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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Sonntag 9. August 2015, 23:16 |
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09.08.2015  Zitat: Spiel 1 nach Forte: YB gelingt Befreiungsschlag
Drei Tage nach der Freistellung von Coach Uli Forte sind die Young Boys in der 4. Super-League-Runde zum 1. Saisonsieg gekommen. Unter Interims-Trainer Harald Gämperle gewann YB das Derby zuhause gegen Thun mit 3:1.
Die Trennungen von Trainern scheinen in der Super League ihre positive Wirkung nicht zu verfehlen. Nur wenige Stunden, nachdem der FC Zürich im ersten Spiel nach der Freistellung von Urs Meier in St. Gallen 1:0 gewinnen konnte, vermochten auch die Young Boys im Heimspiel gegen Thun drei Punkte einzufahren.
Ein wichtiger Grund für den Sieg war, dass der Hauptstadt-Klub unter der Leitung von Interims-Trainer Harald Gämperle vor allem in der Defensive eine disziplinierte Leistung zeigte, den Thunern nur wenig zugestand und in der Offensive effizient auftrat.
Hoarau fliegt vom Platz – Gajic trifft
Die turbulentesten Szenen ereigneten sich unmittelbar vor der Pause. Zuerst sah YB-Stürmer Guillaume Hoarau nach einem Gerangel mit Nicolas Schindelholz und einer Tätlichkeit die rote Karte. Wenige Sekunden später traf Milan Gajic mit einem direkt verwandelten Freistoss zur 2:1-Führung.
Der Treffer zu einem psychologisch wichtigen Moment war die Vorentscheidung. Hatten die Thuner auf den 0:1-Rückstand durch Milan Vilotic (14.) dank dem Tor von Simone Rapp (39.) noch reagieren können, fanden sie auf den neuerlichen Rückstand auch in Überzahl keine Antwort mehr.
Thun ohne Ideen – YB kontert erfolgreich
Dies lag zum einen an den fehlenden zündenden Ideen der Berner Oberländer. Die beste Chance zum Ausgleich vergab Schindelholz mit einem Pfostenschuss, notabene aus rund 35 Metern. Zum anderen agierte YB defensive sehr solid und blieb mit schnellen Kontern gefährlich. Einen solchen Gegenzug nutzte Haris Tabakovic schliesslich in der 84. Minute für die definitive Siegsicherung.
Thun «muss» am Mittwoch nach Basel
Während sich YB am Mittwoch die Gelegenheit bietet, den Aufwärtstrend zuhause gegen Aufsteiger Lugano zu bestätigen, wartet auf Thun das schwierige Auswärtsspiel in Basel. http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... ungsschlag
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shalako
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Verfasst: Sonntag 9. August 2015, 23:18 |
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09.08.2015  Zitat: Erster Saisonsieg für YB
Vor über 27'000 Zuschauern gewinnen zehn Berner gegen den FC Thun im Derby mit 3:1. Bernerzeitung.ch/Newsnet berichtet live.
Im ersten Spiel nach der Entlassung von Trainer Uli Forte erringen die Young Boys den ersten Saisonsieg. Das 3:1 im Kantonalduell mit Thun war hochverdient.
YB auch unter neuer Leitung der Herr im Kanton Harald "Harry" Gämperle, vorerst nur mit den Aufgaben des Interimstrainers betraut, darf sich über ein gelungenes Debüt als Hauptverantwortlicher freuen. Der Sieg reiht sich indessen in die letzten Begegnungen der Rivalen aus dem Bernbiet ein. Aus den letzten sieben Direktbegegnungen hat YB nunmehr 17 Punkte geholt.
Gämperle verzichtete bei seinem ersten Einsatz als verantwortlicher Coach darauf, das Team grundlegend umzustellen. Es blieb bei dem von Uli Forte bevorzugten Gerüst. Die lange Verletztenliste liess auch kaum Experimente zu. Dennoch erstaunte es, dass der von Thun zurückgeholte Leihspieler Alexander Gonzalez ausgerechnet gegen seine freundschaftlich verbundenen Kameraden erstmals von Anfang an in der Berner Formation auflief.
Für Harry Gämperle verlief die erste Halbzeit keinesfalls befriedigend. Die Thuner benötigten nur eine wirklich gefährliche Aktion, um den 0:1-Rückstand auszugleichen. Simone Rapp, Thuns neuer Goalgetter und Nachfolger von Berat Sadik, verwertete nach 39 Minuten per Kopf eine hohe Vorlage von Nelson Ferreira. YB-Goalie Yvon Mvogo kam mit der Hand noch an den Ball, konnte ihn aber nicht nach vorn abwehren. Noch schlimmer aus Gämperles Sicht wurde es Sekunden vor der Pause. Einer der Assistenten hatte erkannt, das YB-Stürmer Guillaume Hoarau im Gerangel vor einem Freistoss seinen Gegenspieler Nicolas Schindelholz niedergestreckt hatte. Der Assistent eilte - was völlig unüblich ist - zu Schiedsrichter Stephan Klossner in den Strafraum und orientierte ihn über das Vergehen. Rot gegen Hoarau und damit eine erhebliche Schwächung für die Berner war die Konsequenz.
