Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 28 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3
Autor Nachricht
 Beitrag Verfasst: Sonntag 7. Februar 2016, 12:35 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
06.02.2016

Bild

Zitat:
Vor der Pause flott, in der zweiten Halbzeit schwach

Die Spieler der Young Boys bauten beim 1:1-Unentschieden gegen GC nach der Pause stark ab. Die Rückkehrer Steve von Bergen und Guillaume Hoarau überzeugten.

Yvon Mvogo, Note 5
Der Torhüter zeigte einige gute Paraden, wirkte sicher und souverän. Beim Gegentor chancenlos. Verhinderte nach der Pause eine Niederlage.

Florent Hadergjonaj, Note 4
Weniger aktiv nach vorne als gewöhnlich, hatte teilweise Mühe mit dem Brasilianer Caio. Insgesamt aber defensiv solid.

Milan Vilotic, Note 3,5
Robust, aber gegen den flinken GC-Stürmer Munas Dabbur nicht immer stilsicher. Und in der Angriffsauslösung ungenügend, mit ungenauen Zuspielen.

Steve von Bergen, Note 5
Der beste Berner Verteidiger. Nur einmal mit einer Schwäche, als er zu spät kam. Im Spiel nach vorne überzeugend, bereitete einige YB-Chancen vor. Auch vor dem 1:0 schlug er den langen Ball auf Benito.

Loris Benito, Note 4,5
Offensiv auffälliger als Hadergjonaj auf der anderen Seite. Der Linksverteidiger bereitete das YB-Tor mit einer Flanke von der Grundlinie aus vor. Wie die Teamkollegen nach der Pause deutlich schwächer.

Yoric Ravet, Note 4,5
Bei seinem Debüt für die Young Boys – ausgerechnet gegen seinen früheren Klub – war der Franzose lange Zeit eine treibende Kraft. Seine Dynamik und Klasse blitzten immer wieder auf, Ravet war in der ersten Halbzeit an einigen Berner Angriffen beteiligt. Aber auch er baute enorm ab.

Leonardo Bertone, Note 4
Im zentralen Mittelfeld im Schatten des starken GC-Strategen Kim Källström. Verrichtete seinen Dienst unaufgeregt, vermochte dem YB-Aufbauspiel aber wenig Kreatives beizufügen.

Denis Zakaria, Note 4,5
Leicht besser als Benito, mit einigen tollen Aktionen. Der Youngster leistete sich aber auch Phasen, in denen er blass blieb.

Miralem Sulejmani, Note 4
Weil der Serbe in der Vorbereitung verletzungsbedingt einige Zeit gefehlt hatte, ist er noch nicht in Bestform. Gegen GC kam das deutlich zum Vorschein. Oft fehlte den Aktionen des spielstarken Flügels die letzte Konsequenz. Beispielsweise, als er alleine vor Joel Mall am GC-Goalie scheiterte.

Alexander Gerndt, Note 3,5
Der Stürmer war zwar wie immer aktiv und lauffreudig, agierte aber unglücklich – vor allem im Abschluss.

Guillaume Hoarau, Note 5
Der Torjäger unterstrich nach langer Verletzungspause seinen Wert für die Young Boys. Jederzeit gefährlich, erzielte ein tolles Kopftor, zudem schoss er mit seiner grandiosen Kopfballstärke einen zweiten Treffer, der zu Unrecht wegen Abseits aberkannt wurde. Einen Abschluss Hoaraus lenkte Mall früh überragend an den Pfosten.

Yuya Kubo, Note 3,5
65. Minute für Gerndt. Der junge Japaner kam in einer Phase, als es YB nicht gut lief. Er konnte daran wenig ändern.

Scott Sutter (79. Minute für Benito) und Raphael Nuzzolo (83. Minute für Sulejmani) waren für eine Benotung zu kurz im Einsatz.


posting.php?mode=reply&f=1&t=3455

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 7. Februar 2016, 12:54 
Offline

Registriert: Dienstag 15. Februar 2011, 11:13
Beiträge: 738
schade hat man es verpasst in den ersten 45 minuten den sack zuzumachen. das pausenresultat müsste mindestens 3:1 sein. in der zweiten halbzeit war yb leider eingebrochen. am schluss musste man noch fast um den einen punkt bangen.....leider.

alles in allem aber ein guter auftakt zur rückrunde von beiden teams.


