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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 13. September 2015, 21:49 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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12.09.2015  Zitat: Doch ein Wunderwuzzi?
Mit dem neuen Trainer Adi Hütter lässt YB dem FC Vaduz keine Chance – 4:0 lautet das Ergebnis.
Es war die Premiere von Adi Hütter. Vor dem Match hatte der neue YB-Trainer aus Österreich gesagt: «Mich zufriedenzustellen, ist sehr, sehr schwierig.» Und: «Wir wollen aggressiv und attraktiv spielen.» Und: «Ich bin kein Wunderwuzzi.»
Der österreichische Wunderwuzzi ist so etwas wie der Schweizer Siebesiech. Nun gut, das ist Hütter auch nach dem gestrigen Abend noch nicht. Im besten Fall für YB aber wird er es noch. Und was er von seiner neuen Mannschaft gesehen hat im Heimspiel gegen Vaduz, das hat den 45-Jährigen schon «sehr glücklich» gemacht. Er sprach von einer «tollen Leistung nach nur einer Woche Training», das Team habe bereits sehr vieles richtig gemacht.
Aggressiv und attraktiv wie von Hütter gewünscht, so war der Auftritt der Berner – zumindest bis zur Pause. 55 Sekunden benötigten sie, um in Führung zu gehen. Das ging ganz einfach: Ballverlust Vaduz. Der Schwede Gerndt spielte schnell und steil. Der Japaner Kubo passte von rechts zügig in die Mitte. Dort stand der Schweizer U-21-Nationalspieler Bertone und schob den Ball überlegt ins Eck.1:0.
YB dominierte diesen Match vom ersten Augenblick an. Und YB liess nicht locker. Die Mannschaft liess Vaduz keinen Platz und keine Zeit zum Spielaufbau. Sie gewann mit äusserst aufsässigem Pressing immer wieder früh den Ball. Sie stürmte danach stets zielstrebig los. Und kam so bis zur 33. Minute zu ihren nächsten zwei Treffern. Zuerst verlor der Vaduzer Rechtsverteidiger Von Niederhäusern unter Druck den Ball, Lecjaks flankte perfekt, und in der Mitte war es dieses Mal Steffen, der traf (21.). Dann provozierte Gerndt wieder gegen Von Niederhäusern den Ballgewinn, Sulejmani zog wie schon zuvor Lecjaks über die linke Seite davon, Kubo vollendete mit dem 3:0.
Die zweite Halbzeit war nicht mehr so spektakulär für die gut 15 000 Zuschauer. YB spielte mit deutlich weniger Wucht und kam nur noch zwischendurch zu Chancen. Doch auch das Sparprogramm genügte, um den FC Vaduz von Trainer Giorgio Contini (der seinen Vertrag vorzeitig bis 2017 verlängert hat) problemlos zu kontrollieren und durch den eingewechselten Nuzzolo noch das 4:0 zu erzielen. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Do ... y/31904005
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shalako
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Verfasst: Sonntag 13. September 2015, 21:52 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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13.09.2015  Zitat: Hütter wie Hannibal
Beim Debüt von Adi Hütter haben die Young Boys am Samstagabend Vaduz 4:0 besiegt. Der neue YB-Trainer war sichtlich zufrieden. Sein Plan ging überraschend gut auf.
Es ist nicht überliefert, ob Adi Hütter ein Anhänger von „The A-Team“ ist. In der kultigen Actionserie aus den 80er-Jahren legen vier ehemalige Soldaten üblen Gangstern das Handwerk und helfen so Menschen in Notlagen. Am Ende einer Folge sagt der Anführer Hannibal jeweils, während er genüsslich an einer Zigarre zieht: «Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.»
Und Hütter? Der neue YB-Trainer zeigte bei seinem Debüt am Samstagabend eine Fülle an Gefühlsregungen. Er schritt in der Coachingzone hin und her, gestikulierte, korrigierte, feuerte an. Er gab hier Miralem Sulejmani einen aufmunternden Klaps auf den Hintern, diskutierte da mit dem vierten Schiedsrichter.