An "Gutem" sah Fortes Nachfolger eine Mannschaft, die einen grossen Willen zeigte, den Gegner über weite Strecken beherrschte und keinen Zweifel am Willen aufkommen liess, im vierten Match endlich den ersten Meisterschaftssieg einzufahren. Der erste Lohn war das 1:0 nach 13 Minuten, erzielt von Milan Vilotic auf Vorarbeit von Leonardo Bertone. Schiedsrichter Klossner gab das Tor erst auf Anraten eines Assistenten. Der Ball hatte die Torlinie überschritten, als die Thuner ihn noch wegschlagen konnten. Ja, und da blieb noch die Ausführung des ominösen Freistosses nach 45 Minuten. Als ob die Rote Karte gegen Hoarau ein zu strenges Urteil finden würde, liess Thuns Goalie Faivre den von der Seite getretenen und von der Mauer nur leicht abgelenkten Freistoss von Milan Gajic zu aller Überraschung passieren.
Die zweite Halbzeit dürfte dann Gämperles Antipoden Ciriaco Sforza ganz und gar nicht gefallen haben. Seine Mannschaft vermochte aus dem numerischen Vorteil kein Kapital zu schlagen. Spiel- und Chancenanteile hielten sich bis in die Schlussphase ebenso die Waage wie die Pfostenschüsse (Nelson Ferreira für Thun, der starke Jan Lecjaks für die Young Boys). Als die Thuner höhere Risiken eingingen, nutzten die Young Boys nach 84 Minuten ihre erste richtige Konterchance. Es war eine Co-Produktion der beiden eingewechselten Youngsters Haris Tabakovic (Torschütze) und Denis Zakaria (Vorbereiter), mit Unterstützung des Bestandenen Raphaël Nuzzolo.
Young Boys - Thun 3:1 (2:1) 27'340 Zuschauer. - SR Klossner. - Tore: 13. Vilotic (Bertone) 1:0. 39. Rapp (Ferreira) 1:1. 45. Gajic (Freistoss) 2:1. 83. Tabakovic (Zakaria) 3:1. Young Boys: Mvogo; Scott Sutter, Vilotic, von Bergen, Lecjaks; Gajic (76. Zakaria); Gonzalez (91. Hadergjonaj), Kubo (60. Tabakovic), Bertone; Nuzzolo; Hoarau. Thun: Faivre; Bigler, Schindelholz, Sulmoni, Wittwer; Wieser; Ferreira, Hediger (74. Reinmann), Nicola Sutter (60. Frontino), Rojas (62. Schirinzi); Rapp. Bemerkungen: Young Boys ohne Sulejmani (gesperrt), Steffen (krank), Benito, Gerndt, Sanogo, Seferi (alle verletzt) und Rochat (nicht im Aufgebot). Thun ohne Siegfried und Peyretti (beide verletzt). Jubiläumsspiel "10 Jahre Stade de Suisse". Rote Karte: 45. Hoarau (Tätlichkeit). Pfostenschüsse: 59. Ferreira, 71. Lecjaks. Verwarnungen: 18. Nicola Sutter (Foul), 30. Ferreira (Schwalbe), 36. Wittwer (Foul), 45. von Bergen (Reklamieren), 58. Nuzzolo (Schwalbe), 91. Frontino (Foul). http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/28001917
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shalako
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Verfasst: Sonntag 9. August 2015, 23:19 |
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09.08.2015  Zitat: YB gewinnt trotz Platzverweis gegen Hoarau
YB setzt sich im Derby gegen Thun 3:1 durch. Dies, obwohl die Young Boys nach dem Platzverweis gegen Guillaume Hoarau 45 Minuten mit einem Mann weniger spielen.
Im ersten Spiel nach der Entlassung von Trainer Uli Forte erringen die Young Boys den ersten Saisonsieg. Das 3:1 im Kantonalduell mit Thun war hochverdient. Harald Gämperle, vorerst nur mit den Aufgaben des Interimstrainers betraut, darf sich über ein gelungenes Debüt als Hauptverantwortlicher freuen. Der Sieg reiht sich indessen in die letzten Begegnungen der Rivalen aus dem Bernbiet ein. Aus den letzten sieben Direktbegegnungen hat YB nunmehr 17 Punkte geholt.