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 7. Februar 2016, 15:15 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Montag 24. Mai 2004, 18:21
Beiträge: 3440
Wohnort: In der Brauerei
Ein Remis zum Auftakt

Zum Rückrundenauftakt trennen sich YB und GC im Stade de Suisse 1:1-Unentschieden. Die Berner gingen verdient in Führung, Hoarau traf mit einem Kopfball. Der Ausgleich fiel praktisch im Gegenzug, als Kamberi nach einem Corner erfolgreich war.

***

Die Young Boys traten entschlossen auf und erarbeiteten sich in der ersten halben Stunde ein Plus an Chancen. Die Führung durch Hoarau nach einer Flanke Benitos war der verdiente Lohn für den guten Auftritt. YB hatte davor bereits ein paar Gelegenheiten nicht genutzt, Sulejmani scheiterte beispielsweise an GC-Goalie Mall, Hoarau hatte nach 10 Minuten den Pfosten getroffen.

Die Führung hielt allerdings nicht lange. Kamberi setzte sich nach einem Corner durch und traf zum Ausgleich. Zu diesem Zeitpunkt war das für die Gäste ein eher glückliches Resultat.

In den rund 20 Minuten nach der Pause entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. GC wirkte nun aber gefährlicher, YB tat sich je länger das Spiel dauerte schwerer. Dennoch wäre in der Schlussphase der erneute Führungstreffer möglich gewesen, als Hoarau nach einer Ravet-Flanke an Mall scheiterte. Doch danach mussten YB noch einmal das Glück und einmal Goalie Mvogo beanspruchen. Caio verpasste den zweiten Treffer für die Gäste, Dabbur scheiterte in der Nachspielzeit am Berner Schlussmann.

So blieb es beim 1:1. Ein Resultat, das den YB-Fans mittlerweile bekannt ist. Die Berner spielten zum achten Mal in dieser Saison Unentschieden, zum achten Mal mit diesem Resultat.

Weiter geht es in einer Woche mit den Auswärtsspiel in Vaduz (13. Februar 2016, 20:00 Uhr).

YB - GC 1:1 (1:1)
Stade de Suisse. - 14'412 Zuschauer. - SR Jaccottet.
YB: Mvogo - Hadergjonaj, Vilotic, Von Bergen, Benito (79. Sutter) - Ravet, Zakaria, Bertone, Sulejmani (82. Nuzzolo) - Gerndt (65. Kubo), Hoarau.
GC: Mall - Bauer, Bamert, Barthe, Antonov - Källström - Kamberi (84. Tabakovic), Basic, Alpsoy (73. Tarashaj), Caio - Dabbur.
Bemerkungen: YB ohne Wüthrich (gesperrt), Castroman, Seferi (beide verletzt), Gajic, Kololli und Lecjaks (nicht im Aufgebot). GC ohne Pnishi (gesperrt) und Lüthi (verletzt). 10. Pfostenschuss Hoarau. 36. Tor von Hoarau wegen Foul aberkannt.
Verwarnungen: 38. Von Bergen (Foul). 43. Barthe (Foul). 45. Antonov (Foul). 68. Sulejmani (Unsportlichkeit). 72. Bertone (Foul). 94. Hadergjonaj (Foul).


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Sonntag 7. Februar 2016, 18:06 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
07.02.2016

Bild

Zitat:
Kamberi auf Ibrahimovics Spuren

Der Ausgleich der Grasshoppers gegen YB war ein Tor der absoluten Extraklasse. Aber sehen Sie selbst!


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/29532051

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 8. Februar 2016, 09:21 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
07.02.2016

Bild

Zitat:
Filmriss nach starker Ouvertüre

YB zeigt beim 1:1 gegen GC zwei Gesichter. Auf eine sehr starke erste Halbzeit folgt ein krasser Leistungsabfall. Und so erleiden die Young Boys auf ihrer Jagd nach Rang 2 einen kleinen Rückschlag.

