Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 25 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3
Autor Nachricht
 Beitrag Verfasst: Montag 28. September 2015, 08:08 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
28.09.2015

Bild

Zitat:
Erstaunliches, aber wenig Erbauliches

Ohne zu überzeugen, haben die Young Boys das eher flaue Derby in Thun 1:0 für sich entschieden. Als erstes Team fanden die Oberländer ein Mittel, um sich dem Pressing der Gelb-Schwarzen zu entziehen.

Als Adi Hütter vor drei Wochen in Bern vorgestellt worden war, sagte er, er sei kein Wunderwuzzi. Bei YB hat der Österreicher dennoch schon vieles bewirkt. Gestern feierten die Young Boys im vierten Spiel unter Hütter den vierten Sieg. Im Stile einer Spitzenmannschaft entscheiden die Gelb-Schwarzen eine Partie für sich, ohne dabei restlos überzeugt zu haben. «Im Fussball gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft», stellt Hütter nach dem 1:0-Sieg bei der Pressekonferenz in der Stockhorn-Arena fest. Der YB-Coach redet von einem Arbeitssieg und sagt: «Kompliment an den FC Thun.»

Auf dem Podium neben Hütter sitzt Ciriaco Sforza. Mit den wohlwollenden Worten seines Konterparts kann der Thuner Trainer in diesem Moment nur wenig anfangen. Wieder einmal muss sich Sforza zu einer Niederlage äussern – der siebten im zehnten Spiel der Super League. Der 45-Jährige spricht von einem ärgerlichen 0:1, weil sein Team gute Chancen ungenutzt habe verstreichen lassen.

Und doch ist in seinem Gesicht keine Enttäuschung zu erkennen, Sforza wirkt nicht unzufrieden. Er konnte gestern zumindest einen Teilerfolg feiern. Als erstes Team war es den Thunern gelungen, sich dem extremen Pressing der Young Boys zu entziehen. Es war vor 8026 Zuschauern womöglich die erstaunlichste Erkenntnis des gestrigen Nachmittags.

Sforzas Gegenmittel

Denn nach dem eindrucksvollen Start in die Ära Hütter beim 4:0-Sieg gegen Vaduz war gemeinhin erwartet worden, dass die aggressive Spielweise des neuen Trainers, welche die Berner gerade erst am Erlernen sind, gegen die spielstarken ?Basler noch wenig Wirkung erzielen würde.

Doch dem Leader waren am vergangenen Mittwoch bei der 3:4-Niederlage im Stade de Suisse etliche Fehler unterlaufen. Auch weil die Basler – wie die Liechtensteiner – bemüht waren, hinten raus zu spielen. Sforza stellte deshalb um, er wies seine Equipe an, mit langen Bällen zu agieren. «Wir hatten nicht den gewünschten Zugriff», sagt Hütter. «Der FC Thun hat das sehr gut gemacht.»

Und dies, obwohl die Young Boys wunschgemäss in die Partie starteten. Weil Thuns Goalie Guillaume Faivre von Yuya Kubo irritiert worden war, hatte er nach elf Minuten eine Hereingabe des auffälligen Renato Steffens passieren lassen. Der frühe Rückstand vermochte die Oberländer aber nicht aus dem Konzept zu bringen, sie hielten sich an ihren Plan und waren vor allem in der ersten Halbzeit die deutlich aktivere Mannschaft. Simone Rapp (20. und 35.Minute), Fulvio Sulmoni (23.) und Dennis Hediger (41.) verpassten aber gute Gelegenheiten.

Roman Buess traf vor dem Seitenwechsel zudem den Innenpfosten. Der Treffer hätte allerdings nicht gezählt, der Stürmer hatte zuvor knapp im Abseits gestanden. Er sei nach der ersten Hälfte verärgert gewesen, offenbart Hütter. «Das war die schlechteste Halbzeit seit ich in Bern bin.» Und: «Ich hatte den Eindruck, weil wir gegen Basel gewannen, meinten einige Spieler, es ginge von alleine.»

