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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 24. September 2012, 12:22 |
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24.09.2012  Zitat: YB und Basel teilen sich die Punkte
Der FC Basel kommt in Bern nicht über ein Unentschieden hinaus. Die Teams lieferten sich ein intensives Duell auf Augenhöhe, in dem der Meister kurz vor Schluss noch ausgleichen konnte.
Drei Tage nach den Europacup-Strapazen lieferten sich die Young Boys und Basel einen abwechslungsreichen Spitzenkampf. Das für die Basler schmeichelhafte 1:1 bringt kein Team so richtig weiter. Sündenbock aus YB-Sicht war am Schluss Schiedsrichter Stephan Studer. Der Unparteiische unterschlug den Bernern in der 89. Minute einen glasklaren Penalty nach einem Foul von Joo-Ho Park an Einwechselspieler Matias Vitkieviez.
Ein gerechtes Unentschieden
Den hoch verdienten Führungstreffer zum 1:0 erzielte Gonzalo Zarate nach einer sehenswerten Einzelleistung mit einem Distanzschuss, den Verteidiger Joo-Ho Park noch leicht abfälschte, womit er für Yann Sommer unerreichbar wurde. Anschliessend nahmen die Berner aber den Fuss vom Gas, während der Meister nach der Einwechslung von Valentin Stocker mehr Spielanteile bekam. Der Ausgleich in der 74. Minute durch Marco Streller, der eine Flanke von Markus Steinhöfer per Kopf einnickte, war dennoch etwas schmeichelhaft. Für den FCB-Captain war es bereits der fünfte Ligatreffer. Raphael Nuzzolo hatte kurz vor Schluss zweimal den Matchball auf dem Fuss, als seine Distanzschüsse knapp dem Tor landeten.
In der ersten Halbzeit hatten es die Basler vorab ihrem Schlussmann zu verdanken, dass sie ohne Verlusttor blieben. Seine Vorderleute traten deutlich weniger kompakt auf als bei den «Nullnummern» gegen Sporting Lissabon und den FC Zürich, Yann Sommer zeigte sich aber in absoluter Glanzform und legte bei einem halben Dutzend YB-Chancen sein Veto ein. Einmal hatte er auch Glück, als ein Ablenker von Raphael Nuzzolo vom Pfosten wegspritzte (5.). Basels beste Möglichkeiten vergaben Alex Frei (11.) und Marcelo Diaz, dessen Freistoss aus grosser Distanz Marco Wölfli brillant entschärfte.
Young Boys - Basel 1:1 (0:0) Stade de Suisse. - 22'757 Zuschauer. - SR Studer. Tore: 50. Zarate (Bobadilla) 1:0. 74. Streller (Steinhöfer) 1:1. Young Boys: Wölfli; Sutter (71. Sutter), Nef, Ojala, Raimondi; Spycher; Zarate (81. Vitkieviez), Schneuwly, Farnerud, Nuzzolo; Bobadilla (80. Frey). Basel: Sommer; Steinhöfer, Sauro, Dragovic, Park; David Degen (84. Zoua), Diaz (69. Cabral), Fabian Frei, Salah (59. Stocker); Streller, Frei. Bemerkungen: YB ohne Simpson, Doubai, Bürki (alle verletzt), Costanzo, Lecjaks (beide nicht im Aufgebot), Basel ohne Yapi, Vuleta (beide verletzt), Kovac (nicht im Aufgebot). 5. Pfostenschuss Nuzzolo. Verwarnungen: 52. Spycher. 53. Fabian Frei (beide Foul). 61. Diaz (Reklamieren). 85. Stocker. 87. Cabral (beide Foul).
http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... e-11960907
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shalako
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Verfasst: Montag 24. September 2012, 12:52 |
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24.09.2012  Zitat: YB - FC Basel 1:1
Stoff für die Privatsphäre
YB nützt nicht aus, dass der FCB weiterhin nach Orientierung sucht. Den Bernern wird ein klarer Penalty verweigert, der Schiedsrichter gibt den Fehler zu.
Es ist nicht davon auszugehen, dass Berner und Basler einer Meinung sind, wenn ihre Fussballklubs ein zunehmend hitziges Spiel ausgetragen haben. Doch prompt den brisantesten Aspekt beurteilten Christoph Spycher, ein Berner, und Marco Streller, ein Basler, am Sonntagabend bemerkenswert einheitlich. Spycher sagte: «Da muss man nicht diskutieren – Penalty.» Und Streller sagte: «Da muss man nicht diskutieren – Penalty.» Damit gestand der Basler Captain ein: Ja, der YB-Joker Matias Vitkieviez war kurz vor Ende von Joo Ho Park im Strafraum gefoult worden. Doch der Schiedsrichter Stephan Studer war anderer Meinung, ebenso der in bester Nähe postierte Linienrichter, der nach dem Abpfiff sogleich vom Feld sprintete, als wolle er Usain Bolt bald zum Duell auffordern. Studer indes gab den Fehler nach einer TV-Konsultation zu und sagte: «Die Bilder sind klar.»