Den Humor hat dieser Anhänger nicht verloren. «Hey, wir sind 2016 noch ungeschlagen», sagte er am Samstag zu seinem Kollegen, der erklärt hatte, YB habe an diesem Abend eine grosse Chance verpasst. Beim 1:1 zu Hause gegen GC in einer lange Zeit packenden, intensiven Begegnung hinterliessen die Young Boys zum Rückrundenstart einen zwiespältigen Eindruck. Vor der Pause überzeugten sie mit schwungvollem Offensivfussball, nach dem Seitenwechsel bauten sie eklatant ab. «Mit der Leistung in der ersten Halbzeit bin ich zufrieden», sagte Trainer Adi Hütter. «Aber am Ende müssen wir froh sein, nicht verloren zu haben.»

Weiter fünf Punkte Rückstand

So eine Rückrunde kann ganz schön lang und langweilig sein, wenn der grosse sportliche Reiz fehlt. Die Young Boys jedenfalls stehen vor einem Frühling, in dem sie wenig gewinnen können. Das Saisonziel, einen Titel zu feiern, dürfte eher schwierig zu erreichen sein: Im Cup ist YB nur noch Zuschauer, in der Meis­terschaft liegt Leader und Se­rienmeister Basel seit gestern 17 Punkte vor den Bernern.

Also geht es für die Young Boys in den nächsten Monaten darum, Rang 2 zu erobern. Dieser, und das ist die erfreuliche Nachricht im tristen Alltag, berechtigt zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation. Das hört sich immerhin ein wenig nach Glanz und Gloria an, auch wenn YB letztes Jahr mit dieser Ausgangslage zu Saisonbeginn in erhebliche Turbulenzen geriet.

2016 soll bei den Young Boys mal wieder vieles besser werden. Nach dem Remis gegen GC beträgt der Rückstand auf die zweitplatzierten Grasshoppers aber vorerst weiter fünf Punkte, obwohl das Berner Ensemble deutlich besser und breiter, prominenter und teurer besetzt ist.

Überzeugende Startphase

Vorgestern startete YB enorm druckvoll und stark ins Spiel und hätte vor der Pause drei, vier Tore erzielen können. Guillaume Hoarau erzielte ein wuchtiges Kopftor zum 1:0 (27. Minute) und ein wuchtiges Kopftor zum 2:1 (36. Minute), welches zu Unrecht wegen Abseits aberkannt wurde. Der Franzose traf zudem den Pfosten. Auch Miralem Sulejmani und Alexander Gerndt vergaben Topchancen, während GC mit dem ersten gefährlichen Torschuss reüssierte. Der junge Florian Kamberi zauberte einen Eckball mit der Hacke ins Tor.

Das sorgte nach rund einer halben Stunde Spielzeit für Ernüchterung bei den Gastgebern, die ihrem hohen körperlichen Aufwand nach der Pause Tribut zollten. «Es ist enttäuschend, lief in der zweiten Halbzeit so wenig», sagte Linksverteidiger Loris Benito. Sein Trainer Hütter begründete den Filmriss in der YB-Vorstellung damit, dass einige Akteure in den letzten Wochen angeschlagen waren und nicht in körperlicher Bestform sind.

Wenig Zuschauer

Sein Gegenüber Pierluigi Tami analysierte die abwechslungsreichen Ereignisse derweil relativ entspannt. «Wir haben nach einer schwierigen Startphase gut reagiert und dürfen zufrieden sein», sagte der frühere Schweizer U-21-Nationaltrainer, der bei GC auf viele junge, unbekannte Kräfte setzt. Der langjährige Nationalspieler Philippe Senderos wurde in Bern noch nicht eingesetzt, dafür debütierte in der Innenverteidigung der 17-jährige Jan Bamert. «Die Jungen haben das toll gemacht», sagte Tami.

Auch bei den Young Boys stehen bekanntlich einige Talente im Kader. Die Aussichten des Teams sind vielversprechend, aber nun geht es für YB darum, verloren gegangenes Vertrauen im Publikum zurückzugewinnen. Selbst wenn Skiferien sind und der Samstagabend Anfang Fe­bruar kein attraktiver Spieltermin ist, sind etwas mehr als 14'000 Zuschauer im Duell Dritter vs. Zweiter eine Enttäuschung. Und ein Hinweis darauf, dass die Berner Fussballfreunde nach einem äusserst frustrierenden YB-Jahr zuerst wieder von einem Besuch im Stade de Suisse überzeugt werden müssen. «Wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen», versicherte Loris Benito, «und haben noch viele Spiele Zeit, um unser Ziel zu erreichen.»

