Registrieren    Anmelden    Forum    Suche    FAQ

 

 

 

     

 

 

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 46 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5  Nächste
Autor Nachricht
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 31. Oktober 2012, 09:44 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
31.10.2012

Bild

Zitat:
Standpunkt: YB erwacht aus dem Albtraum «Phase 3»

Die «Phase 3» bei YB ist seit Dienstag definitiv Geschichte. Der Verein steht vor den Trümmern jener Vorwärtsstrategie und muss nun den Betrieb sanieren.

Die «Phase 3» bei YB ist seit gestern Dienstag definitiv Geschichte. Der Verein steht vor den Trümmern jener Vorwärtsstrategie, die im August 2010 mit grossspurigen, grotesken Ankündigungen eingeleitet worden war. Damals wurde der Berner Stefan Niedermaier als äusserst beliebter, tüchtiger, erfolgreicher CEO und Stadionchef durch Ilja Kaenzig ersetzt. Diese Massnahme des einstigen Verwaltungsratspräsidenten Benno Oertig wurde in dieser Zeitung bereits damals scharf kritisiert, deshalb sei an dieser Stelle nur kurz wiederholt: Die kühle Entmachtung Niedermaiers war fast wie ein Verbrechen an den Young Boys.

Benno Oertig gewann zwar vor etwas mehr als zwei Jahren den Machtkampf. Aber es war ein persönlicher Sieg fürs Ego mit schmerzhaften Folgen für YB, die noch lange spürbar sein werden. Und genau deshalb muss man sich jetzt um den Klub ernste Sorgen machen. Oertig ist mit seinen Ideen ja krachend abgestürzt, er spielt seit diesem Sommer keine Rolle mehr in Bern. Der frühere Trainer Christian Gross und eine Reihe weiterer prächtig bezahlter Mitstreiter sind bei den Young Boys ebenfalls gescheitert. Zuletzt Finanzchef Daniel Seiler und vor allem CEO Ilja Kaenzig. In Verein und Betrieb atmeten gestern zahlreiche Mitarbeiter auf, als der Abgang Seilers und Kaenzigs bekannt wurde. Beide trugen zum schlechten Klima im Stade de Suisse bei.

Seit Kaenzigs Installierung im August 2010 ging es für YB nur in eine Richtung: steil abwärts. Sportlich. Und wirtschaftlich. Als Chef steht Kaenzig in der Verantwortung, selbst wenn die Trainer Gross und zuletzt Martin Rueda nicht seine Wunschkandidaten gewesen waren. Letzteres zeigt, wie schwach seine Position als CEO in der Ära Oertig war. Es ist jedoch nicht Kaenzigs Fehler, wurde er für einen Job ausgewählt, für den es ihm an Kompetenz und Routine mangelt. Kaenzig ist im Fussball bestens vernetzt. Aber er besitzt noch nicht die Erfahrung und die Fähigkeiten, um einen unruhigen, komplizierten Betrieb mit derart vielfältiger Ausrichtung wie YB und das Stade de Suisse zu leiten. In den letzten Wochen häuften sich intern die Beschwerden über die Führungsschwächen des 39-Jährigen.

Ilja Kaenzig ist ein Mann mit vielen Gesichtern. Smart, freundlich und sehr professionell erledigte der clevere, joviale Kaenzig jederzeit die Medienarbeit, er war ein ausgezeichneter Fürsprecher der eigenen Arbeit und begabter Einflüsterer hinter den Kulissen. Bei YB aber hielten sich die Sprachbeiträge Kaenzigs in überschaubaren Grenzen, er kommunizierte selten mit seinen Angestellten, die oft in den Zeitungen lesen mussten, was ihr Vorgesetzter dachte. Auch mit Trainer Rueda redete Kaenzig kaum, und weil der CEO mit dem «Blick», wo er als Sportchef gearbeitet hatte, freundschaftlich verbunden ist, blieb er auf dem Boulevard von Kritik oft verschont. Kaenzig dürfte jetzt als Beschäftigungsloser – im Gegensatz zu Christian Gross – wenigstens nicht lange auf der üppigen YB-Lohnliste verweilen, sondern bald einen neuen Arbeitgeber präsentieren. Sein Ruf im Fussball ist weiter glänzend – und er wird aus seinen Fehlern lernen.

Und immerhin passte Ilja Kaenzig gut zur «Phase 3», die nie gezündet wurde. Er verdreifachte beispielsweise mal eben das Lohnvolumen des ersten Teams und beschäftigte Scouts auf der ganzen Welt. Mit mässigem Erfolg: Das talentierte, kostspielige YB-Kader ist zwar für nationale Verhältnisse ausgezeichnet besetzt, aber ungenügend zusammengestellt. Hätten Kaenzigs Vorgänger auch nur annähernd so viele Millionen ausgeben dürfen, wäre YB 2010 wohl locker Meister geworden.

Nun stehen die Young Boys – mal wieder – vor einem Neuanfang. Oder zumindest einem einschneidenden Umbruch. Zurück zu den Wurzeln will der Klub, dabei bernerischer und bodenständiger und sympathischer werden. Das ist ein guter Ansatz, wäre aber einfacher und billiger zu haben gewesen. Wie man hört, überwiesen die Investoren Andy und Hansueli Rihs alleine seit 2010 Darlehen in Höhe von rund 20 Millionen Franken, um bei YB Verluste auszugleichen! Und dies, obwohl der Klub in dieser Zeit mehrere Fussballer teuer verkaufen konnte und zweimal die Europa League erreichte.

