andreas Maxsö zusammengestossen, fällt Torhüter David von Ballmoos mit einem Bruch in der Nase und, vor allem, einer Gehirnerschütterung aus.

Der FCZ hielt nicht durch, was er eine Halbzeit lang gezeigt hatte. Benjamin Kololli war daran beteiligt, anfangs stark, in der zweiten Halbzeit kaum noch zu sehen. YB hat, das liess sich wieder mal an den Einwechslungen in der Offensive erkennen, mehr Potenzial. So gesehen ist für jede Mannschaft ein Punktgewinn gegen den Meister ein Erfolg – auch nach 2:0 und 3:1, das einen auf mehr hoffen lässt. Aber eben auch nach einer zweiten Halbzeit, «in der wir gute Mentalität bewiesen», wie sich Seoane freute.


https://www.nzz.ch/sport/viele-tore-und ... ld.1429794

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 Beitrag Verfasst: Samstag 20. Oktober 2018, 23:08 
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gute besserung david

das spiel war verrückt, zehn gelbe karten und drei elfmeter! ich persönlich hätte nur den ersten penalty gepfiffen, hier muss sich mbabu cleverer verhalten. die beiden anderen elfmeter sind lächerlich. schlussendlich ist ein unentschieden ein gerechtes resultat.


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 Beitrag Verfasst: Sonntag 21. Oktober 2018, 10:55 
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Nach irrem Spitzenspiel gegen YB

FCZ-Trainer Magnin kritisiert Schiri-Leistung

«Ich bin der Buhmann, wenn ich etwas sage», erklärt FCZ-Coach Ludovic Magnin nach dem hektischen 3:3 gegen YB. Aber seine Meinung zu Schiri Jaccottet deponiert Magnin dann doch noch klar.

Das Super-League-Topduell zwischen dem FCZ und YB ist ein Knaller und endet 3:3. Alles ist drin: Sechs Tore, drei Penaltys, 10 gelbe Karten, viel Hektik – und viele umstrittene Szenen!

YB-Trainer Gerry Seoane sagt: «Viele der umstrittenen Szenen hätte man so oder so auslegen können.» FCZ-Coach Ludovic Magnin ist da aber anderer Meinung.

Zwar will er aus Selbstschutz keine von Schiri Adrien Jaccottet gepfiffene Szene konkret ansprechen: «Ich bin der Buhmann, wenn ich etwas darüber sage. Ich sage nur: Die Zuschauer im Stadion und die Zuschauer am Fernsehen haben es alle gesehen. Es gibt also genug Leute, die es bewerten können!»

Rot gegen Sekou Sanogo?

Was Magnin meint: Der Handspenalty, als Kevin Rüegg aus nächster Nähe einen Schuss an den angelegten Arm bekommt, ist keiner. Dazu schrammt YB-Terrier Sekou Sanogo an einem Platzverweis vorbei, als er Hekuran Kryeziu böse zwischen die Beine tritt. Allerdings ist auch der zweite Elfer für Zürich, als Steve von Bergen Roberto Rodriguez angeht, nicht zwingend ein Pfiff wert.

Aber Magnin sagt angesichts der verspielten Zwei-Tore-Vorsprungs: «Wir haben das Spiel mental aus der Hand gegeben nach diesen umstrittenen Entscheidungen.» Für Magnin hätte neben Sanogo auch von Bergen nach mehreren gelb-würdigen Fouls vom Platz gehört. «YB darf dieses Spiel nicht zu elft und auch nicht zu zehnt beenden», sagt Magnin.

Und der emotionale FCZ-Trainer fügt dann doch noch eine heftige Schiri-Kritik an: «Wir haben in der Schweiz bei der Spielleitung gewisse Probleme, wenn ein Match dieses Niveau und diese Intensität hat!»


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 03940.html

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 Beitrag Verfasst: Sonntag 21. Oktober 2018, 13:57 
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YB-Noten: Assalés Assists

Die Abwehr der Young Boys patzt in Zürich (3:3), die Offensive steigert sich stark.

David von Ballmoos: ohne Note
Verletzte sich nach 16 Minuten, als die Köpfe von ihm und FCZ-Verteidiger Andreas Maxsö zusammenprallten. Der Goalie war kurz bewusstlos und trug eine Gehirnerschütterung sowie einen Nasenbeinbruch davon.

Kevin Mbabu: Note 3,5
Nach Verletzungspause kehrte der Rechtsverteidiger mit Stolperstart zurück. Verursachte den frühen Elfmeter zum 2:0 für Zürich, lange Zeit offensiv ungewohnt zurückhaltend. In der Schlussphase dann besser.

