 |
 |
Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
|
| Autor |
Nachricht |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 25. Februar 2013, 12:13 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
25.02.2013  Zitat: «Das ist ein neuer Tiefpunkt»
YB zeigte gegen den FC Zürich die wohl schwächste Vorstellung in dieser Saison – und verteilte munter Geschenke.
«Geschenke», das war der meistverwendete Ausdruck, als es am späten Samstagabend im kalten und verschneiten Zürcher Fussballstadion bei den Young Boys um die Aufarbeitung der wohl schwächsten Vorstellung in dieser Saison ging. «Es waren vier Geschenke, die wir dem Gegner gemacht haben, unglaublich ist das. So hat kein Team eine Chance, ein Spiel zu gewinnen», kommentierte der sichtlich entnervte Elsad Zverotic. Er ordnete das 0:4 gleich selber ein: «Das ist ein neuer Tiefpunkt.»
YB-Trainer Martin Rueda sah zwar nur «drei Geschenke» an den Gegner. Er sagte aber auch, es sei ihm vorgekommen wie an «Weihnachten», so grosszügig hätten seine Verteidiger den Gegner zum Toreschiessen eingeladen. In der Tat hatten insbesondere Affolter, Nef und Sutter einen schwarzen Tag erwischt. Die vier FCZ-Stürmer Drmic, Chermiti, Gavranovic und Jahovic waren bei ihren vier Treffern auf erschreckend wenig Gegenwehr gestossen.
Ernüchtert zeigte sich auch der neue Sportchef der Berner, der vor dem Spiel von FCZ-Präsident Ancillo Canepa nachträglich verabschiedet worden war. Auf eine Trainerdebatte liess sich Fredy Bickel aber trotz der Enttäuschung nicht ein. Dies würde der Mannschaft nur ein Alibi geben. Und er beteuerte nochmals: «Wir sind überzeugt von Martin Rueda.» Die Fehler seien ganz klar auf dem Platz gemacht worden, sparte er nicht mit Kritik. «Wir haben Probleme in der Abwehr, das ist bekannt». http://www.derbund.ch/sport/fussball/Da ... y/19804307
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 25. Februar 2013, 12:14 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
25.02.2013  Zitat: Die Ratlosigkeit als permanenter Begleiter
YB ist an einem neuen Tiefpunkt angelangt. Nun muss der neue Sportchef Fredy Bickel dem Team ein anderes Gesicht geben.
Der BSC Young Boys ist weiter auf Talfahrt. Nach dem schnellen Ende allfälliger Titelambitionen in der Super League und dem erneut kläglichen Scheitern im Cup bereits im Herbst folgte am Samstag im Letzigrund mit dem 0:4 gegen den FC Zürich ein neuer Tiefpunkt. Besonders beängstigend dabei ist, dass keinerlei Anhaltspunkte auszumachen sind, die eine rasche Entschärfung der sportlich unbefriedigenden Situation versprechen. Die Mannschaft wirkt ambitionslos und lässt sich in der Anonymität des Mittelfelds treiben.
Wer am Samstag die Mienen von Trainer Martin Rueda, Assistent Thomas Häberli und Sportchef Fredy Bickel auf der YB-Bank beobachtete, konnte auch bei der Teamleitung mit bestem Willen keine Anzeichen von Hoffnung ablesen. Zuversicht sieht anders aus, vielmehr war Ratlosigkeit, ja sogar Konsternation ob der schwachen Leistung der eigenen Mannschaft auszumachen.
Irritierende Statements von Rueda
Von der versprochenen Reaktion nach dem 0:2 gegen GC vor Wochenfrist war abgesehen von den Bemühungen in den Startminuten wenig bis gar nichts zu sehen. Was folgte, war vielmehr eine Orgie an Fehlern, für die es auf diesem Niveau keine Entschuldigung gibt. Auch die Tatsache, dass die Stürmer bei diesen schwierigen Terrainbedingungen Vorteile in den Eins-gegen-eins-Situationen haben, konnte nicht als Alibi gelten. Die Zürcher Verteidiger hatten sich mit den gleichen Problemen zu arrangieren und liessen in den 93 Minuten kaum eine zwingende Berner Torchance zu.
Dass er bei seiner Analyse neben der Kritik an den Eigenfehlern gewisse positive Aspekte wie die bessere Laufbereitschaft und das grössere kämpferische Engagement hervorhob, ehrt Rueda. Doch als er diesen schwachen Auftritt ingesamt gar als sichtbare Reaktion auf das GC-Spiel taxierte, wirkte dies doch ziemlich irritierend. Wer von einer Steigerung spricht, wenn seine Mannschaft einem 0:2 gegen den Leader an selber Stelle eine Woche später ein 0:4 gegen den Tabellensechsten folgen lässt, stösst kaum auf Verständnis. Selbst wenn er für sich als Trainer diese Erkenntnis aufgrund von Details gewonnen haben mag.