Finanzsünden bleiben also als Vermächtnis der «Phase 3».

Nach dem kläglichen Saisonstart laufen zudem derzeit Zuschauer und VIP-Kunden davon – ob ab Januar erneut rund 15'000 Leute eine Dauerkarte kaufen werden, ist fraglich. Und: Mehrere Sponsoringverträge enden bald.

An Baustellen jedenfalls mangelt es im Stade de Suisse weiter nicht. Ob YB für die vielen Herausforderungen bereit ist, müssen die Verantwortlichen noch beweisen. Die auf dem Papier mächtigsten Figuren – Stadionchef Alain Kappeler und Verwaltungsratspräsident Hanspeter Kienberger – sind erst seit kurzem im Betrieb. Verwaltungsrat Werner Müller dagegen ist dem Klub seit Jahrzehnten verbunden. Und es ist klug, die Chefaufgaben in Stadion und Verein zu teilen. Die Entscheidungsträger sind zudem gut beraten, den neuen Sportchef in Ruhe zu suchen. In erster Linie müssen sie den Betrieb ohnehin redimensionieren – und sanieren. Das wird nicht ohne Spielerverkäufe gehen. YB jedoch fehlt es keineswegs an Potenzial, Unterstützung und Begeisterung im Umfeld, um in der Super League bald wieder eine tragende Rolle spielen zu können.

Wie vor dem knapp 27 Monate langen Albtraum «Phase 3»


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/16694045

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 31. Oktober 2012, 09:45 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
31.10.2012

Bild

Zitat:
«Jetzt sind die Berner am Zug»

Mit Hanspeter Kienberger und Alain Kappeler wird YB neu von zwei Männern geführt, die in Bern noch nicht sehr bekannt sind.

Die Investoren und Stadionbesitzer Andy und Hansueli Rihs bleiben auch in Zukunft die entscheidenden Figuren im Stade de Suisse und damit für YB. Nach der Entlassung von CEO Ilja Kaenzig überlassen die beiden Zürcher Unternehmer das Tagesgeschäft im Stadion mit Hanspeter Kienberger und Alain Kappeler aber zwei Männern, die auf dem Platz Bern noch nicht gross in Erscheinung getreten sind.

Als gewöhnlicher Zuschauer besuchte der Wirtschaftsprüfer Kienberger bis im Sommer jeweils die Heimspiele der Young Boys. Dann fragten Andy und Hansueli Rihs ihren Bekannten, ob er Einsitz in den Verwaltungsrat ihrer Sport und Event Holding AG nehmen wolle. Seit gestern nun fungiert Kienberger als Verwaltungsratspräsident der Muttergesellschaft von Stade de Suisse AG und der YB-Betriebs AG. Er übernimmt von Kaenzig auch das Amt als Delegierter des Verwaltungsrats und ist so bis auf weiteres quasi der YB-CEO. Im Auftrag der Rihs-Brüder soll «Hampi», wie ihn Andy Rihs gestern jovial nannte, die Reorganisation im Stade de Suisse durchführen, also die Trennung von Business und Sport, die bisher beide in den Händen Kaenzigs lagen. «Ich freue mich sehr auf diese unternehmerisch interessante Herausforderung», sagt der 50-Jährige.

Übernimmt Kappeler als CEO?

Während die Suche nach dem Sportdirektor läuft, wurden die Aufgaben im geschäftlichen Bereich rasch intern verteilt. Alain Kappeler, bisher Leiter Marketing&Verkauf, ist neu dafür verantwortlich, dass das Stade de Suisse mit Konzerten, Konferenzen und weiteren Events auch abseits der Heimspiele Einnahmen generiert. Kappeler verfügt über viel Erfahrung im Sportmanagement, bis im Sommer war er der erste CEO der neu erstellten Arena Thun. Vor wenigen Monaten entschloss er sich indes just in dem Moment zum Wechsel nach Bern, als ihn der Dauerkonflikt zwischen den Thuner Stadionerbauern und der Fussballabteilung aufzureiben begann.

Der Umbruch in Bern hat den 42-Jährigen nun nach kurzer Zeit wieder an die Spitze eines Stadions katapultiert. Weil sich Kienberger als Delegierter des Verwaltungsrats als «Übergangslösung» sieht, könnte der Seeländer Kappeler in absehbarer Zeit möglicherweise sogar diese Funktion übernehmen und zum auch zum CEO avancieren. Kienberger, ein gebürtiger Aargauer, der schon lange in Bern lebt, sagt: «Jetzt sind die Berner am Zug.» Nächste Woche, wenn YB in der Europa League in Udine gastiert, könnte er den Klub erstmals repräsentieren. Daraus wird jedoch nichts: Nach der Teilnahme am New-York-Marathon ist die Zeit zu knapp, um noch rechtzeitig ins Friaul zu reisen.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/18056649

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 31. Oktober 2012, 09:47 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
31.10.2012

Bild

Zitat:
Suche nach einem Mister YB läuft wieder

YB hat sich von Ilja Kaenzig getrennt und das Unternehmen neu organisiert. Hohe Kosten und sportlicher Misserfolg wurden dem CEO zum Verhängnis. Nun sucht YB einen Sportchef mit Lokalkolorit.