Und weil GC am Samstag erneut einen erstaunlich stabilen Eindruck hinterliess, könnte die ­YB-Jagd auf die Zürcher im Frühling ja durchaus unterhaltsam werden.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/17082530

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 8. Februar 2016, 09:23 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
08.02.2016

Bild

Zitat:
Spezieller Abend für Tabakovic, guter Einstand von Ravet

GC-Stürmer Haris Tabakovic und YB-Flügelspieler Yoric Ravet schütteln im Stade de Suisse gegen ihre früheren Klubs viele Hände.

Es wäre eine schöne Geschichte gewesen. Zumindest für Haris Tabakovic. In der 84. Minute wurde der 21-Jährige im Stade de Suisse mitten in der finalen GC-Druckphase für Torschütze Florian Kamberi eingewechselt. Tabakovic kam in seinem ersten Pflichtspieleinsatz für seinen neuen Klub zu einigen halbwegs gefährlichen Aktionen im YB-Strafraum – ein Treffer gelang ihm gegen seinen ehemaligen Verein jedoch nicht.

Aber auch so gibt es weiter Personen in Bern, die nicht verstehen, warum die Young Boys eines der grössten Sturmtalente des Landes nicht langfristig an sich binden konnten. «Ich hatte eine gute Zeit bei YB», sagte Tabakovic am Samstagabend, «aber jetzt bin ich seit einigen Wochen bei GC. Und es gefällt mir hier sehr gut.»

Natürlich sei es für ihn ein «sehr spezieller Abend» gewesen, sagte Tabakovic, der vor der Partie von YB offiziell verabschiedet worden war. Sein Ziel mit den Grasshoppers ist es, den zweiten Platz zu verteidigen. «Das 1:1 heute ist ein gutes Ergebnis für uns, auch wenn wir gegen Ende der Partie stärker waren.»

Der grösste Unterschied zwischen YB und GC sei, dass es in der Kabine seines neuen Arbeitgebers noch viel mehr junge Gesichter habe. «Es ist schon bemerkenswert, wie stark bei uns auf den Nachwuchs gesetzt wird», sagt Tabakovic. «Unser Trainer Pierluigi Tami gibt uns enorm viel Vertrauen.»

Ravet mit Tempo und Technik

Bei YB agieren die Youngsters eher in der Defensive, Tabakovic wäre nur die Rolle des dritten oder vierten Stürmers geblieben. Der neue Hoffnungsträger im Berner Angriff schüttelte vorgestern ebenfalls viele Hände. Auch Yoric Ravet traf auf jenen Verein, für den er in der Vorrunde noch gespielt hatte.

Mit 16 Skorerpunkten (je 8 Tore und Assists) in 18 Einsätzen war Ravet einer der besten Super-League-Akteure in der Vorrunde gewesen. Bei seinem Debüt für YB überzeugte der Franzose mit Zielstrebigkeit, Tempo und Ballgefühl.

Die Nummer 10 besitzt auf jeden Fall die Klasse, den zu Basel gewechselten Renato Steffen zu ersetzen. «Wir haben enorm viel Potenzial und begannen gegen GC stark», meinte Ravet. «Aber leider gelang es uns nicht, das Niveau zu halten.» Nun gehe es darum, aus dieser Partie zu lernen und es in Zukunft besser zu machen, sagte der 26-Jährige, dann komme es mit den Young Boys schon gut.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/30635236

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 8. Februar 2016, 09:24 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
08.02.2016

Bild

Zitat:
Bei YB muss man auf alles gefasst sein

Die Young Boys beginnen gegen GC fulminant und müssen am Schluss dennoch um das 1:1 froh sein.

