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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 7. März 2016, 11:18 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.03.2016  Zitat: Die Nummer 99 trifft und fliegt wieder
Guillaume Hoarau erzielt beim 5:2-Heimsieg gegen Luzern seinen ersten Hattrick für die Young Boys. Alain Rochat erfüllt mit der Torpremiere sein Jahres-Plansoll.
Guillaume Hoarau mag seit vorgestern Samstag 33 Jahre alt sein. Zum alten Eisen gehört der Franzose deshalb noch lange nicht. Seit er von einer über dreimonatigen Verletzungspause auf den Fussballplatz zurückgekehrt ist, trifft er mit der gleichen Regelmässigkeit wie letzte Saison. In vier von fünf Meisterschaftsspielen hat er sich als Torschütze betätigt; es gelang ihm gegen den FC Luzern gar der erste Hattrick im Trikot des BSC Young Boys. Sein erster Treffer, ein Fallrückzieher nach einem Ravet-Corner, hat gar gute Chancen, zum Tor des Monats gekürt zu werden.
Nach dem Match mochte Hoarau kein Aufheben machen wegen der Tor-Triplette. Stattdessen machte er sich einen Spass daraus, die Journalisten mit ein paar Plattitüden («Jedes Tor ist wichtig», «Wichtig ist, dass wir gewonnen haben» usw.) abzuspeisen, ehe in der Kabine verschwand. So ist Hoarau. Und weil er einer der wenigen wirklichen Charakterköpfe in einem ansonsten weitgehend durchgekämmten Showbetrieb ist, ist ihm deswegen auch kaum jemand böse.
Die hypothetische Frage sei erlaubt, wo die Young Boys stehen würden, hätten sie in der Vorrunde auf einen gesunden Hoarau zählen können. Kaum nach Verlustpunkten nur auf Platz drei und kaum 14 Punkte hinter dem Ligadominator aus Basel, der erst noch eine Partie weniger ausgetragen hat. Keiner prägt das Berner Angriffsspiel annähernd so stark wie der «fliegende Franzose». In den oberen Stockwerken ist er ohnehin der Chefabwart, doch auch in den unteren Etagen kann er mit dem Werkzeug ganz gut umgehen. Er deckt den Ball geschickt ab, er legt Bälle zurück oder leitet sie direkt weiter, er hat einen guten Schuss und ein Näschen dafür, wo er stehen muss im gegnerischen Strafraum. Exemplarisches Beispiel dafür das 3:2 gegen Luzern, als er nach einer starken Parade von Zibung am schnellsten reagierte. Es war der Treffer, der den Innerschweizern den zwischenzeitlich aufgekommenen Mut raubte, sich im Stade de Suisse aus der Resultatkrise der Rückrunde (4 Meisterschaftsspiele ohne Punkte, 1:2 gegen Lugano im Cup-Halbfinal) zu befreien. Eine Viertelstunde vor Schluss schauten vier Gästespieler an der Fünfmeterlinie zu, wie sich der eher kleingewachsene Miralem Sulejmani in die Höhe schraubte und mit dem Kopf das vorentscheidende 4:2 erzielte.
Babbel fehlt die Galligkeit
Man kann Luzern-Coach Markus Babbel gut verstehen, wenn er bei seinen Spielern in Zukunft «mehr Galligkeit» sehen möchte bei den Luftduellen im eigenen Strafraum. Denn sie hatten bei vier der fünf Gegentreffer keine gute Figur gemacht bei Standardsituationen. Zu den Profiteuren gehörte Alain Rochat, welcher fast unbedrängt einen der vielen gefährlichen Ravet-Corner zum 1:0 einköpfeln konnte. Es war das erste Saisontor des Romands, der erst beim Abschlusstraining erfahren hatte, dass er für den verletzten Gregory Wüthrich in die Startformation aufrückt. Er erledigte seinen Job derart gut, dass er sich grosse Chancen ausrechnen kann, auch in den nächsten Partien gemeinsam mit Captain Steve von Bergen das Abwehrzentrum zu besetzen. Was wiederum die Aussichten erhöht, dass YB den Vertrag mit dem 33-Jährigen um ein weiteres Jahr verlängert. «Die Verhandlungen laufen», verriet Rochat auf Anfrage.
