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Forum ybfans.chTreffpunkt der Fans des BSC Young Boys |
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shalako
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Verfasst: Montag 11. Juli 2011, 08:37 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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10.07.2011  Zitat: Noch ist alles nett in Bern mit dem neuen Chef
Christian Gross verschenkt keine Zeit, um die Young Boys mitzureissen und aus ihnen einen künftigen Meister zu machen
BERN/GRENCHEN Christian Gross ist einen langen Weg gegangen im Fussball. Drei Entlassungen gehören zu seiner Karriere dazu – jede eine Enttäuschung, jede erklärbar, ob in London, Basel oder Stuttgart. An seinem Ruf haben sie in der Schweiz kein wenig gekratzt. Seine Titelsammlungen aus Zürcher und Basler Zeiten erheben ihn zum Erfolgstrainer.
Sein Name machte deshalb in Bern schon länger die Runde. Aber erst im Frühjahr wurde in Bern aus dem stillen Wunsch, einmal mit Gross zu arbeiten, ein handfestes Interesse. Der Technische Direktor Hansruedi Hasler schaffte, was Journalisten im halben Jahr seit Gross Ende in Stuttgart nicht gelungen war: den Kontakt zu ihm herzustellen.
Dann verlor YB daheim gegen Thun, die Krise war unausweichlich, und für CEO Ilja Kaenzig war in dem Moment klar: «Es geht nicht mehr weiter mit Vladimir Petkovic.» Acht Tage später wurde Petkovic entlassen und Gross als Trainer des Aufbruchs präsentiert.
Die totale Identifikation mit dem Klub vom ersten Tag an
Gross ist da: so wie immer. Mit zupackendem Händedruck, aber spärlichen Gesten, mit wohl kalkulierten Worten im Interview, aber vor allem mit der Entschlossenheit, einen ganzen Klub mitzuziehen. Als er bei YB anfing, stellte er sich allen Mitarbeitern vor, «das motiviert extrem», stellt Kaenzig fest, «und wenn ein Trainer eine totale Bereitschaft zum Arbeiten vorlebt, gibt das einen Riesenschub für alle».
Diese Bereitschaft hat Gross. Ihm käme es nie in den Sinn, sich mitten im Sturm einen freien Tag zu nehmen und zur Familie ins Tessin zu fahren, wie Petkovic das nach der folgenschweren Niederlage gegen Thun tat. Als Beleg dafür stürzte er sich Anfang Mai in die Arbeit, obgleich der Stichtag dafür erst der 15. Juni, der Trainingsbeginn, gewesen wäre. Er besuchte die neuen Spieler in Holland (Michael Silberbauer) oder Montenegro (Elsad Zverotic), studierte Videos, nahm Sponsorentermine wahr. «Nichts ist ihm zu schade», sagt Kaenzig.
Den Polizistensohn zeichnet die totale Identifikation mit dem Arbeitgeber, dem Arbeitsumfeld aus. So gelingt es ihm, die Leute für sich einzunehmen, selbst als Zürcher einst in Basel. Jetzt gibt er sich, als wäre er immer ein Berner gewesen. Von einem Champions-League-Spiel in Manchester hatte er ein Printprodukt heimgenommen und es der Marketingabteilung von YB gegeben mit der Frage: «Wäre das nichts für euch?» Solche Details zeigen Kaenzig, wie Gross überall mitdenkt.
Der erfolgreichste Trainer ist auch der teuerste
Zielgerichtet, vorbereitet, konstruktiv, ausgeprägt sachlich, trocken, alles begründbar, nichts dem Zufall überlassend, energiegeladen: Das alles fällt Kaenzig ein, wenn er an den Gross aus den Vertragsverhandlungen denkt. Und das, sagt er, «ist das Abbild dafür, wie einer arbeitet». Der Trainer wusste, was er wollte, er wusste auch, was er wert ist. Darum ist bezeichnend für ihn, dass er ohne Berater zu den Gesprächen erschien. Gross schaffte es auch allein, sich zum teuersten Trainer der Liga zu machen.
«Dass der erfolgreichste Trainer der Neuzeit auch der teuerste ist», sagt Kaenzig, «das ist doch logisch.» Der Vertrag mit einer Laufzeit über zwei Jahre und der Option für ein drittes sei «extrem leistungsorientiert». Das Engagement dieses Trainers war für die Aktionäre, die Brüder Rihs und Benno Oertig, nicht nur «ein Kraftakt», so Kaenzig. Es ist mehr: Es ist Ausdruck dafür, dass sie an die Mission glauben. Die Mission heisst: Meistertitel, lieber früher als später. 1986 ist lange her.
Fragen lässt Gross gerne im Raum stehen
Am Dienstag sitzt Gross in einem Restaurant des Stade de Suisse am Tisch, «ganz hinten, damit wir Ruhe haben». Er sagt, auch er sei ein Mensch, der auf Lob positiv reagiere. Sagt ausgerechnet er, der derart entschlossen wirkt, manchmal unnahbar und immer kräftig. Und verrät damit nur seine empfindliche Seite. Fragen lässt er zuweilen im Raum stehen, um sich die Zeit zum Überlegen zu nehmen. Das hat er stets so gehalten: Er will nichts Falsches, nichts Unüberlegtes sagen. Er kann barsch reagieren, wenn er gereizt ist. Im Moment gibt es dafür keinen Grund. Noch ist alles nett in Bern.
Gross redet vom Drang, etwas mit der Gemeinschaft zu erreichen, er versteht sich als Teamplayer. Aber so sehr er für die Gruppe denkt, so machtbewusst ist er. «Einer muss die Richtung vorgeben», erklärt er. Aus seinen Jahren bei GC und beim FCB ist bekannt genug, wie hartnäckig er bei seinen Vorgesetzten um etwas streiten und kämpfen kann.
Es ist eine der spannenden Fragen, wie sich bei YB die Hierarchien entwickeln. Auf dem Papier sind Kaenzig und Hasler die Vorgesetzten von Gross: unbeschwert der eine, nachdenklich der andere, unerschrocken beide. Kaenzig urteilt darüber entspannt. Einen Trainer sieht er ohnehin in einer ganz speziellen Funktion, «losgelöst von allem, vom Organigramm». Er sagt: «Ein Trainer hat es in der Hand, einen Verein glücklich zu machen oder in den Abgrund zu stürzen. Darum ist er so hoch bezahlt.»
Kaenzig sagt über YB: «Erfolg hat seinen Preis»
Kaenzig wird erst zum Chef, wenn es sportlich nicht gut läuft. Doch Misserfolg kann in Bern gar nicht die Vorstellung der Zukunft sein. Dafür bezieht Gross sein Millionengehalt, redet der neue Goalie-Trainer Pascal Zuberbühler täglich davon, aus Wölfli einen Wolf zu machen, investiert der Klub in eine Mannschaft, die wegen Spielern wie Spycher, Costanzo, Degen, Farnerud oder Silberbauer immer teurer wird. Um 60 Prozent seien die Lohnkosten in den letzten fünf Jahren gestiegen, rechnet Kaenzig vor. Und sagt: «Erfolg hat eben seinen Preis.»
In Bern machen sie ein Geheimnis daraus, was sie dafür ausgeben. Basel legt seine Zahlen offen, der FCZ auch; Basel wies letztes Jahr Personalkosten von 31 Millionen aus, der FCZ von gut 15 Millionen. Kaenzig sagt, diese Kosten seien auch der einzig relevante Vergleichswert. Da liege YB national auf Rang 3. Die Verantwortlichen überlegen sich, die Zahlen öffentlich zu machen, um Klarheit zu schaffen.