Gämperle verzichtete bei seinem ersten Einsatz als verantwortlicher Coach darauf, das Team grundlegend umzustellen. Es blieb bei dem von Uli Forte bevorzugten Gerüst. Die lange Verletztenliste liess auch kaum Experimente zu. Dennoch erstaunte es, dass der von Thun zurückgeholte Leihspieler Alexander Gonzalez ausgerechnet gegen seine freundschaftlich verbundenen Kameraden erstmals von Anfang an in der Berner Formation auflief.
Für Harry Gämperle verlief die erste Halbzeit keinesfalls befriedigend. Die Thuner benötigten nur eine wirklich gefährliche Aktion, um den 0:1-Rückstand auszugleichen. Simone Rapp, Thuns neuer Goalgetter und Nachfolger von Berat Sadik, verwertete nach 39 Minuten per Kopf eine hohe Vorlage von Nelson Ferreira. YB-Goalie Yvon Mvogo kam mit der Hand noch an den Ball, konnte ihn aber nicht nach vorn abwehren.
Tätlichkeit von Hoarau
Noch schlimmer aus Gämperles Sicht wurde es Sekunden vor der Pause. Einer der Assistenten hatte erkannt, das YB-Stürmer Guillaume Hoarau im Gerangel vor einem Freistoss seinen Gegenspieler Nicolas Schindelholz niedergestreckt hatte. Der Assistent eilte - was völlig unüblich ist - zu Schiedsrichter Stephan Klossner in den Strafraum und orientierte ihn über das Vergehen. Rot gegen Hoarau und damit eine erhebliche Schwächung für die Berner war die Konsequenz.
An Gutem sah Fortes Nachfolger eine Mannschaft, die einen grossen Willen zeigte, den Gegner über weite Strecken beherrschte und keinen Zweifel am Willen aufkommen liess, im vierten Match endlich den ersten Meisterschaftssieg einzufahren. Der erste Lohn war das 1:0 nach 13 Minuten, erzielt von Milan Vilotic auf Vorarbeit von Leonardo Bertone. Schiedsrichter Klossner gab das Tor erst auf Anraten eines Assistenten. Der Ball hatte die Torlinie überschritten, als die Thuner ihn noch wegschlagen konnten.
Ja, und da blieb noch die Ausführung des ominösen Freistosses nach 45 Minuten. Als ob die Rote Karte gegen Hoarau ein zu strenges Urteil finden würde, liess Thuns Goalie Faivre den von der Seite getretenen und von der Mauer nur leicht abgelenkten Freistoss von Milan Gajic zu aller Überraschung passieren.
Konter bringt die Entscheidung
Die zweite Halbzeit dürfte dann Gämperles Antipoden Ciriaco Sforza ganz und gar nicht gefallen haben. Seine Mannschaft vermochte aus dem numerischen Vorteil kein Kapital zu schlagen. Spiel- und Chancenanteile hielten sich bis in die Schlussphase ebenso die Waage wie die Pfostenschüsse (Nelson Ferreira für Thun, der starke Jan Lecjaks für die Young Boys).
Als die Thuner höhere Risiken eingingen, nutzten die Young Boys nach 84 Minuten ihre erste richtige Konterchance. Es war eine Co-Produktion der beiden eingewechselten Youngsters Haris Tabakovic (Torschütze) und Denis Zakaria (Vorbereiter), mit Unterstützung des Bestandenen Raphaël Nuzzolo.
Young Boys - Thun 3:1 (2:1) 27'340 Zuschauer. - SR Klossner. Tore: 13. Vilotic (Bertone) 1:0. 39. Rapp (Ferreira) 1:1. 45. Gajic (Freistoss) 2:1. 83. Tabakovic (Zakaria) 3:1. Young Boys: Mvogo; Scott Sutter, Vilotic, von Bergen, Lecjaks; Gajic (76. Zakaria); Gonzalez (91. Hadergjonaj), Kubo (60. Tabakovic), Bertone; Nuzzolo; Hoarau. Thun: Faivre; Bigler, Schindelholz, Sulmoni, Wittwer; Wieser; Ferreira, Hediger (74. Reinmann), Nicola Sutter (60. Frontino), Rojas (62. Schirinzi); Rapp. Bemerkungen: Young Boys ohne Sulejmani (gesperrt), Steffen (krank), Benito, Gerndt, Sanogo, Seferi (alle verletzt) und Rochat (nicht im Aufgebot). Thun ohne Siegfried und Peyretti (beide verletzt). Jubliläumsspiel «10 Jahre Stade de Suisse». Rote Karte: 45. Hoarau (Tätlichkeit). Pfostenschüsse: 59. Ferreira, 71. Lecjaks. Verwarnungen: 18. Nicola Sutter (Foul), 30. Ferreira (Schwalbe), 36. Wittwer (Foul), 45. von Bergen (Reklamieren), 58. Nuzzolo (Schwalbe), 91. Frontino (Foul). http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... y/10733231
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shalako
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Verfasst: Sonntag 9. August 2015, 23:21 |
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09.08.2015  Zitat: Gämperle bleibt nach dem Wunschstart auf dem Boden
Harald Gämperle ist kein Trainer der lauten Töne. Bescheiden bleibt er auch nach seinem Sieg im ersten Spiel als Hauptverantwortlicher der Young Boys. Das 3:1 gegen Thun entlockt ihm keinen Jubel.