Eng wurde es am Dienstag auf dem Podium in der Champions Lounge im Stade de Suisse, als mit YB-Präsident Werner Müller, den Stadionbesitzern und Investoren Andy und Hansueli Rihs, dem Wirtschaftsprüfer Hanspeter Kienberger und dem Medienverantwortlichen Albert Staudenmann gleich fünf Männer Platz nahmen. Sie traten an, das neuerliche Erdbeben im Wankdorf zu erklären. Zwei Stunden zuvor hatte die Sport+ Event Holding, die Muttergesellschaft der Stade de Suisse AG und der YB-Betriebs AG, per Communiqué die Trennung von YB-CEO Ilja Kaenzig bekannt gegeben und mitgeteilt, Kienberger werde das Präsidium der Sport und Event Holding und Müller das Vizepräsidium übernehmen (siehe Organigramm in der Bildstrecke). «Wir haben festgestellt, dass Kaenzigs Doppelrolle als Stadion- und Sportchef nicht funktionierte», sagte Andy Rihs. «Künftig wollen wir Geschäft und Sport auf zwei Köpfe verteilen.» Dass die teure Mannschaft derzeit nur auf Platz 5 der Super League steht, lieferte keine Argumente für das Festhalten an Kaenzig, mit dem auch der Finanzchef Daniel Seiler gehen musste.

Alain Kappeler, früherer CEO der Arena Thun, der im Sommer als Leiter Marketing&Verkauf ins Stade de Suisse wechselte, rückt zum Chief Operating Officer auf und kümmert sich künftig um den Betrieb des Stade de Suisse. Wer die sportliche Verantwortung übernimmt, ist offen. YB sucht einen Sportchef. «Wir starten hiermit einen Aufruf», rief Andy Rihs in den Raum.

Bickel, Zaugg, Gerber?

Seltsam konzeptlos wirkte der Unternehmer in diesem Moment. Die Trennung von Kaenzig beschlossen die Rihs-Brüder – im Wirtschaftsleben oft mit Personalentscheiden, Headhuntern und Beratern konfrontiert –, bevor die Evaluation eines Nachfolgers überhaupt gestartet wurde. Bis zum Rückrundenstart solle der Sportdirektor gefunden worden sein, sagte Hanspeter Kienberger, der die Suche als Interims-CEO überwachen wird. Namen von Kandidaten befinden sich zur Genüge im Umlauf, vor allem der von Fredy Bickel kursierte gestern. Der 47-Jährige arbeitete von 1999 bis 2002 erfolgreich für YB. Seit 2003 ist Bickel beim FC Zürich tätig. Nach drei Meistertiteln und einem Cupsieg scheint die Liebe zwischen FCZ und Sportchef aber erkaltet zu sein. Bickels Rückkehr liesse sich daher trotz Vertrag in Zürich bis 2014 wohl realisieren. Bereits Ende Jahr läuft das Engagement von Hanspeter Zaugg als Nationalcoach in Liechtenstein aus. Der waschechte Berner, von 2003 bis 2005 YB-Trainer, liess kürzlich auf «NZZ online» verlauten, die Aufgabe als YB-Sportchef würde ihn reizen.

Die Voraussetzungen, wonach der Neue über «Berner Lokalkolorit» (Kienberger) verfügen und «in die YB-Familie passen» (Hansueli Rihs) müsse, bringt indes auch der Sportchef des FC Thun, Andres Gerber, mit. Der 39-Jährige Ex-Profi lancierte seine Karriere 1992 bei YB und spielte danach sechs Jahre für die Stadtberner. Nach dem Karrierenende 2009 in Thun wurde er dort Sportchef. Seither hat Gerber die Entwicklung des Clubs mit klugen Trainer- und Spielerentscheiden positiv mitgestaltet. Er verkörpert seinen Verein nach aussen und repräsentiert als «Mr. Thun» auch das, wonach die YB-Verantwortlichen für ihren Club seit Jahren suchen.

Kostenexplosion unter Kaenzig

Bei den finanziell stets klammen Thunern hat Gerber zudem gelernt, stets die Ausgaben im Auge zu behalten. Unter Kaenzig waren die Kosten explodiert. Ausserdem war seit längerem zu vernehmen, der Luzerner, der sich seine Sporen als Sportmanager in der Bundesliga abverdient hatte, vernachlässige den Business-Aspekt. Es sind – neben dem sportlichen Misserfolg – zwei Gründe, welche die Rihs-Brüder veranlassten, Kaenzig nur 27 Monate nach der Installierung für den in Bern angesehenen Stefan Niedermaier an der YB-Spitze abzulösen. Der Club liess verlauten, aufgrund der sechsmonatigen Kündigungsfrist werde Kaenzig bei Bedarf als Berater arbeiten. So weit wird es nicht kommen: Kaenzig, der gestern keine Stellung nehmen wollte, könnte bald als CEO für Luzern arbeiten. Die Innerschweizer haben eben beschlossen, jene Struktur einzuführen, die nun in Bern zerschlagen wurde.


http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/24599836

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 31. Oktober 2012, 09:48 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
31.10.2012

Bild

Zitat:
YB hat keinen Plan

Die viel zitierte «Phase 3» mit Ilja Kaenzig an der Spitze von YB ist Geschichte. Seine Vorgesetzten trauten Kaenzig nicht mehr zu, das Ruder herumreissen zu können.