Am Freitag testet YB beim Uhrencup in Grenchen gegen Hertha Berlin und gewinnt 4:2, David Degen trifft zweimal, Nassim Ben Khalifa einmal wie Michael Silberbauer, der nahezu unsichtbare Mannschaftsspieler. «Ich kann das Resultat richtig einschätzen», sagt Gross. Das heisst: «Nicht überbewerten.»
Nächsten Samstag beginnt die Zeit der Bewährung. YB empfängt zum Saisonstart den FCB. Keiner ist überrascht, dass es gleich diese Paarung gibt. Gross sagt: «Natürlich ist es ein spezieller Match. Aber es gibt danach noch 35 andere.»
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shalako
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Verfasst: Montag 11. Juli 2011, 11:31 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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08.07.2011  Zitat: Mit dem „Dortmunder“ Trikot an die Spitze?
Wie die Young Boys Bern endlich Schweizer Meister werden wollen
Dortmund Einiges verbindet die Young Boys Bern und Borussia Dortmund: die Vereinsfarben, Stéphane Chapuisat auf der Gehaltsliste und beide spielten letzte Saison in der Europa League. Doch eine entscheidende Sache hat der BVB den Schweizern voraus: Er ist amtierender Meister. Ein guter Grund, ihn sich zum Vorbild zu nehmen – auch bei der Trikotgestaltung.
Von einer rauschenden Sause, wie sie die Stadt Dortmund im Mai 2011 erlebte, können die YB-Fans seit 25 Jahren nur träumen. Exakt solange ist es nämlich her, dass die Berner zuletzt Schweizer Meister wurden. Dieses Trauerspiel muss nun endlich ein Ende haben, dachte man sich in Bern, und warf einen Blick ins nördliche Nachbarland. Was dabei herausgekommen ist, konnten die Fans bei der Saisoneröffnungsfeier beobachten. Manch einer stutzte. War etwa der deutsche Meister zu einem spontanen, nicht angekündigten Testspiel vorbei gekommen?
Neue Trikots ähneln Dortmunder Meistertrikots Aber nichts zu sehen von Mario Götze und Shinji Kagawa. Nein, es waren eindeutig Nassim Ben Khalifa, David Degen (dessen Zwillingsbruder Philipp übrigens von 2005-2008 beim BVB spielte) und co., die ins Stade de Suisse einliefen.
Doch die neuen Trikots (oder „Leibchen“, wie man in der Schweiz auch sagt) sehen den BVB-Trikots aus der Meistersaison täuschend ähnlich, und das Schweizer Boulevardblatt „Blick“ ist sich sicher: „Es ist eine Kopie des Dortmunder Meisterdresses. Jeder noch so kleine Mentaltrick soll helfen.“ BVB-Meistertrikots zur Überwindung einer Meister-Blockade?
Meistertrauma aus der Saison 2009/10 In der Tat scheint das mit dem Meistertitel in Bern wie verhext zu sein. Vor zwei Jahren waren die Young Boys dem großen Ziel ganz nah: Das ganze Jahr über dominierten die Berner die Schweizer Super League, standen fast die komplette Saison auf dem ersten Platz und legten eine ähnlich erdrückende Präsenz an den Tag wie das Team von Jürgen Klopp in der abgelaufenen Saison. Doch YB gelang das Kunststück, sich den fast sicher geglaubten Titel am vorletzten Spieltag noch vom FC Basel nehmen zu lassen. Am letzten Spieltag kam es zur „Finalissima“ im Stade de Suisse, als Bern und Basel punktgleich aufeinander trafen. Im Gegensatz zum deutschen FCB, der es bei leeren Androhungen einer Aufholjagd Richtung Ruhrpott beließ, machte der Schweizer FCB seine Drohung wahr und gewann den Showdown mit 2:0. Unter anderem beteiligt an dieser spektakulären Aufholjagd war übrigens ein gewisser Alexander Frei – bis Sommer 2009 bei Borussia Dortmund Stürmer, Elfmeterschütze vom Dienst und Publikumsliebling.
Gross mag das neue Trikot Diese Saison wollen die Young Boys unter ihrem neuen Trainer Christian Gross jedenfalls wieder angreifen. Der findet das Trikot übrigens toll: „Das kann man sogar unter einem dunklen Anzug tragen und damit ausgehen“. Oder zu einer Meisterfeier? Wer weiß, aber nach der Schmach der vorletzten Saison wäre es den Bernern wirklich zu gönnen, dass das Trikot ihnen Glück und endlich den ersehnten Titel bringt.
Ein kleines Puzzleteil auf dem Weg zum Erfolg soll auch Chefscout Stéphane Chapuisat sein. Er weiß, wie man Erfolge erringt, schließlich war er 1995 und 1996 zwei Mal Deutscher Meister – mit Borussia Dortmund…
http://www.westline.de/fussball/borussi ... 003,583127
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shalako
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Verfasst: Dienstag 12. Juli 2011, 15:31 |
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12.07.2011  Zitat: Gross traut Bienvenu und Mayuka 20 Tore zu
Am Dienstagmittag haben die YB-Spieler und die Verantwortlichen des Clubs für die Fotografen posiert und zahlreichen Fragen zur neuen Saison beantwortet. Bernerzeitung.ch berichtete live.
Die Medienkonferenz ist beendet.
Besonderst motiviert gegen Basel?
Gegen den Schweizer Meister zu gewinnen sei immer ein Prestige-Erfolg. Er habe eine wunderbare Zeit in Basel gehabt, nun zähle für ihn aber nur YB.
YB als grösste Herausforderung in seiner Karriere?
Gross meint, dass sich die Schweizer Meisterschaft in den letzten Jahren ausgeglichen habe. Gross schwelgt in Nostalgie und bemerkt dabei, dass er vorher GC nicht erwähnt habe.
Dies sei wohl geschehen, weil GC kein Stadion habe... Gelächter im Saal.
Angewöhnungsphase abgeschlossen?
Nein, meint Christian Gross, das wäre verrückt. Man könne vielleicht Ende Juli wieder darüber reden. Der Anfang sei aber sehr positiv verlaufen. Er spüre einen starken Zug im ganzen Verein.
Wo hat YB Nachholbedarf?
YB müsse defensiv viel kompakter stehen und viel mehr gegen den Mann arbeiten. Er meine damit vor allem die stehenden Bälle. Natürlich wünsche er sich wie jeder Trainer auch mehr Effizienz.
Er betont aber, dass das Team stetig Fortschritte mache. Basel sei eine erfahrene Mannschaft und diesen Rückstand könne man nicht in der Vorbereitung wettmachen.
YB habe in der letzten Saison punktemässig am meisten Mühe mit dem FC Thun gehabt, gibt Christian Gross zu bedenken.
Der FC Zürich sei wohl ein Jahr weiter, weil sich das Team kaum verändert habe.
Gross hat auch Sion und den FC Luzern auf der Rechnung. Xamax sei noch die grossen Unbekannte.
Hat YB einen Torgaranten?
Gross traut Bienvenu und Mayuka zu, dass sie über 20 Tore schiessen. Er lässt aber noch offen, ob die beiden oft zusammen spielen werden.
Er will die Verantwortung aber auf das ganze Team verteilen und lasse sich auch gerne überraschen.
Die Fragerunde ist eröffnet
Gross will versuchen, vor jedem Training einzuimpfen, wie die Mannschaft vor und während dem Spiel auftreten soll. Die Zusammenarbeit mit seinem Staff sei hervorragend, auch mit Martin Fryand. Der Staff trete einheitlich und als Team auf.