Eine Szene stach aber besonders heraus. Als Renato Steffen in der 21. Minute nach Balleroberung von Linksverteidiger Jan Lecjaks und dessen anschliessender wunderbarer Flanke mit einem Kopfball zum 2:0 getroffen hatte, setzte Hütter zu einem Jubelsprung an und schritt dann zügig zu den auf der Ersatzbank sitzenden Fredy Bickel und Harald Gämperle. Er wollte, so schien es, ihnen klar machen: «Das ist es!» Hütters Plan hatte funktioniert. Und der Österreicher genoss es sichtlich.
Hütters Erstaunen
Adi Hütter will, dass sein Team den Gegner tief in dessen Hälfte unter Druck setzt. Er erachtet das Spiel gegen den Ball nicht nur als Defensivstrategie, für ihn ist es vor allem auch ein Angriffsmittel. Auch weil im Falle einer Balleroberung die Wege zum gegnerischen Tor kurz sind.
Das 2:0 nach hohem Pressing steht zwar sinnbildlich für Hütters Idee, aber bereits beim 1:0 nach 51 Sekunden waren Ansätze dieser zu sehen. Nach Ballgewinn hatten die Young Boys blitzschnell umgeschaltet, Alexander Gerndt lancierte Yuya Kubo, welcher auf Leonardo Bertone zurücklegte.
Der U-21-Nationalspieler traf überlegt zur Führung. Und auch das 3:0 von Kubo nach gut einer halben Stunde resultierte nach einer Balleroberung. «Ich war überrascht, wie gut die Mannschaft meine Ideen bereits umgesetzt hat», sagte der 45-Jährige.
Analysieren und optimieren
So war Adi Hütter am Samstagabend ein zufriedener Trainer. «Wir zeigten eine sehr gute Leistung», meinte er. Oder: «Der Sieg ist auch in dieser Höhe verdient.» Oder: «Wir waren hochaktiv.» Er fand aber auch: «Wir werden die Partie genau analysieren. Es gibt noch viele Punkte, die wir optimieren können.» So wünschte sich der Coach etwa, dass seine «Burschen» nach der Pause konsequenter versucht hätten, weitere Tore zu erzielen.
Denn die Young Boys dominierten zwar nach Belieben, die Gäste konnten am Ende keinen einzigen Torabschluss für sich verzeichnen, richtig zwingend wurde das Spiel der Gelb-Schwarzen aber erst wieder in der Schlussphase.
Ein Schuss von Steffen prallte via den Pfosten an die Latte, ehe der eingewechselte Raphael Nuzzolo nach herrlicher Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten Milan Gajics das 4:0 erzielte (82. Minute). Es passte ins Bild, die zuvor arg kritisierten Young Boys erlebten am Samstagabend eine Seelenkur. Und Steffen und Gerndt spielten bei ihren Comebacks so, als wären sie nicht wochenlang ausgefallen. Bei «The A-Team» ist der Überraschungsmoment ein wichtiger Teil der Strategie von Hannibal. Am Samstagabend meinte Vaduz-Trainer Giorgio Contini: «Wir wussten, dass YB uns von Beginn an unter Druck setzten wird.» Die Liechtensteiner konnten dennoch nichts dagegen unternehmen. Adi Hütters Plan funktioniere auch so. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/29451531
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shalako
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Verfasst: Montag 14. September 2015, 23:46 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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14.09.2015  Zitat: YB-Noten: Gelungene Premiere
Beim ersten Spiel unter Adi Hütter wussten viele Akteure zu überzeugen. Yvon Mvogo blieb beim 4:0 gegen Vaduz beschäftigungslos.
Yvon Mvogo: Note 4 Musste keinen einzigen Ball parieren. Der Torhüter bewahrte aber die Konzentration und erledigte die kleinen Dinge souverän.
Florent Hadergjonaj: Note 4,5 Vor allem in der ersten Halbzeit lief wenig über den Rechtsverteidiger. Nach der Pause aktiver, mit schöner Flanke auf Samuel Afum. In der Defensive wie all seine Kollegen kaum gefordert.