Nichts mehr zu verhandeln gibt es für Michael Frey, der in der Winterpause von Lille an Luzern ausgeliehen wurde. Die Frage, ob sein Herz immer noch für YB schlage, möge er bald nicht mehr hören, erklärte der Münsinger in der Mixed-Zone. Er stehe jetzt beim FCL unter Vertrag und gebe alles, damit dieser möglichst rasch wieder aus der Krise finde. Gegen YB sei längst nicht alles «so schlecht gewesen, wie man aufgrund des klaren Resultats meinen könnte». Aber eines sei schon klar: «Vier Tore nach stehenden Bällen – das geht nicht.» http://www.derbund.ch/sport/fussball/Di ... y/10570438
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shalako
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Verfasst: Montag 7. März 2016, 11:20 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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06.03.2016  Zitat: YB-Stürmer Hoarau
Der Skorer ist zurück
In der Vorrunde war der Stürmer Guillaume Hoarau meistens verletzt. Das bekamen die Young Boys arg zu spüren. Der Höhepunkt seines Comebacks sind die drei Tore gegen Luzern am Sonntag.
Es ist dem Sportchef Fredy Bickel in seiner Zeit bei YB mitnichten alles gelungen. Aber ein Transfer war ein kleines Meisterstück: Den Stürmer Guillaume Hoarau im Sommer 2014 aus Bordeaux nach Bern zu holen, war der erste Schritt einer erfolgreichen Verbindung. Dann war es ein nächster Erfolg, mit ihm den Vertrag bis Sommer 2018 zu verlängern. Denn Hoarau ist mit seinen 192 Zentimetern Grösse einer der kopfballstärksten Spieler der Super League. Und mit seiner Routine und Klasse auch Integrationsfigur und Vorbild.
In seiner ersten Saison mit YB hatte Hoarau 17 Tore in 28 Ligaspielen geschossen, überdies traf er in sechs von acht Matches der Europa League. Die Berner bekamen es zu spüren, dass der Stürmer im Herbst wegen Adduktorenbeschwerden fast immer ausfiel. Wie sehr er ihnen gefehlt hatte, erkannten sie womöglich erst, als er im Februar zurück war: Von zehn YB-Toren in fünf Spielen dieses Jahres hat er sechs geschossen. Die persönliche Bestleistung waren die drei Treffer am Sonntag gegen Luzern, am Tag nach seinem 32. Geburtstag.
Und es waren nicht einfach Kopfbälle nach Standard, nein, es war etwa der Abschluss eines Konters zum 5:2. Der technisch anspruchsvolle Abstauber nach einer Torhüterparade zum 3:2. Und vor allem war es das 2:0. Mit dem Rücken zum Tor stoppte Hoarau den Eckball von Gajic mit der Brust und schoss ihn per Fallrückzieher ins Tor.
Hoarau ist zurück – und YB 2016 ungeschlagen und Zweiter. Er passt gut in das Team mit seiner guten Laune und seinem Faible für Musik. Der Franzose stammt vom Überseedepartement La Réunion im Indischen Ozean. Von dort kommt einer der ehemals grössten Sportler des Landes, Jackson Richardson, Welthandballer und Weltmeister. Die Grösse eines Handballers hat auch Hoarau, aber noch mehr den Kopf und die Füsse eines Skorers im Fussball. http://www.nzz.ch/sport/fussball/der-sk ... 1.18707620
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shalako
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Verfasst: Montag 7. März 2016, 11:23 |
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07.03.2016  Zitat: Kinderhelden in Gelb-Schwarz
Am Kids Day kann YB wieder einmal entzücken: Die Berner zeigen beim 5:2-Erfolg gegen das kriselnde Luzern teils begeisternden Fussball. «Es war ein toller Nachmittag», sagt Trainer Adi Hütter.
Am Ende ist es für die Young Boys kinderleicht. Niedergeschlagen leisten die Luzerner, die nach dem 2:5 in Bern noch tiefer in die Krise geraten, keine Gegenwehr mehr. Die gut 2000 Kinder, die beim Kids Day an diesem kalten Sonntag im Stade de Suisse anwesend sind, kommen so in den Genuss vieler Torszenen.