Von Bergens Verletzung

Dass Hütter seine Worte nach dem Spiel ohne Ärger vortragen konnte, hing mit der zweiten Halbzeit zusammen. YB musste den Thunern nun deutlich weniger zugestehen. Es bedurfte eines individuellen Fehlers von Steve von Bergen, damit das Heimteam zu einer Ausgleichschance kam. Nach gut einer Stunde hatte sich der Captain von Marco Rojas den Ball wegnehmen lassen, der Neuseeländer agierte aber vor Torhüter Yvon Mvogo zu zögerlich. Von Bergen zog sich in dieser Szene eine Muskelverletzung am Oberschenkel zu, er dürfte zumindest für die Partie gegen GC ausfallen.

Dennoch werden die Young Boys die Zürcher am Sonntag mit viel Selbstvertrauen zum Spitzenspiel empfangen. Sie befinden sich derzeit im Hoch. Im nahe gelegenen Oberland sieht die Thuner Gefühlswelt derweil ganz anders aus.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/14747851

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 28. September 2015, 08:09 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
28.09.2015

Bild

Zitat:
Es geht auch unspektakulär

YB tut sich im Derby gegen Thun sehr schwer, wahrt dank des 1:0 aber die makellose Bilanz unter Adi Hütter.

Die Young Boys unter Adi Hütter – das bedeutete in der Super League bisher Spektakel und viele Tore. 4:0 hiess es ­gegen Vaduz, 4:3 gegen Leader Basel.

Es geht unter dem neuen Trainer aber auch anders, um zu den Punkten zu kommen. Begeisterte YB gegen den FCB mit hohem Tempo, gelungenen Kombinationen und individuellen Akzenten, arbeitete sich die Manschaft vier Tage später mit Kampfkraft, Disziplin, Wille und einer Portion Glück zum dritten Liga-Erfolg in Serie unter neuer Regie.

«Die ersten 45 Minuten waren die schlechteste Halbzeit, seit ich in Bern Trainer bin», sagte der Österreicher nach dem zweiten Derby der Saison, das den 8000 ­Zuschauern nicht viel Spass machte. Und Hütter betonte auch, dass er dem Team seinen Ärger in der Pause kundgetan habe. «Zwei, drei Spieler» hätten nicht die Bereitschaft ­gezeigt, die er gefordert habe. Erst in der zweiten Halbzeit sei die Leistung besser gewesen. Richtig gut war der Auftritt des Favoriten aber auch nach dem Seitenwechsel nicht. Die Young Boys kamen erst in der 83. Minute durch Steffen zu einer günstigen Gelegenheit, das Spiel mit dem zweiten Tor zu entscheiden. Faivre, der diesmal wieder das Thuner Tor ­hütete, vereitelte dies aber gekonnt.

Steffen bester YB-Offensivspieler

Besser hatte es Steffen in der 11. Minute gemacht. Mit einem Haken düpierte er die Thuner Abwehr und schlenzte den Ball mit dem linken Fuss flach vors Tor. Dort sprintete Kubo in die Flugbahn des Balles, traf ­diesen beim Versuch einer Direktabnahme aber nicht. Das irritierte den Thuner Goalie so sehr, dass dessen ­Reaktion schliesslich zu spät erfolgte. Dass der 23-jährige Aussenstürmer den spielentscheidenden Teffer markierte, war kein Zufall. Steffen war über 90 ­Minuten der einzige wirklich torgefährliche Aktivposten in der YB-Offensive ­gewesen. Die gegen Basel gefeierten Gerndt und Sulejmani konnten kaum eine gelungene Aktion vorweisen. Der Schwede lief zwar viel, kam aber nie ­entscheidend zum Abschluss, der Serbe liess die Souplesse vom Mittwoch vermissen und wirkte ausgelaugt. Und weil auch Kubo zwar bemüht war, aber viel zu umständlich agierte, wirkte YB ­gestern im Abschluss harmlos.

So hatte diesmal die Defensive den massgeblicheren Anteil daran, dass die Stadtberner ihre Erfolgsserie fortsetzen konnten. Auch wenn die Gäste beim Schuss von Rapp (20.), beim Kopfball von Sulmoni (23.) und bei einer flachen Hereingabe von Wittwer (42.), welche Hediger und Buess knapp verpassten, nicht alles im Griff hatten, wirkten sie in der Abwehr insgesamt doch stabil.