"Harry" Gämperles zentrale Aussage nach dem Match war eine, die man von ihm fast schon hatte erwarten können: "Ich muss meiner Mannschaft ein grosses Kompliment machen." Der 47-jährige St. Galler leitete alles, was er für seinen ersten grossen Auftritt im Stade de Suisse an Lob empfing, unverzüglich nach unten in seiner Crew weiter.
Blickte man an der Medienkonferenz nach dem Spiel in die Gesichter der beiden Trainer, konnte man nicht herauslesen, ob nun Harald Gämperle oder sein Thuner Kontrahent Ciriaco Sforza gewonnen hatte. Sforza liess nichts von Enttäuschung erkennen, Gämperle andererseits nichts von Freude.
Den Augenblick des Triumphs, nach dem sich vielleicht manch einer hätte auf den Schultern tragen lassen, erlebte Gämperle mit der Bescheidenheit des Assistenztrainers, als der er bei YB vor dem Engagement des nun entlassenen Uli Forte angestellt worden war. Das 3:1 gegen Thun hin oder her - "ich mache mir keine Illusionen", sagte der Ostschweizer. "Es wird mir gar nichts ausmachen, wenn ich plötzlich wieder der Assistent bin." Wie es mit ihm weitergeht, liegt in den nächsten Wochen allein an der Klubführung unter Präsident Werner Müller, den Geldgebern Andy und Hansueli Rihs sowie natürlich Sport- und Personalchef Fredy Bickel. Vielleicht kommen die Herren zur Ansicht, dass der loyale Korporal Gämperle zu Höherem taugt.
Es ist verfrüht, analysieren zu wollen, welcher Anteil am Sieg über Thun dem Interimstrainer zukommt. Ein Faktum war aber allemal, dass die Stadtberner, durch die Rote Karte gegen Guillaume Hoarau kurz vor der Pause dezimiert, in der zweiten Halbzeit dermassen solid und stilsicher auftraten, dass die Berner Oberländer ihre zahlenmässige Überlegenheit nicht nutzen konnten. Vielleicht waren es die ersten Spuren der fussballerischen Handschrift von Harald Gämperle. http://www.aargauerzeitung.ch/sport/fus ... -129427587
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shalako
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Verfasst: Sonntag 9. August 2015, 23:22 |
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09.08.2015  Zitat: Von Bergen: «Müssen uns auch bei Forte bedanken»
Der 3:1-Erfolg der Young Boys unter Harald Gämperle gegen Thun war ein erster Schritt aus der Krise. Für Verteidiger Steve von Bergen hat der Sieg aber nichts mit der Trennung von Trainer Uli Forte zu tun.
«Wir haben sicher nicht gewonnen, weil Forte nicht mehr da ist», stellt von Bergen nach der Partie gegen die Thuner klar. Vielmehr sei der Auftritt im Derby eine Reaktion einer stolzen Mannschaft gewesen.
Der einzige Unterschied zu den erfolglosen Spielen der letzten Wochen sei, dass man dieses Mal 3 Punkte geholt hat. «Wir haben in den letzten Tagen nichts geändert. Deshalb müssen wir uns auch bei Uli Forte für den Sieg bedanken.» Was von Bergen über die Partie und die Leistung seiner Mannschaft sagt, sehen Sie im Interview. http://www.srf.ch/sport/fussball/super- ... e-bedanken
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shalako
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Verfasst: Sonntag 9. August 2015, 23:25 |
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09.08.2015  Zitat: Young Boys - FC Thun 3:1
Keine Befreiung
Die Young Boys schlagen den FC Thun im Berner Derby trotz Unterzahl 3:1 – aber vieles wirkt nach wie vor wacklig.