Sogar Platz 5 in Gefahr
Nach dem dritten Auftritt in diesem Frühjahr kommen Befürchtungen auf, dass die Young Boys in dieser Verfassung sogar das letzte Saisonziel, das Erreichen der Europa League, verpassen werden. Dafür ist Platz 4 nötig, je nach Ausgang des Cups reicht auch der 5. Rang. Zum viertplatzierten Sion beträgt der Rückstand bereits acht Punkte, während von hinten der FCZ dank dem 4:0 bis auf drei Zähler an die fünftplatzierten Berner herangerückt ist. Ein Absturz auf Rang 6 ist derzeit um einiges wahrscheinlicher als der angestrebte Vorstoss auf den sicheren Europa-League-Qualifikationsplatz.
Der neue Sportchef hat in Bern schwierige Wochen mit viel Arbeit vor sich. Es gilt, die Trainerfrage zu lösen und einen kompetitiven Kader für die nächste Saison zusammenzustellen. Was den Trainer betrifft, hielt Fredy Bickel bisher mit Vehemenz fest, dass er die Zukunft bei YB mit Rueda bestreiten will – und wich auch nach dem Debakel im Letzigrund nicht von seiner Haltung ab. Den Beweis, der richtige Trainer für YB zu sein, hat Rueda in dieser Saison noch nicht erbracht. Dieser sagt selber, er müsse sich einen neuen Vertrag «mit Leistung verdienen» – das sind im Fussball primär gute Resultate. Solche kann Rueda, mit Ausnahme des Erreichens der Europa League, kaum vorweisen. Er steht trotz Bickels Bekenntnis unter Druck, seine Position schnell zu stärken.
Fehlende Leistungskultur
Genauso wichtig wie die Trainerfrage ist eine genaue Analyse und Optimierung des Kaders. Die Mannschaft wirkte am Samstag erneut führungslos, mit Spielern ohne Ecken und Kanten. Zum wiederholten Mal fehlten Leaderfiguren, die das Team wachrütteln, antreiben und mitreissen. Zwischen Anspruch und Realität, zwischen Worten und Leistungen klafft bei zu vielen Spielern eine zu grosse Lücke. Jeder schwimmt brav mit dem Strom mit – kaum einer wehrt sich, wenn dieser in eine falsche Richtung geht. YB wirkt wie eine Gruppe von Mitläufern, keiner traut sich zu exponieren. Es fehlen der Erfolgshunger, ein klares Konzept und eine Leistungskultur, die gute Teams auszeichnen.
Fredy Bickel wird grössere Einschnitte im Kader machen müssen, will YB in Zukunft mit den besten Klubs der Liga leistungsmässig auf Augenhöhe bleiben. Das wird seine erste Bewährungsprobe nach seiner Rückkehr, zumal er sich budgetmässig wohl in einem engen Korsett befindet. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Di ... y/31796613
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 25. Februar 2013, 12:16 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
25.02.2013  Zitat: FC Zürich - Young Boys 4:0
Blackouts am Fliessband
Die Young Boys laden den FC Zürich grosszügig zum ungefährdeten 4:0-Sieg ein. Der FC Zürich gewinnt das Heimspiel gegen schwache Berner und spielt sich dank guten Stürmern aus dem Tief.
Die Spielbedingungen im Letzigrund waren nicht die einfachsten. Die weissen Flocken flogen aufs Haupt des FCZ-Präsidenten Ancillo Canepa, als er vor dem Anpfiff höchstpersönlich zum Mikrofon griff, um die aus dem Klub ausgeschiedenen Ernst Graf (Bereich Nachwuchs) und den ehemaligen Sportchef Fredy Bickel mit Präsenten offiziell zu verabschieden. Die Südkurve schickte ein paar gellende Pfiffe in die Ohren des einst in Zürich so beliebten Sportchefs, dann konnte das Spiel starten. Erst mit einem gelben Ball, der später aus optischen Gründen durch einen roten ersetzt wurde.
Aber wie spielen auf dem schneebedeckten Terrain? Beiden Teams droht das Schicksal, im Niemandsland der Tabelle verloren zu gehen. So war nachvollziehbar, dass beide Trainer von der taktischen Ausrichtung her einen Sieg anstrebten. Die Berner versuchten dies mutig mit der Bereitschaft, das Spieldiktat an sich zu reissen. Die Zürcher versteckten sich auch nicht, sie suchten aber ihr Heil eher aus einer soliden Defensive und mit dem schnellen Bedienen der vorne lauernden Stürmer Gavranovic, Drmic und Chermiti, die immer wieder gut ihre Positionen tauschten.