Er will mit seinem Team geschlossen und kompakt auftreten und damit Erfolg haben.
Angriffig und resultatorientiert
«Wir haben ein tolles Stadion und ein tolles Publikum», sagt Gross. YB müssen zu Hause dominant auftreten.
Der Fussball müsse angriffig, aber auch resultatorientiert sein.
Er sei auch sehr gespannt auf die Europa-League-Auslosung. Man wolle unbedingt die Gruppenphase erreichen.
In der Offensive will Gross variabel spielen. Es könne auch sein, dass einmal ein oder drei Stürmer auf dem Spielfeld stehen.
Das Team solle einen absoluten Siegeswillen an den Tag legen und das Publikum für sich gewinnen.
Gute Vorbereitung
Christian Gross begrüsst nun die Medien. Er fasst die aus seiner Sicht erfolgreiche Vorbereitung zusammen. Die Bedingungen in Gstaad und in Bern seien ideal gewesen. Man habe oft auf Naturrasen trainiert. In der näheren Zukunft werden man zwischen Naturrasen und Kunstrasen abwechseln.
Ausser David Degen habe er noch keinen Spieler gekannt. Er spüre aber, dass die Mannschaft positiv auf seine Änderungen reagiert und denkt, dass der Start gut verlaufen ist.
Er arbeite mit dem Team täglich an der Gewinnermentalität. Auch bei den Spielen am Uhrencup sei das Resultat im Vordergrund gestanden.
Trainingsgelände für drei Mannschaften gesucht
Wie der technische Direktor weiter mitteilt, sei man immer noch auf der Suche nach Trainingsplätzen für drei Mannschaften. Diese wären nötig, falls im Stade de Suisse Naturrasen verlegt werde.
Schönbühl-Sand, Bolligen-Ostermundigen und das Bottigenmoos stehen zurzeit zur Diskussion.
Sehr junges Kader
Hasler zählt die Namen der jungen YB-Spieler auf. Man werden diese noch vermehrt fördern. Er will aber auch, dass der Druck, den die eigenen Junioren auf die 1. Mannschaft ausüben, grösser wird.
De Pierro wird ausgeliehen
Hansruedi Hasler übernimmt das Wort. Adriano De Pierro wird wohl an Stade Nyonnais ausgeliehen. Er glaube aber immer noch an dessen Potential.
Hassan Lingani wird, wie bereits bekannt, längere Zeit nicht zur Verfügung stehen. Hasler geht davon aus, dass noch weitere Wechsel folgen werden. Er sagt aber nicht, ob es sich dabei um Zu- oder Abgänge handelt.
Hasler berichtet vom neuen Nachwuchschef Erminio Piserchia. Man habe Piserchia hier behalten wollen, er habe in den letzten Jahre bei YB einen guten Job gemacht. Der Nachwuchschef gehöre in Zukunft auf den Platz. Er müsse alle Spiele sehen und die Perspektivspieler im Auge behandeln. Viele Aufgaben müssen neu verteilt werden.
27'000 Zuschauer erwartet
Staudenmann erwartet im ersten Spiel der Saison gegen den FC Basel 26'000 bis 27'000 Zuschauer.
Immer am Freitag um 13 Uhr will Christian Gross in Zukunft für ein Mediengespräch zur Verfügung stehen.
Die Medienkonferenz beginnt Christian Gross, Hansruedi Hasler und Mediensprecher Albert Staudenmann haben nun Platz genommen.
Scott Sutter: «Wir sind gegen Basel der Favorit»
Aussenverteidiger Scott Sutter steigt sehr zuversichtlich in die neue Saison. Er habe Basel am Uhrencup zwar nicht mehr beobachten können, glaube aber fest an den Sieg im Startspiel.
YB sei sehr heimstark und gegen Basel Favorit. Sutter betont, dass er weder verletzt noch angeschlagen sei. Er und Nef hätten gegen West Ham frei bekommen. Er hätte gegen das englische Team natürlich gerne gespielt, habe aber auch den freien Nachmittag genossen.
Raimondi spürt Gewinnermentalität
YB-Flügelspieler Mario Raimondi ist sehr zufrieden mit der Vorbereitung. Christian Gross habe jedem Spieler von Anfang an klar gemacht, wo er sich verbessern müsse und was er von ihm erwarte. Das sei sehr motivierend, sagt Raimondi gegenüber bernerzeitung.ch.
Die Niederlagen der letzten Saison habe man verarbeitet. In der neuen Saison fange alles bei null an. Raimondi betont, dass die Gewinnermentalität im Team greifbar sei. Dafür sorge nicht nur Christian Gross, sondern auch die anderen Mitglieder der Trainer-Staffs.
Kleine Planänderung
Zuerst können Einzelgespräche mit Spielern geführt werden. Der allgemeine Teil startet erst um 13.30 Uhr.
Piserchia neuer Nachwuchschef
Pünktlich auf den Saisonbeginn hat YB die Nachfolge des scheidenden Nachwuchsleiters Stefan Freiburghaus geklärt. Der langjährige Assistenztrainer Erminio Piserchia wird neuer Nachwuchschef.
Der 47-jährige Italiener arbeitet bereits seit Oktober 2003 für YB.
Gross und Hasler informieren
Spieler und Funktionäre haben in der letzten Stunde für das offizielle Teamfoto und Einzelporträts posiert.
An der Vorsaison-Medienkonferenz werden Christian Gross und Hansruedi Hasler informieren.
Bleibt Jemal doch?
In der Kaderliste, die vor der Medienkonferenz verteilt wurde, sind auch Ammar Jemal und Emiliano Dudar vertreten. Die beiden Verteidiger gelten als abwanderungswillig. Nicht dabei ist hingegen Hassan Lingani.
Dauerkarten: Neuer Sommer-Rekord
YB kann im Hinblick auf die neue Saison die erfreuliche Zahl von 15'200 Mitgliedern vermelden. Für den Saisonstart handelt es sich um einen Klubrekord.
Im Vorjahr waren zum vergleichbaren Zeitpunkt 290 Dauerkarten weniger verkauft worden. Die YB-Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Rekordmarke von 15'685 Dauerkarten bis Ende Jahr noch übertroffen wird.
Noch vier Tage
In vier Tagen eröffnet YB die neue Saison mit einem Heimspiel gegen den FC Basel. Für den Knüller sind bereits 23'000 Karten verkauft worden – dies obwohl die Sommerferien begonnen haben und gleichzeitig das Gurtenfestival stattfindet. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/21546832
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 13. Juli 2011, 09:13 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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13.07.2011  Zitat: Gross ist die Hoffnung in der YB-Familie
Am Dienstag luden die Young Boys zu Fototermin und Vorsaisonpressekonferenz – auch wegen des glänzend aufgelegten Trainers Christian Gross herrschte im Stade de Suisse teilweise grosses Kino.
Christian Gross hier, Christian Gross da, Christian Gross schier überall! Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht eine Zeitung ein ausführliches Interview mit dem neuen YB-Trainer publiziert. In Rekordzeit ist Gross zum neuen alten und vor allem schlagzeilenträchtigen Liebling des Boulevards avanciert. Am Dienstag erscheint er kurz vor 12 Uhr auf dem Kunstrasen des Stade de Suisse. Es ist ein wunderbarer Sommertag, die Sonne brennt, die Glatze des Trainers glänzt, beinahe erhält man den Eindruck, ein Heiligenschein schwebe über dem Kopf des Zürchers.