Insgesamt neunzehnmal schliessen die Young Boys ab. Und sie treffen an dem für sie erfreulichen Nachmittag auch, wenn ihnen nicht alles gelingt. Vor seinem dritten Tor, dem 5:2, rutscht Guillaume Hoarau aus, via Standbein findet der Ball aber dennoch den Weg ins Tor. «Manchmal gibt es Phasen, da kann man neben das Tor zielen, der Ball geht trotzdem rein», sagte der französische Stürmer noch am Freitag sinngemäss.
Mit nun 7 Toren in 5 Spielen der Rückrunde befindet sich Hoarau in einer solchen Phase. Entschuldigend hebt er nach dem 5:2 die Arme in die Höhe. Kurz darauf pfeift der Schiedsrichter ab, das Heimteam feiert vor der Fankurve, später spricht Adi Hütter oben im Medienraum von einem spektakulären Sieg. «Es war ein toller Nachmittag», sagt der österreichische Trainer.
Hoaraus Traumtor
Erstmals seit dem Frühherbst können die Gelb-Schwarzen wieder drei Partien in Folge gewinnen. Zuweilen erinnert ihr Auftritt gestern auch an die Anfangszeit unter Hütter im September und Oktober, als sie mit Heimerfolgen gegen Vaduz, Basel und GC begeisterten.
Gegen Luzern kombinieren die Berner von Beginn an schwungvoll, kommen beinahe in Minutentakt gefährlich vor das Tor der Gäste. Alain Rochat verpasst nach einem Corner von Yoric Ravet aus wenigen Metern, Yuya Kubo tut es ihm aus ebenso aussichtsreicher Position gleich. Bald bietet sich Rochat, der den Vorzug vor Milan Vilotic erhält und den verletzten Gregory Wütrich ersetzt, die nächste Gelegenheit: Sein Kopfball wird von Torhüter David Zibung aber prächtig abgewehrt.
Die dritte Chance beim anschliessenden Corner verwertet der routinierte Romand dann aber zur hochverdienten Führung nach 25 Minuten. Und als Guillaume Hoarau wenig später erneut nach einem Eckball sehr sehenswert mit einem Fallrückzieher trifft, müssen die Luzerner Schlimmes befürchten.
Famoses Offensivquartett
Zumal die stark besetzte YB-Offensive gestern Nachmittag vor 16 051 Zuschauern prächtig aufgelegt ist. Alexander Gerndt und Hoarau harmonieren, Yoric Ravet läuft am rechten Flügel rauf und runter, der Winterzugang zeigt seine beste Darbietung im YB-Trikot und ist an fast jeder Aktion beteiligt. Einzig Kubo vermag mit den Kollegen nicht schrittzuhalten, nach 58 Minuten wird er durch Miralem Sulejmani ersetzt.
Der kleine Serbe, noch nicht hundertprozentig fit, deutet nach der Einwechslung sein grosses Potenzial an. Eine Viertelstunde vor Schluss erzielt er nach einem Eckball per Kopf das 4:2. «Schön, hat er sich gleich selber belohnt», meint Hütter. Und: «Die Zuschauer dürften heute zufrieden nach Hause gegangen sein.»
Drittes Tor als Knackpunkt
Der YB-Coach mag nicht das Haar in der Suppe suchen. Dass seine Equipe mit einer 2:0-Führung plötzlich nachlässig agiert und nach Toren von Marco Schneuwly (43. Minute) vor und Jahmir Hyka (47.) nach der Pause den Innenschweizern den Ausgleich zugestehen muss, gefällt ihm zwar nicht: «Wir haben uns durch Eigenfehler in die Bredouille gebracht.»
Hütter hält aber auch fest: «Wir können einen Gegner nicht 90 Minuten an die Wand spielen.» Und: «Was zählt, ist, dass wir erneut drei Punkte gewonnen haben. Und seit fünf Partien ungeschlagen sind.»