Während Monaten wollen sich die Verwaltungsräte der Sport und Event Holding Gedanken gemacht haben, wie es mit YB weitergehen soll. Das Resultat, das sie gestern unter dem Stichwort «Reorganisation der Tochtergesellschaften SdS AG und YB-Betriebs AG» präsentierten, wirkte alles andere als überzeugend.

Gegen die Idee, den sportlichen und den kommerziellen Bereich zu trennen, ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Auch die Schaffung einer Sportdirektorenstelle ist nachvollziehbar. Doch eigentlich hatte man erwarten können, dass die Klubführung den Mann für diesen Job bereits gefunden hat. Nichts dergleichen ist der Fall. Sie hätten noch mit niemandem gesprochen, erklärten die Verwaltungsräte, angeführt von den YB-Besitzern Andy und Hans-Ueli «Jöggi» Rihs, treuherzig.

Ohne Führung

Zu hoffen ist, dass die Führungsgilde geflunkert und bereits einen valablen Kandidaten im Auge hat. Denn nach der Trennung von Kaenzig ist YB denkbar schlecht aufgestellt. Stéphane Chapuisat, der den Titel Sportberater trägt, bringt zwar fussballerisches Know-how mit. Doch man kann sich den 103-fachen Internationalen nicht als Führungskraft vorstellen.

YB-Präsident Werner Müller ist in der lokalen Wirtschaft und Politik gut vernetzt – nicht aber im Fussball. Und Hanspeter Kienberger fährt, kaum hat er temporär Kaenzigs Job übernommen, für ein paar Tage in die USA, um den New-York-Marathon zu bestreiten. Das passt schlecht zu einem Klub, der sich für seine Professionalität rühmt und sich eine Mannschaft leistet, die jährlich rund 30 Millionen Franken verschlingt.

Wer ist verantwortlich?

Fakt ist: Im Moment steht YB ohne sportliche Führung da. Was ist, wenn Martin Rueda mit seinem Team viermal in Serie verliert? Was, wenn Raúl Bobadilla in der Europa League nochmals dreimal trifft und ein Millionenangebot aus dem Ausland kriegt? Was, wenn sich nach Spycher weitere Schlüsselspieler schwerer verletzen?

Alles durchaus mögliche Szenarien, die nach schnellen Lösungen rufen. Deshalb kommt der Verwaltungsrat nicht darum herum, möglichst rasch einen Sportdirektor anzustellen. Ansonsten könnte YB arg ins Schlingern geraten.


http://www.derbund.ch/sport/fussball/YB ... y/19176370

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 31. Oktober 2012, 09:51 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
30.10.2012

Bild

Zitat:
Kaenzig ist weg – YB befreit

Als der inzwischen zurückgetretene YB-Präsident Benno Oertig im August 2010 den damaligen «Blick»-Sportchef Ilja Kaenzig aus dem Hut zauberte und an die Spitze des Clubs setzte, sprach er vollmundig von der dritten Phase, die nun im Stade de Suisse gezündet werde. Immerhin hatte Kaenzig ja schon in der Bundesliga gearbeitet. Dass die erfolgreichsten Jahre des anstelle von Stefan Niedermaier inthronisierten CEO jene im Schutz von Reiner Calmund bei Bayer Leverkusen waren, schien Oertig nicht zu stören. Der Strippenzieher hatte grosse Träume und sagte sich frei nach James Bond: Die Schweiz ist nicht genug.

YB wollte nie wieder Vizemeister werden, sondern erstens den Schweizer Branchenleader FC Basel das Fürchten lehren und zweitens in Europa eine Rolle spielen. «Nur wenn ich erfolgreich bin kann ich die Berner überzeugen, dass der Verwaltungsrat den richtigen Entscheid gefällt hat», sagte Kaenzig bei seiner Präsentation – und ahnte noch nicht im entferntesten, wie grandios er an dieser Aufgabe scheitern würde. Selbst wenn man das Argument gelten lässt, dass es nicht Kaenzig war, der Christian Gross unbedingt als Trainer wollte, sondern Oertig, muss man ihm ein schlechtes Zeugnis ausstellen. Denn: Was ist ein CEO wert, der sich nicht einmal in der Trainerfrage durchsetzen kann? Darum ist die Trennung vom CEO die einzig konsequente Lösung. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende, ist man geneigt zu sagen.

Heute wären die Young Boys froh, wenn sie auf dem 2. Platz stehen würden, auf jenem Platz, den man Kaenzigs Vorgänger Niedermaier sowie den Trainern Martin Andermatt und Vladimir Petkovic als Misserfolg ausgelegt hatte. Als Kaenzig den für attraktiven Fussball stehenden Petkovic im Mai 2011 fristlos entliess, sprach er ihm die Fähigkeit ab, die Young Boys auf das nächste Level führen zu können. Nun ist YB mit 15 Punkten Rückstand auf die Grasshoppers Fünfter der Super League, zu Platz 2 fehlen 14 Zähler. Petkovic grüsst derweil als Trainer von Lazio Rom von Rang 4 der Serie A. Ein wenig komisch ist das schon. Zumindest für den neutralen Beobachter.