Der Berner Sportchef Fredy Bickel wird nicht müde zu betonen, dass die Mannschaft besser besetzt sei als in der vergangenen Saison. Vielleicht wird sich dieses Versprechen noch bewahrheiten, irgendwann, das Problem im Moment aber ist: Man sieht es nicht. Man sieht die Verbesserung beim besten Willen nicht, auch wenn man sich sehr viel Mühe gibt.
Das Stade de Suisse war gut gefüllt, 27 340 Zuschauer kamen, weil das Stadion das 10-jährige Bestehen feierte und es Tickets für 10 Franken gab. Die Stimmung war von Anfang an spannungsgeladen; es hat sich schon früh etwas angestaut in Bern, und nach der Entlassung des Trainers Uli Forte war klar: Jetzt ist das Team gefordert. Und was macht dieses Team? Es spielt nicht viel besser als in den Spielen zuvor und verrät viel psychische Labilität: Der Platzverweis gegen den Franzosen Hoarau kurz vor der Halbzeit war ein Indiz, die gelbe Karte, die sich der Captain Von Bergen vom Schiedsrichter wegen vehementen Reklamierens kurz danach abholte, ein weiteres. Die Berner waren nahe daran, komplett die Contenance zu verlieren. Gut, dass Gajic mit einem Freistoss in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zur 2:1-Führung traf – er beruhigte das fragile Nervenkostüm.
In den zweiten 45 Minuten hätten die Thuner Spielgestalter sein sollen; eine Rolle, die dem Team des Trainers Ciriaco Sforza nicht behagte. Der Verteidiger Schindelholz hatte recht mit dem Statement, dass sie vor dem Tor harmlos gewesen seien, und der Trainer sprach von einer «unnötigen Niederlage». Die Young Boys siegten mit Ach und Krach und dank einem gut ausgeführten Konterangriff nach 84 Minuten, den Tabakovic überlegt abschloss und der die Entscheidung brachte.
Die Berner hatten nach den internen Begebenheiten vor der Partie nicht das Selbstvertrauen, überzeugend und mit Esprit zu spielen. Der Interimstrainer Harald Gämperle versuchte zwar mit einem 4-4-1-System in der Zentrale mehr Variabilität im Spielaufbau zu kreieren und aus statischen Spielzügen auszubrechen, doch dies gelang nicht wirklich. Aber natürlich machte sich Erleichterung breit, ein erstes Mal in dieser Saison gewonnen zu haben.
Bickel wird sich in den nächsten Tagen aufmachen, einen Nachfolger für Forte zu suchen. Es hätten aber noch keine Gespräche stattgefunden, und er habe nach diesem Sieg «ja jetzt etwas Zeit». Das kann man sehen, wie man will. Der Sieg mag zwar wertvoll sein, um ein wenig durchzuatmen, aber die Leistung nährt die Zuversicht nicht.
Und intern gibt es den Platzverweis des Leaders Hoarau zu besprechen, der just in dieser heiklen Phase mit vielen verletzten und gesperrten Spielern (Gerndt, Sanogo, Steffen, Benito, Sulejmani) sich diese Unbeherrschtheit leistet.
Young Boys - Thun 3:1 (2:1)
27'340 Zuschauer. - Schiedsrichter Klossner. - Tore: 13. Vilotic (Bertone) 1:0. 39. Rapp (Ferreira) 1:1. 45. Gajic (Freistoss) 2:1. 83. Tabakovic (Zakaria) 3:1.
Young Boys: Mvogo; Scott Sutter, Vilotic, von Bergen, Lecjaks; Gajic (76. Zakaria); Gonzalez (91. Hadergjonaj), Kubo (60. Tabakovic), Bertone; Nuzzolo; Hoarau.
Thun: Faivre; Bigler, Schindelholz, Sulmoni, Wittwer; Wieser; Ferreira, Hediger (74. Reinmann), Nicola Sutter (60. Frontino), Rojas (62. Schirinzi); Rapp.
Bemerkungen: Young Boys ohne Sulejmani (gesperrt), Steffen (krank), Benito, Gerndt, Sanogo, Seferi (alle verletzt) und Rochat (nicht im Aufgebot). Thun ohne Siegfried und Peyretti (beide verletzt). Jubliläumsspiel «10 Jahre Stade de Suisse». Rote Karte: 45. Hoarau (Tätlichkeit). Pfostenschüsse: 59. Ferreira, 71. Lecjaks. Verwarnungen: 18. Nicola Sutter (Foul), 30. Ferreira (Schwalbe), 36. Wittwer (Foul), 45. von Bergen (Reklamieren), 58. Nuzzolo (Schwalbe), 91. Frontino (Foul). http://www.nzz.ch/sport/fussball/live-y ... 1.18592637
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Gonzo
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Verfasst: Sonntag 9. August 2015, 23:39 |
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Registriert: Freitag 21. Mai 2004, 10:37 Beiträge: 3822 Wohnort: Bern
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shalako
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Verfasst: Montag 10. August 2015, 08:17 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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10.08.2015  Zitat: YB zurück im Glück
Im Spiel 1 nach Uli Forte besiegen die Young Boys vor 27'340 Zuschauern im Stade de Suisse den FC Thun in einem Derby voller Emotionen mit 3:1.