Es fehlte wenig, und die YB-Fans wären in dieser feuchtkalten Februarnacht wieder einmal von der grossen Melancholie eingeholt worden. Ausgerechnet der einstige YB-Junior Haris Tabakovic, der erst seit dem 13. Januar für die ­Grasshoppers spielt, umkurvte in der Nachspielzeit seinen Kumpel Yvon Mvogo im YB-Tor. Der Ball prallte vor die Füsse von Munas Dabbur, doch an der Seitenlinie winkte Schiedsrichter-Assistent Stéphane de Almeida aufgeregt mit der Fahne; Schiedsrichter Adrien Jaccottet pfiff und YB entkam dem 1:2. Wie die TV-Aufnahmen zeigten, riss der Assistent zu Unrecht die Flagge hoch, Dabbur stand bei dieser Aktion nicht in der verbotenen Zone.

Es war nicht die einzige Fehlentscheidung des Schiedsrichter-Trios an diesem Abend. So wurde in der ersten Halbzeit ein Tor von Guillaume Hoarau fälschlicherweise wegen Abseits nicht anerkannt. Dennoch sah Adi Hütter nach dem 1:1 keinen Anlass, die Vorstellung seiner Mannschaft schönzureden: «GC war für mich in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft», sagte der YB-Trainer. Hütter kritisierte die vielen weit ­geschlagenen Bälle seiner Spieler während der zweiten Halbzeit. Immer wieder wurde vorne der 1,92-Meter-Mann Hoarau gesucht, der auch die meisten Kopfballduelle gewann. Doch die Berner blieben mit dieser Spielweise kaum über mehr als zwei, drei Stationen im Ballbesitz und verloren so die Linie und die Kontrolle über das Spiel.

Dabei hatte YB das Duell der beiden Traditionsclubs vielversprechend begonnen. Die Young Boys attackierten wild und früh. Während der ersten zwanzig Minuten erwischten die Berner mit ihrer Balleroberung die ­Zürcher immer wieder in ungeordneter Aufstellung und erspielten sich viele Chancen. GC-Goalie Mall lenkte den Ball nach einem Schuss von Hoarau in der 10. Minute an den Pfosten, und als der erst 17-jährige Debütant Jan Bamert in der Innenverteidigung einen Rundschlag produzierte, rettete der Sohn des ehemaligen Handball-Internationalen Uwe Mall vor Suljemani mit breiter Brust. In der 27. Minute allerdings liess sich Mall von einem Kopfball von Hoarau düpieren, der Franzose hatte sich nach einer Flanke von Benito gegen Antonov im Luftduell wuchtig durchgesetzt.

Das Zirkustor von Kamberi

Wie die jungen Grasshoppers auf diesen Rückstand unter der Regie des «alten Schweden» Kim Källström reagierten, war beeindruckend. Sie erzielten durch ein «Zirkustor» von Florent Kamberi das 1:1. Der 20-Jährige lenkte mit dem Absatz einen Eckball des 33-jährigen Källström am näheren Pfosten ins Tor.

Und mit dem Ausgleich wurden die Grasshoppers immer besser. Der frisch gekrönte Trainer des Jahres, Pierluigi Tami, hatte hinterher allen Grund, sein Team zu loben. «Ich bin stolz und froh darüber, wie die Mannschaft auf den Rückstand reagiert hat», sagte der Tessiner. «Während der ersten 20 Minuten hatten wir enorme Mühe mit dem Pressing des Gegners. Danach stellten wir uns viel besser ein, und in den letzten 20 Minuten hat meine Mannschaft alles versucht, den Siegestreffer zu erzielen.»

In dieser Phase zeigte Mvogo drei ­herausragende Interventionen, und einmal rettete der eingewechselte Scott ­Sutter in höchste Not. Nicht nur Mvogo, auch sein gegenüber Mall zählten zu den herausragenden Protagonisten dieser Partie, die einiges an Unterhaltung bot. Tami sprach von «Spektakel pur», und damit übertrieb der GC-Trainer nicht – oder vielleicht nur ein klein bisschen.

Vom Traum- zum Hauruckfussball

Aus Berner Sicht reift die Erkenntnis, dass YB eine Mannschaft bleibt, bei der man auf alles gefasst sein muss. Gegen GC boten die Young Boys das gesamte Spektrum: Zuerst schnelle, berauschende Angriffsaktionen und effizientes Pressing, danach wenig inspirierenden Hauruckfussball mit vielen weiten Pässen und am Schluss gar Nervosität und Bangen. So spielte YB wieder einmal 1:1, zum achten Mal schon in der ­laufenden Saison.