Einen CEO mit der Machtfülle von Kaenzig wird es bei YB nicht mehr so schnell geben. Die sportlichen Belange sollen in Zukunft vernünftigerweise wieder einem Sportchef obliegen – Kaenzig, so die offizielle Diktion, habe man diesen Posten nicht angeboten, weil er für ihn eine Degradierung bedeutet hätte. Wer der neue Sportchef sein wird, soll spätestens zum Rückrundenstart bekannt sein. Fredy Bickel, der dieses Amt beim FCZ bekleidet, bleibt also in der Lostrommel. Für ihn spricht, dass er zu YB passt, wie seine erste erfolgreiche Amtszeit in Bern zwischen 1999 und 2003 belegt. Und Bickel weiss, wie man sich gegen den FC Basel im Meisterrennen durchsetzt – dreimal gelang ihm dieses Kunststück in Zürich. Die YB-Führung erklärte zudem, dass der kommende Sportdirektor trotz der Bemühungen zur Verbernerung des Vereins auch von ausserhalb des Kantons kommen dürfe. Er müsse vor allem kompetent sein. Wie Bickel.


http://blog.tagesanzeiger.ch/steilpass/ ... b-befreit/

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 31. Oktober 2012, 09:53 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
30.10.2012

Bild

Zitat:
«Diese Trennung war nötig»

Der angekündigte Knall bei den Berner Young Boys ist eingetroffen: CEO Ilja Kaenzig muss gehen. YB erhofft sich dadurch den Sprung an die Spitze und sucht nun fieberhaft nach einem Sportchef.

CEO Ilja Kaenzig sollte die Berner Young Boys zum Meistertitel, in die Champions League führen. Etwas mehr als zwei Jahre später dann der Knall in der Hauptstadt: Die Sport und Event Holding AG gibt das Ende der Zusammenarbeit mit Kaenzig bekannt – ausgerechnet in der Champions Lounge des Stade de Suisse. «Unser Stadion ist nicht nur Dekoration. Wir wollen nicht nur in der Super League mitspielen, wir wollen die Spitze sein.» Und dafür seien die Voraussetzungen nicht ideal gewesen. «Wir mussten uns eingestehen: So wie wir heute organisiert sind, ist es nicht richtig», so Investor Andy Rhis.

Sprich: Kern der Neustrukturierung ist die klare Trennung der Geschäftsbereiche Sport und Kommerz. Die Tochtergesellschaften Stade de Suisse AG und YB-Betriebs-AG werden reorganisiert und entzweit. Bereits vor der Bekanntgabe wurde kommuniziert, dass der Wirtschaftsprüfer Hanspeter Kienberger Präsident und Werner Müller Vize-Präsident der Sport und Event Holding AG wird – die Investoren und Besitzer Andy und Hansueli Rihs gehören weiterhin dem Verwaltungsrat an.

Kaenzig wollte sich nicht degradieren lassen

Gedanken, Kaenzig für einen Teilbereich einzusetzen, kursierten, waren aber weder für den gescheiterten CEO noch für die Holding eine Option. «Das war eine Überlegung. Aber wir dachten, es ist nicht angebracht. Wir haben ihm das so gesagt und auch er wollte dies nicht», erklärt Werner Müller, der neue Vizepräsident der Sport und Event Holding AG. «Wir sind überzeugt: Diese Trennung braucht es.»

Die Verantwortung soll künftig auf mehrere Schultern verteilt werden. Damit ist klar, dass die Berner Young Boys einen Sportchef brauchen. Namen kursieren noch keine. Die YB-Führungsetage betont auch, dass noch keine Gespräche geführt wurden. «Wir teilen dies heute offiziell mit: Wir suchen einen Sportchef!», so Andy Rhis. Bis zum Rückrundenstart will YB den Posten besetzt haben. Dabei wird eine interne Lösung als «durchaus möglich» erachtet. «Wir gehen davon aus, dass sich nach der heutigen Pressekonferenz viele Interessenten melden werden.»

Qualität der Mannschaft ist top

Die Reorganisation soll YB auf die schon lange ins Visier genommene Siegesstrasse führen. Kaenzig, der den Unternehmen unter Einhaltung der sechsmonatigen Kündigungsfrist bei Bedarf noch zur Verfügung stehen wird, verpasste dies seit seiner Amtsübernahme im August 2010. «Wir sind noch immer Freunde. Wir haben uns im Guten getrennt», sagte Andy Rhis zum Entscheid. «Wir haben das Maximum daraus gemacht. Leider haben die Erwartungen nicht dem entsprochen, was wir, die Fans und sich alle anderen davon erhofft haben.»