Es ist YB-Fototermin, und Gross, in Bern wie ein Messias empfangen, ist gut gelaunt. Natürlich ist er gut gelaunt! Mit seiner Energie reisst er den gesamten Verein mit, das unbedingte Leistungsdenken hat auf allen Ebenen im Betrieb Einzug gehalten. Euphorisch begrüsst Gross die bereits anwesenden Medienvertreter, er platziert flotte Sprüche, schüttelt fleissig Hände und klatscht plötzlich in seine eigenen. «Hopp YB!», ruft er laut und eilt mit durchgestrecktem Rücken zur Mittellinie, wo die YB-Familie abgelichtet wird.
41 Personen stehen alsbald bereit zum Teamfoto, es ist ein imposantes Bild. 27 Fussballer figurieren im YB-Kader, Gross findet, das sei die obere Grenze: «Aber es wird noch zu Wechseln kommen.» Ammar Jemal ist am Dienstag nicht in Bern, er sucht einen Verein, und auch bei Emiliano Dudar, einem anderen ausländischen Verteidiger, stehen die Zeichen auf Trennung. Gross hat dem Argentinier gesagt, er sei in der zentralen Abwehr bloss die Nummer 4 hinter Alain Nef, Dusan Veskovac und François Affolter. Weil aber Hassan Lingani mit einer schweren Beinverletzung mal wieder über ein halbes Jahr verletzt ausfällt und das Versprechen Adriano De Pierro vermutlich an Nyon ausgeliehen wird, könnte YB auf dem Transfermarkt noch einmal einen Abwehrspieler posten. Es gibt noch viel zu tun für YB und Gross, die Erwartungen sind gewaltig, 15200 verkaufte Dauerkarten sind ein neuer Rekordwert. «Die Angewöhnungsphase verlief gut, die Vorbereitung war ein Erfolg», sagt Gross. «Aber wir haben bereits 7 neue Spieler im Kader. Und für mich sind ja eigentlich bis auf David Degen, den ich aus Basel kenne, alles neue Spieler.»
Auch an der Medienkonferenz, nach dem Fototermin, ist Christian Gross gross in Form. Er zitiert ausführlich Statistiken («Wir wollen besser werden und mehr als 40 Prozent der Spiele gewinnen»), er möchte den Gegentoreschnitt von 1,4 pro Partie massiv senken, er nennt energisch seine Schlagworte, will also «bewusst» agieren, «dominant» auch und vor allem: «resultatorientiert». Man vernahm zuletzt, Gross störe es, stehe auf der Resultattafel des alten Wankdorfs, die auf dem Vorplatz des Stade de Suisse aufgestellt ist, ein 1:1 als Resultat. So endete die letzte Begegnung, YB - Lugano, im Kultstadion. Zu Gross würde ein 1:0 passen, ganz sicher aber nicht ein 3:2 oder 4:3.
Vollprofi Christian Gross hat anscheinend alles im Griff. Und wenn er sagt, es wäre schön, würde im Winter wieder ein Naturrasen im Stade de Suisse verlegt, kann man davon ausgehen, dass YB in der Rückrunde nicht mehr auf Kunstrasen spielen wird. Sein Wort ist bei den Young Boys Gesetz. Laut Hansruedi Hasler, dem Technischen Direktor, steht YB in interessanten Gesprächen, um in Schönbühl, in Bolligen oder im Bottigenmoos Trainingsfelder zu bauen.
Manchmal ist es ein echtes Erlebnis, Christian Gross zuzuhören. So schafft er es in einer Antwort, die Konkurrenz zu analysieren: Er spricht von der «hohen Spielkultur» bei den Aufsteigern Servette und Lausanne und von Xamax als «grossem Unbekannten»; er schwärmt von Sion mit dem umtriebigen Präsidenten Christian Constantin; er glaubt, dass in Luzern und Thun mit den neuen Stadien Euphorie herrschen werde; er sieht Zürich als gefestigte, starke Mannschaft und Basel dank der Erfahrung als Titelfavoriten. Später, mitten in einer Antwort auf Französisch, fällt ihm ein, dass er die Grasshoppers zuvor bei der Aufzählung der Gegnerschaft vergessen hat, lobt also flugs im Dialekt GC-Coach Ciriaco Sforza, ehe er auf Französisch wieder zur Frage Stellung nimmt, warum die Aufgabe bei YB vielleicht seine grösste Herausforderung sei. Gross kennt und schätzt den Druck.
Noch ist vieles rosig bei YB und die Hoffnung riesig. Alles ist schön in der Vorfreude, alles ist gut. Am Samstag folgt das Startspiel gegen Basel, eine Woche später geht es nach Sion. Es sind erste Bewährungsproben für das neue, grosse YB.
Nachwuchschef Piserchia und Förderung der Talente
YB strebt im Nachwuchsbereich unter dem neuen Chef Erminio Piserchia Verbesserungen an – und nimmt Veränderungen vor.
Hansruedi Hasler, der Technische Direktor der Young Boys, informierte am Dienstag über mehrere Angelegenheiten im Nachwuchsbereich. So wird Erminio Piserchia, bis im Sommer fast acht Jahre YB-Assistenztrainer, als neuer Nachwuchschef des Vereins installiert – er ersetzt Stefan Freiburghaus. Hasler erwähnte, der Nachwuchschef werde in Zukunft ganz anders arbeiten als bisher. «Wir setzen den Schwerpunkt im Nachwuchsbereich neu und anders», sagte Hasler. «Der Nachwuchschef zum Beispiel gehört auf den Platz. Er soll an den Trainings der Juniorenteams dabei sein und sie analysieren», erklärte Hasler, «und er soll unsere Talente enger führen und betreuen.» Am 25.Juli startet der Trainingsbetrieb im YB-Nachwuchs. «Bis dahin haben wir noch einiges zu erledigen», sagte Hasler.
Ein Ziel der Young Boys ist es ja, wieder mehr Nachwuchsnationalspieler zu haben. In Zukunft wird es pro Woche ein oder zwei zusätzliche Trainingseinheiten für die grössten Talente geben. Dazu zählen auch einige Kaderspieler der ersten Mannschaft wie François Affolter, Nassim Ben Khalifa, Moreno Costanzo oder der Tscheche Jan Lecjaks, die zuletzt an der U-21-EM teilnahmen – aber auch die erst seit kurzem 19 Jahre alten Matteo Tosetti, Ezgyan Alioski, Freddy Mveng oder Pascal Doubai. «Wir haben viele gute, junge Spieler, deren Entwicklung noch nicht am Ende ist», sagte Hasler.
http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/21058688
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 13. Juli 2011, 09:22 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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13.07.2011  Zitat: Gross will Gegner in Not sehen
Der neue YB-Trainer sprach bei der Vorsaison-Medienkonferenz vom Dienstag nochmals über seine Ambitionen.
Medientag bei YB und nach vierwöchiger Vorbereitungszeit demonstrierte Christian Gross vor den Mikrofonen noch einmal seine Entschlossenheit. «Wir müssen von Anfang an so spielen, dass der Gegner in Not gerät und Fehler begeht», fordert der YB-Trainer von seinen Spielern. Er erwartet dies von seiner Mannschaft bereits am Samstag beim Auftakt gegen den FC Basel. «Ich will eine hungrige YB-Mannschaft sehen, die das Publikum sofort auf ihre Seite zieht.»
