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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Dienstag 18. September 2018, 22:43 |
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17.09.2018  Zitat: Ein halbes Jahr nach tragischem Flugzeug-Absturz
So speziell war das Premieren-Duell zwischen YB und ManUtd
YB gegen Manchester United ist keine Premiere. 1958 traf man sich erstmals. Unter ganz speziellen Umständen.
1958 war das für YB erfolgreichste Jahr der Klubgeschichte. Bis 2018. Man holte den achten Meistertitel. Und erreichte dank Erfolgen gegen MTK Budapest und Wismut Karl-Marx-Stadt den Halbfinal im Meistercup. Wo im April 1959 das legendäre Spiel gegen das damalige Starensemble von Stade Reims vor wohl 70'000 Fans stieg.
Möglich wurde dieser Erfolg, weil in der ersten Runde … Manchester United wartete. Die Uefa hatte das leidgeprüfte ManUtd trotz Platz neun in der Liga für den Europacup nominiert. Im Februar war das Flugzeug mit dem Team von Manchester an Bord in München in Flammen aufgegangen. 23 Passagiere starben. Darunter acht Fussballprofis.
2:0-Sieg vor 20'000 Zuschauern
Die englische Liga verbot ManUtd jedoch die Teilnahme am Europcaup und drohte dem Klub mit einer Sperre, sollte er zusagen. Das nahm YB seinerseits zum Anlass, die Engländer zu einem Freundschaftsspiel nach Bern einzuladen. Der Starklub von der Insel nahm an, reiste nach der Flugzeug-Tragödie in einer zweitägigen Fahrt mit dem Zug an, Abfahrt ab Piccadily Station in Manchester, und trainierte in Interlaken. Bevor am 24. September das Spiel im Wankdorf stieg. Es war das allererste in Bern unter Flutlicht!
Heinz Schneiter und Geni Meier schossen die Berner vor 20'000 Zuschauern zu einem 2:0-Sieg gegen Bobby Charlton und Co. Mit im Team von ManUtd: Der damalige Rekordtransfer, Stürmer Albert Quixhall, der für die höchste je im britischen Fussball bezahlte Summe von 45 000 £ von Sheffield Wednesday gekommen – und ein Ausfall in Bern war. Sir Matt Busby, der legendäre Coach, der den Flugzeug-Crash schwer verletzt überlebt hatte, war nach dem 0:2 ausser sich. Umso mehr, als er einige seiner Stars beim Zocken um hohe Geldbeträge erwischte …
Im Rückspiel verloren die Berner im Old Trafford vor 30'000 Fans dann 0:3. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 68074.html
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shalako
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Verfasst: Dienstag 18. September 2018, 22:44 |
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18.09.2018  Zitat: Die Maus YB trifft auf den Elefanten Manchester United
Am Mittwochabend beginnt für die Young Boys das erste Champions-League-Abenteuer der Klub-Geschichte. Der Gegner heisst Manchester United – ein Schwergewicht im europäischen Klubfussball mit einem exzentrischen Trainer.
Um eine Antwort ist der Trainer José Mourinho selten verlegen, auch nicht in Momenten, in denen er gelangweilt wirkt und nach der Medienkonferenz davonschlendert, ständig das Kommunikationsgerät bedient und abwesend fast zur falschen Türe läuft. Wie am Dienstag im Stade de Suisse geschehen. Die zuvor gestellte Frage zielt auf Niederlagen ab, die der Maestro in der Champions League 2013 mit Chelsea (0:1) und 2017 mit Manchester United (0:1) in Basel erlitten hat. «Ja, ich habe hier zwei Spiele verloren», sagt er, «aber ich gewinne lieber die Gruppe.» Auf 2018 übertragen heisst das: Wenn ManU in Bern verlieren, aber danach die Gruppe beherrschen sollte, ist alles gut.
Es ist durch jede Ritze ersichtlich, was für ein Brocken des europäischen Klubfussballs zum Auftakt der Champions League in Bern aufkreuzt. Was für ein Rummel auf dem Flughafen in Belp und später mitten in der Stadt Bern herrscht, als der Teambus vor dem Hotel Schweizerhof haltmacht. Nicht weniger als 70 Personen arbeiten mit vollen Pensen in der Kommunikationsabteilung des Grossklubs, der zum Beispiel fünf eigene Kameraleute beschäftigt. Immer wenn YB eine Mail in Richtung Manchester absendet, antwortet darauf eine andere Person. Auch wenn Basel auf ManU traf, lasen sich die Zahlen wie aus einer anderen Welt. Mit YB ist’s noch extremer. Summiert das englische Team inklusive Mourinho 590 Einsätze in der Königsklasse, sind es in den YB-Reihen deren 19, die Loris Benito (1), Guillaume Hoarau (2) und Miralem Sulejmani (16) beisteuern. Der Rest ist Neuland.
Während alle britischen Medienvertreter am Mittag den Ausführungen des YB-Trainers Gerardo Seoane fernbleiben und wenigstens durch das ManU-TV vertreten werden, finden sie sich am frühen Abend ein, als Mourinho ein paar Minuten lang spricht. Die Wette gilt, dass der Kunstrasen auf der Traktandenliste weit oben steht. So ist es. 2010 war in der Champions-League-Qualifikation Tottenham im Hinspiel (2:3) vom Berner Plastik-Terrain überrascht worden, ehe im Rückspiel (4:0) die Korrektur folgte. Der Kunstrasen ist auch am Dienstag das Topthema. Während sich Seoane fast etwas zu entschuldigen scheint, kaschiert Mourinho seine Ablehnung nicht. Doch er möchte nicht, dass «das Terrain zu einer möglichen Ausrede wird».
Statt zu klagen, referiert der Portugiese über Roger Federer – «einer der weltbesten Tennisspieler», der Lieblings-Unterlagen habe, aber auch auf anderen Plätzen gewinnen müsse. Als einzige personelle Vorsichtsmassnahme hält Mourinho die Knie Antonio Valencias vom Berner Plastik fern. Solche Absenzen fallen bei Manchester United nicht weiter ins Gewicht, weil es an Ersatz nicht mangelt. Laut Zahlen des internationalen Zentrums für Sportstudien (CIES) in Neuenburg hat der Klub für sein gegenwärtiges Team 790 Millionen Euro Transfergeld ausgegeben. Auch wenn der Berner Klub derzeit wächst, bleibt er die Maus neben dem Elefanten. Noch viel mehr als Basel. https://www.nzz.ch/sport/die-maus-yb-tr ... ld.1421194
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shalako
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Verfasst: Dienstag 18. September 2018, 22:45 |
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18.09.2018  Zitat: YB-Seoane vor dem ManUtd-Spiel
«Schaffhausen macht uns Mut»
Es ist die allererste PK von YB als Champions-League-Klub. Doch Trainer Gerry Seoane liess das kalt. Wie ihn ohnehin alles kalt zu lassen scheint: «Ich habe keine grossen Emotionen.»