Milan Vilotic: Note 4,5 Der Innenverteidiger fiel weder auf noch ab und wusste sich so im Vergleich zu den vergangenen Partien zu steigern.
Steve von Bergen: Note 4,5 Der Captain agierte stets abgeklärt und entschied beinahe jeden Zweikampf für sich.
Jan Lecjaks: Note 5 Wurde in der ersten Halbzeit auf der linken Seite von Trainer Adi Hütter immer und immer wieder angetrieben. Vor dem 2:0 mit Balleroberung und wunderbarer Flanke. Auch sonst ein Aktivposten.
Renato Steffen: Note 5 Musste nach einer Virusinfektion wochenlang untendurch, bei seinem Comeback am Samstag wieder obenauf. Steffen erzielte ein Tor, und er hatte Pech, als ein Schuss in der Schlussphase via den Pfosten an die Latte prallte. Emsig und fleissig wie eh und je, mit starker Defensivarbeit.
Leonardo Bertone: Note 5,5 Setzte Hütters Forderung konsequent um, agierte im defensiven Mittelfeld sehr aufsässig und liess so die Gegner nie zur Ruhe kommen. Bertone bewies zudem Übersicht, traf einmal ins Tor und einmal an die Latte.
Denis Zakaria: Note 5 Beeindruckend, wie umsichtig und abgeklärt der 18-Jährige bereits agiert. Bildete so mit Bertone ein formidables Duo im defensiven Mittelfeld. Zakaria gewann viele Zweikämpfe und schaltete sich in der Schlussphase vermehrt auch in die Offensive ein.
Miralem Sulejmani: Note 5 Die Formkurve des teuren Zugangs zeigt nach oben. Sulejmani war gegen Vaduz viel am Ball und wusste damit oft Gescheites anzufangen. Bereitete das 3:0 Kubos vor. Nach einer Stunde platt. Yuya Kubo: Note 5,5 Kam im 4-4-2-System als Stürmer zum Einsatz. Stark, wie er das 1:0 vorbereite, stark, wie er zum 3:0 traf. Zuweilen noch zu lange am Ball.
Alexander Gerndt: Note 4,5 Gelungenes Comeback des Schweden. Leitete das 1:0 ein und eroberte vor dem 3:0 den Ball. Gerndt war gewohnt viel unterwegs. Er verpasste es aber, sich in vorzügliche Abschlusspositionen zu bringen.
Raphaël Nuzzolo: Note 5 59. Minute für Gerndt. Fügte sich am rechten Flügel gut ein. Belohnte sich mit dem schönen 4:0.
Milan Gajic (71.Minute für Zakaria) und Samuel Afum (83.Minute für Sulejmani) waren für eine Benotung zu kurz im Einsatz.dwu6=herausragend; 5=gut; 4=solid; 3=ungenügend; 2=schlecht; 1=sehr schlecht. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/27622134
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shalako
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Verfasst: Montag 14. September 2015, 23:49 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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14.09.2015  Zitat: Er kam, sah und siegte
YB gewinnt das erste Spiel unter Adi Hütter souverän 4:0. Ein starkes Comeback feiern Gerndt und Steffen.
Der Rahmen der Veranstaltung ist trist. Es regnet Bindfäden, das Stadion ist höchstens zu einem Viertel gefüllt, der Gesang im Sektor D dünn. Unten auf dem Platz aber passiert etwas, was man nach den Qualen der letzten Wochen mit Assistenztrainer Harald Gämperle als temporärem Chef fast nicht für möglich gehalten hat. Die Young Boys setzen erstaunlich gut die Vorgaben ihres neuen österreichischen Trainers um. Sie greifen die Gäste schon tief in deren Platzhälfte an, sie schalten nach Balleroberungen schnell um, sie sind bestrebt, vorwärts und nicht wie zuletzt so häufig quer zu spielen.