Er ist fort, und doch irgendwie noch da. Das Kapitel Uli Forte, der 72 Stunden vor dem Spiel gegen Thun entlassen worden war, ist beim Derby am Sonntag noch nicht abgeschlossen. Nach dem 3:1-Sieg bedanken sich die YB-Fans mit einem Plakat bei Forte, der redselige Coach war in Bern beliebt, seine Freistellung wurde unter den Anhängern kontrovers diskutiert.
Das Dankeswort an Forte macht Sinn, der Geschasste hat auch seinen Anteil am gestrigen Erfolg. Harald Gämperle, der vom Assistenten vorläufig zum Chef aufgestiegen ist, nimmt nur kleine Korrekturen vor. Im 4-1-4-1-System agiert Leonardo Bertone im zentralen Mittelfeld etwas weiter vorne, sonst bleibt vieles beim Alten – jedenfalls aus taktischer Sicht.
Denn YB startet gegen den Kantonsrivalen beschwingt, nach einem Freistoss von Bertone trifft Milan Vilotic in der 13.Minute zur Führung. Und das Heimteam bleibt in der Folge spielbestimmend, verfällt nicht in Passivität wie auch schon. Der Thuner Ausgleich nach 39 Minuten kommt wie aus dem Nichts, Simone Rapp ist per schönem Kopfball erfolgreich. Wie schon in Vaduz präsentieren sich die Oberländer äusserst kaltblütig.
Es ist der Auftakt zu heissen Minuten. Erst vergibt Yuya Kubo in aussichtsreicher Position, dann zögert Andreas Witter auf der Gegenseite nach Hackentrick von Marco Rojas zu lange, im Gegenzug kommt YB zu einem Freistoss. Thuns Innenverteidiger Nicolas Schindelholz und Guillaume Hoarau, die bereits kurz zuvor bei einem Kopfballduell aneinandergerieten, beäugen und halten sich, zerren und reissen. Und plötzlich setzt der Schiedsrichterassistent zu einem Sprint im Stile eines Hundertmeterläufers an, er will seinem Chef etwas mitteilen.
Bereits da wird dem Beobachter klar, es muss was Schwerwiegendes vorgefallen sein. Der Referee stellt Hoarau zu Recht vom Platz, der Franzose hatte die Nerven verloren und Schindelholz an den Hals geboxt. Die Stimmung ist nun aufgeheizt, das Pfeifkonzert gellend. Hoarau schlendert divenhaft langsam vom Platz, aber seine Teamkollegen jubeln wenige Sekunden später. Milan Gajic verwandelt den Freistoss, der zur Roten Karte geführt hatte, direkt. «So muss ein Derby sein», sagt später Ciriaco Sforza an der Pressekonferenz zur aufwühlenden Schlussphase der ersten Halbzeit. Er wird es wissen, schliesslich spielte Thuns Trainer einst für Inter gegen Milan.
Es ist Pause, durchschnaufen. YB feiert gestern das 10-jährige Bestehen des Stade de Suisse. Der Eintritt kostet deshalb nur zehn Franken, immerhin 27340 Zuschauer sind gekommen. Im Vorfeld des Derbys duellierten sich die YB Old Stars gegen die Suisse Legends, eine Auswahl früherer Nationalspieler.
Auch ohne Murat Yakin gewannen die Gäste 9:5. Der arbeitslose Trainer, der nun Kandidat bei YB ist, hatte bereits am Mittwoch aus Rücksicht auf den damals noch um seinen Job kämpfenden Forte seine Teilnahme abgesagt.
Auch Reto Burri, der letzte Torschütze im Wankdorf, fehlt. Das abgerissene Stadion ist noch immer ein Sehnsuchtsort für YB-Fans. Das Stade de Suisse bescherte den Gelb-Schwarzen vor allem eine verlorene Finalissima und einen verlorenen Cupfinal, es soll endlich wieder Wankdorf heissen. Die Initianten von «Zrügg zum Glück» organisierten deshalb vor dem Derby einen Spaziergang zum Stadion.