Gerry Seoane, Sie gehen erstmals als YB-Trainer nicht als Favorit in ein Spiel. Was ändert sich mit dieser neuen Ausgangslage? Sie ist in der Tat anders. Wir wollen dennoch aktiv ins Spiel gehen, mutig spielen. Das wird nicht über die ganze Strecke möglich sein. Deshalb wird der Fokus auch auf die Frage gerichtet sein: Wie verteidige ich gegen einen starken Gegner?
Welche Bilder von Manchester United haben Sie Ihrem Team im Vorfeld gezeigt? Wie bei allen Spielen haben wir den Gegner in mehreren Spielen analysiert. Wir haben Bilder gesucht, die eine gewisse Ähnlichkeit haben mit unserer Mannschaft. Und auch solche, die zeigen, dass man Manchester in Schwierigkeiten bringen kann, wenn man die entsprechenden Tugenden auf den Platz bringt.
Romelu Lukaku hat hier in Bern einst drei Tore mit Everton geschossen. Vom welchem Spieler geht aktuell die grösste Gefahr aus? Auf diejenigen Spieler, die Tore schiessen, muss man natürlich speziell achten. Doch wenn ein Klub wie ManUtd kommt, sind es acht Spieler, die torgefährlich sind. Da kann man sich nicht auf einen einzelnen Spieler fokussieren.
Sie haben im Cup zweimal in die Verlängerung gehen müssen. Zuerst in Biel, danach folgte das 1:1 zuhause gegen Dinamo Zagreb. Nun in Schaffhausen. Welche Rolle hat das kräftemässig gespielt? Man kann einen Schluss daraus ziehen: Jedes Spiel muss gespielt werden. In jedem Spiel ist alles möglich. Wir stehen an der gleichen Stelle wie Schaffhausen. Das gibt uns Mut. Zeigt nochmals auf, dass alles möglich ist, wenn man die entsprechende Leistung bringt.
Wie sieht mit Ihrem Innenleben aus am Vortag des grössten Spiels in der Klubgeschichte von YB? Es soll weder ins Positive noch ins Negative ausschweifen. Im Moment habe ich aber keine grossen Emotionen.
José Mourinho hat noch nie auf Schweizer Boden gewonnen. Geht diese Serie weiter? Wir werden alles unternehmen, dass das weitergeht. Wir wissen aber, dass ein grosser Klub mit einem grossen Trainer gegen uns spielt. Die haben den Fussball in den letzten Jahren auf höchstem Niveau geprägt.
Vieles wird von Ihrem Goalie David von Ballmoos abhängen. Wie haben Sie ihn in den letzten Tagen erlebt? Gut, sein letztes Spiel ist sehr lange her, das war am ersten September in Sion. Seine Entwicklung seit seiner Schulterverletzung ist gut. Seine Ausstrahlung ist stark, seine Physis stimmt. Wir werden ihn sicher brauchen, wie es auch eine starke Verteidigung brauchen wird, die ihn beschützt.
Ist der Kunstrasen die Geheimwaffe von YB? Der Rasen ist so, wie er ist. Wir können ihn am Tag vor dem Match jetzt nicht mehr wechseln. Für eine Mannschaft, die sich das nicht gewöhnt ist, ist es sicher ein spezielles Gefühl. Aber wenn man ein Training hier gemacht hat, gewöhnt man sich schnell daran. Vor allem solch grossartige Spieler wie jene von Manchester United. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 70672.html
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shalako
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Verfasst: Dienstag 18. September 2018, 22:48 |
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18.09.2018  Zitat: Mourinho vor YB-Knaller auf Plastik
«Unser Captain spielt nicht – wegen dem Kunstrasen»
Wenn er vor die Medien tritt, ist Unterhaltung garantiert: José Mourinho. Der Manchester-United-Trainer den Journalisten äussert sich in Bern vor dem Champions-League-Knaller gegen YB vom Mittwochabend.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit. Und schönen Abend.
Das wars bereits von einem handzahmen José Mourinho, der nur bei der letzten Frage ein ganz klein wenig bärbeissig wurde. Fast scheint es so, dass ihn die Heimat von Gentleman Roger Federer, den er sehr bewundert, zu einem ebensolchen Auftritt verleitet hat.
Ich kann sie nur daran erinnern, dass ich nur elf Spieler aufstellen kann. Seien Sie glücklich mit jenen, die spielen. Und nicht kritisch mit jenen, die nicht spielen. Rashford steht im Kader, er ist dabei. Aber ich habe Lukaku, Sanchez, Martial, Mata, Rashford, Pogba, Fred. Ich kann nicht alle gleichzeitig aufstellen. Okay, danke. Bye.
Marcus Rashford, spielt er?
Ja, aber wir haben dann die Gruppe gewonnen. Wenn Sie mir nun anbieten, morgen zu verlieren und wir dann die Gruppe gewinnen, dann schlage ich sofort ein!
In der Schweiz haben Sie beide Spiele verloren!
Ein Team, das die Champions League gewinnen will, muss Superqualitäten haben. Es muss gewisse Spiele gewinnen. Nicht alle, aber gewisse. Es ist viel zu früh über unsere Chancen, den Titel zu gewinnen, zu reden, wenn noch noch nicht mal das erste Spiel gespielt ist. Fokussieren wir uns auf das erste Spiel in einer Gruppe, die zu den schwierigsten gehört. Aus meiner Erfahrung ist es so, dass wenn man mal im Viertelfinal steht, jedes Team ein Favorit ist. Jeder riecht dann, dass die Distanz bis zum Ende klein ist. Aber es ist viel zu früh. Es gab letzte Saison genügend Beispiele von Favoriten, welche in der Gruppenphase ausschieden wie Atletico Madrid. Da ist jeder gefährdet!