Doch der Penaltypfiff blieb aus – und deshalb das 1:1 bestehen. Damit konnte sich der FC Basel eher abfinden als YB. Grundsätzlich war nicht zu übersehen, dass sich bloss der Fünfte und der Vierte der Liga begegneten – und (noch) nicht zwei Spitzenteams. Immerhin liessen die Berner besser erkennen, was sie wollten: ein Tor erzielen. Das Vorhaben klappte bloss durch einen Weitschuss Gonzalo Zarates (50. Minute). Oft torpedierte YB die Angriffsauslösung durch Fehlpässe selber, was Ausdruck eines kaum gefestigten Selbstvertrauens ist. Entbrannte im Basler Strafraum doch Gefahr, lag es daran, dass YB kaum an Flanken gehindert wurde. Der agilste Basler war lange der Goalie Yann Sommer, der sich in der ersten Hälfte noch und noch nach Bällen streckte, die von YB ohne viel Aufwand hatten abgefeuert werden können. Es hätte nicht erstaunt, wenn der FCB-Trainer Heiko Vogel in der Pause keine ellenlange Gardinenpredigt gehalten, sondern seine Spieler schlicht gefragt hätte: «Was macht ihr hier?»
Vogel ging einfühlsamer vor und wies das Team darauf hin, die YB-Defensive sei verwundbar. Es musste sich herumgesprochen haben, dass YB jüngst gegen Liverpool fünf Gegentore kassiert hatte. Deshalb erstaunte nicht, wie einfach Basel den Ausgleich schaffte (74.). Markus Steinhöfer visierte seelenruhig den Kopf Marco Strellers an – und Streller gewann das Luftduell gegen die YB-Abwehr, wie es zuletzt auch anderen Gegnern gelungen ist.
Erhöhten Druck übte der FCB nur in Rückstand liegend aus – als sei Schadensbegrenzung oberstes Gebot und ein Punkt genug. Dieses Verhalten erschien als Mix aus Genügsamkeit und Ratlosigkeit. Es ist naheliegend, dürftige FCB-Leistungen mit der sommerlichen Neuorientierung zu erklären. Die Frage, ob vom FCB vor der Pause nicht mehr hätte kommen müssen, fand der Trainer Vogel «respektlos gegenüber YB». Er will sich nicht beirren lassen und geduldig weiterarbeiten, aber ja, «Luft nach oben» gebe es. Was Vogel darunter versteht, verschwieg er – «das ist Privatsphäre zwischen den Spielern und mir». Es ist anzunehmen, dass er im privaten Rahmen einiges zu sagen weiss. http://www.nzz.ch/aktuell/sport/fussbal ... 1.17637471
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shalako
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Verfasst: Montag 24. September 2012, 12:54 |
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24.09.2012  Zitat: «Es ist zum Kotzen, wirklich zum Kotzen»
Bei YB ist der Frust nach dem 1:1 gegen Meister Basel gross. Die Berner wurden um einen glasklaren Penalty betrogen. Dementsprechend hart gehen die Akteure mit dem Schiri-Trio ins Gericht.
Nach dem Schlusspfiff ist die Stimmung in den Katakomben des Stade de Suisse angespannt. Die Wut bei YB richtet sich gegen das Schiedsrichter-Trio, das dem Heimteam einen möglichen Sieg geklaut hat.
«Sorry, wenn man das nicht sieht...», Mario Raimondi schüttelt den Kopf. «Es ist zum Kotzen. Wirklich zum Kotzen. Man sagt immer, wir hätten keine Eier, aber da hat ein anderer keine Eier gehabt», schimpft der YB-Routinier kurz nach Schlusspfiff in der Interwiew-Zone und ringt nach Worten. «Mir kommt das einfach komisch vor: Wenn wir gegen Xamax gespielt hätten, hätte es den Penalty gegeben und so gibt es keinen. Am Schluss darfst du keinen Schiss in der Hose haben und musst einfach pfeifen.»
ie von Raimondi angesprochene Szene ereignete sich in der 89. Minute. FCB-Rechtsverteidiger Joo Ho Park säbelt Matias Vitkieviez im Strafraum um. Fast 22 000 Zuschauer im Stade de Suisse schreien auf. Fast 22 000 Augenpaare haben gesehen, was Studer und vor allem sein Assistent Sandro Pozzi schlicht ignorieren. Wenn man diesen Elfmeter nicht gibt, sollte man die Regel ganz abschaffen. Da hatten Studer und Pozzi keine Tomaten, sondern eine ganze Staude des roten Gemüses auf den Augen. Und es war nicht die einzige Szene, in der das Trio völlig falsch gelegen hat.
Den Refs fehlt der Mut
«Alle im Stadion und am TV haben gesehen, was leider drei Männer im Stadion nicht gesehen haben - und einer davon ist sogar ganz, ganz nah daneben gestanden», sagt Christoph Spycher. «Wir haben eine wunderbare Leistung gezeigt und hätten den Sieg verdient. Aber da war eben am Schluss diese entscheidende Szene. Es war ein glasklarer Penalty. Da muss man gar nicht darüber diskutieren, denn das haben alle gesehen.» Es sei müssig darüber zu reden, ob den Refs der Mut fehle, gegen den Meister einen Elfmeter zu pfeifen, wie Raimondi es angetönt hat.
Spycher: «Ich habe bei Szenen Verständnis, wo der Schiedsrichter keine klare Sicht hat. Vielleicht hat er sie bei dieser auch nicht gehabt, aber der Linienrichter steht zehn Meter davon entfernt und es ist ein klares Eins gegen Eins – eine klarere Sicht kann man gar nicht haben. Man diskutiert immer über die Linienrichter, bei was sie eingreifen sollen und wobei nicht - aber heute hat der einfach seinen Job nicht gemacht.»