Steve von Bergen: Note 3,5
Der Captain sah beim ersten Gegentor schlecht aus, hätte wegen mehreren Fouls auch Gelb-Rot sehen können. Verschuldete den zweiten FCZ-Penalty, wobei dieser ein Geschenk von Schiedsrichter Adrien Jaccottet war. Rettete kurz vor Schluss stark gegen Assan Ceesay.

Sandro Lauper: Note 2,5
Durfte diesmal in der Innenverteidigung ran - und war deutlich weniger präsent als in seinen ersten Partien diese Saison. Schwach vor dem 1:0, sehr schwach vor dem 2:0, auch sonst mit Mühe.

Loris Benito: Note 4
Auch er fand lange nicht ins Spiel, mit einigen ungenügenden Hereingaben. Später verbessert, schlug die Flanke vor dem 3:2.

Djibril Sow: Note 5
Taute nach zögerlichem Beginn auf, verteilte die Bälle klug, Antreiber mit starken Laufwegen.

Sékou Sanogo: Note 4,5
War wie immer in viele Zweikämpfe verwickelt. Bewies dabei seine Robustheit. Bei seinem harten Einsteigen gegen Hekuran Kryeziu, das die Zürcher sehr aufregte, wäre ein Platzverweis möglich, aber streng gewesen. Erzielte ein Kopftor, stand aber hauchzart im Abseits.

Miralem Sulejmani: Note 4
Steigerte sich wie viele Teamkollegen, ohne zu brillieren. Gab aber nie auf, viel unterwegs, vergab wie Sow und Hoarau in der Schlussphase das vierte Berner Tor.

Nicolas Ngamaleu: Note 5
Unterstrich seine gute Form, wenn er zielstrebig agierte, wusste er zu gefallen. Sein Schuss führte zum Handelfmeter und dem 1:2-Anschlusstor. Erzielte den zweiten Berner Treffer, wobei den Kopfball aus zwei Metern ins leere Tor auch jeder Amateurkicker verwandelt hätte.

Roger Assalé: Note 5
Tat sich längere Zeit schwer. Später wirblig, ballsicher, dribbelstark. Der kleingewachsene Stürmer bereitete das 3:2 Ngamaleus mit dem Kopf klug und das 3:3 Hoaraus mit einem Steilpass magistral vor.

Guillaume Hoarau: Note 5
Der Torjäger hätte vor der Pause ein Tor erzielen müssen, traf aber nur den Pfosten. Verwandelte den Elfmeter zum 2:1 stilsicher und traf zum 3:3 mit bemerkenswerter Coolness. Beinahe wäre ihm noch das 3:4 gelungen, nach Flanke Mbabus aber schoss er über das Tor.

Marco Wölfli: Note 4,5
20. Minute für von Ballmoos. Mit erstaunlich wenig Arbeit. Die Torhüterlegende wirkte sicher, wurde nur einmal durch einen Penalty von Roberto Rodriguez bezwungen.

Christian Fassnacht: Note 4,5
75. Minute für Ngamaleu. Der Neo-Nationalspieler sass überraschend auf der Bank. War sofort im Spiel, torgefährlich und mit vielen Ballkontakten.

Jean-Pierre Nsame: ohne Note
87. Minute für Sulejmani.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/28891450

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Oktober 2018, 11:59 
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22.10.2018

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Nach dem Drama um YB-Goalie Von Ballmoos

Marco Wölfli (36) gibt sein Champions-League-Debüt!

YB-Goalie David von Ballmoos verletzt sich im Spitzenkampf gegen den FCZ böse. Das hat Folgen für das wegweisende Spiel der Berner in der Königsklasse gegen Valencia.

Es ist ein furchterregendes Bild im verrückten 3:3-Spitzenspiel zwischen Zürich und Meister YB: FCZ-Verteidiger Andreas Maxsö und David von Ballmoos (23) knallen in der ersten Halbzeit voll mit den Köpfen gegeneinander. Beide bleiben groggy liegen, der YB-Goalie ist sogar kurz bewusstlos, ausserdem blutet seine Nase.

Rasch ist klar: Der Keeper muss raus, er wird durch Goalie-Oldie Marco Wölfli (36) ersetzt. Und Von Ballmoos? Der Goalie wird noch während der ersten Halbzeit von einem Krankenwagen mit Blaulicht beim Stadion abgeholt und ins Spital gebracht.

Kurz nach dem spektakulären 3:3 im Letzigrund ist die Diagnose bereits klar: Der Unglücksrabe nimmt aus Zürich eine schwere Gehirnerschütterung und einen Nasenbeinbruch mit.

Ein schwacher Trost für Von Ballmoos, dass er nach dem Spiel rechtzeitig zurück vom Spital ist und mit der Mannschaft zurück nach Bern fahren kann: Mindestens für den Champions-League-Hit am Dienstag gegen Valencia und wohl auch das Sion-Spiel am Sonntag fällt er aus.