Sieben Zuzüge tätigte YB, und auch wenn der ganz grosse Name fehlt, ein derart breites, in qualitativer Hinsicht ausgeglichenes und entsprechend teures Kader stand noch keinem YB-Trainer zur Verfügung. Ab Samstag zählen bei YB nur noch die Resultate – und in der Vergangenheit erwiesen sich die Berner nicht unbedingt als druckresistent. Das weiss auch Gross, und er formuliert Sätze wie: «Wir wollen es besser machen als letztes Jahr.» Er weist auch auf den Rückstand von YB aus der vergangenen Saison hin – 16 Punkte Rückstand auf Meister FCB, 15 auf den FCZ. «Das ist enorm, das ist extrem», sagt Gross. «Defensiv müssen wir viel kompakter stehen und auch gegen den Mann besser arbeiten.» Aber Gross ortet auch «einen unglaublichen Zug in der Mannschaft und im gesamten Verein», und der Trainer ist überzeugt, dass diese Aufbruchstimmung vieles in Bewegung setzen wird.
Gross will schnell Naturrasen
Während der Vorbereitungszeit liess Gross mehrheitlich auf Naturrasen trainieren, erst diese Woche wechselt YB im Hinblick auf das Heimspiel gegen den FCB auf den Plastikrasen. «Aber das erste Training nach dem Spiel gegen Basel findet bereits wieder auf Naturrasen statt.» Gross hält die Forderung aufrecht, noch in dieser Saison im Stade de Suisse vom Kunst- auf den Naturrasen wechseln zu können, was neue Trainingsplätze mit Naturrasen bedingt. Zurzeit prüft YB drei mögliche Trainingsorte: Schönbühl-Sand, was Verhandlungen mit dem Militär erfordert, das dort Ausbildungsplätze unterhält, Bolligen-Ostermundigen und das Bottingenmoos, wie Hansruedi Hasler erläuterte. Doch der Technische Direktor zweifelt, dass die Realisierung im Gross-Tempo machbar ist. «Wenn wir die Heimspiele ab 2012/13 auf Naturrasen spielen, haben wir schon viel erreicht.»
Piserchia neuer Nachwuchschef
Das heisst aber nicht, dass Hasler auf die Bremse steht – im Gegenteil, der einstige SFV-Ausbildungschef macht in vielen Belangen vorwärts. Der langjährige Assistenztrainer Erminio Piserchia wird neuer Ausbildungschef und Nachfolger von Stefan Freiburghaus. «Wir wollten Erminio bei YB behalten, er hat über Jahre gute Arbeit geleistet», sagt Hasler. Die Schwerpunkte des Nachwuchschefs müssten aber anders gelegt werden. Hasler: «Der Nachwuchschef gehört auf den Platz, er muss die Trainings beobachten und leiten, er muss die Spiele der Nachwuchsteams sehen und mit den Trainern analysieren.» Das alles mit dem Ziel, so Hasler, dass «der Druck von jungen Spielern auf die 1. Mannschaft grösser wird, als er es momentan ist.»
Einen hoffnungsvollen Nachwuchsspieler wird YB an Stade Nyonnais abgeben, Verteidiger Adriano De Pierro. «Wir geben ihn nur leihweise ab, weil wir immer noch an ihn glauben», sagt Hasler.
Zum Schluss noch die Frage: Wo war eigentlich YB-Chef Ilja Kaenzig? An einem wichtigen Meeting, beschied Mediensprecher Albert Staudenmann. Das bedeutet: Auch an der Transferfront ist YB weiterhin aktiv. http://www.derbund.ch/sport/fussball/Gr ... y/14019249
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shalako
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Verfasst: Mittwoch 13. Juli 2011, 09:25 |
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Registriert: Mittwoch 21. April 2004, 00:08 Beiträge: 29376
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13.07.2011  Zitat: Young Boys: Die Titel-Sehnsucht wächst
Bei den Young Boys wird die Sehnsucht nach einem Titel von Jahr zu Jahr grösser. Nun soll mit Christian Gross der erfolgreichste Super-League-Trainer der letzten Jahre dafür sorgen, dass in Bern endlich wieder gejubelt werden darf. Gross steht ein starker Kader zur Verfügung.
Selten wurde ein neuer Trainer mit einer derart grossen Erwartungshaltung empfangen wie Christian Gross in diesem Sommer bei den Young Boys. 11 Titel hat Gross mit den Grasshoppers und dem FC Basel in den vergangenen 17 Jahren geholt – das sind 11 mehr, als die Young Boys im gleichen Zeitrahmen gewannen.
Nun soll Gross die Titel nach Bern holen. Nichts weniger erwarten sie vom Zürcher als die Meisterschaft oder wenigstens den Sieg im Schweizer Cup. «Ich spüre die Sehnsucht nach einem Titelgewinn», sagt Gross, der es «fantastisch findet, wie ich in Bern aufgenommen wurde.» Der Druck auf den Zürcher ist schon vor dem ersten Anpfiff extrem.
Ausrichtung: Schluss mit dem Spassfussball
Gross-Vorgänger Vladimir Petkovic setzte bedingungslos auf Offensivfussball. Die YB-Fans wurden mit torreichen und zumeist spektakulären Spielen verwöhnt. Damit ist nun Schluss. Gross‘ Maxime ist das Ergebnis. «Meine Teams spielen immer resultatorientierten Fussball», sagte der Zürcher in den letzten Wochen immer wieder. Spannend, wie die YB-Spieler auf diese Systemumstellung reagieren und wie sich die Fans verhalten werden, sollten die Resultate nicht immer stimmen.
Transfers: Viel Substanz geholt
Auf dem Transfermarkt haben die Young Boys die Weichen für eine erfolgreiche Saison gestellt. Mit Nassim Ben Khalifa, Michael Silberbauer, Elsad Zverotic, Dusan Veskovac, Raphael Nuzzolo oder Jan Lecjaks haben die Berner interessante Spieler mit Substanz und Potenzial geholt. Zwar fehlt im Kader (noch) ein grosser Stürmer, aber praktisch alle Positionen sind doppelt besetzt. Gross hat grosse Auswahl und wird auch prominente Namen auf die Bank setzen müssen.
Farnerud/Silberbauer: Skandinavisches Mittelfeld
Grosse Hoffnungen setzt man in Bern auf zwei Nordlichter. Der Schwede Alexander Farnerud wechselte bereits im Winter zu YB und spielte sich auf Anhieb in die Herzen der Fans. Nun erhält der offensive Mittelfeldspieler skandinavische Unterstützung. Mit Michael Silberbauer kommt ein Däne nach Bern, der in Testspielen einen starken Eindruck machte. «Ich bin gekommen um mitzuhelfen, dass YB endlich wieder mal einen Titel holt», sagt der Däne - Worte, die in Bern zu gefallen wissen.
Problemfall: Die Anfälligkeit in der Defensive
Die Young Boys haben in der letzten Saison 50 Treffer kassiert und damit sehr viel mehr als die Konkurrenten im Titelkampf. «Für YB ist es entscheidend, weniger Gegentore zu erhalten», weiss Trainer Gross. Mit Veskovac, Lecjaks und Zverotic kamen gleich 3 neue Verteidiger, in den Tests gegen Eintracht Frankfurt, Hertha Berlin und West Ham kassierten die Berner gleichwohl insgesamt 6 Treffer. Gross muss seinem Team dringend defensive Stabilität verleihen.