Rueda fühlt sich nicht betrogen
Und es war nicht das einzige Trio der Runde, das seinen Job nicht erledigt hat. Schon beim Zürcher Derby verweigerte Ref Hänni dem FCZ gegen GC (0:1) einen klaren Penalty. «Ich hätte mich nicht beklagen können, wenn YB den Elfmeter zugesprochen bekommen hätte», zeigt sich FCB-Trainer Heiko Vogel in seiner Analyse fair. «Aber ich habe das schon mehrmals gesagt: Auch Schiedsrichter sind Menschen – auch wenn man das nicht immer glauben will.» Für seinen Antipoden Mario Rueda war es nicht nur der nicht gegebene Elfmeter. Der YB-Trainer sprach von zwei matchentscheidenden Szenen. Die andere ereignete sich in der 68. Minute. FCB-Mittelfeldspieler Marcelo Diaz foulte Spycher gelbwürdig. Studer liess den Karton zum Glück des Chilenen aber stecken. Er hatte bereits sieben Minuten zuvor Gelb gesehen.
«Ich fühle mich nicht betrogen, aber der Schiedsrichter hat völlig falsch entschieden», so Rueda. «Man darf sich aber schon die Frage stellen, ob den Schiris der Mut fehlt, in so einem Stadion einen Penalty zu pfeifen.» Aber wahrscheinlich braucht es sogar mehr Mut, so einen glasklaren Elfmeter nicht zu pfeifen ...» http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... --17935620
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shalako
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Verfasst: Montag 24. September 2012, 12:58 |
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23.09.2012  Zitat: Sommer: «Wir spielen nicht so gut, dass wir an die Spitze gehören»
Nach dem 1:1 des FC Basel bei den Young Boys waren sich für einmal wenigstens in einem Punkt alle einig – egal ob Berner oder Basler. Und FCB-Goalie Yann Sommer sieht in den Rotblauen derzeit kein Spitzenteam. Von Florian Raz
Nichts gegen ein wenig Streitkultur. Aber manchmal tut es doch ganz gut, wenn alle einer Meinung sind. Eigentlich so, wie gestern kurz nach 18 Uhr in den Katakomben des Stade de Suisse. Egal welcher Spieler gerade in die hingestreckten Mikrofone knurrte, grollte oder einfach sprach, es gab nur eine Sichtweise. In der 89. Minute hätten die Berner Young Boys gegen den FC Basel einen Elfmeter erhalten müssen. Oder wie FCB-Stürmer Marco Streller stellvertretend erklärte: «Der Penalty war klar, da müssen wir nicht diskutieren.»
Diskutiert wurde dann aber natürlich trotzdem. Oder vielleicht ist auf Berner Seite lamentieren der korrektere Ausdruck. YBs Linksverteidiger Mario Raimondi begab sich unter die Verschwörungstheoretiker und orakelte: «Gegen jede andere Mannschaft hätten wir diesen Elfmeter bekommen.»
Und der gefoulte Matias Vitkieviez fragte ganz rhetorisch: «Vielleicht wäre ja gepfiffen worden, wenn Alex Frei oder Marco Streller gefoult worden wären?» Er liess die Frage bedeutungsschwer in der Luft hängen – und trottete dann in die Kabine.
Schlechte Stimmung bei den Bernern
Nein, die Stimmung war nicht gut bei den Gelbschwarzen nach diesem 1:1 im Kampf der Titelaspiranten, die sich derzeit bloss im Mittelfeld der Tabelle wiederfinden. Schliesslich hatten die Berner, das kam erschwerend hinzu, bereits in der 67. Minute den Schiedsrichter nicht auf ihrer Seite gehabt. Da hätte der Basler Marcelo Diaz nach einem harten Foul zwingend mit Gelbrot unter die Dusche geschickt gehört.
Trotzdem klang es dann irgendwie eigenwillig, wenn Raimondi erklärte, sein Team habe sich «den Elfmeter durch die vielen herausgespielten Chancen verdient gehabt». Gemeinhin scheinen klare Chancen doch da zu sein, um sie zu verwerten. Und nicht, um dank ihnen später einen Strafstoss zu erhalten.
Womit das Augenmerk auf Yann Sommer fiel. Am Basler Goalie war es nämlich unter anderem gelegen, dass den Bernern bloss ein Tor gelingen mochte. So richtig glücklich blickte Sommer danach trotzdem nicht in die Gegend. Trotz guter eigener Leistung, trotz nicht gepfiffenem Penalty für YB, trotz nicht gegebenem Gelb-Rot gegen Diaz.
Nachdenkliche Basler
Was Sommer nachdenklich stimmte, war der Auftritt seiner Mannschaft. «Wir haben die richtige Mischung noch nicht gefunden», befand er korrekt, «wir können offensiv nur wenig Druck aufsetzen. Wir erarbeiten uns zu wenig zwingende Torchancen.» Und auf den Rückstand auf die Tabellenspitze angesprochen, wurde er noch ein wenig deutlicher: «Wir sind nicht an der Spitze. Und wir spielen derzeit auch nicht so gut, dass wir an die Spitze gehören. Das müssen wir uns eingestehen.»
Zu dieser Analyse passte ein offenbar angefressener Streller, der sich gleich nach Schlusspfiff möglichst kurz hielt in seinen Antworten. «Wir müssen schon ein paar Dinge hinterfragen», meinte der FCB-Captain, ohne präzisieren zu können oder zu wollen, was denn genau: «Ich weiss es nicht. Es ist schwierig zu analysieren.»