Damit ist klar: Nach dem ersten Super-League-Einsatz in dieser Saison folgt nun drei Tage danach sogleich der Gang auf die ganz grosse Bühne für YB-Legende Wölfli! Er kommt im Alter von 36 Jahren zum Debüt in der Königsklasse. Wer hätte sowas noch für möglich gehalten, als Wölfli zum Symbol für das ewige YB-Scheitern in Titelkämpfen wurde und dann auch noch den Nummer-1-Status verlor?

Trainer Gerry Seoane sagt: «Ich denke nicht, dass es David reichen wird. Eine Gehirnerschütterung dauert sicher eine Woche bis zehn Tage. Aber wir haben immer gesagt, dass wir auf der Goalieposition ein Luxusproblem haben. Marco wird diese Aufgabe am Dienstag sicher gut meistern!»


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 04204.html

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Oktober 2018, 12:04 
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22.10.2018

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YB ist gelassen nach der Schlacht

Im Gegensatz zu FCZ-Trainer Ludovic Magnin reagiert YB souverän auf das 3:3 im emotionalen Spitzenkampf. Am Dienstag treffen die Young Boys zu Hause auf Valencia.

Wer wissen will, warum bei den Young Boys seit längerer Zeit bemerkenswerte Ruhe herrscht, erhält am Samstagabend Anschauungsunterricht. Das 3:3 zwischen Zürich und YB in einer wilden Achterbahnfahrt hat tiefe Spuren hinterlassen, physisch wie mental. Beide Parteien sind unzufrieden mit Referee Adrien Jaccottet.

Gerardo Seoane sagt: «Es gab viele strittige Situationen. Das Spiel war aber beste Unterhaltung für den Schweizer Fussball. Und das Ergebnis ist gerecht.» Zwei Meter neben Seoane sitzt Ludovic Magnin. Er ist patzig, verärgert, unfreundlich. Und er sagt: «Ich sage nichts zum Schiedsrichter, jeder hat ja gesehen, was passiert ist.»

Während YB-Trainer Seoane einen gelassenen Eindruck hinterlässt und das hitzige Geschehen professionell Revue passieren lässt, ist FCZ-Coach Ludovic Magnin, wie der Fussballer Ludovic Magnin war: temperamentvoll, aggressiv, leidenschaftlich. Es hilft in solchen Momenten nicht, souverän zu sein.

Magnin will nichts sagen und sagt später dann doch dies und das gegen die Spielleiter, die seiner Meinung nach die Hauptschuld daran tragen, dass Zürich nach früher 2:0-Führung nicht gewann.

YB hätte das Spiel nicht zu elft und auch nicht zu zehnt beenden dürfen, findet er beispielsweise, Platzverweise wegen harten Einsteigens sowie mehrerer Fouls hätte es gegen Sékou Sanogo, Steve von Bergen und Kevin Mbabu geben müssen. Das ist Ansichtssache und nicht total abwegig, aber in einer Partie mit derart vielen heiklen Szenen auf beiden Seiten wirken Magnins Vorwürfe stillos.

Sinnbild Seoane

Auch die Young Boys könnten sich beklagen nach einem Gipfeltreffen, das teilweise einer Fussballschlacht glich, mit sechs Toren und zehn Verwarnungen, vielen Debatten und zahlreichen Geschichten. Etwa über die zwei Elfmeter, die Zürich erhielt, wobei jener, der zum 3:1 führte, die krasseste Fehlentscheidung des Abends darstellte.

Captain Steve von Bergen verpackt sein Unverständnis in der humorvollen Aussage, die Zürcher seien wohl zweimal wegen starker Windverhältnisse umgefallen. Und natürlich machen Erfolge grundsätzlich gelassener, die Young Boys können mit dem spektakulären Unentschieden besser leben als der FCZ, der weiter elf Punkte hinter dem Leader liegt.

Seoane blieb auch während des Spiels, als sein Team lange Zeit in Rücklage lag, an der Seitenlinie jederzeit entspannt. Magnin und sein Assistent René van Eck dagegen führten sich auf wie zwei Rumpelstilzchen. Wenn man möchte, könnte man ihren Auftritt peinlich finden.

Mit der Abgeklärtheit des Meisters, Dominators und Champions-League-Teilnehmers gehen die Young Boys durch diese Saison. Gerardo Seoane ist Sinnbild für diese Besonnenheit. Er gibt sich sachlich, lamentiert nicht, kritisiert die Seinen sogar aufrichtig, wenn es angebracht ist. «Unsere Defensivleistung muss klar besser werden.» Seine Verteidigung startete in Zürich mit einem Patzerfestival, aber sie fing sich auf.