Hütter wird die Viererkette im kommenden Heimspiel gegen GC (So 13.45 Uhr) trotzdem umstellen müssen. Von Bergen zog sich in der 68. Minute eine Muskelverletzung am Oberschenkel zu und schied nach dieser Aktion aus.

So blieben dem neuen YB-Trainer am Ende eigentlich nur die drei Punkte, an denen er sich erfreuen konnte. «Weil dieser Sieg unheimlich wichtig war, schmeckt er mir trotzdem», sagte er.

Hütter hat stets betont, dass YB nicht jedes Spiel auf spektakuläre Weise gewinnen werde. Das 1:0 war der Beweis.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Es ... y/26048129

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 28. September 2015, 08:11 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
28.09.2015

Bild

Zitat:
Steffen im Mittelpunkt

Beim 1:0-Sieg in Thun war Renato Steffen der mit Abstand auffälligste YB-Akteur.

Yvon Mvogo, Note 4,5
Obwohl sich die Thuner einige gute Möglichkeiten erspielten, wurde der YB-Torhüter wenig geprüft. Bestätigte bei seinen Interventionen aber die gute Form.

Florent Hadergjonaj, Note 4,5
Beschränkte sich auf seine Defensivaufgaben. Erledigte diese solide.

Milan Vilotic, Note 4
Leistete sich zu Beginn Ungenauigkeiten. Der Innenverteidiger steigerte sich aber und gewann viele Zweikämpfe.

Steve von Bergen, Note 4,5
Vor allem in der Spieleröffnung deutlich besser als sein Nebenmann. Der Captain agierte aufmerksam und aggressiv, er vermochte so viele Duelle gegen Thuns Stürmer Roman Buess zu gewinnen. Leistete sich nach 65 Minuten einen Aussetzer, als er den Ball an Marco Rojas verlor. Von Bergen zog sich dabei eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu und musste ausgewechselt werden.

Scott Sutter, Note 4
Weil Jan Lecjaks (gesperrt) und Loris Benito (verletzt) fehlten, verteidigte Sutter hinten links. Er konnte zuweilen nicht verbergen, dass er zuletzt nur wenig zum Einsatz gekommen war. Zog gegen Rojas mehrmals den Kürzeren. Nach 65 Minuten aber mit starker Rettungsaktion gegen ebendiesen.

Renato Steffen, Note 5,5
Wurde vom Thuner Publikum zu Beginn bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen. Die Unmutsbekundungen schienen den rechten Flügel aber anzustacheln, Steffen war mit Abstand der auffälligste Akteur. Er prüfte Goalie Guillaume Faivre mehrmals und erzielte das einzige Tor gestern Nachmittag.

Alain Rochat, Note 4
Half auch gestern im defensiven Mittelfeld aus. Phasenweise mit vielen Fehlzuspielen. Alles in allem erledigte Rochat seine Aufgaben aber routiniert.

Denis Zakaria, Note 4,5
Nicht ganz so stark wie in den vergangenen Partien. Dem 18-Jährigen unterliefen einige Fehler. Vermochte sich im Mittelfeld aber dennoch zu behaupten.

Miralem Sulejmani, Note 4
In der ersten Halbzeit mit zwei, drei guten Szenen. Der Serbe agierte gestern aber weit weniger auffällig als zuletzt.

Yuya Kubo, Note 4,5
Enorm ballsicher. Der Japaner initiierte so einige Angriffe. Irritierte bei Sfeffens Treffer Faivre.

Alexander Gerndt, Note 4
Je länger die Partie dauerte, desto weniger gelang dem formstarken Schweden. Ein Abschluss mit der Hacke nach einer halben Stunde blieb so seine einzige nennenswerte Gelegenheit. Der Stürmer wirkte müde, er schonte sich aber dennoch nicht.

Gregory Wüthrich, Note 4
68. Minute für den verletzten von Bergen. Fügte sich gut ein.