Den Eindruck, dass es derzeit riesigen Spass macht, in dieser Mannschaft zu spielen, hinterliess jedenfalls keiner der Basler, der in die Pressezone kam. Schon eher wirkten die Spieler ähnlich ratlos, wie das Team derzeit zeitweise die Zuschauer entlässt.
Fabian Frei findet einen positiven Ansatz
Und dann kam doch noch einer, der etwas Positives aus dem Nachmittag im Wankdorf zu ziehen vermochte: Fabian Frei. Der Basler Mittelfeldspieler befand: «Auswärts gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Titel einen Punkt zu holen, ist doch gar nicht so schlecht.»
So gesehen liegt der FCB im Rennen dieser zwei Titelanwärter weiter einen Punkt vor YB. In der Tabelle sticht allerdings eher der Rückstand von sieben Zählern auf Leader St. Gallen ins Auge des Betrachters. http://www.tageswoche.ch/de/2012_38/spo ... hoeren.htm
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shalako
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Verfasst: Montag 24. September 2012, 13:01 |
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23.09.2012  Zitat: YB und Basel mit spektakulärem Remis
Die Berner Young Boys und Meister Basel haben sich in einer spektakulären Partie 1:1 getrennt. Die Gastgeber hätten sich einen Sieg verdient gehabt, liessen sich aber einmal mehr eine Führung entreissen.
YB wollte nach der 3:5-Heimpleite in der Europa League gegen Liverpool vor eigenem Anhang eine Reaktion zeigen und legte los wie die Feuerwehr. Raphaël Nuzzolo traf nach nur 5 Minuten und einer schönen Hereingabe von Mario Raimondi aber nur den Pfosten. Es war aber die Initialzündung für einen Berner Sturmlauf.
Sommer hält Basel im Spiel
Auf Basler Seite stand deshalb in der 1. Hälfte vor allem Keeper Yann Sommer im Brennpunkt des Geschehens. Er entschärfte weitere Grosschancen von Verteidiger Alain Nef (31.) sowie Nuzzolo mit teils spektakulären Paraden und hielt den Meister damit im Rennen.
Zarates Premiere
In der 50. Minute war dann aber auch Sommer geschlagen. Gonzalo Zarate zog unbedrängt aus rund 20 Metern ab. Sein Schuss wurde noch von Basel-Verteidiger Joo Ho Park unhaltbar abgelenkt. Zarate feierte damit seine Torpremiere für YB.
Strellers Ausgleich
Doch anstatt den Sack mit einem weiteren Treffer zuzumachen, liess sich YB das Zepter entreissen. Basel erspielte sich mehr Ballbesitz und letztlich auch wieder gute Chancen. Eine davon nutzte Marco Streller in der 74. Minute. Der FCB-Hüne schraubte sich zum Kopfball hoch und traf zum verdienten 1:1-Ausgleich.
Studers stumme Pfeife
Beide Mannschaften drängten zum Schluss noch auf den Sieg, blieben in ihren Bemühungen aber erfolglos. Bitter aus YB-Sicht dürfte das Stummbleiben der Pfeife von Schiedsrichter Stephan Studer in der hektischen Schlussphase gewesen sein. FCB-Verteidiger Park holte in der 89. Minute den eingewechselten Matias Vitkieviez im Strafraum regelwidrig von den Beinen, Studer liess aber weiterspielen.
Viel Aufwand, wenig Ertrag für YB
«Es war eine intensive Partie. Ich bin total kaputt», gestand ein sichtlich erschöpfter Goalie Sommer. Meistertrainer Heiko Vogel zeigte sich zufrieden mit dem Punkt, aber unzufrieden mit der Leistung: «Wir liessen den unbedingten Siegeswillen vermissen. Den demonstrierte YB heute sensationell. Letztlich kamen wir aber durch Streller zum verdienten Ausgleich.»
YB-Coach Martin Rueda haderte nach der Punkteteilung verständlicherweise mit dem Schiedsrichter: «Es war ein klarer Penalty. Ich verstehe nicht, warum man in dieser Situation nicht pfeift.» Mit seiner Mannschaft war er indes zufrieden. «Wir haben dominiert und guten Fussball gezeigt, leider sind wir für den grossen Aufwand, den wir betrieben haben, nicht belohnt worden.»
Nur ein Remis
Die 5. Punkteteilung im Stade de Suisse in Serie zwischen YB und dem FC Basel hilft beiden Teams nur wenig. Basel liegt mit 14 Punkten weiterhin auf Rang 4, weist aber bereits 7 Zähler Rückstand auf Leader St. Gallen auf. Einen Rang hinter den Baslern sind die Berner (13 Punkte) platziert. Die Gastgeber müssen sich einmal mehr den Vorwurf gefallen lassen, trotz unzähliger guter Chancen den Sieg verpasst zu haben.
http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Arch ... erem-Remis
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shalako
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Verfasst: Montag 24. September 2012, 13:07 |
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24.09.2012  Zitat: Bei YB spricht man von Verschwörung
Fussball · Der FC Basel spielt in Bern 1:1 – auch dank Schiedsrichter Stephan Studer und seinem Assistenten Sandro Pozzi
22757 der 22757 Zuschauer haben es wohl gesehen. Nur zwei Männer haben es nicht gesehen. Okay, Stephan Studer stand in dieser Situation vielleicht nicht optimal. Aber wie Studers Assistent Sandro Pozzi übersehen konnte, dass Basels Verteidiger Joo Ho Park in der 89. Minute den eingewechselten Matias Vitkieviez im Strafraum umsäbelt, bleibt unergründlich. «Zum Kotzen», findet es YB-Verteidiger Mario Raimondi. Und dieses Szenario würde sich regelmässig wiederholen. «Die Schiedsrichter haben einfach Schiss, einen Penalty gegen Basel zu pfeifen. Die gleiche Szene gegen Xamax – und wir bekommen den Penalty.» Dass Xamax unterdessen von der Bildfläche verschwunden ist, scheint Raimondi vergessen zu haben, während er seine Verschwörungs-Theorie aufstellt. «Da werden vor der Saison die Spieler über Regeländerungen informiert. Beispielsweise, dass man die Socken nicht über den Stulpen tragen darf. Doch wer trägt nun die Socken über den Stulpen? Alex Frei.»