Verglichen mit letzter Saison, wie schauts aus?
Wirt verbessern uns. Wir finden einen Weg in spezifischen defensiven Situationen. WIr finden die Balance. Wir kreieren uns Chancen. Die sechs Punkte nach zwei Niederlagen sind enorm wichtig. Ich bin glücklich. Ich war aber auch glücklich nach der Niederlage gegen Tottenham, denn wir spielten da schon gut. Auch wenn wir verloren. Und es waren zwei Auswärtsspiele. Ich hoffe, der Auswärtstrend geht weiter.
Sie haben die letzten beiden Spiele gewonnen. Wie beurteilen Sie das Spiel von ManU mittlerweile?
Ich will das nicht gross erörtern vor dem Spiel als mögliche Ausrede. Man weiss: Es ist anders. Was ich zu sagen habe, habe ich an der Auslosung in Genf gesagt. Wir sind in der Schweiz. Wir sind bei einem der besten Tennisspieler aller Zeiten zu Gast. Manchmal ist der grosse Mann auch nicht erfreut, auf einer gewissen Unterlage spielen zu müssen. Er hat auch seine Lieblingsunterlage. Aber er will dennoch gewinnen. Wir müssen das auch so handhaben. Antonio Valencia mussten wir wegen seiner Verletzung beschützen und zu Hause lassen. Aber sonst sind alle dabei. Und wir müssen auch versuchen zu gewinnen!
Frage nach dem Plastik.
Er hat eine Chance zu spielen. Antonio Valencia mag Kunstrasen überhaupt nicht wegen seines Knies. Er ist nicht mitgekommen. So spielt Luke Shaw. Das hatte ich bereits gesagt.
Frage: nicht verstanden.
Da kommt er. Und schaut auf sein Handy beim Betreten des Presseraums.
Das wars bereits mit Spaniens Nationalgoalie David De Gea. Nun warten alle auf The Special One. Auf José Mourinho.
Es ist lange Zeit her, dass wir die Champions League gewonnen haben. Es lief nicht gut letztes Jahr. Das soll nun anders werden. Wir sind bereit, die Champions League zu gewinnen. Es ist aber eine harte Gruppe. Und ein erstes hartes Spiel morgen.
Letzte Saison ging die Champions League für ManU früh zu Ende. Heuer?
Mir ist es egal, was die Kritiker sagen. Völlig egal. Ich konzentriere mich auf meinen Job hier in Manchester.
Hat die WM seine Leistungen beeinflusst?
Es ist einer der besten Klubs der Welt. Ich spüre viel Liebe und Zuneigung und fühle mich wohl.
Wie sieht De Gea seine Zukunft? Er scheint sich bei ManU wohl zu fühlen.
De Gea: Die Mannschaft ist es sich natürlich nicht gewohnt auf Kunstrasen zu spielen. Es wird sicher anders sein. Aber dafür haben wir heute ein Training.
Erste Frage, logisch: Jene nach dem Kunstrasen.
Willkommen zur Pressekonferenz von Manchester United. Teil eins ist mit Goalie David De Gea.
https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 69823.html
_________________ For Ever
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shalako
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Verfasst: Dienstag 18. September 2018, 22:53 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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17.09.2018  Zitat: «Respekt, Leute, Respekt!»
José Mourinho ist der schillernde Trainer von Manchester United – am Mittwoch gibt er sich in Bern gegen YB die Ehre.
Auf einmal ist er nicht mehr Mr. Hyde, sondern Dr. Jekyll. Auf dem Gesicht des Rabauken beginnt sich eine seltene Wärme breitzumachen. José Mourinho verliert die harten Züge, als ihm die Reporterin der BBC berichtet: «Romelu Lukaku hat mir gesagt, dass Sie auf dem Trainingsplatz eine völlig andere Person seien.»
«Ich?», fragt er leicht verblüfft. – «Ja, auf eine gute Art», sagt sie. Er kratzt sich an der linken Backe und beginnt sich zu entspannen: «Die Leute, die mich kennen, mögen mich normalerweise. Aber die Journalisten mögen mich nicht, weil sie mich nicht kennen.» Die Reporterin entgegnet, das gelte für sie nicht. «Gut, für die Mehrheit von ihnen», sagt Mourinho, meint damit nochmals die Journalisten und beginnt fein zu lachen.
Zwei Wochen ist das jetzt her, es hat sich an dem Sonntag zugetragen, als Manchester United in Burnley 2:0 gewinnt und der zweifache Torschütze Lukaku über seinen Trainer sogar noch sagt: «Er ist ein wirklich guter Typ.»
Ein Sieg in Burnley kann für einen Weltclub wie die United nichts Aufregendes sein, aber er tut gut zu einer Zeit, als Mourinho von seinen Lieblingsfeinden unter den englischen Journalisten wieder einmal angezählt wird. Ihnen genügt bereits eine Niederlage, das 2:3 im zweiten Spiel diese Saison in Brighton, um wie der «Daily Telegraph» von Krise zu schreiben und von einem Kader, das sein Vertrauen in den Trainer verliere. Mourinho zahlt es ihnen zurück, indem er bei der Medienkonferenz vor dem folgenden Spiel gegen Tottenham eine halbe Stunde zu früh erscheint und sie nach vier Minuten wieder beendet.
0:3 verliert es die United daheim gegen Tottenham. Mourinho ist deshalb gereizt, wie er das gerne ist, und hält vor den Journalisten drei Finger hoch. «Wissen Sie, was das bedeutet?», fragt er, «drei Premier-League-Titel. Ich gewann mehr Titel als alle anderen 19 Trainer zusammen. Drei für mich, zwei für sie.» Pep Guardiola und sein Vorgänger bei Manchester City, Manuel Pellegrini, kommen auf je einen. «Also», herrscht Mourinho die Runde an, «Respekt, Leute, Respekt, Respekt!»
Eine Frage umweht Mourinho: Hat er seinen Zauber verloren?
55 ist Mourinho inzwischen, aber nicht mehr annähernd so erfolgreich wie bei Porto, Chelsea, Inter Mailand oder Real Madrid. Derzeit umweht ihn die Frage: Hat der Egomane seinen Zauber verloren, seine Erfolgsformel?