Der Knackpunkt, findet Hütter, sei das 3:2 von Hoarau in der 59. Minute gewesen. Danach läuft YB nicht mehr Gefahr, die Partie noch aus der Hand zu geben. Am 21. Kids Day feiert es seinen 15. Sieg bei 4 Unentschieden. Würden die Young Boys jedes Mal einen Kindertag durchführen, wären sie wohl schon jetzt ein Meisterkandidat. So aber ziehen sie vorübergehend an den Grasshoppers, die heute in St. Gallen antreten, auf Platz zwei vorbei. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/11692097
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shalako
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Verfasst: Montag 7. März 2016, 11:24 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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07.03.2016  Zitat: Alain Rochat trifft wieder einmal, Michael Frey noch nicht
Bei YB dominierte nach dem 5:2-Sieg die Freude, den Gegnern aus Luzern hingegen blieb der Frust.
Der Trainer hat immer recht. Am Freitag liess sich Adi Hütter betreffend Wahl des zweiten Innenverteidigers noch nicht in die Karten schauen. Er lobte sowohl Alain Rochat wie auch Milan Vilotic.
Den Vorzug erhielt schliesslich Rochat, und der 33-Jährige rechtfertigte seine Nomination auf Anhieb. In der 26. Minute erzielte er per Kopf das YB-Führungstor. «Es war meine dritte Topchance, und ich bin froh, dass ich zumindest einmal getroffen habe», erklärte Rochat nach dem Spiel.
Für den Romand war es das erste Super-League-Tor seit eineinhalb Jahren. Im September 2014 hatte er zuletzt getroffen – beim 3:2 gegen Luzern. Bei YB war Rochat zuletzt nicht mehr erste Wahl, in diesem Jahr stand er erstmals in der Startformation und nur, weil Gregory Wüthrich verletzt ist. «Die Konkurrenz ist gross», weiss Rochat, «und das ist gut so. Denn Konkurrenz macht uns alle besser.»
«Das nervt mich gewaltig»
2:0 führte YB und steuerte einem lockeren Sieg entgegen, doch die Berner liessen nach. «5, 10 Minuten haben wir uns das Leben schwergemacht», formulierte es Rochat und fügte an: «Das nervt mich gewaltig.» In dieser Zeit war die ansonsten stabile Defensivabteilung zuweilen überfordert, YB kassierte zwei Gegentore. Trotz letztlich drittem Sieg in Serie fordert der Routinier: «Wir müssen in Zukunft konstanter werden.»
Nach dem 5:2-Sieg hatte Alain Rochat Grund zum Lachen, weniger lustig fand Luzerns Michael Frey den Auftritt seiner Equipe. Der Stürmer spielte erstmals in seiner Karriere im Stade de Suisse gegen statt mit YB. «Auf dieses Spiel habe ich mich sehr gefreut, jetzt bleibt einzig der Frust», sagte der 21-Jährige, der den Assist zum 2:2 seiner Equipe verbuchen konnte.
Die Schwächen bei den Standardsituationen seien ausschlaggebend gewesen. Nach der sechsten Niederlage in Serie (inklusive Cuphalbfinal) ist in der Innerschweiz Unruhe aufgekommen. «Damit müssen wir fertig werden», sagte Frey. «Es ist unsere Aufgabe, mit Siegen für Ruhe zu sorgen.» Am liebsten natürlich mit Frey-Toren, getroffen hat er für die Luzerner bisher noch nicht. «Das will ich raschmöglichst nachholen, denn ich bin fit und fühle mich in Luzern sehr wohl.»
Das Lob des Trainers
Alain Rochat gab gestern mit seiner starken Leistung ein Bewerbungsschreiben ab. Der Vertrag des 33-Jährigen läuft Ende Saison aus, eine Verlängerung des Engagements ist ungewiss. Der Spieler möchte sich zur Situation momentan nicht äussern und lieber die Taten auf dem Spielfeld sprechen lassen.