Der nicht gepfiffene Penalty war nicht Studers einziger Fehler. In der 66. Minute hätte er Marcelo Diaz nach einem Foul an Christoph Spycher die zweite gelbe Karte zeigen müssen. «Dann wäre das Spiel vielleicht anders gelaufen», mutmasst Martin Rueda, der sichtlich bemüht war, die Contenance zu waren. Nein, er komme sich nicht betrogen vor, sagte der YB-Trainer. Und er glaube auch nicht an die Verschwörung in dubio pro FCB. «Aber dass im Umfeld solche Gedanken hochkommen, kann ich durchaus verstehen.»
Natürlich war FCB-Trainer Heiko Vogel «sehr zufrieden mit dem Punkt». «Okay» lautet auch sein Fazit nach dem ersten Viertel der Meisterschaft. «Was nicht heisst, dass wir uns zurücklehnen können.» 14 Punkte nach neun Spielen und Platz vier in der Rangliste sind nicht die Eckdaten, die den hohen Erwartungen gerecht werden. Ausserdem hat der FC Basel – das Cupspiel in Amriswil ausgenommen – von den letzten sechs Pflichtspielen keines gewonnen. Trotzdem führt der Titel in dieser Saison über den FCB. Warum? Weil dieser FCB nach dem radikalen Umbruch in der Sommerpause die Zeit für den Findungsprozess bekommen und nutzen wird.
Dass es sich bei Marcelo Diaz um einen formidablen Strategen handelt, ist ebenso unverkennbar, wie seine Suche nach der Positionierung. Der zentrale Mittelfeldspieler spielt so weit hinten, dass er den Innenverteidigern Platz raubt und gleichzeitig als Anspielstation fehlt. So bleibt sein Einfluss auf das Offensivspiel überschaubar. Ausserdem verleitet er Alex Frei dazu, das Loch im Mittelfeld zu schliessen, weshalb der 33-Jährige zu selten als Finisseur zu finden ist.
Frei nicht auf höchstem Niveau
Dass Alex Frei aber weiterhin über ausserordentliche Qualitäten im Abschluss verfügt, ist unbestritten. Nur Frei spielt derzeit nicht auf seinem höchsten Niveau. Sonst hätte er in der Startphase nach einem cleveren Zuspiel von Mohamed Salah aus knapp elf Metern das 1:0 erzielt.
Nein, dieser FCB hat noch viel Luft nach oben. Auch wenn die Zahl der Gegentreffer tief gehalten wird, fehlt es auch in der Defensive an Form und Abstimmung. YB kam in der ersten Halbzeit bei fast jeder Flanke zu einer Torchance, verzichtete aber nach dem 1:0 durch Zarate (50.) auf dieses Stilmittel. Basel indes muss man attestieren, nach dem Rückstand eine Reaktion gezeigt zu haben. Auch wenn diese nicht unwiderstehlich war. Aber immerhin: David Degen lancierte mit seiner ersten und einzigen guten Szene Markus Steinhöfer. Nuzzolo, der in der ersten Halbzeit drei hochkarätige Chancen versiebte, verhielt sich in dieser Szene so, als handle es sich beim deutschen Aussenverteidiger um einen bissigen Schäferhund. Und Marco Streller traf per Kopf zum 1:1. Business as usual. Oder wie YB-CEO Ilja Kaenzig dem FCB-Präsidenten Bernhard Heusler in einem Mail prophezeite: «Ich weiss, wie das Spiel läuft: YB geht in Führung – und Basel gleicht irgendwann kurz vor Schluss wieder aus.»
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shalako
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Verfasst: Montag 24. September 2012, 17:40 |
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24.09.2012  Zitat: «So kommt man ja nirgends hin»
FC Basel · Marco Streller will das YB-Spiel abhaken und am Mittwoch gegen Sion 3 Punkte anpeilen Kaum war das Ref-Quartett seitens der Berner Anhänger mit Pfiffen und Verwünschungen verabschiedet worden und in den sicheren Katakomben entschwunden, gaben Marco Wölfli und Yann Sommer dem Schweizer Fernsehen ihre Eindrücke vom Match. Der Basler Goalie wollte zu Beginn des Interviews die Szene, in welcher Joo-Ho Park seinen Gegenspieler Matias Vitkieviez ummähte, nicht unbedingt als klaren Penalty taxieren.
Erst als Sommer die Aktion auch in Zeitlupe sah, musste er kleinlaut zugestehen, dass «es doch ein klares Foul war, das mit einem Elfmeter hätte geahndet werden müssen». Der lakonische Kommentar von YB-Hüter Wölfli, mit sichtlichem Zynismus, war: «Nur zwei, der Schiedsrichter und der Assistent, der zwei Meter danebenstand, haben es nicht sehen wollen.»