Im Sommer 2016, ein halbes Jahr nach seiner Entlassung bei Chelsea, kam er in Manchester an. Er hatte einen Auftrag: die United wieder zu der Grösse zu machen wie zu Sir Alex Fergusons Zeiten. David Moyes und Louis van Gaal waren zwischenzeitlich daran gescheitert. Aber er? Mourinho? Scheitern kommt zumindest in seinem Vokabular nicht vor.
Er kam und sagte: «Mit allem Respekt für alle anderen Trainer in diesem Land: Ich bin der Trainer von Manchester United, dem grössten Club in England.» Die Ausgangslage war reizvoll, weil City als Stadtrivale ebenfalls einen neuen Trainer vorstellte: Das war Pep Guardiola, ausgerechnet. Nach gemeinsamen Jahren in Barcelona als Assistenztrainer und Spieler waren Mourinho und Guardiola zu erbitterten Gegnern geworden.
In der ersten Saison bei der United gewann Mourinho die Europa League und den Ligacup, aber nicht die Meisterschaft. Da wurde er nur Sechster, 24 Punkte hinter Chelsea. Im zweiten Jahr gab es keinen Titel mehr, aber wenigstens den 2. Platz in der Liga, dummerweise 19 Punkte hinter Guardiolas begeisterndem City. Guardiola wurde für seinen Fussball gefeiert, Mourinho dagegen als Verlierer behandelt.
Das tat dem Portugiesen weh: er, ein Verlierer? Nichts kann ihn mehr kränken als dieser Vorwurf.
Mourinho ist der Enkel eines Schiffskochs und der Sohn eines früheren Goalies von Vitoria Setubal. Er ist der Junge, der selbst zu wenig Talent hatte, um seinem Vater nachzueifern, und darum Trainer geworden ist. Er begann seinen Weg als Assistent und Dolmetscher von Bobby Robson bei Sporting Lissabon, beim FC Porto und bei Barcelona, bevor er Anfang 2002 Cheftrainer bei Porto wurde und innert zweieinhalb Jahren zweimal die Meisterschaft, den nationalen Cup, den Uefa-Cup und die Champions League gewann.
«Ich hatte grossen Erfolg. Das wollen sie nicht anerkennen»
Der Oligarch Roman Abramowitsch holte ihn im Sommer 2004 zu Chelsea. Zur Begrüssung sprach Mourinho die Worte, die legendär geworden sind: «Chelsea hat eine Topmannschaft. Und, entschuldigen Sie, wenn das arrogant klingt, Chelsea hat vor allem einen Toptrainer.» Er bezeichnete sich als der «special one», der Besondere.
Gut 14 Jahre sind seither vergangen. Mourinhos Haar ist längst grau geworden. Immerhin ist die Titelsammlung so gewachsen, dass er heute sagen kann: «Ich gewann acht Meisterschaften. Ich bin der einzige Trainer der Welt, der in Italien, Spanien und England Meisterschaften gewann.» Es gibt auch nicht viele Trainer, die mit zwei verschiedenen Clubs die Champions League holten. Ihm gelang das mit Porto (2004) und Inter (2010). In seinem Palmarès führt er 25 Titel.
Aber was ist nun mit der verpassten Premier League in der letzten Saison? Diesem 2. Platz hinter Guardiola eben? Mourinho behauptet: «Ich hatte grossen Erfolg. Das ist das, was die Journalisten nicht anerkennen wollen. Es ist wichtiger, was ich denke, als was sie denken. Die letzte Saison ist eine meiner grössten Leistungen.» Im Sommer wollte er neue Spieler, vor allem einen neuen Innenverteidiger. Er dachte an Raphäel Varane von Real, Harry Maguire von Leicester, Toby Alderweireld von Tottenham und Jérôme Boateng von Bayern München. Bekommen hat er keinen, sie waren zu teuer, wie der mit 100 Millionen Franken masslos überbewertete Maguire, oder schon gar nicht erst interessiert.
Mourinho jammert deshalb. So ist er halt und vergisst, dass er in zwei Jahren Spieler für 480 Millionen bekam. Unter ihnen sind nicht nur Paul Pogba oder Romelu Lukaku, sondern auch Victor Lindelöf und Eric Bailly. Das sind die beiden Innenverteidiger, die Mourinho für zusammen 80 Millionen unbedingt wollte und mit denen er inzwischen nicht mehr viel anfangen kann.
Mourinhos Fussball passt nicht zum Erbe von Alex Ferguson
Es bleibt Spekulation, warum er jetzt nicht die Spieler erhielt, die er wollte. An der Finanzkraft des Clubs liegt es nicht. «Die sportliche Leistung hat keinen bedeutsamen Einfluss auf unsere kommerziellen Möglichkeiten», sagte Ed Woodward, als er im Frühjahr den Umsatz von 178 Millionen für das erste Quartal 2018 bekannt gab. Der Geschäftsführer hat die Zahl der Sponsoren innert fünf Jahren von 10 auf fast 80 erhöht. Seit 2005 gehört die United den Glazers, einer amerikanischen Familie. Bis heute haben sie 1,3 Milliarden an Dividenden und Aktienverkäufen aus dem Unternehmen abgezogen.
Mourinho braucht deshalb nicht zu darben. Sein bis 2020 laufender Vertrag mit der United bringt ihm 1,3 Millionen Franken ein – Monat für Monat. Weitere 1,1 Millionen nimmt er dank seiner Werbeverträge mit Heineken, Hublot, Adidas oder Jaguar ein – ebenfalls Monat für Monat. Im Jahr macht das 28 Millionen.
Das befreit Mourinho nicht von der Kritik an seinem Fussball, diesem mechanischen, berechnenden Fussball. Der passt nicht zum Erbe von Alex Ferguson, der seinen Teams Sturm und Drang predigte. Mourinho will nur gewinnen, egal wie. Und wenn er nicht gewinnt, bleibt bei seinen Spielen nicht mehr viel übrig, das man mögen kann. Egal, was dann Romelu Lukaku über ihn sagt. https://bazonline.ch/sport/fussball/res ... y/25049828
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shalako
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Verfasst: Dienstag 18. September 2018, 22:55 |
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18.09.2018  Zitat: YB ohne Druck – aber nicht ohne Chance
Der Kommentar von Fabian Ruch zu YBs erster Teilnahme in der Champions League Gruppenphase.