Nun ist die Mannschaft und Trainer Martin Rueda gefordert. «Die Qualität der Mannschaft gehört zum Besten, was die Super League zu bieten hat. Und daher wollen wir einen hocherfolgreichen Klub, einen Verein, der nicht nur den Bernern, sondern der ganzen Schweiz Freude macht.» Andy Rhis ist es wichtig, dass er sich als Investor aus dem Fussballgeschäft raushält: «Mein Bruder (Hansueli Rhis, Anm. d. Red.) und ich bleiben das, was wir sind: Investoren und Garanten, dass YB läuft und seine Ziele erreicht. Und wir sorgen dafür, dass das Stade de Suisse erfolgreich bleibt. Ich bin davon überzeugt, dass wir nun auf den richtigen Weg kommen.»


http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... --25532320

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 31. Oktober 2012, 09:54 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
30.10.2012

Bild

Zitat:
Kaenzig nicht mehr CEO von YB

Reorganisation bei den Young Boys: CEO und Verwaltungsrats-Delegierter Ilja Kaenzig hat seine Ämter per sofort abgegeben, gleichzeitig wurden diverse Posten in der Führungsetage neu besetzt. Die Berner suchen nun einen neuen Sportchef.

«Am Ende des Tages wollen wir einen hocherfolgreichen Fussballklub haben, der der ganzen Schweiz Freude macht», sagte Investor Andy Rihs an der Medienkonferenz in Bern. «So, wie wir bislang organisiert waren, hat es leider nicht geklappt. Wären wir die Nummer 1, müssten wir solche Sachen nicht diskutieren. Aber das sind wir nicht.»

Reorganisation bei YB

Darum habe man sich «in gegenseitigem Einvernehmen» von CEO Ilja Kaenzig getrennt. Der 39-Jährige war im August 2010 engagiert worden mit dem Ziel, YB zum Erfolg zu führen. Daneben gibt es noch weitere Veränderungen in der Führungsebene: Hanspeter Kienberger wird interimistisch Präsident und Werner Müller Vize-Präsident der Event Holding AG, die unter anderem das Stade de Suisse sowie die YB-Betriebs-AG besitzt. Die beiden sollen die Reorganisation bei den Young Boys steuern. «Und wir werden auch weiterhin dafür sorgen, dass es YB gut geht», so Rihs.

Sport und Marketing werden getrennt

Kienberger, ein Mann aus der Wirtschaft, war seit Juni dieses Jahres Verwaltungsrats-Mitglied. Müller ist seit 2 Jahren Präsident der Young Boys und mit dem Klub seit Jahrzehnten verbunden. Der bisherige Marketingchef Alain Kappeler wird ausserdem neuer CEO des Klubs, während Thomas Fischer neu für die Finanzen verantwortlich zeichnet. «Per sofort werden der Sportbereich und die kommerziellen Geschäfte bei YB getrennt», so Müller.

Neuer Sportchef wird gesucht

Vakant ist in Bern damit der wieder eingeführte Posten des sportlichen Leiters. «Wir suchen einen Sportchef», sagte Rihs, «und diese Suche beginnt jetzt. Wir gehen davon aus, dass sich nach heute viele Interessenten melden werden.» Bis zum Rückrundenstart soll die Stelle besetzt werden. Fest steht indes, dass Stéphane Chapuisat weiterhin sportlicher Berater bleibt.

«Es ist durchaus möglich, dass wir eine interne Lösung finden», ergänzte Müller und dementierte damit Gerüchte, wonach die Berner an FCZ-Sportchef Fredy Bickel dran seien. Für Rihs scheint so oder so klar, dass die getroffenen Massnahmen die richtigen sind: «Ich bin davon überzeugt, dass wir auf den richtigen Weg kommen.»


http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Arch ... CEO-von-YB

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 31. Oktober 2012, 09:56 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
31.10.2012

Bild

Zitat:
Der neue YB-Boss arbeitet nur «10 bis 20 Prozent»

Hanspeter Kienberger ist die neue Führungsfigur bei den Berner Young Boys. Der 50-jährige Aargauer übernimmt die Leitung aber nur interimistisch.

Bei den Young Boys hat es am Dienstag geknallt. Der entlassene Ilja Kaenzig war nicht nur CEO, sondern auch Delegierter des Verwaltungsrates der Sport und Event Holding, der das Stade de Suisse und YB gehören.

Ab sofort ist Hanspeter Kienberger in dieser Funktion tätig. «Hampi übernimmt die Leitung interimistisch», betont Investor Andy Rihs. Der 50-jährige Kienberger wird VR-Präsident der Holding. Der Aargauer lebt seit 31 Jahren in der Region Bern und ist Wirtschaftsprüfer, Steuerexperte und Partner der Treuhandgesellschaft Bommer+Partner in Bern.

20 Minuten: Hanspeter Kienberger, welches ist Ihr Job bei YB?
Hanspeter Kienberger: Ich werde vor allem koordinative Aufgaben übernehmen.

Wieviel Zeit werden Sie bei YB investieren?
Ich gehe von 10 bis 20 Prozent aus. Bereits am Mittwoch gibt es eine Pendenzenübergabe mit Ilja Kaenzig.

Danach suchen Sie den neuen Sportchef?
Das geniesst erste Priorität, passiert aber unter dem Lead von Werner Müller (Vize-Präsident der Sport und Event Holding AG, Anm. d. Red). Meine Hauptaufgabe ist eine funktionierende Zusammenarbeit der Organisationen. Langfristig, ich denke im Verlauf des nächsten Jahres, wollen wir auch wieder einen CEO finden, der über den Bereichen Kommerz und Sport steht.