Viel lieber als über diese Szene wollte Sommer über ein Spiel reden, das «uns alles abverlangt hat. Ich kann mich nicht erinnern, jemals nach einem Match so müde, platt, ausgelaugt, ja total kaputt gewesen zu sein», sagte der FCB-Goalie.
Auch Fabian Frei, der erwartungsgemäss in der Anfangsformation stand und immer wieder zu offensiven Durchbrüchen ansetzte, wollte «nicht eine Schlüsselszene, sondern die ganze Partie bewerten. Wir können mit diesem einen Punkt sicher gut leben. Auch wenn wir vor Anpfiff hofften, in Bern gewinnen zu können. Ich glaube, in der Schlussphase spürten wir die vielen Spiele der letzten Wochen, verbunden mit den vielen Tausenden von Reisekilometern», so Fabian Frei – und wollte ausdrücklich erwähnt haben, dass «wir nach dem Rückstand stark reagiert haben und unser Ausgleich mehr als verdient war. Zeitweise konnten die Young Boys nur noch auf Konter, und das zu Hause, spekulieren», so der Ostschweizer weiter.
Das Heimspiel gegen Sion im Fokus
Marco Streller wollte schon nicht mehr auf den Match zurückblicken, sondern schaute vorwärts. «Am Mittwoch ist Sion im St. Jakob-Park zu Gast. Dann wollen wir endlich wieder mal einen Dreier einfahren. Punkt für Punkt reicht nicht. So kommt man ja nirgends hin», sagt der Team-Captain mit einem Anflug von Humor.
Bei YB war man nicht nur zurecht mit der Leistung von Ref Studer «fuchsteufelshässig», wie Christoph Spycher den lokalen Medien diktierte, sondern bei den Gelb-Schwarzen bahnt sich ein Fall «Moreno Costanzo» an. Der Filigrantechniker wurde als «nicht im Aufgebot» aufgeführt. Auf die Frage, warum er nicht aufgeboten sei, meinte er vielsagend: «Ich sage nichts, das ist besser so.»
Bei seiner Auswechslung verweigerte Raul Bobadilla seinem Trainer Martin Rueda den Handschlag. Und kaum hatte der Argentinier auf der Ersatzbank Platz genommen, konnte man hören, wie er im besten «Gaucho-Slang» den Verantwortlichen für diesen Wechsel zumindest ins Pfefferland wünschte. Ab der 90. Minute war dann der Unparteiische der «Buhmann». Bobadilla hatte in der Zwischenzeit in der Person seines Landsmannes Gonzalo Zarate Verstärkung erhalten. Gut, dass der welsche Schiedsrichter wohl der spanischen Fäkaliensprache nicht mächtig ist.
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shalako
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Verfasst: Montag 24. September 2012, 17:40 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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24.09.2012  Zitat: In einem Punkt einig, in vielen Punkten mit leichten Differenzen
Geht es darum, das Basler 1:1 bei YB einzuschätzen, ist von den Protagonisten Verschiedenes zu hören
Zunächst ist da Marco Streller. Der Captain des FC Basel stapft nach dem Schlusspfiff in den Spielertunnel und stellt sich vor die ersten Mikrofone. «Wir müssen einige Dinge hinterfragen», findet der Stürmer nach dem 1:1 bei den Young Boys aus Bern. Er wirkt so kurz nach dem Ende ziemlich geladen, wohl auch, weil er weiss, dass der FCB am Ende von einem Fehlentscheid des Schiedsrichters profitierte, der bei Joo Ho Parks eindeutiger Intervention gegen Matias Vitkieviez nicht auf Elfmeter für YB entschied.
Der Elfmeter kurz vor Schluss, der nicht gegeben worden ist. Es ist die Szene, in der sich an diesem Abend alle Protagonisten einig sind. Auch der Referee selbst: Stephan Studer wird später im TV sagen, die Bilder seien eindeutig, ihm täte das leid für die Berner. Andere wie YB-Verteidiger Mario Raimondi unterstellen dem Unparteiischen indirekt gar, er habe da eine Art «Basel-Bonus» gelten lassen. «Gegen jeden anderen Gegner hätte er den gepfiffen.»
Das sieht Yann Sommer verständlicherweise nicht ganz so. «Basel-Bonus gibt es nicht», sagt er klar. Er sagt aber auch: «Man hätte den Penalty pfeifen müssen … pfeifen können.» Die leichte Korrektur ist dem permanenten Suchen nach der richtigen Antwort in einer schwierigen Situation geschuldet. Denn ausser wenn es um den Elfmeter geht, sind sich die Basler im Stade de Suisse in nichts so richtig einig, tritt der eine dezidierter auf, gibt sich der andere überraschend gelassen – es hat ein bisschen von allem, aber keine klare Linie. Ja, es wirkt fast so, als ob sich im Verhalten in der Mixed Zone der gegenwärtige Fussball spiegeln würde, den die Rotblauen derzeit spielen.
Glückhaft oder verdient
Yann Sommer etwa spricht abgeklärt von einem glückhaft gewonnenen Punkt. Streller hat zuvor bei allem spürbaren Ärger von «irgendwo verdient» gesprochen. Irgendwo verdient ist so was natürlich immer, ist man geneigt zu schreiben. Fabian Frei erwähnt schliesslich, dass ein Platzverweis für seinen Kollegen im Zentrum, Marcelo Diaz, durchaus im Bereich des Vorstellbaren gelegen wäre. Dass er mit dem Chilenen zusammenspielte, schreibt er dem Umstand zu, dass man sich eben finden müsse. «Und das in möglichst vielen Kombinationen.» Parallel dazu sagt Trainer Heiko Vogel an der Medienkonferenz, er habe zu Beginn auf Cabral verzichtet, weil auch der zuletzt bewährte Defensivstaubsauger ganz einfach einmal eine Pause brauche.