Morgen startet die nach einer Reform smart renovierte Champions League. Mit neuen und mehr Anspielzeiten, mit noch mehr Topteams aus grossen Ligen, mit noch mehr Geld, Glamour, Gigantismus. Am Dienstag zum Beispiel könnte man sich zuerst Inter Mailand vs. Tottenham anschauen, danach das wunderbare Duell der offensivstarken Topfavoriten Liverpool und Paris Saint-Germain. Traumhafte Aussichten für jeden Fussballfreund – und erst recht für jenen aus Bern. Denn einen Tag später gastiert mit Manchester United der gemessen an Fangemeinde, Wert und Ausstrahlung grösste Fussballclub der Welt im Stade de Suisse zum ersten Auftritt der Young Boys in der Königsklasse.
Natürlich ist YB der riesengrosse Aussenseiter in der Gruppe H. Der Schweizer Vertreter gilt als braver Punktelieferant und ist bestenfalls wegen erstmaliger Teilnahme und aussergewöhnlichen Namens ein Farbtupfer. Ernst genommen aber wird er in der hochkarätig besetzten Gruppe nicht. Es dürfte weltweit keinen Tipp geben, in dem er nicht auf Rang 4 gesetzt wird. YB verspürt überhaupt keinen Druck, die Heimspiele sind ausverkauft, rund 30 Millionen Franken Bruttoeinnahmen garantiert. Auch dank dieser finanziellen Perspektive ist die Champions-League-Teilnahme die einmalige Gelegenheit für den Verein, angemessen zu wachsen – und den nächsten Schritt in der Entwicklung zu realisieren.
Und sportlich sind die Young Boys nicht total chancenlos. So vermessen das für viele klingen mag. Das liegt eben auch daran, dass Manchester United, Juventus und Valencia den krassen Underdog unterschätzen könnten – und deren Superstars vielleicht nicht mit allerletzter Konsequenz agieren werden. Zudem ist der Kunstrasen im Stade de Suisse ein erheblicher Vorteil für YB. Manchesters oft übel gelaunter Coach José Mourinho jammerte am Wochenende bereits über die «katastrophalen Bedingungen» im Stade de Suisse. Und nicht zuletzt ist der Schweizer Meister in der Lage, die Branchenriesen zu fordern, wenn er sein Leistungslimit erreicht.
Die Mischung aus Routiniers wie Steve von Bergen, Guillaume Hoarau, Miralem Sulejmani und Sékou Sanogo sowie aufstrebenden Akteuren wie Kevin Mbabu, Djibril Sow, Loris Benito, Christian Fassnacht, Roger Assalé, Nicolas Ngamaleu, Grégory Wüthrich und David von Ballmoos ist exzellent, Hunger, Stabilität und Zusammenhalt im Team sind riesig. Starke Auftritte in der Königsklasse wären für die Fussballer das perfekte Sprungbrett für einen grossen Auslandtransfer. Möglicherweise wird die Defensive am einen oder anderen Abend überfordert sein, es könnte auch mal eine Kanterniederlage absetzen – aber es ist nicht davon auszugehen, dass sich die Young Boys blamieren werden.
Manchester United und Valencia sind zudem nicht optimal in die Saison gestartet. Es ist kein Nachteil für die Young Boys, treffen sie am ersten und am dritten Spieltag zu Hause auf die beiden Teams. In diesen Begegnungen können sie die Basis legen, um bis in den Dezember und zum letzten Heimspiel gegen Juventus vom europäischen Überwintern zu träumen. Eines ist aber aus YB-Sicht auch klar: Rang 2 und das Erreichen der Champions-League-Achtelfinals wären eine Sensation, Rang 3 und das Weiterspielen in den Europa-League-Sechzehntelfinals eine Riesenüberraschung. https://www.bernerzeitung.ch/sport/fuss ... y/15876077
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shalako
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Verfasst: Dienstag 18. September 2018, 22:56 |
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18.09.2018  Zitat: Das Duell: Darum hat YB gegen ManUtd (k)eine Chance
Die Fans in Bern können es kaum erwarten, die Tickets für das Champions-League-Spiel zwischen YB und ManUtd waren innert weniger Minuten ausverkauft. Doch hat der Schweizer Meister gegen den Vizemeister aus England eine Chance? Unsere Redaktoren sind sich uneins.
«Selbst die B-Elf von Manchester United müsste YB problemlos besiegen»
Hut ab! Was YB in den letzten Jahren geleistet hat, ist beeindruckend und verdient allergrössten Respekt. Doch Manchester United wird dem Schweizer Meister die Grenzen aufzeigen – Kunstrasen hin oder her. Zwar hat der Vizemeister der vergangenen Saison in den ersten Spielen einige Probleme offenbart, doch sie sind auf jeder Position besser besetzt als die Berner, was sich im Marktwert spiegelt (855 Millionen Euro vs. 66 Millionen).
Insbesondere Romelu Lukaku dürfte nur schwer zu stoppen sein. Das 25-jährige Kraftpaket ist ein Goalgetter von Weltklasse-Format und gegen die «Kleinen» trifft er besonders oft. Natürlich ist auch der Belgier abhängig von seinen Mitspielern, doch die heissen Pogba, Alexis Sanchez, Rashford, Lingard, Fellaini und so weiter – alles schillernde Namen im internationalen Fussball-Geschäft. Einer der auffälligsten YB-Akteuere der letzten Monate ist Aussenverteidiger Kevin Mbabu. Dass er auch auf internationalem Parkett Akzente setzen kann, zeigte er bei seinem Länderspiel-Debüt in der Nations League gegen Island (6:0). Doch gegen ManUtd wird Mbabu wohl mehrheitlich Defensivarbeit verrichten müssen.
Der einzige YB-Spieler, der den hüftsteifen ManUtd-Innenverteidigern ernsthafte Probleme bereiten könnte, ist der pfeilschnelle und technisch versierte Roger Assalé. Aber dann steht da ja immer noch David de Gea zwischen den Pfosten, einer der weltbesten Torhüter.
Prognose von Patrick Lämmle: YB unterliegt Manchester United nach grossem Kampf mit 0:2
«Mit der richtigen Taktik ist für YB etwas möglich»
«Sie spielen auf Kunstrasen. Das ist ein Riesenvorteil für sie und ein Riesennachteil für die anderen Teams», sagte ManUtd-Coach José Mourinho schon nach der Auslosung. Und er hat recht. In England kommt der Portugiese zwar oft mit Hybridrasen in Berührung. Selbst im Old Trafford liegt ein solcher Naturrasen, der durch künstliche Fasern verstärkt wird. Eine Unterlage wie in Bern sieht man in der Premier League aber nirgends. Zum letzten mal zu Hause verloren hat YB übrigens (abgesehen vom Cupfinal) am 2. November 2017.