Ist für Sie eine Rückkehr des beliebten Stadionmanagers Stefan Niedermaier für diese Position denkbar oder unmöglich?
Kategorisch schliesse ich überhaupt nichts aus. Sicher ist diese Vorgeschichte nicht ganz unbelastet. Aber Namen wurden noch keine diskutiert.


http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... --25651424

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 31. Oktober 2012, 10:02 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
31.10.2012

Bild

Zitat:
Der nächste YB-Knall

Fussball · CEO Ilja Kaenzig wird entlassen, Young Boys wollen künftig Sport und Business trennen
Kuno Lauener ist Sänger der Berner Band «Züri West». Aber Kuno Lauener ist auch leidenschaftlicher YB-Fan. Darum hat auch er den gestrigen YB-Knall mit Interesse verfolgt. Die Berner Gefühlswelten lassen sich am besten anhand von vier «Züri West»-Songs erklären.

Song #1 (Album: Göteborg): «Mängisch rütschts eim us de Händ.»
Vielleicht hat sich das Ilja Kaenzig in letzter Zeit des Öfteren gefragt. Fakt ist: Gestern Morgen wurde er von der YB-Chefetage um die Investoren Andy und Hans-Ueli Rihs entlassen. Offizielle Begründung: Eine Neuausrichtung, YB trennt in Zukunft Sport und Business. «Alleine für alles verantwortlich sein, das ist gar nicht möglich», sagt Andy Rihs.

Das mag stimmen. Aber: Kaenzig ist wohl an seinen Führungsqualitäten gescheitert. Seine Fussball-Kompetenz ist unbestritten, bei YB musste er sich aber auch als Unternehmer beweisen – und scheiterte. Die Kosten explodierten, es gab intern eine merkwürdig hohe Fluktuation von Mitarbeitern, dazu kam, dass der Zuschauerschnitt sank, weniger VIP-Plätze verkauft wurden und auch der Ertrag von Sponsoren zurückging. Kaenzig war für eine Stellungnahme gestern nicht erreichbar.

Song #2 (Album: Radio zum Glück): «No ne Blues»
Als Andy und Hans-Ueli Rihs gestern Mittag vor die Medien traten, da hatten sie ein Ziel: Den Eindruck zu vermitteln, YB stehe kurz vor dem entscheidenden Durchbruch an die nationale Spitze. Neben ihnen sassen Hanspeter Kienberger, der interimistisch das Verwaltungsrats-Präsidium der Sport und Event Holding AG übernimmt, und Werner Müller, der YB-Präsident, der neu als Vize-Präsident im Verwaltungsrat amtet.

Irgendwann in seinem denkwürdigen Monolog fragte Andy Rihs: «Wohin geht die Reise mit diesem YB?» Na klar, an die Spitze. Vorerst ist indes nur eines Tatsache: YB verstrickt sich wieder einmal in Wirren. Für den entlassenen Kaenzig wird eine Stelle eines vollamtlichen Sportdirektors geschaffen – aber besetzt ist sie noch nicht. Das bedeutet: YB ist sportlich führungslos. In einer Zeit, in der es dringender denn je ist, das teure Kader auszumisten. «Bis spätestens zum Rückrundenstart soll die Suche abgeschlossen sein», sagt Werner Müller. Er ist es, der die Rekrutierung des Sportchefs anpackt.

Song #3 (Album: Aloha from Züri West): «Fingt ds Glück eim?»
Seine Geschäfts-Zahlen macht YB traditionell nicht öffentlich. Klar ist aber: In den letzten Jahren mussten die Gebrüder Rihs teilweise knapp 10Millionen Franken zahlen, um das Loch in der Kasse zu stopfen. Mittelfristig haben sie darauf keine Lust. Und vor allem möchten sie endlich Erfolge sehen. «Und das muss doch mit diesem Stadion, diesen Voraussetzungen, diesen Spielern möglich sein.» Wenn nicht sportlich, dann wenigstens finanziell.

Die Frage lautet: Mit welcher Strategie finden Andy und Hans-Ueli Rihs ihr YB-Glück? Als Erstes bietet sich an, das grosse, teure Kader auszumisten und zu verbilligen. Es dürfte die erste Aufgabe des neuen Sportchefs werden.

Song #4: (Album: Arturo Bandini): «Hütt hei sie wieder mau gwunne»
Wieder einmal ist die Hommage von Züri West an die Young Boys aktuell. Schon 15 Punkte beträgt der Rückstand der Berner auf GC. «Wie ist das möglich?», fragt Andy Rihs, «an einem Tag knallen wir in der Europa League diese Italiener ab – an einem anderen verlieren wir wieder irgendwo». Zum Beispiel in Thun.

Als Trainer in der Verantwortung steht Martin Rueda. Kaenzig hat dessen Arbeit und interne Kritik, dass das Kader nicht optimal zusammengestellt sei, zuletzt immer kritischer kommentiert. Mit der Entlassung von Kaenzig ist Ruedas Position fürs Erste gestärkt. Nur, die Ansprüche an ihn werden nicht kleiner. Dafür genügt es, Hans-Ueli Rihs beim Reden zuzuhören. «GC ist angreifbar», sagt er. Dann: «St.Gallen, na ja, die spielen einen lustigen Fussball.» Und dann: «Was sind schon 15 Punkte, wir haben ja auch schon einmal 13 Punkte Vorsprung verspielt.»