Dass die Rotblauen dadurch offensiv etwas beschwingter aufgetreten sind als in den Partien zuvor, darunter jedoch die defensive Stabilität gelitten hat, verneint Fabian Frei nicht. Er sagt aber auch, das sei immer so, wenn man mit etwas mehr Risiko agieren wolle.
Sein Namensvetter Alex Frei sagt dazu gar nichts. Frisch geduscht, ist er der Ruhigste von allen. Jedenfalls gegen aussen. Den Eindruck, es könnte in seinem Innern möglicherweise etwas anders aussehen, wird man beim nicht gerade als Stoiker bekannten Angreifer nicht ganz los, da man ihn so zurückhaltend reden hört. Der Teamsenior sagt: «Es ist nicht an mir, zu taktischen Dingen Auskunft zu geben. Das war es noch nie.» Er müsse sehen, dass er selbst seine Vorgaben erfülle.
Ein Schritt oder zwei Schritte
War denn die YB Partie ein Schritt vorwärts? Alex Frei sagt zunächst «Ja» und spricht von einem guten Punkt auf dem Weg nach vorne. Waren denn das 0:0 am Donnerstag bei Sporting Lissabon und das 1:1 in Bern folglich in ihrer Kombination zwei Schritte vorwärts? «Zwei Schritte nach vorne wären es gewesen, wenn wir in Lissabon gewonnen hätten.» Geht diese Rechnung auf? Mathematisch nicht, und wohl auch sonst nicht so richtig. Vielmehr dürften die Aussagen Ausdruck dessen sein, dass sie auch beim FCB nicht so recht wissen, woran sie momentan sind.
«Gewinnen wir nun gegen Sion, dann ist alles so weit in Ordnung», sagt Alex Frei. Und er sagt auch, dass er glaube, dass es wenig, vielleicht nur eine Szene brauche, bis alles markant besser werde, der FC Basel richtig Fahrt aufnehme. Vom Eichhörnchen, das sich mühsam ernährt, will er nichts wissen. «Abgerechnet wird nicht im September, sondern im Mai.»
Andere klingen nicht so, wie wenn dieser FC Basel von heute auf morgen seine Probleme abschütteln könnte. Von einer «schwierigen Situation» spricht Yann Sommer. Von «es ist nicht alles schlecht» spricht Fabian Frei. Und wenn man bedenkt, wo einige Wurzeln der Probleme liegen, etwa bei einem Marcelo Diaz, der eigentlich eine Frischzellenkur benötigt und mit ihm bei einem Zentrum, dem die Balance bisher so sehr abgeht wie die Kreativität, dann verleitet dies den zuhörenden Beobachter durchaus dazu, zum Schluss zu kommen, dass dem FCB nach einem mühevollen Spätsommer ein ähnlich komplizierter Herbst folgen könnte.
Das ist nicht das, was die Öffentlichkeit erwartet. Das weiss auch Alex Frei. Dem ruhenden Pol des Abends gehört denn auch das letzte Wort: «Klar, wir müssen jetzt zum Siegen zurückfinden. Wie, das ist egal. Über schönen Fussball kann man dann reden, wenn man fünf- oder sechsmal in Folge gewonnen hat.»
Die Aufreger Kein Penalty, kein Penalty, keine Gelb-Rote
Als sich die Hektik auf dem Rasen gelegt hatte und der Match vorbei war, gab es einiges zu diskutieren. Im Mittelpunkt stand Schiedsrichter Stephan Studer. Vorwegnehmen kann man diese Einschätzung: Der Spielleiter hatte keinen guten Tag. Die krasseste Fehleinschätzung leistete er sich in der 89. Minute, als er als einziger der 22 757 Zuschauer im Stadion das Foul von FCB-Verteidiger Joo Ho Park an Matias Vitkieviez im Strafraum der Basler nicht sah und weiterlaufen liess. Spasseshalber könnte angefügt werden, dass ein Elfmeter für YB gar nichts gebracht hätte, weil Yann Sommer im Tor diesen sowieso gehalten hätte, so wie zuletzt gegen Molde oder im Cupfinal gegen Luzern … Doch es gab gestern noch mehr brenzlige Situationen, die man durchaus anders hätte taxieren können. Alexander Farnerud hatte Glück, dass Studer auf der anderen Seite keinen Elfmeter pfiff; die Flanke von Valentin Stocker war dem Schweden deutlich an den Arm gesprungen (68.). Daneben lag Studer auch bei Marcelo Diaz. Der FCB-Chilene reklamierte in der 61. Minute so lange, bis er Gelb sah. Ein paar Minuten später säbelte er vor dem eigenen Strafraum Christoph Spycher um. «Er hätte mit Gelb-Rot vom Platz gehört», wetterte YB-Trainer Martin Rueda. Dem ist nichts beizufügen.
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shalako
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Verfasst: Montag 24. September 2012, 17:41 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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24.05.2012  Zitat: «Das Fass ist am Überlaufen»
Die gravierenden Fehlentscheidungen der Schiedsrichter übers Wochenende sorgen für Gesprächsstoff. Bernerzeitung.ch/Newsnet sprach mit Beteiligten und den Schiedsrichterverantwortlichen.