Zurück zum Glück finden die Young Boys am Sonntag. Mit einem Distanzschuss trifft Schindelholz nur den Pfosten. In Unterzahl verteidigen die Gelb-Schwarzen geschickt, die müden Thuner, die ihr achtes Spiel in 15 Tagen bestreiten, bleiben harmlos. Haris Tabakovic trifft in der 84.Minute nach einem Konter zum 3:1. «Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft», sagt Gämperle. Einzig der Platzverweis von Hoarau vermag ihn zu stören («Das ist unentschuldbar»).
Beim Blick auf die Tabelle scheinen die unruhigen Tage voller Wirrungen und Wendungen schon weit weg. Mit sechs Punkten nach vier Spielen liegt YB nun auf dem dritten Rang. Und es geht Schlag auf Schlag weiter, ohne Hoarau empfangen die Young Boys übermorgen Lugano. Am Wochenende tritt YB in der ersten Cuprunde bei Kriens an. Bei zwei weiteren Erfolgen würde eine Beförderung Gämperles wahrscheinlicher. Das Kapitel Uli Forte wäre dann endgültig abgeschlossen. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/31967341
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shalako
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Verfasst: Montag 10. August 2015, 08:18 |
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10.08.2015  Zitat: Oberländer Gratwanderung
Nach der 1:3-Niederlage bei YB hat der FC Thun drei der ersten vier Super-League-Partien verloren. Sportchef Andres Gerber weiss nicht so recht, was er vom Saisonstart halten soll.
Andres Gerber ist hin und her gerissen. Nach der 1:3-Niederlage steht Thuns Sportchef in den Katakomben des Stade de Suisse und analysiert den Saisonstart. Einerseits haben die Oberländer in der Qualifikation für die Europa League zwei Runden überstanden und stehen nun in den Playoffs gegen Sparta Prag, anderseits verloren die Thuner in der Super League drei von vier Spielen. «Wir dürfen unsere Lage nicht dramatisieren», meint Gerber also. «Wir dürfen sie aber auch nicht schönreden.» Und: «Es ist eine Gratwanderung, die wir zu vollziehen haben.»
Der Sportchef findet, die Thuner hätten bei den Young Boys wie fast immer in dieser Saison nicht schlecht gespielt. «Aber uns unterliefen einmal mehr individuelle Fehler.» Die ersten beiden Gegentore kamen nach Freistössen zustande, denen unnötige Fouls vorausgegangen waren. «Das sind zwei Geschenke von uns», resümiert auch Ciriaco Sforza später an der Pressekonferenz und erklärt sich die Aktionen von Nelson Ferreira und Sandro Wieser mit Übereifrigkeit. «Da wollten wir zu viel.» Nun haben die Thuner zu wenig Punkte.
Umstrittene Entscheidungen
Gestern fehlte es den Thunern aber auch am nötigen Glück. Vor dem 1:2 stand YB-Flügelspieler Raphaël Nuzzolo im Abseits. Und Gianluca Frontino wurde in der zweiten Halbzeit in aussichtsreicher Position zu Unrecht zurückgepfiffen. Zudem traf Nicolas Schindelholz nach 59 Minuten nur den Pfosten. «Wenn das ein Tor gibt, wäre das Spiel womöglich gekippt», sagt Sforza.
So aber muss sich der Trainer für seine Wechsel erklären. Im Rückstand und in Überzahl brachte der Trainer nach gut einer Stunde Enrico Schirinzi für Marco Rojas, später Thomas Reinmann für Captain Dennis Hediger. Der wuchtige Stürmer Ridge Munsy und Topskorer Roman Buess verblieben auf der Bank. Sforzas Massnahmen hätten in Führung liegend Sinn gemacht, so aber gaben sie zu reden. «YB verteidigte im Block, machte die Mitte dicht», erklärt der Coach. «Deshalb wäre es nicht clever gewesen, weitere Stürmer einzuwechseln.»
Bei ihren Auswechslungen waren Rojas und Hediger zweifellos müde, die sehr hohe Belastung der letzten Tagen und Wochen machte sich bei ihnen bemerkbar. Doch bereits am Mittwoch müssen die Oberländer beim souveränen Leader und Meister Basel erneut antreten. «Nun gilt es sich möglichst schnell wieder aufzuraffen», findet Schindelholz. Und Trainer Sforza fordert: «Wir müssen die Ruhe bewahren.» http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/21009768
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shalako
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Verfasst: Montag 10. August 2015, 08:20 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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10.08.2015  Zitat: In der Hektik verschafft sich YB Luft
Unter Interimstrainer Harald Gämperle gelingt YB beim 3:1 gegen Thun der erste Saisonsieg. Nur der Platzverweis von Hoarau trübt den engagierten Auftritt der Stadtberner.