Dennoch sollte man sich hüten, voreilige Schlüsse zu ziehen. YB ist in dieser Rückrunde einiges zuzutrauen, in jeglicher Hinsicht. Das Spiel gegen GC ist der Beweis für diese These.

Noch ein Wort zu Neuzugang Yoric Ravet: Er begann als Rechtsfuss das Spiel auf der linken Seite, tauschte nach der Pause die Position mit Suljemani, um nach eine Stunde wieder auf der linken Seite zu stürmen. Ravet zeigte ein gutes Debüt mit YB und hatte deutlich mehr ­Wirkung und Einfluss auf das Spiel der Berner als der zeitweise fahrig und genervt wirkende Suljemani auf der anderen Seite. «In der Schlussphase waren wir irgendwie verkrampft, deshalb kam GC zu diesen Torchancen», meinte der Franzose. «Seltsam, wie stark wir abbauten, nachdem wir gut begonnen hatten. Aber wir müssen den Kopf hoch halten, abgerechnet wird Ende Saison.»


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Be ... y/27883816

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 8. Februar 2016, 10:29 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
07.02.2016

Bild

Zitat:
GC nach dem 1:1 in Bern

Tami, der glückliche Trainer

Der GC-Coach Pierluigi Tami vertraut seiner Intuition und jungen Spielern. Der interne Konkurrenzkampf dürfte sich intensivieren.

Irgendwann tief in der zweiten Halbzeit des Matchs YB - GC lief sich Philippe Senderos warm. Er kam aber nicht zum Einsatz. Die Aktion war mehr eine gruppendynamische Massnahme des Trainers Pierluigi Tami, um zu demonstrieren, dass alle zum Erfolgs-Puzzle des Grasshopper-Clubs gehören. Auf dem Feld spielte der Teenager Jan Bamert derweil einen soliden Part, «wie ein Routinier machte Jan das», sagte der Torhüter Joël Mall. So wie man es von Senderos ungefähr erwartet hätte.

Eigentlich wäre es auf der Hand gelegen, den grossgewachsenen und robusten (ehemaligen) Nationalspieler gegen den YB-Hünen Guillaume Hoarau verteidigen zu lassen. Aber Tami vertraute «den Signalen im Training» und gewährte der Jugend Auslauf: Bamert (17 Jahre alt), Harun Alpsoy (18), Florian Kamberi (18). Levent Gülen und Shani Tarashaj sassen auf der Ersatzbank. Manchmal muss man «diesen Signalen» vertrauen, sagte Tami nach dem Spiel, und seine Gesichtszüge spiegelten Zufriedenheit. Es sei schön für einen Trainer zu sehen, dass man mit seiner Intuition nicht so falsch liege. Besonders gefallen hatte ihm, wie sein Team auf den Rückstand reagiert hatte. Hoarau hatte in seiner dominanten Art per Kopf zum 1:0 getroffen, mit den Füssen aber während des Spiels nicht immer überzeugt. Tami musste während der YB-Startoffensive aktiver coachen als auch schon, er beauftragte Kim Källström, Verantwortung in der Umgebung von Hoarau zu übernehmen – danach sei alles besser gelaufen. Kamberi glich mit der Hacke nach einem Eckball auf virtuose Art zum 1:1-Endstand aus, nachher war GC die bessere Mannschaft. Tami war auch deswegen ein glücklicher Trainer, weil er mit dem Input von jugendlicher Kraft zwei Dinge erreichte: Er verfügt (plötzlich) über personelle Alternativen, und der interne Konkurrenzkampf dürfte sich intensivieren. Das sind Faktoren, die einem Trainer ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Auch wenn Tami weiss, dass er mit YB auf einen Gegner getroffen ist, der «als Team nach der Führung nicht mehr funktionierte», wie es der Berner Florent Hadergjonaj treffend formulierte.


http://www.nzz.ch/sport/fussball/tami-d ... 1.18691487

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 28 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Baidu [Spider] und 44 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de