«In ein paar Szenen sind wir in Lausanne tatsächlich nicht gut weggekommen, da hätte man durchaus den einen oder anderen Elfmeter für uns pfeifen können», bedauert FCL-Sportchef Heinz Hermann nach der 0:1-Niederlage auf der Pontaise. «Wir dürfen die Niederlage aber nicht dem Schiedsrichter in die Schuhe schieben. Wir haben genug Probleme, auf die wir uns fokussieren müssen.» Im Zürcher Letzigrund stürmte GC-Keeper Roman Bürki aus dem Tor, prallte mit FCZ-Stürmer Amine Chermiti zusammen und fügte diesem eine klaffende Fleischwunde am Oberschenkel zu. Ref Nikolaj Hänni sah bei dieser Attacke keinen Regelverstoss. «Es gibt Schiedsrichter, die das pfeifen», räumte sogar GC-Trainer Uli Forte unumwunden ein. «Wenn ein Torhüter einen Stürmer dermassen attackiert, dann muss man auf Elfmeter entscheiden», sagte FCZ-Trainer Rolf Fringer.
«Bei mir hat sich der Ref nicht entschuldigt»
Auch in Bern kochten die Emotionen nach einem eklatanten Fehlentscheid des Schiedsrichters Stephan Studer über. Als YB-Joker Vitkieviez in der 89. Minute den Basler Verteidiger Park überspielte, wurde er von diesem mit einer Grätsche von den Beinen geholt. «Ich habe eigentlich auf den Pfiff gewartet», sagte Basels Meistertrainer Heiko Vogel auf SF. Beim gleichen Sender entschuldigte sich auch Ref Studer: «Das war ein Fehlentscheid. Ich bin traurig für YB, die Fans und mein Refteam.» Studer soll sich bei der YB-Chefetage entschuldigt haben.
«23'000 Zuschauer haben es gesehen, nur das Reftrio nicht»
«Das habe ich in der Presse gelesen. Aber bei mir hat er sich jedenfalls nicht entschuldigt», sagt YB-Trainer Martin Rueda. Der Zürcher ist immer noch aufgebracht und verärgert. «Studer kann sich seine Entschuldigungen auch sparen. Das hätte mir sowieso nichts genützt. Der Ref und sein Linienrichter standen bei dieser Aktion sehr gut. Sie müssen es gesehen haben. 23'000 Zuschauer im Stadion waren Zeugen eines gravierenden Fehlentscheides», ereifert sich Rueda. Er macht bei den Schiedsrichtern ein zentrales Problem aus. «Sie konzentrieren sich nur noch darauf, ob ein Stürmer eine Schwalbe produziert. Für das Wesentliche haben sie offensichtlich keine Augen mehr.» Rueda hat auch den Zwischenfall im Letzigrund am Samstag gesehen. «Einen klareren Elfmeter gibt es ja gar nicht mehr. Chermiti wurde vom GC-Keeper klar gefoult.»
«Das ist alarmierend»
Luigi Ponte, Präsident der Schweizer Schiedsrichtervereinigung, geht mit den Refs hart ins Gericht. «Das Fass ist am Überlaufen. Zuletzt ist viel zu viel passiert. Die Anhäufung von gravierenden Fehlentscheidungen ist alarmierend. Es ist sehr enttäuschend, was da zurzeit abgeht», so Ponte. Seit Urs Meier und Massimo Busacca sei national wie international ein Loch entstanden. «Unsere Spitzenrefs werden zurzeit auch nicht für internationale Spiele aufgeboten, weil sie einfach nicht genügen», sagt Ponte. Das einst hervorragende Image der Schweizer Refs sei angekratzt.
«Da muss man nicht lange diskutieren»
Schiedsrichter-Chef Carlo Bertolini will ebenfalls überhaupt nichts beschönigen. «Leider gibt es nicht viel zu sagen, weil die Fehlentscheide zum Teil so krass und offensichtlich waren», sagt Bertolini. Er habe sich die Spiele auf Video angeschaut. «In Bern war es ein krasser Fehlentscheid, das muss man nicht lange diskutieren. Von den vier Beteiligten im Refteam hätten mindestens drei den Regelverstoss unbedingt sehen müssen. Auch in St. Gallen hätte es einen Elfmeter für die Platzherren geben müssen, als der Genfer Hüter einen Angreifer klar foulte. In Lausanne gab es nach vier Minuten ein Handspiel im Strafraum, das einen Elfmeter für den FC Luzern hätte nach sich ziehen müssen», zählt Bertolini auf. Nach Bertolini ist der Fall im Letzigrund nicht so klar. «Nachdem Chermiti den Ball verloren hat, gab es mit Bürki einen Kontakt», so Bertolini. Ein Pfiff sei nach seiner Ansicht jedoch nicht zwingend gewesen. Bertolini hat mit den betreffenden Schiedsrichtern noch nicht gesprochen. «Ich werde mit ihnen den Kontakt aufnehmen, das ist ja klar. Wir müssen die Probleme klar ansprechen.» http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/21528510
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Claude
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Verfasst: Montag 24. September 2012, 18:02 |
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Registriert: Donnerstag 13. Mai 2004, 12:07 Beiträge: 252
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 Schon krass, dass Schiri Studer dieses Foul nicht sehen konnte! Zumindest der Linienrichter hätte hier das Foul sehen und anzeigen müssen (stand ja auf Ballhöhe).
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