Als Schiedsrichter-Assistent Sandro Pozzi kurz vor der Pause mit wehender Fahne über den Platz in den Thuner Strafraum zu seinem Schiedsrichter Stephan Klossner rannte, bedeutete das Unheil für YB: Der Assistent meldete Klossner die Tätlichkeit von Hoarau. Der Franzose, der zuvor von Schindelholz am Leibchen gezupft und provoziert worden war, hatte sich mit einem Schlag gegen den Hals des Thuners revanchiert.
Das Verdikt war klar: rote Karte für Hoarau, hitzige Worte, Lamento unter den Spielern und ein Pfeifkonzert gegen den Schiedsrichter. Und nur Sekunden später Jubel und Trubel bei YB. Gajic schlug die Freistossflanke vor das Tor, Nuzzolo irritierte Goalie Faivre und der Ball fand den Weg ins Netz.
So ging YB bei der Premiere unter Interimstrainer Harald Gämperle doch noch mit einer 2:1-Führung in die Pause. Die Berner waren drei Tage nach der Entlassung von Uli Forte mit dem Vorsatz in das Berner Derby gestartet, mit Vehemenz und Tempo die Initiative an sich zu reissen. Das Führungstor nach 13 Minuten durch Vilotic, der den Ball nach einem Freistoss von Bertone hinter die Linie bugsierte, sorgte bei den gestressten Young Boys wohl für erste Erleichterung. Doch so richtig befreit spielte YB auch danach nicht auf. Die Turbulenzen der letzten Tage hatten offensichtlich Spuren hinterlassen. Und praktisch mit der ersten Möglichkeit glich Thun durch einen Kopfball von Rapp vorübergehend zum 1:1 aus. Die YB-Abwehr, zuvor nie richtig unter Druck, zeigte erneut einen Blackout, wie schon so oft in dieser noch jungen Saison.
Hoaraus Tat «unentschuldbar»
Auch die heftigen Diskussionen von Sportchef Fredy Bickel mit einem Schiedsrichter-Betreuer auf dem Platz beim Gang in die Halbzeitpause zeugten nicht von Ruhe und Gelassenheit. Bickel indes relativierte den Disput nach Spielende. Er sei selbst überrascht gewesen, als er die Szene im Fernsehen gesehen habe. Dabei sei es ihm nur darum gegangen, von Bergen vor einer verbalen Entgleisung und Gelb-Rot zu bewahren. Der YB-Captain war nach dem Halbzeitpfiff gegenüber dem Schiedsrichter ziemlich aufgebracht. Und Bickel betonte: «Der Platzverweis von Hoarau ist korrekt. Seine Tat ist unentschuldbar. Das darf einem Routinier nicht passieren.»
Dabei hätten die Thuner in der Summe mehr Anlass gehabt zu hadern. Beim ersten YB-Tor kam YB zu einem Freistoss, der wohl keiner war, und beim Treffer zum 2:1 stand Nuzzolo knapp im Abseits und irritierte den Thuner Goalie Faivre.
In Überzahl aber taten sich die Oberländer nach der Pause schwer. Ein fulminanter Weitschuss von Schindelholz, der vom Pfosten abprallte, war die beste Möglichkeit der Gäste, die sich dann in der 84. Minute durch einen Konter über Zakaria, Nuzzolo und Tabakovic zum 3:1 erwischen liessen.
Einwechselspieler Zakaria gewann in dieser Aktion den entscheidenden Zweikampf und der ebenfalls eingewechselte Tabakovic traf ins Tor. So sind auch die personellen Entscheidungen von Gämperle aufgegangen, der hinterher sehr ruhig und gelassen den Kampfgeist, die Solidarität und das gute Defensivverhalten lobte.
Leonardo Bertone sprach von kleinen taktischen Retouchen. «Ich spielte etwas offensiver als unter Forte, Gajic dagegen hatte die defensivere Rolle.»
Bickels Erleichterung
Entscheidend aber war: Diesmal hatte YB in den kritischen Szenen das Wettkampfglück. Und in der zweiten Halbzeit, als die Mannschaft in Unterzahl vor eigenem Publikum sich logischerweise auf das Kontern verlegte, sah YB besser aus als die umständlich agierenden und etwas matt wirkenden Thuner.
Er sei froh um diesen Sieg, das setze ihn bei der Trainersuche weniger unter Zeitdruck, sagte Bickel. Und Gämperle sprach von den sieben Spielen, die in den nächsten drei Wochen auf YB warten. «Ich kenne meine Aufgabe, ich versuche mit der Mannschaft möglichst erfolgreich durch diese Phase zu kommen. Aber ich habe auch keine Mühe, danach wieder ins zweite Glied zurückzutreten.» http://www.derbund.ch/sport/fussball/In ... y/11547945
_________________ For Ever
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