Prognose: Geduld ist weiterhin gefragt
YB steht vor einer grossen Zukunft. Die Euphorie um den Klub ist in den vergangenen Jahren gewaltig gewachsen. Mit Christian Gross verfügen die Berner über einen Trainer mit Titelerfahrung, der Kader ist stark und hat viel Potenzial. Ob alle diese Pluspunkte bereits in dieser Saison zum ersehnten Titel reichen, bleibt auch wegen der starken Konkurrenz abzuwarten. Im Konzert der Grossen wird YB aber mit Sicherheit eine wichtige Rolle spielen – und klappt es mit dem Titel auch in dieser Saison nicht, sind die Weichen für Pokale in naher Zukunft gestellt. http://www.sport.sf.tv/Nachrichten/Arch ... ht-waechst
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shalako
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Verfasst: Freitag 15. Juli 2011, 07:57 |
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15.07.2011  Zitat: Viele Alternativen bei den Young BoysFussball · YB-Trainer Christian Gross kann auf ein sehr breites Kader zählen. Der Konkurrenzkampf ist riesig, es gibt auf jeder Position zahlreiche personelle Möglichkeiten.  Eines hat Christian Gross sofort klargestellt. «Wir werden in der Abwehr mit einer Viererkette spielen», sagte der YB-Trainer bei seiner Vorstellung am 8. Mai. Im Mittelfeld und im Angriff aber schweben Gross mehrere Varianten vor, ein 4-1-4-1-System beispielsweise oder auch ein 4-2-3-1. Basis seiner Überlegungen ist das 4-4-2, wobei der eine Stürmer ein bisschen versetzt hinter dem anderen agieren dürfte. Derzeit stehen im YB-Kader 27 Spieler (siehe Grafik). Abwehrspieler Ammar Jemal aber sucht einen neuen Verein – und Hassan Lingani fällt erneut monatelang mit einer Beinverletzung aus. Weil zudem Emiliano Dudar den Verein mangels Perspektive verlassen könnte, ist es möglich, dass YB noch einen zentralen Verteidiger engagiert. Bereits jetzt ist der Konkurrenzkampf gewaltig. Vor allem, weil es mehrere Akteure gibt, die vielseitig einsetzbar sind. So können zum Beispiel Elsad Zverotic und Freddy Mveng hinten rechts wie im zentralen Mittelfeld spielen. Tor: Das grosse Talent Mvogo Keine Diskussionen gibt es auf dem Goalieposten. Nationalkeeper Marco Wölfli ist die Nummer 1, Captain und Leaderfigur. Gross und Torhütertrainer Pascal Zuberbühler erwarten von Wölfli weitere Fortschritte auf und neben dem Rasen. «Wölfli ist als Rückhalt und als Führungsspieler sehr wichtig», sagt Gross. Ivan Benito, 34 Jahre alt, ist der erfahrene Ersatzgoalie, und Yvon Mvogo, vom eigenen Nachwuchs hochgerückt, das grosse Talent, von dem Zuberbühler schwärmt. Mvogo feierte erst vor kurzem seinen 17. Geburtstag – und ist damit halb so alt wie Benito. Abwehr: Affolter unter Druck In der Viererkette hinten setzt Gross auf gross gewachsene Innenverteidiger und kleinere, spielstarke Aussenspieler. Alain Nef ist als Abwehrpatron gesetzt, daneben hat Dusan Veskovac, von Luzern zu YB gestossen, derzeit scheinbar die Nase vorn im Duell mit Nationalspieler François Affolter, der nach seiner Verletzung erst seit rund einer Woche wieder voll belastbar ist. «Affolter ist einer der jungen Spieler, die jetzt den nächsten Schritt machen müssen», fordert Gross. Der tschechische U-21-Nationalspieler Jan Lecjaks und der mazedonische U-19-Auswahlspieler Ezgyan Alioski sind die Alternativen für Christoph Spycher auf der linken Seite – und Zverotic sowie Mveng jene für Scott Sutter rechts. «Ich will, dass die Verteidiger wie das ganze Team dominant agieren und ständig Druck auf die Gegenspieler ausüben», sagt Gross. Mittelfeld: Degen und … Stark umkämpft sind auch die Positionen im Aufbau. Auf der linken Seite bewegen sich Raphael Nuzzolo, neu von Xamax, und Mario Raimondi, seit sechs Jahren in Bern, im Kampf um die Nachfolge Senad Lulics auf Augenhöhe. Nuzzolo könnte auch im rechten Couloir auflaufen, Raimondi ist zudem im Zentrum wie als Linksverteidiger vorstellbar. David Degen, von dem Gross viel erwartet («Er muss seine Klasse und Dynamik ausspielen»), wird im rechten Mittelfeld vom jungen, talentierten Matteo Tosetti unter Druck gesetzt. …Costanzo gefordert Einige personelle Möglichkeiten bestehen auch im zentralen Aufbau, wo der Däne Michael Silberbauer als defensivere Kraft sowie der Schwede Alexander Farnerud als offensiverer Part vorerst gesetzt sind. Zverotic und Mveng sind Alternativen für Silberbauer, wobei zudem der junge Pascal Doubai, der Bruder des zu Udinese gezogenen Thierry Doubai, bei Gross sehr hoch im Kurs steht. «Doubai bewegt sich gut, ist ballsicher und robust und nahe am Team», lobt der Coach. Noch keinen Platz gefunden hat Gross für Spielmacher Moreno Costanzo, der im 4-4-2 auf der Seite spielen könnte, seine spielerischen Stärken aber eher im Zentrum hat. Auf eine Rautenformation im Aufbau, mit Costanzo als Regisseur, verzichtet Gross vorerst – aber Costanzo könnte in einem System mit nur einem Angreifer ins Team rücken. «Er ist ein guter Fussballer, der starke Eckbälle und Freistösse schlägt», sagt Gross. «Und wir werden viele Partien bestreiten, jeder wird seine Einsätze erhalten.» Sturm: Gross erwartet Tore Im Angriff figurieren vier Spieler, und Gross glaubt, es gebe darunter Kandidaten, die wie die früheren YB-Offensivspieler Hakan Yakin oder Seydou Doumbia Torschützenkönig werden könnten. Der Trainer traut den Afrikanern Henri Bienvenu, derzeit angeschlagen, und Emmanuel Mayuka 20 Saisontore zu. «Bienvenu schoss letzte Saison schon 16 Tore, das ist stark», sagt der Trainer. «Und Mayuka ist ebenfalls jung und wird sich noch steigern.» Marco Schneuwly, gegen Basel am Samstag im Startspiel gesperrt, ist ein kampfstarker, bulliger Stürmer nach dem Gusto von Gross. Und sehr viel darf man von Wolfsburg-Leihgabe Nassim Ben Khalifa erwarten. Der 19-Jährige besitzt herausragende Fähigkeiten und könnte sich als wertvolle Kraft für das ambitionierte YB erweisen. Aber auch für das grosse Talent ist der Konkurrenzkampf in Bern riesig. http://www.bernerzeitung.ch/sport/fussb ... y/14217290
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shalako
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Verfasst: Samstag 16. Juli 2011, 12:13 |
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16.07.2011  Zitat: YB und die Verschleierungstaktik
In Bern spricht niemand vom Titel – doch einiges spricht dafür, dass die Geduld nicht sehr gross ist
Vergangenen Dienstag haben die Berner Young Boys zur Vorsaison-Pressekonferenz gebeten; anwesend waren Hansruedi Hasler, der Technische Direktor, und Christian Gross, der neue Trainer. Das Wort «Titel» fiel während einer halben Stunde kein einziges Mal.
Die Zurückhaltung verblüfft für einen Klub, der in den letzten vier Saisons dreimal Zweiter, einmal Dritter war und von der Titelsehnsucht fast aufgefressen wird. Und die Behutsamkeit erstaunt erst recht für einen Trainer, der schon sechs Meistertitel und fünf Cup-Siege errang und in Basel am Ende als so erfolgsbesessen galt, dass nahezu die Freude über einen Cup-Final-Einzug verloren ging, wie es am Rhein hiess.