Noch mehr als regelmässige Wankdorf-Besucher überraschen sie mit ihrem aggressiven, vorwärtsgerichteten Spiel die Gäste aus Vaduz. Bevor diese wissen, wie ihnen geschieht, zappelt der Ball bereits ein erstes Mal im Netz. Der wieder genesene Gerndt fängt eine Kopfballrückgabe von Grippo ab, Steilpass auf Kubo, der den Ball präzis in den Rückraum zurückspielt, Flachschuss Bertone, Tor, 1:0 nach nur 51 Sekunden. Draussen an der Linie klatscht Adi Hütter kurz in die Hände. Er steht seit dem Anpfiff am vordersten Rand der Coachingzone, sein Körper ist durchgespannt wie ein Pfeilbogen.
«Eigentlich kein Hampelmann»
In der 21. Minute wird Hütter Zeuge des nächsten erfolgreichen YB-Pressings. Lecjaks nimmt von Niederhäusern weit in der gegnerischen Hälfte den Ball ab, läuft ein paar Schritte, flankt präzis, Steffen köpfelt den Ball in vollem Lauf ins Netz. Kurze Zeit später ist der unglückliche von Niederhäusern wieder Ausgangspunkt eines Gegentors. Diesmal vollendet Kubo die Vorarbeit von Lecjaks und Sulejmani. Der Match ist nach 33 Minuten schon entschieden. Hütter bleibt dennoch unter Strom. Energisch winkt der Vorarlberger die Verteidiger nach vorne, wenn sie zu wenig schnell aufrücken beim eigenen Angriffsspiel, manchmal tänzelt er eine paar Schritte nach links oder rechts – als wäre er selber Teil des Spiels. Hütter kann auch toben. Erst schnauzt er den vierten Offiziellen an, weil der Schiedsrichter ein Foul an Kubo nicht sanktioniert hat. Irgendwann in der zweiten Halbzeit schimpft er mit dem Linienrichter, weil dieser ein Offside nicht gesehen hat.
«Ich bin eigentlich kein Hampelmann», sagt Hütter später bei der Aufarbeitung seiner Premiere in Bern. Doch heute sei es wichtig gewesen, «die Aggressivität vorzuleben, die ich auch vom Team sehen wollte». Ohnehin geizt der 45-Jährige nicht mit aufmunternden Worten und Lob. Wenn man bedenke, wie wenig Zeit ihm geblieben sei, das Team auf den ersten Match vorzubereiten, sei die Leistung «sehr gut» gewesen. Wie es seine Ideen umgesetzt, hat ihn «teilweise überrascht». Das kann man als Riesenkompliment verstehen von einem Mann, der von sich sagt, er sei eigentlich nie zufrieden.
YB bietet gegen Vaduz gute Unterhaltung. Dabei kann es erstmals wieder auf die Dienste zweier Akteure zählen, welche in der jüngsten Depressionsphase arg vermisst wurden. Der eine ist Stürmer Alexander Gerndt, der eine Stunde lang arbeitet wie ein Berserker. Der andere Renato Steffen. Dem Aargauer fehlen nach wochenlanger Krankheit (Virus) zwar immer noch fast fünf Kilo bis zum ordentlichen Kampfgewicht, doch Gas geben kann er dennoch. Und wie: Der Mittelfeldspieler wirbelt wie eh und je und ist der auffälligste Berner.
Als Nächstes gegen Chiasso
YB gelingt unter Hütters Leitung auch deshalb ein Start nach Mass, weil Vaduz denkbar schlecht verteidigt und sich in der Zone drei grobe Aussetzer leistet. Oder wie es Trainer Giorgio Contini süffisant formuliert: «Wir waren ein guter Gast.» Der nächste Gegner in der Meisterschaft wird von ganz anderem Kaliber sein. Am 23. September treffen die Berner zuhause auf den FC Basel, der nach acht Runden das Punktemaximum aufweist. Drei Tage vorher haben sie im Südtessin eine andere unangenehme Aufgabe zu lösen: In der 2. Hauptrunde des Schweizer Cups werden sie vom FC Chiasso und seinem heissblütigen Trainer Marco Schällibaum erwartet. http://www.derbund.ch/sport/fussball/do ... y/31904005
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