Die Young Boys gehen mit riesigem Selbstvertrauen in die Partie. Von den zehn Pflichtspielen in dieser Saison haben die Berner neun gewinnen können, nur im Playoff-Spiel gegen Zagreb gabs ein Remis. Es ist das erste Champions-League-Spiel überhaupt für YB, Motivationsspritzen braucht in Bern sowieso keiner. Für viele YB-Spieler wird es das grösste Spiel der Karriere sein, zu verlieren haben die Berner gar nichts.
Ganz anders präsentiert sich die Situation beim Gegner: Neun Punkte aus den ersten fünf Spielen sind für ein Team wie Manchester United natürlich zu wenig. Selbst bei den drei Siegen präsentierte sich der englische Rekordmeister alles andere als souverän. Mourinho ist angezählt. Er weiss, dass in Bern nur ein Sieg zählt. Deshalb wird United offensiv spielen, was YB entgegen kommt. Das Spiel vor einem Monat gegen Brighton & Hove Albion, das Manchester mit 2:3 verlor, hat gezeigt, dass das Team um Pogba und Co. selbst für kleine Klubs schlagbar ist.
Trotz Meistertitel und hervorragendem Saisonstart könnte United den Schweizer Underdog unterschätzen. «Aus irgendeinem Grund haben sie Basel geschlagen und den Titel geholt. Und irgendwie haben sie es in die Champions League geschafft», sagt Mourinho über YB. Klingt nicht gerade so, als würde sich der Portugiese vor den Bernern fürchten. Das kann für die Schweizer eine Chance sein.
YB tut gut daran, nicht von Beginn weg kopflos das Tor zu suchen. Je länger das Team von Gerardo Seoane die Null halten kann, desto nervöser wird die englische Top-Mannschaft. Das wird YB Räume zum Kontern geben. Mit der richtigen Taktik ist gegen United definitiv etwas zu holen.
Prognose von Jan Arnet: YB verdient sich gegen Manchester United ein 1:1. https://www.bluewin.ch/de/sport/fussbal ... 48728.html
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shalako
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Verfasst: Dienstag 18. September 2018, 23:02 |
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18.09.2018  Zitat: YB-Stürmer Guillaume Hoarau: «Die Champions League-Hymne ist wie Bob Marley»
Guillaume Hoarau steht mit YB vor den Champions-League-Spielen. Trotz den drei Hochkarätern Manchester United, Juventus Turin und Valencia glaubt Hoarau an sich und sein Team und sagt: «Ich glaube, dass wir so ein, zwei Spiele gewinnen können.» Daran ändert auch sein schlechtes Gedächtnis nichts.
Mit einem Grinsen auf dem Gesicht trottet Guillaume Hoarau zum Interview. Ihn bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Seit der 34-jährige Franzose im Sommer 2014 nach Bern kam, geht es mit YB stetig bergauf. Jetzt gipfelte die positive Entwicklung mit dem ersten Meistertitel seit 32 Jahren und der erstmaligen Teilnahme an der Champions League. Hoarau legte mit seinen beiden Toren gegen Zagreb den Grundstein für die Qualifikation. Am Mittwoch kommt jetzt zur Belohnung Manchester United ins Stade de Suisse.
Ebenfalls in der Gruppe sind Juventus Turin und Valencia. Guillaume Hoarau ist einer der wenigen im YB-Kader, der weiss, was ihn erwartet. 2012 wurde er für Paris Saint-Germain in der Gruppenphase – lustigerweise ebenfalls gegen Zagreb – zweimal kurz vor Schluss eingewechselt. In 27 Minuten Spielzeit gelang Hoarau sogar schon ein Tor. Doch eigentlich wird sein Bubentraum von der Champions League erst jetzt so richtig wahr.
Was ist Ihre erste Erinnerung an die Champions League?
Guillaume Hoarau: Ouh. Ich habe ein ganz schlechtes Gedächtnis. Ich kann mich erinnern, wie ich Anfang der 2000er Jahre Spiele von Real Madrid geschaut habe. Ich war ein Fan der Galaktischen. Ronaldo war mein Idol. Der Brasilianische.
Jetzt spielen Sie gegen den anderen Ronaldo. Auch nicht schlecht oder?
Ja. Aber von den Galaktischen sind wir meilenweit entfernt. Wir sind nur die kleinen Young Boys. Wir wollen die Gunst der Stunde nutzen und Spass haben. Dafür müssen wir uns auf dem Platz zerreissen.
Am Mittwoch wartet zunächst Manchester United. Ganz Bern sehnt sich diesem Spiel entgegen.
Seit Anfang des Jahres spüren wir Spieler, wie die Stadt mit dem Verein auf der Erfolgswelle schwimmt. Das tut gut. Dass wir jetzt Champions League spielen, ist der Verdienst der ganzen Stadt. Ich hoffe, dass es nicht nur für die Spieler ein einzigartiges Erlebnis wird, sondern auch das Publikum ein grosses Fest hat. Wir brauchen den 12. Mann im Stadion.
Sie spielen gegen David de Gea, einen der besten Torhüter der Welt. Eine spezielle Herausforderung?
Als Stürmer ist es mein Job, Tore zu schiessen. Vielleicht taucht aber auch plötzlich Steve von Bergen vor David de Gea auf. Dann muss er das Tor machen und ich hoffe, dass ihm das gelingt.
Was machen Sie vor dem Spiel, um auf den Punkt eine Top-Leistung abzurufen?
Ich dehne mich, musiziere und schlafe viel. Vor Matches schlafe ich immer sehr gut.
Auch jetzt?
Die grosse Nervosität kommt erst am Spieltag. Natürlich bin auch ich in diesen Tagen aufgeregter als sonst. Ich denke nach und träume öfter. Also schlafe ich vielleicht weniger, aber immer noch gut.
Was träumen Sie? Tauchen Sie da vor dem gegnerischen Tor auf und schiessen den Siegtreffer?
Nein, ich bin kein Kind mehr. Ich träume einfach, dass wir gewinnen.