Warum spricht in Bern bemerkenswerterweise niemand vom Titel? «Weil es Unsinn ist», sagt Hasler, der Direktor. Warum Unsinn? «Weil man einen Titel nicht planen kann.» Aber YB will mit Gross doch einen Titel, oder? «Wer will das nicht, einen Titel? Das ist nichts Aussergewöhnliches.» Wann wollen Sie denn den Titel? «Das kann ich nicht sagen. Wir arbeiten gut. Und wenn wir weiterhin gut arbeiten, reicht es einmal. Es ergibt im Sport null Sinn, immer zuerst von der Spitze zu reden. Man muss zuerst von der Basis sprechen, von der Arbeit in der Breite.»
Nur eine Möglichkeit: Erfolge
Solche Appelle mögen wohltuend sein, und es erstaunt nicht, dass sie von dem langjährigen Schweizer Verbandsdirektor Hasler stammen, der in den neunziger Jahren die Samen für die Erfolge verschiedener Landesauswahlen streute. Auf Klubebene indes ist der Geduldsfaden dünner – besonders in Bern, wo der letzte Meistertitel aus dem Jahr 1986 datiert, der vorletzte von 1960. Weder die Investoren noch die Fans wollen allzu viele weitere Jahre warten. Über die reichen Aktionäre Andreas und Hans-Ueli Rihs, die Benno Oertig die Präsidentschaft überlassen, wird kolportiert, sie sehnten den grossen Triumph geradezu herbei, damit sie ihr riesiges Aktienpaket mit gar grossem Wert verkaufen können. Seit das eher launische Verwaltungsratstrio vergangenen August den einheimischen CEO Stefan Niedermaier durch Ilja Kaenzig ersetzte, blieb im Organigramm fast keine Position unangetastet. Die Skepsis etlicher Fans gilt weniger Gross als Kaenzig und dem neuen Goalietrainer Pascal Zuberbühler. Der langjährige Wegbegleiter Gross' erscheint dem gemeinen Berner (noch) etwas gar laut und selbstbewusst.
Anders als der alten Führung bleibt den neuen Leitwölfen nur die Möglichkeit bahnbrechender Erfolge, um grossflächig Sympathien zu gewinnen. So folgte der Hektik und den Umwälzungen auf operativer Ebene ähnliches Verhalten auf dem Transfermarkt. Die Berner engagierten sieben neue Spieler, vier aus dem Inland (Mveng, Nuzzolo, Veskovac, Zverotic), drei aus dem Ausland (Ben Khalifa, Silberbauer, Lecjaks). Gerade die Verpflichtungen Ben Khalifas und Silberbauers zeigen, dass zum Wohl der ersten Mannschaft durchaus nicht nur langfristig gedacht wird. Silberbauer, ein 30-jähriger Däne, erhielt einen Vierjahresvertrag, dürfte angesichts des Alters aber kaum noch für viel Geld verkauft werden können. Und im Fall Ben Khalifas liess sich YB mit Wolfsburg auf ein Leihgeschäft ein. So ist möglich, dass Gross den 19-jährigen Stürmer wie schon manch anderen jungen Schweizer ein grosses Stück besser macht, YB aber keinen Rappen verdient, wenn Ben Khalifa in einem Jahr wieder nach Deutschland zieht.
Dafür, dass das Berner Denken auch durchaus kurzfristig angelegt ist, spricht zudem ein Geschichtchen vom Transfermarkt-Tratsch. So hätte YB für Thierry Doubaï offenbar mehr Geld erhalten, hätte Udinese die Ablösesumme in Raten zahlen dürfen – YB aber wollte lieber weniger, dafür sofortiges Geld, um für Einkäufe liquid zu sein.
Nichts für Schlafmützen
Weitere Anzeichen dafür, dass YB nicht geduldig der Dinge harrt, liefert die Arbeit des Trainers. Gross schien mit seiner fordernden Art dafür prädestiniert, den schlafenden Riesen endgültig zu wecken – und er arbeitet in der Tat so konsequent, präsent, ernsthaft, dass eine ziemlich grosse Schlafmütze sein muss, wer nicht merkt, welch neuer Wind weht. Ein jeder im Umfeld ist mehr gefordert, den Spielern blieben in der Vorbereitung kaum freie Halbtage. Gross geht mit derart seriösem Beispiel voran, dass die häufigen Tessin-Abstecher des Vorgängers Vladimir Petkovic den Bernern schon fast unwirklich vorkommen und zu Witzchen animieren.
Petkovic schenkte YB temporär Tempofussball, verlor aber schleichend an Authentizität, weil er Probleme systematisch zu negieren schien. Gross könnte nachgesagt werden, er sei auch nicht authentisch, wenn just er, der Titel-Trainer, nicht nach Höchstem strebe. Doch Gross zeichnete sich früher auch dadurch aus, dass er die Qualitäten seiner Teams einzuschätzen wusste. Vielleicht ahnt er wie einige Experten, dass das YB-Kader breiter, aber noch nicht stärker geworden ist. YB gewann letzte Saison 16 und 15 Punkte weniger als Basel und Zürich – Gross spricht von einem «extremen Rückstand». Hätte er schon nach einem Jahr alle Baustellen geschlossen, liesse er sich sicher gerne vorwerfen, es sei Verschleierungstaktik gewesen, nicht vom Titel zu sprechen.
http://www.nzz.ch/nachrichten/sport/akt ... 21353.html
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shalako
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Verfasst: Montag 18. Juli 2011, 07:12 |
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18.07.2011  Zitat: YB-Coach
Gross und die verfluchte Uhr
Christian Gross will sich nicht vor der legendären Wankdorf-Uhr ablichten lassen. Das 1:1 ist ein Resultat, das Symbol-Fanatiker Gross nicht in den Kram passt.
Der neue YB-Trainer hatte es irgendwie geahnt: Christian Gross wollte sich nicht vor der legendären Wankdorf-Uhr ablichten lassen.
Sie steht vor dem Stade de Suisse als Erinnerung an die gute alte Zeit, als in der Schweiz die Austragung einer Fussball-WM noch möglich war und YB Meistertitel in Serie hamsterte: Die Wankdorf-Uhr.
1:1 steht drauf. Das Resultat des letzten YB-Spiels (gegen Lugano) vom 7. Juli 2001, bevor im WM-Final-Stadion von 1954 die Bagger vorfuhren.
1:1 – ein Resultat, das Symbol-Fanatiker Gross nicht in den Kram passt. Es bedeutet für den Erfolgstrainer: zwei Punkte in einem Heimspiel verspielt.
Gross drängt seit seiner Unterschrift bei YB darauf, das Ergebnis zu ändern.
Der Wankdorf-Fluch
Vorgestern gibt der Ex-FCB- und GC-Meistermacher sein Debüt im Stade de Suisse – und holt gegen die «Bebbi» ein … 1:1. Exakt das Ergebnis, das draussen auf der Uhr steht. Der Wankdorf-Fluch hat den neuen Trainer bereits belegt.
Wird jetzt gehandelt? YB-CEO Ilja Kaenzig zu BLICK: «Ja. Das Thema ist schon lange auf dem Tisch. In Bälde wird das Ergebnis geändert.» Wie lautet es in Zukunft? Kaenzig: «Das ist eine Überraschung.»