Guillaume Hoarau (82. Minute für Gerndt) und Alexander Gonzalez (83. Minute für Sutter) waren für eine Note zu kurz im Einsatz.

6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24233685

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 28. September 2015, 08:12 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
28.09.2015

Bild

Zitat:
Thun wie verhext, YB ohne Zauber

Wenn Pfiffe antreiben: Konsequent wird Renato Steffen in Thun ausgebuht, mit seinem Treffer führt er die Young Boys zum glückhaften Derbysieg. Die Oberländer ihrerseits kommen nicht vom Fleck.

Wie verhext sei es, sagt Andres Gerber. Thuns Sportchef hält inne, schüttelt den Kopf. Einmal mehr sei eine gute Leistung nicht belohnt worden, «da ist irgendwo der Wurm drin». Zwei Meter daneben steht Gianluca Frontino, der offensive Mittelfeldspieler spricht vom «besten Spiel in dieser Saison. Wir dominierten, erarbeiteten uns Chancen – es ist extrem bitter, stehen wir mit leeren Händen da.» Die Mannschaft müsse sich gründlich hinterfragen, meint der 25-Jährige. «Es kann nicht immer nur mit Pech zu tun haben.»

Wie wahr: Thun war die aktivere Mannschaft im eher flauen Derby. Die Möglichkeiten indes wurden teils kläglich vergeben; es mangelte an Durchschlagskraft, an Raffinesse, zuweilen auch an technischem Geschick. So resultierte in der zehnten Meisterschaftspartie die siebte Niederlage, im fünften Heimspiel blieben die Oberländer zum vierten Mal punktlos. Kein Vergleich zum Vorjahr, als Thun lediglich zweimal vor eigenem Anhang verloren hatte – während der ganzen Saison, versteht sich.

«Ein wenig beunruhigend»

Und so befindet sich der FC Thun als Neunter, punktgleich mit Schlusslicht Lugano, im Keller der Tabelle. «Von einer neuen Situation» spricht Andres Gerber, «wir gelten immer als Abstiegskandidat, doch etwas damit zu tun hatten wir in den letzten Jahren nie.» Es gelte, die Mentalität anzupassen. «Früher feierte Thun jeden Punkt frenetisch. Das muss wieder so sein, wir müssen uns alles noch härter erarbeiten.»

Noch ist kein Drittel der Meisterschaft absolviert; es wäre gewiss falsch, die Lage bei den Oberländern zu dramatisieren. Gerber wollte denn auch nichts von Nervosität wissen. «Aber natürlich bin ich ein wenig beunruhigt, ich bin schliesslich nicht naiv.» Der Druck im nächsten Spiel am Samstag in Vaduz wird gross sein. «Der Auftritt gegen YB aber macht Mut. Ich bin sicher nicht der Einzige, der unsere Leistung als ordentlich einstuft.»

War er nicht. Selbst Exponenten beim Gegner lobten die Thuner Darbietung. Rechtsverteidiger Florent Hadergjonaj erwähnte das schwere Spiel, welches YB noch vor kurzem wohl nicht gewonnen hätte. Ob bewusst oder nicht: Er wies damit auf den Trainerwechsel von Uli Forte auf Adi Hütter hin. Hütters Pressingfussball funktionierte zwar nicht wie gewünscht, auch weil das Heimteam oft mit langen Bällen agierte.

Lange wird das Derby vom Sonntag wohl nicht in Erinnerung bleiben. Es gab kaum Aufreger, so richtig Stimmung wollte trotz 8000 Zuschauern nicht aufkommen. Laut wurde es nur nach dem Treffer, bei der Einwechslung des genesenen Guillaume Hoarau (82.) – und wenn Renato Steffen in Ballbesitz war. In Thun hatte der YB-Flügel seine Profikarriere einst lanciert, sich aber nicht nur Freunde gemacht.