Sie waren als Kind Manchester-United-Fan. Können Sie es deswegen verschmerzen, dass Ihnen die Auslosung keine Rückkehr nach Paris beschert hat?
Klar wollte ich unbedingt nach Paris. Jetzt geht es nach Manchester, Turin und Valencia. Das ist auch super. Ich bin zufrieden mit der Auslosung. Im Vergleich mit anderen Gruppen ist unsere wohl etwas schwieriger. Aber es wäre so oder so schwer geworden.
Wie viele Punkte holt YB in dieser Gruppe?
Ich bin kein Wahrsager. Wir versuchen, die beste Leistung herauszukitzeln und dem YB-Trikot die Ehre zu erweisen. Wir haben sechs Finals. Vor allem zu Hause in Bern wollen wir es den Favoriten so schwer wie möglich machen. Das Stade de Suisse muss unsere uneinnehmbare Festung sein. Ich glaube, dass wir so ein, zwei Spiele gewinnen können.
Und wenn YB dann am Ende doch als Letzter ausscheidet?
Von zehn Leuten, glauben neun, dass wir Vierter werden. Wir sind die Einzigen, die an uns glauben. Unsere Gegner sind auch nur Menschen, die Fussball spielen.
Wie können Sie mit Ihrer Erfahrung dem jungen Team helfen?
In diesen Tagen ist noch keiner zu mir gekommen und hat um Rat gebeten. Reden bringt sowieso nicht viel. Wir müssen auf dem Platz gut sein.
Musik ist Ihre zweite Leidenschaft. Was halten Sie von der Champions-League-Hymne?
Ein schönes Lied mit einer grossartigen Geschichte. Die Mehrsprachigkeit gefällt mir.
Wie wäre es mit einem Remix Hoarau-Style?
(lacht) Nein, Nein, auf keinen Fall. Diese Hymne ist wie Songs von Bob Marley. Solche Lieder sollte niemand verändern.
Wie war es in den letzten Jahren die Champions League am TV zu verfolgen?
Ich bin oft in Paris. Da habe ich viele Spiele von PSG geschaut.
Im Stadion?
Nein. Bei Freunden zu Hause. Es ist aber nicht so, dass meine Dienstag- und Mittwochabende für die Champions League reserviert waren. Ich schaue nur Fussball im Fernsehen, wenn nichts Besseres kommt.
Haben Sie die Basler Exploits in der vergangenen Saison gesehen?
Nur die Highlights.
Schauen Sie sich da etwas ab? Basel hat es mehrmals geschafft, gegen grosse Namen zu gewinnen. Zuletzt gegen Manchester City und Manchester United.
Basel und YB sind zwei völlig unterschiedliche Mannschaften. Das kann man nicht vergleichen. Basel hat viel mehr Erfahrung. Aber wir wollen es ihnen nachmachen und eigene Sternstunden erleben. Wir machen das aber auf YB-Art.
Die da wäre?
Mit Entschlossenheit, Nervenstärke und grossem Einsatzwillen zu Werke gehen. Offensiv haben wir ein enormes Potenzial. Wenn wir noch ein wenig besser spielen, als sonst, können wir den Exploit schaffen.
Den ersten Exploit, die erstmalige Qualifikation für die Champions League, hat YB auch wegen Ihrer zwei Tore gegen Zagreb geschafft. Was spielte sich in Ihrem Kopf vor dem Penalty ab?
Das war nur ein weiterer Penalty. Klar, der Druck war etwas höher, weil es ein entscheidender Penalty war. Da können sich viele Dinge im Kopf abspielen. Aber ich habe lediglich gut geatmet und mich auf die Ausführung konzentriert. Das dauert ein oder maximal zwei Sekunden. Dann schiesse ich einfach.
Wissen Sie vorher, wo Sie hinschiessen?
Manchmal Ja, manchmal nein.
Wovon hängt das ab?
Das ist so ein Gefühl, das ich kurz vor dem Elfmeter habe. Davon lasse ich mich leiten.
Waren die beiden Treffer gegen Zagreb die wichtigsten Ihrer Karriere?
Das würde ich nicht sagen. Für Stürmer ist jedes Tor wichtig. Es gibt einfach welche, die entscheidender und etwas mehr wert sind als andere.
In diesem Fall Millionen mehr.
Ja. Es ist lustig, dass wir darüber sprechen. Ich muss gestehen: Ich vergesse Tore sehr schnell. Für mich sind die Tore in der Zukunft, die ich noch nicht geschossen habe, die wichtigsten.
Sie haben wirklich die beiden Tore gegen Zagreb schon vergessen?
Ok, Nein. Diese Tore waren so speziell, dass ich mich noch daran erinnere. Aber an viele andere nicht. Ich habe wirklich kein gutes Gedächtnis. Ich weiss auch nicht, wie viele Tore ich überhaupt geschossen habe.
In Bern waren es in 136 Spielen 91 Tore. Jetzt sind Sie eine Ikone der Young Boys, ein Teil der Mannschaft, die Historisches erreicht hat. Wie fühlt sich das an?
Ich sehe mich nicht als Held. Ich kann ganz normal durch die Strassen laufen, ohne dass ich von Fans umzingelt werde. Wir sind schliesslich in Bern und nicht in Paris. Das Schöne an der Schweizer Mentalität ist, dass man sich hier einfach auf den Fussball konzentrieren kann.
Trotzdem sind Sie das Gesicht des Berner Aufschwungs.
Ich bin einfach ein Mensch, der die Dinge immer noch besser machen will. Die positive Entwicklung der Young Boys hat schon begonnen, bevor ich 2014 nach Bern kam. Jetzt bin ich einfach erleichtert, dass wir mit der Meisterschaft und der Champions League etwas Grosses erreicht haben. Für die Stadt, für die ganze Schweiz ist es gut, was die Young Boys erreicht haben. Wenn meine Tore helfen, dass die Generationen nach mir ebenfalls erfolgreich sind, umso besser. https://www.aargauerzeitung.ch/sport/fu ... -133176756
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shalako
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Verfasst: Dienstag 18. September 2018, 23:03 |
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18.09.2018  Zitat: ManU-Stars sind in Bern angekommen
BernDie Spieler von Manchester United wurden vor ihrem Teamhotel in der Stadt Bern von zahlreichen Fans in Empfang genommen. Ein Spieler war besonders gefragt.