Es war nicht vornehmlich das Verdienst der Zürcher, dass ihre Leistung zu einem komfortablen Sieg ausreichte. Dazu brauchte es die generöse Hilfe des Berner Gastes, der bei den ersten drei Gegentoren mit Fehlern der haarsträubenden Art das Unheil selbst einleitete. Zuerst luden die Abwehrspieler eine kollektive Schuld auf sich, als der fleissige Gavranovic auch von einer Berner Überzahl nicht vom Ball zu trennen war und schliesslich seinem Partner Drmic den Weg zum Führungstor ebnete (17.). Und dann machten erst der Verteidiger Affolter und dann sein Partner in der Innenverteidigung, Nef, keine gute Figur und ermöglichten Chermiti und Gavranovic die Tore zum 2:0 und zum 3:0. Dem Einwechselspieler Jahovic gelang schliesslich nach feinem Doppelpass das 4:0 (79.). YBs Trainer Martin Rueda sprach von Weihnachtsgeschenken.
Nun, die Zürcher fanden einen richtig guten Sparring-Partner, der alles dafür tat, sie aufzubauen, sie ins Spiel kommen zu lassen. Es sah schlimm aus, wie sich die Berner auf dem Platz verhielten. Man hatte das Gefühl, dass YB zwar versuchte mitzuspielen, sich aber selbst am wenigsten wunderte, dass der Schuss (wieder einmal) nach hinten losging. Die Auswärtsbilanz liest sich wie eine Gruselgeschichte: 11 Spiele, 6 Punkte, und es scheint niemanden zu geben, der sich gegen diese schwarze Bilanz aufzulehnen gedenkt. YB auswärts, das ist Niemandsland. Und dort steht der Klub in der Tabelle. http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/ ... 1.18020868
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
shalako
|
Verfasst: Montag 25. Februar 2013, 12:18 |
|
Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
|
25.02.2013  Zitat: Wie bitte?
YB-Bickel spricht von «Wir» – und meint den FCZ!
Die Wirren waren zuvor schon gross, der sportliche Erfolg gering. Nach dem 0:4 gegen den FCZ ist YB endgültig ein Klub in Trümmern.
Das stetige Auf und Ab in dieser Saison, mit mehr Abs als Aufs, hat Diskussionen um Trainer Martin Rueda nie abklingen lassen. Am heftigsten waren sie nach dem blamablen Cup-Out in Wil. Präsident Werner Müller bemüssigte sich da festzustellen: «Rueda und sein Team haben die richtige Einstellung, wir teilen diese Fussball-Philosophie.»
Und jetzt dieser neuerliche Tiefpunkt. Ist das jetzt der Fussball, den sie sehen wollen, Herr Müller?
Zum Zustand von YB passen die Auftritte der Neuzugänge.
Samuel Afum: Von Beginn weg war klar, dass er längere Eingewöhnungszeit brauchen würde, nach einem Jahr ohne Spielpraxis. Entsprechend spielte er bisher: wie ein Ausfall.
François Affolter. Er spielte ein halbes Jahr nicht. War Beim Gross‘schen YB in Ungnade gefallen und in Bremen kein Thema mehr. Und plötzlich soll er nun ein Abwehr-Messias sein? Bisher auch ein Ausfall.
Alexander Gerndt: Penalty verschossen. Verletzung zugezogen. Dafür kann er nichts, aber in Schweden warnen sie vor dem Stürmer. «Sein Ruf in seiner Heimat ist miserablel,» sagt Expressen-Journalist Ludwig Holmberg.
Und dann ist da noch Fredy Bickel, der neue Sportchef, der diese Transfers zu verantworten hat. Vor dem Spiel im Letzigrund redet er mehrfach von «wir» – und meint damit den FCZ. Nach dem 0:4 lobt er seine Transfers. Jene, die er noch als FCZ-Sportchef gemacht hat.
Im Anschluss an das «perfekte» Trainingslager in Spanien hatte Bickel posaunt, jetzt gebe es keine Ausreden mehr. Und nun? «Es kann und darf nicht sein, dass wir auf den richtigen Cupsieger hoffen müssen, um in den Europacup zu kommen. Das ist nämlich das Minimalziel», sagt er trotzig. Die Tendenz sieht anders aus. In ein paar Runden dürfte sich der FCZ die Berner geschnappt und auf Platz sechs verdrängt haben.
Und Rueda? Der Mann, der längst nicht mehr Coach wäre, hätten sich die Investoren um Andy Rihs nicht aus einer Laune heraus entschieden den CEO statt den Coach zu feuern, weil man ja nicht immer den Trainer wechseln könne, wirkt nur noch ratlos. Seine Analyse, dass YB besser gespielt habe als gegen GC und sein Team nicht viel schlechter gewesen sei als der FCZ, ist absurd.
Wir sind gespannt, wohin Rihs‘ Daumen diesmal zeigt. http://www.blick.ch/sport/fussball/supe ... 16544.html
_________________ For Ever
|
|
 |
|
 |
|
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 62 Gäste |
| |
|
|
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern. Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.
|
|
 |