YB dominierte das Geschehen ab Mitte der ersten Halbzeit und vor allem nach der Pause total, war spielerisch besser, druckvoller, physisch klar überlegen. Vielleicht wird Ludovic Magnin das seinen Spielern nach der Videoanalyse auch mitteilen.

Am Samstag meint er zum Auftritt der Young Boys flapsig: «Die haben einfach nur lange Bälle nach vorne gehauen.» Das ist ein exklusiver Ansatz – zumal YB in 11 Partien 24 Tore mehr als der FCZ erzielt hat.

Von Ballmoos verletzt

Schleunigst in den Griff bekommen aber muss Seoane die YB-Defensivprobleme. Erneut kassierte sein Team drei Gegentreffer. Diesmal spielte der talentierte Sandro Lauper neben von Bergen, weil der talentierte Mohamed Ali Camara einige Fehler begangen hatte. Auch Lauper überzeugte für einmal nicht.

Und Grégory Wüthrich, Anfang Saison im Von-Bergen-Partner-Casting die Nummer 1, ist nach Verletzungspause erst seit kurzem wieder belastbar. Auch er ist ein Versprechen für die Zukunft, aber in der Gegenwart geht es morgen in der Königsklasse gegen das kriselnde Valencia.

Die Besetzung der zentralen Abwehr ist dabei noch offen. David von Ballmoos wird sicher nicht im Tor stehen. Er war nach einem heftigen Köpfezusammenprall mit Zürichs Andreas Maxsö (der ziemlich rüde in das Luftduell gestiegen war) kurz bewusstlos und erlitt eine Gehirnerschütterung sowie einen Nasenbeinbruch. Seine Ausfalldauer ist unbekannt, gegen Valencia darf Marco Wölfli mit zarten 36 seine Champions-League-Premiere feiern.

Der Routinier hatte schon im Frühling von einer Von-Ballmoos-Verletzung profitiert. Es würde zu diesem YB-Jubeljahr passen, sollte Wölfli seiner märchenhaften Comeback-Geschichte am Dienstagabend ein weiteres Kapitel anfügen.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/uefa ... y/24612243

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 Beitrag Verfasst: Montag 22. Oktober 2018, 12:05 
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Spektakel als Sieg für die Liga

Die Young Boys und der FC Zürich liefern sich ein tolles Gipfeltreffen.

Vor dem Spitzenspiel dachten viele: Ein Sieg des FCZ wäre ganz gut für die Liga – damit der souveräne Leader YB zurückgebunden wird. Und dann: 1:0 nach 7 Minuten. 2:0 nach 10 Minuten und einem zweifelhaften, knapp vertretbaren Elfmeter, nachdem Benjamin Kololli von Kevin Mbabu leicht zu Fall gebracht wurde. Die YB-Defensive ist vorerst sehr indisponiert, vielleicht wird der Super League an der Spitze tatsächlich ein wenig Spannung eingehaucht.

Es ist der Prolog zu einer aufregenden Veranstaltung, in der die Young Boys nach der Pause unter Beweis stellen, warum sie die Nummer 1 des Landes sind. Sie sind nun klar besser, physisch ohnehin, und sie erhalten zu Beginn der zweiten Hälfte einen zweifelhaften, eher nicht vertretbaren Elfmeter zugesprochen, nachdem Kevin Rüegg von einem Schuss Nicolas Ngamaleus an den Händen getroffen wurde.

Guillaume Hoarau sagt Merci. Keine 2 Minuten später führt Zürich 3:1, nach einem zweifelhaften, kaum vertretbaren Elfmeter – Steve von Bergen soll Roberto Rodriguez gefoult haben. Auch Rodriguez gibt sich aus elf Metern keine Blösse.

YB näher am Sieg

YB ist nicht geschlagen und schlägt blitzschnell zurück. Roger Assalé bereitet sofort das 3:2 und bald auch das 3:3 vor, Ngamaleu und Hoarau sind die Torschützen. Und nun wackelt der FCZ noch stärker, es sind Hoarau, Miralem Sulejmani und Djibril Sow, die das 3:4 verpassen. Gastgeber Zürich liegt wie ein Boxer in den Seilen, angeschlagen und kurz vor dem K. o.

Er wankt, aber er fällt nicht und zittert sich irgendwie über die Runden – und erhält kurz vor Ende des intensiven Kampfes tatsächlich die Gelegenheit zum Lucky Punch. Auf einmal taucht der eingewechselte Assan Ceesay alleine vor dem YB-Tor auf, wird aber von Steve von Bergen stark am Abschluss gehindert.

Kurz darauf ist die aufwühlende Begegnung zu Ende. Im Fussball gibt es keinen Punktsieger, das 3:3 ist ein passendes Ergebnis. Und einen Gewinner kennt das Riesenspektakel trotzdem auf jeden Fall: die Liga, die einen grossartigen Spitzenkampf erlebt hat.


https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/25338374

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