Und was sagt der CEO zum 1:1 gegen Meister Basel? «Vom Ergebnis her können wir nicht zufrieden sein. Wenn wir einen Schritt vorwärts machen wollen, müssen wir solche Spiele gewinnen – sonst bleibt immer ein Rückstand von 16 Punkten auf Basel.» http://www.blick.ch/sport/fussball/gros ... uhr-176949
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shalako
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Verfasst: Donnerstag 21. Juli 2011, 16:36 |
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21.07.2011  Zitat: «Als Berner hältst du einfach zu YB»
Lupo Il Grande ist ein Urgestein des gelbschwarzen Fanszene. In 40 Jahren hat er mit den Berner Young Boys alle Emotionen – von Cupfinalsieg über Schweizermeister, Aufstieg, aber auch Abstieg – erlebt. Bernerzeitung.ch/Newsnetz hat ihn getroffen.
Mit Hut, Sonnenbrille und einem Ostkurve-Pullover sitzt der 49-jährige Lupo da und erzählt von den Anfängen als YB-Fan: «Als 10-jähriger ging ich an den ersten Match, YB spielte gegen den FC Zürich 2:2.» Er sei ein «Landgiel», aus dem gleichen Dorf wie Gölä, im Herzen der SVP.
YB-Fan wurde er zu Beginn wohl aus Langeweile. Früher habe es in Bern einfach nichts gegeben, keine Reithalle, keine «Dampfere», nichts. Gerade mal an zwei Orten wurde Musik gespielt, dann gab es noch die «Pläfä» und die Bars machten schon um 23.30 Uhr zu. «So trafen wir uns am Match, damals noch im Wankdorf», erzählt er. Er und andere Halbstarke mit langen Haaren, in Jeans, selbstgestrickten YB-Schals und Tücher um den «Gring». Noch heute trägt Lupo Il Grande seine Haare lang. Er streicht sie aus dem Gesicht und sagt: «YB ist ein sehr grosser Teil in meinem Leben, ich würde vieles hinten anstellen, nicht alles, aber das meiste.»
«Streit gab es früher auch»
Damals hätten sie viel «Seich» gemacht, lacht Lupo. «Wir haben im Stadion auf einem Feuer Würste gebraten, Bier ins Stadion geschmuggelt und Beamte provoziert.» Die Streitereien mit der Polizei und anderen Fans seien nicht neu. Auch die Pyro gehören seiner Meinung nach einfach zum Fussball dazu. Lupo findet, dass in der Schweiz wegen Kleinigkeiten überreagiert werde. Was ihn aber auch störe sei, wenn jemand verletzt werden könnte. «Im Fanzug helfe ich beim "Ghüder" mit, wenn da einer eine Flasche schmeisst, dann sage ich es ihm. Ich sage ihm, er solle nicht deswegen aufhören, weil ich ihm es verbiete, sondern weil sich jemand verletzen könnte.» Warum die Flasche überhaupt fliege, das könne er schon verstehen. Manchmal habe man einfach eine Wut, wie er früher auch, erklärt Lupo energisch. Vor ihm steht eine Flasche Cola und er nimmt einen Schluck.
Lupo Il Grande sieht man oft an Auswärtsspielen und die Fans kennen ihn. Er ist mit seiner Grösse auch nicht zu übersehen, deshalb trägt er auch den Spitznamen «Il Grande». Die Zugfahrt und den Eintritt verdient er sich mit Aufräumen im Extrazug. Letztes Jahr war Lupo auch an Europa-League-Spiele in Odense dabei. «Ich hätte ja keine Kohle gehabt, da ich als Hilfsabwart nicht so viel verdiene», sagt der 49-Jährige. Aber die von der Ostkurve hätten für ihn gesammelt. «Stell dir das mal vor! Die hätten mir auch die anderen Spiele gezahlt, aber das wollte ich nicht.»
Bei der Ostkurve sei der Spirit, wie Lupo ihn vom Wankdorf kenne, spürbar. Er hätte früher doch nie, nie einen Nachmittag damit verbracht, eine Fahne zu nähen oder zu malen, betont er. Lieber wollte er in Ruhe ein «Bierli trinken, Töffli frisieren und Mais» machen. Diese «Giele» würden tagelang mit dem Basteln der Choreographien verbringen, ohne irgendwas dabei zu verdienen. Lupo ist sich sicher, dass sie viel mehr für YB machen, als er das jemals gemacht habe. «Ich fühle mich der Ostkurve am nächsten, bin jedoch nicht Mitglied, auch bei keiner Partei. Vereinsmeierei ist nichts für mich», sagt er mit seiner tiefen Stimme, die ein wenig an Polo Hofer erinnert.
Vom Stehplatz zum Sitzplatz
Für Lupo, wie für viele andere YB-Fans, ist das Stadion nach wie vor das Wankdorf, obwohl es umgetauft wurde. Das «Joggeli» in Basel bleibe auch das «Joggeli» und der Letzigrund in Zürich der Letzigrund. Seit den Neufeld-Zeiten kämen mehr Leute an die YB-Matchs. Auch mehr Frauen, was er super finde, erklärt er, hebt seine Sonnenbrille und zwinkert. Früher sei er im Sektor B gestanden, heute sitze er auf dem Balkon im Sektor D. Von den Leuten, mit denen er früher am Match war, sehe er noch einen. Die meisten hätten Kinder und seien verheiratet. Er nicht, weder Frau noch Kinder, er sei «vögelifrei».
Mit seinen 49 Jahren ist Lupo einer der ältesten im harten Kern, was ihn gar nicht stört. «Manchmal habe ich schon "Lämpe", aber mit Modefans, die nur an die Matches kommen, wenn YB gerade gut spielt», enerviert Lupo sich und nimmt erneut einen Schluck Cola. Die würden ihn dann nicht kennen und ihn blöd anmachen.
Gelassen meint der gestandene YB-Fan: «Wer Krach mit mir will, kann ihn haben.» Aber so grün hinter den Ohren wie früher sei er nicht mehr. Vor neun Jahren habe er aufgehört, Alkohol zu trinken und könne so gut abschätzen, wer komplett «bsoffe» sei und Streit suche. Die Dümmsten seien die, die auf die eigenen Fans losgehen.
«Alles muss stimmen»
Die Enttäuschung, dass YB den Meistertitel letztes Jahr nicht geholt habe, konnte er nach 40 Jahren Auf und Ab leichter ertragen als andere. In der Kochlehre habe es auch geheissen: «Wenn die Suppe versalzen ist, kannst du noch lange Kartoffeln und Wasser dazutun, sie ist und bleibt versalzen.» Da helfe auch kein Doumbia. 40 Jahre den Young Boys treu zu bleiben, ist für ihn Ehrensache: «Als Berner hält man einfach zu YB.»
Lupo ist für die kommende Saison zuversichtlich. Inwiefern der neue Trainer Christian Gross gut für einen Pokal ist, kann er nicht abschätzen. Er habe eine Siegermentalität und wisse, wie man Titel holt. Die neuen Spieler Khalifa, Silberbauer und «Fahrni» spielten gut, Degen hätte einfach den «Ofen» am letzten Match gegen Basel machen müssen. «Am Samstag gehe ich nach Sion an den Match», sagt er. Es gebe doch keine bessere Alternative als an den YB-Match.
Ob es in dieser Saison schon für einen Titel reichen werde, werde sich zeigen. Um zu gewinnen, müsse einfach alles stimmen, die Menschlichkeit im Team, der Trainer, das Präsidium, die Fankultur und die ganze Region müsse an YB glauben.
Lupo erklärt: «Wenn ich nicht an YB glauben würde, müsste ich ja auch nicht an den Match gehen.» http://www.bernerzeitung.ch/region/bern ... y/29359967
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