Die Pfiffe hätten geschmerzt, meinte Steffen, wobei sein süffisantes Lächeln verriet, dass es so schlimm nicht gewesen sein konnte. «Ich war jedenfalls besonders motiviert», hielt der Siegtorschütze fest, und, er habe schon schönere Treffer erzielt. Den YB-Auftritt bezeichnete der offensiv mit Abstand beste Stadtberner als abgeklärt und solidarisch. Kurz: Die etwas cleverer agierenden Young Boys siegten, ohne zu zaubern.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/17969792

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Montag 28. September 2015, 08:15 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
28.09.2015

Bild

Zitat:
Im Abstiegskampf angekommen

Die Oberländer rutschen nach der Derby-Niederlage auf den zweitletzten Platz ab.

An der Leistung der Thuner im Berner Derby gegen YB ist an sich nichts auszusetzen. Doch die Mannschaft von Ciriaco Sforza verlor zum zweiten Mal in Folge mit 0:1 und bildet nach dem Sieg von ­Vaduz in Sion zusammen mit Zürich und Aufsteiger Lugano das punktgleiche Trio am Tabellenende. «Diese Niederlage ist mehr als ärgerlich», sagte Thuns Trainer nach der Partie. «Wir hatten das Spiel und das Pressing von YB im Griff und erspielten uns viele Torchancen, die wir leider nicht ausnützen konnten.»

Dass Thun in den hintersten Regionen der Tabelle angekommen ist, mag Sforza noch nicht beunruhigen. «Wir haben eine intakte Mannschaft gesehen, mit grossem Teamgeist und Spirit.» Ein Zeichen für die von Sforza zitierte positive Grundhaltung beim FC Thun war, dass nach der Niederlage gegen YB niemand von den Abwesenden sprach. Dabei waren am Sonntag mit Siegfried, Schindelholz, Ferreira, Bigler, Glarner und Zarate ein halbes Duzend Spieler mit Stammplatz-Potenzial nicht mit von der Partie.

Verbessert hat sich der FC Thun im defensiven Verhalten, obwohl man nach 10 Spielen bereits mehr Gegentore (21) erhalten hat als in der gesamten letzten Vorrunde (20). In den letzten Spielen mussten die Thuner aber nur noch je einen Gegentreffer hinnehmen, standen sicherer und liessen nur noch wenige Torchancen zu. Das betont auch Verteidiger Thomas Reinmann: «Da haben wir Fortschritte gemacht. Nur nützt uns das wenig, wenn wir vorne die Tore nicht erzielen.» So bleibt auch nach dem Derby nur die bittere Erkenntnis, gut gespielt zu haben, aber ohne Punkte dazustehen.

Gut spielen und verlieren – das ist das gefährliche Muster, nachdem zu viele Spiele der Thuner in dieser Saison verlaufen. «Viele Leute aus dem Umfeld oder in den Medien meinen, dass wir die Lage unterschätzen oder schönreden», sagt Sportchef Andres Gerber. Doch dem ist nicht so. Wir sind uns der Situation voll bewusst. Doch es wäre gefährlich, jetzt alles zu hinterfragen. Denn die Spiele in St. Gallen und nun gegen YB haben auch gezeigt, dass wir viel richtig machen.»

Dieser schlechte Saisonstart trifft Gerber wie auch den Club nicht unvorbereitet. «Wir werden schon seit Jahren als Abstiegskandidat gehandelt. Bisher ­waren wir meistens gut gestartet und konnten dann von früh geholten Punkten leben. Dabei profitierten wir immer wieder davon, dass Teams wie Luzern, GC oder Sion unter den Erwartungen blieben. Jetzt dürfen wir nicht erschrecken, wenn wir uns tatsächlich einmal am Tabellenende befinden.»

Wegweisende Wochen

Die kommenden Spiele sind von grosser Tragweite. Nach dem Auswärtsspiel ­gegen Vaduz am Samstag folgen nach der Nationalmannschaftspause die zwei Heimspiele gegen Zürich und Lugano. Drei Partien gegen jene drei Mannschaften, die zusammen mit Thun die letzten vier Plätze der Tabelle belegen. Trainer Ciriaco Sforza gibt sich kämpferisch: «Ich bin überzeugt, dass wir uns aus dieser misslichen Lage befreien können.» Die nächsten Spiele werden es zeigen.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/Im ... y/14248977

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 25 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 28 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de