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
 Beitrag Verfasst: Mittwoch 31. Oktober 2012, 10:03 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08
Beiträge: 29376
31.10.2012

Bild

Zitat:
«YB ist nicht die UBS»

Mit Unverständnis und Zweckoptimismus reagieren Kuno Lauener, Pedro Lenz und andere YB-Fans auf die jüngsten Umwälzungen im Verein.

Stadtpräsident Alexander Tschäppät wählt deutliche Worte: «YB muss jetzt endlich den Mut haben, den Verantwortlichen genügend Zeit zu geben, um eine erfolgreiche Mannschaft aufzubauen», sagt er, nachdem er von den neuerlichen Veränderungen im Verein vernommen hat. Wenn es wie bis anhin weitergehe, komme der Verein nicht zur Ruhe. YB sei «nicht die UBS, die alle drei Monate Gewinnzahlen abliefern muss», sagt Tschäppät.

Klar, die Erwartungshaltung nach all den Jahren ohne Titel sei sehr hoch, der Druck auf den Verein gross. Aber es sei nun an der Zeit, dass bei YB jene Gelassenheit und Ruhe einkehre, «die für Bern eigentlich sprichwörtlich sind». YB müsse «jetzt endlich Geduld haben». Den nun entlassenen Ilja Kaenzig habe er als jemanden erlebt, der «in Ordnung» sei, als einen, der «nie abgehoben» gewirkt habe, sagt Tschäppät. «Aber vielleicht hat ihm etwas die Nähe zu Bern gefehlt.»

Fussballkenner Kaenzig

YB-Fanarbeiter Lukas Meier sagt, Kaenzig sei ein «sehr verlässlicher Partner» gewesen. Er habe die Fanpolitik seines Vorgängers Stefan Niedermaier weitergeführt. Kaenzig erfüllte die Forderung der Fans nach Stehplätzen, er machte auch das YB-Fansymposium möglich. «Er hat berechtigte Fananliegen immer mitgetragen», sagt Meier. Dann sagt auch er, die «permanente Unruhe» sei «sicher nicht gut für YB». Es sei zu hoffen, «dass nun endlich eine gewisse Kontinuität Einzug hält. Auf und neben dem Platz».

Brian Ruchti, Moderator beim YB-Fanradio Gelb-Schwarz, sagt, Kaenzig sei «hoch kompetent» gewesen. Im YB-Stadion habe er kaum je jemanden getroffen, der so viel vom Fussball verstehe und derart gut in der Szene vernetzt sei. «Er kennt jeden, und jeder kennt ihn.» Aber Kaenzig habe sich als Chef nicht durchzusetzen vermocht, sagt Ruchti. Er sei ein «netter Typ», der «wohl mehr Kompromisse eingegangen ist, als man in seiner Position sollte».

Lenz: «Wir leben von der Hoffnung»

Pedro Lenz, Schriftsteller und YB-Fan, lernte Ilja Kaenzig Anfang 2010 kennen. Damals wurde dieser Sportchef beim «Blick», und als eine seiner ersten Amtshandlungen setzte er die Kolumne von Lenz ab. Er habe Kaenzig gegenüber aber «nie schlechte Gefühle» gehabt, sagt Pedro Lenz, der habe halt beim «Blick» einfach seine eigenen Vorstellungen durchsetzen wollen. Nun, bei YB, habe Kaenzig wohl «einfach Pech» gehabt, glaubt der Autor. «Man kann ihm sicher nicht vorwerfen, er habe nichts versucht. Aber es hat einfach nicht viel gebracht.» Und Kaenzig habe in Bern als Nachfolger des beliebten Niedermaier halt auch einen recht schweren Stand gehabt.

Er verstehe die Klubpolitik seines Herzensvereins «immer schlechter», sagt Pedro Lenz, der auch für das «YB-Magazin» schreibt. Es sei «immer weniger nachvollziehbar», wohin YB wolle. Man habe den Eindruck, als gebe es alljährlich ein neues Konzept. «Erst wollte man einen Startrainer. Dann entliess man ihn und holte ein Trainertalent. Man wollte einen Chef mit Kontakten, nun entlässt man den auch wieder.» Aber als YB-Fan hoffe man weiter, sagt Pedro Lenz. «Wir leben von der Hoffnung. Seit Jahren.»

Kuno: «Chunnt de äuä scho guet»

Einer, den die Einsetzung des Fussballmanagers Kaenzig vor zwei jahren überhaupt nicht freute, ist Kuno Lauener, der Leadsänger von Züri West. Er ist 2010 aus Protest aus dem YB-Beirat ausgetreten, nachdem Stefan Niedermaier als CEO abgesetzt und durch Ilja Kaenzig ersetzt worden war.

Zum neuerlichen Richtungswechsel sagt er nun: «Das Ganze wirkt schon ein bisschen hilflos. Aber vielleicht ist es ja ein Schritt in die richtige Richtung.» Er halte sich an das, was er seit Jahren sage: «Irgendeinisch chunnts de äuä scho guet.»


http://www.derbund.ch/bern/nachrichten/ ... y/25024091

_________________
Bild For Ever


Nach oben 
 Profil  
Mit Zitat antworten  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 46 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4, 5  Nächste

Foren-Übersicht » www.ybfans.ch » BSC Young Boys Stammtisch


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 24 Gäste

 
 

 
Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de