Ein Lob für das Gezeigte gab es dafür von Adi Hütter. «Alain Rochat machte die fehlende Körpergrösse beim Kopfball mit perfektem Timing wett. Er zeigte eine ausgezeichnete Leistung und belohnte sich mit dem Tor gleich selber.» Der Trainer hat immer recht. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/17319359
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shalako
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Verfasst: Montag 7. März 2016, 11:46 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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07.03.2016  Zitat: Babbel hängt in den Seilen
Fussball Das 2:5 gegen YB ist für den FC Luzern die fünfte Niederlage in Folge
In den nächsten Tagen wird Walter Stierli von seiner Südamerika-Reise in die Schweiz zurückkehren. Man kann nur hoffen, dass der Ehrenpräsident des FC Luzern während der Kreuzfahrt seine Batterien geladen und frische Kräfte gesammelt hat. Die Realität rund um den kriselnden Klub dürfte Stierli schnell einholen. Es herrscht Alarmstufe rot: Mit Bernhard Alpstaeg soll der wichtigste Mäzen des Zentralschweizer Super-Ligisten Stierli nämlich bereits zu einer Unterredung unter vier Augen gebeten haben.
Druck macht Babbel zu schaffen
Über den Inhalt des Gesprächs von Stierli und Alpstaeg kann man zum jetzigen Zeitpunkt nur spekulieren. Ein Thema dürfte zweifellos Trainer Markus Babbel sein. Ob der Deutsche am nächsten Samstag im Heimspiel gegen Lugano noch an der Seitenlinie stehen wird, muss bezweifelt werden. Schliesslich geht es im Abstiegskampf langsam, aber sicher ans Eingemachte. Babbel hängt nach dem miserablen Start in die zweite Saisonhälfte buchstäblich in den Seilen. Unter Druck unterlaufen dem Bayer mehr und mehr Fehler. Wie schon bei der 1:2-Heimpleite im Cup gegen Lugano am vergangenen Mittwoch verzichtete Babbel auch gegen die Young Boys auf die Kreativspieler Markus Neumayr und Jakob Jantscher. Und was hat sich Babbel wohl gedacht, als er François Affolter und Nicolas Haas als Sechser vor die Viererabwehrkette gestellt hatte? Beide waren auf dieser Position völlig überfordert.
Es ist unklar, wie lange Babbel noch am Ruder ist. Klar ist jedoch, dass der FC Luzern die Young Boys seit dem Rückrundenauftakt in der Rolle des Prügelknaben abgelöst hat. Das 2:5 war für die Zentralschweizer die fünfte Niederlage in der Meisterschaft in Serie.
Dass man gegen die Berner vier Treffer nach Standardsituationen kassiert hat, sagt vieles über die Zerfallserscheinungen innerhalb des Teams aus. «Es kann nicht sein, dass wir drei Tore nach Eckbällen und einen Treffer nach einem Einwurf kassieren», sagte Torhüter David Zibung. «Wir verlieren zu viele Zweikämpfe im Strafraum.» Babbel sprach während seiner Spielanalyse davon, dass seine Spieler zu lieb, zu nett und zu brav seien. «Das Ganze ist eine Charaktersache», erklärte der deutsche Trainer. «Es fehlt die Gier, zu verteidigen. Es ist an der Zeit, dass sich alle zur Wehr setzen. In dieser schwierigen Situation muss jeder Verantwortung übernehmen.»
Hoarau mit Mustervorführung
Dass der FC Luzern Moral gezeigt und aus einem 0:2 ein zwischenzeitliches 2:2 gemacht hat, ist das einzig Positive aus Sicht des Dauerverlierers. YB aber war vor 16 051 Zuschauern auf dem Kunstrasen im Stade de Suisse das klar bessere Team. Der Mann des Spiels heisst Guillaume Hoarau! Der Franzose schoss nicht nur seine Saisontreffer fünf, sechs und sieben, nein, er war beim 2:1 nach Ablauf einer halben Stunde für die grosse Showeinlage verantwortlich. Nach einem Corner von Milan Gajic bezwang Hoarau Luzern-Keeper Zibung mit einem herrlichen Fallrückzieher aus acht Metern. Und als Luzern zu Beginn der zweiten Halbzeit drauf und dran war, die Wende zu schaffen, schlug Hoarau erneut zu und markierte das 3:2. YB also schüttelte sich nach den zwei Gegentoren kurz, legte den Schlendrian ab, setzte im Schlussspurt zur Kür an, gab dem FC Luzern den Rest und verbesserte sich auf Kosten von GC auf Rang 2 der Super-League-Tabelle. http://www.aargauerzeitung.ch/sport/bab ... -130113914
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