Internationales Flair und Top-Fussballstars in der Stadt Bern: Der englische Rekordmeister Manchester United ist am Dienstag mit etwa 20 Minuten Verspätung um 12.55 Uhr am Flughafen Bern-Belp gelandet. Mit mehreren Bussen wurden Spieler, Trainer und Betreuer in die Stadt Bern gefahren.
Obwohl offiziell nicht bekannt war, in welchem Hotel die ManU-Stars residieren, warteten am Dienstagmittag rund 50 Fans vor dem Hotel Schweizerhof. Der 25-jährige Manish Gupta stand schon am Mittag vor dem Hotel. «Ich war um 10 Uhr im Stade de Suisse. Dort habe ich erfahren, dass die Spieler im Schweizerhof sind, nun bin ich seit einer Stunde hier», lacht der Berner kurz vor dem Eintreffen der Fussballer um 13.30 Uhr.
Als sich die Türen des Mannschaftscars öffneten und die Stars einer nach dem anderen ausstiegen, skandierte die Menge die Namen der Spieler. Juan Mata und Paul Pogba nahmen sich gar einige Minuten Zeit, Autogramme zu geben und Selfies mit den Berner Fans zu schiessen.
«Meine Hände zittern, ich kann kaum reden», sagte der Berner Mike Aebersold direkt nach seiner Begegnung mit dem Weltmeister Pogba. Auch Nabil Hamza und Agonis Ibrahimi gelang ein Selfie mit dem Star. Sie konnten kaum fassen, mit wem sie gerade eben gesprochen hatten. «Schon komisch, plötzlich neben einem Mann zu stehen, der für 100 Millionen verkauft wird und den man sonst nur im Fernsehen sieht», sagten sie mit leuchtenden Augen. https://www.bernerzeitung.ch/region/ber ... y/27606165
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shalako
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Verfasst: Dienstag 18. September 2018, 23:05 |
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18.09.2018  Zitat: «Das ist ein Riesenvorteil für sie»
ManUtd-Mourinho motzt über Kunstrasen
Der Choleriker unter den Trainern kommt mit Manchester United am Mittwoch nach Bern: José Mourinho, bekennender Kunstrasen-Hasser. Das kann ja heiter werden...
Nein, sowas wie «Freude herrscht» wird Mourinho an der Medienkonferenz am Vortag des Auftritts in Bern bestimmt nicht über die Lippen kommen. Denn in England, wo sich die Profiklubs gegen Spiele der beiden obersten Ligen auf Kunstrasen ausgesprochen haben, ist man auf Kunstrasen nicht gut zu sprechen.
So meinte der Portugiese nach der Auslosung zum Thema YB: «Die kommen aus Topf vier und da wird die Welt sagen: Die haben keine Chance sich zu qualifizieren. Aber aus irgendeinem Grund sind die nun dabei. Sie sind nach Kroatien gegangen und haben gegen Dinamo Zagreb gewonnen. Aus irgendeinem Grund haben sie Basel geschlagen und den Titel geholt. Und überdies spielen sie auf Kunstrasen. Das ist ein Riesenvorteil für sie und ein Riesennachteil für die anderen Teams.»
Mou hatte schon mal gegen Kunstrasen gewettert, als er 2010 mit Inter Mailand im Königsklassen-Viertelfinal im Moskauer Luschniki gegen ZSKA spielte – trotz eines 1:0-Sieges: «Der grösste europäische Fussball-Wettbewerb sollte nicht auf sowas stattfinden dürfen. Das geht für Kinderfussball, nicht aber für die Champions League.»
Kunstrasen ist nicht nur bei Mou verhasst, sondern bei den meisten Grossklubs. Bayerns Uli Hoeness hatte vor dem 2:2 im Luschniki bei Spartak im November 2006 gesagt: «Es ist ein Wahnsinn, dass die Uefa Spiele auf solchen Plätzen zulässt. Erst wenn sich jemand auf so einem Untergrund die Achillessehne reisst, werden manche Herren vielleicht endlich aufwachen.»
Dazu muss man sagen: Die Kunstrasen neuester Generation sind nicht mehr vergleichbar mit dem, was 2006 als Spielunterlage diente. Und im Jahr 2018 spielen ganz viele absolute Topteams auf Hybrid-Lösungen. Also hundert Prozent Naturrasen, welcher mit Kunstfasern versetzt wurde. So in besagtem Luschniki, wo gerade eben der WM-Final stattfand. Aber auch im San Siro in Mailand, im Bernabeu in Madrid oder im Londoner Wembley.
Doch auch die neuste Kunstrasen-Generation konnte einen Herren nicht dazu bringen, darauf zu spielen: Zlatan Ibrahimovic. Der Exzentriker weigerte sich am Samstag mit L.A. Galaxy bei den Seattle Sounders aufzulaufen. «Es ist eine Schande auf Kunstrasen zu spielen. Dafür ist Fussball nicht erfunden worden», tobte Ibra, bevor seine Galaxy auf Plastik eine 0:5-Kanterniederlage kassierte. «Bis jetzt habe ich nur einmal für zehn Minuten in Portland auf Kunstrasen gespielt. Das war der schlimmste Platz, auf dem ich je gespielt habe.»
«Habe jede Minute gehasst»
In Bern ist auch schon königlich getobt worden wegen des Rasens. Harry Redknapp, beim Gastspiel von Tottenham im August 2010 in der Champions-League-Quali Coach der Spurs, wetterte, dass das verboten gehöre: «Man hat darauf keinen Stand, so prallt der Ball immer ab. Ich habe im Training gesehen, wie mies sie meine Spieler fühlten. Vier von ihnen habe ich deswegen abgezogen. Ich habe selbst einmal auf solch einem Ding gespielt und habe jede Minute gehasst.»
In der Anfangsphase kamen seine Spurs auf dem Berner Plastik sowas von unter die Räder. 3:0 stands für YB nach 30 Minuten. Doch die Londoner kamen zurück, bis zum 2:3. Und machten an der White Hart Lane dann mit einem trockenen 4:0 alles klar.
Übermorgen würden wir ein 3:2 indes mit Handkuss nehmen. Und einen nach der Pleite angezählten und tobenden Mourinho obendrein natürlich auch. Und auch mit Handkuss. https://www.blick.ch/sport/fussball/cha ... 62069.html
_________________ For Ever
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